DE874801C - Funkbake - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft Funkbaken, und zwar in
Form von Antennenanordnungen für die Erzeugung von Strahlungsfeldern für Feldstärkevergleichspeilungen.
Es besteht oft die Aufgabe, Strahlungsfelder zu erzeugen, die eine scharfe Anzeige der Abweichung vom
Kurs ergeben. Diese scharfe Anzeige rmiß ohne Bildung von falschen Kursen ermöglicht werden und
gleichzeitig soll eine gewünschte Differenz im Energiepegel an allen Punkten um das Strahlungsdiagramm
erhalten werden.
Es ist das Ziel der Erfindung, eine Antennenanlage und Speisekreise für dieselbe zu schaffen, um die gewünschten
Strahlungsdiagramme mit einer minimalen Anzahl von Antennenelementen zu erzeugen.
Hierzu wird von einer Richtantennenanlage ausgegangen, die aus mindestens zwei Antennenanordnungen
besteht, ferner aus einer mit einem Signal modulierten Hochfrequenzenergiequelle und einer
Seitenbandenergiequelle der mit Trägerwellenunterdrückung kombinierten gleichen Hoch- und Signalfrequenzen.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch einen ersten Kopplungskreis für die Anlegung der
Energie von der signalmodulierten Hochfrequenzquelle an eine der genannten Antennenanordnungen,
einen zweiten Kopplungskreis für die Anlegung der Seitenbandenergie an die andere Antennenanordnung,
einen Phasenschieber für die Einstellung der relativen Phase der den zwei Antennenanordnungen zugeführten
Schwingungen und eine Längeneinstellvorrichtung für
die Einstellung der effektiven elektrischen Länge der genannten zwei Antennenanordnungen, derart, daß
die gewünschte Strahlungskopplung einer Antennenanordnung mit der anderen Antennenanordnung bei
Aufrechterhaltung der relativen Phaseneinstellung erhalten wird. Der Antennenabstand und die zugeführte
Energie können so eingestellt- werden, daß eine gewünschte Feldverteilung erzeugt wird. Eine
oder beide Antennen können gerichtete Antennen ίο sein und können aus einer Anzahl Antennenelementen
oder einem einzigen Element bestehen. Die den Antennen zugeführte Energie kann abwechselnd in
ihrer Phase umgetastet werden oder kann gleichzeitig an beide Antennen mit solcher Phasenbeziehung
angelegt werden, daß zwei sich überlappende Strahlungsfelder entstehen, die zur Bildung einer
Gleichsignalanzeige' dienen.
In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
ao Fig. ι zeigt eine Antennenanordnung zur Erläuterung
der Erfindung;
Fig. 2 zeigt in Blockschemaform eine einfache Funkbake mit zwei Antennenelementen;.
Fig. 3 zeigt das durch die Bake von Fig. 2 erzeugte Strahlungsdiagramm;
Fig. 4 zeigt eine Detailvariante für die Speiseanordnung der in Fig. 2 gezeigten Bake;
Fig. 5 zeigt eine Antennenanordnung mit drei Antennenelementen, die durch die Senderausrüstung
von Fig. 2 oder 4 gespeist werden können;
Fig. 6 ist das durch die in Fig. 5 gezeigte Bake erzeugte Strahlungsdiagramm;
Fig. 7 ist ein Strahlungsdiagramm, welches durch eine bekannte Bake mit drei Antennen erhalten wird;
Fig. 8 zeigt eine Bake, welche sechs Antennen in einer Antennenanordnung vereinigt;
Fig. 9 ist ein Strahlungsdiagramm, welches durch die in Fig. 8 gezeigte Bake erhalten wird;
Fig. 10 ist ein Strahlungsdiagramm, welches durch die
in Fig. 8 gezeigte Anlage erhalten wird, wenn keine Reflektoren verwendet werden.
