DE892605C - Elektrisches UEbertragungssystem fuer nichtsinusfoermige Schwingungen mittels Impulskodemodulation - Google Patents
Elektrisches UEbertragungssystem fuer nichtsinusfoermige Schwingungen mittels ImpulskodemodulationInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Übertragungssysteme für nichtsinusförmige Schwingungen, wie
Sprache, Musik, Ton, mechanische Schwingungen und Bildübertragungen, bei denen mit großer Geschwindigkeit
übertragene Kodegruppen verwandt werden, wobei alle Kodegruppen die gleiche Anzahl
von Impulsen enthalten und die Impulse aus zwei verschiedenen Arten bestehen.
Gegenstand der Erfindung ist die Schaffung eines Übertragungssystems, mit dem nichtsinusförmige
Schwingungen mit hoher Wiedergabetreue so übertragen werden können, daß der Rauschabstand
des empfangenen Signals wesentlich größer ist als der Rauschabstand im Übertragungskanal,
wobei die für die Übertragung benötigte Bandbreite gleichzeitig so klein wie möglich' gehalten
wird.
Ein weiterer Gegenstand besteht darin, verbesserte und vereinfachte Methoden und Geräte
zur Übertragung von Signalimpulsen über einen Kanal mit geringem Rauschabstand zu schaffen
und dabei Signale mit großem Rauschabstand zu erzielen.
Insbesondere besteht ein Gegenstand der Erfindung darin, Verfahren, Schaltungen und Geräte zu
schaffen, um über einen vorhandenen Kanal nacheinander Impulsgruppen zu übertragen, welche die
Augenblicksamplituiden der zu übertragenden Schwingung darstellen.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein verbessertes Gerät zur Bestimmung eines Übertragungskodes,
mit dem eine große Anzahl verschiedener Amplitudenwerte ohne komplizierte Zählkreise u. dgl. dargestellt werden können.
■Ein Gegenstand besteht darin, eine Impulsfolge,
die den Augenblickswert der übertragenen Schwingung darstellt, in einen einzigen Impuls zu verwandeln,
dessen Amplitude in jedem Augenblick eine. Funktion der Amplitude der ursprünglichen
Schwingung ist..
' Ein weiterer Gegenstand besteht in der Zusammensetzung der einzelnen Amplitudenwerte, damit am Empfänger im wesentlichen die gleiche ίο Schwingung entsteht, wie sie am Sender gesendet wurde.
' Ein weiterer Gegenstand besteht in der Zusammensetzung der einzelnen Amplitudenwerte, damit am Empfänger im wesentlichen die gleiche ίο Schwingung entsteht, wie sie am Sender gesendet wurde.
Ein Merkmal der Erfindung bezieht sich auf Verfahren und Geräte zur Bestimmung eines elektrischen
Wertes und zur Übertragung einer den Wert kennzeichnenden Impulsfolge.
Ein anderes Merkmal betrifft Verfahren und Geräte zur Herstellung eines elektrischen Wertes,
der ein Maß für die Augenblicksamplitude der zu übertragenden Schwingung ist. Dieser Wert kann
die Form eines Leitwertes besitzen.
Ein weiteres Merkmal bezieht sich auf Verfahren und Geräte zum stufenweisen Aufbau dieses
elektrischen Wertes durch Hinzufügen und Entfernen, wobei der Endwert eine Funktion der zu
übertragenden Schwingung ist.
Ein weiteres Merkmal bezieht sich auf Leitwerte, aus denen durch Hinzufügen und Entfernen
der gewünschte Endwert entsteht.
Ein anderes Merkmal betrifft die Übertragung eines Kode, der angibt, ob ein Leitwert hinzugefügt
oder entfernt wurde.
Ein weiteres Merkmal bezieht sich auf Verfahren und Mittel zum Empfang zur Entschlüsselung
und zur Umsetzung des übertragenen Kodes, so daß zum Schluß eine Schwingung erhalten
wird, die die ursprüngliche Schwingung mit hoher Wiedergabetreue nachbildet.
Andere Merkmale betreffen die Synchronisierung und das Zusammenarbeiten der verschiedenen
Schaltungen und Einrichtungen im Sender und im Empfänger, um das richtige Arbeiten des gesamten
Systems zu gewährleisten.
Erfindungsgemäß ist zunächst eine Einrichtung vorgesehen, die eine Folge von Steuerimpulsen mit
bestimmter zeitlicher Aufeinanderfolge erzeugt. Die Steuerimpulse werden zur Steuerung einer
Kodeeinrichtung verwandt, welche ihrerseits eine Folge von kurzen Impulsen erzeugt, von denen
einige positiv, einige negativ und einige positiv und negativ sind. Ferner ist ein Gerät vorhanden,
das einen elektrischen Wert bestimmt, welcher eine Funktion der Augenblicksamplitude der zu übertragenden
Schwingung ist. Dies Gerät wird ebenfalls durch den Impulsgenerator gesteuert. Bei
jedem Steuerimpuls erzeugt die Kodeeinrichtung eine Folge von Kodeimpulsen. Diese Kodeimpulse
liefern zusammen mit der Einrichtung zur Bestimmung der Augenblicksamplitude einen elektrischen
Wert, dessen Größe von der Amplitude der- zu übertragenden Schwingung zum Zeitpunkt
des Steuerimpulses abhängt. Bei der vorliegenden Erfindung hat der genannte elektrische Wert die
Form einer Dämpfung, die stufenweise verändert wird, indem sie auf den Augenblickswert der
Schwingung einwirkt und indem sie nach einer Dämpfungsveränderung durch den Restwert so
gesteuert wird, daß die nächste Veränderung bestimmt wird. Der elektrische Wert hat die Form
eines Leitwerts, der aus mehreren Leitwerten verschiedener Größe besteht, welche eingefügt oder
entfernt werden, so daß eine Kombination entsteht, deren Leitwert der Amplitude der zu übertragenden
Schwingung zur Zeit des Steuerimpulses entspricht. Der Leitwert wirkt auf die Augenblicksamplitude
so ein, daß sie auf einen Restwert vermindert wird, der nur einen Bruchteil der ursprünglichen
Amplitude darstellt. Der Restwert wird stufenweise geprüft, wobei die Leitwertänderung
immer kleiner wind. Bei jeder Stufe und in gewissen Grenzen wird festgestellt, ob der Restwert
oberhalb oder unterhalb eines bestimmten Bezugspegels liegt. Wenn z. B. der Leitwert nach
einer Änderung so groß ist, daß der Restwert unterhalb des Bezugspegels liegt, wird die letzte
Änderung rückgängig gemacht, wenn der Restwert aber oberhalb des Bezugspegels liegt, bleibt sie,
und die nächstkleinere Änderung wird versuchsweise
vorgenommen. Dieser Vorgang setzt sich fort. Wenn dde Größe des Leitwerts nach der
letzten Änderung einen Restwert der zu übertragenden Schwingung, der kleiner als ein willkürlicher
Bezugspegel ist, ergibt, wird das zuletzt hinzugefügte Leitwertelement entfernt, so daß der
Restwert am oder dicht beim Bezugspegel liegt. Wenn die letzte Änderung einen Restwert oberhal'b
des Bezugspegels ergibt, bleibt der zuletzt hinzugefügte Leitwert eingeschaltet. Die Nachricht,
daß ein hinzugefügter Leitwert in der Schaltung verbleibt, wird dadurch zur Empfangsstation
gegeben, daß kein Signal übertragen wird, während die Nachricht, daß ein hinzugefügter Leitwert
wieder entfernt wird, durch ein Signal übertragen wird. Diese Nachricht wird durch den Zeitpunkt,
zu dem das Signal übertragen wird bzw. nicht übertragen wird, genauer gekennzeichnet. Diese
Art des Vergleichs der Augenblicksamplitude mit dem Leitwert in der 'Schaltung kann stufenweise
so weit getrieben werden, wie es gewünscht wird, und bis die Genauigkeit des amEmpfänger wiedergegebenen
Signals der beabsichtigten Wiedergabetreue gerecht wird.
Nachdem in dieser Weise ein Impulskode hergestellt ist, der die Augenblicksamplitude der zu
übertragenden Schwingung vollständig kennzeichnet, wird dieser Impulskode gesendet. Da die
Augenblicksamplitude. durch die Kombination der Impulse vollständig definiert ist, braucht die
Empfangseinrichtung zunächst nur die Art eines jeden Impulses festzustellen, d.h. ob es ein Ja-
oder ein Nein-Impuls ist. Unter einem Ja-Impuls versteht man einen tatsächlichen elektrischen Impuls,
während ein Nein-Impuls bedeutet, daß tatsächlich kein Impuls übertragen wird. Solange die
empfangenen Impulse so weit über dem Störpegel liegen, daß die Empfangseinrichtung ihre Art
enau feststellen kann, haben Ursprung und Form
der Impulse und andere Verzerrungen auf dem Übertragungsweg einschließlich etwaiger Verstärker
keinen oder nur geringen 'Einfluß, da Rauschen und Verzerrungen die Kodekombination
nicht verändern. In der Empfangsstation sind ein Impulsgenerator, eine Kodeeinrichtung und eiin
System aus einzufügenden bzw. nicht einzufügenden Leitwerten vorgesehen, die den Elementen in
der Sendestation entsprechen. Außerdem ist in der
ίο Empfangsstation ein Entschlüsselungsgerät vorhanden,
in dem die empfangenen Impulse dazu verwandt werden, einen elektrischen Wert zu erzeugen,
der nach Richtung und Größe dem Wert der Augenblicksamplitude der zu übertragenden
Schwingung in der Sendestation entspricht. Die zu übertragende Schwingung wird in der Empfangsstation
aus den aufeinanderfolgenden Augenblicksamplituden wiederhergestellt.
Die Erfindung wird sowohl bezüglich ihres Aufbaus als auch ihrer Arbeitsweise ebenso wie ihre
weiteren Aufgaben und Merkmale an Hand der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnungen
leichter verständlich werden.
Fig. ι und 2 zeigen in Blockdarstellung die Bestandteile
eines Ausführungsbeispiels eines Nachrichtensystems gemäß der Erfindung und die Art
ihres Zusammenwirkens;
Fig. 3 und 4 stellen die Art der Impulse eines solchen Systems und den Zeitpunkt ihres Auftretens
dar;
Fig. 5 erklärt das Verfahren und die Geräte, die zur Messung und zur Bestimmung der Augenblicksamplitude
einer nichtsinusförmigen Schwingung verwandt werden;
Fig. 8 bis 13 geben die Einzelheiten der verschiedenen
Schaltungen und Einrichtungen eines Ausführungsbeispiels der Erfindung wieder, wenn
man sie in der in Fig. 6 und 7 dargestellten Weise aneinanderlegt;
Fig. 14 zeigt, wie ein Teil der Fig. 9 und 10 abgeändert
werden kann.
In Fig. ι sei S eine Quelle für Modulationssignale, die eine nichtsinusförmige Schwingung
darstellen, z. B. eine Sprach-, Ton-, Telegrafie-, 45 oder Bildfunkschwingung, von der ein kleiner Teil
durch die Kurve 301 in Fig. 3 wiedergegeben ist. Es sei bemerkt, daß die Kurve 301 zur Erläuterung
nur eine sehr vereinfachte Darstellung eines wirklichen Teiles einer solchen Schwingung gibt. Eine
Verschlüsselungseinrichtung oder Modulatur sendet eine Folge von Signalen aus, die zu den Zeiten tm,
tm + 1, tm + 2 usw. aufeinanderfolgen, und die bei dem
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung den gleichen Zeitabstand T haben, wie in Fig. 3 oben
· angegeben ist. Die Zeitabstände T hängen von der höchsten in der zu übertragenden Schwingung vorkommenden
Frequenz ab. Die Frequenz der Zeitabstände ist gewöhnlich wenigstens doppelt so groß
wie die höchste Frequenz der Schwingung. Wenn die Schwingung z. B. eine höchste Frequenz von
4000 Hz enthält, beträgt der Zeitabstand etwa 125 μ$ oder weniger. Jede Folge von Signalen besteht
aus einer Impulsgruppe, die η + ι Kodeimpulse
vom Ja-Nein-Typ enthält, wobei η irgendeine positive ganze Zahl sein kann. Solche Kodeimpulse
unterscheiden nur zwischen zwei Zuständen, die mit Ja und Nein bezeichnet werden.
