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DE907186C - Phasenumkehr-Telegraphie-System - Google Patents

Phasenumkehr-Telegraphie-System

Info

Publication number
DE907186C
DE907186C DEI4589A DEI0004589A DE907186C DE 907186 C DE907186 C DE 907186C DE I4589 A DEI4589 A DE I4589A DE I0004589 A DEI0004589 A DE I0004589A DE 907186 C DE907186 C DE 907186C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phase
elements
reversal
alternating current
tube
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI4589A
Other languages
English (en)
Inventor
Hector Thomas Prior
Donald Adams Weir
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Standard Electric Corp
Original Assignee
International Standard Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Standard Electric Corp filed Critical International Standard Electric Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE907186C publication Critical patent/DE907186C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L27/00Modulated-carrier systems
    • H04L27/18Phase-modulated carrier systems, i.e. using phase-shift keying
    • H04L27/20Modulator circuits; Transmitter circuits
    • H04L27/2032Modulator circuits; Transmitter circuits for discrete phase modulation, e.g. in which the phase of the carrier is modulated in a nominally instantaneous manner
    • H04L27/2035Modulator circuits; Transmitter circuits for discrete phase modulation, e.g. in which the phase of the carrier is modulated in a nominally instantaneous manner using a single or unspecified number of carriers
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L27/00Modulated-carrier systems
    • H04L27/18Phase-modulated carrier systems, i.e. using phase-shift keying
    • H04L27/22Demodulator circuits; Receiver circuits
    • H04L27/233Demodulator circuits; Receiver circuits using non-coherent demodulation
    • H04L27/2335Demodulator circuits; Receiver circuits using non-coherent demodulation using temporal properties of the received signal
    • H04L27/2337Demodulator circuits; Receiver circuits using non-coherent demodulation using temporal properties of the received signal using digital techniques to measure the time between zero-crossings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Alarm Systems (AREA)
  • Fire Alarms (AREA)
  • Stabilization Of Oscillater, Synchronisation, Frequency Synthesizers (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Telegraphieübertragungssysteme, bei denen die Nachricht durch systematische Phasenumkehrung des übertragenen Wechselstromes übertragen wird und bei denen die Nachricht sich in der Form einer Kombination gleich langer Elemente von nur zwei möglichen Arten befindet oder in diese Form gebracht werden kann. Besonders geeignet ist sie für, aiber nicht begrenzt auf die Übertragung von Fernschreibsignalen und Codekombinationen, die aus Stromschritten und Trennschritten bestehen.
In einem l>ekannten System von Fernschreib-Codeübertragungen wird die Phase der übermittelten Schwingung bei jedem Übergang von Stromschritt zu Trennschritt oder von Trennschritt zu Stromschritt umgekehrt. Wenn die zwei Phasen mit A und B bezeichnet werden, kann Phase A z. B. einen Stromschritt und Phase B einen Trennschritt bedeuten. Dieser Typ der Übertragung zeigt gewisse Vorteile gegenüber Übertragungssystemen, welche entweder Amplituden- öder Frequenzmodulation benutzen. Aber er leidet unter dem Nachteil, daß es schwieriger ist, am Empfänger eine Phase von der anderen zu unterscheiden, als die Umkehrungen als solche zu erkennen. So kann ein Zeichen am Empfänger aufgenommen werden, welches gerade das entgegengesetzte von dem ist, welches übertragen wurde.
Die Erfindung sieht ein System der Telegraphieübertragung durch Phasenumkehr eines Wechselstromes vor, in dem kein Unterscheidungsmerkmal jedem der beiden festen Zustände (d.h. Phased oder Phase B) zugeordnet ist, sondern die Nachricht allein durch die Anwesenheit oder Abwesenheit der leichter erkennbaren Übergänge von einer Phase zur anderen übertragen wird. Mit anderen Worten, die Phase der übertragenen Welle wird umgekehrt, um jedes Element der einen Art (z. B.
einen Trennschritt) zu bezeichnen, und sie wird ungeändert gelassen, um jedes Element der entgegengesetzten Art darzustellen.
