DE867909C - Bolzen zum Befestigen von Gegenstaenden in Stein, Beton od. dgl. - Google Patents
Bolzen zum Befestigen von Gegenstaenden in Stein, Beton od. dgl.Info
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Description
S 23110
Die Erfindung bezieht sich auf Bolzen, Mauerdübel, Haltezapfen und ähnliche Mittel zur Befestigung
von Gegenständen in Ziegeln, Steinen, Zementböden, Wänden, Decken, mit Vorspannung
versehenen bewehrten Betonschwellen und anderen Bauteilen» Ihr Ziel ist es, derartige Befestigungsmittel
einfacher und in wirksamerer Form auszubilden, als dies bisher üblich ist.
Im besonderen bezweckt die Erfindung, Befestigungsmittel
der angegebenen Art so auszubilden, daß sie aus dem Loch in der Wand, in einer Schwelle od. dgl. leicht entfernt und ohne Beschädigung
oder Beeinträchtigung ihrer Teile wieder eingesetzt werden können, dies zugleich,
ohne daß der feste Halt nach dem Wiedereinsetzen leidet.
Vor allem ermöglicht es der Erfkidungsgedanke,
die neuartigen Bolzen od. dgl. in das für sie bestimmte Mauerlooh usw. einzuführen und nach
dem Auf bringen des damit zu befestigenden Gegenstandes durch einfaches Festdrehen einer Mutter
oder eines Schraubembolzens alle Teile mit einem
Griff zu befestigen.
Zur Erfüllung dieser Voraussetzungen, weist der Bolzen nach der Erfindung einen über ihn gesteckten
hiülsenartigen Gummikörper auf, der zwischen einem an den im Dübdloch befindlichen Ende des
Bolzens angebrachten Anschlag und einer über den Bolzen geschobenen Muffe angeordnet ist und beim
Anziehen des Bolzens, oder der Bolzenmutter1 in der Axialrichtung zusammengepreßt und gegen
die Dübellochwandung geklemmt wird.
Wenn der mit Gewinde versehene Bolzen ein eigentlicher Schraubenbolzen ist, kann der Kopf
desselben in der Tiefe des Dübelloches angeordnet sein und eine dem ringförmigen Gummikörper
entsprechende zylindrische Form aufweisen, wobei dann also· dam Bolzenkopf der Gummikörper und
diesem wieder die Muffe anliegt, die ihrerseits aus der Mauer oder'dem sonstigen Bauteil heraussagt
und dem zu befestigenden Element anliegt, so· daß
der das Dübelloeh überragende Teil des Schraubenholzens
keinem Biegungsmoment unterliegt, sondern:
nur auf Schertmg beansprucht wird. Zu dem
gleichen Zweck könnte umgekehrt auch, das zu befestigende Element mit einer zum Aiusrichten der
Teile bestimmten Dübelhülse versehen sein, welche in das Loch des Mauerwerks hineinragt und den
Bolzen führt. Auch könnte zu diesem Zweck eine besondere Scheibe vorgesehen sein.
Bei einer anderen Austführungsforrn der Erfindung
is* die Gewindemutter am inneren Ende des Dübelloches angeordnet. Sie kann in diesem Fall
mit einer Metallhiülse versdhen sein, die den
Schraubenbolzen umgibt, wobei dann, dier Gutnml·-
körper auf der Hülse sitzt, die ihrerseits teleskopartig mit der zum Zusammendrücken des Gummikörpers,
bestimmten Muffe zusammenarbeitet.
In der Zeichnung sind Au'siülhrunigs'beiispiele des
Erfindungsgegenstaides dargestellt.
Fig. ι zeigt im Längsschnitt eine Ausiführungsform,
bei welcher der Kopf des Schraubenbolzens im Innern des Dübelibches angeordnet ist, während
die Gewinidemutter sich am äußeren Ende befindet;
Fig. 2 veranschaulicht ebenfalls im Längsschnitt ein Beispiel, bei welchem die Gewindemutter im
Innern desi Dülbellochesi untergebracht! ist;
Fig. 3 zeigt' einen Schnitt durch die Gewindemutter mit anschließender Hülse;
Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch den zylindrischen Gummikörper; ~
Fig. 5 veranschaulicht einen Längsschnitt durch die Muffe;
Fig. 6 läßt die Anwendung des· Stieckbölzens
gemäiß Fig. 2 bis 5 zuir Befestigung eines Maschinenfußes
auf einem Betonboden oder Fundament erkennen;
Fig. 7 gibt die Anwendung des Steckbolzens gemäß' Fig. ι zurVereinigung zweier Metallteile wieder.
