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DE878519C - Messgeraet zum Pruefen der Waehlereinrichtungen an Fernsprechanlagen - Google Patents

Messgeraet zum Pruefen der Waehlereinrichtungen an Fernsprechanlagen

Info

Publication number
DE878519C
DE878519C DESCH6211A DESC006211A DE878519C DE 878519 C DE878519 C DE 878519C DE SCH6211 A DESCH6211 A DE SCH6211A DE SC006211 A DESC006211 A DE SC006211A DE 878519 C DE878519 C DE 878519C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
measuring device
line
switch
dial
switched
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH6211A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Schaefer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Felten and Guilleaume Carlswerk AG
Original Assignee
Felten and Guilleaume Carlswerk AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Felten and Guilleaume Carlswerk AG filed Critical Felten and Guilleaume Carlswerk AG
Priority to DESCH6211A priority Critical patent/DE878519C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE878519C publication Critical patent/DE878519C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q1/00Details of selecting apparatus or arrangements
    • H04Q1/18Electrical details
    • H04Q1/20Testing circuits or apparatus; Circuits or apparatus for detecting, indicating, or signalling faults or troubles
    • H04Q1/22Automatic arrangements
    • H04Q1/24Automatic arrangements for connection devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

  • Meßgerät zum Prüfen der Wählereinrichtungen an Fernsprechanlagen Die Erfindung bezieht sich auf ein Meßgerät zum Überprüfen der Wählereinrichtungen von Fernsprechanlagen auf alle praktisch vorkommenden Fehler bzw. Störungsquellen in übertragungstechnischer Hinsicht unter Berücksichtigung der verschiedenen Detriebarten der Wählereinrichtungen.
  • Die Gesprächsgüte im Fern- und Ortsverl{ehr hängt in einem sehr großen Ausmaß von der Güte der benutzten Wähler ab. Ein verhältnismäßig hoher Anteil der auftretenden Störungen hat seine Ursache hauptsächlich in der mangelhaften Kontaktgabe der Wähleinheiten infolge Veralterung, Verstaubung usw., seltener durch eine Schleife (Lötspritzer, Drahtreste). Mit zunehmender Einführung des Selbstwählferndienstes wird die Beschaffenheit der Wähleinrichtungen auf die Güte der Sprachübertragungen noch größeren Einfluß gewinnen. Der Prüf- und Überwachungsdienst an den Wählern muß erheblich vermehrt und verbessert werden. Für diese Arbeiten wird die Verwendung von Wechselstrom in viel stärkerem Maße als bisher notwendig sein. Zur Zeit ist für diese Prüfungen ein geeignetes ileß@ger ät nicht vorhanden.
  • Die Güte einer Sprachübertragung über eine Wählerkette, Vorwähler VW, die einzelnen Gruppenwähler-GW-Stufen und den Leitungswähler LW, ist von der Größe sowohl der Durchgangsdämpfung als auch der dem anrufenden und' angerufenen Teilnehmer zufließenden Speiseströme abhängig. Dabei ist den besonderen Verhältnissen bei den Anschlüssen mit einer Speisebrücke Rechnung zu tragen, bei der bekanntlich dem Teilnehmer, dessen Anschluß mit einer Speisebrücke ausgerüstet ist, im Sprechzustand über beide Leitungsadern getrennte Speiseströme zufließen.
  • Das Meßgerät gemäß der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß es gestattet, festzustellen: i. Die Größe sowohl der Durchgangsdämpfung einer Wählerkette als auch der Dämpfung einer Verbindungsleitung zwischen zwei Wählämtern einschließlich der zugehörigen Wähleinheiten.
  • 2. Die Art der Fehlerursachen bei zu großer Durchgangsdämpfung, hervorgerufen durch einen Kontaktfehler oder eine Schleife.