In Fig. ι ist erne Antennenanordnung gezeigt,
welche um einen ersten oder Bezugsstrahler R gruppiert ist. In einer Linie mit R sind eine Anzahl
Antennenelemente π, rz,~r% r 4, rm und rn angeordnet,
die unter entsprechenden Abständen d x, d 2, d 3, d 4, dm, dn von R aufgestellt sind. Bei solch
einer Anordnung kann die Gesamtstrahlung Rt unter irgendeinem Winkel 0 gegenüber der Senkrechten zur
Antennenanordnung als die Summe der Strahlungen von den verschiedenen Elementen an diesem Punkt ausgedrückt
werden. Die Gesamtstrahlung kann aus folgender Gleichung bestimmt werden:
Rt= R (Q)- sin cot + rx (Q) sin {cot + d 1 sin 0 + ψ) -\-τ2(θ) sin (cot — dz sin θ — ψ)
+ r 3 (0) sin (cut + ds sin 0 + ψ)
-\~ν4(θ) sin (cat—-d^siii ^ — ψ) (χ)
-f- rn (Q) sin (cot + dn sin 0 -j- ψ)
-j- rm (Q) sin (cot—dm sin Q— ψ),
wobei ψ die an die einzelnen Strahler zugeführte
Energiephase, d 1, d 2 ... die in Fig. 1 dargestellten
Abstände und t die Zeit darstellen und ω gleich
2 π mal der Arbeitsfrequenz ist. Für die beste Wirkungsweise
der Anlage als Funkbake wird die Energiephase, im allgemeinen nur die Seitenbandenergie, in
den Hilfsstrahlen! auf beiden Seiten von R (ö) gleich
90° gemacht. Macht man diese Voraussetzung in der obigen Gleichung, so reduziert sich die Gleichung zu
Rt (Q) = sin cot [R (Q) + r 1 (Q) sin (d 1 sin 0)
+ y 2 (0) sin (d 2 sin 0) + r 3 (Θ) sin (d 3 sin Θ)
+ r 4 (0) sin (d 4 sin 0) + rm (0) sin (dm sin 0)
+ rn (0) sin (dn sin 0) + cos cot—rx (Q) cos (d χ sin 0)
+ rz(O) cos (dz sin 0)—/3(0) cos (ei3 sin 0)
+ ^4(0) cos (d 4 sin 0)—rn (Q) cos (dn sin 0)
+ rm (0) cos (dm sin 0)].
(2)
In dieser Gleichung stellen die Sinusausdrücke all· gemein die für die Strahlung von der Anlage verlangte
Energie dar und die Cosinusausdrücke die nicht erwünschte Energie unter rechtem Winkel dazu.
Einige der Cosinusausdrücke sind negativ infolge der Anordnung der Elemente auf entgegengesetzten Seiten
vom Mittelstrahler R. Der resultierende Cosinusausdruck verringert sich in seiner Größe mit dem
Abstand der Elemente auf entgegengesetzten Seiten vom Mittelstrahler. Die Erfindung ist jedoch nicht
auf diese Anordnung mit Strahlern auf entgegengesetzten Seiten begrenzt, und die Antennenanlage
kann auch verwendet werden, wenn alle Antenneneinheiten auf derselben Seite vom Hauptstrahler R
liegen. Solch eine Antennenanordnung hat jedoch eine große Strahlungskomponente auf dem Kurs
(0 = 0), wodurch sich ein hoher Signalpegel ergibt. Die Signalveränderung infolge der Sinusausdrücke,
welche in der Nähe von Null mit 0 variieren, ist dann viel kleiner prozentual zum gesamten Signal,
wodurch sich ein unempfindlicherer Kurs ergibt.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden dem Mittelstrahler R Trägerschwingungen
zugeführt, die mit einem Signal moduliert sind, und die Seitenstrahler r x, r 2 werden mit Seitenbandschwingungen
gespeist, die vorzugsweise 900 phasenverschoben zu den Seitenbandschwingungen des
Mittelstrahlers sind. Mit solch einer Anordnung kann eine gewünschte Schärfe des Felddiagramms mit einer
kleineren Antennenanzahl erhalten werden, als für dieselbe Schärfe bei einer vollkommen gleichartig no
gespeisten Anordnung notwendig wäre.
