DE883871C - Verfahren zum Aufwickeln eines gummielastischen Fadens auf eine Schussspule mit flachovalem Kernquerschnitt - Google Patents
Verfahren zum Aufwickeln eines gummielastischen Fadens auf eine Schussspule mit flachovalem KernquerschnittInfo
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- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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Description
- Verfahren zum Aufwickeln eines gummielastischen Fadens auf eine Schußspule mit flachovalem Kernquerschnitt Beider Herstellung von nahtlosen, quer elastischen und Zweizubeholhlgeweben, z. B. von Bandagenstrümpfen, werden die gummielastischen Schußfäden von Schußspulen abgezogen, deren Kern eine verhältnismäßig lsurze Adhse quer zur Scihußrichtung mid einen flachovalen Querschnitt aufweist. Der Gesamtumfang des Ovals entspricht in etwa demjenigen des herzustellenden Hohigewebes, so daß also bei jedem Ober- oder Unterschuß ein auf einem Halboval gelegenes Fadenstück abgehoben und eingetragen wird.
- Bisher wurden diese Schuß spulen mit gleichbleiben der Fadenspannung von Hand bewiclçelt, was wegen der dabei erforderlichen Sorgfalt recht schwierig war. Besonders die Herstellung von Hoblgeweben mit über die Länge stetig veränderliclhem Umfang wurde dabei durch die Notwendigkeit, ständig neue Spulen oder z. B. solche von mehrfach abgestuften Kernquerschnitten zu verwenden, außerordentlich unwirtschaftlich gestaltet.
- Erfindungsgemäß werden beim Bewickeln derartiger Schuß spulen mit gummielastischen Fäden die geschilderten Nachteile grundsätzlich dadurch beseitigt, daß auf die einzelnen Halbovale die Gummifäden nicht wie bisher mit konstanter Spannung, sondern im Gegensatz dazu mit gesetzmäßig veränderlicher Spannung, daher auch in entsprechend verschieden gedehntem Zustand gewickelt werden, und zwar derart, daß auf jedes Halboval der Spule gerade die für den Schuß an der zugehörigen Gewebestelle benötigte ungespannte Fadenstelle zu liegen kommt, Das hiermit beschriebene Verfahren beruht also auf der Ausnutzung der Tatsache, daß Gummifäden od. dgl. infolge ihrer hohen elastischen Verformbarkeit sich zeitweise auf wesentlich größere Länge dehnen lassen. Es hat eine Reihe von offensichtlichen Vorteilen, durch die eine wesentliche Beschleunigung und Verbilligung des gesamten Herstellungsverfahrens erzielt wird.
- Da die auf jedes Halboval kommende Fadenmenge, -d. h. ungespannte Fadenlänge, nunmehr praktisch unahhängig,von der Länge des Ovals ist, können die Spulen mit mehr Fadenlagen übereinander als bisher bewickelt werden, ohne Gefahr zu laufen, auf den außenliegenden Lagen wegen deren größeren Umfangs zu große Fadenlängen zu erzielen. Die äußeren Lagen werden einfach unter entsprechend größerer Spannung gewickelt als die darunter gelegenen.
- Darüberhinaus ist aber jetzt auch bezüglich der Herstellung von Hohlgeweben mit über die Länge veränderlichem Umfang die Durchführung jedes Programms möglich, ohne daß etwa der Kernquerschnitt der Schußspule entsprechend vorbereitet oder daß die Spule mehrfach gewechselt werden müßte.
- Vor allem aber ist man nunmehr beim Aufwickeln von der manuellen Geschicklihkeit menschlicher Arl)eits1<räfte völlig unabhängig, da die Steuerung der Fadenspannung auf verschiedene Weise maschi.nell vorgenommen werden kann. Dabei handelt es sich grundsätzlich nur um die Aufgabe, der um die Achse ihres Kernquerschnitts rotierenden Schußspule während jeder Halbumdrehung so viel Fadenmenge zur Verfügung zu stellen, wie für den Schuß an der entsprechenden Gewebestelle benötigt wird.
