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DE871302C - Verfahren zur Herstellung von aromatischen Halogensilanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aromatischen Halogensilanen

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Publication number
DE871302C
DE871302C DED8636A DED0008636A DE871302C DE 871302 C DE871302 C DE 871302C DE D8636 A DED8636 A DE D8636A DE D0008636 A DED0008636 A DE D0008636A DE 871302 C DE871302 C DE 871302C
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DE
Germany
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reaction
sicl
benzene
hsicl
mixture
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Expired
Application number
DED8636A
Other languages
English (en)
Inventor
Arthur John Barry
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Silicones Corp
Original Assignee
Dow Corning Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Dow Corning Corp filed Critical Dow Corning Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE871302C publication Critical patent/DE871302C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/02Silicon compounds
    • C07F7/08Compounds having one or more C—Si linkages
    • C07F7/12Organo silicon halides
    • C07F7/121Preparation or treatment not provided for in C07F7/14, C07F7/16 or C07F7/20
    • C07F7/122Preparation or treatment not provided for in C07F7/14, C07F7/16 or C07F7/20 by reactions involving the formation of Si-C linkages

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von aromatischen Halogensilanen, bei denen eine Valenz des Si-Atoms durch Bindung mit einem C-Atom eines Benzolkohlenwasserstoffes abgesättigt ist.
Es wurde gefunden, daß ein Benzolkohlenwasserstoff, der frei von aliphatischen ungesättigten Seitenketten ist, mit einem Polyhalogenmonohydrosilan in Gegenwart einer Silicium-Bor-Komplexverbindung bei einer Reaktionstemperatur oberhalb 1500 und unterhalb 4200 und unter solchem Druck, daß zumindest ein Teil der Reaktionsmischung in flüssiger Phase vorliegt, unter Bildung von Arylhalogensilanen in Reaktion gebracht werden kann.
Zu den erfindungsgemäß zu verwendenden Benzolkohlenwasserstoffen zählen: Benzol, Polyphenyle, wie Diphenyl und Naphthalin, und alkylsubstituierte Benzole, z. B. Toluol, Xylol, Isopropylbenzol oder I> 3. 5-Trimethylbenzol. Da bis zu einem gewissen Grad eine Abspaltung von Seitenketten bei Stoffen, wie z. B. Isopropylbenzol, eintreten kann und verhältnismäßig reine Produkte erhalten werden, wenn Seitenketten nur je 1 C-Atom enthalten, ist es vorzuziehen, nur Benzol oder Polyphenyle oder die Methylderivate des Benzols als aromatische Kohlenwasserstoffe zu verwenden.
Die Polyhalogenmonohydrosilane, die erfindungsgemäß für das Verfahren geeignet sind, sind Verbindun-
gen der allgemeinen Formel RnHSiCl3_„, worin jedes R einen von ungesättigten Aliphaten freien einwertigen Kohlenwasserstoff rest und η eine Zahl von- ο bis ι bedeuten. Die vorzugsweise zu verwendenden PoIyhalogenmonohydrosilane sind HSiCl8, CH3HSiCl2 und C6H5HSiCl2. ·
Die SiHcium-Bor-Komplexverbindung, die erfindungsgemäß verwendet wird, ist ein Stoff, bei dem zumindest einige, aber nur ein Teil der Valenzen des Si
ίο und B durch Substituenten aus der Gruppe: Phenyl, Methyl, Alkoxy, Halogen und Wasserstoff abgesättigt sind, während die restlichen Valenzen des Si und B durch Sauerstoffatome abgesättigt sind, wobei diese mit den Si- und B-Atomen der Komplexverbindung verbunden sind.
Die Si-B-Komplexverbindungen werden in solchen Mengen verwendet, daß zumindest 0,01 °/0 und im allgemeinen weniger als 0,05 °/0 Bor vorhanden sind, und zwar bezogen auf das Gesamtgewicht der Reaktionsstoffe. Wenn erforderlich, können auch größere Mengen verwendet werden.
