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DE872506C - Empfangsanordnung fuer Einfachstrom-Wechselstrom-Telegraphiesysteme - Google Patents

Empfangsanordnung fuer Einfachstrom-Wechselstrom-Telegraphiesysteme

Info

Publication number
DE872506C
DE872506C DEA7845D DEA0007845D DE872506C DE 872506 C DE872506 C DE 872506C DE A7845 D DEA7845 D DE A7845D DE A0007845 D DEA0007845 D DE A0007845D DE 872506 C DE872506 C DE 872506C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
receiving arrangement
frequency
current
arrangement according
characters
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA7845D
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Dipl-Ing Kleinschnitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA7845D priority Critical patent/DE872506C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE872506C publication Critical patent/DE872506C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L27/00Modulated-carrier systems
    • H04L27/02Amplitude-modulated carrier systems, e.g. using on-off keying; Single sideband or vestigial sideband modulation
    • H04L27/06Demodulator circuits; Receiver circuits

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Noise Elimination (AREA)

Description

  • Empfangsanordnung für Einfachstrom-Wechselstrom-Telegraphiesysteme Bei den bekannten Wechselstrom-Telegraphiesystemen, die nach dem Einfachstromprinzip arbeiten, besitzen die auf den Empfänger gelangenden Zeichen infolge der Einschwingzeit der zur Trennung der einzelnen Kanäle sende- und empfangsseitig benötigten Filter nicht mehr die vom Senderelais erzeugte Rechteckform, sondern haben etwa sinusförmige Gestalt. Eine solche Impulsform ist jedoch unerwünscht, da sie die Möglichkeit zum Entstehen von Zeichenverzerrungen in sich trägt; und zwar treten Verzerrungen sowohl bei Pegeländerungen auf, da diese eine Änderung der Flankensteilheit des Zeichens zur Folge haben, als auch durch Störfrequenzen, die zeitlich in den Ein- oder Ausschwingvorgang eines Zeichens fallen.
  • Zur Verminderung dieser Störungsempfindlichkeit der Einfachstrom-Wechselstrom-Telegraphie ist es bekannt, den Abstand der einzelnen Kanäle voneinander zu vergrößern, wodurch Filter größerer Bandbreite und geringerer Steilheit verwendet werden können, was zur Folge hat, daß die Einschwingzeit der Zeichen kürzer und damit ihre Flankensteilheit größer wird, d. h. daß die Zeichen der idealen Rechteckform angenähert werden. Dieses Verfahren hat den großen Nachteil, daß die erstrebte Verminderung der Zeichenverzerrungen nur auf Kosten der Kanalzahl erreicht wird. Man hat auch versucht, den Einfluß des Störpegels auf den Empfänger durch komplizierte Pegel.-regelungseinrichtungen und Einrichtungen zur Änderung der Empfängerempfindlichkeit zu beseitigen. Diese Einrichtungen erfordern jedoch einen sehr hohen Aufwand. Außerdem sind sie nicht geeignet, alle Ursachen für Zeichenverzerrungen zu erfassen. Bei einer anderen bekannten Einrichtung wird das Wirksamwerden von Störimpulsen dadurch verhindert, daß für die Störimpulse im Empfänger ein zweiter Empfangskanal vorgesehen ist, der im Hinblick darauf, daß Störimpulse jeweils ein ganzes Frequenzspektrum enthalten, auf eine der Zeichenfrequenz benachbarte Frequenz abgestimmt ist. Die in diesem Kanal angeordneten und nur auf die Störfrequenzen ansprechenden Empfangsmittel dienen dann dazu, die im Nutzkanal auftretenden Störfrequenzen zu kompensieren. Abgesehen davon; daß' diese Einrichtung einen hohen Aufwand erfordert, wird die Störbefreiung auch wieder nur auf Kosten der Kanalzahl erreicht.
  • Der Erfindung liegt die Aufgäbe zugrunde,. eine möglichst wenig störungsanfällige und pegelabhängige Empfangseinrichtung für Einfachstrom-Wechselstrom-Telegraphiesysteme zu schaffen, und zwar durch Bildung von praktisch rechteckfärmigen Zeichen auf der Empfangsseite,- ohne .daB dabei. die für einen gegebenen Frequenzbereich mögliche Höchstzahl von Übertragungskanälen' vermindert wird. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst., daß im Empfänger die ankommenden etwa sinusförmigen Zeichen in einem Amplitudenbegrenzer oder Regelverstärker in praktisch rechteckförmige Stromzeichen umgewandelt werden und daß die stromlose Zeit zwischen den Zeichen durch Zusetzung eines örtlich erzeugten zweiten Trägers, dessen Frequenz einen größeren Abstand von der Frequenz des Zeichenträgers besitzt und vorzugsweise von höherer Frequenz ist,- im Begrenzer ausgefüllt- wird.
