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DE2209571C1 - Pulsdopplerradarempfänger mit Entfernungskanälen und mit einer Störungsunterdrückungsschaltung - Google Patents

Pulsdopplerradarempfänger mit Entfernungskanälen und mit einer Störungsunterdrückungsschaltung

Info

Publication number
DE2209571C1
DE2209571C1 DE19722209571 DE2209571A DE2209571C1 DE 2209571 C1 DE2209571 C1 DE 2209571C1 DE 19722209571 DE19722209571 DE 19722209571 DE 2209571 A DE2209571 A DE 2209571A DE 2209571 C1 DE2209571 C1 DE 2209571C1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
threshold
doppler radar
pulse doppler
radar receiver
receiver according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19722209571
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Dipl.-Ing. Kraus
Harald Siegel
Klaus Dipl.- Ing. Weis
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE791787D priority Critical patent/BE791787A/xx
Application filed by Siemens AG filed Critical Siemens AG
Priority to DE19722209571 priority patent/DE2209571C1/de
Priority to GB5138872A priority patent/GB1583240A/en
Priority to IT1962573A priority patent/IT1037044B/it
Priority to FR7306871A priority patent/FR2435045A1/fr
Priority to NL7302768A priority patent/NL162212C/xx
Application granted granted Critical
Publication of DE2209571C1 publication Critical patent/DE2209571C1/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S13/00Systems using the reflection or reradiation of radio waves, e.g. radar systems; Analogous systems using reflection or reradiation of waves whose nature or wavelength is irrelevant or unspecified
    • G01S13/02Systems using reflection of radio waves, e.g. primary radar systems; Analogous systems
    • G01S13/50Systems of measurement based on relative movement of target
    • G01S13/58Velocity or trajectory determination systems; Sense-of-movement determination systems
    • G01S13/64Velocity measuring systems using range gates
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S7/00Details of systems according to groups G01S13/00, G01S15/00, G01S17/00
    • G01S7/02Details of systems according to groups G01S13/00, G01S15/00, G01S17/00 of systems according to group G01S13/00
    • G01S7/36Means for anti-jamming, e.g. ECCM, i.e. electronic counter-counter measures

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Remote Sensing (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar Systems Or Details Thereof (AREA)

Description

JO
Die Erfindung bezieht sich auf einen Pulsdopplerradarempfänger mit einer zur Beseitigung unerwünschter, von Impuls- und Dauerstörern kommender Empfangssignale dienenden Störungsunterdrückungsschaltung und mit Bewegtzeichenfilter enthaltenden Entfernungskanälen, die nacheinander an den Eingangsteil des Empfängers angeschaltet werden und deren Ausgänge nacheinander über eine gemeinsame Videoleitung mit einer Anzeige- oder Auswerteeinrichtung verbunden sind, wobei die Störungsunterdrückungsschaltung ein Stellglied enthält und eine auf die Belegung der Entfernungskanäle durch Empfangssignale ansprechende Überwachungsschaltung vorgesehen ist.
Die Anordnung nach der deutschen Offenlegungsschrift 19 43 727 arbeitet zur Unterdrückung von »Clutterstörungen« mit angezapften Verzögerungsleitungen, wobei die Anzapfungen einen Verzögerungszeitabstand aufweisen, der gleich oder nur wenig größer ist als die Breite des Sendeimpulses. Die Anzapfungen sind zu einer Summierschaltung geführt, der eine weitere Verzögerungseinrichtung ebenfalls mit Anzapfungen nachgeschaltet ist.
Aus der deutschen Auslegeschrift 15 91294 ist es bekannt, daß neben den Echosignalen und den Störsignalen bei einem Radargerät auch relativ großflächige Echosignale auftreten können, die für die Beobachtung uninteressant sind und außerdem die Auswertung der Radarsignale von anderen Zielen erschweren. Zur Unterdrückung derartiger großflächiger Ziele wird eine Austastung vorgenommen, sobald eine bestimmte Anzahl entfernungsmäßig aufeinanderfolgender Videoquanten vorliegt. Die Zahl der Videoquanten, die hier als Schwelle verwendet wird, muß größer sein als die Anzahl von aufeinanderfolgenden Videoquanten des größten gesuchten Zieles. Diese Einrichtung ist somit nicht geeignet, Pulsstörer zu beseitigen. Bei Dauerstörern (CW-Störern) würde ständig die Zahl der zulässigen Videoquanten überschritten und deshalb müßten alle Empfangssignale ausgetastet werden, so daß das Radargerät völlig ausfiele.
