DE1625383C3 - Befestigungsbolzen - Google Patents
BefestigungsbolzenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16B—DEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
- F16B19/00—Bolts without screw-thread; Pins, including deformable elements; Rivets
- F16B19/02—Bolts or sleeves for positioning of machine parts, e.g. notched taper pins, fitting pins, sleeves, eccentric positioning rings
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Description
Die Erfindung betrifft einen einteiligen Befestigungsbolzen mit einem Kopf und einem konischen, sich zu
seinem vom Kopf abgewandten Ende hin verjüngenden, glatten, beim Eintreibvorgang im wesentlichen seine
Form beibehaltenden Schaft zum Einschlagen in vorgebohrte Löcher an Bauteilen aus Beton, Naturstein
od. dgl. zwecks Verankerung von mit dem Kopf des Befestigungsbolzens verbindbaren Gegenständen.
Es sind bereits verschiedene Formen von Befestigungsstiften, -bolzen und -dübeln zur Anbringung in
nicht nagelbaren Baustoffen bekanntgeworden, die alle nur für ganz bestimmte Verwendungszwecke geeignet
sind, jedoch andererseits auch typische, mehr oder weniger schwerwiegende Nachteile aufweisen.
So können z. B. alle Spreizdübel nur zusammen mit einem Nagel, einer Schraube od. dgl. verwendet werden,
die den Dübel im Bohrloch festklemmen und den anzubringenden Gegenstand festhalten. Man benötigt
also neben einem Sortiment von Bohrern und Dübeln außerdem ein umfangreiches Sortiment von Nägeln,
Schrauben oder anderen'Spreizkörpern; außerdem läßt die für die Spreizbarkeit erforderliche Weichheit bzw.
Elastizität dieser Dübel keine beliebige Steigerung ihrer Festigkeit zu, wodurch auch die Auszugskräfte begrenzt
sind.
Zur Vereinfachung der Anbringung und zur Erhöhung der erreichbaren Auszugskräfte wurden die
Schußbolzen mit den dazugehörigen Schußgeräten entwickelt. Abgesehen davon, daß dabei nur im wesentlichen
zylindrische Bolzenschäfte verwendet werden können, die eine äußerst harte Spitze aufweisen müssen
und daher in Herstellung und Anschaffung teuer sind, ist auch die Anschaffung eines Schußgerätes durchaus
nicht immer rentabel. Außerdem werden für die verschiedenen Bolzenformen und -längen wiederum ver
schiedene Einsätze, Döpper, Karluschen usw. benötigt, wodurch sich der Nachteil der umfangreichen, für eine
universelle Anwendung erforderlichen Ausrüstung in erhöhtem Maß bemerkbar macht. Auch ist die Handhabung
dieser Geräte mit gewissen Gefahren verbunden. Aus der US-PS 28 68 057 ist ein Mauerhaken bekannt,
dessen Kopf als Befestigungsansatz ausgebildet ist. Dieser Mauerhaken hat jedoch keinen kegelstumpf-
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rförmigen Schaft, so daß er den Querschnitt eines Bohrlochs
nicht ausfüllen kann. Wegen seiner sägezahnartigen Oberfläche kann der Schaft des Mauerhakens beim
Verankerungsvorgang auch seine Form nicht beibehalten.
Weiterhin ist aus der GB-PS 8 44 644 ein Paßstift bekannt,
der jedoch keinen glatten, kegelstumpfförmigen Schaft hat. Der mit zahlreichen, kleinen Rillen versehene
Stift kann weder den Querschnitt des Bohrlochs ausfüllen noch beim Verankerungsvorgang seine Form
beibehalten. Beim Eintreiben in Beton, Naturstein oder ähnliche Werkstoffe kommt es zwangsläufig zu unkontrollierten
Verformungen seiner Oberfläche.