Die anzuwendenden Komplexverbindungen können •entweder verhältnismäßig leicht identifizierbare Stoffe sein oder aber auch so komplex aufgebaut sein, daß eine Feststellung des Molekularaufbaus unmöglich ist. Die Verbindung [(CH3)3 SiO]3B stellt z. B. einen identifizierbaren Typus dieser Komplexverbindungen dar. Bei den komplexeren Typen können Bindungen, z. B.
i= oder = BOSiOB =
= SiOSiOB =, = BOBOSi
auftreten. In diesen Formern können die freien Valenzen von Substituenten der vorgenannten Art, abgesättigt sein, oder sie können über Sauerstoffatome mit anderen Si- oder B-Atomen verbunden sein. Unter den Reaktionsbedingungen der Benzolkohlenwasserstoffe mit dem Polyhalogenmonohydrosilan hat es den Anschein, daß die Phenyl-, Methyl-, Alkoxy-, Chlor- oder Wasserstoffsubstituenten der Si-B-Komplexverbindung zwischen den Si- und B-Atomen wandern. Wenn daher die Ausgangszusammensetzung der Komplexverbindung auch bekannt ist, ist es unter den herrschenden Reaktionsbedingungen unmöglich festzustellen, in welcher Stellung sich einer der vorgenannten Substituenten befindet. -
Die verwendete Komplexverbindung kann entweder an Ort und Stelle in der Reaktionsmischung gebildet werden, sie kann aber auch dem Reaktionsgemisch zugesetzt werden.
Die Komplexverbindung kann durch Einwirken eines Silans auf eine Borverbindung hergestellt werden. Hierfür geeignete Silane besitzen die allgemeine Formel R'4_a-*Ha SiX6, worin jedes R' einen einwertigen 5& Kohlenwasserstoff rest, jedes X Alkoxy oder Chlor, α eine Zahl von 0 bis 1, b eine Zahl von 1 bis 4 bedeuten, wobei die Summe von # und b nicht größer als 4 ist. Beispiele geeigneter Silane sind: SiCl4, HSiCl3, CH3HSiCl2, (CHa)2Si(OC2H5)Cl, (CH3), SiOC2H5, (CHg)3SiCl, C6H5SiCl3, C6H5CH3SiCl2 oder C6H5(CH3)2SiCl. Werden alkyloxysubstituierte Silane verwendet, so ist es zweckmäßig, daß die Alkoxygruppe weniger als 5 C-Atome enthält.
Das für die Herstellung der Komplexverbindung verwendete Bor kann in folgenden Formen vorliegen: Borsäure, Borsäureanhydrid, organische Borate, z. B. Tributylborat, Phenylborsäure C6H5B(OH)2, oder Diphenylborsäure (C6HB)2BOH. Auch können die Komplexverbindungen durch Reaktion eines" Süoxans oder Silanols mit Borhalogeniden oder organischen Borverbindungen, z. B. Phenylbordichlorid und Diphenylborchlorid, gewonnen werden. Sind Halogensilane zugegen, so können die Komplexverbindungen auch aus metallischem Bor oder Borhydriden gebildet werden."
Wird die Komplexverbindung im voraus hergestellt und zu dem Reaktionsgemisch gegeben, so wird im allgemeinen die Reaktion zwischen dem Silan und der Borverbindung bei Atmosphärendruck bei oder unterhalb Rückflußtemperatur durchgeführt. Zweckmäßig wird dabei ein'Überschuß an Silanen verwendet, die als Lösungsmittel für die gebildeten Komplexverbindungen dienen, obwohl viele der Komplexverbindungen flüssige Produkte sind. Werden B2O3 als Borausgangsstoff und niedrigsiedende Silane, z. B. SiCl4 und HSiCl3, als Süiciumausgangsstoffe verwendet, dann werden im allgemeinen zweckmäßig höhere Temperaturen als die Rücknußtemperatur angewendet, um lösliche Komplexverbindungen in kurzer Reaktionszeit zu erhalten. Dementsprechend können bei einem solchen Verfahren auch Überdrucke zur Anwendung kommen, um höhere Temperaturen zur Durchführung der Reaktion in flüssiger Phase zu erreichen.
Wird die Komplexverbindung an Ort und Stelle im Reaktionsgemisch gebildet, dann ist das die Komplexverbindung bildende Silan eines der Silane, die im Reaktionsgemisch vorhanden sind. Das verwendete Bor ist. dann zweckmäßig eine Verbindung der allgemeinen Formel (R"CO)3B2.C, worin R" ein Substituent der Gruppe von einwertigen Kohlenwasserstoffresten und Wasserstoff ist und c eine Zahl zwischen 0 und 1 bedeutet. Wird beispielsweise Benzol und Siliciumchloroform in Reaktion gebracht, dann kann Borsäure zu dem Reaktionsgemisch gegeben werden. Die Borsäure reagiert dann unter Bildung der Komplexverbindung mit dem Süiciumchloroform, die dann als Katalysator bei der Reaktion zwischen dem verbliebenen Süiciumchloroform und dem Benzol wirkt.
