DE909404C - Lastabhaengig sich regelnde Federung - Google Patents
Lastabhaengig sich regelnde FederungInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60G—VEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
- B60G17/00—Resilient suspensions having means for adjusting the spring or vibration-damper characteristics, for regulating the distance between a supporting surface and a sprung part of vehicle or for locking suspension during use to meet varying vehicular or surface conditions, e.g. due to speed or load
- B60G17/002—Resilient suspensions having means for adjusting the spring or vibration-damper characteristics, for regulating the distance between a supporting surface and a sprung part of vehicle or for locking suspension during use to meet varying vehicular or surface conditions, e.g. due to speed or load by temperature regulation of the suspension unit, e.g. heat operated systems
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
- F16F9/00—Springs, vibration-dampers, shock-absorbers, or similarly-constructed movement-dampers using a fluid or the equivalent as damping medium
- F16F9/32—Details
- F16F9/50—Special means providing automatic damping adjustment, i.e. self-adjustment of damping by particular sliding movements of a valve element, other than flexions or displacement of valve discs; Special means providing self-adjustment of spring characteristics
- F16F9/52—Special means providing automatic damping adjustment, i.e. self-adjustment of damping by particular sliding movements of a valve element, other than flexions or displacement of valve discs; Special means providing self-adjustment of spring characteristics in case of change of temperature
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Description
AUSGEGEBEN AM 15. APRIL 1954
D 12655 XII1
Es sind Federsysteme verschiedenster Konstruktionen bekannt, bei denen die auf ein Fahrzeug aufgebrachte
Nutzlast mit Hilfe von Einstellvorrichtungen selbsttätig als progressive Federcharakteristik
durch unterstützende Federn oder durch Veränderung der Federvorspannung od. dgl. aufgenommen wird,
so daß bei geringem Fahrzeugeigengewicht und großen Nutzlasten die Federungen, ohne überbeansprucht zu
werden, dem Fahrzeuggesamtgewicht möglichst angepaßt sind.
In letzter Zeit gewinnen Federsysteme, die mit Luft oder Gasen arbeiten, an Bedeutung. Es werden
solche Federsysteme entwickelt, bei denen der variable Nutzlastanteil durch Veränderung der Gasfüllung oder
auch durch Verringerung des Gasvolumens ausgeglichen werden kann.
Darüber hinaus besteht aber bei solchen Federungen erfindungsgemäß die Möglichkeit, den Druck des
durch das System gegebenen, für die Federung verwendeten Gasvolumens durch Temperaturänderung
zu variieren. Die Temperaturerhöhung des Gasvolumens kann auf verschiedene Weise, am einfachsten
jedoch mit Hilfe von elektrischen Heizaggregaten nach Art der Heizplatten oder Tauchsieder
erreicht werden, wobei das Ein- und Ausschalten der Heizvorrichtung von der lastabhängigen
Durchfederung des Federsystems abhängig gemacht werden kann.
Die Arbeitsweise ist folgende: Ein abgeschlossener, für die Federung vorgesehener, unter Luft- oder Gasdruck
stehender Hohlraum, der zur Aufnahme des federnden Gasvolumens im Innern auch durch Membranen
oder aus hochfesten Kunststoff blasen, Ballone, dargestellt werden kann, ist mit einem elektrischen
Heizgerät ausgestattet. Wird das Fahrzeug beladen, so wird sich die Luftfederung oder das Gesamtfeder-
system, das aus einer Metallfeder und Gasfeder bestehen kann, entsprechend mehr durchsetzen.
Damit wird eine Temperatureinstellvorrichtung auf eine Heizleistung eingestellt, die so lange das federnde
Gasvolumen aufheizt, bis der mittlere, durch die Aufheizung gesteigerte Gasdruck über einen druckabhängigen
Schalter den Heizstrom so lange unterbricht, bis durch die Abkühlung des Systems der
Gasdruck so weit gefallen ist, daß die Federung zu
ίο weich geworden ist und wieder nachgeheizt werden
muß. Die Einstellung der jeweiligen Ein- und Ausschaltdrücke geschieht zweckmäßig während des
Stillstandes des Fahrzeuges selbsttätig durch kurzzeitige, pneumatisch oder elektrisch betätigte Freigabe
der im Betrieb sonst verriegelten lastabhängigen Einstellvorrichtung.