Weiterhin ist aus der FR-PS 10 47 890 ein Setzbolzen
bekannt, bei dem jedoch die wesentlichen Schaftteile zylindrisch ausgebildet sind. Kegelförmige bzw. kegelstumpfförmige
Teile dienen dort lediglich als Einschlagspitze bzw. zur Verbreiterung zwecks Aufnahme eines
Gewindes.
Außerdem ist es aus der DT-PS 10 99 960 bekannt, bei Schießbolzen den Schaft mit Profilierungen verschiedenster
Art zu versehen.
Weiterhin ist es für konische Kerbstifte bekannt, einen Winkel von etwa 2,5° zwischen der Erzeugenden
der Kegelfläche und der Stiftachse vorzusehen. Weiterhin ist auch bei einem Kerbstift die zum Einschlagen
erforderliche Bohrung im Werkstück zylindrisch und dem kleinen Durchmesser des Konus entsprechend etwas
größer als dieser gefertigt. Kerbstifte werden jedoch nur in Metall, und zwar in Passungs-Bohrungen
eingesetzt. Das Fertigen solcher Präzisionsbohrungen in Beton oder Mauerwerk ist jedoch praktisch unmöglich.
Weiterhin haben sowohl der Kerbstift als auch das Untergrundmaterial eine gewisse, nicht unerhebliche
Elastizität, wobei die durch die Kerben geschaffene Elastizität der Kerbstifte größer als die Eigenelastizität
des Untergrundmaterials ist. Schließlich läßt sich die Verbindung zwischen Kerbstift und Untergrundmaterial
immer relativ einfach lösen.
Kerbstifte der angegebenen Art sind beispielsweise aus der DT-PS 5 20 368 sowie den Prospekten der Herstellerfirmen
bekannt.
Weiterhin ist aus dem DT-Gbm 18 97 203 ein kegeliger Paßstift, insbesondere für Fundamentplatten bekannt,
wobei jedoch eine auch nach längerem Gebrauch leicht lösbare Verbindung geschaffen werden
soll. Dabei wird ein kegeliger Paßstift mit einem unrunden Kopf am rückwärtigen Ende durch das anzupassende
Organ in eine im Untergrund befindliche konisehe Bohrung eingetrieben. Der unrunde Kopf dient
nicht als Gegenlager für das anzupassende Organ, da er nicht mit ihm in Berührung kommt. Der Kopf dient lediglich
zum leichten Lösen des eingeschlagenen Paßstiftes.
Paßstifte sind im Maschinenbau bereits seit langer Zeit bekannt. Sie dienen der Verbindung zweier oder
mehrerer Metallteile miteinander, wobei die Verbindung durch eine Passung zwischen Stift und Bohrung
hergestellt wird, und wobei in erster Linie Scherkräfte aufgenommen werden sollen, während nur in zweiter
Linie an eine Sicherung gegen Herausfallen gedacht ist. Schließlich ist noch ein einteiliger Befestigungsbolzen
der angegebenen Gattung bekannt, der zum Einschlagen in Bauteile aus Beton oder Naturstein od. dgl.
zwecks Verankerung von mit dem Kopf des Befestigungsboizen verbindbaren Gegenständen dienen soll
(GB-PS 7 93 933, OE-PS 198 926, DT-PatentanmeldungA20
257Xl/87a).
