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DE852852C - Verfahren zur Reinigung von Methylcyclohexanon - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Methylcyclohexanon

Info

Publication number
DE852852C
DE852852C DEB6714D DEB0006714D DE852852C DE 852852 C DE852852 C DE 852852C DE B6714 D DEB6714 D DE B6714D DE B0006714 D DEB0006714 D DE B0006714D DE 852852 C DE852852 C DE 852852C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ketone
methylcyclohexanone
bisulfite
solution
separated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB6714D
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Dr Laucht
Wilhelm Dr-Ing Wolf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB6714D priority Critical patent/DE852852C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE852852C publication Critical patent/DE852852C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/78Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C45/80Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by liquid-liquid treatment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Methylcyclohexanon Bei der Herstellung von Ketonen durch Dehydrierung der entsprechenden Alkohole erhält man, da die Umsetzung nicht vollständig verläuft, stets Gemische von Ketonen und Alkoholen, die auch noch durch Nebenerzeugnisse verunreinigt sein können. Aus diesen Gemischen gewinnt man die reinen Ketone in der Regel durch rektifizierende Destillation. Dieses Verfahren bereitet jedoch große Schwierigkeiten, wenn die Siedepunkte der Ketone und der Alkohole nur geringe Unterschiede zeigen, wie dies z. B. bei technischen Gemischen von Metliylcy-cloliexatiotieti und Methylcyclohexanolen der Fall ist. Es ist bekannt, daß man Ketone über ihre Alkali-bzw. Erdalkalibisulfitverbindungen reinigen und von anderen organischen Verbindungen trennen kann. Aus den Bisulfitverbindungen gewinnt man die Ketone üblicherweise durch Erwärmen unter Zusatz von Säuren oder Alkalien. Wendet man dieses Verfahren auf Gemische von Methylcyclohexanon und Methylcyclohexanol an, wie sie bei der technischen Dehydrierung von Methylcyclohexanol gewonnen werden, so ergibt sich der Nachteil, daß die Bisulfitlösung nicht nur das Keton, sondern auch einen Teil des Alkohols aufnimmt. Nur wenn die Keton-Alkohol-Gemische sehr viel Alkohol enthalten, tritt hei der Behandlung mit wäßriger Bisulfitlösung schon bei Raumtemperatur eine Trennung in zwei Schichten ein; das auf der wäßrigen Schicht schwimmende Öl besteht dann hauptsächlich aus den Beimengungen, namentlich dem Alkohol, und enthält nur geringe Mengen Keton. Beim Ansäuern oder Alkalischmachen der die Bisulfitverbindungen enthaltenden Lösungen erhält man jedenfalls stets ein durch Methylcyclohexanol verunreinigtes Methylcyclohexanon.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Methylcyclohexanon in einfacher Weise über seine Bisulfitverbindung von beigemengtem Methylcyclohex.anol trennen kann, wenn man die durch mitgelöstes Methylcyclohexanol verunreinigten Lösungen der Ketonbisulfitverbinidung ohne Zugabe von Säure oder Alkali stufenweise erwärmt. Es hat sich herausgestellt, daß beim Erwärmen der Bisulfitlösung sich zunächst vorwiegend das Methylcyclohexanol ausscheidet und daß die nach Abtrennung der ersten ausgeschiedenen Anteile bei weiterer Erwärmung auf höhere Temperaturen sich abscheidenden Öle praktisch nur aus Methylcyclohexanon bestehen.
  • Um das Verfahren besonders vorteilhaft durchzuführen, wendet man die zur Überführung des Methylcyclohexanons in seine Bisulfitverbindung zu benutzende Bisulfitlösung zweckmäßig in solcher Konzentration an, daß sich bei Raumtemperatur keine festen Anteile ausscheiden. Am besten eignen sich nicht zu konzentrierte Lösungen, z. B. solche von io bis 20 % Gehalt an Bisulfit. Es ist mitunter zweckmäßig, nicht äquimolekulare Mengen von Bisulfit, berechnet auf vorhandenes Keton, zu verwenden, sondern einenUnter- oder Überschuß davon anzuwenden. Die Bisulfitlösung kann sowohl überschüssige Säure wie auch Alkalisulfit sowie andere Salze, z. B. Kochsalz oder Natriumsulfat, ent-. halten.
  • Es ist nicht erforderlich, die Erwärmung der die KetonNsulfitverbindung enthaltenden Lösung so weit zu treiben, daß das gesamte Methylcyclohexanon ausgeschieden wird; wenn die Bisulfitlösung wieder in den Kreislauf zurückgeführt wird, kann ein Teil des Ketons in ihr gelöst bleiben.
  • Die beim Erwärmen ausgeschiedenen Öle enthalten geringe Mengen Wasser und Schwefeldioxyd. Das Schwefeldioxyd kann durch Waschen mit einer Sodalösung entfernt werden, das Wasser durch Destillation. Die Waschlösung kann man nach Ergänzung des Schwefeldioxyds in den Kreislauf zurückgeben.