Im Fall von Start-Stopp-Fernschreiber-Signalkombinationen muß die Ankunft des Startelementes durch eine Umkehr des Leitungszustandes angezeigt werden. Da das Startelement gewöhnlich ein Trennschritt ist, ist es vorzuziehen, eher einen Trennschritt als einen Stromschritt durch eine ίο Phasenumkehr !darzustellen.
Andererseits ist es im Falle von synchronen TeIegraphiesignalen nicht nötig, einen Trennschritt durch eine Phasenumkehrung zu kennzeichnen. Es ist hier sogar vorzuziehen, Umkehrungen für die Stromschritte zu übertraget!, denn die gewöhnlichen Umkehrungen erleichtern während eines langen Intervalles von Stromschritten die Aufrechterhaltung des Gleichlaufes zwischen Sender und Empfänger.
In der folgenden Beschreibung wirddieErnndung auf die Übertragung von Start-Stopp-Schreiber-Signalkombinationen angewandt, und daher werden hier die Trennschritte durch Phasenumkehrungen bezeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen beschrieben.
Fig. ι ist ein Blockdiagramm für eine Schaltungsanordnung1, die Start-Stopp-Schrei'ber-Signalkombinationen durch Modulation der Phase eines Wechselstromes gemäß den Grundsätzen der Erfindung überträgt;
Fig. 2 ist eine Tafel zur Erläuterung der Methode der Übertragung einer Signalkombination;
Fig. 3 ist ein Blockdiagramm eimer Schaltungsanordnung, um Signale zu empfangen, die von der Anordnung von Fig1. 1 gesendet werden, und um davon die ursprünglichen Signalkombinationen abzuleiten ;
Fig. 4 ist ein Satz Kurven, der zur Erläuterung von Fig. ι beitragen soll.
In der Beschreibung ist durchweg eine Telegraphiergeschwindigkeit von 50 Baud zusammen mit einem Fernschreibcode, in dem jede Signalkombination fünf vertauschbare Codeelemente erhält, vorausgesetzt.
In dieser Ausführungsform der Erfindung wird von elektrostatischen Schaltern Gebrauch gemacht, um die erforderten Schaltzustände herzustellen.
Ein elektrostatischer Schalter ist definiert als ein Gerät, das einen permanent eingestellten elektrischen Strompfad1 hat, dessen effektive Impedanz einen von zwei verschiedenen Werten haben kann. Der Wechsel von einem zum anderen Wert wird durch einen geeigneten Wechsel in einem steuernden elektrischen oder magnetischen Feld bewirkt, welches von einer stabilen Lage in die andere gebracht werden kann. Betrachten wir nun Fig. 1. Die zeitliche Einstellung der verschiedenen Schritte des Empfanges, der Übersetzung und Übertragung wird durch eine Zeiteinteilerschaltung gesteuert. Diese ist in dem gestrichelten Rechteck gezeigt. Diese Zeiteinteilerschaltung besteht aus elektrostatischen Schaltern in der Form von drei Vielkathodengasentladungsröhren Ci, C 2, und C 3 und drei gasgefüllten, schnell schaltenden Kippröhren, die als Sperrgeräte G 2, G 3 und G 4 gezeigt sind. Die Aufgabe der Zeiteinteilerschaltung besteht darin, 5000 negative Impulse zu zählen, die an die mit P -— bezeichneten Punkte angelegt werden. Die Röhre C 1 zählt alle Impulse, C 2 jeden zehnten, und C 3 jeden hundertsten Impuls. Zu irgendeiner Zeit nach dem Empfang eines Startelementes, (das ist, wenn das Zählen beginnt, wie man später noch sehen wird) findet eine Entladung an einer besonderen Entladungsstrecke einer jeden Röhre statt. Welche Strecke es ist, hängt von der Anzahl der gezählten Impulse ab und damit von der bisher verstrichenen Zeit. So hat z. B. nach 175 Impulsen der Spalt 1 in der Hunderter röhre C 3 zusammen mit der Strecke 7 in der Zehnerröhre C 2 und der Strecke 5 in der Einerröhre C 1 gezündet. Da es in jeder Millisekunde fünf Impulse gibt, beträgt offensichtlich der Zeitraum bis zum obenerwähnten Zustand 175 : 5 = 35 Millisekunden. Zur Vereinfachung der Fig. 1 sind Leitungen, die