DE9001419U1 - Vorrichtung zur Umhüllung von Seilen oder eines aus einer Vielzahl von Leitern verdrillten Kabels - Google Patents
Vorrichtung zur Umhüllung von Seilen oder eines aus einer Vielzahl von Leitern verdrillten KabelsInfo
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Description
■· rs «c ce ·· ··
dipl.-phys. DR. WALTHER JWNIUS 3 Hannover.
1. Februar 1990 Meine Akte: &Pgr;02
Paul Troester Maschinenfabrik, Am Brabrinke 1-',
3000 Hannover 81
Vorrichtung <iu; !^ül lung von Seiler! ü^ir eines aus
eine; Vielzahl von. Leitern vordrillten Kabels
Die Erfindung betrifft die i/mhüUung von Seilen oder
eines aus einer Vielzahl von Leitern verdrillten Kabels mit einfacher oder mehrfacher Schicht aus vernetzbaren
Thermoplasten oder einer Elastomerschicht sowie deren Vulkanisation und/oder Vernetzung, bei der man das
verdrillte Seil oder Kabel durch eine die Umhüllungsschicht aufbringende Extrusionsvorrichtung führt, und
bei dem man anschließend das umhüllte Seii oder Kabel durch eine Vulkanisier- oder Vernetzungsvorrichtung hindurchführt
und es dabei um seine Achse ständig dreht, indem man eine Drehvorrichtung in der Anlage am Seil
oder Kabel angreifen läßt.
Diese Art des Vorgehens bei der Ummantelung eines Kabels und der anschließenden Vulkanisation und Vernetzung der
Isolierschicht des Kabels ist aus der DE-PS 27 26 767 bekannt geworden, bei der das Kabel während des Isolierungs-
bzw. Vernetzungsprozesses um seine Längsachse durch eine am Kabelmantel angreifende Drehvorrichtung
gedreht wird, die Drehung jedoch unmittelbar vor (Jem
Einlauf des Kabels in den Extruder in einer Zugvorrichtung
aufgefangen wird, damit sie sich nicht, weiter nach außen
»··· ··■ lit
«· ·■ Ii · &igr; » » &igr;· * ■
Denn es ist das Ziel bei der hier eingesetzten Vorrichtung,
das Aufspleißen des verdrillten Kabels während des Vulkanisations- bzw. Vernetzungsvorganges zu vermeiden,
üenn bei einem solchen ".m spleißen würden sich die einzelnen isolierten Leiter des Kabels lockern und die als Mantel aufgetragene Extrusionsmasse könnte unter Veränderung der gewünschten Kabeldimensionen in das Innere des Kabels eintreten. Durch die aufgebrachte Drehung wird dieses Aufdrehen der verdrillten Leiter des Kabels vermieden, wobei die dem Kabel aufgezwungene Verwindung nur im Bereich zwischen der Drehvorrichtung und der unmittelbar vor dem Extruder angeordneten Zugvorrichtung sich ausbilden kann, wobei die durch diese aufgezwungene Drehbewegung im Kabel wirksame Verwindung beim Durchlauf des Kabels durch das Vernetzungsrohr entlang der Achse des Kabels verschoben wird, so daß weder hinter der Drehvorrichtung beim Aufwickeln des ummantelten Kabels noch vor dem Einlauf des verdrillten, noch nicht ummantelten Kabels in die erste Zugvorrichtung etwas von dieser Verwindu;g bemerkbar ist. Die durch die Drehbewegung aufgezwungene Verwindung des Kabels wird somit beim Durchlauf des Kabels durch die Vorrichtung entlang oem Kabel verschoben, so daß das Kabel die Vorrichtung hinter der Drehvorrichtung mit annähernd dem gleichen Verdri1lungsgrad verläßt, mit dem das Kabel in die Vorrichtung eingelaufen ist.
