[go: up one dir, main page]

DE90965C - - Google Patents

Info

Publication number
DE90965C
DE90965C DENDAT90965D DE90965DA DE90965C DE 90965 C DE90965 C DE 90965C DE NDAT90965 D DENDAT90965 D DE NDAT90965D DE 90965D A DE90965D A DE 90965DA DE 90965 C DE90965 C DE 90965C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fuse
ignition device
rod
piston
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT90965D
Other languages
English (en)
Publication of DE90965C publication Critical patent/DE90965C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D1/00Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
    • F42D1/04Arrangements for ignition

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Lighters Containing Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 78: Sprengstoffe.
Diese Erfindung betrifft eine Anzündevorrichtung für die Zündschnüre der in Bergwerken benutzten Sprengpatronen.
Der Zweck dieser Anzündevorrichtung besteht darin, ein sicheres Zünden der Zündschnur zu, bewirken und dem bedienenden Bergmanne Zeit zu lassen, sich vor der Explosion an einen sicheren Ort zu begeben, sowie endlich darin, alle Sprengschüsse in einer gewissen Reihenfolge abgeben zu können.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist diese Anzündevorrichtung dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι die Anzündevorrichtung,
Fig. 2 dieselbe mit einer Schutzhülle gegen Zugluft bezw. Feuchtigkeit,
Fig. 3 dieselbe mit einem Schutzdach gegen Tropfwasser,
Fig. 4 dieselbe mit einem Schutzring,
Fig. 5 einen Schnitt nach x-x der Fig. 4.
Die Anzündevorrichtung besteht aus einem Stab A, welcher zweckmä'fsigerweise aus einer Mischung von 5 Theilen Chlorkalium, 2 Theilen Schwefelantimon und 1 Xheil Leim hergestellt wird. Behufs Annahme einer längeren oder kürzeren Brenndauer wird dem Gemisch mehr oder weniger Mehl zugesetzt.
Der aus der genannten Mischung hergestellte Stab A erhält an seinem unteren Ende einen Kolben B aus einer explosiven Mischung, deren Zusammensetzung zweckmäfsigerweise folgende ist:
32 Theile chlorsaures Kali,
12 Theile doppeltchromsaures Kali,
32 Theile Mennige,
24 Theile Schwefelantimon und etwas Leim zur Verbindung der Substanzen.
Die genannten explosiven Mischungen können aber auch durch andere geeignete ersetzt werden.
Die den Stab A bildende Substanz kann hinsichtlich ihrer Zusammensetzung derart verändert werden, dafs je nach Erfordernifs die Brenndauer kürzer oder länger wird.
Zur gröfseren Haltbarkeit kann der Stab A und der Kolben B mit einem inneren Verstärkungsdraht aus Kupfer oder einem anderen geeigneten Metall versehen werden.
Der Kolben B kann, wie Fig. 1 zeigt, an einem Stutzen C befestigt werden, oder der durch den Kolben B gehende Stab A wird mit dem unteren Ende in einem mit centraler Versenkung versehenen Stutzen C (Fig. 3) befestigt, während der Kolben B den oberen Theil des Stutzens C umgiebt. Der so gebildete Anzünder ABC wird mit einem Draht oder einer Schnur B an der Zündschnur E derart befestigt, dafs der Kolben B in dem bei E1 etwas abgeschrägten Ende der Zündschnur E gebettet ist. Hierauf wird nun das obere Ende des Stabes A entzündet, welcher niederbrennt und schliefslich den Kolben b zur Explosion bringt.
Die hierbei entwickelte starke Hitze entzündet die eigentliche Zündschnur E, welche in gewöhnlicher Weise weiterbrennt.
Es kann bei aufrechter Stellung des Anzünders vorkommen, dafs etwas von der brennenden Masse des Stabes A vor dessen gänzlichem Niederbrennen auf den Kolben B fällt und diesen zu früh entzündet. Um dies zu verhüten, schützt man ihn dagegen, wie Fig. 4 zeigt, durch einen aus Kartenpapier hergestellten Schutzring J.
Die Zündevorrichtung erhält erforderlichen Falles ferner eine durch einen Draht D gehaltene Kappe G, die auf die Spitze -D3 des Drahtes D gesteckt wird und zum Schütze gegen Tropfwasser dient. Als Schutz gegen Zugwind kann die in Fig. 2 dargestellte Kappe H angewendet werden, welche eine obere Klappe//1
zur Einführung des Streichholzes besitzt und an dem Draht mittelst der Umbiegungen D1 D2 gehalten wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Anzündevorrichtung für Zündschnüre, gekennzeichnet durch den aus langsam brennendem Satz bestehenden Stab A, welcher nach seinem Niederbrennen einen aus stark explosivem Gemisch bestehenden Kolben B entzündet, der das freie Ende der Zündschnur E an möglichst vielen Stellen berührt und hier mittelst eines um seinen Stutzen C und die Zündschnur E gewickelten Drahtes befestigt wird, wobei im Bedarfsfalle eine Kappe G oder Hülse H angewendet werden können, um die Anzündevorrichtung vor Tropfwasser oder Zugluft zu schützen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT90965D Active DE90965C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE90965C true DE90965C (de)

Family

ID=362631

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT90965D Active DE90965C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE90965C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2457622C3 (de) Nichtelektrisch zundbare Sprengkapsel und Sprengsystem unter Verwendung der Sprengkapsel sowie Zundverfahren
DE2552950A1 (de) Brandmunition
DE90965C (de)
DE2754966A1 (de) Nichtelektrisch zuendbare sprengkapsel und sprengsystem unter verwendung der sprengkapsel sowie zuendverfahren
DE2726945A1 (de) Ueb-geschoss fuer moerser o.dgl.
DE1024415B (de) Blaslochfreie elektrische Verzoegerungskapsel
DE69003627T2 (de) Zündmittelzusammensetzung für pyrotechnisches Verzögerungselement.
DE60124304T2 (de) Zündvorrichtung für sauerstofflanze zum thermischen schneiden, bohren usw.
CH654407A5 (de) Verfahren und vorrichtung zum zuenden der treibladung in einer ein gas erzeugenden kartusche sowie kartusche mit der vorrichtung.
DE414560C (de) Gasentwicklungspatrone mit Pulversatz, insbesondere fuer Feuerloescher
EP0455980B1 (de) Seemarkierer für Notanflugverfahren von Bordflugzeugen von Schiffen
DE1153307B (de) Sprengschnurverbinder
EP3771881B1 (de) Pyrotechnischer initiator zum initiieren eines zündschlauches und verfahren zum initiieren eines zündschlauches
DE38003C (de) Sprengpatrone
DE1939070C3 (de) Blitzlichtlampe
DE1646340C3 (de)
DE219871C (de)
DE208875C (de)
DE305639C (de)
DE72297C (de) Vorrichtung zum Vorschub und zur Entzündung eines Zündstreifens
DE137953C (de)
AT19194B (de) Aufschlag- oder Doppelzünder.
DE690035C (de) Zuendmasse fuer Zuendlichter
DE558348C (de) Leuchtspur-Sprenggeschoss
DE249574C (de)