  • Es mag zunächst naheliegend erscheinen, mit Hilfe eines Amplitüdenbegrenzers rechteckförmige Stromzeichen zu bilden, jedoch würde die Anwendung einer solchen Anordnung allein keinen einwandfreien Wechselstrom-Telegraphiebetrieb ermöglichen. Die Beschneidung der sinusförmigen Stromzeichen im Begrenzer erfordert nämlich die Verwendung empfindlicher Empfangseinrichtungen, die in der stromlosen Zeit infolge des zu dieser Zeit erheblich- erhöhten Verstärkungsgrades des praktisch einen übersteuerten Verstärker darstellenden Begrenzers auf etwa einfallende Störströme ohne, weiteres ansprechen würden. Infolgedessen wird gemäß der Erfindung in den Strompausen der Begrenzer erneut durch einen am Empfangsort erzeugten Träger übersteuert, damit der Verstärkungsgrad herabgesetzt und Störströme unwirksam gemacht: Am Ausgang des Amplitudenbegrenzers erhält- man dann Doppelstromzeichen von praktisch Rechteckform, die infolge ihres verhältnismäßig großen Frequenzabstandesmit einfachen Filtern, z. B. Hoch- und Tiefpässen, voneinander getrennt und anschließend demöduliert werden können,` ohne daß diese Filter die Flankensteilheit - der Zeichen beeinträchtigen. Am Ausgang des Demodulators erhält man -daher ebenfalls Doppelstromzeichen mit steiler Flanke, die entweder ein Empfangsrelais steuern oder unmittelbar zur Tastung eines folgenden Übertragungsabschnittes verwendet werden können. Letzteres wird dadurch ermöglicht, daß die aus dem Demodulator gewonnene Leistung infolge der Verwendung von Breitbandfiltern zur Trennung der beiden Frequenzen größer ist als bei den bekannten Einfachstrom-Telegraphiesystemen. Hieraus ergibt sich als weiterer Vorteil der Erfindung, daß eine relaislose Hintereinanderschaltung von Wechselstrom-Telegraphieabschnitten möglich und damit ein wartungsloser Betrieb durchführbar ist. An -Stelle des Amplitudenbegrenzers kann auch ein geeignet ausgebildeter Regelverstärker mit geringer Regelzeitkonstante zur Bildung der Rechteckzeichen verwendet werden. Die Anordnung gemäß der Erfindung ist in gleicher Weise bei Arbeitsstrom- und Ruhestromübertragung anwendbar.
  • Für die Erzeugung und Zusetzung des zweiten Trägers (Fülltones) gibt es verschiedene Möglichkeiten: Erstens kann der Füllton selbstverständlich durch einen besonderen Schwingungserzeuger gebildet werden. Hierdurch wird allerdings der Aufwand für den Empfänger erhöht: Um dies zu vermeiden, kann die Erzeugung des Fülltones gleichzeitig in dem Rohr erfolgen, das die Sendefrequenz für die Übertragung in der Gegenrichtung erzeugt und das in dem gleichen Gehäuse für den Empfänger untergebracht ist. Eine besondere einfache Lösung besteht jedoch darin, daß der Amplitudenbegrenzer selbst durch eine- geeignet ausgebildete Rückkopplung in den stromlosen Zeiten zur Selbsterregung gebracht wird.
  • In dem in der Abbildung dargestellten Ausführungsbeispiel für eine Anordnung gemäß der Erfindung ist von dieser zuletzt genannten Lösung Gebrauch gemacht. Die -von dem Sendegenerator S gelieferte Trägerfrequenz wird in dem hier schematisch als Kontakt angedeuteten Modler SM im Rhythmus der Telegraphiezeichen getastet und über das Sendefilter SF auf die Leitung übertragen. Am Empfangsort wird die Trägerfrequenz über ein Empfangsfilter EZ auf einen Amplitudenbegrenzer i gegeben, der die annähernd sinusförmigen Zeichen durch obere Beschneidung in praktisch rechteckförmige Zeichen umwandelt. Diese Zeichen gelängen über einen Tiefpaß TP auf den Demodulator Bi, in dem sie gleichgerichtet werden, so daß am Ausgang za nahezu - rechteckförmige Stromzeichen positiver Richtung auftreten. Parallel zum. Tiefpaß ist ein Hochpaß HP geschaltet, von dessen Ausgang ein Rückkopplungsweg; der ein Dämpfungsglied 1? enthält, zum Amplitudenbegrenzer gebildet ist. Diese Rückkopplung ist so ausgebildet, daß beim Verschwinden der