üenn bei einem solchen ".m spleißen würden sich die einzelnen isolierten Leiter des Kabels lockern und die als Mantel aufgetragene Extrusionsmasse könnte unter Veränderung der gewünschten Kabeldimensionen in das Innere des Kabels eintreten. Durch die aufgebrachte Drehung wird dieses Aufdrehen der verdrillten Leiter des Kabels vermieden, wobei die dem Kabel aufgezwungene Verwindung nur im Bereich zwischen der Drehvorrichtung und der unmittelbar vor dem Extruder angeordneten Zugvorrichtung sich ausbilden kann, wobei die durch diese aufgezwungene Drehbewegung im Kabel wirksame Verwindung beim Durchlauf des Kabels durch das Vernetzungsrohr entlang der Achse des Kabels verschoben wird, so daß weder hinter der Drehvorrichtung beim Aufwickeln des ummantelten Kabels noch vor dem Einlauf des verdrillten, noch nicht ummantelten Kabels in die erste Zugvorrichtung etwas von dieser Verwindu;g bemerkbar ist. Die durch die Drehbewegung aufgezwungene Verwindung des Kabels wird somit beim Durchlauf des Kabels durch die Vorrichtung entlang oem Kabel verschoben, so daß das Kabel die Vorrichtung hinter der Drehvorrichtung mit annähernd dem gleichen Verdri1lungsgrad verläßt, mit dem das Kabel in die Vorrichtung eingelaufen ist.
Dieses Verfahren ist überall dort anwendbar, wo die
aufzutragenden Ummantelungen nur eine dünne Stärke aufweisen.
Bei dünnen Urnmantel ungsstärken kommt es ja auch sehr wesentlich darauf an, daß möglichst wenig Ummanteln
ngsmaterial in das Innere des Kabels eindringt. Will
man einem elektrischen Leiter bzw. Lei te r b ü &eegr; d e1 e i &pgr;^
stärk«: re Ummantelung im i-. xtrus i ons vjrcirinq auftragen, ist
r> notwendig, dafür Sorge /&ugr; tragen, daß Mn Sc Ii we r k rä &Ggr; t. e
den nach der Extrusion noch fließfähigen Kabelmantel
nicht deformieren, bevor er vulkanisiert, bzw. vernetzt
ist. Es ist aus der ÜE-OS 19 33 043 bekannt, die nicht.
unterdrückbare Wirkung der Schwerkraft auf den aufgetragenen Kabelmantel dadurch zu kompensieren, daß man die
ganze Vorrichtung mitsamt der die Abwicklung des u&eegr; ummantelten
Kabels vornehmenden Station und der die Aufwicklung des ummantelten Kabels vornehmenden Station in eine
Drehbewegung um die Achse des Kabels versetzt. Das führt zu einem gleichmäßig ummantelten Kabel, ist aber nut
erheblichem Aufwand verbunden und schließt ein kontinuierliches
Arbeiten aus, weil immer nur der auf einer Kabeltrommel befindliche Vorrat an unummante 1 ten kabel
ummantelt werden kann und anschließend die Vorrichtung stillgesetzt werden muß, damit die Kabeltrommeln durch
neue ersetzt werden können.
Bei der Herstellung starkwandig ummantelter Kabel kann man die Vorrichtung der DE-PS 27 26 /67 nicht in Anwendung
bringen, weil die lediglich zum Festziehen der Verdrillung der isolierten Leiter ausgelegte Drehbewegung
nicht ausreicht, um eine Deformation des Kabelmantels durch Schwerkräfte zu verhindern, während eine Anwendung
der Vorrichtung nach der DE-OS 19 33 043 sich wegen der zu rotierenden Massen und der Unmöglichkeit eines kontinuierlichen
Arbeitens verbietet.
Die Erfindung vermeidet die Nachteile des Standes der Technik. Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Möglichkeit der starkwand igen Ummantelung von Kabeln durch in einem Arbeitsvorgang aufgetragenes Ex-
trudat. bei kontinuierlichem Auftragen zu schaffen, bei
dem das zu ummantelnde Kabel einwandfrei verdrillt
bleibt.
Die Erfindung besteht darin, daß die vor der Ummantelung
durch Umlenkung des Kabels gelockerte Verseilung durch die auf das Kabel vor oder hinter der Vulkanisier- oder
Vernetzungsvorrichtung aufgebrachte Drehbewegung im Kabel durch die Extrusionsvorrichtung und die Umlenkvorrichtungen
frei möglichst weit bis zur oder vor die Abwicke1ste11e durchtreten laßt.
