Richtantennenanlage.
Die e Erfindung bezieht sich auf eine e Richtantennenanlage, die im besondereu für Le tstrahlbaken und Zielpeilung geeignet ist.
Eine Ausbildungsform einer Radioba. ke, wie sie gewöhnlich als eine Ortungsbake auf einem Flugzeuglandefeld verwendet wird, besteht in einer Anordnung zur Erzeugung eines Leitstrahlkurses entlang der Richtung der Landungsbahn. Bei solchen Baken ist es wünschenswert, dass der Kurs sehr scharf gemacht wird, so da¯ Interferenzen vermieden werden, die durch Energiereflektionen von Gegenständen im Blickfeld des Landungs- feldes veranlasst sind. Sollten Reflektionen von irgendwelchen Objekten auftreten, entstehen Kursst¯rungen, und es können eich in folgedessen Irrtümer im Leitstrahl ergeben.
Es ist das Riel roder Erfindung, eine An tennenanordTNingzuschaffen,entwederfür Sender oder Empfänger, um einen scharfen Leitstrahl zu erhalten und die Wahrschein- lichkeit solcher Irrt mer zu verringern.
Die erfindungsgemässe Richtantennenan- lage ist dadurch gekennzeichnet, da¯ sie aus einer ausgerichteten Antemienanordnung be steht, welche eine Mittelantenne und mit gleichem Abstand davon angeordnete Seiten antennen einschliesst, dass die genannte Mit- telantenne in Phase mit zwei Wellenumform- einrichtungen verbunden ist und dass jede der Seitenantennen in Phasenopposition mit denselben zwei Wellenumformeinrichtungen in solcher Weise verbunden ist, da¯ die Phasen heziehung zwischen einer Seitenantenne und jeder der genannten zwei Einrichtungen umgekehrt ist zu der Phasenbeziehung zwischen der andern Seitenantenne und den genannten Einrichtungen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei- spiele der Erfindwng dargestellt.
Fig. 1 ist ein schematisohes Diagramm eines Radiobakensenders.
Fig. 2, 3 und 4 zeigen Strahlungsdia- gramme, die zur Erläuterung der Wirkungs- weise derBake der Fig. 1 dienen.
Fig. 5 zeigt eine Antennenart, die praktisch nur eine rein horizontalpolarisierte Strahlung ergibt.
Fig. 6 zeigt ein zweites Ausführungsbei- spiel.
Fig. 7 zeigt eine Variante zu Fig. 6, die mit Eil. fsmitteln zur Verringerung der Strahlung in gewissen Richtungen versehen ist.
Fig. 8 zeigt das Strahlungsdiagramm, das mit dem Bakensystem von Fig. 7 erhalten werden kann.
Fig. 9 ist eine schematische Darstellung einer Radiobake, die mit Mitteln zur Erzeu- gung von Quadrantenkennzeichnung versehen ist.
Fig. 10 zeigt Strahlu. ngsdiagramme zur Erläuterung der Wirkungsweise von Fig. 9.
Fig. 11 und 1. 2 sind alternative Tast- anordnungen für die Verwendung in. dem In Fig. 9 gezeigten System.
Fig. 13 ist ein Ausf hrungsbeispiel in Form eines ZielpeilempfÏngers,
In Fig. 1 ist eine Bake gezeigt, die drei vertikale Dipole 101, 102, 103 enthÏlt. Jeder dieser Dipole ist mittels einer Ubertragungs- leitung 105, 106 und 107 abgestimmt. Die Antenne 101 ist in der Mitte angeordnet und wird über eine Diagonale einer Differential- br ckenanordnung mittels Hochfrequenzener gie von zwei Quellen 110 und 111 gleichar Trägerfrequenz gespeist, die mit zwei ver schiedenen Frequenzen Fi und Fz moduliert sind. Die Trägerschwingungen werden von den zwei Quellen der Antenne 101 gleich- phasig zugeführt.