die Ausgänge der Zählröhren mit verschiedenen Sperrröhren, welche zu speziellen Zeiten geöffnet werden müssen, verbinden, weggelassen worden. Aber statt dessen sind die der Zeiteinteilungsschaltung entnommenen Zeiten an dem Ende verschiedener Zuleitungen, die zu den Sperren führen, angegeben, so Tio, T30, T 50 usw. Diese Zahlen geben vom Eingehen des Startzeichens an die verflossene Zeit in Millisekunden an. Um zu entscheiden, welche Strecke zu einer besonderen Zeit zünden soll, braucht man nur die Zeit in Millisekunden mit 5 zu multiplizieren. So sind z.B. zur Zeit T 30 150 Impulse gezählt worden, und die gezündeten Spalte sind C 1,0, C 2,5 und C 3,1. Die verschiedenen Sperren werden durch Kreise dargestellt, und die Zahl in den Kreisen gibt an, an wieviel Zugängen zum Öffnen der Sperre Potential liegen muß.
Ankommende" Start-Stopp-Schreiber-Signale werden über die mit Trennschritt und Stromschritt bezeichneten Enden, links in Fig. 1 empfangen.
Bei der Ankunft eines Startelementes erscheint ein positives Potential an der Leitung für die Trennschritte und legt sich an einen Eingang der Sperre G 1. Diese1 Sperre benötigt an drei Zugängen Eingangsspannung, bevor sie eine Ausgangsspannung erzeugen kann, was durch die Ziffer 3 im Kreis für die Sperre bemerkt wird.
Einer der beiden anderen Zugänge zur Sperre G1 ist mit einer 5-kHz-Impulsquelle versehen. Diese wird von einer Quelle P + mit negativen Pulsen von P— synchronisiert; der restliche Zugang gehört der Sperröhre SP des. Start-Stopp-Umschaltpaares F i. Diese letztere kann z, B. ein Paar schnell schaltende Kippröhren mit kalter Kathode enthalten, die in wohlbekannter Weise miteinander verbunden sind, wobei das Zünden der einen Röhre die andere zum Erlöschen bringt. Sobald nun das Startpotential (Trennschritt) auf der Zuleitung für Trennschritte erscheint, öffnet G 1, und die Startröhre ST wird gezündet, wobei die Sperröhre SP erlischt. Die Ausgangsspannung der Röhre ST öffnet die Sperre G 2, um Impulsen von
P — zu gestatten, in die Zählröhre C ι zu gelangen. Die Zeiteinteilerschaltung wird so in Tätigkeit gesetzt.
Nach io Millisekunden wird ein positiver Impuls von der Zeiteinteilerschaltung an den Eingang einer jeden der beiden Sperren G 5 und G 6 gelegt. Positive Potentiale werden von der Leitung für Trennschritte aus (da ja der Empfang des Startelementes noch nicht abgeschlossen ist) an den Eingang einer jeden Sperre gelegt. Die dritte Eingangsspannung für die Sperre G 5 wird zugeführt, wenn die Röhre PB des Umschaltpaares F 2 gezündet wird. Die dritte Eingangsspannung für G 6 wird geliefert, wenn die andere Röhre PA von F 1 gezündet wird. *5 Die Röhren PiA und PB sind so geschaltet, daß das Zünden der einen; die andere Röhre zum Erlöschen bringt. Die Ausgänge der Röhren PA und PB werden zur Steuerung eines Senders verwandt. Dieser ist symbolisch durch ein mit TR beschriftetes ao Rechteck dargestellt. Es wird vorausgesetzt, daß der Sender von einem im Fach der Phasensprungtelegraphie wohlbekannten Typ ist. Wenn von der Röhre PA ein Potential angelegt wird, wird ein Wechselstrom von gegebener Frequenz übertragen. »5 Wenn ein Potential von der Röhre PB angelegt wird, wird die Phase dieses Wechselstromes um i8o° verschoben. Der Einfachheit halber werden die beiden Eingänge des Senders entsprechend mit Phase A und Phase B bezeichnet. Zu der Zeit, wenn das Startelement empfangen wird, sei vorausgesetzt, daß die Röhre PA brennt. Dann wird die Phase A gesendet. Bei der Zeit 10 Millisekunden wird G 5 geöffnet, um die Röhre FS zünden und damit die Röhre PA erlöschen zu lassen. So wird die gesendete Schwingung von der Phase A zur Phase B versetzt.