Auf diese Weise gewinnt man die Möglichkeit, einen ausreichenden Drehwinkel zu erhalten, um die im viskosen
Zustand aufgetragene starkwandige Ummantelung so weit zu drehen, daß durch die Drehb—- ewegung der Schwerkraft
soweit entgegengewirkt wird, daß eine gleichmäßige Ummantelungsstärke erreicht wird. Die ausreichende
Drehbewegung wird dadurch erhalten, daß man im Gegensatz zu dem eingangs genannten bekannten Verfahren nach DE 27
26 767 die Verdrillung des Kabels erst lockert und dann wieder durch die am Kabelmantel angreifenden Drehkräfte
schließt. Hierdurch wird ein einwandfrei verdrilltes Kabel mit einem starken, gleichmäßig dicken Mantel
erhalten.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch
aus, daß vor der Extrusionsvorrichtung eine Bremsvorrichtung für das Kabel angeordnet ist, daß die Bremsvorrichtung
für eine Bremsung des Kabels in Achsrichtung ausgelegt ist, jedoch eine Drehbewegung des Kabels um seine
Achse zuläßt.
Diese erfinduri'aSgemäße Vorrichtung verwendet im Gegensatz
zu der Zugvorrichtung des Standes der Technik unmittelbar
vor dem Extruder (in Bewegungsrichtung des zu ummantelnden Kabels gesehen) eine Bremsvorrichtung, die das
Kabel aber nur bei seiner Bewegung in der Achsrichtung bremst, der Drehbewegung des Kabels um seine Achse
gung durch die Bremsvorrichtung hindurch fortsetzen, wobei eine vor der Bremsvorrichtung angeordnete Umlenkvorrichtung
eine Lockerung der Verseilung bewirkt. Somit ist ausreichend Länge für die Fortbewegung der Drehbewegung
geschaffen, um das Kabel um solche Drehwinkel zu bewegen, die ausreichend sind, um den auf die noch
fließfähige Ummantelung wirkenden Schwerkräfte entgegenzuwi rken.
Vorteilhaft ist es, wenn man vor der Extrusionsvorrichtung
das Kabel auf Vorrichtungen abstützt, die eine freie Drehung des Kabels um seine Achse zulassen.
So ist es zweckmäßig, durch Verminderung der Reibung in Seildrehrichtung, die Drehung und ihr Fortschreiten zu
erleichtern, z.B. wenn die Bremsvorrichtung aus mindestens
einem Rad besteht, dessen Umfang mit einer Vielzahl von Rollenpaaren zu bestücken, deren Achsen tangential zum
Rad angeordnet sind. Eine derartige Bremsvorrichtung bremst lediglich in axialer Richtung, läßt jedoch eine
Drehung des Kabeis um die Achse zu. Entsprechend wird man Abstützvorrichtungen ausbilden, die vor der Extrusionsvorrichtung
(in Förderrichtung des Kabels gesehen) angeordnet sind.
Um ein kontinuierliches Arbeiten 711 ermöglichen, ordne,.
rrwni einen Speicher an, der es gestattet, auf Kabeltrommeln
angelieferte Seile oder Kabel miteinander zu verbinden,
ohne den Produktionsgang zu stören. Die Drehbewegung läßt
man in diesem Fall bis tief in den Speicher hinein verlaufen,
dessen das Kabel mit ihrem Umfang halternde Räder jedoch zumindest teilweise nicht mehr am Umfang mir.
Rollen tangentiriler Achsausrichi ung versehen r. 111 d , um d 1 ■■_·
Drehbewegung im Speicher abklingen zu lassen.
Um einen ausreichend weiten Drehwinkel im Bereich dos
Extruderspritzkopfes zu erhalten, ist es zweckmäßig, das
mit der frischen Ummantelung versehene Kabel mehrmals um seine eigene Achse rotieren zu lassen. Dafür kann es
zweckmäßig sein, eine weitere Drehvorrichtung im Bereich
der Bremse anzocrdnen, um die von der hinter dem Vernetzungs-
bzw. Vulkanisationsrohr angeordneten Drehvorrichtung
dem Kabel aufgezwungene Drehung fortzusetzen bis in
den Kabe 1 speieher hinein.