Eine andere Regelung ist auch dadurch möglich, daß die Federung im Betriebe sieh den maximalen
Durchbiegungen entsprechend stetig selbst reguliert, etwa derart, daß bei Durchfederung über ein zulässiges
Maß hinaus jedesmal ein Zeitschalter eingeschaltet wird, der für eine bestimmte Zeit, die
z. B. zwischen 10 und 60 Sekunden liegen kann, den Heizstrom einschaltet und so das Gaskissen aufheizt,
bis bei starker Durchfederung durch den nächsten Kontakt der nächste Heizimpuls gegeben wird.
Daß eine solche selbsttätig sich regelnde Gasfederung
mit verhältnismäßig geringen Heizleistungen, die durch eine Isolierung der Federsysteme noch
verringert werden können, der Belastung angeglichen werden kann, ist nachstehender Rechnung als Beispiel
zu entnehmen.
Ein Federsystem von 20 cm Durchmesser und 30 cm Gesamthöhe mit 5 at Normaldruck nimmt ein
Gasvolumen von ~ 50 1 auf. Bekanntlich verhalten sich die Drücke vollkommener Gase wie ihre absoluten
PT
Temperaturen, also -—L = -—- . Wird P1 = 5 ata,
Temperaturen, also -—L = -—- . Wird P1 = 5 ata,
T1 = 27 + 273 = 3000 C und T2 = 77 + 273 = 3500
angenommen, so ergibt sich hieraus P2 — 5 X ——
300
^- 6 ata.
Demnach ist zu erkennen, daß bei Luft als Gaspolster, wie hier angenommen, durch eine Temperatursteigerung
um 500 C eine Drucksteigerung von etwa 2o°/0 und damit auch eine erhöhte Lastaufnahmefähigkeit
um ~ 20 0Z0 gegeben ist. Eine Temperatursteigerung
um ~- iooc C ergibt hiernach eine um
~ 40 0Z0 stärkere Feder. Diese reicht aus, um eine
große Nutzlastdifferenz auszugleichen. Die Steigerung der Tragfähigkeit solcher Gaspolster ist also nur abhängig
vom Temperaturverhältnis und unabhängig von den zur Füllung verwendeten Drücken.
Auch die zum Aufheizen erforderlichen Wärmemengen bzw. Energie sind gering, wie nachfolgende
Rechnung zeigt.
Die spezifische Wärme beispielsweise für Luft
zwischen ο und ioo° C ist ~ 0,24 .Das spezifische
Gewicht der Luft vom Normalzustand ist — 1,29 kg/m3.
Aus dem vorher ermittelten Luftinhalt des Federtopfes von 50 1 und den angenommenen 5 ata ergibt
sich nun für eine Temperatursteigerung um 500 C die aufzunehmende Wärmemenge von 0,05 X 50
X 0,24 χ 1,29 — 0,8 kcal. Da 1 kWh = 860 kcal
gesetzt werden kann, würde also bei verlustloser Heizung das einmalige Aufheizen eines Federtopfes
mit den vorbeschriebenen Abmessungen auf eine um °/0 höhere Tragfähigkeit nur 1Z1000 kWh benötigen.
Diese Leistung kann jede elektrische Nebenanlage von Fahrzeugen auch während des Betriebes häufiger
aufbringen.
Man kann auch die Linearausdehnung fester Körper oder auch die Volumenausdehnung von Flüssigkeiten
infolge Erwärmung nutzbar machen, um die Vorspannung von Federsystemen zu verändern.
