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DE865139C - Verfahren zur Herstellung von trockenen, stabilen, leicht dispergierbaren Farbstoff-Praeparaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von trockenen, stabilen, leicht dispergierbaren Farbstoff-Praeparaten

Info

Publication number
DE865139C
DE865139C DED3177A DED0003177A DE865139C DE 865139 C DE865139 C DE 865139C DE D3177 A DED3177 A DE D3177A DE D0003177 A DED0003177 A DE D0003177A DE 865139 C DE865139 C DE 865139C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dye
dry
stable
production
easily dispersible
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED3177A
Other languages
English (en)
Inventor
Christoph Dr Kohl
August Dr Bansa
Hans Dr Pleisteiner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Cassella Farbwerke Mainkur AG
Original Assignee
Cassella Farbwerke Mainkur AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cassella Farbwerke Mainkur AG filed Critical Cassella Farbwerke Mainkur AG
Priority to DED3177A priority Critical patent/DE865139C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE865139C publication Critical patent/DE865139C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/38General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using reactive dyes
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/66Natural or regenerated cellulose using reactive dyes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von trockenen, stabilen, leicht dispergierbaren Farbstoff-Präparaten Für den Wert von Textilfarbstoffen ist außer sonstigen Eigenschaften, wie Nuance und Echtheiten der gefärbten bzw. bedruckten Ware, entscheidend, daß sie leicht durchfärben und gut egalisieren. Besonders notwendig sind diese Eigenschaften in der Kontinuefärberei, wo es sich um den Durchsatz von viel Material in kurzer Zeit handelt, wo demnach der Färbevorgang auf einen sehr kurzen Zeitraum zusammengedrängt wird. Es sind bereits mehrere Vorschläge bekannt, um Bronzieren und schlechte Reibechtheit auch dann zu vermeiden, wenn der betreffende Farbstoff als solcher nicht besonders gut egalisiert. So kann auf dem Gebiet der Farbstoffe, die entweder aus schwefelnatriumhaltigem oder hydrosulfithaltigemBad färbbar sind und in der wissenschaftlichen Literatur unter der Bezeichnung Schwefelfarbstoffe zusammengefaßt werden, z. B. das Pigmentklotzverfahren, angewandt werden. Dabei wird der Farbstoff durch einen Mahlprozeß in eine genügend feine Verteilung gebracht, das Textilgut mit dieser Farbstoffsuspension getränkt und nach evtl. zwischengeschalteter Trocknung der Farbstoff in bekannter Weise entwickelt und fixiert. Einen anderen Weg schlägt das bekannte Küpensäureverfahren ein. Auch hier wird eine feine Verteilung des Farbstoffs angestrebt, und zwar dadurch, daß man zunächst ein wasserlösliches Salz der Leukoverbindung des Farbstoffs herstellt und aus der Lösung die Farbsäure in feiner Verteilung ausfällt. Beide Verfahren verfolgen das Prinzip, den Farbstoff als nicht fascraffine Substanz im Textilmaterial möglichst gleichmäßig zu verteilen und dann in einem anschließenden Entwicklungsprozeß den eigentlichen Färbevorgang folgen zu lassen. Beide Verfahren werden in der Praxis angewandt, obwohl sie eine wesentliche Verteuerung bei der Herstellung und auch beim Färben bedeuten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei Farbstoffen, die entweder aus schwefelnatriumhaltigem oder hydrosulüthaltigem Bad färbbar sind und in der wissenschaftlichen Literatur unter der Bezeichnung Schwefelfarbstoffe zusammengefaßt werden, eine außerordentlich feine Verteilung auf einfache Weise dadurch erreichen kann, daß man den Farbstoff mit einem Reduktionsmittel in Mengen, die erheblich geringer sind als zur vollkommenen Reduktion des Farbstoffs nötig wäre, in Gegenwart von dispergierend und stabilisierend -wirkenden Mitteln behandelt. Dabei erfährt die physikalische Form des Farbstoffs durch das Anreduzieren eine Veränderung, dergestalt, daß die ursprünglich groben Farbstoffteilchen in feine Teilchen aufgespalten werden, daß also eine Auflockerung des Kerngefüges des Farbstoffs stattfindet. Die gleichzeitig anwesenden dispergierend und stabilisierend wirkenden Stoffe erleichtern und unterstützen diese Wirkung und erhalten die feine Verteilung auch beim nachfolgenden Trockenprozeß vollwertig aufrecht. Man erhält durch die kombinierte Anwendung von Reduktionsmitteln und von dispergierend und stabilisierend wirkenden Stoffen auf diese Weise Farbstoff-Präparate, die nach dem Trocknen eine gute Lagerbeständigkeit aufweisen und beim Anrühren mit Wasser feindisperse, nicht absetzende Farbstoffsuspensionen liefern, aber keine vollreduzierten Lösungen ergeben, die wegen ihrer großen Faseraffinität für die Kontinuefärberei ungeeignet wären. Demgemäß ist auch eine zu weit geführte Reduktion im Sinne des Verfahrens nicht erwünscht und müßte gegebenenfalls in geeigneter Weise beseitigt werden. Durch geeignetes Trocknen, z. B. auf einem Walzenapparat, können die Präparate in nicht stäubender Form, z. B. in Schuppen, erhalten werden.