Diese können zeitliche Zustände, Frequenz- oder Amplitudenzustände1 sein. Bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind es Amplitudenzustände, wobei die Übertragung eines Impulses einen Ja-Impuls
darstellt, während das Nichtvoriiandensein eines Impulses einen Nein-Impuls bedeutet. Bei der
Erfindung wird das erste Signal der Kodeimpulsgruppe dazu verwendet, um die Polarität zur Zeit
der Bestimmung der Augenblicksamplitude der Schwingung zu identifizieren, wobei ein Ja-Impuls
bzw. ein Impuls mit einer endlichen Amplitude negative Polarität und ein Nein-Impuls bzw. ein
Impuls mit der Amplitude Null positive Polarität angibt. Die folgenden w-Signale der Kodeimpulsgruppe
beschreiben die Größe der Schwingung 51 zu der Zeit, in der die Augenblicksamplitude der
Schwingung bestimmt wurde. Diese »-Impulse werden jedoch nach dem Zeitpunkt der Bestimmung
der Augenblicksamplitude und in nacheinanderfolgenden Zeiten während des Zeitabschnitts T bis
zum ersten Impuls der nächsten Folge von Signalkodeimpulsen übertragen. Diese »-Signale können
so beschaffen und zusammengestellt sein, daß sie eine große Anzahl von. verschiedenen Amplituden
darstellen (vorteilhafterweise als binäres System, wie es hier als Beispiel beschrieben ist). Wenn
acht Impulse in jeder Kodegruppe verwendet werden, können während des Zeitabschnitts T zwischen
aufeinanderfolgenden Bestimmungen der Augenblicksamplitude insgesamt 256 verschiedene Kombinationen
von Ja- und Nein-Signalen gesendet werden. Es sei angenommen, daß in dem Zeitabschnitt
T1 der auf fm + 3 in Fig. 3 folgt, die übertragene
Kombination ja-ja-ja-nein-ja-nein-ja-nein lautet. Das erste Ja-Signal dieses Beispiels überträgt
die Nachricht, daß 61 zur Zeit tm+s negative
Polarität hat. Die anderen Signale übertragen die Nachricht, daß die Amplitude von 5" zur Zeit tm + 3
2i Einheiten über dem festgelegten Bezugspegel liegt, wenn man die Leitwertstufen G1 bis G7 so
annimmt, wie sie in der nachstehenden Tabelle angegeben sind (G3-I-G5-I-G7 = 16+4+1 Einheit).
Ein besonderes Mittel zur Erzielung solcher Signalfolgen ist in Blockform in Fig. 1 dargestellt.
Zunächst wird die Gesamtwirkungsweise beschrieben und danach die Beschaffenheit der einzelnen
Teile.
Wenn auch die beschriebenen Funktionen ohne Frequenzwandlung durchgeführt werden können,
so werden doch die Grundprobleme dadurch vereinfacht, daß das Modulationssignal ,S" zuerst dem
Gegentaktmodulator I in Fig. 1 zugeführt werden, . der gleichzeitig an dem Oszillator II liegt. Dieser
liefert eine Frequenz /0, die hoch im Vergleich zu
den im Signal S vorkommenden Frequenzen ist. Zu dem Zeitpunkt, zu dem die Augenblicksamplitude
S bestimmt werden soll, z. B. zur Zeit tm
in Fig. 3, wird ein Impuls, der als JW-Impuls bezeichnet
werden soll, vom Impulsgenerator VI auf
den Gegentaktmodulator I übertragen. Während des Zeitabschnitts T zwischen tm und tm+v bis ein
weiterer iW-Impuls zum Modulator I gelangt, hat
der Modulatorausgangsstrom Im die Frequenz ^0
und eine Amplitude, die dem Momentanwert von S zur Zeit tm proportional ist. Er ist positiv, wenn »S*
bei tm positiv ist (s. 302 und 303 in Fig. 3), und
negativ, wenn 5" bei tm negativ ist. Bei tm+1 wird
eine weitere Augenblicksamplitude der Schwingung bestimmt. Im nächsten Zeitabschnitt T besitzt der
Modulatorausgang dieselbe Frequenz, jedoch eine neue Amplitude, z. B. 3O21 und 3O3x in Fig. 3. In
Fig. 3 zeigt die Linie 302 die Spannung an einem Kondensator, der später beschrieben wird, und die
Linie 303 die Schwingungen mit der Frequenz f0,
die zu den aufeinanderfolgenden Augenblicksamplituden von 5" gehören. Es sei bemerkt, daß,
wenn 5" negativ wird, z. B. bei tm+3 in Fig. 3, Linie
3O23, -dies durch eine Umkehr der Phase des mit
der Frequenz /0 modulierten Stroms wiedergegeben
wird, wie die Linie 3033 zeigt.
Der Strom Im geht zu einem Homodyndetektor IV,
zu dom die Leitwerteinrichtungen III gehören, welche aus den Leitwerten G1, G2... Gn bestehen,
wie im einzelnen in Fig. 9 dargestellt ist. Der Oszillator II gibt ebenfalls Leistung an den
Detektor IV ab. Am Ausgang des Detektors IV erhält man eine Spannung oder einen Strom, der mit
steigendem 6" steigt, der negativ ist, wenn 5" negativ
ist, und der positiv ist, wenn S positiv ist. Jedoch muß dieser Ausgang nicht proportional zu S sein.
Der Ausgang des Detektors IV geht zu einem Polaritäts- und Amplitudendetektor V. Dieser dient
zwei Zwecken: 1. Nachdem ein M-Impuls zu der
Zeit, zu der eine Augenblicksamplitude bestimmt wird, z. B. bei tm, zum Modulator I gelangt, und
nachdem ein Rückstellimpuls, der später beschrieben wird, alle Leitwerte von III auf ein Minimum
bringt, geht ein Impuls an V. Wenn die Polarität zu einem solchen Zeitpunkt negativ ist, wird vom
Detektor V an den Sender VII ein Impuls gegeben. Hierdurch wird der Sender veranlaßt, vorzugsweise
in Verbindung mit einem Impuls vom Impulsgenerator VI, ein Ja-Signal abzugeben.
Wenn die Polarität von 6" zu einem solchen Zeitpunkt
positiv ist, gibt der Detektor V keinen Impuls an den Sender VII, so daß dieser kein Signal
aussendet, was Nein bedeutet, oder ein Impuls des Generators VI veranlaßt den Sender VII zur Abgäbe
eines Nein-Signals. 2. Der Detektor II dient zur Messung des Ausgangs des Homodyndetektors W
und zur entsprechenden Steuerung der Leitwerke III, wie später im einzelnen beschrieben
wird.
Die Leitwerte G1, G2... Gn werden elektrisch
gesteuert und besitzen Ja- und Nein-Zustände, entsprechend den Ziffern und Einheiten der binären '
Zahlen, die den Pegel von 61 zum Zeitpunkt der
Augenblicksamplitude in bezug auf einen willkürliehen Pegel darstellen. So ist bei dem obigen Beispiel
mit ι + η = 8 der gesamte Leitwert durch
sieben Einheiten beschrieben. Wenn die verschiedenen Leitwerte eingefügt oder entfernt werden,
wird der Gesamtleitwert um die nachstehend aufgeführten Beträge verändert.
Änderung durch G1 64 G0
- G2 32G0
- G3 16G0
-G1. 8Gn
-G1. 8Gn
- G7 G0
wobei der Leitwert G0 verhältnismäßig groß im
Vergleich zum kleinsten Leitwerk Gm des Kreises ist, d. h. Gm <^ G0. Sonst geht der gesamte Leitwertbereich
von G0 bis 127 G0 in Stufen von G0. Das
ergibt einen Bereich von etwa 42 Dezibel in bezug auf die niedrigste Stufe. Die Leitwerte G1... Gn
sind durch die Steuerkreise (C1, C2 ... Cn in Fig. 9)
elektrisch gesteuert, welche beschickt werden a) vom Impulsgenerator VI und b) von der Amplitude
des Polaritäts- und Amplitudendetektors V. In Fig. 4 sind die Art dieser Impulse und der Zeitpunkt
ihres Auftretens dargestellt. Die Figur zeigt den Zeitabschnitt T zwischen den Augenblicksamplitudenimpulsen
bzw. die Zeit, die für einen Arbeitszyklus erforderlich ist, in zeitlicher Dehnung.
Es ist der zweite Zeitabschnitt der Fig. 3 dargestellt. Der negative Teil des Af-Impulses setzt
den Modulator I still, und der unmittelbar folgende positive Teil greift die Augenblicksamplitude der
Schwingung ab. Gleichzeitig versetzt der anfängliche negative Impuls, der bei jeder der Linien 1
bis η dargestellt ist, alle Leitwerte in den Zustand mit kleinstem Leitwert. Inzwischen arbeitet die
Augenblicksamplitude der Schwingung auf den Homodyndetektor IV.
Somit versetzt ein" Rückstellimpuls alle Leitwerte
bei tm + 1 in den Zustand mit kleinstem Leitwert.
Dann gelangt ein Polaritätsimpuls P an den Polaritäts- und Amplitudendetektor V, so daß die
Polarität von 5 bei tm+1 durch den Sender VII
übertragen wird. Daraufhin wird ein positiver Impuls zu dem Zeitpunkt, der auf der Linie 1 der
Fig. 4 angegeben ist, an den Leitwert G1 angelegt. Hierdurch wird der Gesamtleitwert durch Einschaltung
von 64 G0 geändert. Unmittelbar danach wird ein negativer Impuls an den Leitwert G1 angelegt.
Wenn nach der Einschaltung des Leitwerts G1 die übrigbleibende Amplitude am Ausgang des
Homodyndetektors IV trotz des verminderten Stroms am Eingang des Detektors noch oberhalb
des Bezugspegels liegt, ändert sich der Zustand von G1 nicht, und der Leitwert bleibt eingeschaltet. Es
geht kein Impuls zum Sender VII, so daß entweder kein Signal gesandt wird, was Nein bedeutet, oder
eä wird ein bestimmtes Nein-Signal durch einen vom Impulsgenerator VI ausgehenden Impuls ausgesandt.
Wenn jedoch nach Einschaltung des Leitwerts G1 die Amplitude" unter den Bezugspegel
fällt, wird der Leitwert durch den an ihn angelegten negativen Impuls entfernt. Gleichzeitig geht ein
Impuls zum Sender VII. Hierdurch wird der Sender veranlaßt, mit oder ohne einen Impuls vom
Impulsgenerator VI, jedoch vorzugsweise mit einem
Impuls, ein Ja-Signal auszusenden. Danach werden in den Kanälen 2 ... η positive und negative Impulse
nacheinander an die Leitwerte G2... Gn angelegt,
wobei entweder diese Leitwertstufen ein-S geschaltet und Nein-Signale übertragen werden,
oder die Leitwertstufen eingeschaltet und anschließend entfernt werden und ein Ja-Signal übertragen
wird. Nachdem η + ι-Signale zur Festlegung
der Polarität und Augenblicksamplitude von
ίο S ausgesandt sind, gibt der Impulsgenerator VI
einen Rückstellimpuls an die Leitwerte, so daß sie sämtlich in den Zustand mit kleinstem Leitwert gebracht
werden. Dieser Impuls bewirkt die Aussendung eines Markier- oder Synchronisiersignals
vom Sender, womit das Ende eines Zeitabschnitts und der Beginn des folgenden angezeigt wird. Der
Impuls ist gleichzeitig der negative Impuls, der an den Modulator I angelegt wird.
Zur Beschreibung des Systems ist es zweokmäßig, auf weitere Einzelheiten der Fig. 3 und 4
hinzuweisen, welche die Form und den zeitlichen Abstand der vom Impulsgenerator VI zu liefernden
Impulse darstellen. Oben in Fig. 3 ist eine Folge von Impulsen gezeichnet, die über den Kanal M an
den Modulator I gehen, ferner ein Amplitudenstück 302 der Schwingung 301 in dem Augenblick,
wenn ein Modulatorimpuls auftritt. Mit Hilfe der elektrischen Schaltelemente veranlaßt das Amplitudenstück
den Modulator zur Abgabe eines Stroms Iα mit der Frequenz /0 und der Amplitude
von 6* zu der Zeit, zu der die Augenblicksamplitude bestimmt wurde, so lange, bis abermals
ein Impuls auftritt.
Dies ist auf der zweiten und dritten Linie 302 und 303 in Fig. 3 dargestellt. Ein Polaritätsimpuls, der zum Polaritäts- und Amplitudendetektor
V geht, kommt um einen Augenblick später. Auf diesen Impuls folgen die Impulse in den
Kanälen 1, 2 ... n, welche auf die Leitwerte G1,
G2... Gn einwirken. Außerdem kann ein Impulskanal
T zum Sender notwendig sein, wie in. Fig. 8,
9 und 10 gezeigt, nämlich wenn die Nein-Signale übertragen werden und nicht nur durch Weglassen
der Signale entstehen. Alles dies ist in Fig. 4 dargestellt, die, wie bereits gesagt, einen Arbeitszyklus
in zeitlicher Dehnung, beginnend bei tm+1,
zeigt. Zur Zeit des M-Impulses erhalten die
Kanäle 1 bis η starke negative Impulse vom
Impulsgenerator VI, wobei die Leitwerte in den Zustand geringsten Leitwerts gebracht werden.
