DE847162C - Vorrichtung zur selbsttaetigen Umstellung der Bremskraft bei Kesselwagen fuer fluessige Last - Google Patents
Vorrichtung zur selbsttaetigen Umstellung der Bremskraft bei Kesselwagen fuer fluessige LastInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T8/00—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
- B60T8/18—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to vehicle weight or load, e.g. load distribution
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Description
- Vorrichtung zur selbsttätigen Umstellung der Bremskraft bei Kesselwagen für flüssige Last Hei lireinseii für I,ahrzeuge, iusbesoiidere 1?isenhalumageii, kann die I;remskraft gewöhnlich voll einem niedrigeren Wert, der zur Alilweinsung des leeren \1'aneus bemessen ist, auf einen höheren Wert umgestellt \%-erden, welcher zur Anwendung gelangt. \\ eibi die \\'anetil>elastting eine gewisse Grenze überschreitet. Diese Umstellung ist bisher meistens von Hand erfolgt, und zwar durch Betätigung eifies Randgriffes auf der Wagenseite: es sind alter auch mehrere \''orrichtungen zur selbsttä tigen Umstellung der Bremskraft in Abhängigkeit von der Wagenbelastung vorgeschlagen worden.
- Bei ,gewissen dieser vorgeschlagenen 'Vorrichtun gen zur selbsttätigen Umstellung der Bremskraft zwischen einem niedrigeren und einem höheren Wert wird beispielsweise die zur Wagenbelastung proportionale Durchbiegung der Tragfedern zur Betätigung des Umstellgliedes ausgenutzt. Da aber der \Vagen während der Fahrt auf seinen Tragfedern schaukelt und da ferner die Tragfedern im l)etrielw allmählich ein dauerndes Setzen erfahren, wird das 'l'agengeiciclit, lief dein die Umstellung auf die höhere Bremskraft stattfindet, nicht hinreichend genau festgelegt, und besonders wenn das Fahrzeug mit Drehgestellen ausgerüstet ist, wird die mechanische Vorrichtung zur Cbertragmig der Umstellbewegung auf das gewöhnlich im Wagenuntergestell untergebrachte Unistellglied ziemlich kompliziert.
- Insbesondere für Fahrzeuge mit flüssiger Last. 1>eia>icls«-eis; KesselNvagen oder Lokrnriotivteilder, hat uiaii deshalb einett anderen Typ von.Unistellvorrichtung vorgeschlagen. Bei diesem findet ein Schwimmer Verwendung, der die Umstellung ausführt, wenn der Flüssigkeitsstand im Kessel oder Tank über ein gegebenes Niveau reicht. Eine solche Vorrichtung kann sehr einfach und betriebssicher sein, sie hat aber den Nachteil, daß das gegebene Niveau in solchen Fällen, wo zu verschiedenen Gelegenheiten die flüssige Last verschiedener Art sein I:ann, bei verschiedenen Flüssigkeiten einem wesentlich verschiedenen Gewicht des Kesselinhalts entsprechen wird, so däß die Umstellung dadurch bei Wagenbelastungen erfolgen kann, die von der beabsichtigten wesentlich abweichen.
- Gegenstand der Erfindung ist eine durch einen Schwimmer gesteuerte Umstellvorrichtung der fraglichen Art, durch welche bewirkt wird, daß die Umstellung zwischen der niedrigeren und der höheren Bremskraft immer bei einem bestimmten Gewicht des Kesselinhalts, d. h. bei einer bestimmten Wagenbelastung, erfolgt. Zu diesem Zweck ist der Schwimmer erfindungsgemäß als ein in der Höhe ausgezogener Schwimmkörper ausgebildet, der sich mit seinem unteren Ende bis in die Nähe des Kesselbodens erstreckt und der mit seinem oberen Ende mindestens zu dem Niveau hinaufreicht, das die leichteste in Frage kommende Flüssigkeit erreichen muß, damit die im Kessel befindliche Flüssigkeitsmenge die bestimmte Wagenbelastung ausmacht, bei der eine Umstellung auf den höheren Bremskraftwert erfolgen soll. Durch diese Ausbildung des Schwimmers wird erreicht, daß er für eine schwerere Flüssigkeit bei einem niedrigeren Flüssigkeitsniveau und für eine leichtere Flüssigkeit bei einem höheren Flüssigkeitsniveau aufgetrieben wird, wodurch der Unterschied im spezifischen Gewicht der Flüssigkeiten ausgeglichen wird.
- Die Erfindung soll im folgenden an Hand der Zeichnung näher beschrieben werden. Es zeigt Fig. i eine Seitenansicht eines Kesselwagens, teilweise im Schnitt, Fig. 2 einen Querschnitt durch den Kesselwagen, Fig. 3 einen Schnitt in größerem Maßstabe durch einen Ventilmechanismus, der durch den Schwimmer gesteuert wird, Fig. 4 eine Teilansicht vom Oberteil des Kessels, die eine Variante der Unterbringung der Ventilvorrichtung zeigt.
