DE841102C - Hydraulischer Teleskop-Stossdaempfer mit Ausgleichkammer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Hydraulischer Teleskop-Stossdaempfer mit Ausgleichkammer, insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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Description
(WiGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 13. JUNI 1952
Γ 12ΐ)Ο
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf einen hydraulischen Teleskop-Stoßdämpfer, insbesondere für
Kraftfahrzeuge und seinen Einbau.
Bisher haben unmittelbar wirkende hydraulische Teleskop-Stoßdämpfer, die in Fahrzeugaufhängungssystemen
benutzt worden sind, ein Staubrohr oder einen Steinschutz gehabt, der mit ihnen verbunden
war und das freie Ende der Kolbenstange umfaßte. Ein derartiges Schmutzrohr ist für notwendig
erachtet worden, um die Ansammlung von Staub, Schmutz oder anderen Fremdkörpern auf
der Kolbenstange zu verhindern, die sich hinunter bis in den Druckzylinder des Stoßdämpfers hindurcharbeiten
und nachteilig seine Arbeitsweise beeinflussen könnten. Ein weiterer Zweckdieser Stauibrohre
hat darin bestanden, den außen angeordneten Teil der Kolbenstange gegen ein Auftreffen von
Steinen od. dgl. zu schützen, die die Kolbenstange beschädigen könnten, was Schäden an der Abdichtung
zwischen der Stange und dem Druckzylinder ao verursachen würde.
Die Erfindung stützt sich auf ausgedehnte Versuche, die bewiesen, daß das Staubrohr von dem
Stoßdämpfer entfernt werden kann, wobei eine Ersparnis von ungefähr 5% der Kosten für die
Herstellung des Stoßdämpfers erreicht wird, wenn
die Kolbenstange des Stoßdämpfers plattiert oder auf andere Art in zweckmäßiger Weise oberflächenbehandelt
ist und wenn der Stoßdämpfer in dem Fahrzeug auf eine derartige Weise eingebaut wird,
daß ein Teil des Fahrzeugs oder des Fahrzeugaufhängungssystems
wenigstens teilweise den freien Teil1 der Kolbenstange zu allen Zeiten umfaßt. Diese
Einbauanordnung ermöglicht die Ausnutzung eines Teils des Fahrzeugs oder der Fahrzeugaufhängung
ίο als einen Schutz für die Kolbenstange gegen Anschlagen
von Steinen od. dgl. Gleichzeitig ist zwischen der Kolbenstange und dem Druckzylinder
eine Abdichtung vorgesehen worden, die den Eintritt von irgendwelchem Staub, Schmutz oder ande-
»5 ren Fremdkörpern in den Druckzylinder des Stoßdämpfers
verhindert, obwohl der äußere Teil des Stoßdämpfers nicht von einem Staubschild oder
Rohr umgeben ist.
Das Staubrohr der bisher benutzten unmittelbar
ao wirkenden Stoßdämpfer hat auch als Anschlag gedient,
um zu verhindern, daß der Kolben des Stoßdämpfers mit dem Verdichtungs- oder Grundventil
in dem unteren Ende des Stoßdämpferdruckzylinders in Berührung kommt oder auf dieses Ventil
as aufsetzt. Dabei kam das Staubrohr mit dem oberen
Ende des Druckzylinders oder des Außenrohrs, wenn der Kolben auf das Grundventil zu bewegt
wird, in Eingriff, so daß das Aufsetzen des Kolbens auf das Grundventil verhindert wird. Wenn
jedoch das Staubrohr aus der Stoßdämpferanordnung entfernt wird, wird auch der Anschlag zum
Verhindern des Aufsetzens des Kolbens auf das Grundventil weggenommen. Wenn ein Stoßdämpfer
auf einem in Betrieb befindlichen Rad angeordnet
ist, wird der Kolben nicht auf das Grundventil aufsetzen. Ein Aufsetzen kann aber während der Handhabung,
bei einer Verschiffung oder beim Einbau des Stoßdämpfers vorkommen, und ein derartiges
Aufsetzen könnte bei üblichen Stoßdämpferbauarten die Ventile der Kolbenanordnung zum Steuern
des Strömungsmittelflusses und die Grundventilanordnung beschädigen und dadurch die Arbeitsweise
des Stoßdämpfers nachteilig beeinflussen. Die Erfindung überwindet diese Schwierigkeit dadurch,
daß neue Bauarten für die Kolben- und Grundventillanordnung vorgesehen werden, so daß der Kolben
auf die Grundventilanordnung aufsetzen kann, ohne irgendeinen Teil der Strömungsmittelsteuerventile
zu beschädigen.
