DE846411C - Schaltungsanordnung fuer Zugeinwirkung durch Befahren von zwei isolierten Schienen in Eisenbahn-Sicherungsanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Zugeinwirkung durch Befahren von zwei isolierten Schienen in Eisenbahn-SicherungsanlagenInfo
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- DE846411C DE846411C DEL3122A DEL0003122A DE846411C DE 846411 C DE846411 C DE 846411C DE L3122 A DEL3122 A DE L3122A DE L0003122 A DEL0003122 A DE L0003122A DE 846411 C DE846411 C DE 846411C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L21/00—Station blocking between signal boxes in one yard
- B61L21/06—Vehicle-on-line indication; Monitoring locking and release of the route
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
- Schaltungsanordnung für Zugeinwirkung durch Befahren von zwei isolierten Schienen in Eisenbahn-Sicherungsanlagen
ten Schienenabschnitten nun in den zu ihnen führenden Leitungen eine Berührung auftritt. In diesem Fall werden beide Gleisrelais immer gleichzeitig ein- bzw. ausgeschaltet. Arbeitet nun das dem zuerst befahrenen Schienenabschnitt zugeordnete Relais zufällig etwas schneller als das dem zweiten Schienenabschnitt zugeordnete Relais, so bleibt der Fehler unbemerkt, und es kann später durch einen Ilurzschluß der isolierten Schiene, z. B. durch Bauarbeiten, eine Zugfahrt vorgetäuscht werden. Die gleiche Schwierigkeit besteht, wenn die Gleisstromkreise aus einem Wechselstromnetz gespeist werden und diese Speisung vorübergehend aussetzt. Auch dann kann eine Zugfahrt vorgetäuscht werden, wenn zufällig das dem zuerst befahrenen Gleisabschnitt zugeordnete Relais schneller arbeitet als das andere. Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, das dem zuerst befahrenen Gleisabschnitt zugeordnete Relais mit einer derartigen Verzögerungseinrichtung zu versehen, (laß dieses Gleisrelais bei einer Zugfahrt noch vor dem zweiten Gleisrelais, bei gleichzeitiger Ein- und Ausschaltung beider Relais jedoch erst nach dem zweiten Gleisrelais, zur Wirkung kommt und dadurch die :1uslösung von Schaltvorgängen im Stellwerk verhindert wird. Eine gleichzeitige Ein- und :\ussclialtung der beiden Gleisrelais kann, wie erwähnt, beispielsweise durch Netzausfall oder infolge Aderberührung erfolgen. - Die Verzögerungseinrichtung kann entweder dem Gleisrelais selbst zugeordnet sein, z. B. durch Anordnung; einer Kurzschlußwicklung oder Parallelschaltung von Kondensatoren, oder man kann durch (las Gleisrelais ein Wiederholungsrelais steuern, <las durch seine Schaltzeit die erforderliche Verzögerung bewirkt. Dieses Verfahren ist dann vorzuziehen, wenn die Gleisstromkreise mit Wechselstrom gespeist werden, da es mit Rücksicht auf die bei unvollständigem Kurzschluß der Relais über die Radachse erforderliche hohe Abfallsicherheit schwierig ist, den erforderlichen Abfallzeitunterschied der beiden Gleisrelais sicherzustellen. Bei einer Speisung der Gleisstromkreise mit Gleichstrom kann man eine Schaltung anwenden, durch die das richtige Arbeiten der Gleisrelais sichergestellt wird und außerdem eine Ersparnis von Leitungen vom Stellwerk zu den isolierten Schienen erreicht wird.