Fig. 2 zeigt beispielsweise die einfachste Form der gemäß der Erfindung konstruierten Antennenanordnung.
Von einer Hochfrequenzquelle 20 werden Trägerfrequenzschwingungen getrennten Modulatoren
21 und 22 zugeführt. Diese Modulatoren modulieren die Hochfrequenzenergie mit gewünschten Signalen,
z. B. 90 und 150 Hz, wie bei den üblichen Funkbaken.
Die Modulatoren können mechanische oder elektronische Modulatoren sein. Die Energie vom Modulator
21 wird an den Anschlußpunkt 23 einer Brücke 25
und die Energie vom Modulator 22 an den diagonal entgegengesetzten Anschlußpunkt 24 angelegt. Da
die Arme der Brücke 25 in der Länge gleich sind, wird sich die Trägerfrequenzenergie und die Seitenbandenergie
von den Modulatoren 21 und 22 am
Verbindungspunkt der Leitung io mit der Brücke 25 im Anschlußpunkt 26 phasengleich kombinieren, so
daß der Antenne 33 über einen Phasenschieber 31 sowohl die Trägerschwingungen wie auch die Seitenbandschwingungen
von den Modulatoren 21 und 22 zugeführt werden. Gleichzeitig werden am Verbindungspunkt
27 der Brücke 25 mit der Leitung 11 nur Seitenbandschwingungen auftreten, da der Träger
infolge der Kreuzungsstelle 28 in einem Arm der Brücke 25 unterdrückt wird. Die Seitenbandschwingungen
vom Modulator 22 sind bezüglich der über die Leitung 10 der Antenne 33 zugeführten Seitenbandschwingungen
in der Phase umgekehrt. Die Leitung 11 führt so der Antenne 34 über den Phasenschieber
32 nur Seitenbandschwingungen zu, von denen die einen gegenüber den entsprechenden an
die Antenne 33 gespeisten Seitenbandschwingungen in der Phase umgekehrt sind. Infolge der Phasenbeziehung
wird sich die Seitenbandbandenergie von 21, die von der Antenne 34 ausgestrahlt wird, in gewissen
Richtungen zu der von der Antenne 33 ausgestrahlten addieren, während die Seitenbandenergie von 22,
welche von der Antenne 34 ausgestrahlt wird, sich von der entsprechenden Seitenbandenergie von 33 in
denselben Richtungen subtrahieren wird. Die Phasenschieber 31 und 32 können dann so eingestellt werden,
daß in der Antenne 34 die gewünschte Phasenbeziehung der Energie bezüglich der in der Antenne 33 erzeugt
wird, so daß die gewünschte Strahlungsverteilung erhalten wird. Es ist im allgemeinen vorzuziehen,
diese Einstellung so vorzunehmen, daß die Seitenbandschwingungen in den Antennen 33 und 34 900
Phasenverschiebung aufweisen. Die Strahlungskopplung der Antenne 34 bezüglich der Energie der Antenne
33 wird unter Umständen jedoch nicht die gewünschte sein, um das benötigte Trägerfrequenzdiagramm
zu erhalten. Um die gewünschte Wirkung zu erreichen, ist der Phasenschieber 31 in der Leitung
10 vorgesehen. Eine Einstellung entweder des Phasen-Schiebers 31 oder des Phasenschiebers 32 neigt jedoch
zu einer Verzerrung der schon durch die erste Einstellung vom Phasenschieber 32 erzielten Seitenbanddiagramme.
Um demgemäß die gewünschte Strahlungskopplung der Antenne 34 zu erhalten, werden zweckmäßigerweise beide Phasenschieber 31 und 32 um gleiche Beträge verstellt. Vorzugsweise wird der Phasenschieber 32 so eingestellt, daß die Leitung 11 mit der Antenne 34 solch eine Impedanz bildet, daß praktisch keine Strahlungskopplung vorhanden ist. Das Trägerstrahlungsdiagramm wird dann praktisch dasselbe sein, als wenn die Antenne 33 allein strahlen würde. Durch die Einstellung der Phase und Impedanz in der Schaltung können die gewünschten Strahlungsdiagramme erhalten werden.
