DE907186C - Phasenumkehr-Telegraphie-System - Google Patents
Phasenumkehr-Telegraphie-SystemInfo
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- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L27/00—Modulated-carrier systems
- H04L27/18—Phase-modulated carrier systems, i.e. using phase-shift keying
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- H04L27/2032—Modulator circuits; Transmitter circuits for discrete phase modulation, e.g. in which the phase of the carrier is modulated in a nominally instantaneous manner
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Telegraphieübertragungssysteme,
bei denen die Nachricht durch systematische Phasenumkehrung des übertragenen Wechselstromes übertragen wird und bei denen die
Nachricht sich in der Form einer Kombination gleich langer Elemente von nur zwei möglichen
Arten befindet oder in diese Form gebracht werden kann. Besonders geeignet ist sie für, aiber nicht begrenzt
auf die Übertragung von Fernschreibsignalen und Codekombinationen, die aus Stromschritten
und Trennschritten bestehen.
In einem l>ekannten System von Fernschreib-Codeübertragungen wird die Phase der übermittelten
Schwingung bei jedem Übergang von Stromschritt zu Trennschritt oder von Trennschritt zu
Stromschritt umgekehrt. Wenn die zwei Phasen mit A und B bezeichnet werden, kann Phase A z. B.
einen Stromschritt und Phase B einen Trennschritt bedeuten. Dieser Typ der Übertragung zeigt gewisse
Vorteile gegenüber Übertragungssystemen, welche entweder Amplituden- öder Frequenzmodulation
benutzen. Aber er leidet unter dem Nachteil, daß es schwieriger ist, am Empfänger eine Phase von
der anderen zu unterscheiden, als die Umkehrungen als solche zu erkennen. So kann ein Zeichen am
Empfänger aufgenommen werden, welches gerade das entgegengesetzte von dem ist, welches übertragen
wurde.
Die Erfindung sieht ein System der Telegraphieübertragung durch Phasenumkehr eines Wechselstromes
vor, in dem kein Unterscheidungsmerkmal jedem der beiden festen Zustände (d.h. Phased
oder Phase B) zugeordnet ist, sondern die Nachricht allein durch die Anwesenheit oder Abwesenheit
der leichter erkennbaren Übergänge von einer Phase zur anderen übertragen wird. Mit anderen
Worten, die Phase der übertragenen Welle wird umgekehrt, um jedes Element der einen Art (z. B.
einen Trennschritt) zu bezeichnen, und sie wird ungeändert gelassen, um jedes Element der entgegengesetzten
Art darzustellen.
Im Fall von Start-Stopp-Fernschreiber-Signalkombinationen
muß die Ankunft des Startelementes durch eine Umkehr des Leitungszustandes angezeigt
werden. Da das Startelement gewöhnlich ein Trennschritt ist, ist es vorzuziehen, eher einen
Trennschritt als einen Stromschritt durch eine ίο Phasenumkehr !darzustellen.
Andererseits ist es im Falle von synchronen TeIegraphiesignalen
nicht nötig, einen Trennschritt durch eine Phasenumkehrung zu kennzeichnen. Es
ist hier sogar vorzuziehen, Umkehrungen für die Stromschritte zu übertraget!, denn die gewöhnlichen
Umkehrungen erleichtern während eines langen Intervalles von Stromschritten die Aufrechterhaltung
des Gleichlaufes zwischen Sender und Empfänger.
In der folgenden Beschreibung wirddieErnndung
auf die Übertragung von Start-Stopp-Schreiber-Signalkombinationen angewandt, und daher werden
hier die Trennschritte durch Phasenumkehrungen bezeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen beschrieben.
Fig. ι ist ein Blockdiagramm für eine Schaltungsanordnung1,
die Start-Stopp-Schrei'ber-Signalkombinationen
durch Modulation der Phase eines Wechselstromes gemäß den Grundsätzen der Erfindung
überträgt;
Fig. 2 ist eine Tafel zur Erläuterung der Methode der Übertragung einer Signalkombination;
Fig. 3 ist ein Blockdiagramm eimer Schaltungsanordnung,
um Signale zu empfangen, die von der Anordnung von Fig1. 1 gesendet werden, und um
davon die ursprünglichen Signalkombinationen abzuleiten
;
Fig. 4 ist ein Satz Kurven, der zur Erläuterung von Fig. ι beitragen soll.
In der Beschreibung ist durchweg eine Telegraphiergeschwindigkeit von 50 Baud zusammen
mit einem Fernschreibcode, in dem jede Signalkombination fünf vertauschbare Codeelemente erhält,
vorausgesetzt.