Von denselben zwei Energiequellen werden auch die Aussenantennen I02, 103 über ¯bertragungsleitungen 116, 117 von der entgegengesetzten Diagonale des Brückennetzwertkes 115 gespeist. Wegen des Differentialnetzwerkes sind die ber die Lei tungen 114, 116, 117 verbundenen Belastungen unabhängig voneinander. In der ¯bertragungsleitung 116 ist ein 180 Phasenschie- ber vorgesehen, gebildet z. B. durch die Kreuzung 11, so dass die Antennen 102 und 103 genau mit entgegengesetzter Phase gespeist werden.
Um die Wirkungsweise der Anordnung zu erläutern, können wir zuerst annehmen, dass nur die Antenne 101 direkt gespeist wird und dass die Antennen 102, 103 durch die Strahlung von 101 strahlungsgekoppelt sind.
In solch einem Fall wird ein Diagramm erhalten, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Die Form dieses Diagrammes kann durch Ein- stellung des Abstandes der strahlungsgespei- sten Antennen 102, 103'im HinMiok auf die gespeiste Antenne 101 variiert werden. Wei- terhin kann diese Form abgeändert werden durch Veränderung der Abstimmung der strahlungsgekoppelten Antennen 102, 103.
Es ist gefunden worden, dass ein zweck- mässiges. Diagramm durch einen Abstand der Antennen 102, 103 vom Strahler 101 erhalten werden kann, der praktisch zwischen 165¯ und 178¯ liegt; der vorgezogene Abstand betrage 165¯. In diesem Falle werden die Teile 105 und 107 etwas lÏnger gemacht, als notwendig ist, um die Strahler auf Resonanz abzustimmen, so dass sie in ihrer Wirkung etwas induktiv sind.
Wenn jetzt die Antennen 102, 103 mit entgegengesetzter Phase in solcher Weise gespeist werden, da¯ die Phasenbeziehung der Antennen 102, 101 und 103 -90¯, 0¯ und resp.-)-90 ist, wird ein Strahlungadia- gramm erhalten, das etwa in der Form der ausgezogenen Kurve 30 von Fig. 3 ist, wenn für den Augenblick die Wirkung der direk- ten Speisung des Strahlers 101 vernachlϯigt wird. Wenn die Speisung der Au¯enstrahler so umgekehrt wird, dass die Antenne 102 mit+90"uarddieAntenne'103mit-90 im Hinblick auf die Antenne 101 gespeist wird, wird'die mit 31 gezeichnete Kurve in gestrichelten Linien in Fig. 3 erhalten. Diese Wirkung kann mittels'des BTÜckennetzwer- kes erhalten werden.
So wird'die Energie von 110 an die Antenne 101 direkt und ber die Leitungen 116 und 117 mit entgegengesetzter Phase an die Antennen 102 und 103 gespeist.
Die Energie von der Quelle 111 wird direkt an die Antenne 101 geführt, hingegen wer- den durch einen 180¯ Phasenschieber 120 im Netzwerk 1. 15'die Antennen 102, 103 mit entgegengesetz'ter Phase in bezug auf die Energiespeisung von der Quelle 110 gespeist.
Demgemϯ werden die zwei Diagramme 30 und 31 gleichzeitig erhalten, von denen das eine mit der Frequenz F1 und das andere mit der Frequenz Fg moduliert ist. Diese Diagramme überlagern sich dem Diagramm der Fig. S und erzeugen die sieht überlappenden Radiobakendiagramme 40 und 41 der Fig. 4, die durch ihre Modulation unterscheidbar sind. WÏre die Kreuzung 120 an einem Punkt zwischen den Quellen 1'10, 111 und der Antenne 101 angeordnet, dann w rde der TrÏ ger auf dem lXurs praktisch unterdrüekt werden. Es ist zweckmässig, auf dem Kurs einen starken TrÏger zu haben, weshalb die
Kreuzung 120 .gemϯ der Fig. 1 angeord net ist.
Wie oben erläutert, wird das Strahlungs- diagramm von Fig. 4 erhalten, wenn die Dia gramme von Fig. 2 und Fig. 3 kombiniert werden. Damit die Kombination genau hergestellt werden kann, ist es wünschenswert, da¯ die Strahlungskopplung der Antennen 102, 103 erhalten bleibt, wenn. die Übertra- gungsleitungen 116, 117 zur. direkten Speisung der Energie damit verbunden sind. Dies kann bewirkt werden. durch eine Abstim- mung der Leitungen 116 und 117 derart, dass sie eine hohe Impedanz im Hinblick auf die strahlungsgekoppelte Energie von der An tenne l'O'l bilden.