  • Als Reduktionsmittel kommen je nach Eignung bekannte Reduktionsmittel in Frage wie Schwefelnatrium, Natriumsulfhydrat, Natriumhydrosulfit, Glucose usw., gegebenenfalls unter Zusatz der erforderlichen Menge Alkali. In der Regel genügt, um die _gewünschte Wirkung zu erzielen, 1/r, bis 1/" der zum Färben üblichen Menge an Reduktionsmitteln. Als dispergierend und stabilisierend wirkende Zusätze seien genannt: Dextrin, Sulfitablauge, Formaldehydkondensationsprodukte von aromatischen Sulfosäuren, Substanzen also, die bekannterinaßen als Schutzkolloide wirken können. Es hat sich gezeigt, daß insbesondere Zusätze, die eine gerbstoffähnliche Wirkung besitzen, wie Tanigane (Schultz, Farbstofftabellen, 7.Aufl.,II.Bd.,S.303),TamoINN(Schultz, Farbstofftabellen, 7-Aufl., II.Bd., S.3031) oder auch Decol (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Aufl., IL Bd., S. 305) usw., für das Verfahren in besonderer Weise geeignet sind. Menge und Art des Reduktionsmittels sowie der dispergierend und stabilisierend #virkenden Mittel werden den besonderen Eigenschaften der betreffenden Farbstoffe jeweils angepaßt. Beispiel i 5o Teile Schwefelnatrium werden in 16o Teilen Wasser gelöst. In diese Lösung gibt man 49 Teile Tanigan GBL und anschließend io Teile Glucose. Unter Rühren werden ioo Teile Immedialindon RR (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Aufl., I. Bd., Nr. iioo), die weitgehend von Neutralsalzen befreit wurden, langsam eingetragen, wobei unter Erwärmung ein viskoser Teig entsteht, der auf der Walze getrocknet wird,-Mit dem erhaltenen Präparat werden tiefe und gleichmäßige Färbungen auch auf sehr' dichtem, schwer durchfärbbarem Material erzielt, wohingegen der nicht präparierte Farbstoff bekanntlich schlecht durchgefärbte Gewebe ergibt. Beispiel 2 16oTeüeHydronblauR(Schultz,Farbstofftabellen, Aufl., I. Bd., Nr. iiii) werden mit 8o Teilen TamoINN(Schultz,Farbstofftabellen,7.Aufl.,II.Bd., S. 303), 35o Teilen Wasser und 5 Teilen Natriumsalz des Oleylmethyltaurins angeschlämmt. Anschließend werden 15 Teile Glucose darin aufgelöst. Unter Rühren werden sodann 4o Teile Schwefelnatrium eingetragen, wobei die Temperatur auf etwa 4o' steigt. Man erhält einen viskosen homogenen Teig, der sofort auf einem Walzentrockner bei 4 bis 5 atü Dampfdruck getrocknet wird. Das Farbstoffpräparat fällt in nicht stäubender blättchenartiger Form an.
  • Mit diesem Produkt lassen sich nach dem Klotzfärbeverfahren- in der Apparatefärberei auf Wickelkörpern, wie Kreuzspulen und Kettbäumen, die Gespinste gleichmäßig imprägnieren und anschließend durch normales Verküpen fixieren. Die Durchfärbung ist bei dieser Arbeitsweise, insbesondere bei leicht quellenden Materialien, wie z. B. Regeneratcenulose, einwandfrei. Dagegen lassen sich mit dem nicht so präparierten Farbstoff gleichmäßige Imprägnierungen nicht durchführen, da die Farbstoffteilchen auf den äußeren Schichten abfiltriert werden, andererseits aber eine Verküpung gleich zu Beginn infolge des Aufquellens der Ware im stark alkalischen Medium keine ausreichende Durchfärbung ergibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH-. Verfahren zur Herstellung von trockenen, stabilen, leicht dispergierbaren Farbstoff-Präparaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Farbstoffe, die entweder aus schwefelnatriumhaltigem oder hydrosulfithaltigem Bad färbbar sind und in der wissenschaftlichen Literatur unter der Bezeichnung Schwefelfarbstoffe zusammengefaßt werden, mit an sich zum Färben unzureichenden Mengen an Reduktionsmitteln bei gleichzeitiger Anwesenheit von Schutzmitteln sowie von Dispergiermitteln behandelt und die so erhaltenen'Gemische zweckmäßig auf einem Walzentrockner trocknet. Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 037 005; franz6sische'Patentschrift Nr. 941-929.
DED3177A 1950-06-06 1950-06-06 Verfahren zur Herstellung von trockenen, stabilen, leicht dispergierbaren Farbstoff-Praeparaten Expired DE865139C (de)

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DED3177A DE865139C (de) 1950-06-06 1950-06-06 Verfahren zur Herstellung von trockenen, stabilen, leicht dispergierbaren Farbstoff-Praeparaten

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DED3177A DE865139C (de) 1950-06-06 1950-06-06 Verfahren zur Herstellung von trockenen, stabilen, leicht dispergierbaren Farbstoff-Praeparaten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE865139C true DE865139C (de) 1953-01-29

Family

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DED3177A Expired DE865139C (de) 1950-06-06 1950-06-06 Verfahren zur Herstellung von trockenen, stabilen, leicht dispergierbaren Farbstoff-Praeparaten

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DE (1) DE865139C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2037005A (en) * 1936-04-14 Flaked sulphur dyes

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2037005A (en) * 1936-04-14 Flaked sulphur dyes

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