DE877301C - Verfahren zum Reinigen von organischen sauerstoffhaltigen Erzeugnissen, die durch Anlagerung von Kohlenoxyd und Wasserstoff hergestellt worden sind - Google Patents
Verfahren zum Reinigen von organischen sauerstoffhaltigen Erzeugnissen, die durch Anlagerung von Kohlenoxyd und Wasserstoff hergestellt worden sindInfo
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- DE877301C DE877301C DEC2303D DEC0002303D DE877301C DE 877301 C DE877301 C DE 877301C DE C2303 D DEC2303 D DE C2303D DE C0002303 D DEC0002303 D DE C0002303D DE 877301 C DE877301 C DE 877301C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C45/00—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
- C07C45/49—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reaction with carbon monoxide
- C07C45/50—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reaction with carbon monoxide by oxo-reactions
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Description
- Verfahren zum Reinigen von organischen sauerstoffhaltigen Erzeugnissen, die durch Anlagerung von Kohlenoxyd und Wasserstoff hergestellt worden sind Bei der Umsetzung von Olefinen mit Kohlenoxyd und Wasserstoff, vorzugsweise unter dem Einfluß von Eisen-, Nickel- oder Kobaltkatalysatoren, mit dem Ziel, Aldehyde, Ketone oder deren Hydrierungserzeugnisse herzustellen, erhält man häufig flüssige sauerstoffhaltige Erzeugnisse, die den Katalysator oder daraus entstandene Verbindungen, insbesondere also Eisen-, Nickel- oder Kobaltverbindungen, in molekularer oder kolloid gelöster Form enthalten. Diese Bestandteile sind bei der weiteren Verarbeitung der Erzeugnisse häufig hinderlich. Auch gehen auf diese Weise, vor allem im fortlaufenden Betrieb, wesentliche Mengen der Katalysatormetalle verloren. Es wurde nun gefunden, daß man die bei der Anlagerung von Kohlenoxyd und Wasserstoff an Olefine erhaltenen sauerstoffhaltigen Verbindungen vollständig oder teilweise von den darin gelösten Metallen oder Metallverbindungen in einfacher Weise befreien kann, wenn man die Erzeugnisse in flüssiger Phase in Gegenwart von Füllkörpern oder großoberflächigen Stoffen, die keine Reduktionskatalysatoren sind, bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck mit Wasserstoff behandelt.
- Am zweckmäßigsten schließt man diese Behandlung unmittelbar an die Herstellung der Erzeugnisse in einem mit großoberflächigen Stoffen, wie aktiver Kohle, Kieselgur, Bimsstein, Kieselgel oder einfachen Füllkörpern beschickten Raum an. Dies kann diskontinuierlich in Druckkesseln oder auch fortlaufend, z. B. im Riesel- oder Sumpfverfahren, geschehen.
- Die geeignete Behandlungstemperatur hängt von der Art des Behandlungsgutes, der gelösten Metalle oder der Metallverbindungen ab. Im allgemeinen arbeitet man zwischen 5o und 25o°, zweckmäßig zwischen ioo und 15o°; dies entspricht auch im allgemeinen der Temperatur, mit der die sauerstoffhaltigen Erzeugnisse das Umsetzungsgefäß ihrer Herstellung verlassen. Der Wasserstoffdruck beträgt zweckmäßig mindestens 2o Atm., man kann auch bei 5o, 8o oder Zoo Atm. Druck oder darüber arbeiten.
- BeidieserBehandlungwerden dieMetallverbindungen zu den Metallen reduziert und schlagen sich fein verteilt auf den Füllköpern oder den großoberflächigen Stoffen nieder. Man kann dann, wenn eine größere Menge der sauerstoffhaltigen Erzeugnisse nachbehandelt worden ist, die mit Metallen angereicherten Körper auswechseln und das Metall gewinnen.