In dieser Ausführungsform der Erfindung wird von elektrostatischen Schaltern Gebrauch gemacht,
um die erforderten Schaltzustände herzustellen.
Ein elektrostatischer Schalter ist definiert als ein Gerät, das einen permanent eingestellten elektrischen
Strompfad1 hat, dessen effektive Impedanz einen von zwei verschiedenen Werten haben kann. Der Wechsel
von einem zum anderen Wert wird durch einen geeigneten Wechsel in einem steuernden elektrischen
oder magnetischen Feld bewirkt, welches von einer stabilen Lage in die andere gebracht werden kann.
Betrachten wir nun Fig. 1. Die zeitliche Einstellung der verschiedenen Schritte des Empfanges,
der Übersetzung und Übertragung wird durch eine Zeiteinteilerschaltung gesteuert. Diese ist in dem
gestrichelten Rechteck gezeigt. Diese Zeiteinteilerschaltung besteht aus elektrostatischen Schaltern in
der Form von drei Vielkathodengasentladungsröhren Ci, C 2, und C 3 und drei gasgefüllten,
schnell schaltenden Kippröhren, die als Sperrgeräte G 2, G 3 und G 4 gezeigt sind. Die Aufgabe der
Zeiteinteilerschaltung besteht darin, 5000 negative Impulse zu zählen, die an die mit P -— bezeichneten
Punkte angelegt werden. Die Röhre C 1 zählt alle
Impulse, C 2 jeden zehnten, und C 3 jeden hundertsten
Impuls. Zu irgendeiner Zeit nach dem Empfang eines Startelementes, (das ist, wenn das Zählen beginnt,
wie man später noch sehen wird) findet eine Entladung an einer besonderen Entladungsstrecke
einer jeden Röhre statt. Welche Strecke es ist, hängt von der Anzahl der gezählten Impulse ab und damit
von der bisher verstrichenen Zeit. So hat z. B. nach 175 Impulsen der Spalt 1 in der Hunderter röhre C 3
zusammen mit der Strecke 7 in der Zehnerröhre C 2
und der Strecke 5 in der Einerröhre C 1 gezündet.
Da es in jeder Millisekunde fünf Impulse gibt, beträgt offensichtlich der Zeitraum bis zum obenerwähnten
Zustand 175 : 5 = 35 Millisekunden. Zur Vereinfachung der Fig. 1 sind Leitungen, die die
Ausgänge der Zählröhren mit verschiedenen Sperrröhren, welche zu speziellen Zeiten geöffnet werden
müssen, verbinden, weggelassen worden. Aber statt dessen sind die der Zeiteinteilungsschaltung entnommenen
Zeiten an dem Ende verschiedener Zuleitungen, die zu den Sperren führen, angegeben, so
Tio, T30, T 50 usw. Diese Zahlen geben vom Eingehen
des Startzeichens an die verflossene Zeit in Millisekunden an. Um zu entscheiden, welche
Strecke zu einer besonderen Zeit zünden soll, braucht man nur die Zeit in Millisekunden mit 5 zu
multiplizieren. So sind z.B. zur Zeit T 30 150 Impulse gezählt worden, und die gezündeten Spalte sind
C 1,0, C 2,5 und C 3,1. Die verschiedenen Sperren
werden durch Kreise dargestellt, und die Zahl in den Kreisen gibt an, an wieviel Zugängen zum
Öffnen der Sperre Potential liegen muß.
Ankommende" Start-Stopp-Schreiber-Signale werden über die mit Trennschritt und Stromschritt bezeichneten
Enden, links in Fig. 1 empfangen.
Bei der Ankunft eines Startelementes erscheint ein positives Potential an der Leitung für die
Trennschritte und legt sich an einen Eingang der Sperre G 1. Diese1 Sperre benötigt an drei Zugängen
Eingangsspannung, bevor sie eine Ausgangsspannung erzeugen kann, was durch die Ziffer 3 im
Kreis für die Sperre bemerkt wird.
