DE875767C - Schutz fuer hydraulische Stossdaempfer bei Kraftfahrzeugen - Google Patents
Schutz fuer hydraulische Stossdaempfer bei KraftfahrzeugenInfo
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Classifications
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 28. MAI 1953
F6113II /63 c
Die Erfindung bezieht sich auf Stoßdämpfer für Kraftfahrzeuge.
Direkt wirkende rohrförmige Kraftfahrzeugstoßdämpfer üblicher Bauart sind in dünnwandige rohrförmige
Gehäuse eingeschlossen, die an ihren beiden Enden mit Endkappen verschweißt sind. Der Zylinder
des Stoßdämpfers ist konzentrisch in diesem Gehäuse angeordnet, und der Raum zwischen dem
Ge'häuse und dem Zylinder dient als Flüssigkeitsbehälter. Zur Verbilligung der Herstellung wird
das rohrförmige Gehäuse aus Stahlblech verhältnismäßig geringer Stärke hergestellt und kann daher
durch äußere Einflüsse leicht beschädigt werden. Der obere Teil des Gehäuses wird zwar von einem
Staubschutz umschlossen, doch liegt der untere Teil frei. Während die Stoßdämpfer der Vorderräder im
allgemeinen ausreichend durch die Schraubenfedern oder andere Teile der Vorderradaufhängung gegen
Beschädigung durch von den Rädern hochgeschleuderten Kies oder Steine geschützt werden, sind die
Hinterräder nicht in dieser Weise geschützt und werden ziemlich häufig beschädigt, insbesondere
wenn das Fahrzeug oft auf ungepflasterten Straßen benutzt wird. Es war daher oft notwendig, eine
halbkreisförmige Platte an den unteren Teil des Gehäuses der hinteren Stoßdämpfer anzuschweißen.
Diese Notwendigkeit erhöht den Preis der Dämpferkonstruktion wesentlich. Außerdem drehen sich im
Gebrauch Stoßdämpfer, deren von den entgegengesetzten Enden vorstehende Gewindebolzen an den
abgefederten bzw. nichtabgefederten Teilen des Fahrzeuges mittels Gummifingen befestigt sind,
häufig, und es ist daher notwendig, Metallblechführungen an beiden Seiten des Gehäuses vorzusehen,
um einen wirksamen Schutz zu erzielen. Falls ein geeigneter Schutz fehlt, werden die dünnwandigen
röhrenförmigen Gehäuse der hinteren Stoßdämpfer dünn geschliffen, wenn sie längere
Zeit auf ungepflasterten Straßen benutzt werden, ίο und es kann sogar vorkommen, daß sie verbeult und
rissig werden, wodurch Undichtigkeiten entstehen. Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, die
offenliegenden dünnwandigen Gehäuse roihrförmiger Stoßdämpfer gegen eine Beschädigung durch äußere
Einflüsse zu schützen und diesen Schutz ohne wesentliche Erhöhung der Herstellungskosten zu
erreichen. Zu diesem Zweck wird gemäß der Erfindung eine Schraubenfeder aus Flußeisen oder Flußstahl
vorgesehen, deren lichter Durchmesser etwas kleiner ist als der Außendurchmesser des Stoßdämpfergehäuses,
und die Feder wird auf das Gehäuse aufgeschoben. Die Feder wird am Gehäuse in geeigneter Weise entweder durch Anschweißen an
ihrem einen oder an ihren beiden Enden, durch Anbringung eines Flansches an der unteren Kappe zur
Sicherung der Lage der Feder oder durch andere beliebige Mittel gesichert. Benachbarte Windungen
der Feder liegen einander nahe genug, um der Feder einen ausreichenden Schutz 'gegen hochgerissene
Steine und Kies zu bieten und ein Auftreffen dieser Teile auf die Oberfläche des Gehäuses
. zu verhindern. Da die Feder das Gehäuse dicht umschließt, ist ein Quietschen ausgeschlossen. Die Feder
ist verhältnismäßig 'billig", weil sie aus Flußeisen
oder Flußstahl hergestellt werden kann und nicht aus teurem Federstahl zu bestehen 'braucht; außerdem
ist ihre Anbringung an dem Stoßdämpfer wirtschaftlich. Es wurde gefunden, daß hierbei die
Kosten beträchtlich geringer sind als die Kosten für das Anschweißen besonderer Metallblechschirme
am Gehäuse oder die Herstellung des Gehäuses aus einem der Beschädigung widerstehenden Stahlblech
genügend großer Stärke. Außerdem liefert die Feder einen vollständigen Schutz um den ganzen
Umfang des Gehäuses.
Andere Aufgaben und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung.
