DE904982C - Lichtempfindliches photographisches Material mit Schutzschicht - Google Patents
Lichtempfindliches photographisches Material mit SchutzschichtInfo
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C5/00—Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
- G03C5/26—Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
- G03C5/40—Chemically transforming developed images
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03D—APPARATUS FOR PROCESSING EXPOSED PHOTOGRAPHIC MATERIALS; ACCESSORIES THEREFOR
- G03D15/00—Apparatus for treating processed material
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf photographische Halog^nsilbergelatineemulsionsschichten und insbesondere
auf Überzüge, durch welche die genannten Schichten gegen Abscheuern geschützt
werden.
Bei photographischenFilmen und Kopierpapieren werden die Halogensilbergelatineemulsionsschichten
gewöhnlich mit einer Schicht aus reiner, klarer Gelatine überzogen, um während der Behandlung
und Verarbeitung ein Abscheuern oder Verkratzen der Emulsionsschicht zu verhindern. Obgleich
durch derartige Gelatineüberzüge die gewünschte Schutzwirkung erzielt wird, so haben sie doch verschiedene
Nachteile. Ein derartiger Nachteil besteht z. B. darin; daß die Gelatineüberzüge nicht bei
hohen Arbeitsgeschwindigkeiten der Streichmaschinen aufgetragen werden können, da sie verhältnismäßig
lange Zeit zum Trocknen erfordern.
Es lassen sich daher nur schwierig glatte Überzüge erhalten, und infolgedessen ist das empfindlich ge- ao
machte Papier nicht glatt und neigt dazu, sich zu verziehen.
Es wurde nun gefunden, daß, wenn eine alkoholische
Lösung eines Harzes, das durch Kondensation' eines Hydantoins mit Formaldehyd erhalten
wird, als Deckschicht auf eine getrocknete Halogensilbergelatineemulsionsschicht
aufgetragen wird, alle die Nachteile vollkommen vermieden werden, die sich aus der Verwendung von aus Gelatine bestehenden
Reibschutzüberzugspräparaten ergeben. Durch derartige Harzüberzüge wird die Halogensilbergelatineemulsionsschicht
nicht nur gegen Abscheuern geschützt und reibfest gemacht, sondern es werden auch glattere Oberflächen erhalten, das
Verziehen wird verringert, und es wird auch das genannte Aussehen des fertigen photographischen
Produktes, insbesondere des photographischen
Papiers, verbessert. Außerdem kann der Harzüberzug infolge seiner höheren Trockengeschwindigkeit
bei größeren Arbeitsgeschwindigkeiten der Streichmaschine aufgetragen werden, so daß die
Trockenzeit gegenüber den bisher allgemein benutzten Gelatineüberzügen, die normalerweise aus
wäßrigen Dispersionen von Gelatine und Gelatimehärtepräparaten und gegebenenfalls einem niedrigsiedenden
Alkohol bestehen, wesentlich verringert wird.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein das Abscheuern
verhindernder Schutzüberzug fürHalogensilbergelatineemulsionsschichten,
der die vorstehend genannten verbesserten Eigenschaften besitzt. Weitere Zwecke und Vorteile gehen aus der folgenden
Beschreibung noch hervor.
Die obigen Ziele werden erreicht, indem als das
Abscheuern verhindernder Überzug eine alkoholische Lösung eines Harzes benutzt wird, das
durch Kondensation eines in 5-Stellung substituierten Hydantoins mit Formaldehyd erhalten
wird. Als Alkohol wird ein niedermolekularer Alkylalkohol, wie Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder
Isopropylalkohol u. dgl., benutzt. Die mit dem Formaldehyd kondensierten, in 5-Stellung substituierten
Hydantoine besitzen die folgenden Formeln:
■ H
OC N R1
HN—-C R2
Il
und
OC-
-N
HN
CH,-,
CH9-'
in denen R1 einen niedermolekularen Alkylrest mit
nicht mehr als 5 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Isobutyl oder Amyl,
R2 entweder Wasserstoff oder einen niedermolekularen
Alkylrest von derselben Bedeutung wie R1
oder einen niedermolekularen Alkoxyalkylrest mit nacht mehr als 5 Kohlenstoffatomen, wie Methoxymethyl,
Äthoxyäthyl,- Propoxyäthyl u. dgl., und Z zweiwertige Methylenreste darstellen, die zur
Vervollständigung einer 5- oder 6gliedrigen cycloaliphatischen Gruppe, wie Cyclopentyl oder Cyclohexyl, erforderlich sind.