Einer der beiden anderen Zugänge zur Sperre G1
ist mit einer 5-kHz-Impulsquelle versehen. Diese
wird von einer Quelle P + mit negativen Pulsen von P— synchronisiert; der restliche Zugang gehört
der Sperröhre SP des. Start-Stopp-Umschaltpaares F i. Diese letztere kann z, B. ein
Paar schnell schaltende Kippröhren mit kalter Kathode enthalten, die in wohlbekannter Weise miteinander
verbunden sind, wobei das Zünden der einen Röhre die andere zum Erlöschen bringt. Sobald
nun das Startpotential (Trennschritt) auf der Zuleitung für Trennschritte erscheint, öffnet G 1,
und die Startröhre ST wird gezündet, wobei die Sperröhre SP erlischt. Die Ausgangsspannung der
Röhre ST öffnet die Sperre G 2, um Impulsen von
P — zu gestatten, in die Zählröhre C ι zu gelangen.
Die Zeiteinteilerschaltung wird so in Tätigkeit gesetzt.
Nach io Millisekunden wird ein positiver Impuls von der Zeiteinteilerschaltung an den Eingang einer
jeden der beiden Sperren G 5 und G 6 gelegt. Positive
Potentiale werden von der Leitung für Trennschritte aus (da ja der Empfang des Startelementes
noch nicht abgeschlossen ist) an den Eingang einer jeden Sperre gelegt. Die dritte Eingangsspannung
für die Sperre G 5 wird zugeführt, wenn die Röhre PB des Umschaltpaares F 2 gezündet wird. Die
dritte Eingangsspannung für G 6 wird geliefert, wenn die andere Röhre PA von F 1 gezündet wird.
*5 Die Röhren PiA und PB sind so geschaltet, daß das
Zünden der einen; die andere Röhre zum Erlöschen bringt. Die Ausgänge der Röhren PA und PB werden
zur Steuerung eines Senders verwandt. Dieser ist symbolisch durch ein mit TR beschriftetes
ao Rechteck dargestellt. Es wird vorausgesetzt, daß
der Sender von einem im Fach der Phasensprungtelegraphie wohlbekannten Typ ist. Wenn von der
Röhre PA ein Potential angelegt wird, wird ein Wechselstrom von gegebener Frequenz übertragen.
»5 Wenn ein Potential von der Röhre PB angelegt wird, wird die Phase dieses Wechselstromes um
i8o° verschoben. Der Einfachheit halber werden die beiden Eingänge des Senders entsprechend mit
Phase A und Phase B bezeichnet. Zu der Zeit, wenn das Startelement empfangen wird, sei vorausgesetzt,
daß die Röhre PA brennt. Dann wird die Phase A gesendet. Bei der Zeit 10 Millisekunden wird G 5
geöffnet, um die Röhre FS zünden und damit die Röhre PA erlöschen zu lassen. So wird die gesendete
Schwingung von der Phase A zur Phase B versetzt.
Die folgenden Vorgänge hängen von der Art der fünf (vertauschbaren) Codeelemente, die dem Startelement folgen, ab. Beispielsweise seien diese EIemente
Stromschritt, Trennschritt, Stromschritt, Stromschritt, Trennschritt die Codekombination,
die den Buchstaben F darstellt. Beim Lesen der folgenden Beschreibung der Umformung und Übertragung
dieser typischen Kombination betrachtet man nützlicherweise Fig. 2 der Zeichnungen, in der
die verschiedenen Schritte in Form einer Tafel zusammengesetzt sind.
Bei 20Millisekunden wechselt für 'das erste Codeelement
der Zustand der ankommenden Telegraphenleitung zurück zu Stromschritt und nimmt so ein
Öffnungspotential von den Sperren G 5 und G 6 weg. Bei 30 Millisekunden wird ein Impuls an die
Sperren G 5 und G 6 gelegt, aber da keine Eingangsspannung von der Trennschrittleitung da ist, bleibt
dieser Impuls unwirksam, und Phase B wird weiter übertragen. Bei 40 Millisekunden wechselt der Zustand
der ankommenden Leitung für das zweite Codeelement über zu Trennschritt und legt so
wiederum ein Öffnungspotential an die Sperren G 5 und G 6.
Bei 50 Millisekunden wird ein Impuls an die Sperren G 5 und G 6 gelegt. Da die Röhre PB von
F 2 gezündet wird, öffnet die Sperre G 5, um eine Zündspannung an die Röhre PA zu legen. So wechselt
F 2 über, und die abgehende Welle kehrt zur Phase 1/4 zurück.
Die Umsetzung und Übertragung der restlichen Codeelemente und des Stoppelementes finden in
einer ähnlichen Weise statt, wie aus Fig. 2 klar hervorgeht. Man sieht, daß nach dem Wechsel bei
50 Millisekunden die Phase der übertragenen Trägerschwingung nur noch einmal gewechselt wird, nämlich
bei 110 Millisekunden, um anzuzeigen, daß das fünfte Codeelement ein Trennschritt ist.
