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DE854068C - Verfahren zum Entgasen und Verbrennen von unterirdischem Brennstoff - Google Patents

Verfahren zum Entgasen und Verbrennen von unterirdischem Brennstoff

Info

Publication number
DE854068C
DE854068C DEP28075D DEP0028075D DE854068C DE 854068 C DE854068 C DE 854068C DE P28075 D DEP28075 D DE P28075D DE P0028075 D DEP0028075 D DE P0028075D DE 854068 C DE854068 C DE 854068C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heat
fuel
fuel layer
combustion
holes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP28075D
Other languages
English (en)
Inventor
David Dalin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE854068C publication Critical patent/DE854068C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B43/00Methods or apparatus for obtaining oil, gas, water, soluble or meltable materials or a slurry of minerals from wells
    • E21B43/16Enhanced recovery methods for obtaining hydrocarbons
    • E21B43/24Enhanced recovery methods for obtaining hydrocarbons using heat, e.g. steam injection
    • E21B43/243Combustion in situ

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entgasen und Verbrennen von unterirdischem Brennstoff Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verbrennen und Entgasen von unter der Erdfläche befindlichen Brennstoffschichten und insbesondere auf ein Verfahren zum Verbrennen von solchen Brennstoffschichten ohne Abbau, um DestillatIonsprodukte aus ihnen zu gewinnen und ihren Wärmewert auszunutzen.
  • Unter der Erdfläche befindliche Schichten solcher mineralischen Brennstoffe, wie Schiefer und Braunkohle, mit hohem Gehalt an destillierbaren Produkten sind an mehreren Stellen in deii Vereinigten Staaten von Nordamerika vorhanden und kommen reichlich auch in anderen Teilen der Welt vor.
  • Zur Gewinnung der flüchtigen Bestandteile solcher Schichten war es bisher notwendig, diese Brennstore abzubauen und sie einer Trockendestillation in großen, speziell konstruierten Retorten zu unterziehen.
  • Obwohl diese Methode in der Hinsicht vorteilhaft ist, daß man einen großen Teil der im Rohniaterial vorhandenen, destillierbaren Produkte gewinnt, erfordert sie jedoch, daß der Brennstoff durch Grubenbau gebrochen und auf besondere Weise behandelt wird.
  • Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher, die destillierbaren Produkte in solchen unterirdischen Brennstoffschichten zu gewinnen, ohne den Brennstoff abzudecken und zu brechen oder besondere Apparate für die Destillation des gebrochenen Materials konstruieren zu @brauchen. Ein anderes Ziel der Erfindung ist, den Wärmewert in unterirdischen Brennstoffschichten ohne Grubenbau frei zumachen und auszunutzen. Ein anderes Ziel der Erfindung in diesem Zusammenhange ist, eine Einheit zur Erzeugung von Dampf zu entwickeln, die versetzbar in bestimmte Teile brennender, unterirdischer Brennstoffschichten eingeführt und von einer Stelle zu einer anderen verlegt werden kann, je nachdem die Verbrennung fortschreitet, um auf die beste Weise den Wärmewert des Brennstoffs für Dampferzeugung auszunutzen.
  • Noch ein anderes Ziel der Erfindung ist, eine billige und bequeme Methode zum Freimachen des Wärmewertes und der destillierbaren Produkte in unterirdischen Brennstoffschichten zu erhalten.
  • Die Zeichnung zeigt ein vollständiges Beispiel für eine Ausführungsform der Erfindung, das auf die gegenwärtig bestmögliche Weise für die praktische Verwendung der Erfindung ausgeführt ist.
  • Die Zeichnungsfigur zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine unterirdische Brennstoffschicht und wie das Verfahren ausgeführt wird.
  • Mit i 'in der Zeichnung wind eine unterirdische Schicht von Braunkohle bezeichnet, die zwischen einer nicht brennbaren Schicht 2 von Erde und Stein, die sich bis zur Erdfläche erstreckt, und einer Schicht von Fels 3, die sich unter der Brennstoffschicht erstreckt, liegt.