Als Beispiele von in 5-Stellung substituierten
Hydantoinen, die den vorstehenden allgemeinen Formeln entsprechen, können die folgenden Verbindungen
angeführt werden:
5-Methylhydantoin,
5-Äthylhydantoin,
5-Propylhydantoin,
5, 5-Dimethylhydantoin,
5,5-Diäthylhydantoin, 5, 5-Cyclohexylhydantöin,
5-Me thy l-5-äthy !hydantoin,
S-Methyl-s-isopropylhydantoin,
51Äthyl-s-isobutylhydantoin,
5-Äthyl-5-isoamylhydantoin, 5-Methyl-5-äthoxyäthylhydantoin,
5-Allyl-5-(cyclohexenyl)-hydantoin,
'
'
S-Methyl-s-cyclohexylhydantoin,
5-Amyl-5-(i-sek.-butoxyäthy I)-hydantoin.
Die harzartigen Additionsprodukte aus Formaldehyd und. einem in 5-Stellung substituierten
Hydantoin, die in Wasser und Alkohol löslich sind, können leicht nach dem in der USA.-Patentschrift
2155863 beschriebenen Verfahren hergestellt
werden, in der Beispiele von harzartigen
Additionsprodukten angegeben sind, die gemäß ,
vorliegender Erfindung Verwendung finden können.
Die Konzentration des harzartigen Formal dehyd-Hydantoin-Additionsproduktes
in einem niedermolekularen Alkylalkohol kann zwischen 0,5 und ip°/o betragen. Konzentrationen von etwa 1 bis
5% sind vom Standpunkt des Aufstreichens am zweckmäßigsten. Bei den letzteren Konzentrationen
ermöglicht nämlich die Viskosität der Überzugslösung einen gleichmäßigeren Aufstrich bei erhöhter
Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine, die etwa 7,75 bis 12,5 m je Minute bei getauchten
Überzügen und etwa 90 bis 150 m je Minute bei gestrichenen Überzügen gegenüber der normalen
Arbeitsgeschwindigkeit von etwa 6 m je Minute bei Überzugslösungen aus Gelatine beträgt. Die Dicke
des getrockneten Überzugs, die ausreicht, um die gewünschte Schutzwirkung gegen Abrieb zu erzielen,
ist verschieden und hängt von der Konzentration der aufgetragenen Lösung und der
Auftragsgeschwindigkeit ab.
' Als lichtempfindliches Material mit einer oder mehreren photographischen Halogensilbergelatineemulsionsschichten,
die mit dem erfindungsgemäßen Schutzpräparat gegen Abrieb überzogen werden
können, kommen photographische Filme sowie Kopier- und Vergrößerungspapiere in Frage. Der
Schichtträger derartiger Filme und Kopiermaterialien ist unwesentlich, solange er die
übliche Halogensilberemulsionsschicht enthalt. Der das Abscheuern verhindernde Schutzüberzug kann
auch auf die oberste Schicht eines mehrschichtigen Farbmaterials, wie eines Farbumkehrfilms, Farbnegativfilms,.
Farbumkehrkopiermaterials, das auf einen undurchsichtigen Schichtträger aufgetragen
ist, und eines farbpositiven, auf Papier aufgestrichenen
Kopiermaterials aufgetragen werden.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele, auf die sie jedoch nicht beschränkt ist, näher
beschrieben.
