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DE888101C - Verfahren zur Verbesserung der Gewinnung von Kondensaten aus den Abgasen der Paraffinoxydation - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Gewinnung von Kondensaten aus den Abgasen der Paraffinoxydation

Info

Publication number
DE888101C
DE888101C DEH2955D DEH0002955D DE888101C DE 888101 C DE888101 C DE 888101C DE H2955 D DEH2955 D DE H2955D DE H0002955 D DEH0002955 D DE H0002955D DE 888101 C DE888101 C DE 888101C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
condensates
recovery
improving
gases
oxidation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH2955D
Other languages
English (en)
Inventor
Ludwig Dr Mannes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DEH2955D priority Critical patent/DE888101C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE888101C publication Critical patent/DE888101C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/78Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B35/00Reactions without formation or introduction of functional groups containing hetero atoms, involving a change in the type of bonding between two carbon atoms already directly linked
    • C07B35/04Dehydrogenation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C27/00Processes involving the simultaneous production of more than one class of oxygen-containing compounds
    • C07C27/10Processes involving the simultaneous production of more than one class of oxygen-containing compounds by oxidation of hydrocarbons
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C47/00Compounds having —CHO groups
    • C07C47/02Saturated compounds having —CHO groups bound to acyclic carbon atoms or to hydrogen
    • C07C47/04Formaldehyde

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung der Gewinnung von Kondensaten aus den Abgasen der Paraffinoxydation Es ist bekannt, die Abgase der Paraffinoxydation mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen in einem System vonKondensatoren abzukühlen.. Hierbei, beispielsweise durch Abkühlung dieser Abgase in einem Röhrenkondensator oder in Berieselungskühlern auf tiefe Temperaturen, werden Oxydationsprodukte erhalten, die aus einem wäßrigen und aus einem wasserunlöslichen Anteil bestehen.
  • Der wäßrige Anteil stellt eine wäßrige Lösung niedermolekularer Fettsäuren, in der Hauptsache Ameisensäure und Essigsäure, dar, während der bis etwa 330° siedende wasserunlösliche Anteil in der Hauptsache aus einem Gemisch von niedermolekularen Carbonsäuren, Estern derselben, primären Alkoholen, Aldehyden, Ketorren und Kohlenwasserstoffen besteht. Es ist. aber gleichfalls bekannt, daß durch die Abkühlung der genannten Abgase nur ein Teil der in ihnen enthaltenden flüchtigen Oxydationserzeugniss,e, gewonnen werden, kann, während beträchtliche Mengen flüchtiger Stoffe verlorengehen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Gewinnung von Kondensaten aus den erwähnten Abgasen der Paraffinoxydation durch Abkühlung wesentlich verbessern, kann, wenn man die abgekühlten Gase mit organischen Flüs,sigkeiten, deren Siedepunkt oberhalb rso° liegt, wäscht, wodurch auch die durch die Abkühlung bisher nicht gewinnbaren flüchtigen Oxydationserzeugnisse gewonnen werden.
  • Als hierfür geeignete organische Flüssigkeiten kann man aliphatische und bzw. oder cyclische Kohlenwasserstoffe sowie deren Gemische, z. B. Erdöl- und Teerfraktionen oder Dieselöle, die gegebenenfalls einer Krackung unterworfen wurden; verwenden. Ferner eignen sich sauerstoffhaltige, flüssige organische Verbindungen, wie Carbonsäuren, Alkohole, Ketone, Äther, Ester, Phenole u..dgl. Außerdem kann es von wirtschaftlichem Vorteil sein, die bei der Oxydation von Paraffin,-kohlenwasserstoffen anfallenden flüssigen Reaktionserzeunisse bzw. Fraktionen derselben, z. B. die sogernannten Vorlauffettsäuren oder die von 150 bis etwa 3500 siedenden, nicht verseifbaren Anteile, wie sie, .durch Destillation .des sogernannten Rückparaffins erhalten werden, als Waschflüssigkeit zu verwenden. Bedingung ist nur, daß alle .diese organischen Flüssigkeiten oberhalb 150° liegende, Siedepunkte besitzen.
  • Als ganz besonders vorteilhaft hat es sieh erwiesen, alsi Waschflüssigkeit das bei dem Verfahren anfallende wasserunlösliche Kondensat, das in der oben angegebenen Zusammensetzung durch Tiefkühlung ,der Abgase anfällt, zu verwenden, sofern ihm die bis i,5o° siedenden und die sich beim Abkühlen in fester Form ausscheidem!den Bestandteile entzogen sind.
  • -Die Verwendung der genannten wasserunlöslichen Kondensate als Waschflüssigkeit bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bietet überdies noch den besonderen technischen Vorteil, daß sie nicht regeneriert zu werden brauchen, da sie während der Wäsche keine nachteilige VeTär-derung erleiden. Es ist nur notwendig, die unterhalb i5o° siedemiden Bestandteile fortlaufend abzudestillieren. Der überschuß, der durch die Aufnahme der im Siedebereich des Waschöls liegendenVerbindumgenentsteht, kann fortlaufend entfernt und gegebenenfalls zusammen mit dem .durch Kühlung aus den Abgasen: gewonnenen wasserunlöslichen Kondensat auf wertvolle Produkte, sei: es auf Ester, Alkohole, Carbonsäuren od. dgl., verarbeitet werden.
  • Die Trennung der Kondensate von den Waschflüsisgkeiten gestaltet sich äußerst einfach, da der größte Teil der ersteren unterhalb 15o° siedet und daher durch Destillation leicht abzutrennen ist. Bei Verwendung anderer Waschflüssigkeiten als der Kondensate selbst isst daher darauf zu achten, daß ihr Siedepunkt genügend hoch ist. Die Abtrennung wäßriger Kondenaate geschieht natürlich tunlichst durch Schichtentrennung.
  • Das Verfahren erlaubt es, den. Abgasen der Oxydätion von Paraffinkohlenw asserstoffen mittels Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen, insbesondere Luft, nicht nur fast restlos Carbonsäuren, Ester, Alkohole, Aldehyde, Keto:ne und Kohlenwaserstoffe, sondern auch die besonders wertvollen niedrigsiedenden sauerstoffhaltigen Neutralprodukte, wie Aceton, Methyläthyllceton u. dgl. sowie Äthylalkohol und seine: höhermo:lekularen Homologen, zu entziehen.
  • Beispiel i ooo cbm Abluft, die bei der Luftoxydation von sogernanntem Paraffingatsch mit einer Temperatur von etwa loo° die Oxydationsöfen verläßt, wird in hin.tereinandergeschalteten Röhrenkühlern auf a5° abgekühlt und, geringe Mengen in Form feinster Tröpfchen mitgerissener Kondensatanteile in einem Tropfenfänger niedergeschlagen. Hierbei fallen 15,5 kg öliges Kondensat und 79,3 kg wäßrige Flüssigkeit, -die etwa 300/a niedermolekularewasserlös.liche Carbonsäuren enthält, an. Die beiden Flüssigkeiten werden in einem Scheidegefäß voneinander getrennt.
  • Die Abluft wird nun durch zwei hintereinandergeschaltete Waschtürme geleitet, in .denen öliges Kondensat, das in, früheren Versuchen aus der Abluft durch Kühlung aibgeschie:den wurde und dessen bis 17o° siedende und bei o° feste Anteile: abgetrennt wurden, den Abgasen von oben nach unten entgegenmieselt.
  • Die bei -diesem Waschprozeß festgestellte Zunahme der öligen Flüssigkeit beträgt 10,3 kg. Außerdem sind noch 15,6 kg wäßrige Flüssigkeit angefallen, die in einem Scheidegefäß abgetrennt wird. Leztere enthält etwa i8% niedermolekulare Carbonsäuren und etwa 6% neutrale sauerstoffhaltige Substanzen, die aus der wäßrigen Lösung abdestilliert werden. Sie bestehen hauptsächlich aus waserlöslichen Ketonen, Aldehyden und Alkoholen.
  • Aus der Waschflüssigkeit selbst werden durch Destillation 8 kg bis 17o° siedende Verbindungen abdestilliert. Dieser. Vorlauf siedet zu rund 8o % von 45 bis 1a-8°, besitzt folgende Kennzahlen: SZ = 6o, VZ =i8o, OHZ --_ 13-5, COZ = 328 und besteht neben niedermolekularen Carbonsäuren, Estern, Alkoholen und Aldehyden in der Hauptsache aus niedermolekularen Ketonen. Dieses Substanzgemisch stellt einen technisch überaus wertvollen Rohstoff dar und kann auf hervorragende Lösungsmittel verarbeitet werden.
  • Die den Waschturm verlassende Abluft enthält nur noch ganz minimale Mengen organischer Substanzen, die in einem weiteren Waschturm, der mit frischem Waschöl beschickt wird, oder aber in einer Adsorptionsanlage aufgefangen werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verbesserung der Gewinnung von Kondensaten aus den Abgasen der Paraffinoxydation mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen -durch Abkühlung, dadurch gekennzeichnet, daß man die -ajbgekiihlten Gase nach Abtrennung der erhaltenen Kondensate mit organischem, Flüssigkeiten:, deren Siedepunkt oberhalb i5o° liegt, wäscht. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d;aß man als Waschflüssigkeit die bei dem Verfahren. anfallenden wasserunlöslichen Kondensate bzw. Fraktionen derselben verwendet. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 4o5 636
DEH2955D 1943-04-09 1943-04-09 Verfahren zur Verbesserung der Gewinnung von Kondensaten aus den Abgasen der Paraffinoxydation Expired DE888101C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH2955D DE888101C (de) 1943-04-09 1943-04-09 Verfahren zur Verbesserung der Gewinnung von Kondensaten aus den Abgasen der Paraffinoxydation