- Der Schwimmer i, der zweckmäßigerweise in der Form eines dünnwandigen, mit Luft gefüllten Zylinders ausgeführt sein kann, ist senkrecht im Kessel angebracht und mit einer Spindel 2 fest verbunden, die in einer Führungsbüchse 3 in der Kesseldecke axial verschiebbar ist. In dieser Führungsbüchse ist eine Feder 4 angebracht, die auf die Spindel 2 anhebend einwirkt und dadurch das Gewicht derselben und das des Schwimmers ganz oder teilweise kompensiert. Das untere Ende des Schwimmers i ist in axialer Richtung verschiebbar in einem Lager 5 geführt, das am Boden des Kessels befestigt ist. Oberhalb des oberen Endes der Spindel 2 befindet sich eine Feder 6, die die Spindel mit einer bestimmten Kraft nach unten drückt. Wenn sich die Spindel unter Überwindung dieser Kraft nach oben bewegt, trifft sie auf die Ventilspindel eines Ventils 7, das beim Offnen die Verbindung zwischen zwei Druckluftleitungen 8 und 9 herstellt. Gegebenenfalls kann es aus dem Gesichtspunkt der Unterbringung zweckmäßig sein, das Ventil an einer anderen Stelle als unmittelbar auf der Führungsbüchse 3 anzubringen, wobei, wie aus Fig.4 hervorgeht, ein Hebel io die Verbindung zwischen der Spindel ? und dem Ventil bilden kann.
- Die oben beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt: Bei leerem Wagen befindet sich der Schwimmer i und die Spindel 2 in der untersten Lage, und das Ventil 7 ist geschlossen. Wenn Flüssigkeit in den Kessel gefüllt wird und längs dem Schwimmerkörper nach oben zu steigen beginnt, macht sich eine Hebekraft auf den Schwimmer geltend, die desto größer ist, je höheres spezifisches Gewicht die Flüssigkeit hat. Wenn die Hebekraft groß genug ist, um die bestimmte Kraft der Feder 6 zu überwinden, bewegt sich der Schwimmer nach oben und öffnet das Ventil 7, so daß Verbindung zwischen der Leitung 8 und der Leitung 9 hergestellt wird. Die Leitung 8 ist an eine Druckluftquelle angeschlossen, beispielsweise das Steuerventil des Fahrzeugs für die Druckluftbremse, und die Leitung 9 ist an ein Glied zum Einschalten der höheren Bremsraft auf eine an sich bekannte Weise, beispielsweise einen zusätzlichen Bremszylinder oder eine Vorrichtung zum Einschalten eines höheren Übersetzungsverhältnisses iin Bremsgestänge, angeschlossen.
- Wenn das Ventil 7 offen ist, wird also die Bremse beim Bremsen mit der höheren Bremskraft, die bei Wagenbelastungen über der bestimmten Grenze erforderlich ist, zur Wirkung kommen, und wenn das Ventil 7 dagegen geschlossen ist, wird die Bremse mit der niedrigeren Bremskraft, die einem leeren oder wenig beladenen Wagen entspricht, zur Wirkung kommen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur selbsttätigen Umstellung der Bremskraft bei Kesselwagen für flüssige Last unter Verwendung eines im Kessel untergebrachten Schwimmers zum Steuern eines Gliedes zur Umstellung der Bremskraft von einem niedrigeren auf einen höheren Wert und umgekehrt, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmer (i) als ein in der Höhe ausgezogener Schwimmkörper ausgebildet ist, der sich mit seinem unteren Ende bis in die Nähe des Kesselbodens erstreckt und der mit seinem oberen Ende mindestens zu dem Niveau hinaufreicht, das die leichteste in Frage kommende Flüssigkeit erreichen muß, damit die im Kessel befindliche Flüssigkeitsmenge die Last des Wagens beträgt, bei der eine Umstellung auf den höheren Bremskraftwert erfolgen soll.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmer mittels einer zur Kesseldecke reichenden Stange (2) nach oben verlängert ist und in der Höhenrichtung mittels zweier Führungen parallel geführt ist, von denen die eine (5) am Boden des Kessels und die andere (3) an dessen lecke untergebracht ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß oben am Kessel eine Ventilvorrichtung (7) zum pneumatischen Steuern der Bremskraftumstellung angebracht ist, welche Vorrichtung von dem Schwimmer (1) unter der Vermittlung der Stange (2) betätigt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE847162X | 1947-06-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE847162C true DE847162C (de) | 1952-08-21 |
Family
ID=20358537
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES2999A Expired DE847162C (de) | 1947-06-02 | 1950-04-29 | Vorrichtung zur selbsttaetigen Umstellung der Bremskraft bei Kesselwagen fuer fluessige Last |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE847162C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1046660B (de) * | 1954-11-22 | 1958-12-18 | Westinghouse Brake & Signal | Regelventil fuer eine lastabhaengige Bremseinrichtung fuer Unterdruckbremsen von Eisenbahnfahrzeugen |
-
1950
- 1950-04-29 DE DES2999A patent/DE847162C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1046660B (de) * | 1954-11-22 | 1958-12-18 | Westinghouse Brake & Signal | Regelventil fuer eine lastabhaengige Bremseinrichtung fuer Unterdruckbremsen von Eisenbahnfahrzeugen |
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