DE87204C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B31—MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
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- B31B50/00—Making rigid or semi-rigid containers, e.g. boxes or cartons
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- B31B50/00—Making rigid or semi-rigid containers, e.g. boxes or cartons
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- Making Paper Articles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
(Mass, V. St. Α.).
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Maschine dient zur Fertigstellung von kastenförmigen
Pappschachteln, deren entsprechend zugeschnittene Arbeitsstücke theilweise von Hand vorgerichtet werden.
Die Wangentheile werden an dem mit Rillen längs der Umbiegelinien versehenen Arbeitsstück
mit den Händen vorgebogen und das Arbeitsstück so in die Maschine eingeführt. Nach
Inbetriebsetzung der Maschine wird das eine Ende des Arbeitsstückes zuerst gummirt, dann
erfolgt die Einwä'rtsbiegung der beiderseitigen Klebklappen und ferner das Niederbiegen des
Endtheiles rechtwinklig zu demjenigen Theil, der den Schachfeiboden bildet und gegen welchen
in dieser Weise die rechtwinklige Aufsetzung und Verklebung der Schachtelwände bewerkstelligt wird. Darauf wird mit der Hand
die Schachtel von der Maschine abgenommen und mit Vertauschung der Enden wieder aufgesetzt;
indem nun die Maschine wieder in Gang gesetzt wird, wiederholen sich die beschriebenen
Arbeitsvorgänge für die Aufsetzung des anderen Schachtelendes.
Die Maschine kann für verschiedene Schachtelgröfsen eingestellt werden.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Schnittdarstellung der Maschine. aus welcher alle wesentlichen Theile derselben
ersichtlich sind, und Fig. 2 der Grundrifs derselben, bei welchem einige Theile der Deutlich-.,
keit wegen abgebrochen sind.
Fig. 2 a ist eine Detailzeichnung einzelner Theile der Fig. 2.
Fig. 3 ist die Vorderansicht der Maschine bezw. ein theilweiser Verticalschnitt durch
dieselbe.
Fig. 4 ist eine perspectivische Darstellung, welche die Form und Anordnung besonders
der Gummirvorrichtuna· und der Einrichtung zum Umlegen der Klebeklappen besonders
deutlich erkennen läfst.
Fig. 5 ist eine perspectivische Darstellung der stellbaren Rastwange neben einer der
Umlegevorrichtungen.
Fig. 6 ist eine perspectivische Darstellung der Vorrichtung zum Einwä'rtsbiegen der Klappen
in wirksamer Arbeitsstellung gegen die Theile des Schachtelwerkstückes.
Fig. 7 ist eine perspectivische Ansicht, aus welcher die Lage der Theile ersichtlich ist,
welche eine theilweise Umlegung der Klappen nach innen am Ende der Schachtel veranlafst
haben.
Fig. 8 zeigt in perspectivischer Darstellung den mitwirkenden Stempel, welcher die Endklappe
auf den Klebeklappen festdrückt.
Fig. 9 ist eine Darstellung des abgewickelten Arbeitsstückes, aus welchem die Schachtel
herzustellen ist.
Fis. ι ο veranschaulicht, wie das Arbeitsstück
zu fassen ist und wie die Seitenklappen mit den Klebeklappen für die Einführung in die
Maschine umzulegen sind.
Fig. 11 ist eine perspectivische Darstellung
der fertigen Pappschachtel.
Fig. 12 zeigt in perspectivischer Darstellung die
selbsttätige Entkuppelungsvorrichtung, welche ein Stillstehen der Maschine veranlafst, nachdem
die Klebeklappen nur an einem Ende der Schachtel umgelegt und festgelegt worden sind.
Fig. 13 ist eine Oberansicht der Vorrichtung
nach Fig. 12.
Von dem Schachtelwerkstück χ (Fig. 9 und 10) soll der mittlere Theil χ- als Boden, die
Theile x3x3 als Endklappen, die Theile x4 x4
als Seitenklappen und die Theile χ5χδ an
deren Enden als Klebeklappen bezeichnet werden.
