DE876184C - Verfahren zum Korrosionsschutz von Metalloberflaechen - Google Patents
Verfahren zum Korrosionsschutz von MetalloberflaechenInfo
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- DE876184C DE876184C DEI3624A DEI0003624A DE876184C DE 876184 C DE876184 C DE 876184C DE I3624 A DEI3624 A DE I3624A DE I0003624 A DEI0003624 A DE I0003624A DE 876184 C DE876184 C DE 876184C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23F—NON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
- C23F11/00—Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
- C23F11/08—Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids
- C23F11/10—Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids using organic inhibitors
- C23F11/16—Sulfur-containing compounds
- C23F11/162—Thioaldehydes; Thioketones
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Description
- Verfahren zum Korrosionsschutz von Metalloberflächen Es ist bekannt, daß gewisse schwefelhaltige organische Verbindungen, z. B. Benzylmercaptan, bei Berührung mit Metallen, insbesondere Stahl oder Eisen, an deren Oberflächen eine dünne Schutzschicht bilden können, die technisch interessante Möglichkeiten bietet. Beispielsweise ist hier zu erwähnen der Zusatz von kleinen Mengen von Fettsäuren zu Mineralölen, wodurch die Schmierwirkung der Öle erheblich gesteigert wird. Es wurde in diesem Fall festgestellt, daß sich auf der Eisenoberfläche eine gerichtete monomolekulare Schicht der entsprechenden Fe-Seife bildet, auf die verbesserte Schmierwirkung zurückzuführen ist.
- In den letzten Jahren hat man die Anwendung dieser Methode der Verbesserungen der Schmierfähigkeit auch auf besonders strenge Bedingungen ausgedehnt. So hat sich der Zusatz von Stoffen eingeführt, die Halogen, Schwefel oder Phosphor enthalten. Man nimmt an, daß derartige Verbindungen mit dem Eisen anorganische Verbindungen, wie Sulfide, Phosphide, Halogenide des Eisens bilden, welche den Zustand der gleitenden Fläche verbessern und so das Festfressen verhindern, wenn die reinen Mineralöle zur Schmierung allein nicht mehr ausreichen.
- Die Erfindung betrifft die Anwendung von solchen schwefelhaltigen organischen Verbindungen, die die Konfiguration wobei n eine gerade Zahl ist, enthalten.
- Diese organischen Verbindungen sind durch eine labile, leicht lösbare Bindung in ihrem Molekül gekennzeichnet, die sich bereits durch die bloße Berührung mit dem Metall löst, auf das die Verbindung aufgebracht wird.
- Demnach brauchen die genannten schwefelhaltigen organischen Verbindungen keine funktionellen Gruppen zu enthalten, die, wie Säuren, Phenole, Aldoxime, sich mit Metallen verbinden können oder in irgendeiner Form ein durch Metall substituierbares Wasserstoffatom besitzen, und sie brauchen auch keine weiteren Gruppen mit Schwefel, Phosphor, Halogen zu enthalten, die mit dem Metall anorganische Verbindungen in Gestalt eines das Metall überdeckenden Films bilden können.
- Ein Zusatz von i bis 2 °/o oder weniger dieser Verbindungen zu einer Mineralsäure, z. B. Chlorwasserstoffsäure hoher Konzentrationen, verhindert die Korrosion von Eisen oder Stahl selbst bei Temperaturen bis 8o oder ioo°.
- In der nebenstehenden Tabelle sind die Ergebnisse des Verfahrens nach der Erfindung nach Standardversuchen im Vergleich zu den bekannten schwefelhaltigen organischen Körpern zusammengestellt.
- Eine Stahlplatte von 12 qcm Gesamtoberfläche wurde in 6o ccm 18°/oiger Chlorwasserstoffsäure eingetaucht, der o,6 °/o einer organischen Verbindung zugesetzt war. Nach dem Einlegen der Platte wurde der Behälter 2 Stunden lang in einen Trockenschrank von 65° Wärme gebracht. Nach dieser Behandlung wurde die Stahlplatte herausgenommen, mit Wasser bis zur Neutralität gespült und getrocknet. Dann wurde der Gewichtsverlust bestimmt, der in Milligramm j e Kubikzentimeter in ä Stunden ausgedrückt wird.