Aus der deutschen Auslegeschrift 11 24 103 ist ein Pulsradargerät bekannt, bei dem zur Unterdrückung von Störzielanzeigen Mittel vorgesehen sind, welche die Videosignale in wenigstens angenähert differenzierte Signale umwandeln. Nach der Umwandlung werden die Signale zwei parallelen Kanälen zugeführt, von denen der eine nur die Polarität umkehrt und die Signale
3(1
40
hl)
br> gleichrichtet und der zweite Kanal die Signale zusätzlich verzögert und dann erst gleichrichtet, so daß am Ausgang der beiden Kanäle eine Koinzidenzschaltung angeschlossen werden kann. Da die Verzögerung im zweiten der beiden Kanäle kürzer als die Dauer eines Sendeimpulses ist, lassen sich Störimpulse kurzer Dauer auf diese Weise unterdrücken. Der Aufwand für eine derartige Schaltung ist jedoch insbesondere wegen der notwendigen Verzögerungseinrichtung sehr hoch.
Aus der britischen Patentschrift 9 60 836 ist ein Radarempfänger bekannt, bei dem ein breitbandiger Zwischenfrequenzverstärker vorgesehen ist, auf den ein schmalbandiger Zwischenfrequenzverstärker folgt. Dem Ausgang dieses schmalbandigen Zwischenfrequenzverstärkers ist ein als Demodulator arbeitender Detektor nachgeschaltet. Breitbandige Störsignale kleiner Amplitude gelangen nur zu einem geringen Teil durch den schmalbandigen Zwischenfrequenzverstärker hindurch und können so in einem gewissen Umfang unterdrückt werden. Da jedoch sehr starke impulsförmige Störungen u. U. zu einer Sperrung des schmalbandigen Zwischenfrequenzverstärkers führen, ist eine eigene Überwachungsschaltung vorgesehen, welche an eine Antenne mit Rundstrahlcharakteristik angeschlossen ist. Sobald dort ein Signal auftritt, dessen Amplitude einen vorgegebenen Schwellenwert überschreitet, wird eine zwischen dem breitbandigen und dem schmalbandigen Zwischenverstärker liegende Sperrschaltung aktiviert. Der zusätzliche Überwachungskreis einschließlich der notwendigen Antenne mit Rundstrahlcharakteristik erfordert einen erheblichen Aufwand, wobei es auch nachteilig ist, daß die Störungsunterdrückung noch in der Zwischenfrequenzlage arbeitet, was eine entsprechende Auslegung der Bauteile erforderlich macht.
Aus der deutschen Auslegeschrift 12 42 723 ist eine Einrichtung zur Regelung der Schwellenhöhe bei einem Radargerät bekannt. Anhand einer Aufsummierung der für einen bestimmten Bereich des Radar-Abtastraumes aufgenommenen Video-Impulsspitzen wird für die nachfolgende Radarzeile die Ansprechschwelle für den zugehörigen Entfernungsabschnitt verändert. Die bei dem Radargerät vorgesehenen Mittel zur Abgrenzung aufeinanderfolgender Grundintervalle der Entfernung dienen allein der Gewinnung der Stellgröße. Ob das Radargerät selbst für die eigentliche Signalverarbeitung Entfernungskanäle aufweist und ob diese mit Dopplerfiltern ausgestattet sind, ist nicht angegeben.
Aus der US-Patentschrift 31 49 333 ist ein Radargerät bekannt, welches mit einer Reihe von Entfernungskanälen arbeitet. Jeder dieser Entfernungskanäle enthält eine Reihe von Filtern (Filterbank) mit jedem Teilfilter nachgeschalteten, in ihrem Verstärkungsfaktor einstellbaren Verstärkern. Die Ausgänge von Teilfiltern mit jeweils dem gleichen Durchlaßbereich werden zu einer Mittelwertsbildung zusammengefaßt. Ausgehend hiervon wird die Steuerung des Verstärkungsfaktors der einzelnen Verstärker vorgenommen. Hierbei sind somit so viele Steuereinrichtungen, Einrichtungen zur Mittelwertsbildung und geregelte Verstärker vorgesehen, wie Filter vorhanden sind. Die Störungsunterdrückung wird somit nur im Bereich der Entfernungskanäle und nicht bei einer etwaigen, allen Entfernungskanälen gemeinsamen Videoleitung vorgenommen. Dies gilt im übrigen auch für die Anordnung nach der US-Patentschrift 31 40 486, wo Stellglieder in jedem Entfernungskanal vorgesehen sind.