Dann erhält der Polaritäts- und Amplitudendetektor einen Impuls P. Dieser gibt einen Impuls
zum Sender VII, wenn die Polarität der Augenblicksamplitude der Schwingung negativ ist, und ein
Ja-Signal geht vom Sender zur Empfangsstation.
Wenn die Polarität positiv ist, geht kein Impuls zum 'Sender, und ein Nein-Signal geht vom Sender
zur Empfangsstation.
Die w-Steuerkanäle erhalten nacheinander Impulse,
und zwar erst einen positiven und dann einen negativen. Der positive Impuls schaltet Leitwert ein,
der negative entfernt Leitwert, wenn der gedämpfte Ausgang des Homodyndetektors IV unter den
Bezugspegel abgefallen ist und dabei ein Ja-Signal aussendet, sonst bleiben die Leitwerte eingeschaltet,
und es entsteht ein Nein-Signal. Wie in den Fig. 8, 9 und io· dargestellt, gehen über den
Kanal T immer Impulse zum Sender, gleichgültig ob ein Ja-, Nein- oder Markier- bzw. Synchronisiersignal
gesendet werden soll. Diese Impulse ergeben von sich aus ein Nein-Signal im Sender, zusammen
mit Impulsen von den Leitwerten G1... Gn
oder vom Polaritäts- und Amplitudendetektor V ergeben sie jedoch ein Ja-Signal.
Die Erläuterung der' Sendestation des erfindungsgemäßen
Systems wird nun an Hand der Fig. 8, 9 und 10 durchgeführt, in denen die verschiedenen
Blockbestandteile mit den gleichen römischen Ziffern wie in Fig. 1 bezeichnet sind. Die
zu übertragende nichtsinusförmige Schwingung wird einem Gegentaktmodulatorsystem I zugeführt.
Diese Schwingung kann über eine geeignete Abschlußeinrichtung 806 irgendeiner geeigneten
Quelle herkommen, z. B. von einem Mikrofon 805. Sie wird dann periodisch unterteilt und einem Verfahren
unterworfen, das nun mit weiteren Einzelheiten beschrieben werden soll.
Impulsgenerator VI
Es wird vorteilhaft sein, nunmehr das Impulserzeugungssystem
VI zu beschreiben, das in einer Form in Fig. 10 im einzelnen dargestellt ist. Das
erste Steuerelement dieses Teiles des Gesamtsystems ist ein Kippschwingungsoszillator mit
einer gasgefüllten Röhre 1010. Dieser Kippschwingungsoszillator
ist bekannt. Er enthält einen Widerstand 10111 zur Aufladung eines Kondensators
1012 von der Batterie 1013. Wenn man annimmt,
daß der Kondensator zu Beginn entladen ist, so wird er beim Schließen des Kreises aufgeladen,
wobei die Zeit der Aufladung durch den Widerstand ion bestimmt wird. Wenn das Potential
des Kondensators und damit der Anode der Röhre 1010 bis zur Zündspannung angestiegen ist,
wird der Kondensator plötzlich über die Röhre 1010 und den Widerstand 1014 entladen. Die Dauer
der Entladung ist kurz. Es entsteht ein steiler positiver Impuls am Widerstand 1014. Die Dauer
dieses Impulses und die zeitliche Aufeinanderfolge der Impulse können durch die Schaltelemente des no
Kreises geregelt werden, und zwar insbesondere durch den. großen Widerstand ion, den Kondensator
1012, die Batterie 1013 und den Widerstand
10114, sowie durch die Gitterspannung der Röhre
1010, die durch das Potentiometer 1015 eingestellt
werden kann. An dieser Stelle kann auch jede andere Art von Kippschaltung verwendet werden,
jedoch ist die dargestellte einfach und ausreichend.
Der positive Impuls am Widerstand 1014 wird
verwendet, um die Aussendung von Impulsen an verschiedene Teile der Schaltung zu steuern. Dies
geschieht, indem ein Verzögerungskreis 1016, der aus gleichartigen Induktivitäten und Kapazitäten
in Kettenleiteranordnung besteht, an den Widerstand 1014 angeschlossen wird. Der positive Impuls
geht durch das Netzwerk hindurch, wobei die
Zeiten, zu 'denen der Impuls in den einzelnen Kettengliedern ankommt, gleichmäßige Abstände
besitzen. Es ergeben sich entsprechende positive Impulse in den Kanälen i, 2 ... n, deren Zweck
noch beschrieben werden soll. Das Verzögerungsnetzwerk ist durch die Belastung 104.01 abgeschlossen,
die einen solchen Wert hat, daß reflektierte Impulse nicht auftreten. Die Schaltelemente
des Kippschwingungsoszillators können so bemessen werden, daß am Widerstand 1014 Impulse
mit jeder gewünschten Frequenz entstehen. Für die vorliegende Erfindung benutzt man vorzugsweise
eine Frequenz, die höher ist als die höchste Frequenz, die in der zu übertragenden
nichtsinusförmigen Schwingung vorkommt. Wenn es sich z. B. um Sprachschwingungen handelt und
alle Frequenzen bis 4000 Hz übertragen werden sollen, so sollen wenigstens zwei Augenblicksamplituden je Periode dieser höchsten Frequenz bestimmt
werden. Ein geeigneter Wert für die Kippfrequenz ist daher 8000 Hz, jedoch können auch
höhere Werte verwendet werden.
Mit Hilfe des Verzögerungskreises 1016 stehen
an den Anschlüssen der Kettenglieder positive Impulse zur Verfügung, die dem Impuls an 1014
gleich sind und die voneinander einen zeitlichen Abstand haben, der durch die Schaltelemente der
gleichartigen Kettenglieder bestimmt ist. Zur Zeit tm, wenn der Impuls am Widerstand 1014 entsteht,
wird er unmittelbar zur Röhre 1020 übertragen.
Von da aus geht er als M- oder Augenblicksamplitudenimpuls gemäß Fig. 3 und 4 zum
Modulator I, wobei er positive und negative Teile aufweist, die durch den Transformator 1019
hervorgebracht werden. Die Funktion dieses Impulses wird weiter unten beschrieben. Einen Zeitabschnitt
später hat der von 1014 ausgehende Impuls den Punkt P am ersten Glied des Verzögerungskreises
1016 erreicht. Nun wird er als P-Impuls bezeichnet. Dieser P-Impuls geht zum
Gitter der Röhre 1021, wobei ein positiver Impuls
am Widerstand 1022 entsteht, der zum Polaritätsund Amplitudendetektor V übertragen wird, wo er
als positiver Impuls von der Form und zu dem Zeitpunkt erscheint, wie es durch die Linie P in
Fig. 4 dargestellt ist. In aufeinanderfolgenden Zeitabständen kommt der von 1014 ausgehende
positive Impuls M an den Punkten 1, 2 ... η der
Glieder des Verzögerungskreises 1016 an. Diese
Impulse werden auf die Gitter der Röhren 1081,
1082, 1083 usw. übertragen. Jeder Impuls wird auf seinem weiteren Weg in einen positiven.und negativen
Impuls verwandelt, wie sie auf den Linien 1, 2 ... η in Fig. 4 dargestellt sind, dessen Art und
Zweck weiter unten beschrieben wird.
Zusätzlich zu diesen Impulsen soll eine Gruppe von Impulsen entsprechend den obigen. M-, P- und
i, 2 ... w-Impulsen zum Sender VIt übertragen
werden. Diese Impulse seien mit T-Impulse bezeichnet.
Sie sind auf der unteren Linie in Fig. 4 dargestellt. Es sei bemerkt, daß der erste Impuls
dieser Gruppe, der dem M-Impuls entspricht,
länger ist und eine größere Amplitude besitzt als die nachfolgenden. Der Grund hierfür wird später
klar werden. Der erste Impuls kann z. B. doppelt so lang und doppelt so hoch wie die nachfolgenden
sein. Für die Bildung der Γ-Impulse sind die
Röhren 1024 bis 1029 vorgesehen. Auf das Gitter
der Röhre 1024 gelangt unmittelbar der M-Impuls.
Im Kathodenkreis liegt eine Parallelschaltung aus dem Widerstand 1031 und dem Kondensator 1032.
Am Widerstand 1031 entsteht ein positiver Impuls,
dessen Dauer normalerweise die gleiche wie die des M-Impulses wäre. Jedoch wird dieser Impuls
durch den Kondensator 1032 verlängert, wobei der Kondensator so gewählt wird, daß die
Impulsdauer etwa verdoppelt wird. Der positive Impuls an 1031 geht zum Gitter der Röhre 1025,
deren Kathodenkreis den Widerstand 1030 enthält. Von hier aus wird ein positive^Impuls von doppelter
Länge des M-Impulses im Zeitpunkt des Auftretens des M-Impulses am Verzögerungskreis
1016 über den T-Kanal zum Sender übertragen.
Die relative Größe dieses Impulses kann durch Einstellung des vor dem Verzögerungskreis liegenden
Widerstands 1017 geregelt werden. Wenn der positive Impuls von 1014 nacheinander die
Punkte P, 1, 2 ... η des Verzögerungskreises 1016
erreicht, erhalten die Gitter der Röhren 1026 bis 1029· Impulse, so daß positive Impulse am für
alle Röhren 1025 bis 1029 gemeinsamen Kathodenwiderstand
10130 entstehen. Auf diese Weise wird die gewünschte Folge von positiven Impulsen an
den Sender VII gegeben, wie sie auf der unteren Linie in Fig. 4 dargestellt ist. Um diese Impulse
mit der übrigen Einrichtung zu synchronisieren, können erforderlichenfalls Verzögerungskreise eingeschaltet
werden. Ein solcher Kreis 1050 ist im T-Kanal dargestellt.
Entsprechend den M- und P-Impulsen macht
man die Anzahl der Glieder des Verzögerungskreises 1016 gewöhnlich gleich der Anzahl der
Ziffern, die zum Aufbau des von VII ausgesandten Amplitudenkodes erforderlich sind. Wenn η Ziffern
vorhanden sein sollen, ist die Anzahl der durch Permutation von Ja- und Nein-Signalen entstehenden
möglichen Koden 2". Wenn die Anzahl der Ziffern des. Kode sieben beträgt, sind 128 Kombinationen
möglich, so daß das System in der Lage ist, zwischen 128 verschiedenen Amplitudenwerten
zu unterscheiden.
Mit dem Leiter 1 des Verzögerungskreises 1016
und der Röhre 1081 ist ein Kreis verbunden, der aus der Röhre 1061 und dem Transformator 1071
besteht. Die Röhre 1061 ist als Doppeltriode dargestellt.
Das Gitter des linken Systems dieser Röhre erhält zur Zeit tm einen verhältnismäßig ,
großen positiven Impuls, der an der Anode einen negativen Impuls zur Folge hat. Dieser negative
Impuls wird über den Transformator 1071 als
negativer Impuls zur Steuerung des entsprechenden Leitwertes G1 in Fig. 9 übertragen und dient dazu,
diesen Leitwert in den Zustand mit geringstem Leitwerk zu versetzen, wie weiter unten beschrieben
wird. Kurz danach kommt über den Leiter 1 ein positiver Impuls an der Röhre 1081 an,
der umgedreht wird und als negativer Impuls am Gitter des rechten Systems der Röhre io6i erscheint.
Nun enthält der Belastungskreis der Röhre 1081 die Induktivität 1091. Durch diese
Induktivität wird erreicht, daß dem an der Anode 1081 erzeugten negativen Impuls unmittelbar ein
positiver Impuls folgt, so daß der am Gitter des rechten Systems von 1061 ankommende
Impuls ein negativ-positiver Impuls ist. Dieser Impuls wird seinerseits durch das rechte
System der Röhre 1061 in einen positiv-negativen Impuls verwandelt, der über den Transformator
1071 zum Steuerkreis des Leitwerts G1 übertragen
wird. Die Form dieses negativ-positiven Impulses und der Zeitpunkt seines Auftretens ist
auf der Linie 1 der Fig. 4 dargestellt. Ein gleicher Kreis ist mit jedem der Leiter 2, 3 ... η verbunden,
um zur Zeit des M-Impulses einen verhältnismäßig
großen negativen Impuls an den entsprechenden Leitwertsteuerkreis zu göben, wobei der Leitwert
in den Zustand seines geringsten Wertes versetzt wird, ferner um zu einem späteren Zeitpunkt einen
positiv-negativen Impuls an die Steuereinrichtungen der entsprechenden Leitwerte zu übertragen,
und zwar in der Art und zu der Zeit, wie es durch die Linien 2 bis η in Füg. 4 dargestellt ist.