Die folgenden Vorgänge hängen von der Art der fünf (vertauschbaren) Codeelemente, die dem Startelement folgen, ab. Beispielsweise seien diese EIemente Stromschritt, Trennschritt, Stromschritt, Stromschritt, Trennschritt die Codekombination, die den Buchstaben F darstellt. Beim Lesen der folgenden Beschreibung der Umformung und Übertragung dieser typischen Kombination betrachtet man nützlicherweise Fig. 2 der Zeichnungen, in der die verschiedenen Schritte in Form einer Tafel zusammengesetzt sind.
Bei 20Millisekunden wechselt für 'das erste Codeelement der Zustand der ankommenden Telegraphenleitung zurück zu Stromschritt und nimmt so ein Öffnungspotential von den Sperren G 5 und G 6 weg. Bei 30 Millisekunden wird ein Impuls an die Sperren G 5 und G 6 gelegt, aber da keine Eingangsspannung von der Trennschrittleitung da ist, bleibt dieser Impuls unwirksam, und Phase B wird weiter übertragen. Bei 40 Millisekunden wechselt der Zustand der ankommenden Leitung für das zweite Codeelement über zu Trennschritt und legt so wiederum ein Öffnungspotential an die Sperren G 5 und G 6.
Bei 50 Millisekunden wird ein Impuls an die Sperren G 5 und G 6 gelegt. Da die Röhre PB von F 2 gezündet wird, öffnet die Sperre G 5, um eine Zündspannung an die Röhre PA zu legen. So wechselt F 2 über, und die abgehende Welle kehrt zur Phase 1/4 zurück.
Die Umsetzung und Übertragung der restlichen Codeelemente und des Stoppelementes finden in einer ähnlichen Weise statt, wie aus Fig. 2 klar hervorgeht. Man sieht, daß nach dem Wechsel bei 50 Millisekunden die Phase der übertragenen Trägerschwingung nur noch einmal gewechselt wird, nämlich bei 110 Millisekunden, um anzuzeigen, daß das fünfte Codeelement ein Trennschritt ist.
Bei 138 Millisekunden wird die Sperröhre SP des Umschaltpaares F 1 gezündet, und dieses verursacht nach wohlbekannter Wirkungsweise dias Erlöschen der Startröhre ST, so daß keine Impulse mehr zur Zeiteinteilerschaltung gehen. Die Zahl der Impulse, die durch die Zeiteinteilerschaltung gegegangen ist, beträgt bei 138 Millisekunden 138 X 5 = 690. Das. bedeutet, daß nun eine Entladung an den Strecken o, 9 undi 6 der entsprechenden Röhren C i, C 2 und C 3 stattfindet. Daher braucht man nur die Röhren C 2 und C 3 in den Anfangszustand zurückzuversetzen, d. h. zu der Entladung an Strecke 0 in jeder Röhre. Dieses Zurückversetzen geschieht durch einen Spannungsstoß durch die Sperre 7, wenn F 1 zum Stoppzustand überwechselt.