Im Fall 'der Fig. 1 und 7 besteht das erfkidumgsgemäße
Befestigungsmittel aus einem mit 1 bezeichneten
Bolzen, der auf eine'gewisse Länge mit Gewinde 21 versehen ist und an dem dem Gewinde
abliegenden Ende einen Kopf 3 aufweist, wogegen am anderen Ende eine Mutter 4 mit einer ebenen,
ringförmigen Zwischenscheibe 5 sitzt.
Auf den Bolzen 1 ist gegen den Kopf 3 hin ein
zylindrischer Gummikörper 8 aufgeschoben, dessen lichter Durchmesser genau auf den' Bolzen paßt,
während siein ■ Außendurchmesser so gewählt ist,
daß er bequem in ein zu diesem Zweck vorgesehenes Diüibelloch der Wand oder des sonstigen Bauteils
:- eingeführt werden kann, an dem ein Gegenstand befestigt werden soll.
In Fig. 7 ist mit 9 eine metallene Modellplatte bezeichnet, die eine Bohrung 10 aufweist, um den
■Spreizdübel einzusetzen, mittels dessen eine zweite Modellplatte! 11 - ausgerichtet und befestigt werden
soll. ■
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. ä bis 6 ist
mit ι wiederum der mit Gewinde 2 und mit einem Kopf 3 versehene Bolzen bezeichnet, wobei die
Unterlegscheibe 5 dem Kopf 3 anliegt, während die Gewindemuttter
4"* die in das Diüibelloch eingelassen
ist, mit einer Metallhülse 6 verbunden ist, ... die den Bolzen 1 umgibt und auf die der Gummikörper
8 aufgeschoben ist.
Um den Gummikörper axial zusammenzudrücken, ist eine Metallmuff e 7° vorgesehen, welche
die Hülse 6 teleskopartig übergreift und so die radiale Anspreizung des Gummikörpers an die
Wandung des Dübelloches bewirken kann; vgl. insbesondere Fig. 6, in welcher mit 15 ein Betonboden
oder ein Fundament bezeichnet ist. In diesem Boden wird z. Bt. mittels eines Steinbohrers oder
eines sonstigen Geräts, ein Loch 16 hergestellt, das
zur Aufnahme des Steckbolzens dient, der im Zeichnungsbeispiel seinerseits den Fuß 17 einer
Maschine am Boden verankert. Der hervorstehende Teil des Bolzens 1 wird beim Erfindungsgegenstand
durch die Muffte 7° abgestützt, so daß er nur auf Scherung, nicht" aber auf Biegung beansprucht
werden kann. In den Fig. 2 bis 6, in denen die
Muffe ülbar die Metallhülse 6 greift, ist das äußere
Ende der Muffe 70 mit einem Fühirungsteil 18 versehen,
der den Bolzen 1 konzentrisch zu den übrigen Elementen' hält.
Bei beiden in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
sind die Anfegeflächen, über welche axialer Druck auf den Gummikörper 8 übertragen wird, als ebene, ringförmige Stützflächen
ausgebildet, deren Durchmesser im wesentlichen demjenigen des Gummikörpers vor dessen Zusammendrückung
entspricht. Aus diesem Grunde ist dasjenige Anschlagelement, das· jeweils in der Tiefe des
Dübelloches sitzt, also der Bolzenkopf 3 im Fall der Fig. ι und die Mutter 4" .im Fall der Fig. 2, von
zylindrischer Form, deren Umfang demjenigen des
Gummilcörpers entspricht und so gewählt ist, daß er leicht in das Dübelloch paßt.
Es ist ein Merkmal des Erfindungsgegenstandes, daß die Kraft, mit welcher der Bolzen an der Bohrung
10 oder 16 angreift, sehr leicht durch die
Preßwirkung geregelt werden kann., die mit Gummi oder gummiartigen Materialien erzielbar ist. So; ist
der gesamte Radialdruck des Guimmikörpers 8 gegen 'die Wandung des Dübelloches 10 bzw. 16
im wesentlichen .gleich dem gesamten Axialdruck, den man mittels der Muffel auf den Gummikörper
ausübt, indem man die Mutter anzieht und damit zugleich den zu · befestigenden Gegenstand verankert,
und da die Stärke des Angriffs an der Dübellocbwandung proportional der Radialdruckeinheit
multipliziert mit der Unifangsoberfläche des. mit dem Dübelloeh in Berührung stehenden
Gummikörpers ist, kann man durch Auswahl geeigneter axialer und radialer Abmessungen für den
Gummikörper in jedem Einzelfall eine Greifwirkung erzielen, welche die .Zugfestigkeit des .,.
