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Photographische Kamera mit Belichtungseinstellanordnung Zusatz zum
Patent 75,8 694 Das Patent 758 694 betrifft eine pkotographische Kamera,
bei der die Stellglieder für Blende und Belichtungszeit durch ein Differentialgetriebe
derart miteinander gekuppelt sind, daß eine gleichze-itigt Verstellung, beider Stellglieder
sowohl im Sinneeiner Lichtwerteinstellung wie auch im Sinne einer Blende-Zeit-Auswahl
bei konstanter Liehtwerteinstellung möglich itst. Das Wesentliche besteht dabei
darin, daß das Differentialgetriebe aus zwei gegenläufigen Schrauben besteht, die,
ein einc ziges Regelorgan bildend, sich durch Böhrungen von Stellorganen schrauben,
die mit den Stellglieel dern für Blende und Zeit derart in Verbindung stehen, daß
durch die axiale Verschiebung der Schrauben die Stellglieder ihre Einstellbewegung
der einen Art und durch #die Drehbewegung der Schrauben ihre Einstellbevvegung der
anderen Art erfahren.
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Die Verbesserung' der Anordnung nach dem Hauptpatent bezweckt nun,
die Baulänge der Regleranordnung zu verkürzen und möglichst auch die Bauhöfie zu
verringern. Das erstere ist hesonders dann erwünscht, wenn die axiale Verstellung
der Regleranordnung durch ein Photometer überwacht wird, z. B. durch einen mechanisch
abtastbaren photoelektrischen Beliiehtungsmesser, der aus
konstruktiven
Zweckmäßigkeitsgründen am besten gleichachsig mit dem Einstellglied angeordnet wird.
In solchen und manchen anderen Fällen ist eine Verringerung der Baulänge erwünscht,
z. B. auch, wenn es sich darum handelt, die Regleranordnung in einer Kle#inkamera
unterzubringen.
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Die Verbesserung oder Abänderung des Hauptpatents in der erwähnten
Richtung wird nun dadurch erreicht, daß die zwei gegenläufigen Schrauben, die sich
durch die Bohrungen von Stellorganen schraubgn, parallel zueinander liegend angeordnet
und unter sich durch eine Getriebeverbindung derart gekuppelt sind, da3 sie beide
gleichzeitig entweder eine Drehbewegung oder eineAxialbewegung ausführen. Durch
die Anordnung der Schrauben parallel zueinander kann die Baulänge um ungefähr eine
Schraubenlänge gekürzt werden, und durch die Getriebeverbindung der Schrauben am
Einstellglied wird im vorliegenden Falle dasselbe erzielt, was beim Hauptpatent
durch den starren Zusammenhang der beiden gegenläufigen Schrauben erreicht wird.
Die parallele Anordnung der Schrauben ermöglicht es auch, wenn dieStellglieder in
der üblichen Weise als Stellringe ausgebildet sind, die Schrauben etwas seitlich
oberhalb der Stellringe anzuordnen, daduroh die Breite der Kamera besser auszunutzen
und dafür an Bauhöhe für die Regleranordnungen zu sparen.
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EinAusführungsbeispiel der verbesserten Regleranordnung ist in den
Zeichnungen schematisch veranschaulicht.
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Fig. i veranschaulicht die Getriebeanordnung von vorn; Fig. 2 zeigt
eine Draufsicht auf die Getriebeanordnung der Regelvorrichtung, wobei alle aus dem
Hauptpatent ersichtlichen Teilt zur Lagerung der
einzelnen Getriebeelemente
weggelassen sind.