- Die nächstliegende Lösung dieser Aufgabe besteht darin, als Fadenlieferer für ,die sich drehende Schußspule einen mit der gleichen Drehzahl rotierenden Körper zu verwenden, dessen Umfangslänge ein längentreues (rundes oder abgeplattetes) Modell des herzustellenden Ho;hlgewebes darstellt und auf den der Gummi faden entsprechend seiner späteren Lage im Gewebe aufgewickelt ist. Zu diesem Zweck ist die Umfangsfläche des Modellkörpers in derselben Anzahl und Anordnung, wie das herzustellende Gewebe Schüsse aufweist, mit Rillen versehen, auf die der Faden vorher schraubenförmig aufgewickelt ist.
- Zweckmäßig erfolgt das vorherige Aufwickeln des Gummifadens auf den Modellkörper im gleichen Arbeitsgang wie ,das überspulen auf die Schuß spule, so daß beispielsweise stets nur drei volle Fadenwindungen sich gleichzeitig auf dem Modellkörper befinden.
- Das Arbeiten mit dsen sperrigen Modelikörpern ist hinsichtlich Herstellung und Auswechslung dieser Körper etwas umständlich, da für jede Form des Hohlgewebes, z. B. jede Strumpfgröße, ein besonderes Modell benötigt wird und mit diesem auch nicht mehrere Spulen gleichzeitig bewickelt werden können. Vorteilhafter ist es, in Abstand vor der Sc'hußspule ein Klemmwalzenpaar aus Gummi od. dgl. anzuordnen, in das der Faden in ungespanntem Zustand hineingeführt wird, und das die etwa während jeder einzelnen Halb drehung der Spule benötigte veränderliche Fadenmenge durch entsprechend ungleichförmige Drehbewegungen liefert.
- Die ungleichförmige Drehung des Klemmwalzenpaares kann z. B. mittels eines Getriebes erzeugt werden, in dem eine der jeweils herzu stellenden Form entsprechende auswechsel'bare IÇurvenscheilbe od. dgl. die Steuerung übernimmt. Die letztere erfolgt entweder in -der Weise, daß das Walzenpaar für verschieden lange Zeiträume stillgesetzt wird, oder so, daß die Drehgeschwinidigkeit des Walzenpaares, beispielsweise durch ein Reibgetriebe, stufenlos verändert wird.
- Durch Parallelschalten verschiedener Walzenpaare und Schußspulen mit entsprechenden Kernstücken ist es möglich, gleichzeitig mehrere Spulen für in verschiedenen Größen zu fertigende Bandagenstrümpfe aufzuspulen, wobei nur eine einzige Kurvenscheibe zur Steuerung des allgemeinen Regelungsprogramms benötigt wird.
- In der Zeichnung ist eine Vorric'htung beispielsweise dargestellt, die zur Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens dient, und zwar zeigen Abb. I und 2 in Vorder- und Seitenansicht eine Maschine, mit der ein gummielastischer Faden von einer Modeliwalze auf eine Schußspule üherspult wird.
- Aufbau und Wirkungsweise dieser Aufwickelmaschine werden im folgenden -beschrieben.
- Auf zwei Lagerböcken al und a2 sind mehrere Wellen bl, b2, b3, b4 gelagert, tdie mittels eines gestrichelt angedeuteten, außerhalb des Lagerbocks Q angeordneten Zahnrädergetriebes ci, c2, C3, c4 vom Zahnradsatz cO ans in Drehung versetzt werden.
- Die unterste Welle b1 ist als Formwalze ausgebildet, deren Mantelfläche ein naturgetreues Modell des zu fertigenden Hohlgewebes darstellt.
- In Rillen, die die Mantelfläche gewindeartig umgehen, liegt der Schuß faden d wie später im Gewebe spannungslos aufgewickelt. Von hier wird er durch gleichförmige Drehung der Welle b1 auf den flachovalen Kernquerschnitt el der Schuß spule e über spult, die auf der obersten Vieckantwelle b4 längs verschiebbar angeordnet ist und mit dieser in demselben Drehsinn und mit gleicher Drehzahl wie die Welle b1 rotiert. Auf diese Weise entspricht je eine volle Fadenwindung der Formwalze bl einer solchen der Spule e.
- Die erforderliche gleichzeitige Axialversc'hiebung der Schuß spule e entlang der Modellwalze bl wird durch die Drehung der als Transportspindel ausgebildeten Welle b2 bewirkt. Auf dieser wird eine die Drehung nicht mitmachende Spindelmutter f zwangsläufig längsSbewegt und schiebt dabei mittels eines bis zur Welle b4 sich erstreckenden Armes g die sich drehende Spule e vor sich her.