Ein Zweck der Erfindung besteht daher darin, eine verbesserte Bauart für unmittelbar wirkende
hydraulische Teleskop-Stoßdämpfer zu schaffen, die von der Notwendigkeit befreit, das übliche Staubrohr
zu benutzen, die dennoch einen angemessenen Schutz für die nach außen ragende Kolbenstange
bietet und die gleichzeitig sicherstellt, daß der Kolben auf die Grundventilanordnung aufsetzen kann,
ohne die Ventilglieder, die in dieser Grundventilanordnung zum Steuern des Strömungsmittelflusses
vorgesehen sind, zu beschädigen.
In der Zeichnung eines Ausführungsbeispiels stellt dar
Fig. 1 eine Teilansicht von vorn, teilweise im Schnitt und teilweise in Ansicht, auf dieVorderradaufhängung
eines Fahrzeugs mit dem Stoßdämpfer und der Einbauanordnung gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine Ansicht ähnlich der Fig. 1 einer Fahrzeugfainterra<iaufhängung,
Fig. 3 einen Schnitt durch die in Fig. 1 gezeigte Anordnung nach Linie 3-3 dieser Figur in ver- η0
größertem Maßstabe,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäß ausgebildeten
Stoßdämpfers, der die Stoßdämpferkolbenanordnung in gewissem Abstand von der Grundverrtilanordnung
zeigt,
Fig. 5 einen Schnitt ähnlich der Fig. 4, der zeigt, wie die Kolbenanordnung auf die Grundventilanordnung
aufgestoßen ist.
Unter Bezugnahme auf die Abbildungen, insbesondere auf Fig. i, ist zu erkennen, daß ein mit
dem Erdboden in Berührung stehendes Fahrzeugvorderrad s mit dem Fahrzeugrahmen mittels einer
unabhängigen Radaufhängung derart verbunden ist, daß es sich in senkrechter Richtung zu bewegen vermag.
Der Fahrzeugrahmen umfaßt Längsrahmenglieder 7, die untereinander mittels eines zweck- ,
mäßigen Querrahmenglieds 9 verbunden sind. Die zur Erläuterung dargestellte unabhängige Radaufhängung umfaßt einen unteren Lenkerarm Ii und
einen oberen Lenkerarm 13, die schwenkbar mit ihren inneren Enden an dem Querrahmenglied 9 des
Fahrzeugs angeordnet sind. Die äußeren Enden der oberen und unteren Lenkerarme 13 und 11 sind
schwenkbar miteinander mittels eines sich senkrecht erstreckenden Radträgers 15 verbunden, der eine
Lenkzapfenanordnung 17 trägt, auf der das Rad angeordnet ist. Eine Schraubenfeder 21 ist zwischen
dem unteren Lenkerarm 11 und dem Querrahmenglied 9 des Wagens in der Nähe ihres äußeren Endes
angeordnet. Eine derartige Bauart ist allgemein in der Technik der Fahrzeugaufhängung bekannt,
und es wird betont, daß irgendeine zweckentsprechende, unabhängige Radaufhängung benutzt werden
kann.