  • Man kann die Ketonbisulfitverbindung und die Beimengungen enthaltende Bisulfitlösung gewünschtenfalls vor der Erwärmung zunächst mit einem Extraktionsmittel, wie Benzol, Toluol, Benzin oder chlorierten Kohlenwasserstoffen, ausziehen und dann erst die Trennung durch stufenweises Erwärmen vornehmen.
  • Man kann das Verfahren schließlich auch kontinuierlich gestalten, indem man die die Ketonbisulfitverbindung enthaltende Lösung von einem Trennbehälter niedriger Temperatur in einen solchen höherer Temperatur fließen läßt, wobei man die jeweils abgeschiedenen Öle kontinuierlich durch Überlaufeinrichtungen abzieht, nach Erreichung der höchsten Temperatur kühlt, mit frischen Ausgangsstoffen verrührt und wieder in das erste Gefäß fließen läßt. Beispiel i i kg eines aus 8o % Methylcyclohexanon und 2o % Methylcyclohexanol bestehenden Gemisches wird bei 30° mit einer Lösung von 1,5 kg Natriumbisulfit in 61 Wasser verrührt. Nach dem Absitzen wird die obere Schicht, die neben 4 % Wasser und Spuren von Schwefeldioxyd etwa 5o % Methylcyclohexanol enthält, abgetrennt. Die untere Schicht wird nun zunächst auf 40° erwärmt; die dabei sich abscheidende Ölschicht wird abgetrennt. Die wäßrige Schicht wird dann auf 5o° erwärmt, die Ölschicht wieder abgetrennt und das Erwärmen und Abtrennen der ausgeschiedenen Öle fortgesetzt, bis eine Temperatur von 8o° erreicht ist. Die abgeschiedenen Öle haben folgende Zusammensetzung:
    Bei 4o° .... 22,8% Ü1 mit 8i % Ketongehalt
    - 50° .... 13,6% - - 92% -
    - 6o° .... i 1,6% - - 96% -
    - 8o° .... 4,10/0 - - 96% -
    Die bei 6o und 8o° abgeschiedenen Öle geben nach ,der Erntsäuerung ein etwa 99,6%iges Keton (d20 =0,924, Siedegrenzen 162 bis 171°). Die bei 40 und 5o° abgeschiedenen Öle werden zur erneuten Behandlung zurückgeführt oder zunächst nach ihrem Ketongehalt gesammelt und dann weiterverarbeitet. Beispiel e 2,5 kg eines aus 63 % Metyhcyclohexanon und 37 % Methylcyclohexanol bestehenden Gemisches werden bei io° mit einer Lösung von 1,5 kg Natriumbisulfit in 61 Wasser verrührt. Man verarbeitet die erhaltene wäßrige Schicht, wie im Beispiel i angegeben ist, und erhält dabei Öle folgender Zusammensetzung:
    Bei io° . . . . 10,3 % Öl mit 25 % Ketongehalt
    - 30° .... 37,40/1) - - 420/0 -
    - 40° .... 26,70/0 - - 740/0 -
    - 50° .... 8,30/0 - - 900/0 -
    - 60° .... 4,o % - - 96% -
    - 8o° .... i,40/0 - - 960/0 -
    Die beiden letzten Fraktionen liefern nach der Entsäuerung und Entwässerung ein praktisch reines, etwa 99,6%iges Keton. Die Zwischenfraktionen werden, wie im Beispiel i angegeben ist, weiterverarbeitet. Die Fraktion mit 25 °% Ketongehalt wird durch erneute Behandlung mit Bisulfif in der Kälte von Keton befreit; hierzu verwendet man eine frische Bisulfitlösung oder die bei 8o° erhaltene untere Schicht. Das hierbei ungelöst bleibende Öl enthält praktisch kein Keton mehr, während die Lösung erneut zur Behandlung des Ausgangsgemisches verwendet wird, bis sie kein Keton mehr aufnimmt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reinigung von Methylcyclohexanon mittels wäBriger Alkalibisulfitlösungen, dadurch gekennzeichnet, daB man die Lösung der Ketonbisulfitverbindung stufenweise erwärmt und das bei niedrigen Temperaturen abgeschiedene, unreine Keton abtrennt, bevor man durch Erwärmung auf höhere Temperaturen das praktisch reine Methylcyclohexanon abscheidet.
DEB6714D 1940-10-10 1940-10-10 Verfahren zur Reinigung von Methylcyclohexanon Expired DE852852C (de)

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DEB6714D DE852852C (de) 1940-10-10 1940-10-10 Verfahren zur Reinigung von Methylcyclohexanon

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DEB6714D DE852852C (de) 1940-10-10 1940-10-10 Verfahren zur Reinigung von Methylcyclohexanon

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DE852852C true DE852852C (de) 1952-10-20

Family

ID=6954835

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DEB6714D Expired DE852852C (de) 1940-10-10 1940-10-10 Verfahren zur Reinigung von Methylcyclohexanon

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DE (1) DE852852C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2813905A (en) * 1955-06-06 1957-11-19 Phillips Petroleum Co Process for recovering cyclohexanone by formation of a bisulfite adduct

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2813905A (en) * 1955-06-06 1957-11-19 Phillips Petroleum Co Process for recovering cyclohexanone by formation of a bisulfite adduct

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