Bei 138 Millisekunden wird die Sperröhre SP des Umschaltpaares F 1 gezündet, und dieses verursacht
nach wohlbekannter Wirkungsweise dias Erlöschen der Startröhre ST, so daß keine Impulse
mehr zur Zeiteinteilerschaltung gehen. Die Zahl der Impulse, die durch die Zeiteinteilerschaltung gegegangen
ist, beträgt bei 138 Millisekunden 138 X 5 = 690. Das. bedeutet, daß nun eine Entladung an
den Strecken o, 9 undi 6 der entsprechenden Röhren C i, C 2 und C 3 stattfindet. Daher braucht man
nur die Röhren C 2 und C 3 in den Anfangszustand
zurückzuversetzen, d. h. zu der Entladung an Strecke 0 in jeder Röhre. Dieses Zurückversetzen
geschieht durch einen Spannungsstoß durch die Sperre 7, wenn F 1 zum Stoppzustand überwechselt.
Aus Fig. 2 geht hervor, daß, obschon beim Empfang des Startelementes die Phase A gerade übertragen
wurde, das Startelement der nachfolgenden Kombination während der Übertragung der Phase B
empfangen wird. So wird dieses zweite Startelement durch einen Wechsel von Phase-5 zu Phased gekennzeichnet.
Darüber hinaus würde, wenn die zweite Kombination eine Wiederholung der ersten wäre, der Inhalt der dritten Kolonne von Fig. 2
gerade umgekehrt sein. Da jedoch die Phasenwechsel selbst für die Übertragung der Nachricht
maßgebend sind, ist es unbedeutend, welche Phase gerade zu Beginn des Signals übertragen wird.
Nun zu Fig. 3. Phasenumkehrsignale, die von einer Anordnung nach Art der von Fig. 1 gesendet
werden, werden auf eine Empfangsanordnung gegeben, die in ihrer Gesamtheit mit RCVR bezeichnet
ist. Diese Anordnung ist von wohlbekannter Bauart und soll enthalten:
a) einen' Detektor (DET), um von den empfangenen
Signalen einen Vorgang entsprechend der Signalfunktion der phasenmodulierten Schwingung
abzuleiten; im Falle der schon 'betrachteten Kombination (Trennschritt), Stromschri.tr., Trennschritt,
Stromschritt, Stromschritt, Trennschritt, Sfcromschritt ist die theoretische Form der abgehenden
Signalfunktion in Vollinien in der Zeile a) der Fig. 4 gezeigt;
b) einen Differentiator (DIFF), um von der Signalfunktion durch Differenzieren Impulse abzuleiten;
dann entsprechen den Stirnseiten 'der vom Gleichrichter abgeleiteten Rechteckkurven positive
und den Endseiten negative Impulse, wie in Zeile b) von Fig. 4 gezeigt wird;
c) einen Gleichrichter (RECT), um alle Impulse
von b) auf die gleiche Polarität zu bringen, wie in Zeile c) gezeigt wird. Der erste Impuls vom Emp-
fänger (bei der Zeit ο eingezeichnet) entspricht dem
Übergang von Stopp zu Start und wird au die Sperre G 8, welche der Sperre G ι von Fig. ι entspricht,
gelegt. Dies bewirkt ein Überwechseln des Start-Stopp-Umschaltpaares .F 3, das dem Umschaltpaar
F ι von Fig. ι und dem Start der Zeiteinteilerschaltung,
die: von einer Bauweise identisch mit der von Fig. ι ist (daher ist sie hier nur durch ein gestricheltes
Rechteck an derselben Stelle gezeigt), ίο entspricht.
Dieser erste Impuls vom Empfänger wird auch verwendet, um einen Phasenwechseldetektor in
Form eines Umschaltpaares F 4 zu betätigen. Während des Stoppzustandes (Stromschritt) wird die
Nichtwechselröhre NC dieses Umschaltpaares gezündet, aber der Startimpuls zündet die Phasenwechselröhre
PC und löscht NC in bekannter Weise.
Bei 10 Millisekunden wird der Zustand des Um-schaltpaares
F 4 von den Sperren G 9 und G 10 geprüft. Diese, erhalten Prüfimpulse von der Zeiteinteilungsschaltung
bei ιo, 30,50... Millisekunden, wie es in Zeile d) der Fig. 4 gezeigt ist. Da die
Röhre PC gezündet wird, ward die Sperre G 9 geöffnet,
und ihre Ausgangsspannung wechselt den Ausgang des Umschaltpaares F 5 über von Stromschritt
zu Trennschritt, indem die Ausgangsspannung von G 9 das Zünden der Röhre S und das
Löschen der Röhre M bewirkt. Dies wiederum bewirkt die Übertragung des Startelementes auf die
Leitung.
