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DE869950C - Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Carbonsaeuren durch Oxydation von ungesaettigten Aldehyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Carbonsaeuren durch Oxydation von ungesaettigten Aldehyden

Info

Publication number
DE869950C
DE869950C DEC3849A DEC0003849A DE869950C DE 869950 C DE869950 C DE 869950C DE C3849 A DEC3849 A DE C3849A DE C0003849 A DEC0003849 A DE C0003849A DE 869950 C DE869950 C DE 869950C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxidation
unsaturated
carboxylic acids
aldehydes
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC3849A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Dr Dietrich
Bernhard Dr Ritzenthaler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Huels AG filed Critical Chemische Werke Huels AG
Priority to DEC3849A priority Critical patent/DE869950C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE869950C publication Critical patent/DE869950C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/21Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen
    • C07C51/25Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of unsaturated compounds containing no six-membered aromatic ring
    • C07C51/252Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of unsaturated compounds containing no six-membered aromatic ring of propene, butenes, acrolein or methacrolein

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Carbonsäuren durch Oxydation von ungesättigten Aldehyden Es ist bekannt, ungesättigte Aldehyde der allgemeinen Formel in der R Wasserstoff oder einen( organischen Rest bedeutet, mit Sauerstoff bei höheren Temperaturen zu den entsprechenden ungesättigten Carbonsäuren zu oxydieren, doch sind die Ausbeuten infollge von Nebenreaktionen sehr schlecht. Diesem übelistand suchte man dadurch zu begegnen, .daß man die mit einem gegen Sauerstoff indifferenten Lösungsmittel verdünnten Aldehyde bai 5o WS 70'°' mit Sauerstoff bis zu einem Umsatz von 5o bis 6o% behandelte. Die Ausbeuten an, Carbonsäuren betragen hierbei 70 bis, 750/0 .der Theorie. Das Verfahren, hat jedoch den Nachteil, .daß große Reaktionsapparaturen, benötigt wenden und die Aufarbeitung des Oxydationsgutes infolge der großen Menge Verdünnungsmittel umständlich ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß man umgesättigte Säuren durch Oxydation von umgesättigten Aldehyden der oben angeführten Formel mit hoher Ausbeute erhäilt, wenn man die Alrdehyde bei Temperaturen bis, zu etwa 50° mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden Gasen (Luft) behandelt und die Oxydation abbricht, sobald höchstens die Hälfte des eingesetzten Aldehyds umgesetzt ist. Die Oxydation, der Aldehyde wird in Apparaturen vorgenommen,, im denen der Sauerstoff in feiner Verteilung in das Oxydationsgemisch eingeführt werden. kann. Erforderlichenfalls- können Oxydationskatalysatoren, beispielsweise in dem zu oxydierenden Aldehyd ll'ösliche organische Metallverbindungen, wie Manganstearat, Kobaltoleat, Nickeloleat u. dgl., zugesetzt werden. Die Oxydation, kann diskontinuierlich und kontinuierlich durchgeführt werden, diese beispielsweise derart, daß man den Aldehyd einem Oxy.dationiagefäß laufend zuführt und -das Oxydationsgemisch etwa in demselben Maße abzieht.
  • Der in- der Formel angegebene Rest kann Wasserstoff oder aliphatischer oder aromatischer Natur sein und gegen Sauerstoff indifferente Substituenten tragen. Derartige unigesättigte Aldehyde sind z. B. durch Kondensation eines: Aldehydes, mit Formaldehyd, erhältlich.
  • Soweit es. die Umsetzungsgeschwindigkeit erlaubt, arbeitet man bei möglichst niedrigen Temperaturen, da bei gleichem Umsatz die Ausbeuten mit fallender Temperatur ansteigen. Bei etwa + 50 sind die Umsetzurvgsgeschwindigkeiten im allgemeinen noch ,genügend groß, .dboh sind die Ausbeuten bis zu einer Reaktionstemperatur von etwa 5d°, noch so befriedigend, daß, man von dem Vorteil der größeren Umsetzungsgeschwindigkeit bei höheren Temperaturen Gebrauch machen kann. Da bei der Oxydation Wärme frei wird, muß die Reaktionstemperatur .durch Kühlurig auf der gewünschten Höhe gehalten werden: Die Oxydation kann bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck vorgenommen werden; besonders bei nnedrigmole@ku'laren Aldehyden, die einten verhältnismäßig hohen Dampfdruck besitzen, empfiehlt es sich, unter Druck zu arbeiten, um Verdampfungsverluste zu vermeiden. Außerdem lfäßt sich .durch Anwendung von erhöhtem Druck der Umsatz beschleunigen.