Aus Fig. 2 geht hervor, daß, obschon beim Empfang des Startelementes die Phase A gerade übertragen wurde, das Startelement der nachfolgenden Kombination während der Übertragung der Phase B empfangen wird. So wird dieses zweite Startelement durch einen Wechsel von Phase-5 zu Phased gekennzeichnet. Darüber hinaus würde, wenn die zweite Kombination eine Wiederholung der ersten wäre, der Inhalt der dritten Kolonne von Fig. 2 gerade umgekehrt sein. Da jedoch die Phasenwechsel selbst für die Übertragung der Nachricht maßgebend sind, ist es unbedeutend, welche Phase gerade zu Beginn des Signals übertragen wird.
Nun zu Fig. 3. Phasenumkehrsignale, die von einer Anordnung nach Art der von Fig. 1 gesendet werden, werden auf eine Empfangsanordnung gegeben, die in ihrer Gesamtheit mit RCVR bezeichnet ist. Diese Anordnung ist von wohlbekannter Bauart und soll enthalten:
a) einen' Detektor (DET), um von den empfangenen Signalen einen Vorgang entsprechend der Signalfunktion der phasenmodulierten Schwingung abzuleiten; im Falle der schon 'betrachteten Kombination (Trennschritt), Stromschri.tr., Trennschritt, Stromschritt, Stromschritt, Trennschritt, Sfcromschritt ist die theoretische Form der abgehenden Signalfunktion in Vollinien in der Zeile a) der Fig. 4 gezeigt;
b) einen Differentiator (DIFF), um von der Signalfunktion durch Differenzieren Impulse abzuleiten; dann entsprechen den Stirnseiten 'der vom Gleichrichter abgeleiteten Rechteckkurven positive und den Endseiten negative Impulse, wie in Zeile b) von Fig. 4 gezeigt wird;
c) einen Gleichrichter (RECT), um alle Impulse von b) auf die gleiche Polarität zu bringen, wie in Zeile c) gezeigt wird. Der erste Impuls vom Emp-
fänger (bei der Zeit ο eingezeichnet) entspricht dem Übergang von Stopp zu Start und wird au die Sperre G 8, welche der Sperre G ι von Fig. ι entspricht, gelegt. Dies bewirkt ein Überwechseln des Start-Stopp-Umschaltpaares .F 3, das dem Umschaltpaar F ι von Fig. ι und dem Start der Zeiteinteilerschaltung, die: von einer Bauweise identisch mit der von Fig. ι ist (daher ist sie hier nur durch ein gestricheltes Rechteck an derselben Stelle gezeigt), ίο entspricht.
Dieser erste Impuls vom Empfänger wird auch verwendet, um einen Phasenwechseldetektor in Form eines Umschaltpaares F 4 zu betätigen. Während des Stoppzustandes (Stromschritt) wird die Nichtwechselröhre NC dieses Umschaltpaares gezündet, aber der Startimpuls zündet die Phasenwechselröhre PC und löscht NC in bekannter Weise.
Bei 10 Millisekunden wird der Zustand des Um-schaltpaares F 4 von den Sperren G 9 und G 10 geprüft. Diese, erhalten Prüfimpulse von der Zeiteinteilungsschaltung bei ιo, 30,50... Millisekunden, wie es in Zeile d) der Fig. 4 gezeigt ist. Da die Röhre PC gezündet wird, ward die Sperre G 9 geöffnet, und ihre Ausgangsspannung wechselt den Ausgang des Umschaltpaares F 5 über von Stromschritt zu Trennschritt, indem die Ausgangsspannung von G 9 das Zünden der Röhre S und das Löschen der Röhre M bewirkt. Dies wiederum bewirkt die Übertragung des Startelementes auf die Leitung.