Durch die Schraubenfeder 21 erstreckt sich senkrecht
ein unmittelbar wirkender hydraulischer Teleskop-Stoßdämpfer 23, der, wie aus Fig. 3 ersehen
werden kann, ein Paar von konzentrischen rohrförmigen Gliedern 25 und 27 umfaßt, von denen
das erste einen Druckzylinder bildet, in dem ein Kolben 29 verschiebbar angeordnet ist, während das
zweite dieser Glieder eine Ausgleichkammer für das hydraulische Strömungsmittel in bekannter
Weise vorsieht. Das untere Ende des rohrförmigen Glieds 25 ist im allgemeinen durch eine mit Kanälen
versehene Grunddruckventilanordnung 31 geschlossen, die eine Flüssigkeitsverbindung zwischen
dem unteren Ende des Druckzylinders und der Ausgleichkammer schafft, um zu ermöglichen, daß das
Strömungsmittel in den Druckzylinder hinein und aus ihm herausströmen kann in Übereinstimmung
mit der durch eine Kolbenstange 33 bewirkten Verschiebung. Das untere Ende der Kolbenstange ist
mit dem Kolben 29 verbunden, und ihr oberes Ende erstreckt sich nach außen außerhall) des Druckzylin-'
ders 25. Das untere Ende des Außenrohrs 25 ist mittels einer zweckentsprechenden Endkappe oder
eines Abschlußglieds 35 geschlossen, die ein Befestigungsglied 37 trägt, das mit dem unteren Lenkerarm
11 auf irgendeine Weise verbunden werden kann.
Das obere Ende des Druckrohrs 25 ist mittels eines Führungselemente 39 für die Kolbenstange 33
abgeschlossen, während das obere Ende des Außenrohrs 27 mittels einer Endkappe oder eines Abschlußglieds
41 abgeschlossen ist. Eine Dichtungsanordnung 43 ist zwischen dem Stangenführungselement
39 und der Endkappe 41 angeordnet und mit einer zentrischen öffnung 45 versehen, um zu
ermöglichen, daß die Kolbenstange 33 sich verschiebbar hindurch erstreckt. Die Dichtungsanordnung
43, die in der Abbildung dargestellt ist, weist eine Gummidichtung 47 auf, die die Kolbenstange
umgibt und innerhalb des oberen Teils der Endkappe 41 mittels eines Halteelements 49 und einer
Feder.51 eingeschlossen wird, deren unterste Windung
auf der oberen Fläche des Stangenführungselements 39 aufliegt. Das äußere obere Ende der
Kolbenstange 33, das außerhalb des Druckzylinders und der Endkappe 41 angeordnet ist, ist mit dem
Querrahmenglied 9 des Fahrzeugs in irgendeiner Weise verbunden. Zur Erläuterung ist in der Abbildung
dargestellt, daß es mit einem glocken- oder hutförmigen Halteglied 53 verbunden ist, das seinerseits
starr mit dem Rahmenglied 9 mittels Gummischeiben oder -tellern55 und einer Mutter 57
verbunden ist, die auf dem im Durchmesser verringerten, mit Gewinde versehenen oberen Ende der
Stange aufgeschraubt ist. Die Kolbenstange 33 ist vorzugsweise aus einem Stück hergestellt und weist
an ihren entgegengesetzten Enden verringerte Durchmesser zwecks Verbindung mit dem Kolben
29 und dem Fahrzeugrahmenglied 9 auf, wie aus den Abbildungen ersehen werden kann.