Es kann auch zweckmäßig sein, kombinierte D r e ^ - und
Bremsvorrichtungen und Kombinierte Dreh- und Abzugsvorrichtungen
vorzusehen.
Eine zweckmäßige Ausführungsform d.^cr kombinierten
Dreh- und Bremsvorrichtungen bzw. dieser kombinierten
Dr°h- und Abzugsvorrichtungen ist eine solche, die jeweils
durch ein Paar das Seil bzw. Kabel zwischen sich einschließenden motorisch angetriebenen Bändern gebildet wird, die
in einem um die Kabel- bzw. Seilachse rotierenden Käfig angeordnet sind.
»■ ·» · · « ■
• ■ · t I I t · III
Dabei ist es zweckmäßig, wenn die hinter dem Vulkanisation- und Vernetzungsrohr angreifende Drehvorrichtung
eine höhere Drehzahl als die vor diesem Rohr angeordnete Drehvorrichtung aufweist.
Das Wesen der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung,
Fig. 3 eine Alternativausführung der Vorrichtung in
Seitenansicht,
Fig. 4 eine Seitenansicht der Bremse,
Fig. 5 einen Querschnitt durch ein Bremsrad,
Fig. 6 eine Seitenansicht einer anderen Vorrichtung mit
kombinierter Dreh- und Bremsvorrichtung und kombinierter Dreh- und Abzugsvorrichtung.
Die Kabeltrommel 1 mit einem auf der Verdrillmaschine
erzeugten, noch zu ummantelnden Seiles 2 ist auf den Abwickler 3 gesetzt, der das Soil 2 in einen Speicher 4
liefert, dessen Speicherräder 5 in einer Vielzahl nebeneinander
auf zwei parallele Wellen 6, 7 gesetzt sind, von denen die Welle 6 in Pfeilrichtung hin- und herverschiebbar
ist, so daß sie der Welle 7 beim Entleeren des Speichers genähert und von der Welle 7 beim Füllen des
Speichern entfernt werden kann. Wenn nach Auslaufen 'mdcj So i 1 vo r r a te;, von einer Seiltrommel 1 das Seilende
die Trommel verlaßt, wird es in der Verb i nduny, s ta t i' ·&iacgr; 8
f er, tueha I ton . die Kabeltrommel 1 mitsamt dem Abwickler ')
gegen eine bewickelte Kabeltrommel IA, die bereits auf
dem Abwickler 3A befindlich ist, ausgetauscht, und der Seilanfang mit dem Seilende in der Verbindungsstation 8
verbunden.
Das Seil ?. wird nach dem Verlassen des Se: Ispeicheis 4
über die Umlenkrolle 9 geführt und der Bremse 10 zugeführt, die zum Beispiel aus den Rädern 11, 12 b~rtehen kann,
von denen das eine mit der steuerbaren Bremsvorrichtung 13 ausgestattet ist. Das Rad 11 der Bremse 10 dient
dabei ebenfalls als Umlenkrad. Das Seil läuft von diesem Umlenkrad 11 der Bremse 10 in den Spritzkopf 14 ein, der
aus einem oder mehreren Extrudern 15 mit dem Ummantelungsmaterial für das Seil 2 beschickt wird. Nach dem Verlassen
des Spritzkopfes 14 durchläuft das nun ummantelte Kabel durch ein Teleskoprohr 16 in das Vulkanisier- bzw. Vernetzungsrohr
17 ein, das im Inneren eine Erwärmungsstrekke und eine Abkühlungsstrecke für eine trockene und/oder
nasse Behandlung der Kabelummantelung aufweist. In diesem Vulkanisier- bzw. Vernetzungsrohr hängt das Kabel
im freien Durchhang , ohne daß es die Wandungen des Rohres 17 berührt. Durch eine Schleuse 18 verläßt das
Kabel mit vulkanisiertem bzw. vernetztem Mantel den Kühlabschnitt des Rohres 17 und durchläuft eine Drehvorrichtung
19, die am Kabelmantel angreift und dem Kabel eine Drehung in Richtung der Verdrillung der einzelnen
isolierten Leiter des Kabels 2 gibt. Hinter der Drehvorrichtung 19 ist eine Abzugsvorrichtung 20 angeordnet,
die entsprechend den Betriebsbedingungen steuerbar ist
und die das mit der Ummantelung 21 versehene Kabel dem
Aufwickler 22 zuführt, der die Kabeltrommel 23 dreht, auf die das abgezogene Kabel 2 mit der ummantelung 21
aufgewickelt wird.
