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DE891255C - Verfahren zur Herstellung von Diglycidaether - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diglycidaether

Info

Publication number
DE891255C
DE891255C DEB6986D DEB0006986D DE891255C DE 891255 C DE891255 C DE 891255C DE B6986 D DEB6986 D DE B6986D DE B0006986 D DEB0006986 D DE B0006986D DE 891255 C DE891255 C DE 891255C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
epichlorohydrin
ether
glycide
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB6986D
Other languages
English (en)
Inventor
Lothar Dr Jakob
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB6986D priority Critical patent/DE891255C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE891255C publication Critical patent/DE891255C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D303/00Compounds containing three-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D303/02Compounds containing oxirane rings
    • C07D303/12Compounds containing oxirane rings with hydrocarbon radicals, substituted by singly or doubly bound oxygen atoms
    • C07D303/18Compounds containing oxirane rings with hydrocarbon radicals, substituted by singly or doubly bound oxygen atoms by etherified hydroxyl radicals
    • C07D303/20Ethers with hydroxy compounds containing no oxirane rings
    • C07D303/24Ethers with hydroxy compounds containing no oxirane rings with polyhydroxy compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Epoxy Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Diglycidäther Es wurde gefunden, daß man Diglycidäther der Formel in guter Ausbeute erhält, wenn man Glycid auf mindestens die dreifach äquivalente Menge Epichlorhydrin in Gegenwart von mindestens solchen Mengen alkalischer Mittel, wie sie zur Bindung der abgespaltenen Salzsäure erforderlich sind, bei höchstens 7o° einwirken läßt und das nicht umgesetzte Epichlorhydrin dann in an sich bekannter Weise entfernt. An Stelle von Glycid kann man auch Glycerinmonochlorhydrin unter Zusatz entsprechend größerer Mengen Alkali verwenden, also das Glycid im Umsetzungsgemisch erzeugen.
  • Als alkalische Mittel sind z. B. die Alkalimetallhydroxyde, -amide, -alkoholate und -carbonate geeignet. Man verwendet davon, berechnet auf Glycid bzw. Glycerinmonochlorhydrin, bis etwa das Einundeinhalbfache der theoretisch erforderlichen Menge.
  • Vielfach ist es zweckmäßig, die Umsetzung in einem indifferenten Verdünnungsmittel durchzuführen, in welchem sich zwar die organischen Ausgangsstoffe, nicht aber die alkalischen Mittel lösen, z. B. in Benzol oder anderen Kohlenwasserstoffen.
  • Die Umsetzung findet bei gewöhnlicher oder mäßig erhöhter Temperatur, beispielsweise zwischen etwa ro und 7o°, statt. Arbeitet man mit stark alkalischen Mitteln, so führt man sie zweckmäßig bei möglichst tiefen Temperaturen durch, um Polymerisation des Glycids und des gebildeten Glycidäthers zu verhindern.
  • Es ist bekannt, daß sich Epichlorhydrin mit einwertigen, nicht den Äthylenoxydring enthaltenden Alkoholen in Gegenwart von alkalischen Mitteln zu Monoäthern des Monochlorhydrins und des angewendeten Alkohols umsetzt. Hierbei öffnet sich also der Äthylenoxydring des Epichlorhydrins unter Anlagerung des Alkohols. Aus den erhaltenen Monochlorhydrinäthern kann man dann durch Abspaltung von Chlorwasserstoff in einer zweiten Stufe Glycidäther herstellen. Es ist ferner bekannt, daß Glycid bei Temperaturen von etwa 13o° und darüber mit in Wasser unlöslichen Oxyverbindungen in Gegenwart alkalischer Mittel unter Bildung von Di- bzw. Polyglykoläthern reagiert. Hierbei erfolgt ebenfalls Öffnung des Äthylenoxydringes und Anlagerung der Oxygruppen der angewendeten Oxyverbindungen. Es ist demgegenüber überraschend, daß man bei der Umsetzung zwischen Glycid und Epichlorhydrin unter den geschilderten Bedingungen ohne Beeinträchtigung der Äthylenoxydringe beider- Komponenten in guter Ausbeute Diglycidäther erhält.
  • Der Diglycidäther ist ein wertvolles Zwischenprodukt, insbesondere für Textilhilfsmittel.
  • Die in den nachfolgenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. Beispiel i 617 Teile Kaliumcarbonat werden nüt_ i380 Teilen Epichlorhydrin und 222 Teilen Glycid 16 Stunden bei 5o bis 6o° in einer Kugelmühle vermahlen. Man destilliert das Gemisch und erhält 182 Teile Diglycidäther vom Siedepunkt 6o bis 8o° bei o,6 mm Druck. Beispiel 2 148 Teile Glycid werden mit g20 Teilen Epichlorhydrin und 412 Teilen Kaliumcarbonat 96 Stunden bei 2o° in einer Kugelmühle vermahlen. Man erhält bei der Destillation i05 Teile Diglycidäther. Beispiel 3 Ein Gemisch von 37 Teilen Glycid und 277 Teilen Epichlorhydrin wird bei 4o bis 50° im Verlauf von 12 Stunden allmählich unter Rühren mit 18 Teilen feingepulvertem Natriumhydroxyd versetzt. Man erhält bei der Aufarbeitung 21 Teile Diglycidäther.
  • Beispiel 4 Man läßt unter Umrühren zu 60o Teilen auf 4o bis 5o° erwärmtem Epichlorhydrin allmählich gleichzeitig eine- Suspension von 114 Teilen Natriumamid in 40o Teilen Benzol und ein Gemisch von 222 Teilen Glycid und 215 Teilen Epichlorhydrin hinzulaufen. Dann rührt man noch 16 Stunden bei 3o bis 40° nach. Die Destillation ergibt z22 Teile Diglycidäther.
  • Beispiel 5 Ein Gemisch von 221 Teilen Monochlorhydrin und 5i0 Teilen Epichlorhydrin wird innerhalb 5 Stunden bei 15 bis 2b° unter Rühren mit 144 Teilen feingepulvertem Natriumhydroxyd versetzt. Man rührt noch g Stunden bei 15 bis 2o° nach und destilliert dann. Die Ausbeute an Diglycidäther beträgt 6o Teile. Beispiel 6 Zu einem Gemisch von 221 Teilen Monochlorhydrin und 76o Teilen Epichlorhydrin gibt man unter Rühren bei 15 bis 20° innerhalb '7 Stunden 216 Teile gepulvertes trockenes Natriummethylat. Man erhält bei der Destillation 76 Teile Diglycidäther. Beispiel 7 Zu einem Gemisch von 76o Teilen Epichlorhydrin und 148 Teilen Glycid gibt man bei 15 bis 2o° unter Rühren innerhalb 8i/2 Stunden z08 Teile trockenes, gepulvertes Natriummethylat und rührt i9 Stunden nach. Die Ausbeute an Diglycidäther beträgt 8o Teile.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Diglycidäther, dadurch gekennzeichnet, daß man Glycid auf mindestens die dreifach äquivalente Menge Epichlorhydrin in Gegenwart von mindestens solchen Mengen alkalischer Mittel, wie sie zur Bindung des abgespaltenen Chlorwasserstoffs erforderlich sind, bei höchstens 70° einwirken läßt und das nicht umgesetzte Epichlorhydrin dann in an sich bekannter Weise entfernt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Glycid im Umsetzungsgemisch aus Glycerinmonochlorhydrin und weiteren Mengen Alkali erzeugt.
DEB6986D 1941-08-09 1941-08-09 Verfahren zur Herstellung von Diglycidaether Expired DE891255C (de)

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