[go: up one dir, main page]

DE881537C - Anordnung zur Beseitigung der Wirkung von Stoerstellen auf Lecherleitungen - Google Patents

Anordnung zur Beseitigung der Wirkung von Stoerstellen auf Lecherleitungen

Info

Publication number
DE881537C
DE881537C DEB4768D DEB0004768D DE881537C DE 881537 C DE881537 C DE 881537C DE B4768 D DEB4768 D DE B4768D DE B0004768 D DEB0004768 D DE B0004768D DE 881537 C DE881537 C DE 881537C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
point
quadrupole
effect
arrangement
failure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB4768D
Other languages
English (en)
Inventor
Albert Dr Weissfloch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Julius Pintsch AG
Original Assignee
Julius Pintsch AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Julius Pintsch AG filed Critical Julius Pintsch AG
Priority to DEB4768D priority Critical patent/DE881537C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE881537C publication Critical patent/DE881537C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01PWAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
    • H01P7/00Resonators of the waveguide type
    • H01P7/02Lecher resonators

Landscapes

  • Electron Tubes For Measurement (AREA)

Description

  • Anordnung zur Beseitigung der Wirkung von Störstellen auf Lecherleitungen In der Ultrakurzwellentechnik, insbesondere des Dezimeter- oder Zentimeterwellengebietes, spielen Lecherleitungen in Form von Hohlrohrleitungen mit oder ohne Mittelleiter oder Zweidrahtleitungen eine große Rolle. Häufig ist auch eine homogene Leitung gegeben, die aus einem Draht oder Band besteht, welcher parallel zu einer leitenden Fläche verläuft. Dabei läßt es sich nicht vermeiden, daß auf diesen Leitungen Störstellen, z. B. in Form von Halterungen, Winkelstücken usw., auftreten. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Beseitigung der Wirkung derartiger Störstellen.
  • Die Erfindung sei an Hand der Abbildungen näher erläutert. In Abb. z ist beispielsweise eine konzentrische Leitung dargestellt, die aus dem Außenleiter g und dem Innenleiter?, besteht. In der Leitung ist eine irgendwie geartete Störstelle 5 vorhanden, die man als Vierpol auffassen kann. Um die Transformationseigenschaft der Störstelle experimentell zu untersuchen, sei die Leitung zunächst am rechten Ende durch einen verschiebbaren Kurzschlußkolben 3 abgeschlossen, der mit Hilfe des Rohres q. bewegt werden kann. An dieser Stelle bildet sich ein Spannungsminimum aus. Unter der Annahme, daß die Leitung verlustlos ist, eine Annahme, die insbesondere für konzentrische Leitungen praktisch erfüllt ist, sind auf beiden Seiten der Störstelle 5 stehende Wellen vorhanden. Links von der Störstelle sei bei M ein Spannungsminimum. Verschiebt man den Kurzschlußkolben 3 um eine Strecke x, so verschiebt sich das auf der anderen Seite der Störstelle gelegene Spannungsminimum M um eine Strecke y. Trägt man die gemessenen Werte von x und y graphisch auf, so erhält man nach Abb.- 2 eine Zickzackkurve C, die sich um eine unter 45° geneigte Gerade windet. Auf den Achsen des Koordinatensystems sind die Werte der Verschiebung x und y aufgetragen.
  • Die Kurve C läßt sieh analytisch durch den Ausdruck wiedergeben. Hierbei bedeuten Z1 und Z2 die Wellenwiderstände rechts und links der Störstelle 5, und x. und yo sind die Punkte, in denen die Kurve C die größte Steilheit hat (vgl. Abb. 2). Man kann die Gleichung (z) auch schreiben: mit Die Größe m gibt dabei die größte Steilheit (im Punkte xo, y,) der Kurve C an.
  • Mit obenstehenden Beziehungen ist die Transformationseigenschaft der als Vierpol aufgefaßten Störstelle eindeutig bestimmt. Die Gleichungen (z) und(?,) sagen aus, daß eine bei x. angeschlossene Impedanz an der Stelle y, als Impedanz k - R erscheint. Ist insbesondere Z, = Z2, so ist k = m, d. h. der Transformationsfaktor ist gleich der größten Steigung der Kurve C: Der Erfindungsgedanke besteht nun in folgendem: Aus Abb. = ist ersichtlich, daß der Vierpol 5 den Wert einer Impedanz an der Stelle xo, bezogen auf die Stelle y. in den Wert k - sR, transformiert. Hieraus folgt umgekehrt, daß eine bei y, angeschlossene Impedanz R, bezogen auf die Stelle xo, den Wert hat. Zur Kompensation kann man nun an den ersten Vierpol 5 einen zweiten, genau gleichen Vierpol, aber in - umgekehrter Richtung, anschließen. Seine Entfernung vom ersten Vierpol ist derart zu wählen, daß das y, des zweiten Vierpols mit dem y, des ersten Vierpols zusammenfällt. Auf diese Weise lassen sich insbesondere unsymmetrische Störstellen kompensieren. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Übergang der Leitung auf andere Durchmesser. Es sei der Wellenwiderstand rechts von der Störstelle Z1 und links davon Z2. Dann ergibt sich der Faktor k zu aus Kurve C gemäß Abb. 2 bzw. der Gleichung (2).