Schrauibenbolzens übersteigt. ·
Außerdem ist zu berücksichtigen, daß durch Anbringung
des aus Gummi oder gummiartigem
Material bestehenden Körpers in der Tiefe des Dübelloches eine angemessene Stärke der Greifwirkung
sichergestellt wird, da im Fall eines Versagens ein viel stärkerer Konus des Mauerwerks
S odeir Zements nachgeben müßte, als wenn der
Gummikörper in dar Nähe der Maueroberfläche oder ihres Verputzes sitzen würde.
Im Fall der Fig. 7 weist die Platte 11 eine
Gegenbohrung 12 zum Dübelloch 10 auf, wobei die
Muffe 7 aus letzterer in die Gegenbohrung hineinragt, um auf diese Weise eine genaue Ausrichtung
der Platten 9 und 11 zueinander zu gewährleisten. Es kann schließlich noch erwähnt werden,, daß in
allen Fällen das Anziehen der Schraubenbolzen dem doppelten Zweck einer Befestigung des zu
verankernden. Elements und einer Verankerung des Bolzens im Dübelloch dient, während umgekehrt
durch ein Lockern des Bolzens das ganze Befestigungsmittel leicht entfernt oder hinsichtlich
ao seiner Stellung geregelt werden kann.
Durch die Erfindung wird ein einfaches und wirtschaftliches Befestigungsmittel geschaffen,
dessen Halt unempfindlich gegen Stöße und Vibrationen ist und auch seinerseits das Gebäude oder
die Unterlage, in die es eingefügt wird, gegen schädlicheAuswirkungen solcher Stöße oder Vibrationen
schützt, wie sie z. B. von einer am Boden befestigten Maschine od. dgl. ausgehen. Außerdem
ergibt die Verwendung des Bolzens nach der Erfindung eine luftdichte und wasserdichte Befestigungsmöglichkeit,
die es beispielweise gestattet, derartige Bolzen an Schiffen oder an
anderen Stellen, z. B. bei amphibischen Fahrzeugen, anzubringen, bei denen die Abdichtung
gegen Wasser vorteilhaft ist.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Bolzen zum Befestigen von Gegenständenin Stein, Beton, Mauerwerk od. dgl., gekennzeichnet durch einen über den Bolzen (1) gesteckten hülsenartigen Gummikörper (8), der zwischen einem an dem im Dübelloch befindlichen Ende des Bolzens angebrachten Anschlag (3, 4a) und einer über dem Bolzen (1) geschobenen Muffe (7, 7a) angeordnet ist und beim Anziehen des Bolzens oder der Bolzenmutter in der Axialrichtung zusammengepreßt und gegen die Dübellochwandung geklemmt wird.
- 2. Bolzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (3) von dem Kopf des Bolzens (1) gebildet ist.
- 3,. Bolzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gummikörper (8) gegen Zusammendrücken nach innen geschützt ist.
- 4. Bolzen nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Tiefe des Düibelloches angeordnete und als Anlage für den Gummikörper (8) dienende Mutter (4°) des Schraubenbolzens (1) mit einer dem Bolzen umgebenden Metallhülse (6) vereinigt ist, auf welcher der Gummikörper (8) sitzt und die teleskopartig in die 'Muffe (7a) greift, wobei der festzuhaltende Körper (17) zwischen, die Muffe und den Kopf des Bolzens eingeklemmt wird.
- 5. Bolzen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Mutter (4°) und Metailhülse (6) ein Stück bilden.
- 6. Bolzen nach Anspruch 4 oder 5,. diadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (7«) ein konzentrisch zu ihr angeordnete® Führungsteil (18) für den Bolzen (1) aufweist.
- 7. Bolzen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagflächen des Bolzenkopfes bzw. der Mutter und der Muffe für den Gummikörper ringförmig gestaltet sind und einen Durchmesser haben, der mindestens demjenigen des unbelasteten Gummikörpers entspricht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 5712 2.53
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