Die Schutzdauer gibt die Zeit an, die verstreicht, bis Gasentwicklung anzeigt, daß die zugesetzte Substanz zerstört ist.Verlust Schutzdauer Blindversuch, ohne Zusatz .. 64,8o - Stdn. Glykol-dianisylxanthogenat... o,oo 6o - Benzylmercaptan............ 0,56 23 - Thiophenol ................. 43,12 weniger als 4 Stdn. - Die Darstellung des besonders wirksamen Glykoldianisylxanthogeriäts, für die hier kein Schutz beansprucht wird, geschieht vorteilhaft wie folgt Zunächst wird durch Reaktion von i Mol Glykol, 2 Mol K O H, z Mol C S2 und gerade genug Wasser zum Lösen des Ätzkalis bei 38 bis 40° Glykol-dixanthogenat hergestellt Nach 4stündigem Rühren fügt man im Verlauf von 2 Stunden unter Aufrechterhaltung der Temperatur 2 Mol Chlormethylanisol zu. Zur Vollendung der Reaktion erhitzt man dann 30 Minuten auf etwa 65°, setzt ein Fünftel des Gewichts der Reaktionsmischung an Wasser zu und erhitzt weiter 2 Stunden lang auf 65 bis 68°. Nach Abkühlenlassen verdünnt man mit Benzol, dekantiert, wäscht mit Salzwasser aus und trocknet über wasserfreiem Natriumsulfat. Durch Erhitzen auf i50° wird das Benzol abgetrieben, engt unter 3 mm Druck bis 155° ein (Temperaturen in der Flüssigkeit gemessen). Man erhält in 6o % Ausbeute ein gelbes Öl. Seine Strukturformel ist:
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Korrosionsschutz von Metalloberflächen, insbesondere aus Eisen oder Stahl, mit Hilfe schwefelhaltiger organischer Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man als schwefelhaltige organische Verbindungen solche verwendet, die die Konfiguration wobei n eine gerade Zahl ist, enthalten.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anwendung von Glykol-dianisylxanthogenat, das vorzugsweise durch Reaktion von 2 Mol Chlormethylanisol und i Mol Glykol-dixanthogenat hergestellt wurde. Angezogene Druckschriften Deutsche Patentschriften Nr. 449 6o5, 579 864, 579 955, 8i1298;. USA.-Patentschrift Nr. 1785 813; Kolloid-Zeitschrift Bd. 82, S. 247; Zeitschrift »Metallurgie« 1948, S. 2o; Uhlig,»TheCorrosionHandbook«1948, S.giobisgi2.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR876184X | 1949-12-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE876184C true DE876184C (de) | 1953-05-11 |
Family
ID=9360475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI3624A Expired DE876184C (de) | 1949-12-19 | 1950-12-12 | Verfahren zum Korrosionsschutz von Metalloberflaechen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE876184C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1160268B (de) * | 1954-02-27 | 1963-12-27 | Basf Ag | Mittel zum Schutz von Metalloberflaechen gegen Spannungskorrosion |
| DE4030370A1 (de) * | 1990-09-26 | 1992-04-02 | Daimler Benz Ag | Verfahren zum aufbringen einer korrosionshemmenden und die reibung vermindernden schicht auf metallische oberflaechen |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE449605C (de) * | 1925-09-30 | 1927-09-17 | Newport Company | Verhuetung der Aufloesung von Eisen und Stahl in Schwefelsaeure |
| US1785813A (en) * | 1927-08-17 | 1930-12-23 | Gen Aniline Works Inc | Process of preparing hydroxythionaphthenes |
| DE579864C (de) * | 1931-08-14 | 1933-07-01 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Metallsparbeize |
| DE579955C (de) * | 1931-03-06 | 1933-07-03 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Mittel zum Schutz von Metallen gegen den Angriff nichtoxydierender Saeuren |
| DE811298C (de) * | 1948-10-02 | 1951-08-20 | Henkel & Cie Gmbh | Verfahren zur Verhinderung des Angriffs von sauren Fluessigkeiten auf Eisen |
-
1950
- 1950-12-12 DE DEI3624A patent/DE876184C/de not_active Expired
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