Bei 10,2 Millisekunden (das ist ein Impuls später) wird die Nichtwechselröhre NC von F 4 gezündet und PC gelöscht durch einen Rücksetzimpuls von derZeiteinteilungsischaltung. Diese Rücksetzimpulse treten unmittelbar nach den Prüfimpulsen auf, wie es in Zeile e) \'on Fig. 4 gezeigt ist. (Zu erwähnen , ist noch, daß der Zwischenraum zwischen den Prüf- I und den Rücksetzimpulsen der Zeilen d) und e) der Klarheit halber leicht übertrieben groß gezeichnet ist, weil der wirkliche Zwischenraum zu klein ist.) Bei 30 Millisekunden wird der Zustand des Umschaltpaares F 4 wieder geprüft. Da keine Impulse angelegt wurden, um die Röhre PC zu zünden, bleibt die Röhre A1C gezündet, seitdem sie bei 10,2 Millisekunden wieder betätigt wurde. So öffnet G 10 und läßt die Stromschrittröhre M des Ausgangsumschaltpaares F 5 zünden und rückübermittelt in dieser Weise einen Stromschritt für das erste Codeelement.
Bei 30,2 Millisekunden wird ein Rücksetzimpuls an die Röhre NC des Umschaltpaares F 4 gelegt, aber da diese Röhre bereits gezündet ist, hat der Impuls keine Wirkung.
Bei 40 Millisekunden wird ein anderer Phasenwechsel festgestellt, und ein Impuls geht durch, um die Röhre PC des Umschaltpaares F 4 zu zünden. Bei 50 Millisekunden wird der Zustand von F 4 wieder geprüft, und das Ausgangsumschaltpaar F 5 wechselt über zu Trennschritt für das zweite Codeelement. Der Rest der Übersetzung findet in ähnlicher WTeise statt, und eine wiederhergestellte Fassung der ursprünglichen Signalkombination wird ! von dem Ausgangsumschaltpaar F 5 übertragen. Die Kurvenform der Signalkombination ist in Zeile f) von Fig. 4 gezeigt.
Bei 138 Millisekunden wird mit Hilfe der Stoppröhre SP des Umschaltpaares F 3 und der Sperre G Ii der ursprüngliche Zustand der Zeiteinteilungsschaltung in einer der Wiederherstellung der Zeit- einteilungsschaltung von Fig. 1 ähnlichen Weise wiederhergestellt.
Zu bemerken ist noch, daß, da der Zustand von Fig. 4 erst 10 Millisekunden nach der theoretischen Ankunftszeit des Phasenwechsels geprüft wird, es möglich ist, einen beträchtlichen Grad an Verzerrung zuzulassen, wie klar aus Fig. 4 hervorgeht. In Zeile a) sind mögliche Verschiebungen der Übergangspunkte des gleichgerichteten Signals, die durch \rerzerrung während der Übertragung entstanden sind, in gestrichelten Linien gezeigt. In den Zeilen b) und c) sind die entsprechenden Veränderungen der Impulse vom Differentiator und vom Gleichrichter gezeigt. Man sieht, daß das Umschaltpaar F 4 Zeit hat, den Phasenwechsel vor- zunehmen, bevor sein Zustand von den Sperren G 9 und G 10 geprüft wird.
Während die Grundsätze der Erfindung oben in Verbindung mit speziellen Verkörperungen und besonderen Abänderungen davon beschrieben worden sind, soll klar verstanden werden, daß das Beispiel nur zur Beschreibung gedient hat und nicht den Gültigkeitsbereich der Erfindung beeinträchtigen soll.

Claims (10)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Phasenumkehr-Telegraphiesystem, dadurch gekennzeichnet, daß bei ihm die Phase eines Wechselstromes umgekehrt wird, um jedes EIement der einen Art (z. B. Trennschritt) darzustellen, und ungeändert bleibt, um jedes Element der entgegengesetzten Art darzustellen.
2. System nach Anspruch 1 mit einer Einrichtung zum Prüfen von Codekombinationen, die in einer Form empfangen werden, in der sich die Elemente durch verschiedene elektrische Potentiale unterscheiden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kombinationen derart umgeformt werden, daß die Elemente der einen Art durch das Umkehren der Phase eines Wechselstromes und die Elemente der anderen Art durch das Fehlen der Phasenumkehr dieses Wechselstromes gekennzeichnet werden.
