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DE852118C - Kunststoffkuevette - Google Patents

Kunststoffkuevette

Info

Publication number
DE852118C
DE852118C DEZ1673A DEZ0001673A DE852118C DE 852118 C DE852118 C DE 852118C DE Z1673 A DEZ1673 A DE Z1673A DE Z0001673 A DEZ0001673 A DE Z0001673A DE 852118 C DE852118 C DE 852118C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plastic
piston
cylinder
mold half
mold
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEZ1673A
Other languages
English (en)
Inventor
Manfred Zeiser
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEZ1673A priority Critical patent/DE852118C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE852118C publication Critical patent/DE852118C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/12Tools for fastening artificial teeth; Holders, clamps, or stands for artificial teeth
    • A61C13/16Curing flasks; Holders therefor

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Kunststoffküvette Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine neuartige Kunststoffküvette für die Zahntechnik zur Herstellung von individuell geformten Kunststoff-Zahnkronen und anderen individuell geformten prothetischen Kunststoffprodukten.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Herstellung eines gleichmäßig hochkondensierten, dadurch harten und spannungsfreien individuell nach dem Abdruck am Patienten geformten Kunststoffproduktes aus dem Kunststoffmaterial zu ermöglichen.
  • Dies ist mit den bis jetzt gebräuchlichen Kautschukküvetten, die auch als Kunststoffküvetten verwendet werden, nicht möglich, da bei ihnen das einer beträchtlichen Schrumpfung unterliegende Kunststoffmaterial während des Polymerisationsvorgangs nicht unter einem gleichmäßigen und genügend hohen Druck gehalten werden kann.
  • Auch eine Kunststoffküvette, bei der von einem zentral gelegenen Hohlraum aus Kunststoffmaterial mittels Schraubenstempel nachgepreßt wird (Injektionsverfahren), liefert kein. gleichmäßig hochkondensiertes Kunststoffprodukt, da der Druck im Kunststoffmaterial mit der Entfernung vom Schraubenstempel abnimmt.
  • Um ein gleichmäßig hochkondensiertes und spannungsfreies Kunststoffprodukt aus dem Kunststoffmaterial herstellen zu können, ist die Kunststoffküvette nach der Erfindung so aufgebaut, daß sie erfindungsgemäß aus einem nach oben mit einem Deckel verschließbaren Gehäuse besteht, an das sich nach unten ein Zylinder anschließt, in dem sich ein beweg- licher Kolben befindet, der die nach dem Abdruck am Patienten individuell hergestellte Formhälfte aufnimmt, die sich durch den Kolben gegen die im Gehäuse befindliche Formhälfte bewegen läßt und mit dieser zusammen in der Kunststoffküvette eine allseits dicht verschlossene Form von veränderlichem Volumen bildet, die die Herstellung eines gleichmäßig hochkondensierten individuell geformten Kunststoffproduktes aus dem Kunststoffmaterial ermöglicht, da jeder Punkt der beweglichen Formhälfte einen Druckansatzpunkt auf das zwischen den Formhälften befindliche Kunststoffmaterial darstellt. Weitere Merkmale des Erfindungsgegenstandes sind aus den Unteransprüchen ersichtlich.
  • Die beiden in der Kunststoffküvette sich befindenden Formhälften werden nach einem Abdruck am Patienten hergestellt. Der Abdruck wird dazu mit einem entsprechenden Material ausgegossen. Nach Entfernen des Abdruckes erhält man die eine Formhälfte. Auf diese Formhälfte wird der in Kunststoff zu fertigende Gegenstand in Wachs modelliert. Diese Formhälfte mit dem Wachsmodell wird in der Kunststoffküvette befestigt. Die andere Formhälfte wird dann durch einen Gegenguß mit Gips oder andern dafür geeigneten Materialien hergestellt. Nach Entfernen des Wachsmodelles erhält man dann die Form, die von den beiden Formhälften gebildet wird. Die Herstellung der beiden Formhälften stellt Bekanntes dar.