Wenn die Radargeräte mit Entfernungskanälen arbeiten, treten besondere Probleme auf. Störungs-
Unterdrückungsschaltungen, welche vor den Eingängen der Entfernungskanäle angeordnet werden, führen u. U. — vor allem bei schneller Änderung der Empfängerempfindlichkeit — zur Erzeugung von Störsignalen, welche irrtümlich als Bewegtzielsignale ausgewertet werden können. Außerdem ist die Unterscheidung, ob Störsignale vorhanden sind oder ob es sich um Bewegtoder Festzielechosignale handelt, vor dem Eingang der Entfernungskanäle schwierig. Werden dagegen in jedem Entfernungskanal eigene Störungsunterdrükkungsschaltungen vorgesehen, so ist der Aufwand entsprechend groß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Weg aufzuzeigen, auf dem es möglich ist, mit geringem Aufwand eine sichere Unterscheidung zwischen Störsignalen einerseits und Bewegt- bzw. Festzielechosignalen andererseits zu treffen und darüber hinaus die Möglichkeit zu schaffen, daß die Empfängerempfindlichkeit gegebenenfalls sehr schnell geändert werden kann, ohne daß dadurch neue Störungen entstehen. Gemäß der Erfindung, welche sich auf einen Pulsdopplerradarempfänger der eingangs genannten Art bezieht, wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die das Stellglied enthaltende Störungsunterdrückungsschaltung zwischen dem Ausgang der Entfernungskanäle und dem Eingang der Anzeige- oder Auswerteeinrichtung in die gemeinsame Videoleitung eingeschaltet ist und daß die Überwachungsschaltung an die gemeinsame Videoleitung vor dem Eingang des Stellgliedes angeschaltet ist und bei Belegung von mindestens einer vorgegebenen Zahl w der insgesamt π Entfernungskanäle durch Ausgangssignale eine Störung signalisiert und daraufhin das Stellglied der Störungsunterdrückungsschaltung in Tätigkeit setzt.
Am Ausgang der Entfernungskanäle wird die Störungsunterdrückung bereits dadurch vereinfacht, daß eine Reihe von Störsignalen, ebenso wie die Echosignale von Festzielen, nicht mehr vorhanden sind. Außerdem können durch schnelle Änderungen der Empfängerempfindlichkeit keine Signale mehr entstehen, welche bei einer Störungsunterdrückung vor den Entfernungskanälen von Bewegtzeichenfiltern als fälschliche Bewegtzielechosignale durchgelassen würden. Ein weiterer Vorteil besteht bei in der Zwischenfrequenzlage arbeitenden Entfernungskanälen darin, daß die im Bereich der Störungsunterdrückungsschaltung auftretenden Signale als Videosignale vorliegen und deshalb besonders einfach zur Auswertung herangezogen werden können.