litt ti* BII
·· Il Il II·· ■· ··
Die Räder 11, 12 der Bremse 10 sind ebenso wie dss Umlenkrad
9 in besonderer Weise aufgebaut. Am Umfang tragen diese Räder 9,11, 12 Paare von Gleitelementen oder
Rollen 24, deren Achsen tangential zum Umfangskreis der Räder 9,11,12 angeordnet sind., Auf diesen Rollen 24
liegt das Sei! auf. Es kann sich frei um seine Achse
drehen, wird aber in seiner axialen Fortbewegungsgeschwindigkeit durch die Drehgeschwindigkeit der Hsder 9_. 11,
12 bestimmt. Zweckmäßigerweise läßt man das Umlenkrad 9 frei laufen, während man dem Rad 11 eine steuerbare
Breiiis &ngr; ■:■:'-. "htung zuordnet, die &oacgr;&idigr;* Einlauf geschwindigkeit
des Seiles 2 in uen Spritzkopf 14 und das Vulkanisierbzw.
Vsrnetzungsruiif 17 bt ^immL. Das Rad 12 dicnl als
Gegenrad, um das Kabel an das mit der Bremsvorrichlung
13 versehene Rad Ii an^urück^n, damit das Seil 2 nicht
auf dem Rad 11 der Bremse 10 rutschen kann.
Die Dre.(vorrichtung 19 greift am Kabelmantel 21 an und versetzt dadurch dem ganzen Kabel einen Drall in Richtung
der Kabelverdri1 lung. Dieser Drall setzt sich durch das
Vulkanisier- bzw. Vernetzungsrohr 17, durch das Teleskoprohr 16, durch den Spritzkopf 14 des Extruders 15 durch
die Bremse 10 mit ihren Rädern 11, 12, über die Umlenkrolle 14 fort und endet irgendwo im Speicher 4. Durch
diesen langen Weg, den der durch die Drehvorrichtung 19 aufgezwungene Drall durch das Kabel nimmt, wird erreicht,
daß das Kabel im Teleskoprohr 16 und im Anfangsteil des Vulkanisier- bzw. Vernetzungsrohres 17 so weit verdreht
wird, daß die unter dem Einfluß der Schwerkraft nach der Querschnittsform einer Birne strebende, noch
fließfähige Masse die kreisförmige Außenkontur beibehält, die sie beim Verlassen des Spritzkopfes des Extruders
t · III! » » '
- 10 -
hat. DEr hierfür notwendige ausreichende Drehwinkel wird durch den langen Weg erreicht, den der Drall im Bereich
des Teleskoprohres 16 nehmen soll , weil sich dieser Drall bis in den Kabs! r.poicf- &tgr; 4 fortsetzen kann.
Umlenkstellen, wie sie am Umlenkrad 9 und am Bremsrad 10 auftreten, aber auch im Kabel speicher 4 auftreten, haben
an sich den Nachteil, daß sich an diesen Stellen die Verdrillung des Kabels lockert. Für die vorliegende
Erfindung hat dieser vom Stande der Technik als nachteilig empfundene Umstand den Vorteil, daß der Drehwinkel,
den jeder einzelne Kabelabschnitt im Teleskoprohr 16 ausführt, größter sein kann als ohne solche Lockerungen
der Verdrillung. Da der Drall dem Kabel 2 hinter dem Vulkanisier- bzw. Vernetzungsrohr 17 aufgezwungen wird
und dieser Drall sich bis in den Kabelspeicher 4 fortsetzt, ist die Verdrillung der isolierten Leiter des
Kabels 2 im Spritzkopf 14 und im Teleskoprohr &Idigr;6 besonders fest, weil hier zwischen dem Einlauf des Kabeis in den
Spritzkopf 14 und der Drehvorrichtung 19 kaum Hindernisse vorhanden sind, welche dem Zuziehen der Verdrillung entgegenstehen.