Die von 101 ausgestrahlte Energie speist dieAntennen102,103 mit gleieher Phase, da sie gleiche Entfernungen zu den letztgenannten Strahlern zurücklegt.
Die Leitung 121, die von dem Netzwerk zu dem Verbindungspunkt der Leitungen 116, 117 führt, ist vorzugsweise an den Mittel- punkt dieser Leitungenangeschlossen, so dass 116, 117 in der Lange gleich sind. Demgemäss erreicht die in den Antennen 102, 103 von 101 induzierte Energie den Verbindungspunkt der Leitungen 116, 117 mit entgegen- gesetzter Phase infolge der Kreuzung in der Leitung 116. Infolgedessen ist dieser Verbin- dungspunkt ein Spannungsknoten, der einem Kurzschluss der ¯bertragungsleitungen gleich- kommt.
Wenn dann die Leitungen 116, 117 jede elektrisch gleich einer ungradzahligen Anzahl von Viertelwellenlängen lang gemacht wird, werden sie praktisch eine unendliche Impedanz f r die Energie, die von den Antennen 102, 103 kommt, darstellen, so dassdieseImpedanz keine Wirkung auf die Abstimmung Ider tfbertragungsleitungen 106, 107 haben. Die Antennen 102, 103 werden deshalb als strahlungsgespeiste Antennen wirken, soweit die. direkte Speisung (lurch Strahlung von 101 betrachtet wird, aber sie werden als gespeiste Antennen wirken, die mit entgegengesetzter Phase gespeist werden, somveit die Speisung über die Leitung 121 betrachtet wird.
Demgemäss wird ein Strahlungsdiagramm von geeigneter SchÏrfe erhalten werden, wie in Fig. 4 gezeigt ist.
Durch Abstimmung der Lage der Verbin- dungspunkte der Leitungen 116, 117 auf den Teil, 106, 107 kann die Energiespeisung an die Antennen 102, 103 gesbeuert werden.
Wegen der Verstimmung von n 106, 107 aus der Resonanz wird eine vollständige Im pedanzanpassung der ¯bertragungsleirtung nicht erhalten, obgleich die Anordnung eine sehr geringe Feblanpassung erzeugt. Um die Ubertragungsleitnngen im Hinblick auf die Energiespeisung über die Leitung 121 anzupassen, wird ein Impedanzanpassungsmittel vorgeschlagen, welches über die Leitung 125 an die Ubertragungsleitung 121 geschaltet ist.
Wenn, anstatt'dieLängeLderLeitungen 116, 117 gleich einer ungeraden Anzahl von ViertelwellenlÏngen lang zu machen, diese Leitungen gleich einem Mehrfachen einer halben Wellenlänge'lang gemacht werden, werden diese Leitungen wie ein Kurzschlu¯kreis ber den Teilen 106, 107 wirken, soweit die Energie von 101 betrachtet wird. Wenn diese Verbindung hergestellt ist, können die strah- lungsgekoppelten Antennen 102, 103 abgestimmt werden durch Einstellung des Verbindungspunktes der Leitungen 116, 117 anstatt der Einstellung mit einem tatsachlichen Eurzs'cMussstab.
In diesem Falle muss dann der Kurzschu¯stab f r den Zweck der Im pedanz-oder Phasenabstimmung der direkt an die Strahler 102, 103 gespeisten Energie verwendet werden, F r diesen Zweck jedoch wird die ungeradzahlige ViertelwellenlÏgenverbindung vorgezogen. Die erläuterten Prinzipien in Verbindung in Fig. 1 sind allgemein anwendbar unabhÏngig von der als Strahler verwendeten Antenne.