  • 3. Die Größe der den beiden Teilnehmern zufließenden Speiseströme für beide Arten der Anschlüsse, ob mit oder ohne Speisebrücke. Die Feststellung der Größe fier Speiseströme muß während der Dämpfungsrnessung möglich sein. Weiter muß das Meßgerät die Möglichkeit bieten, über eine Nummernscheibe und ein Anrufzeichen jede notwendige Prüfverbindung über die Wähler schnell herzustellen.
  • q.. Weiter muß das Meßgerät eine Sprechverständigung mit einer Gegenmeßstelle gestatten.
  • 5. Das Einschalten einer Dämpfung, z. B. von 2 N, in den -Sendeteil muß möglich sein.
  • 6. Beim Meßgerät müssen die Sende- und Empfangsrichtungen miteinander vertauschbar sein. Dies wird beim Erfindungsgegenstand in der Weise erreicht, daß die an den Vorwähler oder Leitungswähler anzuschließende Leitung einerseits zu einer .Sendeeinrichtung und andererseits zu einem Empfänger bzw. Pegelzeiger geführt ist, und hierbei ein Gleichstrommeßgerät in den einen oder anderen Leitungszweig eingeschaltet werden kann, wobei dem Empfänger ein Widerstand .(Haltewiderstand) von 6oo Ohm vorgeschaltet wird. Ferner kann mit Hilfe je eines Umschalters die Verbindung von einer Wählscheibe zu einem Anrufzeichen über die, von Vörwähler und Leitungswähler gehende Leitung hergestellt werden. Die Umschalter sind hierbei mit Folgekontakten ausgerüstet. Auf diese Weise lassen sich die Durchgangsdämpfung der Wählerkette und die aufkommenden Speiseströme gleichzeitig messen. Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung kann zur Feststellung der Ursache einer überdämpfung der Empfänger nach Abschalten des Abschlußwiderstandes durch einen Schalter parallel zur Sendeleitung geschaltet werden. Bei Anschlüssen mit einer Speisebrücke können weiterhin durch Umschalter im Sende- wie auch Empfängerteil Erdverbindungen über Drosselspulen bzw. Drosseln und Widerstände hergestellt werden.
  • Damit man auch Kontaktfehler im Meßkreis, die durch die Größe des Wechselstromes beim Senden der Normalspannung gefrittet werden können, festzustellen in der Lage ist, kann ferner eine Dämpfung von 2 N in den Sendeteil des Meßgerätes eingeschaltet werden. Für Kontrollen der Fernsprechanlagen mit Verkehr von Wählamt zu Wählamt ist es außerdem möglich, am Meßgerät die Sende- und Empfangsrichtung zu tauschen.
  • In der Zeichnung ist das Meßgerät gemäß der Erfindung veranschaulicht. Fig. z stellt die Schaltung des erfindungsgemäßen Meßgerätes in einem übersichtlichen Schema dar; in der Fig. 2 sind Einzelheiten der Schaltung und der Schalter des Meßgerätes veranschaulicht.
  • Das Meßgerät erhält zweckmäßig die Form der gebräuchlichen Meßkoffer, mit einem Milliwattsender bei der Frequenz von 8oo Hz und einem Pegelzeiger. Im Pegelzeiger muß der Abschlußwiderstand von 6oo Ohm im Gegensatz zum Dämpfungszeiger aus später zu erwähnenden Gründen abschaltbar sein. Zur Bestimmung der .Speiseströme dient ein Gleichstrommeßgerät mit einem Meßbereich von o bis i5o mA. Die Einschaltung des Meßgerätes in die a- und b-Zweige der Leitungen zum VW oder LW erfolgt wahlweise über zwei Umschalter.