  • Nachstehend ist an Hand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes erläutert, und zwar zeigt: Abb. I einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2 durch die vollständige Kunststoffküvette, Abb. 2 einen in horizontaler Richtung verlaufenden Schnitt durch die vollständige Kunststoffküvette, Abb. 3 den sich an die Küvette anschließenden Zylinder mit dem Kolben und der darauf befindlichen einen Formhälfte, und zwar in einer solchen Stellung, die das Einfüllen des Kunststoffmaterials in die Küvette gestattet, Abb. 4 die Vorrichtung in gleicher Stellung wie in Abb. 3 jedoch mit der wieder aufgesetzten aber noch nicht verschlossenen Küvette, die die andere Formhälfte enthält, und Abb. 5 die verschlossene vollständige Küvette mit dem in die Form eingepreßten Kunststoff.
  • Die Wirkungsweise der Kunststoffküvette ist dabei die folgende: Auf dem Kolben 2 ist oberhalb der Gummi-Dichtungsmanschette IO die individuell nach dem Abdruck am Patienten hergestellte Formhälfte g durch Aufzementieren mittels Phosphat-Zement befestigt, das sich auch im Ausstoßkanal 8 in Höhe der Gummi-Dichtungsmanschette IO verankert. Die Formhälfte 9 bildet zusammen mit der im Gehäuse II sich befindenden, durch Gegenguß mit Gips oder andern dafür geeigneten Materialien hergestellte Formhälfte I4 die Form 12 (Abb. I). Dadurch, daß die Formhälfte 9 auf dem beweglichen Kolben 2 befestigt ist, läßt sich das Volumen der allseitig dicht verschlossenen Form 12 durch Auseinander- oder Gegeneinanderbewegen der Formhälfte 9 und der Formhälfte 14 verändern. Der Kolben 2 ist nur in Richtung seiner Längsachse im Zylinder 7 beweglich. Eine Drehung des Kolbens 2 um seine Längsachse wird dadurch verhindert, daß die Bodenplatte I, die mit dem Kolben 2 fest verbunden ist, einen Führungsbolzen 4 trägt, der in einer entsprechenden Führung 6 im Zylinder 7 geführt wird.
  • Zum Einbringen des Kunststoffmaterials in die Form I2, die von der Formhälfte g und der Formhälfte I4 gebildet wird, werden der Deckel I3 und das Gehäuse II vom Zylinder 7 abgenommen (Abb. 3), und durch Drehen der Distanzstellmutter 3, die auf dem Gewinde 5 des Zylinders 7 läuft und sich gegen die Bodenplatte I abstützt, wird der Kolben 2 mit der auf ihm befestigten Formhälfte g in den Zylinder hineingezogen. Darauf wird in den dadurch entstandenen Raum I6 (Abb. 3), der durch den Zylinder 7 und die Formhälfte g gebildet wird, das Kunststoffmaterial eingebracht. Alsdann wird das Gehäuse 11 mit der Formhälfte 14 auf dem Zylinder 7 befestigt (Abb. 4) und die Distanzstellmutter 3 aus der Stellung in Abb. 3 in die Stellung der Abb.4 zurückgedreht. Das Kunststoffmaterial befindet sich damit in der Form 12 (Abb. 4). Durch Druck auf die Bodenplatte I wird der Kolben 2 mit der darauf befestigten Formhälfte g und dem sich darüber befindenden Kunststoffmaterial gegen die Formhälfte 14 bewegt. Durch den in der Formhälfte 14 angelegten Überschußkanal 15 wird ein größerer Überschuß an Kunststoffmaterial herausgedrückt. Nach Entfernen dieses Überschusses wird der Überschußkanal 15 durch den Deckel 13 verschlossen (Abb. 5). Das Kunststoffmaterial befindet sich nun in der allseitig dicht verschlossenen Form 12 (Abb. 5). Die Stellung des Kolbens 2 ist nach Herausdrücken des Überschusses eine Zwischenstellung der in den Abb. I und 4 dargestellten Kolbenstellungen.
  • Das Kunststoffmaterial in der Form I2 (Abb. 5) ist bei der sich nun anschließenden Polymerisation einer beträchtlichen Schrumpfung unterworfen. Durch Druck auf die Bodenplatte I (Abb. 5) bewegt sich der Kolben 2 mit der Formhälfte g entsprechend der Schrumpfung des Kunststoffmaterials aus der in Abb. 5 gezeigten Stellung in die Stellung, die der Kolben in Abb. I einnimmt.
  • Vom Kolben 2 und der Formhälfte g wird ein gleichmäßiger Druck auf das in der Form 12 sich befindende Kunststoffmaterial ausgeübt, da jeder Punkt der beweglichen Formhälfte g einen Druckansatzpunkt auf das Kunststoffmaterial darstellt. Nach Beendigung der Polymerisation wird durch Öffnen der Kunststoffküvette das der Form 12 entsprechende Kunststoffprodukt aus der im Gehäuse II sich befindenden Formhälfte 14 entnommen.