Die punktirten Linien (Fig. 9) bezeichnen die Umbiegerillen bezw. Falzlinien für die Klappen.
Wenn das Arbeitsstück unter rechtwinkliger Anbiegung der Seitenklappen gegen den Boden den
Werkzeugen der Maschine dargeboten ist, sollen die Klebeklappen im Winkel gegen die Seitenklappen
nach innen gebogen und die inzwischen rechtzeitig gummirfen Endklappen auf die Klebeklappen
zurückgebogen werden, so dafs mit einem schliefslichen Stempeldruck die Schachtel
auf ihrem einen Ende fertiggestellt wird.
Als Gestelltisch der Maschine dient ein klotzförmiger
Träger A, der sich quer zwischen den zwei Seitenständern α α erstreckt. Auf der
Vorderseite sind zwei verstellbare plattenförmige Tragstücke B angeordnet, die als Rastwangen
bezeichnet werden sollen und welche für ihren Zweck der Schachtelauflagerung mit geraden
horizontalen Oberseiten 20 und mit äufseren senkrechten Flächen 22 versehen sind. Die
Entfernung der einander gegenüberliegenden äufseren Flanken der Rastwangen entspricht
der Weite bezw. Bodenbreite der herzustellenden Schachtel (Fig. 7); sofern die am Rücken
der Rastwangen vorgesehenen Halterklötze 27 sich in einer Horizontalnuth 24 des Trägers A
(Fig. 4) führen und' mittels einer Spindel 32 mit Rechts- und Linksgewinde verschieben
lassen, kann man den Abstand der übrigens an der Leiste 25 gestützten Rastwangen nach Erfordernifs
ändern. Zur Herstellung dienen durch Schlitze 29 hindurchreichende Bolzen 28
mit Muttern 30- (Fig. 1, 3 und 5).
Die Halterklötze 27 sind zugleich vermöge des Supports C2 Träger der Faltwerkzeuge C
aufsen neben den Rastwangen B, wodurch die Einwärtsbiegung der Klebeklappen x5 über die
Rastwangenrlächen 20 bewerkstelligt wird (Fig. 7). Das Andrücken der Endklappe x:i von oben
her erfolgt mittels des Stempels G, nachdem zur Vorbiegung dieses Theiles unter den Stempel
eine mit einem Hebel 50 bethä'tigte Schlagplatte D (Fig. 6) wirksam gewesen ist.
Das in winkelförmiger Fortsetzung an den Halterklotz 27 sich anschliefsende Supportträgerglied
31 reicht längs der äufseren Flachseite jeder Rastwange B derart vorbei, dafs ein
Zwischenraum y zwischen den zugekehrten Flächen verbleibt, der besonders deutlich im
Theilgrundrifs (Fig. 2 a) und auch in Fig. 2, 3, 4 und 8 ersichtlich ist. Dieser Abstand y ist
breit genug, um die Zwischeneinschiebung der Schachtelwand xi zwischen B und C2 zu gestatten
(Fig. 7).
Der Support C2 besteht aus einem oben dachförmig abgeschrägten Block 26 mit eine
Prismaführung bildender Schwalbenschwanznuth 33 und einer vertieften Quernuth 34.
An genannter, der Schräge des Blockes 26 folgenden Schwalbenschwanznuth 33 führt sich
der das Werkzeug zum Einwärtsbiegen der Klebeklappen bildende Schieber C. Die Nuth 34,
welche sich in der Richtung der Ausladung erstreckt und tiefer als die Nuth 33 ist, dient
als Gleitlager für den Stangenschenkel 35, der mittels eines in den schrägen Schlitz 37 des
Schiebers C fassenden Zapfens 36 den Angriff desselben zur Hin- und Herbewegung ermöglicht.