Das Kabel kann unter Umständen im Kühlteil des Rohres schleifen und muß die in der Schleuse 18
entstehenden Reibungskräfte bei der Rotation überwinden.
Das Kabel wird daher in einwandfrei verdrilltem Zustand
im Spritzkopf 14 ummantelt und nach dieser Ummantelung
so weit gedreht, daß die Schwerkräfte keinen Einfluß auf eine Verformung der Ummantelung haben, so lange diese
noch nicht vernetzt bzw. vulkanisiert ist. Auf diese
Weise gelingt es überraschend, eine dicke Ummantelungs-
1 '■
v.hir. ht. form·-j &rgr; &eegr;.in -nif <lpr dur<h (W'- verdrillten leiter
fjplii UlPten K abc 1 see 1e /u vulkanisieren b/w. zn v^rnptv-n,
wobei die Kabelseele einwandfrei und fest verdrillt, im
fertigen Produkt zentrisch liegt, obwohl zuvor auf dem Weg von der Abwicke1 station zum Spritzkopf bewußt eine
Lockerung der Verdrillung hingenommen werden mußte.
Dabei kann es zweckmäßig sein, wenn die Drehvorrichtung
und die Abzugsvorrichtung eine Einheit bilden, wobei die
am Kabelmantel angreifenden Drehwerkzeuge auf das Kabel auch in Abzugsrichtung wirken. Das ist durch die Drehvorrichtung
19 in Fig. 1 realisiert.
Im Versuchsbetrieb hat sich noch ein besonderes Problem
herauskristallisiert: Die auf das Kabel wirkende Drehvorrichtung
19 übt eine Drehung nicht nur in Richtung auf die Abwickeltrommel, sondern auch in Richtung auf die
Aufwickeltrommel auf das Kabel aus. us
stellte sich heraus, daß das ummantelte Kabel nicht spannungsfrei auf die Kabeltrommel aufgewickelt war,
sondern eine erhebliche Verdrehung gegen die Drillrichtung aufwies. Bei einigen Kabelarten stellte sich heraus,
daß das auf die Aufwickeltrommel aufgewickelte ummantelte
Kabel im Inneren teilweise aufgespleißt war.
Dieser Nachteil läßt sich mit der alternativen rungsform der Vorrichtung nach Fig. 3 beseitigen: Hier
ist die dem Aufwickeln des ummantelten Kabels 2, 21 dienende Kabeltrommel 23 auf einem Drehtisch 25 zusammen
mit ihrem Antrieb 26 aufgebaut, wobei die Kabe1 zuführung
27 vertikal in tier Drehtischachse angeordnet ist. Der
Drehtisch 25 wird durch einen in seiner Drehzahl regelbaren Motor 28 angetrieben, die Regelung erfolgt in Abhän-
gigkeit von der durch die Drehvorrichtung 19 auf das
Kabel 2, 21 aufgebrachten Drehung.
Vorteilhaft kann es sein, auch die Abzugsvorrichtung 29
für das Kabel 2, 21 ebenfalls auf dem Drehtisch 25 anzuordnpn, vorzugsweise über der Kabeltrommel 23 und
vorzugsweise zentrisch zur DrehtiSehachse 30.
Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn auch die Umlenkräder 20 hinter der am Kabel 2, 21 angreifenden Drehvorrichtung
19 mit Rollen 24 am Umfang ausgestattet sind, deren Achsen tangential zum Umlenkrad 20 verlaufen.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 6 ist eine kombinierte
Dreh- und Abzugsvorrichtung 31 hinter dem Vulkanisierbzw.
Vernetzungsrohr 17 angeordnet, die aus zwei am Kabelmantel 21 angreifenden endlosen Bändern 32 besteht,
die in einem rotierenden Käfig 34 angeordnet sind, welcher um die Achse des Kabels 2 rotiert. Dieser Käfig
erhält seine Drehbewegung von einem Motor 35.
