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DE874900C - Verfahren zur Herstellung von Tonerde - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tonerde

Info

Publication number
DE874900C
DE874900C DEK6537D DEK0006537D DE874900C DE 874900 C DE874900 C DE 874900C DE K6537 D DEK6537 D DE K6537D DE K0006537 D DEK0006537 D DE K0006537D DE 874900 C DE874900 C DE 874900C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alumina
alkaline liquid
alkali
sludge
sludge treatment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK6537D
Other languages
English (en)
Inventor
Jakob Kielland
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Norsk Hydro Elektrisk Kvaelstof AS
Original Assignee
Norsk Hydro Elektrisk Kvaelstof AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Norsk Hydro Elektrisk Kvaelstof AS filed Critical Norsk Hydro Elektrisk Kvaelstof AS
Application granted granted Critical
Publication of DE874900C publication Critical patent/DE874900C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/04Preparation of alkali metal aluminates; Aluminium oxide or hydroxide therefrom
    • C01F7/06Preparation of alkali metal aluminates; Aluminium oxide or hydroxide therefrom by treating aluminous minerals or waste-like raw materials with alkali hydroxide, e.g. leaching of bauxite according to the Bayer process
    • C01F7/066Treatment of the separated residue

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Tonerde Es ist früher vorgeschlagen worden, unreine Tonerde (z. B. gebildet durch Fällung einer sauren, aluminiumhaltigen Lösung mit einem basisch wirkenden Stoff, wie z. B. halksteinmehl) in einer alkalischen Flüssigkeit zu lösen, reine Tonerde aus der Lösung zu fällen, die Tonerde abzutrennen, die Restlösung zu kaustisieren und danach die kaustisierte Lösung für die Behandlung neuer Mengen unreiner Tonerde zu verwenden. Die haustisierung kann vor oder nach der Fällung vorgenommen werden.
  • Bei diesem Verfahren wird der durch die Kaustisierung gebildete Schlamm etwas Tonerde enthalten, die dann verlorengeht.
  • Die Erfindung bezweckt, diesen Verlust zu vermindern. Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, den Schlamm mit einer alkalischen Flüssigkeit zu behandeln, so daß sein Tonerdegehalt in der Form von Aluminat extrahiert wird, das in den Prozeß zurückgeleitet wird.
  • Als alkalische Flüssigkeit können Lösungen von Soda, Natriumbicarbonat oder Natronlauge oder Mischungen dieser Stoffe benutzt werden. Aluminathaltige Lauge kann auch verwendet werden. Es hat sich als vorteilhaft gezeigt, daB die alkalische Flüssigkeit eine gewisse Menge Carbonat enthält. Weiter hat es sich gezeigt, daß der Schlamm durch die Behandlung größere Mengen Carbonat aus der alkalischen Flüssigkeit aufnimmt. Um den notwendigen Carbonatgehalt aufrechtzuerhalten, kann es deshalb während der Schlammbehundlung vorteilhaft sein, Kohlensäure in größeren öder kleineren- Mengen zuzuführen, u. a. in Abhängigkeit von dem Carbonatgehalt der zugeführten alkalischen Flüssigkeit.
  • Die Schlammbehandlung-kann sowohl unterbrochen als kontinuierlich durchgeführt werden. Eine verhältnismäß% niedrige Konzentration (Größenordnung 2o bis 40g/1 N920) hat sich als günstig gezeigt; wesentlich niedrigere Konzentrationen sind unwirtschaftlich, wesentlich höhere führen zu einem verlangsamten Reaktionsverlauf bei den Temperaturen, die in einer wirtschaftlichen Apparatur (ohne Druck) erzielt werden können. Die Temperatur soll verhältnismäßig hoch sein: über 70°, zweckmäßig etwa ioo°.
  • Als Beispiel von Lösungen, die mit Vorteil für die Schlammbehandlung gemäß dem vorliegenden Verfahren benutzt werden können, soll angeführt werden: Calcinierte Soda, Natriumbicarbonat oder Abfallätznatron von anderen Prozessen, gelöst und/oder verdünnt in Wasser oder dünnem Filtrat vom Waschen unreiner Tonerde, beispielsweise mit 6 g/1 N920 Gesamtalkali, wovon 38 °/o-Carbonat, 2o % als Aluminat und der Rest als freies Alkali vorliegen. Die Schlammmenge und die eventuelle Kohlensäurezufuhr werden so reguliert, daß man als Ergebnis eine Lauge bekommt,- bei der das Gesamtalkali beispielsweise mit 2o bis 50 % als Aluminat und 7o bis 35 % als Carbonat vorliegt.
  • Bei einem Prozeß, der darauf zielt, reine Tonerde durch Extraktion einer unreinen Tonerde mit alkalischer Flüssigkeit herzustellen, die nach Gebrauch kaustisiert und in den Prozeß .zurückgeleitet wird, wie es in der Einleitung erwähnt wurde, wird stets eine gewisse Menge Alkali verlorengehen, das durch einen besonderen Zusatz ersetzt werden muß.
  • Wird eine entsprechende Menge Alkali zum Auslaugen des Kaustisierungsschlammes gemäß vorliegender Erfindung benutzt und die Lösung in den Prozeß zurückgeleitet, dann wird der genannte Allzaliverlust dadurch gedeckt, während man gleichzeitig den wesentlichen Teil der Tonerde zurückgewinnt, die sonst in dem Kaustisierungsschlamm verlorengehen würde. Die Menge des benutzten Alkalis für die Behandlung des Kaustisierungsschlammes kann selbstverständlich auch ganz unabhängig vom Alkaliverlust im Prozeß gewählt werden.
  • Es hat sich als möglich und vorteilhaft gezeigt, den Kaustisierungsschlamm in der einfachsten Weise durch Verdickung abzutrennen und zusammen mit dem Inhalt von alkalischer, carbonat- und aluminathaltiger Mutterlauge zu behandeln; hierdurch werdenFiltrierung sowie auch Eindampfen weiterer Mengen Waschwasser gespart. Beispiel Pro Stunde kommen zu einer Schlammbehandlungsanlage 3 t Kaustisierungsschlamm (Trockenstoff) mit dem folgenden Inhalt: -7,8 °/Q A1 (0H)3 (durch Kaustisierung #,erlorengegangen), 17,5 °/p Ca (0H)2, 62,7 % CaCO3, i2,o°/o Kalkrückstand (wovon 1,4% A1203 sind), mit 3 cbm kaustisierter Lauge folgender Zusammensetzung gemischt: 5a g Na, 0/1 Gesamtalkali, icg mol A1203/100 mol N920 total, 17 mol C02/100 mol _N920 total.
  • Gleichzeitig werden 5 cbm Waschlauge in der Stunde von dem Waschen unreiner Tonerde folgender Zusammensetzung zugesetzt: 6 g N920/1 Gesamtalkali, 20 mol A1203/1oo mol N920 total, 38 mol CO2/zoo mol N920 total sowie auch 0,25 t NaHC03 in der Stunde zum Decken des Alkaliverlustes des Prozesses. Weiter werden o,2 t C02 in der Stunde eingeblasen - ioo cbm CO2-Gas. Die Reaktion findet bei ioo° statt, mit einer mittleren Aufenthaltszeit in dem System von beispielsweise 3 Stunden.
  • Als Ergebnis bekommt man 3 t/Stunde Restschlamm (Trockenstoff) folgender Zusammensetzung: 1,1 % Al (0H)3 (Rest des Verlustes von der Kaustisierung), i,7-"/,Ca (0H)2, 85,2 °/o CaC03, 12,00/, Kalkrückstand (wovon 1,4 °/o A1203 ist) sowie g cbm Lauge der Zusammensetzung: 31 g N920/= Gesamtalkali, 42m01 Al, 03/1oo mol Na20 total, 4o mol COZ/ioo mol Na20 total.
  • Diese Lauge wird wieder in den Tonerdeprozef eingeleitet und enthält etwa 0,3 t A1 (0H)3, wovon g (o,078 - o,oii) t = o,2 t aus dem Kaustisierungsschlamm gewonnen sind. Die Ausbeute bei der Wiedergewinnung der Tonerde beträgt somit etwa 85 °/o

