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DE668879C - Anfahr- und Bremswiderstand elektrischer Triebfahrzeuge - Google Patents

Anfahr- und Bremswiderstand elektrischer Triebfahrzeuge

Info

Publication number
DE668879C
DE668879C DEA72609D DEA0072609D DE668879C DE 668879 C DE668879 C DE 668879C DE A72609 D DEA72609 D DE A72609D DE A0072609 D DEA0072609 D DE A0072609D DE 668879 C DE668879 C DE 668879C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
starting
heat
resistors
electric traction
traction vehicles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA72609D
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Dozler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA72609D priority Critical patent/DE668879C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE668879C publication Critical patent/DE668879C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C3/00Electric locomotives or railcars
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01CRESISTORS
    • H01C1/00Details
    • H01C1/08Cooling, heating or ventilating arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Resistance Heating (AREA)

Description

  • Anfahr- und Bremswiderstand elektrischer Triebfahrzeuge Es war bisher üblich, die Anfahr- und Bremswiderstände elektrischer Triebfahrzeuge so reichlich auszulegen, daß keinesfalls Glühtemperaturen erreicht wurden. Um diese Bedingung auch bei Belastungsspitzen sicher einzuhalten, wurde außerdem auch eine reichliche Reserve bei der Bemessung vorgesehen. Zu diesen Vorsichtsmaßnahmen war man genötigt, weil die Widerstände andernfalls stark beschädigt wurden. Sie haben aber schwerwiegende Nachteile zur Folge. Einerseits fallen die Widerstände nach diesen Bemessungsgrundsätzen schwer und umfangreich aus, andererseits wird bei künstlich belüfteten Widerständen die zugeführteKühlluft schlecht ausgenutzt. Wollte man größere Wärmeleistungen abführen, wie es bei längeren Talfahrten mit schweren Zügen der Fall ist, welche durch die Lokomotive elektrisch abgebremst werden, so sind unverhältnismäßig große Luftmengen und entsprechend große und leistungsfähige Lüfter erforderlich. Es hat sich gezeigt, daß auf diese Weise eine Widerstandsbremsung häufig nicht mehr möglich ist, weil die Aufwendungen für die Anlage zu groß werden oder weil die beschränkten Achsdrücke die erforderliche Gewichtsvermehrung nicht mehr zulassen.
  • Diese Schwierigkeiten werden völlig vermieden, wenn erfindungsgemäß der Anfahr-und Bremswiderstand erstens als Glühkörper ausgebildet, zweitens von gut wärmeleitenden Metallwänden großer Wärmekapazität umgeben und drittens unmittelbar belüftet wird.
  • Es ist zwar bekannt, Heizspulen mit einem :Metallrohr zu umgeben, um den Heizkörper bei elektrischem Zugbetrieb elektrisch und bei Dampfbetrieb mit Dampf betreiben zu können. Ferner ist es bekannt, bei elektrischen Winderhitzern die zu erhitzende Luft unmittelbar an den Heizwendeln, die von Wänden aus schlecht wärmeleitenden keramischen Baustoffen umgeben sind, vorbeistreichen zu lassen. Doch liegt bei diesen bekannten Anordnungen nicht die Aufgabe vor, eine besonders hohe Belastbarkeit von Anfahr- und Bremswiderständen zu erzielen.
  • Es ist weiterhin die Verwendung von Anfahr-und Bremswiderständen vorgeschlagen worden, die bis zur Glut erhitzt werden können. Doch sind hierbei die Widerstände weder unmittelbar belüftet, noch sind sie gut von wärmeleitenden Metallwänden großer Wärmekapazität umgeben.
  • Werden gemäß der Erfindung die Glühwiderstände mit Wänden aus Metall, z. B. Aluminium- oder Gußeisenplatten, umgeben und unmittelbar belüftet, so wird durch diese einfache Maßnahme die Überlastbarkeit der ganzen Anordnung stark erhöht.
  • Da nämlich infolge ihrer Glühtemperatur die Widerstände in der Lage sind, erhebliche
    Wärmemengen durch Strahlung abzugeben,
    wird ein großer Teil der entwickelten Wärme
    von den umgebenden Metallwänden aufa@_@ ;
    nommen. Die Voraussetzung eines gen.
    den Temperaturgefälles zwischen den
    widerständen und den Metallwänden
    infolge der Wärmeaufnahmefähigkeit der
    tallwände für die Dauer der Überlastung be-
    stehen.