Um demgemäß die gewünschte Strahlungskopplung der Antenne 34 zu erhalten, werden zweckmäßigerweise beide Phasenschieber 31 und 32 um gleiche Beträge verstellt. Vorzugsweise wird der Phasenschieber 32 so eingestellt, daß die Leitung 11 mit der Antenne 34 solch eine Impedanz bildet, daß praktisch keine Strahlungskopplung vorhanden ist. Das Trägerstrahlungsdiagramm wird dann praktisch dasselbe sein, als wenn die Antenne 33 allein strahlen würde. Durch die Einstellung der Phase und Impedanz in der Schaltung können die gewünschten Strahlungsdiagramme erhalten werden.
Das durch die Anordnung von Fig. 2 erhaltene Strahlungsdiagramm ist in Fig. 3 dargestellt. In
dieser Figur ist angenommen, daß das Diagramm 330 durch die resultierende Strahlung der Seitenbänder
und des Trägers vom Modulator 21 erzeugt wird, und das Diagramm 340 ist die entsprechende Strahlung
vom Modulator 22. Die durch diese Bake definierte Kurslinie ist durch 1-0-1 in der Zeichnung dargestellt.
Das in Fig. 3 dargestellte Diagramm wird durch die Strahlung zweier Antennenelemente erzeugt, wie sie
in Fig. 2 dargestellt sind, die einen Abstand von 1700
haben. Mit dieser Anlage wird eine Kursschärfe von 0,44 D.b/1,50 Abweichung vom Kurs erhalten. Anstatt
der in Fig. 2 gezeigten gleichzeitigen Speisung beider Antennenelemente können die Schaltungselemente
unter der Linie A-A dieser Figur durch die Schaltung von Fig. 4 ersetzt werden. In dieser Anordnung ist
die Trägerquelle 20 mit getrennten Modulatoren 426 und 427 gekoppelt. Der Modulator 426 ist ein gewöhnlicher
Modulator und der Modulator 427 ein Seitenbandmodulator, z. B. ein abgeglichener Modulator
mit Trägerwellenunterdrückung. Signalenergie von irgendeiner gewünschten Tonfrequenz, z. B.
1020 Hz, wird den Modulatoren 426 und 427 von der Tonfrequenzquelle 40 zugeführt. Die Energie von 426
wird über die Leitung 10 der Antenne 33 von Fig. 2 zugeführt. Die Seitenbandmodulationsenergie von 427
wird über einen Schalter 402 mittels einer Tastvorrichtung 400 und eines Tastrelais 401 abwechselnd
an die Kontakte 11 α und 11 δ angelegt. Auf diese
Weise werden die an die Leitung 11 bzw. die Antenne 34
angelegten Seitenbandschwingungen abwechselnd in der Phase umgepolt, so daß diese sich in denselben
Richtungen von den von der Antenne 33 ausgestrahlten Seitenbandschwingungen addieren und subtrahieren.
Dadurch ergeben sich abwechselnd Strahlungsdiagramme der mit 330 und 340 in Fig. 3 gezeigten Form.
Ein Ausführungsbeispiel, welches drei Antennenelemente verwendet, ist in Fig. 5 gezeigt. Auch bei
dieser Anordnung können die Antennenelemente durch die in Fig. 2 oder 4 gezeigte Speisenanordnung
mit Energie versorgt werden. Die Antennen sind bei diesem Beispiel als Hochfrequenzrahmenantennen
dargestellt. Selbstverständlich kann jedoch jede Antennenart verwendet werden, so z. B. auch die in
den vorherigen Ausführungsbeispielen gezeigten vertikalen Dipole.