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Auf dem Obj ektivträger i i sitzen in der üblichen Weise der Stellring
13 mit den Belichtungszeiten 1/12 bis 1/400 sec, der gegenüber der Dreiecksmarke
"on der kleinsten bis zur größten Belichtungszeit einstellbar ist; ferner der Stellring
14 fü-r die Blendenöffnung, dessen Biendenzeiger i4.a über den am Objektivträger
angeordneten Blendenmarken F= i : 16 bis F= -i : 2,8
spielt. Der verzahnte Stellring 13 steht im Eingriff mit dem Zahnrad 15
und
der verzähnte Stellring 14 niitdem Zahnrad 1.6. Die Räder 15, 16 sind in
der gleichen Weise wie beim Hauptpatent in Schlitzen eines hier nicht dargestellten
Führungsblockes axial unverschiebbar gelagert, und durch ihre Naben schrauben sich
die parallel zueinander liegenden Spindeln 2j a, 22 a mit entgegengesetzt
verlaufenden Gewindegängen. Die Spind(eln#via, 22a sind ebenfalls wie beim Hauptpatent
in Bohrungen des erwähnten Führungsblockes geführt.
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Das Einstellglied kann beliebig ausgebildet sein und ist in dem vorliegenden
Fall als Rahmen ausgestaltet, der allgemein mit 3o bezeichnet ist. Er ist durch
die seitlichen Fü&ungen 32, geführt und in Axialrichtung der Spindeln
auf die noch zu beschreibende Weise je nachdem Ausmaß der erforderlichen
Belichtungseinstellung verstellbar. Der Rahmen hat eine Querleiste 31, an der die
Enden der Spindeln 2ia, :22a lose drehbar, aber axial unverschiebbar sitzen. An
den Enden der Spindeln 2ia, 2,2,a sitzen Zahnräder 38, 39, die durch
das Zwischenrad37 in Getriebeverbindung miteinander stehen. Die Verstellung des
Einstellrahmens 30 und damit die axiale Verstellung der Spindelnoill, 22a
kann von Hand durch den KnOPf 35 erfolgen, dessen mit ihm verbundenes Zahnrad
34 in die am Rahmen 30 feste Zahnstange33 eingreift. Es ist aber auch die
Möglichkeit der selbsttätigen Einstellung des Rahmens angedeutet. In dem Schlitz43
einer Führungsplatte spielt der Zeiger 42 eines photoelektrischen Belichtungsmessers.
Der Rahmen 3o hat einen Ausschnitt 40 mit einer gekerbten AbtastkuTve 41. Der e
Rahmen kann nach Auslösung einer Klinke unter Federwirkung selbsttätig nach dem
Zeiger hin bewelgt werden; je nach dem Ausschlag des letzteren wird die Abtastkurve
41 und damit der Rahmen 30
früher oder später von dein Zeiger aufgehalten
und dementsprechend erfolgt die Belichtungseinstellung.
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Wenn der Rahmen 30, entweder unter Steuerung des Belichtungsmessers
oder durch Drehung des Knopfes 35, seinen vollen Verstellweg ausführt, so
wird die größte Belichtungszeit und die größte Blendenöffnung eingestellt und in
jeder Zwischenstellung der entsprechende Zwischenwert. Bei der Verstellung des Rahmens
werden die Spindeln2,i a, 22 a in axialer Richtung verschoben und drehen dabei die
beiden Stellringe 13, 14 im Sinne einer zunehmenden Belichtungseinstellung.
Eine Drdibewegung der Spindeln 2 1 a, -,L, a tritt dabei nicht ein, weil
sie einerseits die Verstellglieder für Blende und Zelit bewirken, andererseits aber
in entgegengesetztem Sinne auf das Zwischenrad 37 einwirken, also gewissermaßen
gegen Drehung gesperrt sind. Die Blende-Zeit-Auswahl kann nach erfolgter Belichtungseinstellung
dadurch erfolgen, daß entweder der Stellring13 oder der Stellring14 auf den gewünschten
Wert eingestellt wird. Dabe-i erfolgt Über das Getriebe38, 37, 39 eine Verstellung
des anderen Stellringes, jedoch immer in einem solchen Ausmaße, daß die eingeregelte
Belichtungse-instellung konstant bleibt.