Claims (6)
1. Lastabhängig sich regelnde Federung, dadurch gekennzeichnet, daß durch Temperaturänderung
eines als Feder wirkenden oder auf das Federsystem wirkenden Mediums das Diagramm
der Federung veränderbar ist.
2. Lastabhängig sich regelnde Federung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tragfähigkeit des Federsystems durch Aufheizen bzw. Abkühlen einer Gasfederung veränderbar
ist, die bei gleichem Volumen einen von der Gastemperatur abhängigen Gasdruck aufweist.
3. Lastabhängig sich regelnde Federung nach
den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium elektrisch aufheizbar ist.
4. Lastabhängig sich regelnde Federung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der elektrische Heizstrom durch vom Federsystem druckabhängige Schaltelemente an- und
abschaltbar ist.
5. Lastabhängig sich regelnde Federung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizeinrichtung abhängig von der Durchfederung an- bzw. abschaltbar ist.
6. Lastabhängig sich regelnde Federung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Verringerung der Heizleistung das System gegen Abkühlung wärmeisoliert ist.
5919 4.34
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED12655A DE909404C (de) | 1952-07-04 | 1952-07-05 | Lastabhaengig sich regelnde Federung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2805854X | 1952-07-04 | ||
| DED12655A DE909404C (de) | 1952-07-04 | 1952-07-05 | Lastabhaengig sich regelnde Federung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE909404C true DE909404C (de) | 1954-04-15 |
Family
ID=25970619
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED12655A Expired DE909404C (de) | 1952-07-04 | 1952-07-05 | Lastabhaengig sich regelnde Federung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE909404C (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1038347B (de) * | 1951-12-06 | 1958-09-04 | Jacques Jarret | Federung mit einer von einem elastisch deformierbaren, geschlossenen Gehaeuse umgebenen Gummimasse |
| DE1055890B (de) * | 1955-12-21 | 1959-04-23 | Deutsche Bundesbahn | Thermisch regelbare Gasfeder |
| DE1057830B (de) * | 1958-01-07 | 1959-05-21 | Deutsche Bundesbahn | Thermisch regelbare Gasfeder |
| DE1063860B (de) * | 1958-02-20 | 1959-08-20 | Deutsche Bundesbahn | Thermisch gesteuerte Gasfeder |
| DE1075382B (de) * | 1952-07-04 | 1960-02-11 | Langen Dr.-Ing. Gustav-Adolf Gaebler (Hess.) | Selbsttätig sich regelnde Federung |
| DE1132949B (de) * | 1956-05-29 | 1962-07-12 | Deutsche Bundesbahn | Lastabhaengig regelbare Gummifeder fuer Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge |
| DE1292500B (de) * | 1960-08-20 | 1969-04-10 | Laing Nikolaus | Luftkissenfahrzeug |
| DE102015118395A1 (de) * | 2015-10-28 | 2017-05-04 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Federanordnung für ein Kraftfahrzeug |
-
1952
- 1952-07-05 DE DED12655A patent/DE909404C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1038347B (de) * | 1951-12-06 | 1958-09-04 | Jacques Jarret | Federung mit einer von einem elastisch deformierbaren, geschlossenen Gehaeuse umgebenen Gummimasse |
| DE1075382B (de) * | 1952-07-04 | 1960-02-11 | Langen Dr.-Ing. Gustav-Adolf Gaebler (Hess.) | Selbsttätig sich regelnde Federung |
| DE1055890B (de) * | 1955-12-21 | 1959-04-23 | Deutsche Bundesbahn | Thermisch regelbare Gasfeder |
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| DE1063860B (de) * | 1958-02-20 | 1959-08-20 | Deutsche Bundesbahn | Thermisch gesteuerte Gasfeder |
| DE1292500B (de) * | 1960-08-20 | 1969-04-10 | Laing Nikolaus | Luftkissenfahrzeug |
| DE102015118395A1 (de) * | 2015-10-28 | 2017-05-04 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Federanordnung für ein Kraftfahrzeug |
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