Die modulierte Trägerschwingung wird über die Leitung 10 und den Phasenschieber 31 der Antenne 534
zugeführt. Die Seitenbandschwingungen von der Leitung 11 werden jedoch an die zwei getrennten
Antennen 533 und 533 A über eine Abzweigleitung und Amplitudensteuervorrichtungen 501, 502 sowie
Phasenschieber 532, 532 A angelegt. Da bei dieser Ausführung die Seitenbandschwingungen getrennten
Elementen zugeführt werden, kann die Amplitude in diesen Elementen relativ zueinander und zur
Mittelantenne eingestellt werden, ohne die Impedanzanpassung zu verstimmen und eine Kreuzmodulation
zu verursachen. Um das ganze Seitenbandantennensystem an die Leitung 11 anzupassen, kann ein
Anpassungsteil 500 vorgesehen sein.
In diesem Fall kann wie in dem einfacheren Fall in Fig. 3 die Energiephase in den Antennen 533
und 533 A bezüglich der Mittelantenne 534 für das gewünschte Diagramm geeignet eingestellt werden.
Zur weiteren Einstellung der Diagrammform kann auch die Amplitude eingestellt werden. Darauf
können die Phasenschieber so eingestellt werden, daß die Antenne 534 keine Strahlungskopplung auf die
anderen Antennen ausübt. Diese aus drei Antennen
bestehende Anordnung liefert ein sehr scharfes Strahlungsdiagramm, wie es in Fig. 6 gezeigt ist.
Die zwei sich überlappenden Diagramme 630 und 640 definieren eine Kurslinie 101-0-101.
In dem besonderen gewählten Ausführungsbeispiel betrug der Abstand zwischen den Antennen 534
und 533 2io° und der Abstand zwischen den Antennen 534 und 533 A 4500. Der in der Mittelantenne
fließende Trägerstrom hatte einen relativen Pegel von 0,96 Db, während der der Antenne 533 0.3
und der Antenne 533 A 0,1 Db betrug. Die in den Antennen 534, 533 und 533 A vorhandene Seitenbandenergie
stand in dem Verhältnis von 0,12, 0,81 und 0,575 Db. Diese Speisung ergab eine Schärfe
von ungefähr 4 Db pro Grad Abweichung vom Kurs. Die Diagramme haben jedoch an der Stelle L nur
einen gernigen Feldstärkenunterschied zwischen den Nebenmaxima des einen Diagramms und den benachbarten
Minima des anderen Diagramms. Es ist jedoch klar, daß durch Verzicht auf eine sehr große
Schärfe dieser Unterschied leicht vergrößert werden kann, wobei trotzdem noch eme beträchtliche Kursschärfe
erhalten bleibt.
Ein entsprechendes Strahlungsdiagramm für eine bekannte symmetrische Antennenanordnung aus drei
Antennen, bei der die Seitenstrahler 160° vom Mittelstrahler
entfernt angeordnet sind, ist in Fig. 7 gezeigt. In dieser Figur definieren die zwei Diagramme 730
und 740 eine Kurslinie 201-0-201. Bei dieser An-Ordnung
beträgt die Schärfe nur 1,26 Db pro Grad Abweichung vom Kurs, Die erfindungsgemäße Anordnung
erzeugt also durch die unsymmetrische Antennenanordnung eine viel größere Leitstrahlschärfe
als eine symmetrische Antennenanordnung. Ein weiteres Ausführungsbeispiel mit sechs Antennen
ist in Fig. 8 gezeigt. Auch in dieser Figur sind die Speisekreise nicht dargestellt, es können
jedoch auch hier die Anordnungen von Fig. 2 oder 4 verwendet werden. In der Anordnung von Fig. 8 ist
die Wirkung eines kleinen Zwischenraums zwischen den Nebenblättern eines Diagramms und einem
Minimum des anderen Diagramms durch eine zentrale symmetrische Anordnung in Verbindung mit einer
Anzahl anderer unsymmetrisch angeordneter Antennen vermieden. Die mit der gewünschten Seitenbandenergie
modulierte Trägerfrequenzenergie wird über die Leitung 10 und den Phasenschieber 31 an
eine Mittelantenne 801 angelegt. Auf entgegengesetzten Seiten der Antenne 801 sind zwei gleich weit
entfernt angeordnete symmetrische Seitenbandantennen 802, 803 vorgesehen, die mit der Leitung 11
über eine Querverbindung, welche eine Kreuzungsstelle 810 aufweist, gekoppelt sind. In der Leitung 11
liegt weiterhin ein Phasenschieber 834 und eine Amplitudensteuervorrichtung 844. Zusätzlich sind die
unsymmetrisch angeordneten Seitenbandantennen 804, und 806 mit der Leitung 11 über Phasenschieber
831, 832 und 833 und Amplitudensteuervorrichtungen 841, 842 und 843 gekoppelt.