  • Die erste Maßnahme bei der Verwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung besteht darin, daß man eine Reihe voneinander getrennter Löcher 4 in die Brennstoffschicht bohrt. Vorzugsweise werden diese Löcher von der Erdoberfläche gebohrt, obwohl sie auch von der Seitenwand eines Schachtes gebohrt werden können. Durch wenigstens eines dieser Löcher wird die unterirdische Schicht auf irgendeine geeignete Weise, z. B. elektrisch, entzündet. Luft wird durch eines oder mehrere der Löcher mittels einer Pumpe 5 gepumpt, um die Verbrennung in dem Punkt zu unterhalten, wo das Brennstoffbett entzündet worden ist. Wenn die Braunkohleschichten porös sind, wird Druckluft durch die Zwischenräume des Brennstoffs in genügenden Mengen dringen können, um eine befriedigende Verbrennung unterhalten zu können.
  • Die in die Brennstoffschicht eingepumpte Luft wird vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise, in einem geeigneten Luftvorwärmer 6 vorgewärmt. Die Vorwärmung der Luft erleichtert die Entzündung und die Verbrennung des Brennstoffs.
  • Rohre oder andere geeignete Leitungen 7 werden in die Verbrennungszone 8 heruntergeführt, und ein wärmeabsorbierendes Mittel, wie Wasser oder eine Mischung von Wasser und Dampf, wind kontinuierlich durch sie mittels einer Pumpe 9 getrieben. Durch Regulierung der Strömungsgeschwindigkeit des wärmeabsorbierenden Mittels kann die Verbrennungstemperatur in der Verbrennungszone reguliert werden, so daß sie unter der Sinterungstemperatur des Brennstoffs gehalten werden kann.
  • Die Wärme des somit erhitzten Mittels kann an einem Zentralpunkt io, wie z. B. einem gewöhnlichen Dampfdom, gesammelt werden. Hierdurch wird es möglich, die von der brennenden Brennstoffschicht 8 absorbierte Wärme für nützliche Zwecke auf geeignete. bekannte Weise auszunutzen.
  • Die Rohre oder Leitungen 7 können natürlich aus den Löchern, in welche sie eingeführt,sind, herausgezogen werden, so daß sie von einer Stelle zu einer anderen je nach Bedarf verlegt werden können, um die Wärme von dem brennenden Brennstoff so nutzbringend als möglich auszunutzen. Die Sammeleinheit io soll in der gleichen Weise versetzbar sein.
  • In der die Verbrennungszone umgebenden oder benachbarten Zone i i erfolgt eine Destillation des Brennstoffs als ein Resultat der Erhitzung des Materials in dieser Zone durch Verbrennen des Brennstoffs, der schon brennt. Die somit frei gemachten, destillierbaren Produkte werden mittels Rohren 12, die an die Mündungen von Löchern in der Destillatioriszone angeschlossen sind, gewonnen, welche Rohre zu geeigneten Sammelorganen 13 führen, in welchen die Destillate für nachfolgende Raffinierung oder sonstige erwünschte Anwendung gelagert werden können.
  • Je nachdem die Verbrennung fortschreitet, verbrennt die ursprünglich entzündete Zone 8 endgültig, und die Verbrennung breitet ,sich auf den nach der Destillation übriggebliebenen Koks i i aus. Die Trockendestillation erfolgt jetzt in einer Zone, die die ursprüngliche Destillationszone i i umgibt oder neben dieser neuen liegt, auf Grund der Verbrennung des restlichen Kokses. Die Destillationsprodukte in der neuen Destillationszone werden auf die oben beschriebene Weise gewonnen. Die Verbrennungs- und Destillationsprozesse werden sich somit von dem Punkt der ursprünglichenAnzündung als Zentrum auswärts verbreiten, wobei die Destillation in der Zone des urverbrannten Brennstoffs in der Nähe der Verbrennungszone erfolgt. Wenn die Destillation beendet ist, wird der restliche Koks verbrannt.
  • Zur Unterhaltung der Verbrennung und Aufrechterhaltung des Destillationsprozesses braucht man nur kontinuierlich Druckluft in der Nähe der Verbrennungszone einzuführen. Wenn erwünscht, kann etwas von dem Destillationsgas vom Sammelbehälter 13 durch eine mit Ventil versehene Leitung 14 abgezapft werden, die zur Einlauföffnung der Pumpe 5 führt. Hierdurch ist es möglich, eine leicht entzündbare, gasförmige Brennstoffmischung in die Brennstoffschicht hinunterzupumpen, wobei Vorkehrungen zu treffen sind, die eine Explosion verhüten.