In diesem Ausführungsbeispiel ist hinter dem Umlenkrad
36, vor dem Spritzkopf 14 eine weitere Drehvorrichtung
37 angeordnet, welche mit der Bremsvorrichtung kombiniert ist. Diese Dreh- und Bremsvorrichtung 37 besteht aus
zwei am Seil 2 angreifenden endlosen Bändern 38, die in
einem rotierenden Käfic 39 angeordnet sind, der von einem weiteren Motor 35 angetrieben wird. Mit dieser
Ausgestaltung der Vorrichtung lassen sich besonders weite Drehwinkel dem Kabel aufzwingen.
Liste der R^zugszeichen:
1 Kabeltromme1
K-i bei, Seil
3 Abwi ekler
4 Kabe1spe i eher
5 Sperrad
6 Welle
8 Varbindungsstation
9 Umlenkrad
10 Bremse 1 1 Rad
12 ^ad
13 Br amsvorri chtunq
14 Spritzkopf
15 Extruder
16 Teleskoprohr
17 Vulkanisier- bzw. Ve met &zgr; ung sr ei. r
18 Schleuse
19 Drehvorrichtung
| 3 S | Mo Lor | kr ad |
| 36 | Um 1 en | und Rrrrnsvnr |
| 37 | Dreh- | ung |
| r i ent | ||
| 38 | Band | |
| 3&Pgr; | Käf i 3 | |
O &Lgr; AU-»·».*- w. · U^. — -
C-J ÄuZüJoiui f &igr; Uli cuiiQ
21 Ummantelung
22 Aufwickler
23 Kabeltrommel
24 Rolle
25 Drehtisch
26 Antrieb
27 Kabeizuführung
28 Motor
29 Abzugsvorrichtung
30 Drehtischachse
31 Dreh- und Abzugsvorrichtung
32 Band
3&Lgr; Käfig
3&Lgr; Käfig
Claims (1)
- ANSPRÜCHE:1. Vorrichtung zur Ummantelung eines Seiles oder aus einer Vielzahl von Leitern verdrillten Kabels mit einer plastischen Schicht und zu deren Vulkanisation bzw. Vernetzung,bestehend aus ein^r Extrasionsvorrichtung, einem an diese anschließenden Vulkanisier- bzw. Vernetzungsrohr, einer der Aufwickelvorrichtung zugeordneten Abzugsvorrichtung für das Kabel und einer zwischen der Abzugsvorrichtung und dem Vulkanisier- bzw. Vernetzungsrohr angeordneten Drehvorrichtung für das ummantelte Kabel,
dadurch gekennzeichnet,daß vor der Extrusionsvorrichtung (14, 15) eine Bremsvorrichtung (10) für das Kabel (2) angeordnet ist,
daß die Bremsvorrichtung (10) für eine Bremsung des Kabels (2) in Achsrichtung ausgelegt ist, jedoch eine Drehbewegung des Kabels (2) um seine Achse zuläßt,
und daß vor der Bremsvorrichtung (10) mindestens eine Umlenkvorrichtung (9, 11) angeordnet ist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß die Bremsvorrichtung aus mindestens einem Rad (11) besteht, dessen Umfang mit einer Vielzahl von Glei telemen'ivn, z.B. Rollenpaaren (24), bestückt ist, deren Achsen tangential zum Rad (11) angeordnet sind.3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
'! ·&lgr; rl u r r; h gekennzeichnet,I &igr; ■ · · · I ·I I * * ■(I ■(■■ ■■ *daß die Umlenkvorrichtungen (9) aus Rädern bestehen, deren Umfang mit einer Vielzahl von Gleitelementen, z.B. Rollenpaaren (24), besetzt sind, deren Achsen tangential zum Rad (9) angeordnet sind.Vorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet du^chdie Anordnung eines Kabelspeichers (4) mit einer Vielzahl von das Kabel umlenkenden und in Umfangsri]'en halternden Rädern io,7), welche vorzugsweise aber zumindest teilweise mit einer Vielzahl von Gleitelementen, z.f, Rollenpaaren (24) besetzt sind, deren Achsen tangential zu tien Rädern (6,7) angeordnet sind.5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die hinter dem Vulkanisier- bzw.