In den bisher beschriebenen Röhrenkreisen sind
verschiedene elektrische Schaltelemente verwendet.
So liegen parallel zu den Primärwicklungen der Transformatoren 1071, 1072, 1073 usw. die Widerstände
rv r2 und r3. Solche Widerstände werden
auch bei den Primärwicklungen anderer Transformatoren dieser Einrichtung verwendet. Sie
dienen zur Versteilerung der durch die Transformatoren übertragenen Impulse und haben einen
entsprechenden Wert. Ferner dienen sie zur Unterdrückung der Differenzierungswirkung, so daß die
Entstehung eines zusätzlichen umgekehrten Impulses verhindert wird. Alle anderen Schaltelemente
haben einen dem Fachmann bekannten Zweck und brauchen nicht weiter beschrieben zu
werden.
Modulator I
Nunmehr soll die Modulatorschaltung I, die in Fig. 8 dargestellt ist, beschrieben werden. Zur
Primärwicklung des Transformators 810 gelangt eine nichtsinusförmige Schwingung, die aus zahlreichen
Frequenzen besteht, deren höchste im vorliegenden Falle mit 4000 Hz angenommen ist. Zur
Zeit tm kommt ein positiver Impuls am Gitter der
Röhre 1020 (Fig. 10) an, wird durch den Transformator
1019 umgewandelt und gelangt als negativ-positiver Impuls zu den Anoden und
Kathoden der Dioden 811 und 812 (Fig. 8). Durch den negativen Impuls entsteht ein Strom in der
Röhre 812, der den Kondensator 814 entlädt. Wenn unmittelbar danach der positive Impuls zu den
Dioden gelangt, entsteht ein Strom in der Röhre 811, der den Kondensator auf ein bestimmtes
Potential auflädt. Dies Potential ist gleich dem positiven Impuls, vermehrt um die Amplitude der
Schwingung zu der Zeit, zu der die Augenblicksamplitude bestimmt wurde, und vermindert um
eine konstante Vorspannung, die durch die Batterie 816 bestimmt ist. Das Gitter der Röhre 8201 bleibt
auf diesem Potential, das um eine Vorspannung von der Batterie 821 vermindert ist, bis zur
Zeit tm + 1 ein weiterer Impuls ankommt. Die Ausgangsspannung
der Verstärkerröhre 820 erscheint am- Widerstand 825 und steuert einen üblichen
Gegentaktmodulator irgendeiner Art. In dem bier dargestellten Beispiel enthält dieser zwei Varistoren
V1 und V2. Außerdem ist an den Gegentaktmodulator
ein Oszillator II angeschlossen, dessen Frequenz /0 hoch im Vergleich zu den in der nichtsinusförmigen Schwingung vorkommenden Fre?-
quenzen ist. In bekannter Weise erscheint an der Sekundärwicklung des Transformators 830 eine
Trägerfrequenz f0, deren Amplitude proportional der Spannung am Widerstand 825 ist. Die Phase
der Spannung an der Sekundärwicklung von 830 dreht sich um, wenn die Spannung am Widerstand
825 ihre Richtung ändert. Die Sekundärwicklung von 830 ist mit dem Gitterkreis der Pentode 835
verbunden, die ihrerseits den Ausgangsstrom Im liefert. Dieser Strom ist fast unabhängig von der
Belastung, die aus einem Widerstand oder einem Parallelschwingkreis 837 und den zugehörigen
Schaltelementen besteht, die unten beschrieben werden sollen.
Oszillator II
Als Oszillator II kann irgendein geeigneter Oszillator bekannter Art verwendet werden, der
eine im wesentlichen sinusförmige Ausgangsspannung von hinreichend konstanter Frequenz
liefert. Der Belastungskreis der Pentode 835 enthält mehrere parallel geschaltete Leitwertelemente
G1, G2 .·· Gn, wie sie in Fig. 9 dargestellt sind, die,
wie weiter unten beschrieben, gesteuert werden. Der gesamte durch diese parallel geschalteten Leitwerte
fließende Strom, gleichgültig welchen Wert die Leitwerte aufweisen, ist. durch Im gegeben;
denn der Wert des Stroms der Pentode 835 ist, wie oben festgestellt, im wesentlichen unabhängig vom
Wert der Leitwerte.
Homodyndetektor IV
Als Teil des Belastungskreises der Pentode 835 ist ferner der Homodyndetektor IV (s. Fig. 9) angeschlossen,
dessen Zweck es ist, den. Strom Im mit der Frequenz /0 nach der Veränderung durch die
Dämpfungsglieder zu demodulieren. Der Homodyndetektor enthält eine Röhre, die als Triode 901
dargestellt ist. Sie dient als Verstärker. Jedoch hat sie mehr die Aufgabe, keinen wesentlichen Leitwert
am Belastungskreis der Pentode 835 hinzuzufügen. Am Ausgang der Röhre 901 ist über den Transformator
902 ein Demodulatorkreis 904 mit zwei iao
Varistoren V3 und V1 angeschlossen, der Schwingungen
vom Oszillator II erhält. Am Ausgang des Demodulators erscheint am Widerstand 907 eine
Spannung von einer Größe, die von der Amplitude von Im nach Veränderung durch die eingefügten
Leitwerte abhängt. Solange der hochfrequente
Strom Im eine Phase besitzt, wie sie in den. drei
Abschnitten 303, 303^ und 3033 auf der dritten
Linie in Fig. 3 dargestellt ist, wird eine Klemme des Widerstands 907, sagen wir die rechte Klemme,
positiv sein. Dieser Fall sei mit positivem Ausgang bezeichnet. Wenn jedoch die Amplitude der nichtsinusförmigen Schwingung einen negativen Wert
annimmt, wie durch die zur Zeit tm+3 bestimmte
Augenblicksamplitude auf Linie 1 dargestellt ist, entsprechend 3O23 auf Linie 2 und 3O3g auf
Linie 3 der Fig. 3, besitzt die an der Sekundärwicklung von 830 erscheinende Hochfrequenz die
entgegengesetzte Phase, wobei ihre Amplitude immer noch proportional der Augenblicksamplitude
ist und ihre Frequenz f0 ist. Damit ist die Polarität am Widerstand 907 ebenfalls umgedreht.
So liefert der Homodyndetektor eine Meldung, welche später zur Bestimmung sowohl der Polarität
als auch der Augenblicksamplitude der Schwingung benutzt wird.
Polaritäts- und Amplitudendetektor V
Der Polaritäts- und Amplitudendetektor V ist auf dem unteren Teil der Fig. 9 dargestellt. Wenn
die Ausgangsspannung des Homodyndetektors -an den Widerständen 907 und 908 größer als ein willkürlicher
Bezugswert ist, der. durch die Vorspannungsquelle 921 geregelt werden kann, so
fließt ein Strom in einer der Röhren 924 und 925.
Wenn diese Ausgangsspannung eine solche Richtung hat, daß das Potential des Gitters von 924 erhöht
wird, und wenn ihre Amplitude groß genug ist, dann wird das Gitter der Röhre 926 stark
negativ. Daher wird ein von der Röhre 1021 herkommender
P-Impuls, der über den Transformator 927 an den Gitterkreis der Röhre 926 gelangt,
keinen Impuls in der Röhre 926 und in der Leitung, die von dort zum Sender VII führt, verursachen.
Wenn die Ausgangsspannung des Homodyndetektors die entgegengesetzte' Polarität hat,
wird das Gitter der Röhre 926 nur wenig negativ sein, und der über den Transformator 927 kommende
Impuls wird einen Strom im Anodenkreis der Röhre 926 verursachen, so daß ein Impuls über
den Transformator 928 zum Sender übertragen wird.
Wenn die Ausgangsspannung des Homodyndetektors in einer Richtung größer als ein willkürlicher
Wert ist, fließt wegen des Spannungsabfalls am Widerstand 922 ein Strom in der Diode 929,
wobei eine positive Vorspannung an die Leitwertsteuerungen gelegt wird und verhindert wird, daß
ein vom Impulsgenerator VI an einen bestimmten Steuerkreis C11 C2 ... Cn gelangender Impuls den
entsprechenden Leitwert G1, G2 ... Gn entfernt.
Leitwert III
In Fig. 9 sind mehrere Leitwerte und Leitwertsteuerkreise
gezeichnet, und zwar je einer für jeden Impuls im Amplitudenkode. Es sind drei solche
Einheiten G1C1, G2 C2 und Gn Cn dargestellt. Da
ihre Wirkungsweise gleich ist, abgesehen vom Zeitpunkt ihres Arbeitens, braucht nur eine von ihnen
beschrieben zu werden. Es sei die mit III bezeichnete gewählt, die den ersten Leitwert G1 und den
Steuerkreis C1 enthält.
Der Leitwertkreis G1 besteht im wesentlichen aus
einem parallel geschalteten Rückkopplungsverstärker. Er enthält die hintereinandergeschalteten
Widerstände R1 und R1, deren gemeinsamer Punkt
an den dreistufigen Verstärker mit den Röhren 941, 942 und 943 und mit Widerstands-Kapazitäts-Kopplung
angeschlossen ist. Von der Anode der letzten Röhre 943 führt eine Rückkopplung über
den Kondensator 944 zum Gitter von 941. Selbstverständlich kann auch eine andere Form der Kopplung,
z. B. Stromresonanzkopplung, gewählt werden. Es tritt entweder keine oder eine sehr große
Verstärkung auf, je nachdem, ob die an die Klemmen α und b angelegte Steuerspannung eine
oder mehrere der Röhren sperrt oder arbeiten läßt. Bei dem dargestellten Verstärker wird der Kreis
durch -eine hinreichend große negative Vorspannung am Gitter der Röhre 942 geöffnet. Wenn der Kreis
aber offen ist, ist der Leitwert im wesentlichen
. Wenn ein genügend großer positiver
U1 -f- U
Impuls am Punkt b ankommt, wird der Kreis geschlossen.
Wenn die Verstärkung im Kreis hoch ist, wird R1 scheinbar kurzgeschlossen, so daß der
Leitwert G1 fast unabhängig von der Verstärkung
im wesentlichen 1IR1 ist. Auf diese Weise kann
eine hohe Steuergenauigkeit für den Leitwert G1 unabhängig von den Röhrenkennlinien erreicht
werden. Wenn auch für die Erläuterung die Steuerung nur bei einer Röhre dargestellt wurde, kann
es wünschenswert sein, die Vorspannung mehrerer oder aller Röhren des Rückkopplungsverstärkers zu
steuern, um den Kreis vollständig zu öffnen.
Der Steuerkreis C1 des Leitwertkreises G1 besteht
aus mehreren Dioden 951, 952 und 953 sowie den zugehörigen Schaltelementen. Wenn ein positiver
Impuls von den Röhren 1061 und 1081 in
Fig. 10 ankommt, wird die Diode 951 leitend, wobei der Kondensator 954 aufgeladen, ein positives
Potential an b angelegt und der Rückkopplungskreis geschlossen wird. Hierdurch wird der Leitwert
G1 auf einen solchen Wert erhöht, daß nur
1/R1 in den Belastungskreis eingeschaltet ist. Unmittelbar
danach gelangt ein negativer Impuls über den Transformator 955 an die Diode 952. Wenn
dies der einzige Impuls an der Diode 952 ist, d. h. wenn die vom Amplituden- und Polaritätsdetektor V
kommende positive Vorspannung zu gering ist, weil die Ausgangsspannung des Homodyndetektors
IV unterhalb eines gewissen Bezugswerts liegt, entlädt der negative Impuls den (Kondensator 954
und öffnet den Rückkopplungskreis. Hierdurch wird der Leitwert G1 entfernt, d. h. der durch G1
in den Belastungskreis eingeführte Leitwert wird
auf seinen geringstmöglichen Wert ——:—=-7- ge-
Ii1 -J- Ji1
bracht. Gleichzeitig fließt ein Strom im Widerstand 958 und in der Röhre 953, wobei zum Sender
ein negativer Impuls geht, der die Übertragung eines Ja-Signals veranlaßt. Wenn vom Polaritäts-
und Amplitudendetektor V über die Diode 929 eine positive Vorspannung von genügender Größe geliefert
wird, was eine große Ausgangsspannung am Homodyndetektor bedeutet, reicht der über den
Transformator 955 kommende negative Impuls nicht aus, um das Fließen eines Stroms in der
Diode 952 zu bewirken. Infolgedessen bleibt der Leitwert G1 eingeschaltet und kein Impuls wird
zum Sender übertragen, was ein Nein-Signal zur Folge hat.