Fig. ι ist eine perspektivische Ansicht des hinteren
Teiles eines Kraftwagenrahmens mit erfindung-sgemäß
ausgestalteten Stoßdämpfern;
Fig. 2< ist eine vergrößerte Ansicht eines der Stoßdämpfer
gemäß Fig. 1, wobei Teile fortgebrochen und im Schnitt gezeigt sind;
Fig. 3 ist eine Teilansicht einer Abänderung, wiederum teilweise geschnitten.
Fig. ι zeigt einen Teil eines üblichen Personenwagenchassis
mit einem Rahmen 11, einer Hinterradachse 12, Wagenrädern 13 und Blattfedern. 14.
Der Rahmen Ii ist mit einer Quer strebe 16 unmittelbar
vor der Hinterradachse 12 ausgerüstet. Die Blattfedern 14 sind in üblicher Weise an der
Hinterradachse 12 durch Federplatten 17 befestigt, die unter den mittleren Teilen der Federn angebracht
und an der Hinterradachse durch U-förmige Klammern 18 festgeklemmt sind.
Zwei direkt wirkende rohrförmige Stoßdämpfer sind an dem Rahmen angebracht, und bei jedem
Stoßdämpfer ist das obere Ende über eine Stütze 19 an der Rahmenquerstrebe 16 und das unter eEnde
an einem vorstehenden Teil der Federplatte 17 befestigt.
Die Stoßdämpfer weisen die übliche Bauart auf und sind daher nicht im einzelnen dargestellt. Jeder
Stoßdämpfer hat eine untere Endkappe 21, an die ein Bolzen 22 angeschweißt ist. Der Bolzen 22
durchsetzt die Federplatte 17 und ist an ihr mittels zweier Gummiringe und einer Mutter befestigt
(nicht dargestellt). Ein dünnwandiges Stahlrohr oder Gehäuse 26 ist durch Nähtsdhweißung am
unteren Ende mit der unteren Endkappe 21 verbunden und bildet einen Flüssigkeitsbehälter. In ähnlicher
Weise ist eine obere Endkappe 27 mit einem Bolzen 28 verschweißt, der mittels zweier Gummiringe
und einer Mutter an der Stütze 19 auf der Rahmenstrebe 16 befestigt ist. Durch Nahtschweißung
ist ferner an der oberen Kappe 27 ein Staubschutz 32 befestigt, der den oberen Teil des
Gehäuses 26 umschließt.
Bis !hierhin weist der Stoßdämpfer die übliche Bauart auf, und man sieht, daß der untere Teil des
rohrförmigen Gehäuses 26 ungeschützt und verhältnismäßig nahe der Straßenoberfläche angeordnet
ist, über die das Fahrzeug fährt; das Gehäuse ist daher einem ununterbrochenenAufprall von Steinen
und Kiesteilen ausgesetzt, die durch die Wagenräder hochgerissen werden, wenn das Fahrzeug
über ungepflasterte Straßen läuft. Dieses Gehäuse bestdht aus einem verhältnismäßig dünnwandigen
Stahlrohr und würde, wenn es ungeschützt wäre, einer Abnutzung oder auch einer Beschädigung ausgesetzt
sein. Wenn das Gehäuse auch aus Stahl größerer Stärke hergestellt werden könnte, so müßte
es doch beträchtlich schwerer ausgebildet werden, um es gegen Beschädigung durch diese Einflüsse zu
schützen, so daß erhebliche zusätzliche Kosten für den Stoßdämpfer entstehen würden, die sowohl
durch höhere Herstellungskosten als auch durch höheren Materialverbrauch begründet wären. Der
erforderliche Schutz des dünnwandigen Gehäuses 26 ist jedoch gemäß der Erfindung in verhältnismäßig
einfacher und billiger Weise erreicht. Mit 34 ist eine Schraubenfeder bezeichnet, die aus Flußeisen
oder Flußstahl besteht. Die Feder überlappt an ihrem unteren Ende die Nahtschweißung zwischen
der unteren Endkappe 21 und dem rohrförmigen Gehäuse 26 und reicht bei dem Ausführungsbeispiel
an dem Gehäuse so weit herauf, daß ihr oberes Ende in der normalen gegenseitigen Lage des Gehäuses
zum Staubschutz 32 etwas durch den Staubschutz überlappt wird. In einzelnen Fällen kann es notwendig
sein, nur einen Teil des freien Abschnittes des Gehäuses 26 mit der Feder zu bedecken, da
festgestellt wurde, daß der untere Teil des Gehäuses, welcher der Straßendecke am nächsten ist,
am häufigsten beschädigt wird.