  • Die a-b-Leitungen der Nummernscheibe werden über einen Umschalter I zu zwei Buchsen I alt; über die ein Vorwähler angeschaltet werden kann, verbunden. Der Umschalter gestattet außerdem die Anschaltung der Verbindung zum Vorwähler an dem Normalgenerator. Das Anrufzeichen besteht aus einem Wechselstromwecker in Reihe mit einem Kondensator und wird innerhalb des Koffers untergebracht. Es kann über einen Umschalter II mit den Buchsen II a/b in Verbindung gebracht werden; an die die Leitung zum LW angeschaltet werden kann. Der Umschalter gestattet außerdem die Anschaltung der Leitung zum LW an einen Widerstand von 6oö Ohm. Dieser Widerstand dient sowohl als Haltewiderstand für die vom LW kommende Wählverbindung als auch über einen besonderen Umschalter III als Meßwiderstand für den Pegelzeiger. Eine zweite Arbeitsstellung des Umschalters III dient zum Abschalten des Pegelzeigers von dem Meßwiderstand und zum parallelen Anschalten des nunmehr leerlaufenden Pegelzeigers an die Sendeleitung vor dem NG.
  • Der Umschalter IV gestattet die Einschaltung eines Gleichstrommeßgerätes in den a-Zweig der Leitungen zum VW und LW.
  • Der Umschalter V vermittelt den gleichen Arbeitsvorgang für den b-Zweig der Leitungen zum VW und LW.
  • Bei Anschlüssen mit einer Speisebrücke muß je eine Erdverbindung vorgesehen werden: i. Hinter der Nummernscheibe im b-Zweig; 2. Im a- und b-Zweig vor dem Normalgenerator; 3. Hinter dem Anrufzeichen im b-Zweig; ¢. Im a- und b-Zweig zwischen Haltewiderstand und LW.
  • Die Erdverbindung unter i, 2 und q. werden je über eine 6oo Ohm Drosselspule angelegt. Die Erdverbindung unter 3 muß wegen der Seherstellung des eingehenden Rufes über einen. Widerstand von 6oö Ohm erfolgen. Die Anschaltung der Erdverbindung kann bei Bedarf für den Sendeteil und für den Empfangsteil der Meßeinrichtung über je einen Umschalter getrennt erfolgen. Dabei ist zu beachten, daß bei Erdung des Sendeteils die galvanische Verbindung zwischen der Nummernscheibe und dem b-Z#,Teig durch einen Kondensator zum Sicherstellen des Wählvorgangs getrennt wird: Die gemeinsame Erde i:znerhalb des Meßgerätes wird an eine von außen zugänglichen Buchse geführt. An sie kann eine Amtserde angelegt werden. Durch den gleichen Gleichstromwiderstand der verwendeten Drosselspulen von 6oo Ohm werden für die Beurteilung der Größe der Speiseströme einheitliche Verhältnisse geschaffen. Die Nummernscheibe kann auf der Oberfläche des Koffers untergebracht werden.
  • Der Umschalter VI gestattet das Anschalten von drei Erdverbindungen über je eine Drosselspule von 6oo Ohm an den Sendeteil des Meßgerätes unter gleichzeitigem Einschalten eines Kondensators in den b-Zweig hinter die Nummernscheibe und das Abschalten der drei Erdverbindungen unter gleichzeitigem Überbrücken des Kondensators im b-Zweig hinter der Nummernscheibe. Der Umschalter VII vermittelt das An- und Abschalten je einer Erdverbindung über je eine Drosselspule von 6oo Ohm an die a- und b-Zweige und eine Erdverbindung über einen Widerstand von 6oo Ohm an den Wecker im Empfangsteil des Meßgerätes.
  • Der Umschalter'VIII gestattet das Einschalten einer Dämpfung von 2 N in den Sendeteil. Der Umschalter IX gestattet einen Tausch der Sende-und Empfangsrichtung des Meßgerätes.
  • Da vorstehende Arbeitsvorgänge während des Bestehens einer Wählverbindung getätigt werden müssen, sind die Umschalter I, II, IV, V, VIII und IX mit Folgekontakten ausgerüstet, um Unterbrechungen während des Umschaltens und damit ein Zusammenfallen der Wählverbindung zu vermeiden.