Wenn der Leitwert G1 eingeschaltet bleibt, ist
das an der Röhre 901 ankommende Signal entsprechend gedämpft. Bei Eintreffen des nächsten
Impulses, entsprechend dem Kanal 2, wird die Augenblicksamplitude wiederum durch Einfügen
des Leitwerts G2 geprüft. G2 wird entfernt oder
nicht entfernt, je nach der Höhe der Augenblicksamplitude, d. h. der Amplitude der an den Eingang
bzw. das Gitter der Röhre 901 angelegten Spannung. Das wird bei Betrachtung der Fig. 5 klarer
werden. Hier ist der Einfachheit halber angenommen, daß, abgesehen vom Polaritätsknpuls, ein fünfstelliger
Permutationskode eines binären Systems verwandt wird. Dieser Kode ermöglicht die Unterscheidung
von 32 verschiedenen Amplituden, wobei die durch den ersten Leitwert G1 verursachte Änderung
iomal so groß ist wie die Änderung durch
den fünften Leitwert. Die durch den zweiten Leitwert verursachte Änderung ist 8mal, durch den
dritten 4tnal, durch den vierten 2mal so groß, d. h. der Bereich von G0 bis 31 G0 weist Stufen von G0
auf. Der Bezugspegel V0 sei eine Spannungseinheit
(angenommen 1 mV). Wenn, bei Einfügung eines Leitwerts die die Röhre 901 erreichende Amplitude
größer als dieser Wert ist, bleibt der Leitwert; wenn sie* geringer ist, wird er entfernt. Der geringstmögliche
Leitwert Gn des Kreises ist sehr klein gegenüber der kleinsten Leitwertstufe G0, wie
oben festgestellt.
Wenn man weiter annimmt, daß die Augenblicksamplitude der Schwingung etwas größer als
22 Einheiten ist, d. h. kleiner als 22,5 Einheiten (s. den links in Fig. 5 dargestellten Maßstab mit
32 Einheiten), dann wirkt die Einfügung des Leitwerts G1 durch den positiven Impuls in Kanal 1 so,
daß die zur Röhre 901 gelangende Spannung um den
Faktor 16 verkleinert ist, d. h. auf
22 +
16
Einheiten.
Die Restspannung ist also größer als der Bezugspegel V0 (ι Einheit) wie durch α in Fig. 5 dargestellt.
Der unmittelbar folgende negative Impuls entfernt G1 nicht, denn das System weiß nun, daß
die Augenblicksamplitude größer als 16 Einheiten war. Wäre die Amplitude kleiner als 16 Einheiten
gewesen, würde die Restspannung kleiner als V0 gewesen sein, und der Leitwert G1 wäre entfernt
worden. Der positive Impuls in Kanal 2 fügt nun den zweiten Leitwert G2 mit dem Wert 8 ein, so
daß ein Gesamtleitwert von 24 Einheiten eingeschaltet ist. Die Restspannung beträgt jetzt ——
das ist weniger als V0, wie durch b in Fig. 5 dargestellt
ist. Daher entfernt der unmittelbar darauf in Kanal 2 folgende negative Impuls G2. Der positive
Impuls in Kanal 3 fügt nunmehr G3 mit dem Leitwert 4 ein, so daß insgesamt 20 Einheiten eingeschaltet
sind. Die Restspannung ist auf ?^-L·
erniedrigt, wie durch c dargestellt ist. Das ist mehr als V0. Daher bleibt G3 eingeschaltet. In gleicher
Weise fügt der positive Impuls in Kanal 4 G4 mit dem Leitwert 2 ein, so daß der Gesamtleitwert 22
wird. Die Restspannung ist
22 +
Einheiten, also
etwas mehr als V0, also bleibt G4 eingeschaltet.
Nun fügt der positive Impuls im Kanal 5 G3 mit dem Wert 1 ein, so daß der Gesamtleitwert 23 und
die Restspannung
Einheiten ist, also etwas
mehr als V0, dargestellt durch e. Ob G5 eingeschaltet
bleibt oder entfernt wird, hängt davon ab, ob der Wert 22+-Einheiten für die Augenblicksamplitude näher an 22 oder 23 Einheiten liegt. Die
Grenzbedingungen der Leitwertsteuerkreise sind so eingestellt, daß, wenn die Augenblicksamplitude
genau 22,5 (Einheiten groß ist, der negative Impuls zur Steuerung von G5 nicht ausreicht, um G5 zu
entfernen. Wenn die Amplitude kleiner als 22,5 Einheiten ist, wie in diesem Beispiel angenommen
wurde, entfernt der negative Impuls G3. Also ist der vor den Eingang der Röhre 901 eingeschaltete
Gesamtleitwert 16 + 0 + 4 + 2 — 0 = 22 und der entsprechende Kode Nein —-Ja — Nein — Nein
— Ja (0 — 00 —) entsteht und wird gesendet. Der Spannungsabfall an den Leitwerten G1, G2.. .G5 ist
also so nahe wie möglich am Bezugspegel V0 eingestellt.
Wenn der Gesamtwert mit G^ bezeichnet
wird, ist V0 =
— = -pr-.
u G1 + G2 + ... Gn Gt
Da der Leitwert Gt durch die binäre Zahl gegeben
ist, welche durch die η Nein- und Ja-Signale dargestellt ist, drückt diese Zahl die Amplitude des
Stroms Im und damit die Amplitude der nichtsinusförmigen Schwingung zu der Zeit aus, zu der
die Amplitude bestimmt wurde.
Bei Verwendung eines sechsstelligen Kodes kann das System 64 verschiedene Amplitudenwerte unterscheiden.
Wenn man den Kode auf eine höhere Anzahl von Ziffern erweitert, kann jeder Feinheitsgrad mit entsprechend erhöhter Wiedergabetreue
der Schwingung erreicht werden. Durch die obige Beschreibung wird klar, daß in jedem Fall der gesamte
eingeschaltete Leitwert in Grenzen einer halben Bezugspegeleinheit der Augenblicksamplitude
der Schwingung proportional ist.
Ein kleiner Fehler besteht in der obigen Rechnung, der in der Tatsache liegt, daß der kleinstmögliche
Leitwert nicht null ist, obwohl er im Vergleich zum Leitwert G0 der kleinen Stufen sehr
klein ist. Jedoch besteht die gleiche Bedingung auch in der Empfangsstation im umgekehrten Sinne, so
daß der Fehler praktisch herausfällt. Wichtig ist, daß in der Sendestation eine bestimmte Leitwertkombination
eingestellt ist und daß Mittel vorgesehen sind, um in der Empfangsstation genau die
gleichen oder proportionale Leitwerte einzustellen.
Während der Einstellung der Leitwerte werden auf einem geeigneten Träger aufmodulierte Impulse
vom Sender VII übertragen, die der Empfangsstation die Nachricht bringen, welche Leitwerte
eingeschaltet wurden. Die Amplitude jedes vom Sender übertragenen Impulses ist die gleiche. Jedes
die Nachricht übertragende Signalelement besteht nur aus Nein oder Ja. Infolgedessen kann ein
solches Signal unbegrenzt verstärkt werden, ohne
ίο daß dabei eine Verzerrung oder Störung der Nachricht
entsteht, selbst wenn die Verstärker Verzerrungen oder Störungen bis zu einem gewissen
Maße aufweisen. Daher sind die Anforderungen an die Verstärker selbst für Übertragungen mit
hoher Übertragungsgüte sehr gering. Eine Übertragung über große Entfernungen mit vielen Verstärkern
ist möglich. Das Vorhandensein und das Hereinkommen von Störungen auf dem Übertragungsweg
vom Sender VII zur Empfangsstation
ao hat keinen Einfluß, solange der Störpegel verhältnismäßig klein gegenüber der Amplitude der
übertragenen Signalimpulse ist. Die Störungen werden daher nicht im Signal- erscheinen, wenn
es reproduziert wird.
' Es sei bemerkt, daß diese Art des Aufbaus der
Leitwerte um die Augenblicksamplituden zu bestimmen, im wesentlichen ein additives Verfahren
darstellt, wobei man mit großen Stufen beginnt und zu immer kleineren Stufen übergeht, bis der
ao letzte Grad der beabsichtigten Feinheit erreicht
ist. Von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachtet ist das Verfahren subtraktiv, insofern als
durch Einfügung jedes Leitwerts die in der Röhre 835 erzeugte Spannung durch Subtraktion vermindert
wird, bis ein Wert nahe dem Bezugspegel V0 erreicht ist. Diese additive oder subtraktive Eigenschaft
ist eine Besonderheit dieses Systems und bildet ein Unterscheidungsmerkmal der vorliegenden
Erfindung.
Sender VII
Während des Betriebes kommt am Transformator 850 des Senders VII (Fig. 8) über den
Kanal T eine Folge von Impulsen an, und zwar je einer für jeden Impuls des Impulsgenerators VI;
der Zeitpunkt des Eintreffens ist so, wie es auf der unteren Linie in Fig. 4 dargestellt ist. Diese Impulse
wirken auf das Gitter der Röhre 855 ein.
Außerdem kommen am Transformator 852 bestimmte Impulse an, und zwar jeweils einer für
jeden Ja-Impuls. Sie beziehen sich entweder auf die Polarität oder sie zeigen an, daß einer der Leitwerte
eingefügt und wieder entfernt wurde. Zum Transformator 852 gelangt kein Impuls, wenn ein
Leitwert in den Belastungskreis eingefügt, aber nicht wieder entfernt wurde, was einem Nein-Signal
entspricht. Die Sekundärspule des Transformators 852 arbeitet auf ein zweites Gitter der
Röhre 855. fliese Röhre steuert ihrerseits die Übertragung
oder die NichtÜbertragung über ein geeignetes Medium an eine entfernt liegende Empfangsstation.
In Fig. 8 ist die Röhre 855 als Steuer- und Übertragurigsorgan 860 für einen'
Hochfrequenzkanal auf einem geeigneten Träger dargestellt, jedoch können die von der Röhre 855
kommenden Impulse selbstverständlich unmittelbar auf einen geeigneten Übertragungsweg gegeben
werden, z. B. auf zwei parallele Drähte, ein koaxiales Kabel usw. In diesem Falle ist es nicht
notwendig und kann auch unerwünscht sein, die Impulse auf einen Träger aufzumodulieren.
Die Transformatoren 850 und 852 sind so miteinander verbunden, daß ein an 850 gelangender
Impuls allein keine Übertragung eines Signals verursacht, daß nur bei gleichzeitigem Vorhandensein
eines Impulses an 850 und 852 ein Signal übertragen wird, was einem Ja-Signal entspricht.
Dies trifft nicht zu für den ersten breiten Impuls der T-Folge, der zu diesem Zweck eine größere
Amplitude als die anderen Impulse besitzt,- so daß er ohne fremde Hilfe die Röhre 855 in Tätigkeit
setzen kann. Jedoch werden alle Impulse vor der tatsächlichen Übertragung vorzugsweise auf die
gleiche Höhe gebracht. Der Zweck der über den T-Kanal ankommenden Impulse besteht darin, den
richtigen zeltlichen Ablauf der Übertragung der Signalimpulse zu gewährleisten. In manchen
-Fällen ist diese zusätzliche Vorsichtsmaßregel nicht erforderlich. Dann kann der Γ-iKanal einschließlieh
der Röhren 1024 bis 1029 in Fig. 10 und des
Transformators 850 weggelassen werden. In diesem Falle sind der Transformator 852 und die Röhre
855 so bemessen, daß ein Impuls an 852 ausreicht, um die Übertragung zu bewirken.
Empfänger
Das Problem der Wiederherstellung der Modu-•lationsschwingung
in der Empfangsstation ist etwas einfacher. Es soll zunächst mit Hilfe des Blockdiagramms in Fig. 2 beschrieben werden. Bei
dem vorliegenden Beispiel erscheinen bei allen Ja-Signalen Impulse, die das Signal darstellen. Ein
Impulsgenerator VIII wird mit dem ankommenden Impuls synchronisiert, z. B. durch einen Markieroder
Synchronisierimpuls, wie dem M-Impuls der
Sendestation, so daß er richtig mit den ankommenden Signalen synchron arbeitet. Der Impulsgenerator
VIII gibt Impulse an verschiedene Einrichtungen ab, die ebenfalls das Signal empfangen.
Das Signal allein bewirkt ebenso wie die Impulse allein kein Intätigkeittreten der Einrichtungen.
Dagegen setzt ein Signalimpuls zusammen mit einem Impuls von VIII die verschiedenen Einrichtungen
in Tätigkeit.
Zu der Zeit, zu der das dem P-Impuls entsprechende
Signal erscheint, gibt der Impulsgenerator VIII einen Impuls zum Phasenschieber IX. Wenn es ein Nein-Signal oder kein Signal
ist, wird der Phasenschieber so beeinflußt, daß er eine Phasenverschiebung um i8oa vornimmt.