- Die nach dem vorliegenden Verfahren behandelten Flüssigkeiten sind ganz oder teilweise metallfrei, wodurch die Abtrennung und Gewinnung der sauerstoffhaltigen Erzeugnisse besonders erleichtert wird. Die sauerstoffhaltigen Verbindungen können bei der Behandlung mehr oder weniger hydriert werden. Es ist durch geeignete Abstimmung der Verfahrensbedingungen leicht zu erreichen, daß eine vollständige Hydrierung der sauerstoffhaltigen Verbindungen unterbleibt. Beispiel i Eine aus Aldehyden, Ketonen, Alkoholen und Kohlenwasserstoffen bestehende Flüssigkeit (Carbonylzahl 158), die durch Einwirkung von Kohlenoxyd und Wasserstoff auf ein Kohlenwasserstoffgemisch (Kp. = 5o bis ioo°, Olefmgehalt 45 %) bei 13o° und unter no Atm. Druck in Gegenwart von metallischem Kobalt erhalten worden ist; enthält 0,15 Gewichtsprozent Kobalt in gelöster Form. Man läßt sie mit einer Geschwindigkeit von io 1 in der Stunde durch ein mit Bimsstein beschicktes senkrechtes Hochdruckrohr von 251 Inhalt bei ioo° rieseln, während man gleichzeitig Wasserstoff von 25 Atm. Druck aufpreßt. Die ablaufende Flüssigkeit (Carbonylzahl 15o) bleibt im Gegensatz zur zulaufenden selbst nach längerem Stehen vollkommen klar, sie enthält nur noch o,o2 Gewichtsprozent Kobalt. Beispiel 2 Eine aus Aldehyden, Ketonen, Alkoholen und Kohlenwasserstoffen bestehende Flüssigkeit (Carbonylzahl a51), die durch Einwirkung von Kohlenoxyd und Wasserstoff auf ein Diisobutylen-Diisobutan-Gemisch (Kp. = 98 bis x05°, Olefingehalt 8o °/o) bei 1x5° und unter ioo Atm. Druck in Gegenwart von metallischem Kobalt erhalten worden ist, enthält o, i1 °/o Kobalt in gelöster Form. Man erhitzt sie in einer Rollbombe mit io °/o ihres Gewichts gekörnter Aktivkohle 3 Stunden lang auf i2o° und preßt gleichzeitig Wasserstoff von Zoo Atm. auf. Die Flüssigkeit enthält nach dieser Behandlung noch weniger als o,oo5 °/o Kobalt (Carbonylzahl 1¢6) und ist wasserhell.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCII: Verfahren zum Reinigen von organischen sauerstoffhaltigen Erzeugnissen, die durch Anlagerung von Kohlenoxyd und Wasserstoff an Olefine hergestellt worden sind und gelöste Metalle oder Metallverbindungen enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Erzeugnisse in Gegenwart von Füllkörpern oder großoberflächigen Stoffen, die keine Reduktionskatalysatoren sind, bei erhöhter Temperatur und unter erhöhtem Druck mit Wasserstoff behandelt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC2303D DE877301C (de) | 1942-03-12 | 1942-03-12 | Verfahren zum Reinigen von organischen sauerstoffhaltigen Erzeugnissen, die durch Anlagerung von Kohlenoxyd und Wasserstoff hergestellt worden sind |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC2303D DE877301C (de) | 1942-03-12 | 1942-03-12 | Verfahren zum Reinigen von organischen sauerstoffhaltigen Erzeugnissen, die durch Anlagerung von Kohlenoxyd und Wasserstoff hergestellt worden sind |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE877301C true DE877301C (de) | 1953-05-21 |
Family
ID=7012853
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC2303D Expired DE877301C (de) | 1942-03-12 | 1942-03-12 | Verfahren zum Reinigen von organischen sauerstoffhaltigen Erzeugnissen, die durch Anlagerung von Kohlenoxyd und Wasserstoff hergestellt worden sind |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE877301C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE953606C (de) * | 1954-04-03 | 1956-12-06 | Chemische Verwertungsgesellsch | Verfahren zum Reinigen von sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen |
| DE1221619B (de) * | 1961-03-13 | 1966-07-28 | Shell Int Research | Verfahren zur Reinigung von Ketonverbindungen |
| DE1270539B (de) * | 1964-11-09 | 1968-06-20 | Ethyl Corp | Verfahren zur Reinigung von durch Hydrolyse von Aluminiumalkoxyden hergestellten primaeren Alkoholen |
-
1942
- 1942-03-12 DE DEC2303D patent/DE877301C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE953606C (de) * | 1954-04-03 | 1956-12-06 | Chemische Verwertungsgesellsch | Verfahren zum Reinigen von sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen |
| DE1221619B (de) * | 1961-03-13 | 1966-07-28 | Shell Int Research | Verfahren zur Reinigung von Ketonverbindungen |
| DE1270539B (de) * | 1964-11-09 | 1968-06-20 | Ethyl Corp | Verfahren zur Reinigung von durch Hydrolyse von Aluminiumalkoxyden hergestellten primaeren Alkoholen |
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