  • Bedingt durch die Schwierigkeit der Volumenbestimmung individueller Formen und der Schrumpfung des Kunststoffmaterials ist es nicht möglich die notwendige Menge an Kunststoffmaterial in der Form 12 (Abb. 5) genau vorauszubestimmen, weshalb es vorteilhaft ist mit einem geringen Überschuß an Kunststoffmaterial zu arbeiten, um sicher zu gehen, daß sich nicht zu wenig Kunststoffmaterial in der Form befindet.
  • Dadurch wird aber ein Kunststoffprodukt von nicht genau vorausbestimmbaren Abmessungen erhalten, was sich jedoch durch eine nachträgliche mechanische Bearbeitung abändern läßt.
  • Die erfindungsgemäße Kunststoffküvette findet zur Herstellung von individuell geformten prothetischen Kunststoffprodukten, vor allem in der Zahnheilkunde Anwendung.
  • Der wesentliche Fortschritt der erfindungsgemäßen Kunststoffküvette liegt darin, daß die beiden Formhälften, die in der Kunststoffküvette eine absolut dicht verschließbare Form von veränderbarem Volumen bilden, in gleichem Maße wie die Schrumpfung des Kunststoffmaterials vor sich geht gegeneinander bewegt werden können, wobei jeder Punkt der beweglichen Formhälfte einen Druckansatzpunkt auf das zwischen den Formhälften sich befindende Kunststoffmaterial darstellt, was ein gleichmäßig hochkondensiertes und spannungsfreies Kunststoffprodukt von annähernd vorausbestimmbaren Abmessungen ergibt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Kunststoffküvette, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem nach oben mit Deckel (I3) verschließbaren Gehäuse (11) besteht, an das sich nach unten ein Zylinder (7) anschließt, in dem sich ein beweglicher Kolben (2) befindet, der die nach dem Abdruck am Patienten individuell hergestellte Formhälfte (g) aufnimmt, die sich durch den Kolben gegen die im Gehäuse (11) befindliche Formhälfte (I4) bewegen läßt und mit dieser zusammen in der Kunststoffküvette eine allseits dicht verschlossene Form (I2) von veränderlichem Volumen bildet, die die Herstellung eines gleichmäßig hochkondensierten individuell geformten Kunststoffproduktes aus dem Kunststoffmaterial ermöglicht, da jeder Punkt der beweglichen Formhälfte einen Druckansatzpunkt auf das zwischen den Formhälften sich befindende Kunststoffmaterial darstellt.
  2. 2. Kunststoffküvette nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (2), der in Richtung seiner Längsachse von einem Ausstoßkanal (8) durchzogen wird, an dem dem Gehäuse zugewandten Ende mit einer Gummi-Dichtungsmanschette (IO) versehen ist.
  3. 3. Kunststoffküvette nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben an dem der Gummi-Dichtungsmanschette entgegengesetzten Ende in die Bodenplatte (I) übergeht, die einen Führungsbolzen (4) trägt, der ein Verdrehen des Kolbens um seine Längsachse dadurch verhindert, daß er in einer entsprechenden Führung (6) in der Wand des Zylinders geführt wird.
  4. 4. Kunststoffküvette nach Anspruch I bis 4, gekennzeichnet durch eine Distanzstellmutter (3), die auf einem entsprechenden Gewinde (5) auf der Außenseite des Zylinders (7) läuft und sich gegen die Bodenplatte (I) abstützt, wodurch dem Kolben jede Stellung im Zylinder gegeben werden kann.
DEZ1673A 1951-01-23 1951-01-23 Kunststoffkuevette Expired DE852118C (de)

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DEZ1673A DE852118C (de) 1951-01-23 1951-01-23 Kunststoffkuevette

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DEZ1673A DE852118C (de) 1951-01-23 1951-01-23 Kunststoffkuevette

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DE852118C true DE852118C (de) 1952-10-13

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DEZ1673A Expired DE852118C (de) 1951-01-23 1951-01-23 Kunststoffkuevette

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