  • Mit dem Meßgerät gemäß der Erfindung können folgende Überprüfungen vorgenommen werden: Vor Beginn der Messungen werden der Normalgenerator und Pegelzeiger in einer bisher üblichen Art und Weise geeicht. Anschließend wird der Pegelzeiger über den Umschalter III parallel zum Normalgenerator geschaltet. Bei richtiger Eichung muß beim Senden der Normalspannung der Pegelzeiger den Wert -I- 0,7 N anzeigen. Zwecks Prüfung der richtigen Größe desAbschlußwiderstandes von 6oo Ohm verbindet man die Buchsen I a/b und II a/b über eine zweiadrige Schnur. Den Pegelzeiger schaltet man über die Umschalter II und III an die Buchse II a/b und den Widerstand von 6oo Ohm. Der Normalgenerator wird über den Umschalter I an di,e Buchse I a/b gelegt. Beim Senden muß der Pegelzeiger jetzt den Wert -f- -o N anzeigen. Bei Umlegen der Umschalter IV oder V wird das Gleichstrommeßgerät in die einzelnen Adern der Sende- und Empfangsleitung eingeschaltet. Etwaige Fehler in der Anordnung des Gleichstrommeßgerätes verursachen eine entsprechende Dämpfungszunahme und können leicht erkannt werden. Bei einer fehlerfreien Beschaffenheit des Meßgerätes beträgt seine Kurzschlußdämpfung trotz eingeschaltetem Gleichstrommeßgerät rund oN.
  • Nach Beendigung der Eichung des Meßgerätes kann mit der Prüfung der Wähler begonnen werden. Dazu wird das Meßgerät für Prüfungen einer Amtseinrichtung in Schleifenschaltung über die Buchsen I alb und II alb zu einem Vorwähler und LW verbunden. Der Umschalter II verbindet die Leitung zum Lf' mit dem Anrufzeichen. Mittels der Nummernscheibe wird die der Anschaltung entsprechende Anschlußnummer angewählt. Der beim Anrufzeichen eingehende Rufstrom betätigt den Wecker. An dem Tönen des Weckers können die Lautstärke, die Dauer und die Zeitabstände des eingehenden Rufstromes erkannt werden. Nach Umlegen des Schalters I auf den Normalgenerator und des Schalters II auf den Widerstand 6oo Ohm und des Schalters III auf Empfang kann die Durchgangsdämpfung der Wählerkette gemessen werden. Gleichzeitig kann nach Umlegen des Schalters IV aus Sendeleitung die Größe des vom 1. GW kommenden Speisestromes und nach Umlegen des Schalters IV auf Empfangsleitung die Größe des vom LW kommenden Speisestromes gemessen werden. Das gleichzeitige Messen der Durchgangsdämpfung und der aufkommenden Speiseströme ist für die Beurteilung aufgetretener Störungen überaus wertvoll. Bei zu großer Durchgangsdämpfung wird durch Umlegen des Schalters III auf Pegeln der Pegelzeiger ohne Abschlußwiderstand parallel zur Sendeleitung gelegt. Der während des Sendens am Pegelzeiger gemessene Pegel läßt die Ursache der Überdämpfung erkennen. Kontaktfehler bis zur Größe einer Unterbrechung bedingen Pegel in der Größenanordnung von o bis -I- 0,7 N, während eine durch Schleife bedingte Überdämpfung je nach der Innigkeit der Schleife durch Pegel von o bis -oo N angezeigt wird. Hierbei läßt sich die Größe von Kontaktfehlern und Schleifen mit Wechselstrom durch Messen der Belastung skalenmäßig bestimmen.
  • Außer für das Anzeigen der Fehlerart kann vorstehende Meßschaltung mit großem Nutzen bei dem weiteren Eingrenzen der Störungen verwendet werden. Liegt z. B. ein Kontaktfehler vor, kann man die Fehlerlage dadurch bestimmen, daß man die Sprechleitung zwischen den einzelnen Wählstufen mit einer auf 6oo Ohm abgestimmten Reihenschaltung, bestehend aus einem Widerstand von rund 5oo Ohm und einem Kondensator von 2,u F, schleift. Ist dieLeistung bis zu derSchleifenverbindung in Ordnung, dann zeigt der Pegelzeiger den Wert o N an. An Hand der bei den einzelnen Schleifenverbindungen erzielten Pegelwerte ist die Lage des Kontaktfehlers leicht zu ermitteln.