Das Vorhandensein von Störungen wird in einfacher Weise dadurch erkannt, daß die Überwachungsschaltung bei Belegung von mindestens einer vorgegebenen Zahl m der insgesamt η Entfernungskanäle durch Ausgangssignale eine Störung signalisiert und daraufhin die Störungsunterdrückungsschaltung in Tätigkeit setzt. Da normalerweise nur sehr wenige Flugziele von einem Radargerät, z. B. einem Rundsuchradar, erfaßt werden, ist der Störungsfall von diesem Normalbetriebsfall in einfacher Weise dadurch unterscheidbar, daß bei sehr vielen Entfernungskanälen Ausgangssignale auftreten, so daß in vorteilhafter Weise ein einfacher Zählvorgang für die Überwachung auf das Vorhandensein von Störungen genügt. Als Störer kommen praktisch alle Arten von Impuls- und »CW«-Störern in Frage, wobei das genannte Kriterium auf alle Arten von Störungen anspricht. Es wäre lediglich dann nicht ausreichend, wenn die Störungen in, bezogen auf den Radartakt, sehr großen Abständen auftreten würden. Die Überprüfung wird zweckmäßig bei jeder Empfangsperiode
T = -γ- (Jp = Impulsfolgefrequenz)
erneut vorgenommen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß in den Entfernungskanälen Verstärker mit bezüglich der Eingangsamplituden nichtlinearer, eine Dynamikkompression ergebender, insbesondere
ίο logarithmischer, Verstärkungscharakteristik vorgesehen sind. Dies hat den Vorteil, daß für das Stellglied zur Veränderung der Empfängerempfindlichkeit keine sehr große Dynamik erforderlich ist. Dabei sind die Anforderungen an die nichtlineare Verstärkungscharakteristik relativ gering, und es muß nur die Eindeutigkeit gewährleistet sein, d. h. daß jedem Eingangspegel ein bestimmter Ausgangspegel zugeordnet ist. Derartige Verstärkungscharakteristiken lassen sich mit besonders geringen Anforderungen realisieren.
Eine einfache Lösung für die Beseitigung der Störungen ist dadurch gegeben, daß die Gesamtenergie der Ausgangssignale aller oder einer Gruppe von Entfernungskanälen bestimmt wird und daß die Schwelle für die Anzeige oder Auswertung der Empfangssignale um einen bestimmten Wert oberhalb des Mittelwertes der jeweiligen Gesamtenergie liegt. Damit stellt sich die Schwelle selbsttätig auf die durch die jeweiligen Störanteile gegebenen Werte ein.
Die Erfindung sowie Weiterbildungen der Erfindung
in sind anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 das Blockschaltbild eines Radargeräts nach der Erfindung,
F i g. 2 eine abgewandelte Form der Störungsunterdrückungsschaltung,
r> Fig.3 den Verlauf von Schwellenwerten in Abhängigkeit von der Zeit.
In F i g. 1 ist die Antenne z. B. eines Rundsuchradargeräts mit 1 bezeichnet. Über einen Taktgeber 2 wird ein Sende-Empfangs-Schalter 3 gesteuert, der einerseits mit dem Radarsender 4 und andererseits mit einer Demodulatoreinrichtung 5 verbunden ist, deren Überlagerungsoszillator mit 6 bezeichnet ist. Die phasenkohärent demodulierten Empfangssignale gelangen nachfolgend zu Entfernungskanälen Ki bis Kn, welche j nacheinander für einen bestimmten Zeitraum mittels einer Schalteinrichtung SE an den Eingangsteil des Radarempfängers angeschaltet werden. Die Entfernungskanäle enthalten in bekannter Weise Dopplerfilter (Bewegtzeichenfilter), Gleichrichter sowie gegebenenfalls Verstärker, Tiefpaßintegrationseinrichtungen und Schwellenschaltungen. Die verbleibenden, auf Bewegtziele zurückgehenden Echosignale sowie etwaige Störanteile, welche ein Bewegtziel vortäuschen könnten, werden nacheinander am Ausgang der
•55 einzelnen Entfernungskanäle mittels einer Schalteinrichtung SA abgetastet und einer gemeinsamen Videoleitung VL zugeführt. Diese gemeinsame Videoleitung VL ist an der Klemme B mit sämtlichen Entfernungskanälen verbunden. Sie enthält eine Störungsunterdrückungsschaltung SLJ, an deren Ausgang eine Auswerte- oder Anzeigeeinrichtung 6 angeschlossen ist.