Bei 10,2 Millisekunden (das ist ein Impuls später)
wird die Nichtwechselröhre NC von F 4 gezündet und PC gelöscht durch einen Rücksetzimpuls von
derZeiteinteilungsischaltung. Diese Rücksetzimpulse
treten unmittelbar nach den Prüfimpulsen auf, wie es in Zeile e) \'on Fig. 4 gezeigt ist. (Zu erwähnen ,
ist noch, daß der Zwischenraum zwischen den Prüf- I und den Rücksetzimpulsen der Zeilen d) und e) der
Klarheit halber leicht übertrieben groß gezeichnet ist, weil der wirkliche Zwischenraum zu klein ist.)
Bei 30 Millisekunden wird der Zustand des Umschaltpaares F 4 wieder geprüft. Da keine Impulse
angelegt wurden, um die Röhre PC zu zünden, bleibt die Röhre A1C gezündet, seitdem sie bei
10,2 Millisekunden wieder betätigt wurde. So öffnet G 10 und läßt die Stromschrittröhre M des Ausgangsumschaltpaares
F 5 zünden und rückübermittelt in dieser Weise einen Stromschritt für das erste
Codeelement.
Bei 30,2 Millisekunden wird ein Rücksetzimpuls an die Röhre NC des Umschaltpaares F 4 gelegt,
aber da diese Röhre bereits gezündet ist, hat der Impuls keine Wirkung.
Bei 40 Millisekunden wird ein anderer Phasenwechsel festgestellt, und ein Impuls geht durch, um
die Röhre PC des Umschaltpaares F 4 zu zünden.
Bei 50 Millisekunden wird der Zustand von F 4 wieder geprüft, und das Ausgangsumschaltpaar F 5
wechselt über zu Trennschritt für das zweite Codeelement. Der Rest der Übersetzung findet in ähnlicher
WTeise statt, und eine wiederhergestellte Fassung der ursprünglichen Signalkombination wird
! von dem Ausgangsumschaltpaar F 5 übertragen. Die Kurvenform der Signalkombination ist in Zeile f)
von Fig. 4 gezeigt.
Bei 138 Millisekunden wird mit Hilfe der Stoppröhre SP des Umschaltpaares F 3 und der Sperre
G Ii der ursprüngliche Zustand der Zeiteinteilungsschaltung in einer der Wiederherstellung der Zeit-
einteilungsschaltung von Fig. 1 ähnlichen Weise wiederhergestellt.
Zu bemerken ist noch, daß, da der Zustand von Fig. 4 erst 10 Millisekunden nach der theoretischen
Ankunftszeit des Phasenwechsels geprüft wird, es möglich ist, einen beträchtlichen Grad an Verzerrung
zuzulassen, wie klar aus Fig. 4 hervorgeht. In Zeile a) sind mögliche Verschiebungen der Übergangspunkte
des gleichgerichteten Signals, die durch \rerzerrung während der Übertragung entstanden
sind, in gestrichelten Linien gezeigt. In den Zeilen b) und c) sind die entsprechenden Veränderungen
der Impulse vom Differentiator und vom Gleichrichter gezeigt. Man sieht, daß das Umschaltpaar F 4 Zeit hat, den Phasenwechsel vor-
zunehmen, bevor sein Zustand von den Sperren G 9 und G 10 geprüft wird.
Während die Grundsätze der Erfindung oben in Verbindung mit speziellen Verkörperungen und besonderen
Abänderungen davon beschrieben worden sind, soll klar verstanden werden, daß das Beispiel
nur zur Beschreibung gedient hat und nicht den Gültigkeitsbereich der Erfindung beeinträchtigen
soll.
Claims (10)
1. Phasenumkehr-Telegraphiesystem, dadurch gekennzeichnet, daß bei ihm die Phase eines
Wechselstromes umgekehrt wird, um jedes EIement der einen Art (z. B. Trennschritt) darzustellen,
und ungeändert bleibt, um jedes Element der entgegengesetzten Art darzustellen.