Eine für die Verwendung vorzuziehende Antennenform ist in Fig. 5 gezeigt. Diese Antenneneinheib ist so entworfen, dass sie praktisch rein horizontal polarisierte Wellen erzeugt. Die Antenneneinheit ist aus vier strahlenden Armen 50 bis 53 aufgebaut, wobei jeder dieser Arme 50 bis 53 von solcher LÏnge ist, da¯ er vom Speisepunkt 54 bis zum Ende der Leiter elektrisch praktisch gleich ein halben Wellenlänge lang ist. Die äussern Enden der Leiter 50 bis 53 sind ein wärtsgebogen, so: dass der als'Strahler wirkende Teil jedes Leiters praktisch einheitlich gespeist wird.
Diese Antenne erzeugt, wenn sie in einer horizontalen Lage angeordnet ist, eine praktisch rein horizontal polarisierte Strahlung,
In Fig. 6 ist eine Bakenamfenne gezeigt, die ähnlich der in Fig. l@ gezeigten ist, die Strahler der in Fig. 5 gezeigten Art verwendet. In dieser Figur sind die Antennen 101,
102, 103 über Leitungen 116, 117, 114 und
121 mit einem BrückennetzweTk 115 und über dieses mit einem gemeinsamen Sender verbunden. Der Sender 60 (L kann an Stelle der getrennten Quellen 110, 111 in Fig. l verwendet werden. Die Energie dieses Senders Kann durch irgendwelche bekannte Mittel, mit 602, 603 bezeichnet, moduliert werden, um unterschiedlich modulierte Wellen f r die Kennzeichnung des Bakenkurses zu erzeugen.
Die Schärfe des Leitstrahls kann durch Ein- stellung des Abstandes und der Abstimmung der Antennen 102, 103 Ïhnlich der in Fig. 1 .beschriebenenAnordnung eingestellt werden.
Eine weitere Versdhärfung'des Leitstrahls kann durch weitere strahlungsgespeiste Antenneneinheiten 604, 605 auf jeder Seite der Bakenanordnung erhalten werdem. Der Abstand zwisc'hen 604, 605 und 102, 103 ist vorzugsweise in der Gr¯¯enordnung einer Viertelwellenlänge, wie in einem tatsächlichen Aufbau gefunden wurde, wo die Bake mit einer Frequenz von 109 MHz betrieben wurde.
Der Abstand der strahlungsgespeisten Hilfsantennen wurde ungefÏhr gleich 1 m ge macht. Die Hinzufügung. dieser strahlungs- gekoppelten Strahler f hrt zu einer Ver engung der Breite-derStrahlungsdiagramme, so dass'die von der Bake ausgestrahlte Energie nicht so viel nach bieden Seiten divergiert und sie deshalb weniger. den Reflektionen von nahen Objekben unterworfen wird. Dementeprechend wird die zusÏtzliche SchÏrfe der Kurslinie ebenso erhöht wie die Störungen verringert, die durch- nahe reflektierende Objekte veranlasst werden.
Wenn Radiobaken der in.den Fig. 1 bis 6 gezeigten Art am Ende des Landungs fendes angeordnet sind, k¯nnen die in einer Richtung davon ausgehenden StraSungen den vorwÏrtigen Kurs bestimmen, welchem das landeade Flugzeug folgt, Die Strahlung in der entgegengesÙtzen Richtung kann als rückwärtiger Kurs bezeichnet werden und dient, nur dazu, einem Flugzeug die Richtung gegen das Landungsfeld anzuzeigen, aber nicht in erster Linie zur Führung des Flug- zeuges entlang dem Gleitweg.
Diese r ck wärtigen Strahlungen sind jedoch im allge- meinen einer RefRektion in einem höheren Grad unterworfen als die nach vorn gehenden Strahlungen, da die Bake gewöhnlich an einem Ende des Feldes und dicht bei Objekten aufgestellt ist, die in einer Zone der rüekwärtigen Strahlungen angeordnet sind.
Energiereflektionen von dem rückwärtigen Kurs in den nach vorn gerichteten Weg verursachen Energiezerstreuungen, die auf dem Flugzeug empfangen werden-und die falsche Eurse erzeugen. Um'diese Schwierig- keit zu vermeiden, wird ein Satz von strah lungsgekoppelten Strahlern im Rücken der Bake angeordnet, wie in Fig. 7 gezeigt ist.