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Tonerde, bei dem unreine Tonerde in alkalischer Flüssigkeit gelöst, reine Tonerde aus der Lösung gefällt, die Lösung kaustisiert und erneut in dem Prozeß verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der tonerdehaltige Schlamm der durch die Kaustisierung gebildet wird, für die Wiedergewinnung der Tonerde mit einer alkalischen Flüssigkeit behandelt wird und die tonerdehaltige Lösung in den Prozeß zurückgeleitet wird.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Schlammbehandlung benutzte alkalische Flüssigkeit carbonathaltig ist.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die alkalische Flüssigkeit, die für die Schlammbehandlung benutzt wird, einen Gesamtalkaligehalt von io bis ioo g/1Na20, vorzugsweise 2o bis 40 g/1 hat.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlammbehandlung bei höherer Temperatur stattfindet, vorzugsweise über 6o°, z. B. bei etwa ioo°.
  5. 5. Verfahren gemäß Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß während der Schlammbehandlung Kohlensäure zugeführt wird, um einen hinreichenden Carbonatgehalt in der alkalischen Flüssigkeit aufrechtzuerhalten.
  6. 6. Verfahren gemäß Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß als alkalische Flüssigkeit ganz oder teilweise eine alkalische Flüssigkeit benutzt wird, die in dem Prozeß unter Zusatz von, Alkali zirkuliert, um die Alkaliverluste des Verfahrens zu decken.
DEK6537D 1942-09-17 1943-09-17 Verfahren zur Herstellung von Tonerde Expired DE874900C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NO874900X 1942-09-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE874900C true DE874900C (de) 1953-04-27

Family

ID=19907471

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK6537D Expired DE874900C (de) 1942-09-17 1943-09-17 Verfahren zur Herstellung von Tonerde

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