  • Die Oxydationsprodukte enthalten wechselnde Mengen peroxydischer Neben- und Zwischenprodukte, die nach der Oxydation durch allmähliches Erwärmen auf Temperaturen bis zu- etwa iooY° zersetzt wenden. Das peroxydfreie Oxydationsgemisch wird durch Destillation in nicht umgesetztes Ausgangsmaterial und die entstandene Carbonsäure zerlegt, wobei meist geringe Mengen dunkler,- saurer, harzartiger Rückstände hinterbleiben. Falls die entstandene ungesättigte Säure stiark zur Podymerisation neigt, wird die Destillation zweckmäßig unter vermindertem Druck, gegebenenfalls unter Zusatz von Polymerisationvsverzögerern, vorgenommen. Man kann das Oxydations,gemi@sch gegebenenfialts auch mit verdünnten Laugen ausziehen, aus ,den Extrakten die sauren Anteile durch Ansäuern wieder abscheiden und sie erforderlichenfalls durch Destillation: reinigen. Der beim Ausziehen mit Alkaliiilauge verbleibende Aldehyd kann, zweckmäßig nach einer Reinigung, wieder als Ausgangsmaterial für die Oxydation verwendet werden.
  • Will man nicht die freie ungesättigte Carbonsäure, sondern deren Ester herstelhen, so kann man den entsprechenden Alkohol dem rohen. Oxydationsprodukt zusetzen und nach einer der üblichen Methoden verestern; durch fraktionierte Destillation, gegebenenfalls unter verminderten Drucken, wird der Ester vom nicht umgesetzten Aldehyd abgetrennt.
  • Beispiel z In einer Druckapparatur aus Edelstahl mit eingebauter Glasfritte werden 5oo g Aerolein bei' 25 bis 30° und unter einem Druck von 5 atü mit Sauerstoff behandelt. Nach 14 Stunden bricht man die Oxydation ab, versetzt das Reaktionsgemisch mit 2 g Pyrogallol, filtriert von geringen Mengen Polymerieat ab und zerlegt anwesende Peroxyde durch vorsichtiges Erhitzen. Die Destillation unter vermindertem Druck liefert 345 g Aerolein und 161 g Acrylsäure. Die Ausbeute an Acrylsäure beträgt, auf umgesetztes Aerolein bezogen, 81 °/o, der Umsatz 3 i 1/o der Theorie. Beispiele In einer Glasfrittenflasche von i 1 Inhah, die mit 500 g a-Methylacrolein@beschickt ist, werden bei i5° je Stunde 6o 1 Luft eingeblasen. Der Sauerstoffgehalt der Abluft beträgt etwa 15 1/o. Nach 18 Stunden wird die Oxydtatilon unterbrochen und das 'Oxydationsgemisch zur Zerstörung der Peroxyde langsam auf ioo°' erhitzt. Die Aufarbeitung des Oxydationsgemisches durch Destillation liefert 268 g a-Methylacrolein, 28o g a-Methylacryl!säure und 13 g undestillierbaren Rückstand. Die Ausbeute an a-Methacrylsäure, auf umgesetztes a-Methylacrolein bezogen, beträgt 85 %, der Umsatz 46,4'/0.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von unigesättigten Carbonsäuren durch Oxydation von ungesättigten Aldehyden der allgemeinen Formel in der R Wasserstoff oder einen organischen Rest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß@ man die ungesättigten Aldehyde bei Temperaturen bis zu etwa 5o° mit Sauerstoff oder Sauerstoff .enthaltenden Gasen behandelt und die Oxydation abbricht, sobalid höchstens die Hälfte des eingesetzten Aldehydes umgesetzt ist.
DEC3849A 1951-02-22 1951-02-22 Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Carbonsaeuren durch Oxydation von ungesaettigten Aldehyden Expired DE869950C (de)

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Publication Number Publication Date
DE869950C true DE869950C (de) 1953-03-09

Family

ID=7013200

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DEC3849A Expired DE869950C (de) 1951-02-22 1951-02-22 Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Carbonsaeuren durch Oxydation von ungesaettigten Aldehyden

Country Status (1)

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DE (1) DE869950C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1245363B (de) * 1957-03-18 1967-07-27 Standard Oil Co Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeure oder Methacrylsaeure durch Oxydation von Acrolein oder Methacrolein
DE1292651B (de) * 1958-12-24 1969-04-17 Du Pont Verfahren zur Herstellung von Acryl- oder Methacrylsaeure durch Oxidation von Propylen oder Isobutylen in einem fluessigen Loesungsmittel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1245363B (de) * 1957-03-18 1967-07-27 Standard Oil Co Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeure oder Methacrylsaeure durch Oxydation von Acrolein oder Methacrolein
DE1292651B (de) * 1958-12-24 1969-04-17 Du Pont Verfahren zur Herstellung von Acryl- oder Methacrylsaeure durch Oxidation von Propylen oder Isobutylen in einem fluessigen Loesungsmittel

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