Stoffe wie H3BO3 und B2O3 können bei der Bildung des komplexen Katalysators an Ort und Stelle im kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Verfahren verwendet werden. Sie wirken indessen im diskontinuierlichen Verfahren besser als im kontinuierlichen Verfahren, was auf die mechanischen Schwierigkeiten zurückzuführen ist, wenn feste Stoffe in kontinuierlichen Hochdruckapparaten zur Anwendung gelangen. Im kontinuierlichen Verfahren werden daher vorzugsweise flüssige Organoborate oder eine Lösung eines der vorgebildeten Siliciumborkomplexverbindungen als Katalysator angewendet.
Die Si-B-Komplexverbindungen bilden sich bei der durch BCl3 katalysierten Umsetzung von Benzol mit Süiciumchloroform, wenn dabei gebundener Sauerstoff in Form von Wasser oder Siloxansauerstoff anwesend ist. Vollzieht sich eine solche Reaktion unter völlig wasserfreien Bedingungen und in Abwesenheit von gebundenem Sauerstoff, dann kann das gesamte
BCl3 als solches wiedergewonnen werden. Ist aber Feuchtigkeit oder irgendein Siloxan in dem Reaktionsgefäß zugegen, dann reagiert das BCl3 unter Bildung der Si-B-Komplexverbindung. Unter diesen Bedingungen bilden metallisches Bor oder Borhydride oder organische Borhalogenide ähnliche Komplexverbindungen in Form von sowohl destillierbaren als nicht destillierbaren Typen, die beide ausgezeichnete Katalysatoren für das erfindungsgemäße Verfahren darstellen. Sie können beliebig oft während des Verfahrens umlaufen, wobei Katalysatorverluste durch Zugabe der erforderlichen Menge B Cl3 oder einer anderen der genannten Borverbindungen ausgeglichen werden können.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist in einem weiten Mengenbereich von Polyhalogenmonohydrosilan und Benzolkohlenwasserstoff im Reaktionsgemisch durchführbar. Auf Grund wirtschaftlicher Erwägungen und des Massenwirkungsgesetzes verwendet man zweckmäßig weniger als 20 Mol des einen der Ausgangsstoffe auf ι MbI des anderen.
Ist gegebenenfalls das Verfahren auf die Herstellung von Monosilylderivaten eines Benzolkohlenwasserstoffes gerichtet, so arbeitet man zweckmäßig mit einem geringen Überschuß des Kohlenwasserstoffes. Mischungen, die mehr als 1 Moläquivalent des Silans pro Mol Kohlenwasserstoff enthalten, ergeben eine gesteigerte Ausbeute an Polysilylderivaten des Kohlenwasserstoffes. Auf diese Weise kann man durch Verwendung größerer Mengen Silane die Ausbeute an Di- und Trisüylkohlenwasserstoffen steigern, ohne wesentliche Verminderung der Ausbeute an Monosüylkohlen-Wasserstoffen.
Erfindungsgemäß werden die Ausgangsstoffe auf oberhalb 1500 Reaktionstemperatur erhitzt. Bei Temperaturen oberhalb 4200 entfallen die durch Verwendung von Katalysatoren erreichten Vorteile. Ist das Polyhalogenmonohydrosilan ein Trichlorsilan, dann liegt die Reaktionstemperatur zweckmäßig zwischen 230 und 3000, ist es aber ein Organohalogenmonohydrosilan, z. B. CH3HSiCl2, dann liegt die optimale Reaktionstemperatur zwischen 150 bis 2500.
Es soll ein.genügend hoher Druck zur Anwendung kommen, damit bei den Reaktionstemperaturen zumindest ein Teil der Reaktionsmischung in flüssiger Phase vorliegt. Der Druck kann auf verschiedene Weise erzeugt werden; man kann z. B. die Ausgangsstoffe kontinuierlich in die Reaktionszone unter Druck leiten, oder man kann das Verfahren unter sich selbst bildendem Druck in einem geschlossenen System durchführen. Die angeführten Phasenbedingungen werden erreicht, wenn zumindest 1,2 g-Mol der Ausgangsstoffe pro Liter des Reaktionsraumes zur Anwendung kommen.
