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Einrichtung zur Fernüberwachung von Uberwegsignalanlagen Bei Überwegsignalen
besteht das Erfordernis, die Wirksamkeit der Signaleinrichtung von dem nächstgelegenen
Stellwerk überwachen zu können. Hierbei hat man sich zunächst damit begnügt, die
Signallampen mit entsprechenden Meldelampen im Stellwerk hintereinanderzuschalten,
so daß man jederzeit feststellen konnte, ob die Warnsignale leuchten oder nicht.
Mit der weiteren Vervollkommnung der Überwegsignalanlagen traten jedoch auch hinsichtlich
der Überwachung weitere Bedürfnisse auf. Bei freier Strecke zeigen die Signallampen
weiß, bei besetzter Strecke rot. Außerdem wird, um die Lampen auffallender zu machen,
Blinklicht verwendet. Aus Gründen der gräßeren Wirtschaftlichkeit versorgt man die
Signalanlagen durch einen Netzstrom, muß jedoch für die Zeit des etwaigen Netzausfalles
eine Batterie vorsehen, die über einen Gleichrichter mit dem Netz gepuffert wird.
Hierdurch ergeben sich schon verschiedene Momente, die überwacht werden müssen;
nämlich erstens, daß die Lampen in Ordnung sind, zweitens, ob Weißlicht oder Rotlicht
leuchtet, drittens das Blinken, viertens, ob der Netzstrom vorhanden ist, fünftens,
ob die Batterie geladen wird. Bei eingleisigen Strecken muß außerdem' verhindert
werden, daß der in der Fahrtrichtung hinter dem Überweg. liegende Einschaltkontakt
bei dem Befahren durch den Zug erneut das Signal einschaltet. Man nennt dies die
Sperrstellung und sieht ein besonderes Sperrelais. vor. Es muß hierbei überwacht
werden, daß die Sperrstellung, nachdem sie einmal eingetreten ist, wieder beseitigt
wird. Außerdem
wird ein besonderes Grundstellungsrelais vorgesehen,
das nach irgendeiner Fehlschaltung vom Stellwerk aus betätigt werden kann und die
An-Lage wieder in die Grundstellung bringt. Da die Warnanlagen sich sehr oft in
größerer Entfernung von dem überwachenden Stellwerk befinden, muß jedoch mit Leitungen
auch gespart werden, und man versucht daher, möglichst alle Meldungen über nur zwei
Leitungen zu bewerkstelligen. Man kann dies auf einfache Weise erreichen durch Verwendung
verschiedener Stromarten, wobei jedoch mit Wechselstrom und -Gleichstrom nicht auszukommen
ist, sondern nun noch Ströme verschiedener Frequenz und entsprechende Siebketten
benötigt werden. Alle diese zwischengeschalteten Einrichtungen sind jedoch störungsanfällig
und müssen daher wiederum überwacht werden.
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Die Erfindung bezweckt, auf möglichst einfache Weise unter Zuhilfenahme
eines Minimums an störungsanfälligen Zwischengliedern die Übertragung der verschiedenen
Meldungen über zwei Leitungen zu ermöglichen, was zunächst dadurch geschieht, daß
zwischen die beiden Überwachungsleitungen eine Wicklung in Reihe mit einem Kondensator
geschaltet wird, die mit zwei . anderen Wicklungen transformatorisch zusammenarbeitet,
von denen die eine Induktionsstöße über die erstgenannte Wicklung an die Überwachungsleitungen
überträgt, während die andere aus den Überwachungsleitungen Induktorstrom aufnimmt
und zum Grundstellungsrelais führt.
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Der Erfindungsgegenstand ist in den Figuren beispielsweise erläutert.
Auf die Darstellung der Überwegsignalanlagen mit den Schienenkontakten und den verschiedenen
Relais, durch welche die Signaleinrichtung geschaltet wird, wird hierbei verzichtet,
da sie normal ausgeführt ist und bereits zum Stand der Technik gehört. Hierbei ist
an das Netz i eine Leitung :2 angeschlossen, in der sich die Primärwicklung 3 eines
Transformators T1 befindet. In Reihe mit der Primärwicklung 3 ist ein Widerstand
z3 vorgesehen, die nun beide so bemessen sind, daß in der Sekundärwicklung 4 des
Transformators T1 eine Wechselspannung mit einer Frequenz von etwa i5o Hz entsteht.
Die Sekundärwicklung 4 überträgt den Strom über zwei Leitungen 5 und 6 zu einem
Transformator 7, dessen Primärwicklung 8 mit einem Kondensator 9 in Reihe liegt
und dessen Sekundärwicklung io zu einer Glimmlampe i i führt. Durch den Kondensator
und die Induktivität des Transformators entsteht ein Resonanzkreis für i5o. Hz.