Wenn es ein Ja-Signal ist, wird der Phasenschieber so beeinflußt, daß er die Phase
um null Grad verschiebt. Der Phasenschieber Weiht in diesem Zustand, bis er einen neuen P-Im-
puls bekommt. Der nächste Impuls des Impulsgenerators VIII geht zum elektrisch gesteuerten
Leitwert G1. Der Impuls steuert die Änderung des Leitwerts proportional G1 in Fig. ι und 9. Der
Leitwert hat anfangs seinen minimalen Wert. Wenn das aufgenommene Signal ein Nein-Signal ist,
wird der Leitwert G1 eingeschaltet. Wenn ein Ja-Signal ankommt, wird dieser .Vorgang verhindert,
und der Leitwert bleibt im Zustand des kleinsten Leitwerts. Der nächste Impuls vom Impulsgenerator
VIII geht zum Leitwert G2 zur gleichen Zeit, zu der das Signal vom Leitwert G2 in Fig. 1
ankommt usw., bis zum Leitwert Gn. Auf diese Weise wird der Gesamtleitwert proportional
demjenigen in der Sendestation in Fig. 1, der die Nein- und Ja-Signale verursacht. Nach
einer kurzen Zeit, vorzugsweise beim nächsten Markierimpuls zu der Zeit, zu der die nächste
Augenblicksamplitude der nichtsinusförmigen Schwingung in der Sendestation bestimmt wird,
setzt ein Impuls des Impulsgenerators VIII den Oszillator X in Tätigkeit. Dieser wirkt als
konstante Spannungsquelle mit einer gewünschten Frequenz, die an die Leitwerte XIII eine Spannung
liefert und einen Strom durch die Leitwerte G1, G2... Gn und den Widerstand R schickt. R liegt
parallel zur Leitung von den Leitwerten XIII bis zum Homodyndetektor XI. R ist klein gegen
Durch den Spannungsabfall an R wird ein Ausgangsimpuls
am Homodyndetektor XI erzeugt, welcher der Amplitude der Schwingung zur Zeit, wo in der Sendestation die Amplitude bestimmt
wird, nahezu proportional ist. Nach dem Impuls, der zum Ozsillator X geht, folgt ein Rückstellimpuls.
Dieser versetzt die Leitwerte G1 G2 ... Gn
in der Empfangsstation und den Phasenschieber IX zur Vorbereitung für die nächsten Amplitudenkode
wieder in den Anfangszustand. Die Impulse des Detektors XI gehen durch ein Tiefpaßfilter XII.
Wenn die höchste in der Schwingung vorkommende
Frequenz fm = —=rist und wenn das Tiefpaßfilter
eine Grenzfrequenz fm hat, erhält man am Ausgang
des Tiefpaßfilters ein Signal, das der Amplitude proportional ist, das aber vorzugsweise um
T Sekunden verzögert ist, wobei T die Zeit zwischen den aufeinanderfolgenden Augenblicksamplituden
der nichtsinusförmigen Schwingung in der Sendestation ist.
Nach der kurzen Beschreibung des Blockdiagramms in Fig. 2 soll nun eine mehr ins einzelne
gehende Erläuterung der Einrichtungen gegeben werden, welche die oben beschriebenen Vorgänge
durchführen. Dem mit der Technik vertrauten Fachmann wird es klar sein, daß es zahlreiche
fin Schaltungsanordnungen hierfür gibt. In den
Fig. 11, 12 und 13 sind bestimmte spezielle Anordnungen
dargestellt, die jedoch nur als konkrete Beispiele dienen sollen. Selbstverständlich sind
viele Abänderungen möglich, ohne daß man sich vom Geist dei Erfindung entfernt.
In Fig. 11 ist insbesondere ein Empfangsgerät
1106 dargestellt, das als drahtloser Empfänger mit einer geeigneten Empfangsantenne 1105 angegeben
ist. Das Gerät 1106 ist ein drahtloser Empfänger mit Gleichrichter von irgendeiner geeigneten Art, 7"
der Signalimpulse liefert, welche die vom Sender VII in Fig. 8 kommenden Impulse wiedergeben.
Die Kodeimpulse werden auf den notwendigen Wert verstärkt, wie es durch die Röhren 1108 und
1109 dargestellt ist. Die Ausgangsspannung der Röhre 1109 geht zu mehreren Steuereinrichtungen
C1... Cn, die in der später beschriebenen Weise
mit mehreren Leitwerten G1... Gn verbunden sind.
Empfängerimpulsgenerator VIII
Am Ausgang der Röhre 1108 wird eine Spannung abgegriffen, die durch geeignete Verstärker
geht (1112 und 1114). Der am Ausgang der Verstärker
erscheinende Impuls dient zur Steuerung des in Fig. 13 dargestellten Kippgenerators. Dieser
Kippgenerator, der sich um die Gasentladungsröhre 1310 gruppiert, kann in jeder Beziehung gleich dem
Kippgenerator 1010 in der Sendestation sein, der
in Fig. 10 in allen Einzelheiten dargestellt ist. Den Schaltelementen 1010 bis 1015 in Fig. 10 entsprechen
in Fig. 13 die Schaltelemente 1310 bis
1315. Die Bestimmungswerte des Kippgenerators
in Fig. 13 sind jedoch so bemessen, daß die Schaltung normalerweise nicht schwingt, daß sie jedoch
durch einen von der Röhre 1114 kommenden Impuls angestoßen wird. Außerdem sind die Bestimmungswerte
so bemessen, daß die Schaltung beim ersten Impuls jeder Gruppe (entsprechend dem
.M-Impuls in der Sendestation) kippt; nachher kann
sie nicht mehr kippen, bis der nächste JW-Impuls
ankommt.
Dies geschieht durch Verwendung des langen Anfangs-T-Impulses, nach Fig. 4, der bereits erwähnt
wurde. Es sei ins Gedächtnis zurückgerufen, daß alle durch den Sender VII übertragenen
Impulse die gleiche Amplitude besitzen. Da die Röhre 1112 jedoch eine Einrichtung mit konstantem
Strom ist, ist die am Parallelresonanzkreis 1113 aufgebaute Spannung proportional der Dauer der
ankommenden Impulse. Auf diese Weise haben die bei 1310 entsprechend den M-Impulsen eintreffenden
Impulse größere, vorzugsweise die doppelte Amplitude, so daß sie den Kippgenerator 1310 zum
Kippen bringen können, während die anderen Impulse der Periode das nicht können.
In analoger Weise wie in Fig. 10 ist mit dem Kippgenerätor eine Verzögerungsschaltung 1316
verbunden, von der Folgen von Impulsen mit Zeitabständen abgegriffen werden können, die nahezu
identisch den Zeitabständen sind, mit welchen die Impulse von der Verzögerungsschaltung 1016 in
der Sendestation. abgegriffen werden. Die Verzögerungsschaltung 1316 hat ein zusätzliches Glied,
das einen mit «' bezeichneten Impuls liefert, weleher
nur wenig verzögert gegen den vorangehenden
M-Impuls ist. Die Funktion des μ'-Impulses wird
später erklärt. Die Verzögerungsschaltung 1316 ist durch eine geeignete Impedanz 1318 abgeschlossen,
um Reflexionen zu vermeiden. Es sind außerdem eine Reihe von Röhren 1325 bis 1329 vorhanden,
die als Kathodenverstärker Folgen von positiven Impulsen abgeben, welche den von der Verzögerungsschaltung
1316 gelieferten Impulsen entsprechen.
10
10
Empfängerleitwerte XIIl
Es soll nun die Verwendung der verschiedenen Impulse zur Steuerung der Einstellung der Leitwerte
G1... Gn in Übereinstimmung mit der Einstellung
der Leitwerte in der Sendestation beschrieben werden. Die Leitwerte in Fig. 12 können
identisch mit denjenigen in der Sendestation sein, oder sie können proportional zu ihnen sein. Es sind
drei Kreise gezeichnet: Leitwert G1 mit seinem Steuerkreis C1; G2 mit C2 und Gn mit Cn. Ihre
Arbeitsweise ist, abgesehen vom Zeitpunkt des Auftretens der Impulse, gleich, daher wird nur der
erste Leitwert G1 mit seinem Steuerkreis C1 beschrieben.
Der Leitwertkreis G1 ist im wesentlichen ein parallel liegender Rückkopplungsverstärker,
• der die hintereinandergeschalteten Widerstände R1
und R1 enthält. Der Verbindungspunkfder Widerstände
ist mit dem dreistufigen Verstärker verbunden, der die Röhren 1241, 1242 und 1243 mit
Widerstands-Kapazitats-Kopplung oder mit einer anderen geeigneten Kopplung enthält. Es ist eine
Rückkopplungsverbindung von der Anode der letzten Röhre 1243 über den Kondensator 1244
zum Gitter der Röhre 1241 vorgesehen. Im Verstärkerkreis
besteht die Verstärkung" Null oder eine große Verstärkung, je nachdem, ob die an die
Klemmen α und b angelegte Steuerspannung eine oder mehrere Röhren sperrt oder in Tätigkeit läßt.
Bei dem hier dargestellten .Verstärker ist, ebenso wie bei dem Verstärker der Fig. 9, der »Kreis normalerweise
durch eine hinreichend negative Vorspannung am Gitter der Röhre 1242 offen. Unter
dieser Bedingung ist der Leitwert im wesentlichen
— -r-y. Wenn ein positiver Impuls von ge-
•Kj + Ri
nügender Größe bei b ankommt, wird der Kreis geschlossen. Wenn die Verstärkung im Kreis hoch
ist, wird der Leitwert G1 im wesentlichen 1/R1, und
zwar fast unabhängig von der Verstärkung. Der entsprechende Leitwert wird in den Belastungskreis eingefügt. Wenn auch hier wieder zur Erläuterung
die Steuerung nur an einer Röhre dargestellt ist, so kann auf Wunsch die Vorspannung
bei mehreren oder allen Röhren gesteuert werden, um ein vollständiges Öffnen, des Kreises zu erreichen.
Der Steuerkreis C1 des Leitwerts G1 kann viele
verschiedene Schaltungsformen annehmen, wenn er
nur mit den zu ihm gelangenden Impulsen die gewünschen Funktionen durchführt. Er kann eine
oder mehrere Dioden oder Kombinationen von Dioden und Trioden oder Mehrgitterröhren in verschiedener
Weise enthalten, wie dem mit dem Stand der Technik vertrauten Fachmann klar sein
wird. In Fig. 12 ist er speziell als eine Kombination einer Diode 1251 und einer Triode 1257
dargestellt. Ein dem M-Impuls entsprechender positiver Impuls der Verzögerungsschaltung 1316
geht zum Transformator 1252, der so gepolt ist, daß die Kathode der Diode 1251 negativ wird.
Jede positive Ladung auf dem Kondensator 1254 wird entladen, so "daß die negative Vorspannung
an der Röhre 1242 den Leitwertkreis öffnet. Dies geschieht bei allen Leitwertkreisen gleichzeitig am
Anfang eines Zyklus. Alle Leitwerte werden auf ihren Minimalwert eingestellt. Zur richtigen Zeit
trifft ein vom Glied 1 der Verzögerungsschaltung 1316 und von der Röhre 1327 kommender Impuls
am Transformator 1256 ein, der so gepolt ist, daß das Gitter der Röhre 1257 positiv wird. Hierauf
.fließt ein Strom durch den Anödenkreis und gibt dem oberen Belag des Kondensators 1254 eine
positive Ladung, so daß der Leitwertkreis geschlossen wird. Dabei ist vorausgesetzt, daß auf der
Röhre 1257 nur der vom Transformator 1256 kommende
Impuls wirkt. Das ist bei einem zur Empfangsstation gelangenden Nein-Signal der Fall.
Wenn jedoch in diesem Augenblick ein Ja-Signal eingetroffen ist, dann geht das Signal über den
Transformator 1258 auf die Anode der Röhre 1257, so daß die Wirkung des positiven Impulses
am Gitter der Röhre 1257 aufgehoben wird. Nun fließt kein Anodenstrom. Infolgedessen erhält der
Kondensator 1254 keine Ladung, und der Leitwertkreis bleibt offen. Man rufe sich ins Gedächtnis
zurück, daß ein Nein-Signal im Permutationskode anzeigt, daß in der Sendestation ein Leitwert eingeschaltet werde. Man sieht also, daß der Leitwert
G1. in der Empfangsstation eingefügt wird, wenn der entsprechende Leitwert G1 in der Sendestation
eingefügt wurde, und daß er nicht eingefügt wird, wenn er in der Sendestation ebenfalls
nicht eingefügt wurde. Genau ebenso arbeiten die Leitwerte G1... Gn in der Empfangsstation, so daß
die Kombination der in der Empfangsstation eingeschalteten Leitwerte die gleiche sein wird wie
die in der Sendestation.