Die Störungsunterdrückungsschaltung SU weist eine an die Videoleitung angeschlossene Überwachungseinrichtung 8 auf, der gegebenenfalls ein Verstärker 9 für die Stellgröße nachgeschaltet sein kann. Die Stellgröße wird einem Stellglied 10 zugeführt, welches in den Verlauf der Videoleitung VL eingeschaltet ist. Das
Stellglied 10 kann ein veränderbarer, vorzugsweise ohmscher Widerstand, ein Verstärker mit veränderbarer Verstärkung oder auch eine Schwellenstufe sein. Dem Stellglied 10 ist eine ebenfalls in die Videoleitung VL eingeschaltete Schwellenstufe 11 nachgeschaltet, deren Schwellenwert festlegt, welche Signalamplituden noch angezeigt oder ausgewertet werden. Sobald auf Grund der vor dem Stellglied 10 an der Überwachungseinrichtung 8 auftretenden Signalform, Signalamplitude oder eines sonstigen Kriteriums eine Störung als solche in erkannt ist, wird von der Überwachungsschaltung 8 mittels des Stellgliedes 10 die Empfängerempfindlichkeit so lange verringert, bis es zu keiner Überschreitung des Schwellenwertes der Schwellenstufe 11 durch Störungen mehr kommt. Die dazu notwendigen r> Steuervorgänge beim Stellglied 10 können beliebig schnell durchgeführt werden, so daß kurzzeitig auftretende Störungen gezielt ausgeblendet werden können und nach Beendigung der Störungen die Empfängerempfindlichkeit praktisch sofort wieder auf den ursprünglichen hohen Wert angehoben werden kann.
In Fig.2 ist die Störungsunterdrückungsschaltung SU nach Fig. 1 insofern abgewandelt, als hier zwei Schwellenstufen üb und 11a vorgesehen sind. Die Schwellenstufe Hb ist in ihrem Schwellenwert veränderbar und bildet somit gleichzeitig das Stellglied 10 nach Fig. 1. Die erste Schwellenstufe 116 ist in den Verlauf der Videoleitung VL eingeschaltet. Die Einstellung ihres Schwellenwertes verändert somit die Empfindlichkeit und legt fest, weiche Signalamplituden jo noch bei der Auswerte- oder Anzeigeeinrichtung 6 erfaßt bzw. verarbeitet werden können. Zwischen der Schwellenstufe üb und der Anzeige- oder Auswerteeinrichtung 6 ist ein Trennverstärker 14 vorgesehen. Zur Veränderung des Schwellenwertes der Schwellenstufe a lib ist eine Steuerschaltung 12 vorgesehen, weiche den Schwellenwert der Schwellenstufe Hb dann anhebt, wenn Störungen auftreten, und dann absenkt, wenn keine Störungen vorhanden sind. Die Information, ob eine Störung vorliegt oder nicht, geht von einer als Überwachungsschaltung arbeitenden Zählschaltung 13 aus, welche über die zweite Schwellenstufe 11a die Ausgangssignale sämtlicher Entfernungskanäle überwacht und zählt, bei wie vielen Entfernungskanälen Ausgangssignale auftreten. Sind z. B. insgesamt 40 Entfernungskanäle vorgesehen, so kann die Zählschaltung so eingestellt werden, daß sie dann die Störungsunterdrückungsschaltung aktiviert, wenn bei einer Abtastung aller Ausgänge der Entfernungskanäle von den /7 = 40 Entfernungskanälen m belegt sind. Der Wert m kann in diesem Fall zweckmäßig etwa in der Größenordnung zwischen 5 und 10 liegen. Im allgemeinen wird ein Bereich von
— = 0,1 bis 0,5
für die Bewertung ausgenutzt und m auf einen entsprechenden Zwischenwert festgelegt. Es ist vorteilhaft, den Wert von m einstellbar auszulegen, weil unter den verschiedenen Betriebsbedingungen des Radarge- eo räts eine verschieden dichte Belegung der Entfernungskanäle durch echte Bewegtziele erfolgen kann. Bei wenig belegten Gebieten kann der Wert von m sehr niedrig gewählt werden, bei Gebieten mit einer hohen Dichte von Bewegtzielen ist m entsprechend größer b5 einzustellen. Der Zählwert, bei dem es zu einem Ansprechen der Störungsunterdrückungsschaltung SU kommt, ist vorteilhaft in einem Speicher enthalten, der baulich mit der Zählschaltung 13 selbst verbunden sein kann und hier nicht eigens dargestellt ist. Es ist auch möglich, den Grenzwert des Zählers als Zählwert von m zu benutzen. Der Zählwert, welcher zu einer Auslösung der Störungsunterdrückungsschaltung führt, kann auch richtungsabhängig ausgelegt werden, d. h. in einem bestimmten Raumbereich, welcher von der Richtantenne 1 nach Fig. 1 überstrichen wird, ist der Wert von m hoch zu wählen, in einem anderen Bereich kann der Wert von m dagegen niedriger angesetzt werden. Die Steuerung von m kann dabei zweckmäßig mittels des mit der Antenne verbundenen Winkelgebers erfolgen.