Die Glimmlampe i i leuchtet auf und zeigt das Vorhandensein des Netzstromes an.
Dadurch, daß man nicht den normalen Wechselstrom überträgt, sondern eine höhere
Frequenz, werden die angeschlossenen Apparate, vor, allem der Kondensator 9, wesentlich
kleiner. Will man nun über dieselbe Leitung noch andere der öbenerwähnten Vorgänge
bzw. Zustände überwachen, so kann dies z. B. auf folgende Weise geschehen, wobei
man der Glimmlampe dann verschiedene Bedeutung zuordnet, je nachdem, ob sie Dauerlicht
oder Blinklicht zeigt. Man kann z. B. das Arbeiten der Schienenkontakte überwachen.
ei neuen Anlagen werden für jede Schaltwirkung B 1
aus Sicherheitsgründen
zwei Schienenkontakte verwendet. Beide Schienenkontakte wirken auf ein Relais, das
nur so lange angezogen bleibt, wie regelmäßig beide Schienenkontakte sich in Ruhestellung
oder Arbeitsstellung befinden. Versagt einer der beiden Schienenkontakte, so fällt
das Relais ab. Um dies zu überwachen, wird in die Überwachungsleitung 6 die Wicklung
12 einer Gleichstrom vormagnetisierten Drossel eingefügt. Die zweite Wicklung 14
dieser Drossel ist an die Leitung 15 angeschlossen, die den Blinkstrom führt. In
Reihe mit der Wicklung 14 liegt ein Kontakt 16, der die Wicklung 14 entweder an
die Blinkleitung 15 öder an die Dauerstrom führende Leitung 17 anschließt.
Der Kontakt 16 befindet sich an dem nicht dargestellten Relais, das die beiden Schienenkontakte
überwacht. Normalerweise überträgt die Drossel 12, 14 Blinkstrom in die Lampe i
i, versagt dagegen einer der Schienenkontakte, wird also der Kontakt 16 durch Abfallen
des genannten Relais umgelegt, so- erhält die Lampe i i Däuerstrom und zeigt damit
die Störung an. Hierdurch wird gleichzeitig-erreicht, daß auch der Blinker überwacht
wird; da beim Stehenbleiben des Blinkers ebenfalls Dauerstrom in die Wicklung 14
gelangt und damit also die Lampe i i ebenfalls Störung anzeigt. ` In der Leitung
6 befindet sich nun noch ein Kontakt 21, der von einem Relais 2o gesteuert wird.
Dieses Relais überwacht das Laden der Batterie. Sinkt die Batteriespannung unzulässig,
so fällt das Relais 2o ab, unterbricht den Kontakt 21 und die Lampe ii erlischt.
Die Überwachungsleitungen 5, 6 sind nun noch über zwei Leitungen 18 und i9 an die
Batterie angeschlossen und führen Blinkstrom zu zwei Überwachungslampen
30 und 31, denen zwei Gleichrichter 32 und 33 mit verschiedener Polung vorgeschaltet
sind. Die beiden Kontakte 34 und 35, die durch das Signalsteuerrelais betätigt werden,
führen den Strom entweder in der einen oder in der anderen Richtung über die beiden
Leitungen 5, 6, wodurch entweder die Lampe 30 oder die Lampe 31 aufleuchtet und
hierdurch angezeigt wird; ob die roten oder weißen Lampen brennen.
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Es ist nun ferner zwischen die beiden Leitungen 5, 6 eine-Wicklung
25 in Reihe mit einem Kondensator 26 geschaltet, die nach Belieben mit einer Wicklung
27 oder einer Wicklung 28, reit der sie auf demselben Kern sitzt, transformatorisch
zusammenarbeitet. Wenn die Sperrstellung angezeigt werden soll, so ist der Kontakt
36 am Sperrelais geschlossen und es gelangt blinkender Gleichstrom in die Wicklung
28. Diese überträgt dann Induktionsstöße in 'die Wicklung 25, durch welche über
die Leitungen 5, 6 ein Wecker 3:7 in Tätigkeit gesetzt wird. Auf dieses Zeichen
hin betätigt der Wärter den Induktor 38 und gibt rückwärts über die gleichen Leitungen
einen Strom mit einer Frequenz von etwa 12 Hz auf die Wicklung 25 und über diese
auf die Wicklung 27 zum Grundstellungsrelais 40, wodurch in bekannter Weise die
Grundstellung der Anlage wiederhergestellt wird.
Da die Wicklung
8 und der Kondensator g auf i5o Hz abgestimmt sind, können sie durch die Induktionsstöße
nicht beeinflußt werden. Der Induktorstrom kann auch ersetzt werden durch