(17) angeordnete Drehvorrichtung (19)
angreifende Drehwerkzeuge aufweist.Vernetzungsrohr am KabelmantelVorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß die Drehvorrichtung und die Abzugsvorrichtung eine Einheit (19) bilden, wobei die am Kabelmantel angreifenden Drehwerkzeuge auf das Kabel auch in· Abzugsrichtung wi rken.7. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß die dem Aufwickeln des Kabels dienende Kabeltrommel (23) auf einem Drehtisch (25) zusammen mit ihrem Antrieb (26) aufgebaut ist,und daß die Kabelzuführunq (27) vertik,-', Vorzugsweise in der Drehtisch achse angeordnet ist.■ 1 lit·8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,daß die Abzugsvorrichtung (29) für das Kabel (2, 21) ebenfalls auf dem Drehtisch, vorzugsweise über der Kabeltrommel und vorzugsweise Zentrist zur Drehachse angeordnet ist.9. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß auch di« Umlenkräder (20) hinter der am Kabel angreifender. Drehvo:'.-ich* ^g (IQ) .,üt Rüslen (24) am Umfang ausgestaltet sind, Heren Achsen tangential zum Umlenk-10. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine weitere Drehvorrichtung
Bremse angeordnet ist.(37) im Bereich der.Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß kombinierte Dreh- und Bremsvorrichtungen (37) und kombinierte Dreh- und Abzugsvorrichtungen (31) vorgesehen sind.12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,daß die kombinierten Dreh- und Bremsvorrichtungen (37) und/oder die kombinierten Dreh- und Abzugsvorrichtungen (31) jeweils durch ein Paar das Seil (2) bzw. Kabel (12, 21) zwischen sich einschließenden, motorisch angetriebenen Bändern 32, 38 gebildet sind, die in einem um die Kabel- bzw. Seilachse rotierenden Käfig (34, 39) angeordnetI , , 111 I · · ■·'III·' :>■ ti Ii ill· Iisind und am Kabelmantel bzw. am Seil angreifen.13. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch geKennzeichneL,daß die hinter dem Vulkanisations- und Vernetzungsrohr (17) anareifende Drehvorrichtung (31) eine höhere Drehzahl als die vor diesem Rohr (17) angeordnete Drehvorrichtung (37) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9001419U DE9001419U1 (de) | 1990-02-08 | 1990-02-08 | Vorrichtung zur Umhüllung von Seilen oder eines aus einer Vielzahl von Leitern verdrillten Kabels |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9001419U DE9001419U1 (de) | 1990-02-08 | 1990-02-08 | Vorrichtung zur Umhüllung von Seilen oder eines aus einer Vielzahl von Leitern verdrillten Kabels |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9001419U1 true DE9001419U1 (de) | 1990-05-17 |
Family
ID=6850795
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9001419U Expired - Lifetime DE9001419U1 (de) | 1990-02-08 | 1990-02-08 | Vorrichtung zur Umhüllung von Seilen oder eines aus einer Vielzahl von Leitern verdrillten Kabels |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9001419U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008029167A1 (de) * | 2008-06-19 | 2009-12-31 | Maschinenbau Scholz Gmbh & Co Kg | Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Umhüllungen für langgestrecktes Gut und Umlenkbehälter zur Verwendung in dieser |
| CN108275509A (zh) * | 2018-02-09 | 2018-07-13 | 廖罗明 | 一种扁丝送丝机及其控制方法 |
-
1990
- 1990-02-08 DE DE9001419U patent/DE9001419U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102008029167A1 (de) * | 2008-06-19 | 2009-12-31 | Maschinenbau Scholz Gmbh & Co Kg | Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Umhüllungen für langgestrecktes Gut und Umlenkbehälter zur Verwendung in dieser |
| DE102008029167B4 (de) * | 2008-06-19 | 2010-02-18 | Maschinenbau Scholz Gmbh & Co Kg | Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Umhüllungen für langgestrecktes Gut und Umlenkbehälter zur Verwendung in dieser |
| CN108275509A (zh) * | 2018-02-09 | 2018-07-13 | 廖罗明 | 一种扁丝送丝机及其控制方法 |
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