Es ist zu bemerken, daß der obere Endteil der Kolbenstange 33 nicht von einem Staubrohr oder
Schild oder irgendeinem anderen Teil des Stoßdämpfers umschlossen ist. Dadurch, daß die Benutzung
irgendeiner Art von Stoßdämpferschutzvorrichtung gegen Staub oder Steine um den außen
angeordneten Teil der Kolbenstange 33 vermieden wird, wird eine Ersparnis in den Herstellungskosten
des Stoßdämpfers erzielt, die sich in Abhängigkeit von der Art und der Anzahl der benutzten Stoßdämpfer
verändert. Diese Ersparnis kann beträchtlich sein und kann leicht verwirklicht werden, wenn
man bedenkt, daß bisher ein rohrförmiges Glied ständig mit dem oberen Ende der Kolbenstange verbunden
war und teleskopartig über das Druckrohr 27 übergriff und daß die Benutzung eines derartigen
Rohrs notwendigerweise zu den Kosten für die Herstellung des Stoßdämpfers hinzukam.
Um den Stoßdämpfer im Betrieb außergewöhnlich dauerhaft zu machen, wenn er in ein Fahrzeug
ohne ein Staubrohr eingebaut worden ist, ist es vorteilhaft, die Oberfläche der Kolbenstange mit einem
verschleißfesten Material, z. B. Chrom, zu überziehen. Ein derartiges Material verhindert Korrosion
und Rosten der Kolbenstange, was normalerweise bei einer dem Äußeren ausgesetzten unplattierten
Stahlstange eintreten würde. Korrosion oder Rost auf der Kolbenstange würde, da die Stange
sich ständig durch die Abdichtungsanordnung 43 ■ des Stoßdämpfers vorwärts und zurück bewegt,
eine übermäßige Abnutzung des Gummiabdichtungselements 45 bewirken, was die Arbeitsweise
des Stoßdämpfens nachteilig beeinflussen würde. Da ein guter Stoßdämpfer notwendigerweise eine genaue
Vorrichtung darstellt, ist es wichtig, daß/ kein Fremdkörper in den Druckzylinder eindringt, da
die Gegenwart derartiger Fremdkörper die Arbeitsweise des Kolbenventils 29 und des Grundventils 31
beeinträchtigen würde. Außerdem könnte eine übermäßige Abnutzung der Dichtungsvorrichtung sich
in einem Verlust von Stoßdämpferflüssigkeit auswirken, was gleichfalls die Arbeitsweise des Stoßdämpfers
und die dadurch erreichte Steuerung des Fahrzeugaufhängunigfisysteins ungünstig'beeinflussen
würde. Wenn jedoch die Stange 33 auf die beschriebene Weise behandelt ist, tritt keine übermäßige
Abnutzung an der Stoßdämpferabdichtungsvorrichtung ein, und selbst wenn die Stoßdämpferstange
mit einem kleinen Gegenstand, z. B. einem Stein, in Berührung kommt oder dieser Gegenstand gegen
sie schlagen sollte, verhindert die Oberflächenbehandlung Korrosion und Rost und daher übermäßige
Abnutzung.
Bei der unabhängigen Vorderradaufhängung wird der äußere Teil der Kolbenstange 33 des Stoßdämpfers
von der Schraubenfeder 21 umschlossen, während ein kleiner Teil von dem Rahmenhalter 53 von
glocken- oder hutförmigem Querschnitt umschlossen ist, so daß die Schraubenfeder als Vorrichtung zum
Abweisen von Steinen und als Schutzvorrichtung für die Kolbenstange wirkt und im allgemeinen verhindert,
daß die Kolbenstange durch Steine oder harte Gegenstände angeschlagen wird, die nach der
Kolbenstange hin von den Fahrzeugrädern hoch- geworfen werden könnten, wenn sich das Fahrzeug
unter normalen Bedingungen in Betrieb befindet. Die Benutzung eines Stoßdämpferstaubrohrs oder
-schilds ist auf diese Weise durch die Einbauanordnung des Stoßdämpfers vermieden, wobei die
Schraubenfeder als Vorrichtung zum Abweisen von Steinen "arbeitet, und durch die Benutzung einer
plattierten Kolbenstange, die einer Korrosion und einer übermäßigen Abnutzung der Stoßdämpferabdichtungsanordnüng
43 widersteht.' Die Erfinder haben durch umfassende und ausgedehnte Versuche
festgestellt, daß diese Einbauanordnung und die Stoßdämpferanordnung dauerhaft, wenig kostspielig
und sehr zufriedenstellend in der Wirkungsweise ist.
Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, sind die hinteren Fahrzeugräderoi auf der Hinterachse63 angeord- iao
net, und die Schraubenfeder 65 ist zwischen der Achse 63 und dem Fahrzeugkörper 67 angeordnet.
Der Stoßdämpfer 23 erstreckt sich nach oben durch die Schraubenfeder 65 hindurch und weist an seinem
unteren Ende einen kugelförmigen Kopf 69 auf, der 1*5
an einem pfannenähnlichen Halter 71 angebracht
ist, der seinerseits mit der Achse 63 verbunden ist. Das obere Ende der Stoßdämpferkolbenstange 33
ist mittels der Gummischeiben 55 und der Mutter 57 mit dem oberen Ende eines Gehäuseteils 73 des
Fahrzeugkörpers 67 verbunden. Die oberen Enden des Druckzylinders 25 und der Ausgleichkammer 27
sind innerhalb des unteren Teils des Gehäuses 73 angeordnet. Die Kolbenstange des Stoßdämpfers ist
in der oben beschriebenen Weise plattiert, und es ist zu erkennen, daß der außen angeordnete Teil der
Kolbenstange wenigstens teilweise umgeben und eingeschlossen in dem Fahrzeuggehäuse 73 liegt, so
daß jener Teil des Fahrzeugkörpers für die Kolbenstange 33 als eine Vorrichtung zum Schutz und
Abweisen von Steinen in der gleichen Weise wirkt wie die Schraubenfeder in der obigen Ausführungsform.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform weist die Kolbenanordnung29 einen Kolbenkörper 77
ao mit einem inneren Satz von durchgehenden Kanälen oder öffnungen 79 und einem äußeren Satz von
Kanälen oder öffnungen 81 auf. Der Kolbenkörper yy ist auch mit einer zentrischen öffnung 83
versehen, durch die sich das im Durchmesser ver-
«5 ringerte untere Ende 85 der Kolbenstange 33 hindurch
erstreckt. Eine Abstandsscheibe 87 i«t zwischen der oberen Fläche des Kolbenkörpers yy und
der Schulter an dem oberen Ende des im Durchmesser verringerten Teils der Kolbenstange angeordnet,
und ein federbelastetes Tellerventil 89 ist zwischen der Abstandsscheibe und der oberen ·
Fläche des Kolbenkörpers derart gehalten, daß der Strömungsmittelfluß nach unten durch den äußeren
Satz der Durchtrittskanäle 81 hindurch verhindert wird. Ein lamelliertes Scheibenventil 91 stößt gegen
die untere Fläche des Kolbenkörpers "j"j derart, daß
der Strömungsmittelfluß durch den inneren Satz der Kolbendurchtrittskanäle 79 nach oben verhindert
wird. Das lameliierte Scheibenventil 91 wird auf der unteren Fläche des Kolbens mittels einer
Mutter 93 belastet und gehalten, die auf das untere Ende des Teils der Kolbenstange von verringertem
Durchmesser aufgeschraubt ist. Die Mutter 93 befestigt den Kolben an der Kolbenstange und
belastet gleichzeitig das Scheibenventil.
Die Grundventilanordnung 31 weiset einen Ventilkörper
auf mit einem inneren Satz von öffnungen 97 und einem äußeren Satz von hindurchtretenden
öffnungen 99. Der Ventilkörper besitzt auch eine zentrische öffnung 101, durch die sich der
Bolzenteil eines Niets 103 erstreckt.