Diese zusätzlichen Strahlerkönnenentweder mit der Bake aus drei Antennen wie in Fig. 1 oder mit der Bake, die aus f nf Elementen besteht, wie in Fig. 6, verwendet werden.
In Fig. 7 ist die Radiobake aus Einheiten zusammengesetzt, wie sie in Fig. 5 gezeigt sind. Es ist jedoch klar, daB irgendeine Strahlerart dort verwendet werden kann. Direkt hinter den Strahlern 101, 102 und 103 sind strahlungsgekoppelte Hilfsantennenein- heiten 701, 702 und 703 vorgesehen. Diese EinheitensindvorzugsweiseineinerEnt- fernung in der Gr¯¯enordnung einer Viertel- arbeitswellenlänge angeordnet ; die genaue Entfernung hÏngt ab von dem Winkel, unter welchem die störenden reflektierenden Ob- jekte sich befinden.
Im allgemeinen ist dieser AbstandetwasunterschiedlichvoneinerVier- telwellenlänge. Die Einheiten 701, 702, 703 sind jede praktisch auf Resonanz mit der Arbeitsfrequenz a. bgestimmt,'Diese Abstim- mung kann Furch Einstellung von Kurzschlu¯b geln auf den ¯bertragungsleitungsteilen 711, 712 und 7131 bewirkt werden, die mit der entsprechenden Antenne verbunden sind'.'Wie in der Figur gezeigt, sind die ¯bertragungsleitungsteile 712, 713 mit einem Kurzschlu¯kreis versehen, anstatt eines Kurz sch'lussbügels.
Nehmen wir zuerst an, daB die Einheiten 701 bis 703 auf Resonanz abgestimmt und keine weiteren Schritte unternommen worden sind. Die Energie vom Strahler 101 wird nicht nur 701 erregen, der direkt hinter ihm angeordnet ist, sondern auch die Strahler 702 und 703 speisen wird. So wird die Einheit nicht nur eine blo¯e SchwÏchung des r ckwÏrti gen Kurses durch Reflektion der Energie in 101 bewirken, sondern wird ebenso eine St¯rung in dem rückwärtigen Kurs verursachen.
Um diese Wirkung zu vermeiden, ist eine ¯bertragungsleitung 720 zwischen die Einheiten 702 und 703 geschaltet. In der Lei- tung 720 ist irgendein Mittel, zur 180 Pha- senverschiebung entlang dieser Leitung vorgesehen, z. B. eine Kreuzung 721. Wenn dann die Leitung 720 gleich einer halben Wellenlänge der Arbeitsfrequenz lang gemacht wird, wird die auf die Antennen 702, 703 vom Strahler 101 und der strahlungegekoppelten Antenne e 701 phasengleich aufgedr ckte Energie einen scheinbaren Kurzschluss im Nit-tel- punkt dieser Leitung erzeugen.
Dieser Kurz < schlu¯ wird an einem Punkt auftreten, der eine halbe Wellenlänge von den Einheiten 702 und 703 entfernt ist. So kann die St¯r Wirkung dieser Einheiten im Hinblick auf irgendeine phasengleiche Energie von der Antenne 101 und der Einheit 701 wirksam vermieden werden. In den Einheiten 702, 703 und 102, 103 entstehende Energie wird jedoch in entgegengesetzter Phase sein, so daB im Mittelpunkt der Ubertragungsleitung 720 ein Spannungsbauch'auftritt. Demgemäss, wird die Leitung 720 so wirken, als ob die am Ende offene Halbwellenübertragungsleitung ber die Antenne verbunden wäre-und wird praktisch eine unendliche Impedanz darstellen.
Dementsprechend wird die Leitung 720 keine Wirkung haben auf die von den Einheiten 102, 103 induzierte Energie. Um die- Einheiten 702, 703 auf Resonanz abzustimmen, kann ein zusätzlicher KurzschluBkreis vorgesehen sein, beispielsweise mittels der ¯bertragungsleitung 730. Diese ¯bertragungsleitung ist gleich einem ganzzahligen Vielfachen der WellenlÏnge ist nicht mit einer Kreuzung versehen. Demgemϯ wird-für die von 102, 103 auf die Antennen 702, 703, aufgedTiiekte Energie Kurz- schluB im Mittelpunkt von 730 bestehen, der eine praktisch gleiche Wirkung an den Verbindungspunkten der Leitung 730 mit den ¯bertragungsleitungsteilen 712, 713 verursacht.