  • Ein anderes Beispiel stellt die Knickstelle einer Leitung dar: Häufig muß die Leitung einen rechten Winkel bilden. In diesem Falle kann man zunächst einen Winkel von 45° konstruieren und sodann in entsprechender Entfernung, die sich aus Kurve C gemäß Abb. 2 ergibt, einen zweiten 45°-Winkel vorsehen, und man erhält auf diese Weise insgesamt einen störungsfreien 9o°-Winkel. In entsprechender Weise kann man auch andere Winkel konstruieren.
  • Aus Abb. 2 folgt noch eine weitere Eigenschaft des Vierpols. -Für den Fall, daß Z, = Z2 ist, kann man aus dem Kurvenverlauf ohne weiteres ablesen, daß eine an der Stelle x, 2/4 angeordnete Impedanz R auf die Stelle y. ± A/4 bezogen, in den Wert transformiert wird. Diese Eigenschaft läßt sich bei Leitungen, deren Wellenwiderstände auf beiden Seiten der Störstelle gleich groß sind, d. h. Z1 = Z2, ebenfalls zur Kompensation verwenden. Man muß dann zwei gleiche bzw. zwei gleichwirkende Störstellen in einem solchen Abstand hintereinanderschalten, daß das x, des zweiten Vierpols von dem y. des ersten Vierpoles um 2/4, 3/4 A, 5/4 A ... bzw. eine dieser äquivalenten Strecke entfernt ist. In Abb. 3 ist diese Anordnung schematisch angedeutet. Zwischen den Punkten a und b einer Lecherleitung befindet sich die Störstelle 5, die eine an der Stelle a gemessene Impedanz R auf den Wert m # N transformiert, bezogen auf die Stelle b. Zwischen b und c ist die Störstelle 5' vorgesehen, deren Abstand von 5 derart gewählt ist, daß die bei b erscheinende Impedanz m - N, bezogen auf die Stelle c, um den Faktor m verkleinert wird, d. h. bei c erscheint wieder die Impedanz N. Die Wirkung beider Störstellen 5 und 5' ist demnach so, als ob das Leitungsstück zwischen a und c überhaupt nicht vorhanden wäre, d. h. als ob a und c zusammenfallen würden. Sind die Vierpole symmetrisch, so ist diese Lösung identisch mit der oben angegebenen Maßnahme der gegensinnig gekoppelten Vierpole, wie die Durchrechnung ergibt.
  • Die angeführten Überlegungen lassen sich auch auf Übergänge von konzentrischen Paralleldrahtleitungen auf Hohlrohrleitungen (ohne Mittelleiter) übertragen. Dies ist dann möglich, wenn die Konstruktion so ausgeführt ist, daß in dem Hohlrohrleiter jeweils nur eine Wellentype sich fortpflanzen kann. Mit einer analog zu Abb. z ausgeführten -Anordnung gemäß Abb. 4 wird experimentell ebenfalls eine Kurve C (Abb. 2) gemessen, wenngleich man bei einer derartigen Leitung nicht mehr von einem Widerstand im gewöhnlichen Sinne sprechen kann. In Abb.4 geht bei 6 die aus dem Außenleiter z und dem Innenleiter 2 bestehende konzentrische - Lecherleitung in eine Hohlrohrleitung über, indem der Innenleiter 2 in den Hohlraum hineinragt und die Kopplung bewirkt, während der Außenleiter = in die Hohlrohrwandung =a übergeht. Die Kopplung kann auch anderweitig erfolgen. Die Abb. 4 stellt nur ein Beispiel dar. Mit 3 ist wieder der Abstimmkolben am Rohr 4 bezeichnet: Hierbei sind allerdings wegen der im Hohlrohr anderen Wellenlänge %.' statt der Entfernung x und y die Koordinaten x/A' bzw. y/A' aufzutragen. Für die Kompensation gelten dann analog die Überlegungen, wie sie oben für unsymmetrische Störstellen durchgeführt sind.
  • Die Transforrnationseigenschaften eines Vierpols sind frequenzabhängig, d. h. der Abstand, in dem gemäß Kurve C die beiden Störstellen hintereinander anzuordnen wären, ist ebenfalls frequenzabhängig, d. h. wiederum, die Kompensation wirkt ganz exakt im allgemeinen nur für eine Frequenz.
  • Diese Tatsache läßt sich andererseits zur Konstruktion von Ultrakurzwellensiebgliedern oder anderer frequenzabhängiger erwünschter Vierpole ausnutzen. Für die eingestellte Frequenz übt der Vierpol keinerlei Störung aus, während er für andere Frequenzen z. B. jede Anpassung aufheben kann. Hohlrohrleitungen haben besonders in der Nähe der Grenzwellenlänge stark frequenzabhängige Transformationseigenschaften. Derartige Anordnungen kommen daher insbesondere für scharfe Siebglieder in Frage.
  • Der Erfindungsgegenstand läßt sich allgemein bei Anordnungen zum Erzeugen, Empfangen, Verstärken oder Fortleiten von ultrakurzen elektrischen Wellen anwenden. Mit besonderem Vorteil ist er in Anordnungen mit Hohlraumresonatoren anwendbar.