Der Kopf des Niets stößt gegen die obere Fläche des Ventilkörpers und besitzt einen Flansch 105 an
seinem äußeren oberen Ende, um ein federbelastetes Ventil 107 derart in Berührung mit der oberen
Fläche des Ventilkörpers zuN halten, daß der Strömungsmittelfluß
nach unten durch den äußeren Satz der Durchtrittskanäle 99 des Ventilkörpers hindurch
verhindert wird. Ein lamelliertes Scheibenventil 109 steht mit der unteren Fläche des Ventilkörpers derart
in Berührung, daß der Strömungsmittelfluß durch den inneren Satz der. Durchtrittskanäle 97
des Ventilkörpers nach oben verhindert wird. Das Tellerventil 109 ist belastet und wird auf die untere
Fläche des Ventilkörpers durch einen Flansch Ilι
auf dem unteren Ende des Niets gehalten, der auf irgendeine Weise, z. B. durch Auftreiben, gebildet
werden kann.
Da das Staubrohr aus dem erfindungsgemäßen Stoßdämpfer entfernt worden ist, ist das normale
Mittel zum Verhindern des Aufsetzens der Kolbenanordnung auf die Grundventilanordnung herausgenommen
worden. Mit der Bauart dieser Erfindung kann jedoch die Kolbenanordnung 29 auf die
Grundventilanordnung 31 aufsetzen, ohne irgendeines
der Scheibenventilglieder dieser Anordnungen zu beschädigen. Dies ist möglich, weil die Mutter 93
am unteren Ende der Kolbenstange 33 das obere mit einem Kopf versehene Ende 105 des Grundventilniets
103 berührt. Da der Kopf des Niets fest gegen die obere Fläche des Grundventilkörpers 95
liegt und die Mutter 93 starr mit der Kolbenstange 33 verbunden ist, bewirkt die Berührung
der Kolbenstangenmutter mit dem oberen Ende des Grundventilniets kein Niederdrücken der Grundventilfedern
oder -scheiben oder der Kolbenfedern oder -scheiben. Es besteht ein fester oder zwangsläufiger
Anschlag, so daß keine Beschädigung irgendeiner der Ventilanordnungen vorkommen wird. Wie schon weiter oben auseinandergesetzt
wurde, setzt die Kolbenanordnung 29 nicht auf die Grundventilanordnung 31 auf, wenn der Stoßdämpfer
auf einem in Betrieb befindlichen Fahrzeug angeordnet ist. Beim Einbau des Stoßdämpfers besteht
jedoch die Möglichkeit, daß die Kolbenanordnung 29 auf die Grundventilanordnung 31 aufsetzt, und
da der normalerweise durch das Staubrohr vorgesehene Anschlag entfernt worden ist, sieht die erfindungsgemäße
Konstruktion für die Kolben- und Grundventilanordnung den notwendigen 'Anschlag
ohne irgendeine Gefahr der Beschädigung für die Kolben- und Ventilanordnungen in einer verhältnismäßig
einfachen, nicht kostspieligen und wirksamen Weise vor.
Der in Fig. 4 und 5 dargestellte Stoßdämpfer ist fast identisch mit dem in Fig. 3 gezeigten Stoßdämpfer,
so daß die Teile der in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungisform, den Teilen entsprechen,
die in Fig. 3 gezeigt sind, durch Ordnungszahlen bezeichnet sind, die den in Fig. 3 benutzten entsprechen.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 und 5 ist die Kolbenanordnung 29' identisch mit
der soeben beschriebenen mit der Ausnahme, daß eine Schraubenfeder 113 zwischen einem Kopf 115
auf dem unteren Ende der Kolbenstangenmutter und dem lamellierten Scheibenventil 91' angeordnet
ist. Da jedoch die Mutter auf dem unteren Ende der Kolbenstange 33 aufgeschraubt ist, bewirkt eine
Berührung des unteren Endes der Mutter mit der Grundventilanordnung 31' keine Belastung oder Be-Schädigung
weder des Scheibenventils 91' noch des federbelasteten Scheibenventils 89'.