Durch Einstellung der Leitung 730 vertikal im Hinblick auf die Antennenein- heiten 702, 703 können diese Reflektoren auf den gewünschten Betrag abgestimmt werden. An Stelle der Leitung 730 können tat sächliche Eurzschlussbrüokenbügel angeord- net sein.
In der Fig. 7 ist die Leitung 720 ber der Leitung 730. gezeigt. Es ist jedoch ver ständlich, dass die relativen Lagen dieser Lei tungen variiert werden können, abhängig von den tatsächlichen Abstimmungswirkungen, die für die. getrennten Einheiten gewünscht werden. DemgemäB kann jede unabhängig eingestellt werden ; es ist bloss notwendig, d'ass die Einheiten so abgestimmt werden, dass sie die gewünschte Aufhebungswirkung für den rückwärtigen Kurs sichern.
Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass in ähnlicher Weise die Reflektoreinheit 701 nur vom Strahler 101 erregt wird, da die sie von den andern Strahlern 102, 103 erreichende Energie in direktem Phaaengegensatz sein wird.
In Fig. 8 ist beispielsweise ein Strahlerdiagramm gezeigt, das bei Verwendung eines ähnlichen Systems, wie dasjenige nach Fig. 7 erhalten wird. In dieser Figur zeigen 80 und 81 die verschiedenen Diagramme auf jeder Seite des Kurses, die durch die Strahlung von der Bake verursacht sind. Die Strahlungs- charaktcristiken sind rückwärts im Bereich 0 beträchtlicheingezogen,'infolgederreflektie- renden Hilfsantennen und können so einge- stellt werden, daB ein Minimumentstehtunter einem gewünschten Winkel, der mit der Richtung des Ortes eines reflektierenden Objektes übereinstimmt.
Es ist klar, dass dieser Winkel variiert werden kann durch Abstimmung Und Einstellutg der strahlungsgekoppelten Strahler 701 bis 703.
In einer tatsäehlifchen Versuchsanordnung wurde eine Anordnung ähnlich der in Fig. 7 gezeigten mit drei Rahmen verwendet, d. h. die seitlichen strahlungsgekoppelten Reflek- toren 604, 605 waren weggelassen. Mit dieser Anordnung wurde eine Ausschaltung von Störungen, veranlasst durch. die Reflektion an einem Objekt, das unter einem Winkel von praktisch 54¯ von der Linie gleichen. Signals in der rückwärtigen Richtung lag, erreicht.
Der rückwärtige Kurs war jedoch im übrigen noch genügend stark, damit sich genügende Feldstärken mehrere Meilen in der rückwärti gen Richtung des Flughafens ergeiben.
P, ei Baken, die für Leitstrahlzwecke verwendet werden, ist es oft wünschenswert, da¯ Mittel auf dem Flugzeug geschaffen werden, welche dem Piloten die Annäherung an die Seite der Bake anzeigen, so da¯ die Gegen wart des Landungsfeldes in dem zu betrachtenden Raum angezeigt wird. Eine s, olche Anordnung ist in Fig. 9 dargestellt. In dieser Figur besteht die Bake aus drei Antennen 101, 192, 103, wie schematisch in der Draufsicht gezeigt ist. Diese Bake kann ähnlich sein derjenigen nach Fig. l mit Strahlern nach Fig. 5. Eine den Kurs kennzeichnende Modulation kann aus Niederfrequenzsignalen von z. B. 90 und 150 Hz bestehen.
Auf jeder Seite des mittIeren Strahlers 101 sind zwei Hilfsantennen 90, 91 vorgesehen. Diese Hil±s- antennen sind vorzugsweise strahlungsgekop- pelte Rahmen, und es sind Mittel 92 vorgesehen zur Modulierung oder Tastung der Ener gie durch Einwirkung an diesen Rahmen.