Während die erste Schwellenstufe 116 in Serie in die Videoleitung VL eingeschaltet ist, liegt die zweite Schwellenstufe 11a parallel zur Videoleitung VL. Der Ausgang der zweiten Schwellenstufe 11a ist mit der Zählschaltung 13 verbunden. Der Schwellenwert der Schwellenstufe Hb ist so eingestellt, daß bei ungestörtem Betrieb die geforderte, möglichst konstante Falschsignalrate (»CFAR«) des Radargeräts eingehalten wird. Über die Schwellenstufe 11a werden der Zählschaltung 13 Impulse zugeführt, die sowohl von Falschsignalen (Rauschspitzen), Störungen und echten Zielen stammen können. Der Schwellenwert der Schwellenstufe 11a liegt zweckmäßig tiefer als der Schwellenwert der Schwellenstufe Hb. Dabei ist es zweckmäßig, den Schwellenwert der Schwellenstufe 11a um so viel niedriger zu wählen, daß für jeden Pegel die geforderte Falschsignalrate erreicht wird. Werden pro Empfangsperiode T=\/fp (fp = Impulsfolgefrequenz) mehr als m Überschreitungen des Schwellenwertes der Schwellenstufe 11a gezählt, so wird eine Störungsunterdrückung eingeleitet. Dadurch treten folgende Reaktionen ein:
Die Steuerschaltung 12 erhöht den Schwellenwert der Schwellenstufe 116, wodurch verhindert wird, daß unverändert Störsignale zu der Auswerte- oder Anzeigeeinrichtung 6 gelangen können. Darüber hinaus wird zweckmäßig von der Steuerschaltung 12 aus der Schwellenwert der Schwellenstufe 11a ebenfalls erhöht. Es kann zweckmäßig sein, beide Schwellenwerte zeitabhängig größer werden zu lassen, vorteilhaft mit gleichbleibender Geschwindigkeit. Weiterhin kann die Änderung des/der Schwellenwerte^) so vorgenommen werden, daß bei jeder Überschreitung von m der/die Schwellenwert(e) um einen bestimmten Wert erhöht werden. In der nachfolgenden Empfangsperiode, vor deren Beginn der Zählerstand zweckmäßig wieder auf Null zurückgestellt wird, wird der Zählvorgang wiederholt. Liegt die Zahl der Impulse wieder über dem festgesetzten Wert m, so wird die Aufwärtsbewegung der Schwellenwerte der Schwellenstufen lib und 11a fortgesetzt. Ist dies nicht der Fall, so wird vorteilhaft statt der Aufwärtsbewegung der Schwellenwerte der beiden Schwellenstufen 116 und 11a eine Abwärtsbewegung eingeleitet, welche so lange wiederholt wird, bis wieder die für den ungestörten Betriebsfall vorgesehenen Schwellenwerte erreicht sind. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß die Schwellenwerte der Störgröße folgen, wobei sie wechselweise oberhalb oder unterhalb liegen.
In F i g. 3 sind in Abhängigkeit von der Zeit t die Schwellenwerte Wder Schwellenstufe lift (Schwellenwert WWb)und 11a(Schwellenwert Wlla^dargestellt. Dabei ist vorausgesetzt, daß ein Störsignal ST auftritt, das über längere Zeit — z. B. eine Zielüberstreichung — vorhanden bleibt. Es kommt auf diese Weise zu einem Ansteigen der Schwellenwerte bis zu einem Grenzwert,
030 214/115
welcher so ausgelegt ist, daß keine Anzeige des Störers mehr erfolgt. Bei einer Überstreichung des Störers tritt anschließend wieder ein Absinken des Störsignals ST ein. Man erkennt deutlich, wie der Schwellenwert WWa wegen der in Wirklichkeit infolge von Rauschspitzen j nicht gleichmäßig ansteigenden Störsignale um die Störspannung pendelt. Der Abstand zwischen dem Schwellenwert WWb der Schwellenstufe 116 und dem Schwellenwert VKlIa der Schwellenstufe 11a muß gerade so groß sein, daß zu den Zeiten, da Störsignale ίο ST den Schwellenwert der Schwellenstufe 11a überschreiten, der Schwellenwert der Schwellenstufe 116 nicht überschritten wird, weil sonst der Störer zur Anzeige käme. Dieser Abstand ist von entscheidender Bedeutung für die Entdeckungswahrscheinlichkeit von Zielen, deren Echosignalleistung nicht wesentlich größer ist als die Störleistung. Je größer der Abstand der beiden Schwellen untereinander ist, desto größer muß die Leistungsdifferenz zwischen Ziel und Störer sein. Der Abstand kann um so kleiner gemacht werden, je kleiner die Amplituden der Pendelbewegung der Schwellen sind. Die Amplitude hängt u.a. von der Geschwindigkeit, mit der die Schwellenwerte verändert werden, ab.