Claims (3)

  1. PATRNTANSPRÜCIfR: i. Anordnung zur Beseitigung der Wirkung von Störstellen auf Lecherleitungen für ultrakurze Wellen, insbesondere Hohlrohrleitungen mit oder ohne Mittelleiter, dadurch gekennzeichnet, daß ein der Störstelle äquivalenter Vierpol in umgekehrter Richtung hinter der Störstelle vorgesehen ist und daß die Stellen, an denen bei Verschiebung des Abschlußwiderstandes der Eingangswiderstand der beiden Vierpole die größte Änderung aufweist, zusammenfallen.
  2. 2. Anordnung zur Beseitigung der Wirkung von Störstellen auf Lecherleitungen für ultrakurze Wellen, insbesondere Hohlrohrleitungen mit oder ohne Mittelleiter, deren Wellenwiderstand beiderseits der Störstelle gleich groß ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein der Störstelle gleichwirkender Vierpol hinter der Störstelle vorgesehen ist und der Abstand zwischen Eingang des zweiten Vierpols und der Stelle, an der der erste Vierpol die größte Änderung des Eingangswiderstandes zeigt, äquivalent ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Störstellen und Vierpole symmetrisch sind. q.. Die Verwendung der Anordnungen nach Anspruch i oder einem der folgenden zur Herstellung von Ultrakurzwellensiebgliedern.
DEB4768D 1941-08-24 1941-08-24 Anordnung zur Beseitigung der Wirkung von Stoerstellen auf Lecherleitungen Expired DE881537C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB4768D DE881537C (de) 1941-08-24 1941-08-24 Anordnung zur Beseitigung der Wirkung von Stoerstellen auf Lecherleitungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB4768D DE881537C (de) 1941-08-24 1941-08-24 Anordnung zur Beseitigung der Wirkung von Stoerstellen auf Lecherleitungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE881537C true DE881537C (de) 1953-07-02