Diese bekannten Befestigungsbolzen müssen jedoch mit Hilfe eines Setzgerätes in das Bauteil eingeschlagen
werden, so daß für die verschiedenen Bolzen-Formen bzw. -längen verschiedene Einsätze, Döpper, Kartuschen
usw. benötigt werden, wobei jedoch die umfangreiche, für eine vielseitige Anwendung erforderliche
Ausrüstung zu großen Nachteilen führt. Weiterhin ist die Handhabung dieser Geräte nicht ganz ungefährlich.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Befestigungsbolzen der angegebenen Gattung zu
schaffen, für dessen Anbringung im Aufnahmewerkstoff nur ein Bohrgerät und ein Hammer erforderlich
sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Durchmesser des konischen Schaftes an
seinem Vorderende etwa gleich dem Durchmesser eines vorgebohrten zylindrischen Loches im Aufnahmematerial
ist, daß der Winke) zwischen der Erzeugenden des konischen Schaftes und seiner Achse in an sich
bekannter Weise zwischen 2° und 3° beträgt, und daß der konische Schaft an seinem dickeren Ende in einen
zylindrischen Schaftteil übergeht, an dessen Ende der Kopf sitzt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen insbesondere darin, daß sich der Befestigungsbolzen in
einem Untergrundmaterial, in dem nicht genagelt werden kann, mit allgemein üblichem, überall verfügbarem
Werkzeug anbringen läßt, ohne Anwendung weiterer Befestigungsmittel wie Schrauben od. dgl. festsitzt und
sowohl unmittelbar, wie für Bleche, Bretter, aufzuhängende Gegenstände als auch mittelbar, z. B. durch
Schrauben, Splinte od. dgl. zum Befestigen von Gegenständen herangezogen werden kann. Weiterhin spielt
die Tiefe des Bohrloches keine Rolle, wenn sie nur mindestens der Länge des konischen Schaftes entspricht,
da die Eindringtiefe nach jedem Hammerschlag kontrollierbar ist und der Befestigungsbolzen nicht, wie
dies insbesondere bei zylindrischen Dübeln oft vorkommt, zu tief versetzt wird und nicht zurückgeholt
werden kann. Schließlich wird dadurch, daß der Befestigungsbolzen das Bohrloch selbst aufweiten muß, ein
äußerst fester Sitz mit entsprechend hohen Auszugswerten erreicht.
Der Kopf des Befestigungsbolzens läßt sich je nach dem angestrebten Zweck ausgestalten.
Zur Befestigung von Blechen od. dgl. kann z. B. vorgesehen sein, daß der Befestigungsansatz aus einem unmittelbar
an das dickere Ende des kegelstumpfförmigen Schaftes anschließenden Bund besteht, während es
nur Befestigung von Brettern oder zum Anhängen von Gegenständen besser ist, wenn der Schaft an seinem
dickeren Ende eine zylindrische Verlängerung, vorzugsweise mit dem größten Durchmesser des Schaftes
aufweist, die nicht in das Bohrloch versenkt wird.
Eine besondere Ausbildung des Befestigungsansat/es kann z. B. darin bestehen, daß der Bund eine besondere,
mit den Verankerungsausnehmungen bestimmter, zu befestigender Gegenstände übereinstimmende Umfangskontur
aufweist. Dadurch können z. B. bei der Baufertigstellung die Bolzen für komplizierte, duieh
entsprechende Löcher gekennzeichnete Armaturen od. dgl. schon vor der eigentlichen Montage versetzt
werden, ohne daß beim späteren Montieren der Armaturen od. dgl. Verwechslungen bzw. Mehrarbeit entstehen,
da jede Armatur nur auf den zu ihr passenden BoI-zen, also auch von Hilfskrüiten, montiert werden kann.
Weitere Einzelheiten gehen aus der anschließenden Beschreibung hervor, wobei die Figuren der Zeichnung
verschiedene Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Befestigungsbolzen im Schaubild zeigen, ohne
daß damit die Anwendungsmöglichkeilen erschöpft sind.
F i g. 1 zeigt eine typische Ausführungslorm mit dem
dazugehörigen Bohrloch !. Dieses wird beim Einschlagen des Befestigungsbolzen durch dessen kegelstumpfförmigen
Schaft 2 aufgeweitet, so daß eine vollständige Ausfüllung seines Querschnitts und ein allseiliges, sattes
Anliegen des Schaftes ohne Möglichkeit von Abbrökkeln.
Nachgeben od. dgl. gewährleistet ist. Diese Form ist zur Befestigung von Blechen, dünnen Platten usw..
aber auch als unverrückbarer Markierungsbolzen geeignet. Der Befestigungsansatz hat hier die Form eines
Bundes 3 mit einem Durchmesser, der den des Schaftes je nach Verwendungszweck übersteigt.