In den folgenden Beispielen soll der Erfindungsgegenstand näher erläutert werden, ohne damit die Erfindung darauf zu beschränken. In diesen Beispielen basiert die Ausbeute an Prozentendprodukten auf der Menge der während der Reaktion verbrauchten PoIyhalogenmonohydrosilane und berechnet sich aus der folgenden Gleichung:
% Ausbeute =
Mol des erhaltenen Produktes ·
Mol angewandten R„HSiCl3.„ — Mol zurückgewonnenen RnHSiCl3
R HSiCl3.,,, das weder als solches wiedergewonnen noch in das Endprodukt umgewandelt ist, ist in Form von Nebenprodukten zu anderen Halogensilanen, z. B. RnSiCl4.,,, und in Di- oder Trisilylkohlenwasserstoffe umgesetzt worden.
Beispiel ι
In einem 14,41 fassenden Autoklav wird während 16 Stunden eine Mischung von 1402 g Benzol, 2440 g Trichlorsilan und 39 g Borsäure auf eine durchschnittliche Temperatur von 2900 erhitzt. Der während der Erhitzungszeit erreichte höchste Druck im Autoklav beträgt 71,5 at. Die fraktionierte Destillation des Endproduktes ergibt 1298 g Phenyltrichlorsilan, was einer Ausbeute von 40,8% entspricht.
Beispiel 2
Wie in Beispiel 1 wird ein Gemisch von 1402 g Benzol, 2440 g Trichlorsilan und 39 g B2O3 auf eine durchschnittliche Temperatur von 2940 während 16 Stunden erhitzt. Der gemessene Höchstdruck beträgt 73,5 at. Die fraktionierte Destillation des Reaktionsproduktes ergab 977 g Phenyltrichlorsilan, was einer Ausbeute von 37,5 % entspricht.
Beispiel 3
Eine Mischung von 597 g (5,5 Mol) (CH3)3SiCl und 93 g (i,5 Mol) H3BO3 wird auf 57 bis 780 erhitzt und während 40 Stunden am Rückfluß gekocht. Während dieser ganzen Zeit dampft Salzsäure ab. Während der letztem ι Stunden Kochen am Rückfluß stellt sich eine konstante Temperatur von 780 ein. Die Fraktionierung des Reaktionsproduktes ergibt eine Ausbeute von 260,8 g des erwünschten Endproduktes [(C H3)3 SiO]3B, das bei 5 mm Hg bei 470 siedet und bei 250 eine nD von 1,3852 besitzt. In einem 2,4-l-Autoklav werden 468 g Benzol, 542 g HSiCl3 und 25 g des so erhaltenen [(CH3)3 SiO]3B gegeben. Der Autoklav wird während 7 Stunden auf die durchschnittliche Temperatur von 2750 erhitzt. Die Fraktionierung des Endproduktes ergibt eine Ausbeute von 108 g C6H5SiCl3, was 35,9% entspricht.
Beispiel 4
Während 7 Stunden wird in einem 2,4-l-Autoklav eine Mischung von 624 g Benzol, 460 g CH3HSiCl2 und 27 g des nach Beispiel 3 erhaltenen [(CHg)3SiO]3B auf 200 bis 2io° erhitzt. Die Fraktionierung des Endproduktes ergibt neben nicht in Reaktion getretenem CH3HSiCl und Benzol eine 46°/0ige Ausbeute an C6H5CH3SiCl2 in einer Menge von 194 g.
Beispiel 5
Eine Mischung von 142 g C6H5(CH3)2SiCl und 15,5 g H3BO3 wird während 16 Stunden auf 150 bis i6o° erhitzt. Es tritt eine heftige HCl-Entwicklung ein. Das flüssige Reaktionsprodukt wird unter verminderten Druck gesetzt, um die restliche gelöste H Cl zu entfernen. Man erhält eine etwas trübe Lösung, die 3,45 Gewichtsprozent B enthält. Eine Mischung
von 47 g dieser Lösung, 468 g Benzol und 542 g H SiCl3 wird in einem 2,4-1-Autoklav während 7 Stunden auf etwa 2750 erhitzt. Die Fraktionierung ergab 295 g C6H5SiC]3, was einer Ausbeute von 45,6 % entspricht. 5
Beispiel 6
50 g der nach Beispiel 5 hergestellten Si-B-Lösung,
552 g Toluol und 460 g CH3HSiCl2 werden in einem 2,4-l-Autoklav während 16 Stunden auf etwa i8o° erhitzt. Man erhält Tolylmethyldichlorsilan.