Be i s ρ i e 1 ι
Ein trockenes, lichtempfindliches Material, das aus einem mit einer Halogensilbergelatineemulsion
bestrichenen Schichtträger aus Celluloseacetat bestand, wurde in einer Auftragvorrichtung nach
dem Kontakttauchverfahren mit einer alkoholischen Lösung überzogen, die aus 96 Gewichtsteilen
Methanol und 2 Gewichtsteilen des Additions-
to produktes aus Formaldehyd und 5, 5-Dimethylhydantoin
bestand, das nach Beispiel 1 der USA.-Patentschrift 2 155 863 hergestellt worden war.
Der Überzug trocknete innerhalb 1 Minute. Er war glatt und zeigte keine Neigung zum Verziehen
oder Verwerfen.
Ein trockenes photographisches Projektionspapier, das mit einer Chlor-Bromjodsilber-
Emulsion, die etwa 70 g Gelatine und 50 g an gesamtem Halogensilber je Kilo flüssiger Emulsion
enthielt, überzogen war, wurde mit einer alkoholischen Lösung aus 95 Gewichtsteilen Äthanol und
5 Gewichtsteilen des Additionsproduktes aus Formaldehyd und s-Methyl-s-äthylhydantoin, das
nach Beispiel 2 der USA.-Patentschrift 2 155 863 hergestellt worden war, überzogen und getrocknet.
Der Überzug benötigte 45 Sekunden zum Trocknen. Er war glatt und zeigte keine Neigung zum Verziehen.
Beispiel 2 wurde wiederholt, doch wurde das Additionsprodukt aus Formaldehyd und 5-MethyI-5-äthylhydantoin
durch eine äquivalente Menge des Additionsproduktes aus Formaldehyd und 5-Methyl-5-äthoxyäthylhydantoin,
das nach Beispiel 3 der USA.-Patentschrift 2 155 863 hergestellt wurde,
ersetzt. Es wurden dieselben Resultate erhalten.
Obgleich die vorliegende Erfindung im einzelnen mit Bezug auf gewisse bevorzugte Materialien beschrieben
worden ist, so· sind die zu behandelnden Halogensilbergelatineemulsionen jedoch nicht hierauf
beschränkt, und es können zahlreiche Abänderungen vorgenommen werden. So kann beispielsweise
auch ein Film, der auf beiden Seiten mit einer Halogensilbergelatineemulsionsschicht bestrichen
ist, wie beispielsweise ein Röntgenfilm, auf beiden Seiten mit erfindungsgemäßen, das Abscheuern
verhindernden Schutzüberzügen überzogen werden.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE:!..Lichtempfindliches photographisches Material mit Schutzschicht, bestehend aus einem Schichtträger und einer Halogensilbergelatineemulsionsschicht, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Schutzschicht aus dem Additionsprodukt aus Formaldehyd und einem in 5-Stellung substituierten Hydantoin der folgenden Formel:OC N R1HN C Xr2. OH
OC N CH2-NI X )HN C CH2"Il οbesteht, in denen R1 einen niedermolekularen Alkylreist mit nicht mehr als 5 Kohlenstoffatomen, R2 Wasserstoff oder einen niedermolekularen Alkyl- oder Alköxyalkylrest mit nicht mehr .als 5 Kohlenstoffatomen, und Z die Methylenreste bedeuten, die zur Vervollständigung einer 5- oder 6gliedrigen cycloaliphati- go sehen Gruppe erforderlich sind. - 2. Lichtempfindliches photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Additionsprodukt aus Formaldehyd und 5, 5-Dimethylhydantoin besteht.
- 3. Lichtempfindliches photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Additionsprodukt aus Formaldehyd und 5-Methyl-5-äthylhydantoin besteht.
- 4. Lichtempfindliches photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Additionsprodukt aus Formaldehyd und 5-Methyl-5-äthoxyäthylhydantoin besteht.
- 5. Lichtempfindliches photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Additionsprodukt aus Formaldehyd und 5-Methyl-5-isopropylhydantoin besteht.
- 6. Lichtempfindliches photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Additionsprodukt aus Formaldehyd und 5-Methyl-s-isobutylhydantoin besteht.$767 2. Si
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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