Oszillator X
In der Empfangsstation ist ein Oszillator X vorgesehen, der in Fig. 11 als 1120 dargestellt ist.
Dieser kann die gleiche Frequenz haben wie der Oszillator II in der Sendestation, braucht es aber
nicht. Mit anderen Worten: es ist kein Synchronismus zwischen den beiden Oszillatoren notwendig.
Phasenschieber IX
Der Phasenschieber enthält, wie in Fig. 12 darestellt
ist, zwei Trioden 1221 und 1222, deren
Gitterkreise über den Transformator 1223'parallel
vom Oszillator 1120 versorgt werden. Im Ausgangskreis
liegt der Transformator 1224, dessen Primärwicklung mit ihrem Mittelpunkt an der
Batterie 1237 liegt. Der Gitterkreis der Röhre 1221
enthält den Kondensator 1225. Im Gitterkreis der Röhre 1222 liegt die Batterie 1226, die dem Gitter
eine positive Vorspannung geben soll. Im Normalfall ist daher die Steilheit der Röhre 1222 größer
als die der Röhre 1221. In der Sekundärwicklung des Transformators 1224 ist also ein Wechselstrom
von der Frequenz des Oszillators und mit einer bestimmten Phase vorhanden. Die Phase des Stroms
in der Sekundärwicklung kann jedoch mit Hilfe des Phasenschiebers umgedreht werden. Der Phasenschieber
besteht aus den Dioden 1231 und 1232, die
normalerweise so vorgespannt sind, daß sie nicht leiten. Wenn ein dem P-Impuls entsprechender Impuls
von der Röhre 1326 am Transformator 1233 ankommt, ist er so gepolt, daß die Diode 1231
leitend wird. Der Kondensator 1225 erhält eine negative Ladung von solcher Größe, daß die Röhre
1221 eine höhere Steilheit hat als die Röhre 1222,
woraufhin die Phase des in der Sekundärwicklung des Transformators 1224 fließenden Stroms umgekehrt
wird. Diese Umkehr findet statt, wenn in der Sendestation ein Nein-Signal gegeben wurde,
d. h. wenn kein Impuls empfangen wurde. Der Kondensator 1225 ist so geschaltet, daß er seine
Ladung während eines vollständigen Zyklus behält.
Wenn die Polarität der Augenblicksamplitude der nichtsinusförmigen Schwingung im Sender negativ
war, wird ein Ja-Impuls übertragen und in der Empfangsstation empfangen. Daher gelangt zu dem
Transformator 1234 und damit zu den Transformatoren 1258, 1278 ... 1298 an den Leitwertsteuerkreisen
ein entsprechender Impuls, DerTransformator 1234 ist so gepolt, daß dieser Impuls
dem vom Transformator 1233 kommenden Impuls entgegenwirkt. Infolgedessen wird die Diode 1231
nichtleitend, der Kondensator 1225 wird nicht aufgeladen und die Phase der Schwingungen in der
Sekundärwicklung des Transformators 1224 wird nicht umgekehrt. Am Ende des Zyklus bzw. zu
Beginn des nächsten Zyklus macht der Impuls von der Röhre 1325 über den Transformator 1236 die
Diode 1232 leitend, woraufhin der Kondensator 1225 entladen wird bzw. in den Normalzustand zurückversetzt
wird. Mit Hilfe der beschriebenen Mittel ist es, wie man sieht, möglich, die Phase
der Schwingungsströme im Transformator 1224 um i8o° zu verschieben.
Der Ausgang des Transformators 1224 liegt parallel zum Widerstand 1216, welcher dem Widerstand
R in Fig. 2 entspricht. In Reihe mit dem Widerstand 1216 liegt außerdem die Kombination
der Leitwerte G1... Gn, wobei der Widerstand
1216 klein gegen den Widerstand der parallelen
Leitwerte ist. Ferner sollen die Röhren 1221 und
1222 durch geeignete Mittel als Spannungsquelle mit geringem Widerstand erscheinen, sei es, daß
es Röhren mit geringem Widerstand sind, oder durch Verwendung von Kathodenverstärkern oder
eines Abwärtstransformators. Auf diese Weise ist sowohl die Amplitude des Stroms im Widerstand
1216 und damit die Spannungsschwankung an seinen Klemmen als auch der Strom im Transformator
1214 proportional den Leitwerten, die in
der Empfangsstation eingefügt werden, und daher auch der Augenblicksamplitude der nichtsinusförmigen
Schwingung im Sender.
Homodyndetektor XI
Der Homodyndetektor XI enthält einen Gegentaktdemodulator
mit den Varistoren 1211 und 1212,
die in einer normalen Brückenschaltung angeordnet sind. Dieser Demodulator erhält über den Transformator
1213 unmittelbar die Oszillatorfrequenz des Oszillators 1120 und außerdem die gleiche
Frequenz über den Transformator 1214. Die Primärwicklung
des Transformators 1214 liegt im Anodenkreis der Triode 1215, deren Gitterkreis den
Widerstand 1216 enthält. Auf diese Weise sind die am Widerstand 1217 auftretenden gleichgerichteten
Ströme mit Impulsfrequenz proportional dem Strom im Transformator 1214 und damit in jeder Hinsicht
proportional dem Strom und der Spannung der Schwingungsamplitude im Sender. Wenn die
Polarität des Stroms der Schwingung im Sender umgekehrt wird, dreht sich die Spannung am
Widerstand 1217 ebenfalls um.
Als letztes sei die Aufgabe der Mehrgitterröhre 1218 erklärt. Diese Röhre ist normalerweise so
vorgespannt, daß sie gesperrt ist. Jedoch gelangt über das zusätzliche Glied der Verzögerungsschaltung
1316 ein oben bereits erwähnter positiver Impuls
n' an die hintereinandergeschalteten Trioden 1351 und 1352, welche eine Verstärkung ohne Änderung
der Polarität ergeben. Ganz kurz nach der Beendigung des Amplitudenkode gelangt an ein
Gitter der Röhre 1218 ein positiver Impuls von so großer Höhe, daß die Röhre 1218 für die Dauer
des Impulses ri arbeitsfähig wird. Während dieses Zeitraums erscheint im Ausgangskreis von 1218
ein Impuls, der durch die Größe und Richtung der Spannung am Widerstand 1216 bestimmt ist,
welche ihrerseits der Amplitude und Polarität der nichtsinusförmigen Schwingung proportional ist.
Diese Impulse folgen einer auf den anderen, und zwar immer ein Impuls je Augenblicksamplitude.
Mit Hilfe des Tiefpaßfilters 1219 können die unerwünschten
hohen Frequenzen beseitigt werden, no Die sich hierbei ergebende Schwingung ist nach
Durchgang durch die Endeinrichtung und den Empfänger ein naturgetreues Abbild der ursprünglichen
nichtsinusförmigen Schwingung in der Sendestation.
In dieser Erläuterung ist die Erfindung an Hand spezieller Geräte beschrieben worden. Das ist um
der Klarheit willen geschehen, doch können offensichtlich viele wesentliche Abänderungen im
System durchgeführt werden, ohne sich vom Geist der Erfindung zu entfernen. Zum Beispiel zeigt die
Fig. 12 eine spezielle Anordnung zur Steuerung der Leitwerte, welche die Diode 1251 und die
Triode 1257 enthält. Eine andere Ausführung ist in Fig. 14 dargestellt, wo die Triode 1257 durch eine
zweite Diode 1253 ersetzt ist. Der Rückstellimpuls,
der über den Transformator 1252 ankommt, entlädt
den Kondensator 1254 wie oben. Ein über den Transformator 1256 vom Impulsgenerator ankommender
Impuls ist so gepolt, daß die Diode 1253 leitend wird, wenn nur dieser Impuls eintrifft.
Dann kann der Kondensator 1254 aufgeladen und ein Leitwert eingefügt werden, was einem
Nein-Signal entspricht. Wenn ein Ja-Signal eintrifft, geht es über den Transformator 1258 an die
Diode 1253. Der Transformator 1258 ist aber so
gepolt, daß der Impuls dem gleichzeitig vom Transformator 1256 kommenden Impuls entgegenwirkt.
Infolgedessen wird die Diode 1253 nichtleitend, der Kondensator 1254 wird keine Ladung
erhalten, und der entsprechende Leitwert wird . nicht eingefügt. Viele andere Abänderungen können
außerdem durchgeführt werden, z. B. kann der T-Impuls-Kanal bei entsprechenden Vereinfachungen,
aber auch mit einigem Schaden für die Steuerung weggelassen werden. Außerdem kann
der Oszillator in der Empfangsstation ständig arbeiten, anstatt nur gelegentlich angestoßen zu
werden; denn auch dann ist er am Ausgang des Systems unwirksam, bis die Röhre 1218 durch den
von n' kommenden Impuls arbeitsfähig gemacht wird. Weiterhin kann man offenbar die Modulation
und die Demodulation in der Sendestation weglassen, wobei die Amplitudensignale von der
Röhre 820 unmittelbar zum Eingang der Röhre 835, und unmittelbar von der Röhre 901 zum
Widerstand 907 bzw. zu ihrem Gegenstück gehen, ohne Zwischenschaltung des Demodulators im
Homodyndetektor IV. Dies bedeutet außerdem die Weglassung des Oszillators II. Entsprechende
Änderungen können in der Empfangsstation beim Oszillator vorgenommen werden. Im allgemeinen
werden derartige Weglassungen und Vereinfachungen jedoch zum Schaden der Arbeitsweise
und der Güte durchgeführt. Es ist eine Angelegenheit der technischen Überlegung, wie weit man mit
solchen Vereinfachungen gehen soll.
Die Hochfrequenz bzw. Trägerfrequenz, auf der die Signale übertragen werden, ist nicht besonders
erwähnt worden. Selbstverständlich kann man jeden passenden Wert für die Hoch- bzw. Trägerfrequenz
verwenden, solange sie so hoch ist, daß die für das System erforderliche Bandbreite übertragen
werden kann. Zum Beispiel kann dieser Träger im sogenannten Mikrowellenbereich liegen,
ja dieser ist sogar vorzüglich und besonders geeignet dafür, gleichgültig ob eine direkte Ausstrahlung
oder eine Übertragung über koaxiale Kabel, Wellenleiter oder ähnliche Übertragungswege gewählt wird.
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55
Claims (12)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Elektrisches Übertragungssystem für nichtsinusförmige Schwingungen, bei welchem die in kurzen Zeitintervallen bestimmten Augenblicksamplituden durch Kodegruppen von Impulsen übertragen werden, wobei alle Kodegruppen die gleiche Anzahl von Impulsen enthalten, jeder Impuls entweder eine festgelegte-, von Null abweichende Größe oder die Größe Null· hat, und die verschiedenen Kodegruppen die Augenblicksamplitudenwerte, in Stufen unterteilt, darstellen, wobei der Stufenwert als Potential eines Kondensators gespeichert wird, der an den Eingang eines Ver-Stärkermodulators angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl Leitwerte, von denen jeweils einer für jede Impulslage der Kodegruppen bestimmt ist, in solcher Anordnung vorgesehen sind, daß sie unter der ge- '75 meinsamen Steuerung des gespeicherten Potentials und eines von einem Impulsgenerator abgegebenen Impulszykhis parallel und in zeitlicher Folge an den Ausgang des Verstärkermodulators so angeschlossen werden, daß dessen effektive Ausgangsspannung auf einen Wert oberhalb eines willkürlichen Bezugswertes verringert wird, und daß sie aus der Parallelschaltung entfernt werden,- sobald bei ihrem Anschluß die effektive Ausgangsspannung unter den"Bezugswert verringert wird, so daß die Summe der durch die in der Parallelschaltung verbleibenden Leitwerte bewirkte Verringerung die effektive Ausgangsspannung im wesentlichen auf den Bezugswert herabsetzt, und daß Mittel vorgesehen sind, welche die Impulsfolge der über den stufenweisen Anschluß und die Anschluß aufrechterhaltung bzw. über Anschluß und Trennung der aufeinanderfolgenden Leitwerte Aufschluß gebenden Kodegruppen zu einer Empfangsstation übertragen.
- 2. Übertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufeinanderfolgenden, durch die Leitwerte verursachten Verminderungen der effektiven Ausgangsspannung eine derartige Größe haben, daß sie Vielfache der Verminderung darstellt, welche durch den letzten Leitwert verursacht wird.