Es wird oft gewünscht, das Strahlungsdiagramm der Bake unsymmetrisch auszubilden, so daß der
rückwärtige Kurs eine viel geringere Amplitude aufweist als der erzeugte Frontkurs. Zu diesem
Zweck können Reflektorantennen 811, 812, 813, 814,
815 und 816 vorgesehen sein, die mit einem Abstand
von einer Viertelwellenlänge hinter den entsprechenden Antennen 801 bis 806 liegen. Diese Reflektoren
werden durch Abstimmleitungen 821 bis 826 auf die gewünschte Reflexionswirkung abgestimmt. Über
der Leitung 11 kann eine Stumpfleitung 800 vorgesehen sein, um das ganze Seitenbandantennensystem
an die Leitung anzupassen, so daß der Abgleich an der Speisebrücke erhalten bleibt. Das
erreichte Strahlungsdiagramm zeigt Fig. 9.
Ein typisches Strahlungsdiagramm, welches durch eine Bake nach Fig. 8/aber ohne Reflektoren, erzeugt
wird, ist in Fig. 10 dargestellt. Die zwei sich überlappenden Diagramme 830 und 840 definieren eine
sehr scharfe Leitlinie 301-0-301. Um dieses Diagramm
zu erzeugen, war der Abstand zwischen den verschiedenen Antennen wie folgt: Die Antennen 802
und 803 waren jede i6o° von 801 entfernt. Die Antenne 804 hatte einen Abstand von 495 ° und die
Antenne 805 von 11700 von 801. Die Antenne 806
hatte einen Abstand von 800° von der Antenne 801. Die Größe der den Seitenbandstrahlern zugeführten
Energie betrug für die Antennen 802 und 803 0,5, für die Antenne 804 0,45, für die Antenne 806 0,448
und für die Antenne 805 0,310 Db. Diese Stromverteilung
unter den einzelnen Strahlern wird durch Einstellung der Amplitudensteuervorrichtung 841 bis
844 erhalten.
Die Erfindung läßt sich selbstverständlich auch an anderen Antennenanordnungen durchführen. Beispielsweise
kann an Stelle der gezeigten einzigen Mittelantenne eine Antennenanordnung treten, an die
die Trägerschwingungen angelegt werden. In gleicher Weise können andere Antennen durch Antennenanordnungen
ersetzt werden. Die Richtwirkung der ganzen Anordnung kann weiterhin durch die Rieht-Charakteristiken
der einzelnen Antennen verändert werden.
Claims (10)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Richtantennenanlage für die Erzeugung eines gerichteten Strahlungsdiagramms vorgeschriebener Form für Feldstärkevergleichspeilüngen, bestehend aus mindestens zwei Antennenanordnungen, einer mit einem Signal modulierten Hochfrequenzenergiequelle' und einer Seitenbandenergiequelle der mit Trägerwellenunterdrückung kombinierten gleichen Hoch- und Signalfrequenzen, gekennzeichnet durch einen ersten Kopplungskreis für die Anlegung der Energie von der signalmodulierten Hochfrequenzquelle an eine der genannten Antennenanordnungen, einen zweiten Kopplungskreis für die Anlegung der Seitenbandenergie an die andere Antennenanordnung, einen Phasenschieber für die Einstellung der relativen Phase der den zwei Antennenanordnungen zugeführten Schwingungen und eine Längeneinstellvorrichtung für die Einstellung der effektiven elektrischen Länge der genannten zwei Antennenanordnungen, derart, daß die gewünschte Strahlungskopplung einer Antennenanordnung mit der anderenAntennenanordnung bei Aufrechterhaltung der relativen Phaseneinstellung erhalten wird.