2. System nach Anspruch 1 mit einer Einrichtung zum Prüfen von Codekombinationen,
die in einer Form empfangen werden, in der sich die Elemente durch verschiedene elektrische
Potentiale unterscheiden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kombinationen derart umgeformt
werden, daß die Elemente der einen Art durch das Umkehren der Phase eines Wechselstromes
und die Elemente der anderen Art durch das Fehlen der Phasenumkehr dieses Wechselstromes
gekennzeichnet werden.
3. System nach Anspruch 1 mit einer Einrichtung zum Prüfen von Codekombinationen,
die in einer Form empfangen werden, in der die Elemente sich durch das LTmkehren der Phase
eines Wechselstromes unterscheiden, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente der einen Art
durch den Phasenwechsel selbst und die der anderen durch das Fehlen des Phasenwechsels
bezeichnet werden und daß diese Kombinationen derart umgeformt werden, daß die einzelnen
Elemente sich durch verschiedene elektrische Potentiale unterscheiden.
4· System nach Anspruch ι, gekennzeichnet
durch eine Einrichtung zum Empfang von Codekombinationen in einer Form, bei der die Elemente
einer Art durch die Phasenumkehr eines Wechselstromes bezeichnet werden, und durch
ein Ausgangssignal, bei dem die Elemente der einen Art (z.B. Trennschritt) den Phasenumkehrungen
entsprechen, die zu irgendeiner beliebigen Zeit innerhalb eines Intervalles auftreten,
das im wesentlichen gleich der Periode eines Signalelementes ist.
5. System nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Prüfen,
Umformen und1 Senden in einer elektrischen Schaltanordnung enthalten sind, bei der die
Herstellung irgendeines erforderlichen Schaltzustandes vollständig mit elektrostatischen
Schaltern ausgeführt wird.
6. System nach Anspruch 5, dadurch gekenuzeichnet, daß die elektrostatischen Schalter aus
Gasentladungsstrecken mit kalter Kathode bestehen.
7. System nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch eine einzige Zeiteinteilungsschaltung,
mit der alle Operationen der Schaltanordnung zeitlich eingeteilt werden.
8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß diese Zeiteinteilerschaltung eine
Quelle für regelmäßig wiederholte Impulse und eine Mehrzahl elektrostatischer Schalter, die zu
einer Zählkette zum Zählen dieser Impulse verbunden sind, enthält und daß die Operation der
Schalter zeitlich durch Potentiale eingeteilt werden, welche von den aufeinanderfolgenden Zuständen
der Zählkette bestimmt werden.
9. System nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Kippgerät mit zwei stabilen Zuständen,
das seinen Zustand in der Mitte eines jeden Elementes der empfangenen Signalkombination
umkehrt, wobei die Umkehr aber nur während des Empfanges eines Elementes der einen Art
zugelassen wird und wobei jede Umkehr des Gerätes eine entsprechende Umkehr in der Phase
des Wechselstromes verursacht.
10. System nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein Kippgerät mit zwei stabilen Zuständen,
welches bei jedem Empfang einer Phasenumkehr in den einen vonbeiden Zuständen versetzt wird, wobei der Zustand des Gerätes
in der Mitte eines jeden Elementes der empfangenen Signalkombination geprüft wird und das
Gerät unmittelbar nach jeder Prüfung in den entgegengesetzten Zustand versetzt wird, und
dann das eine oder andere Potential entsprechend den Ergebnissen der aufeinanderfolgenden Prüfungen
übertragen wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 5849 3.54
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2217350A GB693704A (en) | 1950-09-08 | 1950-09-08 | Improvements in or relating to telegraph transmission by phase reversals |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE907186C true DE907186C (de) | 1954-03-22 |
Family
ID=10175136
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI4589A Expired DE907186C (de) | 1950-09-08 | 1951-09-09 | Phasenumkehr-Telegraphie-System |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE907186C (de) |
| GB (1) | GB693704A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1097472B (de) * | 1960-05-05 | 1961-01-19 | Arnstadt Fernmeldewerk | Verfahren zum Aussenden und Empfang phasensprungmodulierter Binaersignale, insbesondere Telegrafiesignale |
-
1950
- 1950-09-08 GB GB2217350A patent/GB693704A/en not_active Expired
-
1951
- 1951-09-09 DE DEI4589A patent/DE907186C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1097472B (de) * | 1960-05-05 | 1961-01-19 | Arnstadt Fernmeldewerk | Verfahren zum Aussenden und Empfang phasensprungmodulierter Binaersignale, insbesondere Telegrafiesignale |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB693704A (en) | 1953-07-08 |
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