    Die Umgebung der Glühwiderstände mit nichtstromführenden Metallwänden hat auch eine Erhöhung der Dauerbelastbarkeit der Anlage zur Folge. Infolge der Bestrahlung durch die Glühspiralen nehmen die Wände Wärme auf und erhöhen ihre Temperatur über die Temperatur der sie bestreichenden Kühlluft. Dadurch geben sie aber die durch Strahlung aufgenommene Wärme an die Kühlluft durch Konvektion ab. Andererseits hat der durch die Metallwände auf dem Wege der Strahlung bewirkte Wärmeentzug eine Senkung der Glühtemperatur der Widerstände zur Folge, d. h: die Wärmeübergabe an die Kühlluft erfolgt mit geringerem Wärmegefälle. Diese Tatsache ist auch erklärlich, weil durch die Metallwände die wärmeabführende Oberfläche der ganzen Anordnung vergrößert wird. Diese Senkung des Temperaturgefälles kann dazu ausgenutzt werden, um eine entsprechend größere Leistung umzusetzen, welche das gleiche zulässige Temperaturgefälle ergibt wie eine kleinere Leistung ohne metallische Umgebung der Widerstände.
  • Bei einer vorübergehenden Überlastung der Widerstände tritt folgendes ein: Nach dem Stephan -Boltzmannschen Strahlungsgesetz erhöht sich der durch Strahlung abgegebene Anteil der Wärmemenge mit der Differenz der vierten Potenzen der absoluten Temperaturen, d. h. also die erforderliche Temperaturerhöhung der Glühwiderstände ist verhältnismäßig viel kleiner als die Zunahme der Belastung. Da die durch Konvektion aus den Widerständen an die Kühlluft abführbare Wärmemenge eine wesentlich stärkere Temperatursteigerung erfordern würde, wird demgegenüber durch die Gegenwart der metallischen Umgebung ein sehr wirksamer Schutz gegen Überhitzung der Glühwiderstände ge-;",Y,#'onnen. Es ist unschwer möglich, daß durch entsprechende Dicke der umgebenden Metall-4v'andungen dieselben erhebliche Wärmemen-"'ggen aufnehmen können, ohne daß ihre Temperatur zu stark ansteigt. Innerhalb dieser Zeit kann daher eine erhebliche Überlastung der Glühkörper ohne Gefährdung ihres Bestandes vorgenommen werden.
  • Nimmt man beispielsweise an, daß während einer längeren Talfahrt sich zwischen der erzeugten Wärmemenge und der durch die Kühlluft abgeführten Wärmemenge ein Gleichgewicht bei zulässiger Temperatur der Widerstände (z. B. 8oo°) und derKühlluft (z. B. 4oo°) eingestellt hat, so würde es ohne die Metallwände nicht statthaft sein, das Fahrzeug anschließend durch elektrische Bremsung auch stillzusetzen. Andernfalls würden durch die zusätzliche Umsetzung der kinetischen Energie des Fahrzeuges in Wärme die Widerstände überhitzt werden. Durch die Gegenwart der Metallwandungen kann aber diese Mehrleistung unschädlich aufgenommen werden. In der darauffolgenden Stillstandspause des Fahrzeuges oder wieder normalen Belastung der Widerstände geben die Metallwandungen die gespeicherte Wärmemenge an die Kühlluft wieder ab, so daß sich auch der Gleichgewichtszustand mit den dauernd zulässigen Temperaturen wieder einstellt.
  • In der Zeichnung bedeuten a die beispielsweise als Heizwendeln ausgebildeten Glühkörper und b die sie umgebenden, als Speicherkörper dienenden Metallwände.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anfahr- und Bremswiderstand elektrischer Triebfahrzeuge, gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Merkmale: Der Widerstand ist erstens als Glühkörper ausgebildet, zweitens von gut wärmeleitenden Metallwänden großer Wärmekapazität umgeben und drittens unmittelbar belüftet.
DEA72609D 1934-02-28 1934-02-28 Anfahr- und Bremswiderstand elektrischer Triebfahrzeuge Expired DE668879C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA72609D DE668879C (de) 1934-02-28 1934-02-28 Anfahr- und Bremswiderstand elektrischer Triebfahrzeuge

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA72609D DE668879C (de) 1934-02-28 1934-02-28 Anfahr- und Bremswiderstand elektrischer Triebfahrzeuge

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE668879C true DE668879C (de) 1938-12-10

Family

ID=6945611

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA72609D Expired DE668879C (de) 1934-02-28 1934-02-28 Anfahr- und Bremswiderstand elektrischer Triebfahrzeuge

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE668879C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3856562A1 (de) * 2018-10-25 2021-08-04 Siemens Mobility GmbH Bremswiderstand für ein elektrisch angetriebenes fahrzeug

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3856562A1 (de) * 2018-10-25 2021-08-04 Siemens Mobility GmbH Bremswiderstand für ein elektrisch angetriebenes fahrzeug

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