  • Weiter liefert die Meßanordnung wertvolle Hinweise bei gleichzeitigem Auftreten von Schwankungen eines Speisestromes und der Durchgangsdämpfung. Hierbei muß die Fehlerursache auf dem von beiden Strömen gemeinsam durchflossenen Leitungsstück liegen. Schwankt ein Speisestrom bei konstanter Durchgangsdämpfung, so kann die Fehlerursache für den schwankenden Speisestrom nur auf dem von dem Wechselstrom nicht durchflossenen Teil des Weges für den Speisestrom liegen. Bei Anschlüssen mit einer Speisebrücke müssen die Umschalter VI und VII die notwendige Erdverbindung anschalten. An der Art der Messungen ändert sich dadurch nichts. Die Umschalter I und II trennen in der Ruhestellung die Leitungen zum VW und LW auf. In der Arbeitsstellung r verbinden sie die entsprechenden Leitungen mit der Nummernscheibe und dem Anrufzeichen, in der .Arbeitsstellung 2 mit dem Normalgenerator und dem Widerstand 6oo Ohm.
  • Die Umschalter IV und V schließen in der Ruhestellung die von den a/b-Zweigen der .Sende- und Empfangsleitung kommenden Meßleitungen kurz. In der Arbeitsstellung r verbinden sie den a- und b-Zweig der Sendeleitung mit dem Gleichstrommeßgerät, in der Arbeitsstellung 2 den a- und b-Zweig der Empfangsleitung: Zum Vermeiden von Doppelverbindungen müssen sich diese beiden Umschalter in einer Arbeitsstellung gegenseitig blockieren. Die Umschalter III, VI und VII benötigen keine Folgekontakte.
  • Das Meßgerät kann außer für Messungen in Schleifenschaltung auch für die Messungen mit einer Gegenmeßstelle benutzt werden. Zum Beispiel Wählamt A und Wählamt B wollen ihre Verbindungsleitungen möglichst betriebsmäßig prüfen. Jedes Amt hat einen Meßanschluß, an den das Meßgerät empfangsmäßig angeschaltet ist: AmtA schaltet sein Meßgerät an den Vorwähler seines Meßanschlusses und wählt das Amt B über dessen Meßanschluß an, Beide Ämter können sich mittels der in ihren Geräten eingebauten Sprecheinrichtungen verständigen. Beide Ämter können über die bestehende Verbindung senden und empfangen, da sie mittels des Umschalters IX die Sende- und Empfangsrichtung tauschen können. Diese Tauschmöglichkeit ist beim Suchen nach der Ursache für eine Überdämpfung sehr wertvoll. -Für den Fall, daß beim Senden von A in B eine Überdämpfung gemessen wird; schaltet A seinen leerlaufenden Pegelzeiger parallel zum Sender. Der am Pegelzeiger. abgelesene Wert gibt einen sicheren Anhalt dafür, welche Ursache die Überdämpfung hat, ob Kontaktfehler oder eine Schleife und ob die Fehlerursache im Amt A liegt. B kann nach Tausch seiner Empfangsleitung mit der Sendeleitung die gleiche Messsüng ausführen; das dabei erzielte Ergebnis wird das Ergebnis von A bestätigen.
  • Zur Erfassung aller Verbindungsleitungen zwischen den Ämtern A und B werden bei dem abgehenden Amt alle Ausgänge des in Betracht kommenden I. GW bis auf den einen, an dem die zu messende Verbindungsleitung liegt, gesperrt.
  • Auf die gleiche Art und Weise können auch die Verbindungswege zwischen zwei am Selbstfernwähldienst teilnehmenden Orten gemessen werden.