F i g. 2 zeigt einen ähnlichen Befcstigurtgsbolzen.
dessen als Bund 3 ausgebildeter Befestigungsansatz ein
Innengewinde 4 aufweist, das sich erforderlichenfalls im kegelstumpfförmigen Schaft 2 fortsetzt.
Insbesondere zum Anhängen von Gegenständen, die hierfür vorgesehene Schlitzlochungen aufweise, eignen
sich die in den F i g. 3 bis 9 gezeigten Bolzen, die natürlich auch mit Innengewinden 4 ausgerüstet werden
können. Dadurch kann das erforderliche Sortiment auf wenige Formen beschränkt werden, da sich ein und der
selbe Bolzen zum Anheften, Anhängen und Anschrauben von Gegenständen ausbilden läßt.
Die Möglichkeit, durch verschiedene ßundkoniurcn Bcfestigungsbolzen für bestimmte, später zu befestigende
Gegenstände zu kennzeichnen, ist in den F i g. 3 und 4 grundsätzlich dargestellt. Die verschieden langen
zylindrischen Verlängerungen 5 müssen jedoch das Sortiment insofern nicht über Gebühr vergrößern, als
ein zu langer Bolzen ohne Veränderung seiner Tragkraft auch tiefer in das Bohrloch getrieben werden
kann, da ja das Aufweitungsmaß durch den formstabilen Schaft keine Änderung erfährt. Es kann daher auch
weder das Bohrloch noch der Befestigungsbolzen durch zu starke Aufweitung zerstört eder beschädigt
werden, wie dies bei Spreizdübeln oft der Fall ist.
F i g. 7 zeigt einen Mauerhaken 6, dessen Schaft 2 die erfindungsgemäßen Merkmale zeigt.
Die zylindrischen Verlängerungen 5 können selbstverständlich für zahlreiche, an sich bereits bekannte
Befestigungsarten ausgebildet werden, wie dies die F i g. 8 bis 13 zeigen. Auch das Aufsetzen der bekannten
Rondellen 7 ist möglich, sofern nicht schon bei der Herstellung mehrere Hinterdrehungen 8 angeordnet
werden.
Die an den verschiedenen Ausführungsbeispielen dargestellten erhabenen oder vertieften Profilierungen,
wie gerade und geschraubte Längsrippen 9 bzw. 10, Quernuten 11 u.dgl., dienen nicht nur in an sich bekannter
Weise zur Führung des Befestigungsbolzen beim Eintreiben bzw. zur Erhöhung der erreichbaren
Auszugskräfte, sondern können in vorteilhafter Weise auch zur Kennzeichnung von Befestigungsbolzen verschiedener
Art, z. B. nach Durchmesser, Länge, Material, verwendet werden, wodurch eine Unterscheidung
auf einen Blick möglich ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Einteiliger Befestigungsbolzen mit einem Kopf und einem konischen, sich zu seinem vom Kopf abgewandten Ende hin verjüngenden, glatten, beim Eintreibvorgang im wesentlichen seine Form beibehaltenden Schaft zum Einschlagen in vorgebohrte Löcher an Bauteilen aus Beton, Naturstein od. dgl. zwecks Verankerung von mit dem Konf des Befestigungsbolzens verbindbaren Gegenständen, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des konischen Schaftes (2) an seinem Vorderende etwa gleich dem Durchmesser eines vorgebohrten zylindrischen Loches im Aufnahmematerial ist, daß der Winkel zwischen der Erzeugenden des konischen Schaftes (2) und seiner Achse in an sich bekannter Weise zwischen 2° und 3° betragt, und daß der konsichc Schaft (2) an seinem dickeren Ende in einen zylindrischen Schaftteil (5) übergeht, an dessen Ende der Kopf (3) sitzt.
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