Die Schrägschlitzanordnung ist, wie man aus Fig. 2 a, 4, 6 und 7 erkennen kann, derart, dafs, um den Schieber C oberhalb von
B vorzuschieben, der Stangenschenkel 35 eine gegen den Trägerklotz A. gerichtete Schubbewegung
erfahren mufs. Die rechts und links gelegenen Stangenschenkel 35 werden, sofern sie mit Kröpfungen 48 von einer gemeinsamen
Stange 47 (in Fig. 4 punktirt) getragen werden, gleichzeitig bewegt, und zwar mit Ableitung
ihrer Bewegung von einer der oberen Maschinenwelle .F zugehörigen Anlaufscheibe 40.
Die mit dieser durch eine Anlaufrolle zusammenwirkende, sowie von einer Feder 43 beeinflufste
Schubstange 42 (Fig. 1) überträgt die Hin- und Herbewegung auf den Ann 44 der Schwingwelle
45, und die schwingende Bewegung dieser Welle veranlafst, da deren Hebelarme 42 die
eine Stange 47 tragen, eine entsprechende Bewegung der Stange 47, sowie der daran lose
lagernden Stangenschenkel 35. Hierdurch erfolgt die rechtzeitige Vorschiebung und Zurückziehung
der zur Klebeklappen - Anbiegung dienenden Schieber C
Die vorher erwähnte Schlagplatte D (Fig. 1, 3
und 6), deren Zweck die Üeberbiegung der Endklappe in Richtung unter den Stempel G
ist, schwingt mit ihrem Hebel 50 um ein Lager bei 52, 53, welches mitten an der vorn
j im Gestell festgelegten Horizontalschiene H angebracht ist. Für die Hindurchschwingung
bietet ein Ausschnitt 86 dieser oberhalb der Rastwangen B B vorbeiführenden Schiene den
Raum dar, und die Enden der Schiene H sind an die Wangenständer a'2 der Maschine, die
j oben die Welle F tragen, angeschraubt. Der j., fordere Arm des Hebels 50 ist mit der Stange 54
f'in Verbindung, deren Rolle 55 vermöge der
j Wirkung einer Feder 57 gegen die Anlauf-
scheibe. 56 der Hauptwelle F anliegt, so dafs von dieser Anlaufscheibe der Antrieb der
Schlagplatte D im geeigneten Zeitpunkt bewerkstelligt wird.
Mit JJ (Fig. i, 2, 4 und 6) sind die zur
Klebstoffübertragung dienenden zwei Gummirleisten bezeichnet; dieselben erhalten , sofern
sie durch Schrauben 76 verstellbar mit dem Querhaupt 63 einer Schubstange 64 verbunden
sind, eine horizontale Hin- und Herbewegung von vorn nach hinten, um die Endklappen vor
ihrer Umlegung nahe am Rande mit Klebstoff zu versehen und so die nachherige Vereinigung
derselben mit den Klebeklappen x5xb (Fig. 6
und 7) zu ermöglichen.
Die Stange 64, welche das für die Leisteneinstellung mit Schlitzen 75 versehene Querhaupt
63 trägt, lagert in einem Führungsblock 65 und ist zur Veranlassung ihrer Schubbewegung
an den Hebel 66 der Schwingwelle 67 angelenkt; letztere erhält die Bewegung dadurch,
dafs ihr Arm 68 mit der Stange 69 verbunden ist, deren Anlaufrolle 70 im Angriffbereiche der
Anlaufscheibe 72 durch die Feder 73 gehalten wird.
Das Auftragen von Klebstoff auf die nach vorn gerichteten verticalen Flächen der Gummirleisten
JJ geschieht mit folgendem, einem Druckpressen-Farbwerk ähnlichen Mechanismus
(Fig. i, 2 und 4).