Die Grundventilanordnung 31' ist mit den inneren und äußeren Sätzen von Durchtrittskanälen 97'
und 99' und mit fest mit ihr verbundenen zentrisehen
Trägerteilen 119 und 121 versehen, die sich
oberhall) bzw. unterhalb der oberen und unteren Flächen des Ventilkorpers erstrecken. Das federbelastete
Scheibenventil 107' ist dadurch belastet, daß ein Flansch 123 an dem oberen Ende des oberen
Trägerteils 119 herumgerollt ist, und eine Abstandsscheibe 125 ist zwischen den Flansch 123 und
die obere Fläche des Ventilkorpers gelegt. Das Scheibenventil 109' ist mittels eines herumgerollten
Flansche 127 belastet und auf dem unteren Trägerteil des Ventilkorpers in seiner Lage gehalten. Es
ist so zu erkennen, daß bei dieser Ausführungsform das untere Ende der Kolbenstangenmutter gegen
den Flansch 123 auf den oberen Ventilkörperträgerteil 119 stoßen kann; dieses Aufsetzen bewirkt
weder ein Niederdrücken des federbelasteten Ventils 107 noch irgendeine Beschädigung daran, und
eine positive Begrenzung oder ein fester Anschlag ist für den Kolben in der gleichen Weise wie in der
vorigen Ausführungsform mit Ausnahme davon
ao vorgesehen, daß bei dieser Ausführungsform der Anschlag eher von einem Teil des Ventilkorpers als
.Ganzem als von dem Kopf des Niets wie bei der vorigen Ausführungsform gebildet wird. Auf diese
Weise sind bei beiden Ausführungsformen dieser Erfindung neue, nicht kostspielige Mittel vorgesehen,
um irgendeine Beschädigung des Stoßdämpfers zu verhindern, wenn die Kolbenanordnung auf die
Grundventilanordnung aufsetzt.
Es ist so zu ersehen, daß dadurch, daß das Stoßdämpferstaubschild vermieden worden ist und ein
Teil des Fahrzeugs oder der Fahrzeugaufhängung als Vorrichtung zum Abweisen von Steinen benutzt
wurde, ein Stoßdämpfer, der kein Staubrohr aufweist, auf einem Fahrzeug in befriedigender Weise
und in einer Art angeordnet werden kann, die die Benutzung eines weniger kostspieligen Stoßdämpfers
gestattet, als es bisher möglich war. ·
Claims (4)
1. Direkt wirkender hydraulischer Teleskop-Stoßdämpfer
mit Ausgleichkammer, insbesondere für Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß der sich herausschiebende Teil der Kolbenstange
in Abwesenheit des üblichen Staubrohrs plattiert oder in anderer Weise mit einer
verschleißfesten Oberfläche eines Materials, z.B. Chrom, versehen ist, wobei der Stoßdämpfer
derart im Fahrzeug eingebaut ist, daß ein Teil (21,53,73) des Fahrzeugs oder der Fahrzeugaufhängung
als Abweisungsschutz wirkt, um den Stoßdämpfer gegen Steine oder ähnliches zu schützen, die durch das in Bewegung befindliche
Fahrzeug nach oben geworfen werden.
2. Anordnung des Stoßdämpfers nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoßdämpfer
innerhalb einer Schraubenfeder (21) angeordnet ist, die einen Teil der Fahrzeugaufhängung
bildet.
3. Anordnung des Stoßdämpfers nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die nach außen weisende Kolbenstange (33) durch einen Teil (53 oder 73) des Fahrzeugaufbaus
geschützt ist.
4. Stoßdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundventilanordnung
(31) eine feste Anschlagfläche (105) aufweist, an die ein Teil des Kolbens anschlagen
kann, ohne daß Ventilglieder (89,91, 107 und 109) "beschädigt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 5044 6.52
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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ID=22075977
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