Trägerfrequenz am Eingang des Amplitudenbegrenzers eine Selbsterregung des Begrenzers eintritt. Der Hochpaß bezweckt dabei, daß die Selbsterregung in einer Frequenz erfolgt, die verhältnismäßig weit von der Frequenz der übertragenen Zeichen entfernt ist und in das Durchlaßgebiet des Hochpasses fällt. Auf diese Weise wird die Strompause zwischen zwei Zeichen durch einen Füllton überbrückt, der nach Durchlaufen des Hochpasses im Demodulator D2 gleichgerichtet wird und am Ausgang Stromimpulse negativer Richtung liefert. Sobald das nächste Telegraphiezeichen auf den Amplitudenbegrenzer gelangt, wird dieser wieder übersteuert, so daß seine Selbsterregung aussetzt und damit der Füllton verschwindet. Dadurch, daß mit Hilfe des Fülltones auf der Empfangsseite aus den aufgenommenen Einfachstromzeichen Döppelstromzeichen gebildet werden, können sich in der stromlosen Zeit einfallende Störströme nicht mehr schädlich auswirken. Der größere Frequenzabstand zwischen Zeichenton und Füllton ermöglicht die Verwendung einfacher Filter, z. B. Hoch- und Tiefpässe, mit kurzer Einschwingzeit und geringer Durchlaßdämpfung, so daß die im Amplitudenbegrenzer gewonnenen Zeichen hoher Flankensteilheit weder in ihrer Form noch in ihrer Amplitude beeinträchtigt werden. Auf diese Weise ist es möglich, die am Ausgang entnommenen Doppelstromzeichen unmittelbar zur Steuerung des Senders für einen nachfolgenden Wechselstrom-Telegraphieabschnitt zu verwenden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Empfangsanordnung für Einfachstrom-Wechselstrom-Telegraphiesysteme, dadurch gekennzeichnet, daß im Empfänger die ankommenden etwa sinusförmigen Zeichen in einem Amplitudenbegrenzer oder Regelverstärker in praktisch rechteckförmige Zeichen umgewandelt werden und daß die stromlose Zeit zwischen zwei Zeichen durch Zusetzung eines örtlich erzeugten zweiten Trägers, dessen Frequenz einen größeren Abstand von der Frequenz des Zeichenträgers besitzt und vorzugsweise von höherer Frequenz ist, im Begrenzer ausgefüllt wird.
  2. 2. Empfangsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Amplitudenbegrenzer gelieferten Stromzeichen verschiedener Frequenz und hoher Flankensteilheit durch Filter kurzer Einschwingzeit und geringer Durchlaßdämpfung, z. B. Hoch- und Tiefpässe, voneinander getrennt und anschließend gleichgerichtet werden.
  3. 3. Empfangsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Träger (Füllton) durch einen besonderen örtlichen Schwingungserzeuger erzeugt wird.
  4. 4.. Empfangsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugung des Fülltones gleichzeitig in dem Rohr erfolgt, das die Sendefrequenz für die Übertragung in der Gegenrichtung erzeugt.
  5. 5. Empfangsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllton dadurch erzeugt wird, daß der Amplitudenbegrenzer durch eine geeignet ausgebildete Rückkopplung in den stromlosen Zeiten zur Selbsterregung gebracht wird.
  6. 6. Empfangsanordnung nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Selbsterregung in der gewünschten Frequenzlage dadurch erreicht wird, daß der Rückkopplungsweg vom Ausgang des dem Füllton zugeordneten Trennfilters hinter dem Begrenzer abgeleitet wird.
  7. 7. Empfangsanordnung nach Anspruch:i bis 6', dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Gleichrichtung gewonnenen Doppelstromzeichen von praktisch Rechteckform unmittelbar zur Steuerung des Senders eines folgenden Wechselstrom-Telegraphieabschnittes dienen.
DEA7845D 1943-10-14 1943-10-14 Empfangsanordnung fuer Einfachstrom-Wechselstrom-Telegraphiesysteme Expired DE872506C (de)

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DEA7845D DE872506C (de) 1943-10-14 1943-10-14 Empfangsanordnung fuer Einfachstrom-Wechselstrom-Telegraphiesysteme

Publications (1)

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DE872506C true DE872506C (de) 1953-04-02

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ID=6921356

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DEA7845D Expired DE872506C (de) 1943-10-14 1943-10-14 Empfangsanordnung fuer Einfachstrom-Wechselstrom-Telegraphiesysteme

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