3. System nach Anspruch 1 mit einer Einrichtung zum Prüfen von Codekombinationen, die in einer Form empfangen werden, in der die Elemente sich durch das LTmkehren der Phase eines Wechselstromes unterscheiden, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente der einen Art durch den Phasenwechsel selbst und die der anderen durch das Fehlen des Phasenwechsels bezeichnet werden und daß diese Kombinationen derart umgeformt werden, daß die einzelnen Elemente sich durch verschiedene elektrische Potentiale unterscheiden.
4· System nach Anspruch ι, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Empfang von Codekombinationen in einer Form, bei der die Elemente einer Art durch die Phasenumkehr eines Wechselstromes bezeichnet werden, und durch ein Ausgangssignal, bei dem die Elemente der einen Art (z.B. Trennschritt) den Phasenumkehrungen entsprechen, die zu irgendeiner beliebigen Zeit innerhalb eines Intervalles auftreten, das im wesentlichen gleich der Periode eines Signalelementes ist.
5. System nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Prüfen, Umformen und1 Senden in einer elektrischen Schaltanordnung enthalten sind, bei der die Herstellung irgendeines erforderlichen Schaltzustandes vollständig mit elektrostatischen Schaltern ausgeführt wird.
6. System nach Anspruch 5, dadurch gekenuzeichnet, daß die elektrostatischen Schalter aus Gasentladungsstrecken mit kalter Kathode bestehen.
7. System nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch eine einzige Zeiteinteilungsschaltung, mit der alle Operationen der Schaltanordnung zeitlich eingeteilt werden.
8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß diese Zeiteinteilerschaltung eine Quelle für regelmäßig wiederholte Impulse und eine Mehrzahl elektrostatischer Schalter, die zu einer Zählkette zum Zählen dieser Impulse verbunden sind, enthält und daß die Operation der Schalter zeitlich durch Potentiale eingeteilt werden, welche von den aufeinanderfolgenden Zuständen der Zählkette bestimmt werden.
9. System nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Kippgerät mit zwei stabilen Zuständen, das seinen Zustand in der Mitte eines jeden Elementes der empfangenen Signalkombination umkehrt, wobei die Umkehr aber nur während des Empfanges eines Elementes der einen Art zugelassen wird und wobei jede Umkehr des Gerätes eine entsprechende Umkehr in der Phase des Wechselstromes verursacht.
10. System nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein Kippgerät mit zwei stabilen Zuständen, welches bei jedem Empfang einer Phasenumkehr in den einen vonbeiden Zuständen versetzt wird, wobei der Zustand des Gerätes in der Mitte eines jeden Elementes der empfangenen Signalkombination geprüft wird und das Gerät unmittelbar nach jeder Prüfung in den entgegengesetzten Zustand versetzt wird, und dann das eine oder andere Potential entsprechend den Ergebnissen der aufeinanderfolgenden Prüfungen übertragen wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 5849 3.54
DEI4589A 1950-09-08 1951-09-09 Phasenumkehr-Telegraphie-System Expired DE907186C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB2217350A GB693704A (en) 1950-09-08 1950-09-08 Improvements in or relating to telegraph transmission by phase reversals

Publications (1)

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DE907186C true DE907186C (de) 1954-03-22

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ID=10175136

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DEI4589A Expired DE907186C (de) 1950-09-08 1951-09-09 Phasenumkehr-Telegraphie-System

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GB (1) GB693704A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1097472B (de) * 1960-05-05 1961-01-19 Arnstadt Fernmeldewerk Verfahren zum Aussenden und Empfang phasensprungmodulierter Binaersignale, insbesondere Telegrafiesignale

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1097472B (de) * 1960-05-05 1961-01-19 Arnstadt Fernmeldewerk Verfahren zum Aussenden und Empfang phasensprungmodulierter Binaersignale, insbesondere Telegrafiesignale

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GB693704A (en) 1953-07-08

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