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DEH2955D DE888101C (de) 1943-04-09 1943-04-09 Verfahren zur Verbesserung der Gewinnung von Kondensaten aus den Abgasen der Paraffinoxydation

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE888101C true DE888101C (de) 1953-08-31

Family

ID=7143345

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH2955D Expired DE888101C (de) 1943-04-09 1943-04-09 Verfahren zur Verbesserung der Gewinnung von Kondensaten aus den Abgasen der Paraffinoxydation

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE888101C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1159420B (de) * 1961-04-18 1963-12-19 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von reinem Formaldehyd
DE1171895B (de) * 1961-03-30 1964-06-11 Montecatini Socictä Generale per rindustria Mineraria e Chimica, Mailand (Italien) Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd sehr hoher Reinheit.
DE1173886B (de) * 1962-06-18 1964-07-16 Leuna Werke Iawalter Ulbrichti Verfahren zur Abtrennung und Rueckgewinnung von Formaldehyd aus Formaldehyd-Wasser-dampf-Gemischen mit geringer Formaldehyd-konzentration

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE405636C (de) * 1923-01-11 1924-11-04 Basf Ag Verfahren zur Gewinnung von Fettsaeuren

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DE1159420B (de) * 1961-04-18 1963-12-19 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von reinem Formaldehyd
DE1173886B (de) * 1962-06-18 1964-07-16 Leuna Werke Iawalter Ulbrichti Verfahren zur Abtrennung und Rueckgewinnung von Formaldehyd aus Formaldehyd-Wasser-dampf-Gemischen mit geringer Formaldehyd-konzentration

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