  • Je nachdem der Prozeß durch die Brennstoffschicht fortschreitet ist es notwendig, von Zeit zu Zeii die Vorrichtung für die Zufuhr von Luft und die Rohre 7, durch welche das wärmeabsorbierende Mittel strömt, zusammen mit den Rohren 12 und den übrigen Vorrichtungen zum Sammeln der Destillationsprodukte anderswo anzubringen.
  • Der Rauch und andere Abfallprodukte von der Verbrennung, die durch die Löcher 4 von der Verbrennungszone hinaufkommen, werden in Hauben 15 gesammelt, die in geeigneter Weise über den Löchern angebracht sind. Leitungen 16 führen diese Abgase nach einem Schornstein 17. Man sieht vorzugsweise ein Ausblasgebläse 18 vor, um ein besseres Absaugen des Rauches und der Abgase zu bewirken. Wie die ganze übrige Vorrichtung sind die Hauben 15 versetzbar, und außerdem sind die Leitungen 16 einstellbar, um die erforderliche Versetzung der Rauben zu ermöglichen, aber der Schornstein braucht nur wenig oder gar nicht versetzt zu werden. 1)a Sintern in der unterirdischen Brennstoffschicht auf die Verbrennung sehr unvorteilhaft einwirken würde. ist es ttotwetidig, die Verbrennungstemperatur unter derjenigen Temperatur zu halten, bei welcher Sintern in dein in Verbrennung befindlichen Brennstoff vorkommt. Dies wird durch Regulieren der Strömung des wärmeabsorbierenden Mittels durch die Leitungen 7 bewirkt, welches Mittel indessen immer die weitere Aufgabe hat, die Wärme auszunutzen, die in dein abrennenden Brennstoff frei gemacht worden ist.
  • Aus der obenstehenden Beschreibung und der Zeichnung geht deutlich hervor, daß man durch die vorliegende l?rfindung die Möglichkeit erhält, unterirdische Brennstoffschichten zu verbrennen und zu entgaset, uni aus ihnen ihre destillierbaren Produkte und Wärme frei zu machen und zu gewinnen, ohne sie aus der Erde heraufnehmen zu brauchen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t. Verfahren zur Ausnutzung einer unterirdischenErennstoftschicht, dadurch gekennzeichnet, claß in Rohrlöchern, die in die Brennstoffschicht getrieben werden, die Brennstoffschicht gezündet wird, worauf der Brand durch Einpressen von Luft nach anderen Bohrlöchern hin vorgetrieben wird, und daß die entstehende Wärme durch ein wärmeaufnehmendes Mittel, das in die Bohrlöcher eingeführte Rohre durchströmt, zweckmäßig so abgeführt wird, daß die Sintertemperatur in der Brennstoffschicht nicht erreicht wird, um die abgeführte Wärme nutzbringend verwenden zu können.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Verbrennungswärme frei gemachten Destillationssprodukte aus den Mündungen der Löcher einer neben der Verbrennungszone liegenden Zone abgezogen und gesammelt werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als wärmeaufnehmendes Mittel eine Wasser-Dampf-Emulsion durch die Rohre getrieben wird, aus der an einer Sammelstelle der Dampf zur Energiegewinnung abgeschieden wird, und daß die dazu dienenden Vorrichtungen entsprechend. dem Vorschreiten des Brandes vorgelegt werden. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rauch und die Verbrennungsprodukte, die aus den in den brennenden Teilen der Brennstoffschicht befindlichen Löchern austreten, durch eine bewegliche Leitungsanlage gesammelt und nach einem Schornstein abgeführt werden.
DEP28075D 1946-10-10 1948-12-30 Verfahren zum Entgasen und Verbrennen von unterirdischem Brennstoff Expired DE854068C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US854068XA 1946-10-10 1946-10-10

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ID=22191393

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DEP28075D Expired DE854068C (de) 1946-10-10 1948-12-30 Verfahren zum Entgasen und Verbrennen von unterirdischem Brennstoff

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