- Die gleichmäßige Verteilung der aufzuwickelnden Fadenlagen über die Höhe des Spulenkerns e1 erfolgt mittels eines zweiarmigen Fadenführungshebels h, ,der an einem Bock i des Armes g schwenkbar gelagert ist und an einem Ende eine Fülhrungs öse k für den Faden d trägt. Das andere Ende des Hebels h gleitet mit einem Querbolzen in einer Steuernut I auf dem Mantel eines zylindrischen Körpers m, der sich mit der Welle b3 langsam dreht und dabei ebenso wie die Spule e vom Arm g längs verschoben wird. Die Steuernut I ist als Raumkurve derart ausgebildet, daß der Fadenfülhrungshebel h die zur gleichmäßigen Verteilung,der Wicklunten erforderliche langsam pendelnde Bewegung vollführt.
Claims (4)
- Anstatt den Faden d in einem besonderen Arbeitsgang vorher vollständig auf die Modellwalfze bl aufzubringen, kann man das Bewickeln dieser Walze auch, wie schon erwähnt, in dem soeben beschriezellen Verfahren selbst Idurchführen. Das geschieht etwa in der Weise, daß der Faden von einer auf der Welle b4 vor der Spule e hergeschobenen Haspel über die Vorderseite der Maschine auf die Modellwalze b1 heruntergespult wird, ehe er von dieser wieder, wenige Windungsgänge später, über die Rückseite, wie gezeigt auf die Schuß spule e gebracht wird, PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Aufwickeln eines gummielastischen Fadens auf eine Schuß spule mit flachovalem Keruquerschnitt für das Herstellen von nahtlosen, quer elastischen oder Zweigzughohl geweben, wobei die ungespannte Länge der auf die einzelnen Halboval aufzuwickelnden, d. h. für die entsprechenden Schüsse zu verwendenden Fadenstücke gesetzmäßig veränderlich ist, dadurch gelcennzeichnet, daß der Faden derart in gesetzmäßig veränderlichem Spannungs- und daher Dehnungszustand auf die Spule gewickelt wird, daß auf jedes Halboval der Spule gerade die für den Schuß an der zugehörigen Gewebestelle benötigte ungespannte Fadenlänge zu liegen kommt.
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden auf die sich gleichmäßig -drehende Spule (el) von einem mit derseliben Drehzahl rotierenden, ein Modell für das herzustellende Hohlgewebe darstellenden, beispielsweise wall%enförmigen Körper (bl) überspult wird, auf dem der Faden vorher entsprechend seiner späteren Lage im Gewebe aufgewickelt worden ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufundabspulen des Modellkörpers (bl) im gleichen Arbeitsgang erfolgt.
- 4. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden vor dem Aufwickeln auf die sich gleichmäßig Idrelhende Spule in ungespanntem Zustand durch ein als Fadenlieferer dienendes Klemmwalzenpaar geführt wird, wobei dessen Drehung mittels auswechselbarer Kurvenscheibe od. dgl. entweder zeitweise unterbrochen oder die Drehgeschwindigkeit, beispielsweise über ein stufenloses Reibgetriehe, stetig verändert werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH8864A DE883871C (de) | 1951-06-22 | 1951-06-22 | Verfahren zum Aufwickeln eines gummielastischen Fadens auf eine Schussspule mit flachovalem Kernquerschnitt |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEH8864A DE883871C (de) | 1951-06-22 | 1951-06-22 | Verfahren zum Aufwickeln eines gummielastischen Fadens auf eine Schussspule mit flachovalem Kernquerschnitt |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE883871C true DE883871C (de) | 1953-07-20 |
Family
ID=7145715
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH8864A Expired DE883871C (de) | 1951-06-22 | 1951-06-22 | Verfahren zum Aufwickeln eines gummielastischen Fadens auf eine Schussspule mit flachovalem Kernquerschnitt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE883871C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3228616A (en) * | 1962-12-26 | 1966-01-11 | United Aircraft Corp | Apparatus for changing a helical winding angle |
-
1951
- 1951-06-22 DE DEH8864A patent/DE883871C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3228616A (en) * | 1962-12-26 | 1966-01-11 | United Aircraft Corp | Apparatus for changing a helical winding angle |
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