Der Klebstofftrog M mit der Walze 71 ist über der Vorschubbahn der Gummirleisten angeordnet
, und an beiden Seiten der Maschine sind vor dem Troge die Ständer yy mit den in
der Hauptsache vertical verlaufenden Führungsschlitzen 78 vorgesehen, welch letztere nur
oben bei 79 eine Krümmungabbiegung zeigen (Fig. ι und 4). In diesen Schlitzen 78 führen
sich die Endzapfen der als Ganzes auf- und abbeweglichen Gummirwalzey, indem die Zapfen
ferner aufserhalb der Ständer von den ebenfalls geschlitzten Armen 81 einer Schwingwelle 84
getragen werden. Zur Bethätigung derselben und demgemäfs zur zeitweisen Nieder- und
Emporbewegung der Klebstoffwalze f tritt die Anlaufscheibe 8 5 in Wirkung, an welcher sich,
wie aus Fig. 1 ersichtlich, die mit Anlaufrolle versehene, durch die Feder 87 beeinflufste
Stange 91 in der Angrifflage befindet, um den aufgenommenen Antrieb auf den Schwingarm 93
der Welle 84 zu übertragen. Bei solcher Bewegung wird die Gummirwalze f infolge der
Schlitzführung ihrer Zapfen gezwungen, vertical über den Flächen der dann entsprechend eingestellten
Gummirleisten / entlang zu rollen, und tritt jeweils in der Hublage etwas zurück, um
mit der Auftragwalze 71 in Berührung zu kommen.
Die vorher genannte, zweckmäfsig mit Gewebe d (Fig. 6) im Ganzen umkleidete Schiene H
bildet mit ihrer hinteren, den Gummirleisten JV zugekehrten Fläche eine Art Ambos, an welchem
die aufrechte Schachtelendklappe x3 während der Klebstoffübertragung gehalten wird.
Die Ambosfläche ist mit einer Gummiplatte 82 überdeckt, die mit der oberen horizontalen
Längskante 83 abgegrenzt ist. An dieser Grenze, welche mit der Endkante der genannten
Schachtelklappe x3 bündig liegen soll, sind
auch die Anlegemarken 60, 60 angebracht. Die Gummiplatte giebt ein elastisches, gleichmäfsiges
Widerlager, dessen Verticalebene um ein Geringes (entsprechend der Stärke des Schachtelmaterials)
gegen die Ebene der Rastwangenflächen 21 zurückliegt. Demgemäfs erfolgt die
Klebstoffauftragung seitens der Gummirleisten JJ vollkommen gleichmäfsig längs der von denselben
getroffenen Endklappenränder, und der Uebelstand wird vermieden, dafs sich etwa Klebstoff
über dem Endrande jenseits der abgesetzten Kante 83 auf der Ambosfläche ansammelt und
die ordnungsmäfsige Klebstoffübertragung stört.
Als abschliefsender Arbeitsvorgang tritt die Abwärtsbewegung des über den Rastwangen
B B angeordneten Stempels G (Fig. 1 und 3) dann ein, wenn sowohl jede der beiden Klebeklappen
χ 5 mittels der Schieber C ihre Einwärtsbiegung,
als auch die gummirte Endklappe xs
die theilweise Niederbiegung bezw. Vorbiegung durch ,die Schlagplatte D erfahren hat (Fig. 7).
Zur Stempelbewegung dienen gemäfs der dargestellten beispielsweisen Anordnung zwei in
gleicher Art auf jedem Ende der Maschinenwelle F angebrachte Curvenschubscheiben 88
(Fig. ι und 3), die auf Anlaufrollen 89 in Verbindung mit dem Stempel G und auf
Gegenrollen 90 wirken, welche von aufrechten Armen 92 des Stempels getragen werden.
Um als ein hülfsweiser Anschlag für das richtige Aufsetzen des Schachtelwerkstückes zu
dienen, ist eine Schiene L unterhalb zwischen den Rastwangen B B befestigt; der Widerlagstheil
95 (Fig. 1 und 4) dieser Schiene stützt den Schachtelboden von innen und liegt entsprechend
in der Ebene der Stirnflächen 21 der Rastwangen B B.