Beispiel 7 ·
EineMischungvon62gH3BO3und345gCH3HSiCl2 wird während 48 Stunden am Rückfluß erhitzt, wobei HCl-Entwicklung eintritt. Der flüssige dekantierte Teil des Reaktionsproduktes ergibt bei der Analyse einen Borgehalt von 1,8 Gewichtsprozent. Eine
ao Mischung von 55 g dieser Lösung, 624 g Benzol und 460 g CH3HSiCl2 wird in einem 2,41 fassenden Autoklav während 7 Stunden auf 200 bis 2100 erhitzt. Die Fraktionierung des Reaktionsproduktes ergibt 217· g C6H5CH3SiCl2, was einer Ausbeute von 35,2 °/0
entspricht. '
Beispiel 8
Eine Mischung von C6H5SiCl3 und H3BO3 wird 16 Stunden am Rückfluß erhitzt, wobei HCl-Entwicklung eintritt. Der flüssige Teil des Reaktionsproduktes enthält 0,98 Gewichtsprozent Bor. Eine Mischung von 96 g dieser Flüssigkeit, 468 g Benzol und 542 g H SiCl3 werden in einem 2,4 1 fassenden Autoklav während 7 Stunden auf etwa 2750 erhitzt Die Fraktionierung des Reaktionsproduktes ergibt 276 g C6H5SiCl3, was einer 46,4°/0igen Ausbeute entspricht.
Beispiel 9
Wird eine Mischung von 2776 g Diphenyl, 2440 g .HSiCl3 und 400g des nach Beispiele erhaltenen Reaktionsproduktes C6H5 SiCl3-H3B O3 in einem 14,41 fassenden Autoklav während 16 Stunden auf 300° erhitzt, dann erhält man zwei isomere Diphenyltrichlorsilane. Das eine ist eine Flüssigkeit, die zwischen 200 und 202° bei 30 mm Hg siedet, und das andere ist eine weiße kristalline Masse, die zwischen 205 und 2070 bei 30 mm Hg siedet.
Beispiel 10
Eine Mischung von 21 g Tributylborat (C4H9O)3B, 624 g Benzol und 460 g CH3HSiCl2 wird während 7 Stunden in einem 2,41 fassenden Autoklav auf 200 bis 210° erhitzt. Die Fraktionierung des Reaktionsproduktes ergibt 230 g C6H5CH3SiCl2, was einer
45,8%igen Ausbeute entspricht.
Beispiel ri
Etliche Kristalle H3B O3 werden einer Mischung von 64,5 g (CHg)2SiCl2 und 74 g (CH3)2Si(OC2H5)2 zugegeben. Es tritt sofort eine Austauschreaktion unter Bildung von (CHg)2Si(OC2H5)Cl ein. Zu diesem Reaktionsprodukt werden 22 g H3BO3 gegeben, es entwickelt sich HCL Das Gemisch wird so lange bei 75° erhitzt, bis keine festen Bestandteile mehr vorhanden sind. Unter Vakuum wird dann noch der restliche HCl abgedampft. Man erhält eine klare Lösung, die bei der Untersuchung 3,05 Gewichtsprozent Bor enthält und die in der Hauptsache aus folgender Verbindung besteht: [(CH3)2CaH5OSiO]3B. Eine Mischung von 33 g dieser Lösung, 624 g Benzol und 460 g CH3HSiCl2 wird in einem 2,41 fassenden Autoklav während 7 Stunden auf 200 bis 210° erhitzt. Die Fraktionierung des Reaktionsproduktes ergibt 206 g C6H5CH3SiCl2 in 42,4%iger Ausbeute.