Die Rahmen 90 und 9'1 ikönnen so angeordnet sein, dass sie alternativ abgestimmt und verstimmt werden, us die ausgestrahlte Energie erst in der vordem und dann in der rückwär- tigen Richtung zu verringern. Die Tastung kann n in der Form von komplementÏren Morsesignalen vorgenommen werden, z. B. den bekannten A-N-Signalen. Die Wirkungsweise des Systems wird im Hinblick auf Fig. 10 ka ruer verstÏndlich sein. In dieser Figur steNen die Kurven 1014, 1015 dieDia- gramme dar, wenn keiner der Reflektoren 90 oder 91 wirksam ist. Wenn 90 wirksam gemacht wird, werden die durch die Kurven 1011 und 1013 dargestellten Diagramme gegebildet, so dass die vorherrschende Energie in der vordem Richtung ist.
Wenn 90 un- wirksam gemacht wird und 91 wirksam ist, wird das Strahlungsdiagramm mit den Kurven 1000 und 10t121 übereinstimmen, so dass eine starke Strahlung in der rückwärtigen Richtung und eine schwache Strahlung in der vordern Richtung erzeugt wird. Diese Tastung kann in Ubereinstimmung anit einem bekannten Gode vorgenommen werdlen, so dass sieh in der Wirkung überlappende Diagramme mit gleich langen Signalen auf jeder
Seit der Bake ergeben, die einen andern Surs erzeugem, der sehr breit ist und keinen engen Leitstrahl bildet und dem Piloten nur dazu dient, ihm anzuzeigen, dass er auf einer
Seite der Bake ist.
Wenn jedoch der Pilot kreist und sich der Bake nähert, kann er von beiden Enden seinen Kurs mittels der 90 und
150 Hz Modulation erhalten und seine Richtung der Annäherung durch die Gegenwart eines starken Signals indentifizieren, das mit der Tastfrequenzfürdie'besondereRichtung übereinstimmt.
In Fig. 11 ist eine Form der Tastanord- nung gezeigt, die f r die Verwendung der
Anordnung von Fig. 9 geeignet ist. In dieser Figur sind die zwei strahlungsgekoppelten
Antennen 90, 911 gezeigt. Bewegliche Kon takte 1102 sind so o vorgesehen, dass sie den
Ubertragungsleitungsteil 1103. entweder mit der Leitung 1100 oder 1101 verbinden, um so die Leitungen abzustimmen oder zu verstim men. Die Kontaktarme 110'2'können durch ein Relais 110'5 durch irgendein bekanntes Tastmittel 1106 gesteuert werden.
In Fig. 12 ist ein weiteres Ausführungs- beispiel eines. Tastmittels gezeigt. In dieser
Figur werden die Einheiten 90 und 91 durch ein Tastmittel 1200 gesteuert, das zur alternativen Verbindung der Leitungen 1201,
1202 mit einer abgestimmten ¯bertragungsleitung 1203 oder mit einem weiteren Steuer kreis dient, der mit 12il4 bezeichnet ist. Die Bewegung der Relaiskontakte wird durch Relais 1205, 1206 gesteuert, so da¯, wenn die Antenne 90 mit der Leitung 1203 verbunden ist, die Antenne 91 mit dem Kreis 1204 verbunden ist. Diese Art der Anordnung kann bei einer Bake der in Fig. 9 gezeigten Type verwendet werden, und es kann ein weiteres kennzeichnendes Signal für die Anzeige der Station vorgesehen sein.
Dieses zusätzliehe Mittel ist der mit 1204 gezeichnete Kreis. Er besteht aus einem Paar Vakuumröhren 1212, die voneiner Tonfrequenzquelle 1213 gespeist werden. Die Quelle 1213 arbeitet vorzugsweise auf einer Tonfrequenz von z. B. 3100 bis 1000 Hz, so da¯ eine besondere Kenn zeichnungsfrequenzfür.dieSta-tionalternativ von den Antennen 90, 9'1 in der Richtung des starken Kursfeldes ausgesandt wird. Es ist klar, daB die kennzeiehnende Frequens direkt als eine Modulationsfrequenz an die Bakenantennen 101, 102, 103 gef hrt werden kann, anstatt sie den Reflektoren zuzuf hren.