Wird die Anzeige eines Störers auf dem Bildschirm oder der Auswerteeinrichtung unterdrückt, so wird zweckmäßig die Tatsache, daß ein Störfall vorliegt, auf irgendeine Weise angezeigt. Weiterhin kann die Intensität des Störers und vor allem dessen Richtung interessant sein. Diese drei Informationen können durch die sogenannte »AVA«-Darstellung (»amplitude versus azimuth«) übermittelt werden. Auf dem Bildschirm wird hierbei eine Linie geschrieben, deren Abstand vom Bildschirmmittelpunkt ein Maß für die Störintensität aus der jeweiligen Richtung ist.
Die Realisierung der »AVA«-Darstellung gestaltet sich besonders einfach, da eine dem Störer proportionale elektrische Größe bereits vorhanden ist, und zwar in Form der Schwellenspannung. Diese muß nur noch in eine für die Anzeige auf dem Bildschirm geeignete Form gebracht werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (21)

Patentansprüche:
1. Pulsdopplerradarempfanger mit einer zur Beseitigung unerwünschter, von Impuls- und Dauer- "> störern kommender Empfangssignale dienenden Störungsunterdrückungsschaltung und mit Bewegtzeichenfilter enthaltenden Entfernungskanälen, die nacheinander an den Eingangsteil des Empfängers angeschaltet werden und deren Ausgänge nachein- i< > ander über eine gemeinsame Videoleitung mit einer Anzeige- oder Auswerteeinrichtung verbunden sind, wobei die Störungsunterdrückungsschaltung ein Stellglied enthält und eine auf die Belegung der Entfernungskanäle durch Empfangssignale anspre- i"> chende Überwachungsschaltung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die das Stellglied (10; 116) enthaltende Störungsunterdrükkungsschaltung (SU) zwischen dem Ausgang (B) der Entfernungskanäle (K 1 bis Kn) und dem Eingang der Anzeige- bzw. Auswerteeinrichtung (6) in die gemeinsame Videoleitung (VL) eingeschaltet ist und daß die Überwachungsschaltung (8, 13) an die gemeinsame Videoleitung (VL) vor dem Eingang des Stellgliedes angeschaltet ist und bei Belegung von 2> mindestens einer vorgegebenen Zahl m der insgesamt η Entfernungskanäle durch Ausgangssignale eine Störung signalisiert und daraufhin das Stellglied (10; 116) der Störungsunterdrückungsschaltung (SU)
in Tätigkeit setzt. «>
2. Pulsdopplerradarempf anger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Entfernungskanälen (/£1 bis Kn) Verstärker mit bezüglich der Eingangsamplituden nichtlinearer, eine Dynamikkompression ergebender, insbesondere logarithmi- r> scher, Verstärkungscharakteristik vorgesehen sind.
3. Pulsdopplerradarempfänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (10; 116) als Schwelle ausgebildet ist.
4. Pulsdopplerradarempfänger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtenergie der Ausgangssignale aller oder einer Gruppe von Entfernungskanälen (K 1 bis Kn) bestimmt wird und daß die Schwelle (10; 116) für die Anzeige oder π Auswertung der Empfangssignale um einen bestimmten Wert oberhalb des Mittelwertes der jeweiligen Gesamtenergie liegt.
5. Pulsdopplerradarempfänger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das ίο
Verhältnis — zwischen 0,1 und 0,5 gewählt ist.
6. Pulsdopplerradarempfänger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungsschaltung die Zahl der durch Aus- ίί gangssignale belegten Entfernungskanäle (Ki bis Kn) bei jeder Empfangsperiode jeweils neu bestimmt.