Die Einrichtung der Maschine ist eine derartige, dafs nach einmaliger Umdrehung der
Welle F sämmtliche Arbeitsvorgänge vollendet sind. Die Abstellung des Auftriebes kann
selbstthätig nach jeder Umdrehung durch mechanische Ausrückung der Antriebskuppelung
erfolgen. Wird z. B. mittels der Trittstange 96, die den unter Federwirkung stehenden Winkelhebel
(110, /7, 112) angreift, je beim Beginne
der Arbeit die Einrückung einer Kuppelung an dem Antriebrade 97 erzielt, so wird vermöge
der in Fig. 3, 12 und 13 dargestellten Construction
nachbeschriebener Art eine selbstthätige rechtzeitige Entkuppelung ermöglicht. Die Nabe des lose laufenden Treibrades 97 ist
in kreisförmiger Anordnung mit einer Anzahl
Aussparungen 99 versehen, und in der Mitnehmerscheibe
98 der Welle F hat der Riegel 1 00 sein entsprechendes Lager 102 derart, dafs er
zum Eingriff vorgeschoben oder aus demselben zurückgezogen werden kann. Dieser Riegel 100
trägt den radialen Stift 103, der durch den Führungslängsschlitz 104 an dem Kuppelscheibenumfange
vortritt, um als Einstellungsangriff zu dienen.
Der Riegel 100 mit Stift 103 nimmt an der
Drehung der Welle F Theil, und nach einer Umdrehung trifft der Stift 103 in einen schrägen
Einlauf bezw. gegen die Schrägfläche 109 eines
am Gestell bei α'2 festgelegten Consolstückes 105,
welches in Fig. 12 perspectivisch, in Fig. 1 3 in Oberansicht dargestellt ist. Der genannte, an
dem Abgleitstück 108 gebildete Schrägeinlauf führt zu einem Ausschnitt 106, der jenseits
durch die Wange 107 begrenzt und nach vorn parallel zur Welle geöffnet ist.
Der Winkelhebel /3, an dessen Arm 110 die
Stange 96 angreift, ist am Consolstück 105 drehbar gelagert und reicht mit seinem Arm 1 12
in den Ausschnitt 106 hinein, so dafs das Ende zwischen dem in der Ruhelage aufgehaltenen
Stift 103 und dem Schlitzende liegt (Fig. 13).
Sofern der Stift 103 gegen das Widerlager 107 entsprechend der Nichteingrifflage des Riegels 100
anliegt, befindet sich die Mitnehmerscheibe 98 nebst Welle F in der Stillstandslage. Sobald
der Winkelhebel h derart in Schwingung versetzt wird, dafs dessen Ann 1 1 2 den Stift längs
des Widerlagers 107 bis über die Schulter 113
bewegt, wird der Riegel 100 in Kuppelungsstellung gebracht, worauf die Hauptwelle F
ihre Drehbewegung erhält. Die Drehung wird aufgenommen, indem der mitlaufende Stift 103
an der Schulter 1 18 des Widerlagers 107 vorbeizutreten
vermag; die Ebene, in welcher dieser Stift im Verlauf der Umdrehung fortschreitet,
schneidet die schräg nach hinten gerichtete Fläche 109 des Theiles 108 vorn derart, dafs
bei Beendigung der Umdrehung Her Stift durch seine Anlage gegen die Schrägfiäche 109 zurück- j
geschoben und der Riegel, während er in seine anfängliche Ruhelage (Fig. 13) zurückkehrt,
aufser Eingriff gezogen wird. Es wird demnach die Mitdrehung der Welle verhindert, bis
durch Bethätigung der Trittstange 96 und des Winkelhebels h eine neue Umdrehung veranlafst
wird.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Wenn die Maschine stillsteht, der Stempel G sich in gehobener Lage befindet, die Vorrichtung
D zum Einwärtsbiegen ihre vordere Stellung einnimmt und die Umfaltschieber C
für die Klebeklappen zurückgezogen sind, kann der die Maschine Bedienende das Arbeitsstück
in der aus Fig. 10 ersichtlichen Lage in die Maschine einführen. Die mit der Hand von
vornherein rechtwinklig vorgebogenen Seitenklappen xi werden dabei in den Zwischenraum
y zu beiden Seiten der Auflagerrasten BB eingefügt (Fig. 6) und die Endklappe x3