In dem Fall, da¯ eine Bake verwendet wird, wo der Hauptkurs durch alternative Speisung, z. B. im A-N-Rhythmus erfolgt, sollten die Kennzeichnungssignale an die Re flektionsanordnung in der in Fig. 12 gezeig ten Weise gegeben werden. Auf diese Weise kann sowohl die Punkt-Strich-Frequenz als auch gleichzeitig die Kenn'zeichnungsfrequenz an die Reflektoren 90, 91 gespeist werden ohne Störung, der Eusse. Die Leitung, die den Kreis 1204 mit den Antennen 90, 91 verbindet, sollte vorzugsweise gleich einer Viertelwellenlänge oder einem ungradzahligen Vielfachen davon gemacht werden.
Obgleich in dem gezeigten Beispiel nur eine Antennenanordnung mit drei Einheiten gezeigt ist, ist es klar, da¯ auch irgendeine Antennenanordnung mit 5, 6 oder 8 Antennen verwendet werden kann, wie in den vorhergehenden Teilen der Beschreibung beschrieben dies hÏngt von der gewünschten Richtwirkung ab.
Die in Fig. 1, 6 und 7 gezeigte Antennenanordnung kann auch für Zielpeilung verwendet werden. Dilues kann ohne sonst eine be- deubendere Veränderung in dtem Ereis vorzunehmen, durci Auswechslung'des Senders durch einen. Empfänger geschehen. Eine sol- che Anordnung ist in Fig. 13 dargestellt. In dieser Figur sind die drei Antennen 101, 102, 103 so gezeigt, dass sie horizontal polarisierte Wellen empfangen, obgleich es klar ist, dass irgendeine Antennenart verwendet werden kann.
Die über die Antenne 10 ! 1 und die Antennen 102, 103 empfangene Energie wird getrennt über ein Differentialnetzwerk an die Leitungen 1310 und 13'11 geführt. In den Leitungen 1310, 1311 wird dann Energie von den zwei Seiten des Kurses erhalten, wie es durch die Diagramme von Fig. 4 gezeigt ist.
Diese Energie kann dann getrennt gleich- gerichtet werden, und die gleichgerichteten Strome im entgegengesetzten Sinne an ein Anzeigeinstrument geführt. Es ist jedoch ge wöhnlich notig, die. empfangene Energie zu verstärken, ehe eine Anzeige erhalten wird.
Wenn in solch einem Falle die Energie direkt verglichen wird, würden zwei getrennte VerstÏrker notwendig sein, in welchem Falle es schwierig ist, eine gleiche VerstÏrkung der 'beiden Signale zu erhalten. Demgemϯ besteht eine vorgezogene Form des Empfängers wie in Fig. 13, gezeio-t au-s Modulationsmittel 1312 und 1313 in den Leitungen 1310 und 13111. Die modulierte Energie wird dann über ein zugeordnetes Netzwerk 1314 an einen ver stärkenden Empfänger 1315 geführt, wo die Energie verstärkt und gleichgerichtet wird, um die Modulationskurven zu erzeugen.
Diese Ausgangsmodulationen werden dann über eine Vorrichtung 13. 16 geführt, die aus einem Filter zur Trennung der Modulationswellen und zur Gleichrichtung dieser Modulationen besteht. Die gleichgerichtete Energie wird dann an den Indikator 1317 geführt. Ein Ausgleichsnetzwerk 1318 ist vorgesehen, so da¯ die zugeordnete Brücke 13'14-im. abge- glichenen Zustan, erhalten werden kann. Mit einem.Empfängerdieser Art wird, wenn 102, 103 gleiche Entfernung von der Strahlungs- quelle haben, ein gleicher Signalausgang für die zwei Frequenzen erhalten werden.
Wenn Energie an die Antennengruppen von einer seitlich der Kurslinie liegenden Strahlungs quelle Kommt, dann wird das Signal, das mit der Kursseite bereinstimmt stÏrker empfangen werden als das andere Signal, wodurch eine Anzeige erhalten wird, die besagt, da¯ das Flugzeug nicht auf dem Kurs gegen die Station fliegt.