  • Wenn bei vorstehenden Messungen der gemessene Därnpfungswert kleine Schwankungen zeigt, liegt in der Regel die Vermutung nahe, daß im Meßkreis ein Kontaktfehler besteht, der durch die Größe des fließenden Meßstromes gefrittet wird. In diesen Fällen kann durch den Umschalter VIII eine Dämpfung von ? N in den Sendeteil des Meßgerätes eingeschaltet und dadurch- die Sendespanneng auf ungefähr ein Achtel ihres Wertes gesenkt werden. Durch die dadurch verringerte Stromstärke wird eine Frittung des Kontaktfehlers vermieden. Der Kontaktfehler kann sich stärker bemerkbar machen und leichter eingegrenzt werden.
  • Außer für vorstehende Messungen eignet sich das Gerät auch für Messungen der Dämpfung an Schnurpaaren, Übertragungen und Leitungen und der Verstärkungsziffer von Verstärkern bei der Frequenz von 8oo Hz.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Meßgerät zum Prüfen der Wählereinrichtungen von Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Vorw ähler oder Leitungswähler anzuschließende Leitung einerseits zu einer Sendeeinrichtung und andererseits zu einem Empfänger (Pegelzeiger) geführt, hierbei ein Gleichstrommeßgerät in den einen oder anderen Leitungszweig (a, b) einschaltbar und dem Empfänger ein Widerstand (Haltewiderstand) vorgeschaltet ist, und daß mit Hilfe je eines Umschalters (I, II) die Verbindung von einer Wählscheibe zu einem Anrufzeichen über den Vorwähler und Leitungswähler herstellbar ist, wobei die Umschalter mit Folgekontakten ausgerüstet sind, so daß die Durchgangsdämpfung der Wählerkette und die aufkommenden Speiseströme gleichzeitig gemessen werden können. 2. Meßgerät nach Anspruch r; dadurch gekennzeichnet, daß der Empfänger nach Abschalten des Al)schlußwiderstandes von vorzugsweise 6oo Ohm durch einen Schalter (III) parallel zur .Sendeleitung zur Feststellung der Ursache einer Überdämpfung schaltbar ist. 3. Meßgerät nach den Ansprüchen z- und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anschlüssen mit einer Speisebrücke Erdverbindungen über Drosseln bzw. Drosseln und Widerstände durch Umschalter im Sendeteil wie auch im Empfängerteil herstellbar sind. . Meßgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den Sendeteil des Meßgerätes drei Erdverbindungen über je eine Drosselspule unter gleichzeitigem Einschalten eines Kondensators in den b-Zweig hinter die Nummernscheibe durch einen Umschalter (VI) an- und abschaltbar ist. 5. Meßgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Umschalter (VII) das An- und Abschalten je einer Erdverbindung über je eine Drosselspule an die a- und b-Zweige und eine Erdverbindung über -einen Widerstand an den Wecker im Empfangsteil des Meßgerätes vermittelt. 6. Meßgerät nach den Ansprüchen z bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Feststellung eines Kontaktfehlers im Meßkreis eine Dämpfung (VIII) von z. B.
  2. 2 N in den Sendeteil des Meßgerätes einschaltbar ist. 7: Meßgerät nach den Ansprüchen z bis 6. dadurch gekennzeichnet, daß ein Tausch der Leitung zum Vorwähler mit der Leitung zum Leitungswähler durch einen Umschalter (IX) für eine Messung in Schleifenschaltung ermöglicht ist. B. Meßgerät nach den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei Messungen über Wähleinheiten mit dem Gegenamt mit Hilfe der von den Wähleinheiten kommenden Speiseströme und der im Gerät eingebauten Sprecheinrichtung eine Sprechverständigung zwischen den beiden beteiligten Meßstellen ermöglicht ist. g. Meßgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Aufbau der zu prüfenden Verbindung erforderlichen Schaltelemente, wie Nummernscheibe (Wählscheibe) und Wecker, mit dem Gerät fest verbunden bzw. in dieses fest eingebaut sind.
DESCH6211A 1951-03-31 1951-03-31 Messgeraet zum Pruefen der Waehlereinrichtungen an Fernsprechanlagen Expired DE878519C (de)

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