- 3. Übertragungssystem nach Anspruch 1 t°5 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Leitwert einen Steuerkreis' enthält und der Impulsgenerator so eingerichtet ist, daß die von ihm ausgehenden Impulszyklen einen Anfangsimpuls, welcher die Zeit für die Bestimmung "° der Augenblicksamplitude der zu übertragenden Schwingung bemißt, einen weiteren Impuls, der bei der Prüfung der Polarität der bestimmten Augenblicksamplitude als Polaritätsimpuls dient und restliche Impulse enthalten, welche der Reihe nach durch die Steuerkreise der Leitwerte zur Wirkung kommen und im Verein mit den im Zeitpunkt der Impulsgabe in ■dem Modulatorausgang bestehenden effektiven Restspannungen nacheinander den An-Schluß derjenigen Leitwerte an den Ausgang bis zum Ende eines Impulszyklus aufrechterhalten, welche die effektive Spannung auf den willkürlichen Bezugswert ,vermindern.
- 4: Übertragungssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mit seinem Ein-gang an den Speicherungskondensator angeschlossene Modulator so eingerichtet ist, daß er einen der Speicherladung proportionalen Strom liefert, der für die Dauer der Zeitspanne zwischen aufeinanderfolgenden Bestimmungen der Augenblicksamplitude konstant und im wesentlichen von der Belastung unabhängig ist, daß ein Polaritäts- und Amplitudenanzeigekreis angeschlossen ist, welcher die Spannung an derίο Belastung aufnimmt und dieselbe bzw. deren Restwert nacheinander an die Steuerkreise der einzelnen Leitwerte anlegt, und zwar gleichzeitig mit der Anlegung des besonderen, von dem Impulsgenerator gelieferten Impulses an die Steuerkreise, und daß von jedem der Steuerkreise ein Kreis zu den Ubertragungsmitteln führt, um einen Impuls von vorbestimtnter, von Null abweichender Größe zu der 'Empfangsstation zu übertragen, wenn der betreffende Leitwert entfernt wird, dagegen einen Impuls von der Größe Null, wenn der betreffende Leitwert angeschlossen bleibt.
- 5. Übertragungssystem nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Leitwert einen Widerstand in dem Eingang eines Nebenschlußrückkopplungsverstärkers enthält, welcher die Größe dieses Widerstandes steuert und seinerseits durch den zugeordneten Steuerkreis gesteuert wird.
- 6. Übertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Modulator durch die Kondensatorladung und einen Empfängeroszillator gesteuert wird, dessen Frequenz über derjenigen der aufeinanderfolgenden Bestimmungen der Augenblicksamplitude liegt, und der seine Impulse mit einer der Kondensatorladung proportionalen und für die Zeitspanne zwischen aufeinanderfolgenden Bestimmungen der Augenblicksamplitude konstanten Amplitude abgibt, daß ein Kreis zur Übertragung der an der Belastung liegenden Spannung zu einem Demodulatorkreis und einem Polaritäts- und Amplitudendetektar vorgesehen ist, die normalerweise ausgeschalteten Leitwerte parallel zur Belastung geschaltet werden, um die am Demodulator auftretende Spannung zu verringern, und jedem Leitwert ein besonderer Steuerkreis zugeordnet ist, wobei der Impulsgenerator so eingerichtet ist, daß er Impulszyklen erzeugt, deren Anzahl gleichmäßig verteilter Impulse jeweils der um zwei erhöhten Anzahl der leitenden Kreise entspricht, deren erster Impuls die Zeit für die Bestimmung der Augenblicksamplitude der zu übertragenden Schwingung bemißt, und deren zweiter Impuls als Polaritätsimpuls dient, um die Dauer des Detektorbetriebes bei der Prüfung der Polarität der Kondensatorladung festzulegen, während die restlichen Impulse eines Zyklus nacheinander über die einzelnen Steuerkreise der Leitwerte zwecks Zusammenwirkung mit der Amplitude des Bestimmungswertes oder dessen Restgröße angelegt werden, um der Reihe nach jeden Leitwert parallel zur Be- lastung einzuführen und diesen Anschluß aufrechtzuerhalten, wenn die am Amplitudendetektor jetzt auftretende Restamplitude oberhalb des Bezugspegels liegt, oder aufzuheben, wenn die Restamplitude unter dem Bezugspegel liegt, und daß ein jedem Steuerkreis und den Übertragungsmitteln zugeordneter Kreis vorgesehen ist, um zur Empfangsstation einen Impuls von der Größe Null zu übertragen, wenn der betreffende Leitwert im Nebenschluß eingeschaltet bleibt, dagegen einen Impuls von vorbestimmter, von Null abweichender Größe, wenn die Nebenschlußverbindung des Leitwertes aufgehoben wird, wobei die Leitwerte von der größten zur kleinsten durch sie verursachten Verminderung der Größe nach abgestuft sind, die Verminderung, welche bei jeder Stufe am Detektor auftritt, dem angeschlossenen Leitwert proportional ist, und die Summe der Verminderungen der bestimmten Augenblicksamplitude proportional ist.
- 7. Übertragungssystem nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch seine Ausstattung mit einem Impulsgenerator für die Abgabe von Impulszyklen, welche aus einem Markierungsimpuls, einem Polaritätsimpuls und einer Reihe von zusätzlichen positiven Impulsen, deren Zahl der Anzahl der Leitwerte gleich ist, bestehen, wobei jedem zusätzlichen positiven Impuls unmittelbar ein negativer Impuls folgt, einem Gegentaktmodulator, an welchen der Markierungsimpuls gleichzeitig mit der zu übertragenden Schwingung angelegt wird, um ein erstes Potential an dem Speicherungskondensator hervorzurufen, einer Quelle von Überlagerungsschwingungen, die eine im Vergleich zu der Zeitspanne zwischen aufeinanderfolgenden Amplitudenbestimmungen hohe Frequenz haben und an den Gegentaktmodulator angelegt werden, um einen, dem ersten Potential proportionalen und für die Zeitspanne zwischen aufeinanderfolgenden Amplitudenbestimmungen aufrechterhaltenen Strom zu liefern, welcher der Reihe nach an jeden der parallelen leitenden Kreise angelegt wird, einem Steuerkreis für jeden der Leitwerte, welchem jeder der positiven und negativen zusätzlichen Impulse von dem Impulsgenerator estsprechend zugeführt wird, einem Homodyndetektor, der an einen am Ende der Leitwerte liegenden Polaritäts- und Amplitudendetektor angeschlossen ist, um ein zweites Potential aus dem durch ■den entsprechenden Leitwert geänderten Strom zu erzeugen, wobei der Polaritäts- und Amplitudendetektor das zweite Potential zu dem betreffenden Steuerkreis führt, der positive Impuls jeden Steuerkreis entsprechend der Aufeinanderfolge betätigt, um den zugehörigen Leitwert zwecks Änderung des Stromes anzuschließen, der folgende negative Impuls den
- Steuerkreis betätigt, um den angeschlossenen Leitwert, nur abzutrennen, wenn das zweite daran angelegte Potential den Bezugspegel überschreitet, und jeder Steuerkreis so eingerichtet ist, daß er einen Impuls von vorbestimmter, von Null abweichender .Größe zu den Übertragungsmitteln nur durchläßt, wenn der betreffende Leitwert gegebenenfalls abgetrennt ist.
- ίο 8. Übertragungssystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Impulsgenerator eine Elektronenentladungsvorrichtung enthält, welche einen parallel zum Ausgang liegenden Kondensator und einen Kathodenwiderstand in solcher Anordnung aufweist,- daß der Kondensator sich durch die Elektronenentladungsvorrichtung mit einer für die Zeitspanne zwischen aufeinanderfolgenden Bestimmungen der Augenblicksamplitude maßgebenden Geschwindigkeit entlädt, um an dem Kathodenwiderstand einen scharfen Impuls hervorzubringen, und daß parallel zu dem Kathodenwiderstand eine Verzögerungsleitung liegt, längs welcher der scharfe Impuls wandert, wobei der Markierungsimpuls unmittelbar von dem Kathodenwiderstand abgenommen, der Polaritätsimpuls von dem ersten Abschnitt der Verzögerungsleitung und die zusätzlichen positiven Impulse von den anschließenden Abschnitten der Verzögerungsleitung abgeleitet werden, und die Verzögerungsleitung so angeordnet ist, daß der scharfe Impuls die ganze Länge der Leitung durchwandert, bevor die nächste Entladung des Ausgangskondensators stattfindet. 9- Übertragungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reihe von •Elektronenentladungsvorrichtungen, deren jede mit einem Transformator zusammenarbeitet, durch die positiven zusätzlichen Impulse betätigt werden, um die unmittelbar folgenden negativen Impulse zu erzeugen.
- 10. Übertragungssystem nach- einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Leitwert einen Widerstand im Eingang eines Nebenschlußrückkopplungsverstärkers enthält, welcher die Größe des effektiv parallel zu dem Gegentaktmodulator angeschlossenen Eingangswiderstandes steuert, daß der Rückkopplungsverstärker seinerseits von dem zugeordneten Steuerkreis gesteuert wird, und daß jeder Steuerkreis :eine Mehrzahl von Zweipolröhren und einen Kondensator iri solcher Anordnung enthält, daß ein am Steuerkreis ankommender positiver Impuls den Steuerkreiskondensator auf einen bestimmten Betrag auflädt, wobei der Steuerkreiskondensator mit dem Rückkopplungsverstärker gekoppelt wird, nach seiner Aufladung auf den bestimmten Wert die Rückkopplungsschaltung . des Rückkopplungsverstärkers schließt und den verringerten Wert seines Eingangswiderst-andes im Nebenschluß des Gegentaktmodulatorausgangs. einführt, während der unmittelbar darauffolgende negative Impuls bei seinem Eintreffen an dem Steuerkreis den Steuerkreiskondensator nur entlädt, wenn die an den Steuerkreis angelegte Bestimmungsamplitude unter dem Bezugspegel liegt, um die Rückkopplungsschaltung zu öffnen und den Eingangswiderstand des Rückkopplungsverstärkers aus der Nebenschlußverbindung zu dem Gegentaktmodulatorausgang zu entfernen.
- 11. Übertragungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfänger mit einem Impulsgenerator ausgerüstet ist, der durch den ersten Impuls in dem Zyklus ausgelöst wird und einen mit dem Senderzyklus von Impulsen synchronen, und in Übereinstimmung befindlichen Zyklus von Impulsen erzeugt, der einen zusatzliehen, dem letzten Übereinstimmungsimpuls unmittelbar folgenden Impuls enthält, einen Empfängeroszillator, einer dem Sender gleichen Anzahl Leitwerte, deren Größe den entsprechenden Leitwerten am Sender proportional ist, einem Steuerkreis für jeden Leitwert, um letzteren im Nebenschluß anzuschließen oder abzutrennen, wobei sämtliche Steuerkreise 'am Empfänger so eingerichtet sind, daß sie den einen zusätzlichen Impuls des Empfängerimpulsgeneratorzyklus im wesentlichen gleichzeitig mit dem ersten Impuls in dem Zyklus empfangen, um alle Leitwerte abzuschalten, Mitteln, um über die Steuerkreise die angeschlossenen Leitwerte mit örtlichem Schwingungsstrom zu versorgen, Mitteln, um jedem Steuerkreis und einem parallel angeschlossenen Polaritäts- und Amplitudendetektor die empfangenen Impulse zuzuführen, wobei der empfangene Polaritätsimpuls mit dem Polaritätsimpuls des Empfängerimpulsgenerators zusammenwirkt, um die Phase des den Leitwerten zugeführten örtlichen Schwingungsstroms zu bestimmen, die zusätzlichen empfangenen Kodeimpulse in den zugehörigen Steuerkreisen mit den entsprechenden Impulsen des Empfängerimpulsgenerators zusammenwirken, um die Leitwerte des Empfängers in der gleichen Zusammenstellung, wie sie im Sender besteht, parallel anzuschließen, so daß ein der ursprünglichen Amplitude der übertragenen Schwingung proportionaler Strom von der örtlichen Schwingungsfrequenz durch die parallelen leitenden Kreise fließt, einem Homodyndetektorkreis, welcher den Strom von örtlicher Schwingungsfrequenz aufnimmt, um einen der bestimmten Augenblicksamplitude der zu übertragenden Schwingung proportionalen Anzeigeimpuls abzugeben, und Mitteln für die Zusammenstellung der aufeinanderfolgenden, wiederhergestellten Amplitudenwerte, um eine Wiedergabe der übertragenen Wellenform zu erhalten.
- 12. Übertragungssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Homodyndetektorkreis einen die Leitwerte, abschließen-den Widerstand und ein Filter enthält, wobei der eine zusätzliche Impuls im Impulszyklus des Empfängerimpulsgenerators das am Abschlußwiderstand entwickelte Potential zu den Zusammenstellungsmitteln führt. Angezogene Druckschriften: W. R. Benett: Bell Systems technical Journal (1943)» S. 446 bis 472;USA.-Patentschriften Nr. 2 508 622, 2 464 607,2 508 622.Hierzu 3 Blatt ZeichnungenI 5462 9.53
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