Family

ID=6953748

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB4768D Expired DE881537C (de) 1941-08-24 1941-08-24 Anordnung zur Beseitigung der Wirkung von Stoerstellen auf Lecherleitungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE881537C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972852C (de) * 1943-02-07 1959-10-08 Pintsch Bamag Ag Ultrahochfrequenzbandfilter fuer UEbertragungsleitungen elektromagnetischer Schwingungen
DE1107302B (de) * 1954-05-25 1961-05-25 Rohde & Schwarz Koaxiales Leitungssystem fuer sehr hochfrequente elektrische Wellen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972852C (de) * 1943-02-07 1959-10-08 Pintsch Bamag Ag Ultrahochfrequenzbandfilter fuer UEbertragungsleitungen elektromagnetischer Schwingungen
DE1107302B (de) * 1954-05-25 1961-05-25 Rohde & Schwarz Koaxiales Leitungssystem fuer sehr hochfrequente elektrische Wellen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2408634C3 (de) Mikrowellenfilter
DE1085620B (de) Durchstimmbares Mikrowellen-Bandpassfilter
DE881537C (de) Anordnung zur Beseitigung der Wirkung von Stoerstellen auf Lecherleitungen
DE932025C (de) Hochfrequenznetzwerk zur frequenzabhaengigen Kopplung zweier Schaltteile
DE890821C (de) Symmetrieranordnung fuer kurze Wellen
DE2534448C3 (de) Vorrichtung zur Funkentstörung eines Scherenstromabnehmers
DE934354C (de) Anordnung zur Drehung der Phase von ultrakurzen elektromagnetischen Wellen
DE903710C (de) Verfahren zur Verminderung des Fernnebensprechens von Traegerfrequenzleitungen
DE917615C (de) Koaxiale Hochfrequenzleitung, deren Innenleiter in der Mitte des Aussenleiters durch Distanzscheiben gelagert ist
DE945706C (de) Richtungskoppler
DE670084C (de) Verfahren zur Verminderung von durch Wellenwiderstandsschwankungen hervorgerufenen Stoerungen in aus mehreren Verstaerkerfeldern bestehenden Fernmelde- und insbesondere Hochfrequenzkabelanlagen
DE886167C (de) Anordnung zur Unterdrueckung der stoerenden Wellen auf der Aussenseite einer konzentrischen Speiseleitung, insbesondere fuer Antennen
DE879857C (de) Elektrischer Durchfuehrungskondensator
DE479864C (de) UEbertragungssystem fuer telephonische oder aehnliche Stroeme
DE1942178C3 (de) Als Kammleitungs- oder Interdigitalfüter ausgebildetes Bandpaßfilter
DE647149C (de) Verfahren zum Ausgleich des reflektierten Gegennebensprechens in Hochfrequenzuebertragungsanlagen
DE512026C (de) Duplexsystem fuer Nachrichtenuebermittlung mittels Hochfrequenzstroeme laengs Leitungen
DE972852C (de) Ultrahochfrequenzbandfilter fuer UEbertragungsleitungen elektromagnetischer Schwingungen
DE2603348C3 (de) Übergangsleitungsstück und damit aufgebaute Anordnung zur Kopplung zwischen Koaxialleitungen und einer konzentrischen Mehrfachleitung sowie deren Verwendung
DE903493C (de) Filter fuer ultrahohe Frequenzen, bestehend aus Resonanzhohlraeumen, die in einem Wellenhohlleiter angeordnet sind
DE889024C (de) Doppelleitung fuer ultrakurze Wellen als Schwingsystem und zur Wellenuebertragung mit Filtereigenschaften
DE894260C (de) Kondensator zur Ableitung von Hochfrequenzstoerwellen von einer elektrischen Leitung
DE917923C (de) Elektrische Filteranordnung zur Vermeidung einer gegenseitigen Beeinflussung von mehreren mit voneinander abweichenden Frequenzen auf einen Verbraucher arbeitenden Generatoren
DE900835C (de) Anordnung zur Ankopplung einer Hochfrequenzleitung
DE886775C (de) Transformierende Kettenleiteranordnung