Der lichte Durchmesser der Schraubenfeder 34 ist etwas kleiner als 'der Durchmesser des Gehäuses
26, so daß nach dem Aufbringen der Feder auf das Gehäuse diese das Gehäuse dicht umschließt und ein
wirksamer Rasselschutz erhalten wird. Die nebeneinanderliegenden Windungen der Feder sind etwas
auseinandergerückt, aber doch so nahe aneinander, daß Steine oder Kies von wesentlicher Größe nicht
die Oberfläche des Gehäuses erreichen können. Daher fängt die Feder die Stöße der hochgeschleuderten
Teile auf und schützt das Gehäuse wirksam. Ein Stoßdämpfer der dargestellten Art kann sich
während der Benutzung etwas drehen, so daß verschiedene Seiten des Stoßdämpfergehäuses den von
den Wagenrädern Ihochgesdhleuderten Teilen ausgesetzt
sind; da aber die Feder 34 das Gehäuse allseitig umschließt, so wird unabhängig von dieser
Drehung ein vollwertiger Schutz erhalten. Es wurde gefunden, daß eine Feder, bei der der Abstand der
Windungen gleich dem Drahtdurchmesser ist, einen guten Schutz liefert.
Obgleich die Feder 34 das Gehäuse 26 dicht umschließt, ist es vorteilhaft, zusätzliche Mittel zur
Sicherung gegen eine axiale Verschiebung der Feder auf dem Gehäuse vorzusehen. Bei dem in
Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das untere Ende 36 der Feder durch Schweißung mit
der unteren Endkappe 21 verbunden. Im Bedarfsfalle kann auch das obere Federende an das Gehäuse
angeschweißt sein.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausfü'hrungsbeispiel
weist die untere Endkappe 41 eine ringförmige Schulter 42 auf, die mit ihr aus einem Stück besteht
und nicht nur einen Anschlag für das untere Ende des Gehäuses 43, sondern auch einen Anschlag für
die schützende Schraubenfeder 44 liefert. Das Gehäuse 43 ist durch Nahtschweißung mit der Endkappe
41 verbunden, und die Feder ist auf sie durch Aufschieben aufgebracht. In jedem Falle verhindert
die Schulter 42 eine Verschiebung der Feder auf dem Gehäuse nach unten und hält .sie in ihrer richtigen
Schutzstellung. Bei dieser Konstruktion ist es nicht erforderlich, die Feder an dem Stoßdämpfer
festzuschweißen.
Die Erfindung ist nicht auf die genau dargestellte und beschriebene Konstruktion beschränkt,
sondern es können verschiedene Änderungen vorgenommen werden, ohne daß der Schutzbereich der
Erfindung verlassen wird.
Claims (7)
- Patentansprüche:ι. Schutz für hydraulische Stoßdämpfer bei Kraftfahrzeugen, gekennzeichnet durch eine den äußeren Stoßdämpferzylinder (26, 43) umschließende Schraubenfeder (34, 44).
- 2. Schutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die benachbarten Windungen der Schraubenfeder (34, 44) sich nicht berühren und ihr Abstand kleiner ist als der Durchmesser solcher Steine oder Kiesteile, die den äußeren Stoßdämpferzylinder (26, 43) beschädigen können.
- 3. Schutz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der gegenseitige Abstand benachbarter Windungen der Schraubenfeder (34, 44) gleich der Stärke der Schraubenfeder und vorzugsweise etwa gleich 2,3 mm ist.
- 4. Schutz nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der lichte Durchmesser der Schraubenfeder (34, 44) etwas kleiner ist als der Außendurchmesser des äußeren Stoßdämpferzylinders (26, 43).
- 5. Schutz nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenfeder (34, 44) wenigstens an ihrem unteren Ende mit dem äußeren Stoßdämpferzylinder (26, 43) oder mit einer diese unten abschließenden Endkappe (21, 41) verbunden i.st.
- 6. Schutz nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die den äußeren Stoßdämpferzylinder (26, 43) unten abschließende Endkappe (41) eine als Anschlag für die Schraubenfeder (44) dienende Schulter (42) aufweist.
- 7. Schutz nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende der Schraubenfeder (34, 44) bis in einen das obere Ende des äußeren Stoßdämpferzylinders (26,43) mit Abstand umschließenden, rohrförmigen Staubschutz (32) reicht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5020 5.53
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Family Applications (1)
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Cited By (3)
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| US2549942A (en) * | 1949-06-16 | 1951-04-24 | Monroe Auto Equipment Co | Vehicle suspension system |
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1950
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-
1951
- 1951-04-27 DE DEF6113A patent/DE875767C/de not_active Expired
- 1951-07-17 FR FR1049426D patent/FR1049426A/fr not_active Expired
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| US9874262B2 (en) | 2014-03-25 | 2018-01-23 | Saf-Holland Gmbh | Protective device for a shock absorber |
| DE102014205501B4 (de) | 2014-03-25 | 2018-12-13 | Saf-Holland Gmbh | Schutzvorrichtung für einen Stoßdämpfer |
| DE102017218901A1 (de) * | 2017-10-23 | 2019-04-25 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Vorrichtung zur Abstützung eines Schutzrohrs gegen das Behälterrohr eines Schwingungsdämpfers |
Also Published As
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| FR1049426A (fr) | 1953-12-29 |
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