Beispiel 12
Eine Mischung von Benzol und Trichlorsilan im molaren Verhältnis von 1,5:1 und BCl3 ,in einer Menge, die 0,5 Gewichtsprozent der Ausgangsstoffe ausmacht,-wird in flüssiger Phase während 16 Stunden auf etwa 275° erhitzt. Das verwendete Benzol war mit einer geringen Menge eines beigemischten Organosiloxans verunreinigt. Das Reaktionsprodukt wird zwecks Trennung von nicht in Reaktion getretenem HSiCl3, Benzol und C6H5SiCl3 fraktioniert. Sobald das C6H5SiCl3 fast vollständig entfernt ist, wird gefunden, daß der Destillationsrückstand 0,46 Gewichtsprozent Bor enthält. Dieser Rückstand wird als Katalysator A bezeichnet. Die Fraktionierung eines Teiles dieses Katalysators A wird fortgesetzt, um oberhalb des C6H6SiCl3 siedende Stoffe zu erhalten. Zwei mit Bor angereicherte Fraktionen werden erhalten. Die erste (Katalysator B) siedet bei 15 mm Hg zwischen 80 bis 90°, hat eine Dichte von 1,261 bei 250 und enthält T.,03 Gewichtsprozent B. Die zweite Fraktion (Katalysator C) siedet bei 14 mm Hg zwischen 106 und 1590, hat eine Dichte von 1,325 bei 25° und enthält 1,02 Gewichtsprozent B. In einem 2,41 fassenden Autoklav werden drei Versuche durchgeführt, bei denen jedesmal die Ausgangsstoffe 468 g Benzol und 542 g HSiCl3 betragen. Die Reaktionszeit beträgt jedesmal 7 Stunden, die Temperatur 2750. Beim ersten Lauf werden 202 g Katalysator A verwendet. Die Fraktionierung des Reaktionsproduktes ergibt 247 g C6H5SiCl3, entsprechend 56,1% Ausbeute. Im zweiten Lauf werden 60 g Katalysator B verwendet. Die Fraktionierung ergibt 382 g C6H5SiCl3, entsprechend 55,9 °/0 Ausbeutet Im dritten Lauf werden 60 g Katalysator C verwendet. Die Fraktionierung ergibt 375 g xio C6H5SiCl3, entsprechend 54,8% Ausbeute.
Beispiel 13
. Eine Mischung von 468 g Benzol, 708 g C6H5HSiCl2 und 60 g Katalysator B des Beispiels 12 wird in einem 2,41 fassenden Autoklav 16 Stunden auf 2000 erhitzt. Die Fraktionierung des Reaktionsproduktes ergibt (C6Hs)2SiCl2.
Beispiel 14
Eine Mischung von 380 g Naphthalin, 407 g Trichlorsilan und 20 g der Verbindung [(CH3J3SiO]3B, gemäß Beispiel 7, wird in einem 2,41 fassenden Autoklav 16 Stunden auf 2800 erhitzt. Die Fraktionierung
671
des Reaktionsproduktes ergibt Naphthyltrichlorsilan und Dihydronaphthyltrichlorsüan.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von aromatischen Halogensilanen, dadurch gekennzeichnet, daß man gegebenenfalls substituierte Benzolkohlenwasserstoffe mit einem Polyhalogenmonohydrosilan in Gegenwart einer Silicium-Bor-Komplexverbindung, bei der einige, aber nur ein Teil der Valenzen des Si und B durch Substituenten der Gruppe: Phenyl, Methyl, Alkoxy, Halogen oder Wasserstoff abgesättigt sind und alle verbleibenden Valenzen durch Sauerstoffatome mit Si- und B-Atomen der Komplexverbindung verbunden sind, kontinuierlich oder diskontinuierlich bei einer Reaktionstemperatur oberhalb 1500 und unterhalb 420° bei solchem Druck in Reaktion bringt, daß zumindest ein Teil des Reaktionsgemisches in flüssiger Phase vorliegt, wobei die angewandten Benzolkohlenwasserstoffe von ungesättigten aliphatischen Seitenketten frei sind und die ^ur Verwendung gelangenden Polyhalogenmonohydrosilane der allgemeinen Formel RnH SiQ3.„ entsprechen (R einwertige Kohlenwasserstoffreste; η eine Zahl von obisi).
    ι 5Ϋ98 3.53
DED8636A 1950-04-10 1951-04-10 Verfahren zur Herstellung von aromatischen Halogensilanen Expired DE871302C (de)

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DE963426C (de) * 1952-09-26 1957-05-09 Union Carbide & Carbon Corp Verfahren zur Herstellung von Diaryldichlorsilanen
DE964679C (de) * 1953-02-27 1957-05-29 Dow Corning Verfahren zur Herstellung von Phenylhalogensilanen durch Umsetzung von Benzol mit einem Halogensilan

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GB692596A (en) 1953-06-10
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