- 2. Anlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Antennenanordnung aus einer Anzahl Antennen besteht, die in einer Linie mit der ersten Antennenanordnung und mit unsymmetrischen Abständen dazu angeordnet sind.
- 3. Anlage nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Mittel für die getrennte Einstellung der Amplitude der den genannten Antennen zugeführten Schwingungen relativ zueinander und zur Amplitude der Schwingung in der ersten Antennenanordnung.
- 4. Anlage nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen zwei unterschiedliche Tonfrequenzen liefernden Signalgenerator, ferner dadurch gekennzeichnet, daß die genannte signalmodulierte Hochfrequenzenergiequelle einen Modulator für die Modulierung der Hochfrequenz mit beiden Tonfrequenzen aufweist, um einen signalmodulierten Träger zu erzeugen, und daß die genannte Seitenbandenergiequelle Mittel für die Erzeugung von Seitenbandschwingungen der genannten zwei Signale aufweist, derart, daß die Seitenbandschwingungen des einen Signals in der Phase bezüglich denen des anderen Signals umgekehrt sind.
- 5. Anlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Schaltmittel für die abwechselnde Phasenumkehr der an die zweite Antennenanordnung gespeisten Schwingungen, wodurch abwechselnd sich überlappende Diagramme für die Definierung einer Bakenkurslinie entstehen.
- 6. Anlage nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5 für die Verwendung als Kursbake, gekennzeichnet durch einstellbare Phasenschieber für die Einstellung der Phase der der zweiten Antennenanordnung zugeführten Seitenbandschwingungen bezüglich der Seitenbandschwingungen der modulierten Trägerschwingung, um zwei sich überlappende Strahlungsdiagramme zu erzeugen, die eine gewünschte Kurslinie definieren.
- 7. Anlage nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine Trägerfrequenzenergiequelle, getrennte Modulatoren für die Modulierung der Trägerfrequenz mit zwei unterscheidbaren Signalen und ein Brückennetzwerk, welches mit den genannten Modulatoren so gekoppelt ist, daß die modulierte Trägerenergie von den genannten Modulatoren an einem Anschlußpunkt des Netzwerkes gleichphasig und am anderen Anschlußpunkt gegenphasig abnehmbar ist.
- 8. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die signalmodulierte Energiequelle aus einer Hochfrequenzenergiequelle, einer Signalfrequenzenergiequelle und einem Modulator für die Modulierung der Hochfrequenz mit dem genannten Signal besteht und daß die Seitenbandenergiequelle Mittel für die Erzeugung von Seitenbandschwingungen aus der Hochfrequenzenergie und der Signalenergie aufweist.
- 9. Anlage nach den Ansprüchen 6 bis 8, gekennzeichnet durch Energiesteuerkreise für die Einstellung der Energiepegel in den genannten Antennen bezüglich einander und zur genannten ersten Antennenanordnung.
- 10. Anlage nach den Ansprüchen 6 bis 9, bei der die zweite Antennenanordnung aus einer Anzahl in einer Linie und auf den entgegengesetzten Seiten der ersten Antennenanordnung liegenden Antennen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß zwei der genannten Antennen mit gleichem Abstand symmetrisch auf entgegengesetzten Seiten der ersten Antennenanordnung liegen und Kopplungskreise aufweisen, um sie in Phasenopposition zueinander zu erregen, und daß die übrigen Antennen der zweiten Antennenanordnung unsymmetrische Abstände zur ersten Antennenanordnung haben.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen© 5105 4.53
Applications Claiming Priority (1)
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