7. Pulsdopplerradarempfänger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als mi Überwachungsschaltung eine Zählschaltung (13) an die Ausgänge der Entfernungskanäle (Ki bis Kn) angeschlossen ist, durch welche die Zahl der durch Ausgangssignale belegten Entfernungskanäle festgestellt wird, und daß in einer Speichereinrichtung bi die zulässige Zahl von Belegungen festgehalten ist, welche bei Überschreitung zu einer Aktivierung der Störungsunterdrückungsschaltung (SU) führt.
8. Pulsdopplerradarempfänger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zulässige Zahl m der Belegungen von Hand einstellbar ist.
9. Pulsdopplerradarempfänger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zulässige Zahl m der Belegung in Abhängigkeit von der Winkelstellung der Radarantenne verändert ist.
10. Pulsdopplerradarempfänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem Stellglied (10) eine zusätzliche Schwellenstufe (11) vorgesehen ist, die vor der Anzeige- bzw. Auswerteeinrichtung (6) in die zugehörige Leitung (VL) eingeschaltet ist.
11. Pulsdopplerradarempfänger nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der eingestellte Schwellenwert bei der zusätzlichen Schwellenstufe (11) bei ungestörtem Betrieb auf dem niedrigsten Wert liegt, der so gewählt ist, daß die für das jeweilige Radargerät geforderte Falschsignalrate erreicht wird.
12. Pulsdopplerradarempfänger nach Anspruch 3 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem als Schwelle ausgebildeten Stellglied (116) eine zweite Schwellenstufe (lla) vorgesehen ist, die im Nebenschluß an die zur Anzeige- bzw. Auswerteeinrichtung führende Leitung (VL) angeschlossen und deren Ausgang mit der Überwachungsschaltung (13) für die Aktivierung der Störungsunterdrückungsschaltung (SU) verbunden ist.
13. Pulsdopplerradarempfänger nach Anspruch
12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellenwert der zweiten Schwellenstufe (lla) niedriger liegt als der Schwellenwert der als Stellglied dienenden ersten Schwellenstufe (116).
14. Pulsdopplerradarempfänger nach Anspruch
13, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellenwert der zweiten Schwellenstufe (Ha) so viel niedriger liegt als der der ersten Schwellenstufe (116), daß für jeden Pegel die geforderte Falschsignalrate erreicht wird.
15. Pulsdopplerradarempfänger nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß bei Überschreiten von m der Schwellenwert auch der zweiten Schwellenstufe (lla) erhöht wird.
16. Pulsdopplerradarempfänger nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwellenwerte (W 116, WUa) der beiden Schwellenstufen (116, lla) bei jedem Überschreiten von m um jeweils gleiche Werte erhöht werden.
17. Pulsdopplerradarempfänger nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhöhung beider Schwellenwerte (W 116, MIa) bei jedem Überschreiten von m mit einer konstanten Geschwindigkeit vorgenommen wird.
18. Pulsdopplerradarempfänger nach Anspruch 3 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß bei gleicher oder größerer Anzahl von belegten Entfernungskanälen (K 1 bis Kn) während der nachfolgenden Empfangsperiode der/die Schwellenwerte) (WWb, WWa) weiter erhöht, bei einer kleiner gewordenen Anzahl dagegen fortlaufend erniedrigt wird/ werden.
19. Pulsdopplerradarempfänger nach Anspruch 13 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem Schwellenwert (WWb, WlIa) der ersten (116) und der zweiten
(11a) Schwellenstufe so groI3 gewählt ist, daß bei Überschreiten des Schwellenwertes der zweiten Schwellenstufe (lla) durch Ausgangssignale noch keine Zielanzeige bzw. Auswertung der empfangenen Signale erfolgt. ■>
20. Pulsdopplerradarempfänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Darstellung der empfangenen Störenergie auf der Anzeigeeinrichtung (6) in einer von der echten Bewegtzielanzeige unterschiedlichen Art i<> vorgenommen wird.
21. Pulsdopplerradarempfänger nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige nach Größe und Richtung der Störung erfolgt.
DE19722209571 1972-02-29 1972-02-29 Pulsdopplerradarempfänger mit Entfernungskanälen und mit einer Störungsunterdrückungsschaltung Expired DE2209571C1 (de)

Priority Applications (6)

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