von unten her hinter die Schiene H emporgeschoben, bis die Oberkante an den Anlegemarken
60 aufgehalten wird. Der Bodentheil x2 stützt sich gegen die Stirnflächen 21 der Auflager
B B und den unteren Hülfsanschlag L; die Klebeklappen x'a müssen über den oberen
Seiten der Auflager vorstehen. Wenn nun die Maschine in Gang gesetzt wird, so bewegen
sich zunächst die Gummirleisten rechtzeitig nach vorn, um die Innenfläche der Endklappe mit
Klebstoff" zu versehen, und weichen alsdann zurück; die Vorrichtungen C biegen danach
die Klebeklappen nach innen und die Schlagplatte D drückt die Endklappe ebenfalls nach
innen, worauf der Stempel G nach unten geht und die nach innen umgelegte Endklappe und
die Klebeklappen fest mit einander verbindet. Die Vorrichtungen C und D sind inzwischen
durch die Bewegung, welche denselben durch ihre Anlaufscheiben mitgetheilt wird, zurückgewichen.
Nunmehr wird die Maschine selbstthätig durch Lösung der Kuppelung abgestellt; nach Umwendung der Schachtel bezüglich ihrer
Lage an der Maschine rückt man den Antrieb von neuem ein, wodurch das andere Schachtelende
in gleicher Weise fertiggestellt wird, worauf die vollendete Schachtel alsdann aus
der Maschine entfernt wird.
Claims (3)
1. Eine Maschine zur Herstellung von Pappschachteln aus vorher zugeschnittenen, durch
Vorbiegen der Seitenklappen vorgerichteten Arbeitsstücken , dadurch gekennzeichnet,
dafs das an den beiden Enden gesondert fertig zu stellende Arbeitsstück über gegen
einander verstellbare Rastwangen (B B) unter Einführung der Seitenklappen zwischen
deren Wangen und Schieber (C C) aufgesetzt wird und sodann ein Verbinden der
Stirnwände mit den Seitenwänden in der Weise erfolgt, dafs die zu befestigende Endklappe
durch gegen sie geführte Gummirleisten (J J) mit Klebstoff versehen, darauf
durch eine Hebelschlagplatte (D) vorgebogen und schliefslich durch einen Stempel (G)
auf die vorher durch die Schieber (C C) der Rastwangen (B B) umgebogenen Theile (xr>)
der Seitentheile (xi) aufgedrückt wird.
2. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs
die Bewegung der mit den Rasiwangen (B B) verbundenen Schieber (C C) mittels
Stangen (35) bewirkt wird, welche zum Zwecke der gleichzeitigen Einstellung der Schieber durch eine Querstange (47) ge-
. kuppelt, und zwar lose mit dieser verbunden sind, um ihre Verschiebbarkeit bei
einer Veränderung der Stellung der Rastwangen zu einander zu sichern.
3. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine
direct über den Raststirnflächen angeordnete Schiene (H), gegen welche sich die Endklappe
des eingesetzten Arbeitsstückes anlegt, und welche beim Auftragen des Klebstoffes
auf die Endklappe mittels zweier durch ein gemeinsames Querhaupt (63) zu bewegenden Gummirleisten (J J) als Widerlager
dient, wobei die Auflagefläche mit einer elastischen Verkleidung (82) versehen
ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE87204C true DE87204C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=359192
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT87204D Expired DE87204C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE87204C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0240292A3 (de) * | 1986-04-01 | 1989-07-05 | International Shoe Machine Corporation | Maschine zum Verfertigen von Schachtelteilen |
-
0
- DE DENDAT87204D patent/DE87204C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0240292A3 (de) * | 1986-04-01 | 1989-07-05 | International Shoe Machine Corporation | Maschine zum Verfertigen von Schachtelteilen |
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