- An Hand der Fig. i bis 4 sei eine beispielsweise Ausfiihrungsfortn der Erfindung näher erläutert. In Fig. i ist die Schaltung von zwei Gleisrelais G I und G I1 dargestellt, die durch Befahren von zwei isolierten Schienen kurzgeschlossen werden. Die Leitungen vorn Stellwerk zu den isolierten Schienen sind als Widerstände gezeichnet und mit L i bis 1.7 bezeichnet. Die Widerstände WI und WII halten den Zweck, ein übermäßiges Ansteigen des Stroms bei kurzen Leitungen zu verhindern. Diese Schaltung kann erfindungsgemäß, wie in Fig. 2 dargestellt, so abgeändert werden, daß die beiden Leitungen l_ i (Fig. i) und L 6 (Fig. i) zu einer Leitung 1_ t (Fig. 2) zusammengefaßt werden, wobei die Widerstände GVI und WII nicht mehr im -Stellwerk, sondern an den isolierten Schienen angeordnet sind. \ußerdem können die Leitungen L4 (Fig. i) und 1.7 (Fig. i) zu einer Leitung L4 (Fig.2) zusammengefaßt werden. Durch diese Anordnung wird außer der Ersparnis von zwei Leitungen noch erreicht, daß bei Befahren der isolierten Schiene I i der Strom im Gleisrelais GI infolge des über das Relais GII über L,4 fließenden Stroms seine Richtung ändert, (la das Potential des Punkts a in diesem Fall gegenüber I i positiv wird. Hierdurch wird es möglich, das Relais G I mit kleiner Abfallsicherheit und entsprechend großer Abfallzeit auszubilden, da es beim Befahren der Schiene infolge der Stromrichtungsänderung auf jeden Fall abfällt. Besteht aber eine Berührung zwischen den beiden Schienen Ji und I.: oder zwischen (gen Leitungen 1.2 und I_3, so tritt bei einem Befahren der Schiene keine Stromrichtungsumkehr im ,Relais GI auf, so daß dann das Relais (II mit Sicherheit zuerst abfällt und dadurch die Auslösung von Schaltvorgängen im Stellwerk verhindert. Um zu erreichen, daß auch bei unvollständigem Kärzschluß der isolierten Schiene beispielsweise durch den Übergangswiderstand der Radachse und bei kurzen Leitungen zwischen Stellwerk und isolierter Schiene die Stromrichtungsumkehr auf jeden Fall eintritt, wird nach einem weiteren ?Merkmal der Erfindung in die gemeinsame Leitung der beiden Gleisrelais 1. ¢ ein Widerstand IV II I eingeschaltet. Damit andererseits durch Ansteigen des Stroms in umgekehrter Richtung ein Wiederansprechen der Gleisrelais verhindert wird, werden nach einem weiteren ?Merkmal der Erfindung in die Stromkreise der Gleisrelais Sperrzellen Gl i, Gl 2 eingeschaltet. Diese Sperrzellen werden zweckmäßig parallel zu, den Relaiswicklungen geschaltet, da sie dann bei normaler Stromrichtung völlig unwirkskani sind und bei Umkehr der Stromrichtung einen schwachen Strom Tiber die Relaiswicklungen zulassen und nur eine Zunahme des Stroms Tiber einen bestimmten Betrag hinaus infolge der bekannten Charakteristik von Gleichrichterzellen verhindern.
- In Fig.3 ist ein Ausführungsbeispiel der Schaltung einer durch die beiden Gleisrelais G I und G 11 gesteuerten Relaisgruppen dargestellt. Der normale Altlauf der Schaltvorgänge bei einer Zugfahrt ist aus dem der Schaltung beigefügten Relaiswirkbild Fig. 4 erkennbar. Die Arbeitsstellung der Schaltmittel ist in Fig.4 durch starke senkrechte Striche gekennzeichnet. Die Zahlen geben die Reihenfolge der Betätigung an. Wird z. B. die Taste AT gedrückt, so spricht Relais A an (2). Dann werden die Relais GI und GII erregt (3) und schalten Relais l-' ein (q). Bei Durchfahrt des Zuges Z durch die isolierten Abschnitte I i und I2 fällt dann zunächst Relais G I ab usw. Im Fall einer Berührung zwischen den beiden isolierten Schienen oder den zu ihnen führenden Leitungen 2 und 4 fällt bei einem Befahren der Schiene das Relais GII zuerst ab und verhindert durch seinen Kontakt g 11-i das Ansprechen (ges Speicherrelais EI. Das SpeicherreIais .1? Il kann nur ansprechen, wenn nach Ansprechen des Relais E I das Relais G II abfällt, bevor das Relais GI wieder anzieht. Nach Durchfahrt des Zuges kann das Relais E Il nur erregt bleiben, wenn das Relais GI vor Ansprechen des Relais GII anzieht und infolgedessen der Kontakt g 1-i wieder geschlossen wird, bevor der Kontakt ä I1-2 wieder umlegt und den Selbstschlußkreis für Relais E-II wieder unterbricht. Die Einwirkung der Zugfahrt auf Vorgänge im Stellwerk erfolgt durch das Relais T, das erst dann anspricht, wenn beide Gleisabschnitte in der richtigen Reihenfolge wieder freigeworden sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung für Zugeinwirkung durch Befahren von zwei isolierten Schienen, die nur dann eintritt, wetni die Schienen in rieh-
I. Schaltungsanordnung nach Anspruch t "1'(1 3. dadurch gekennzeichnet, (laß in die Stromkreise der Gleisrelais Sperrzellen (GI t, Gl 2) eingeschaltet sind. .3. Schaltungsanordnung nach Anspruch t, 3 und -4, dadurch gekennzeichnet, (laß die Sperrzelle» parallel zu den Gleisrelaiswickluugen liegen. l>. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß den Gleisrelais zwei Speicherrelais (EI und E Il) zugeordnet sind, voll <lcitett das eine nur ansprechen kann, wenn Glas dem zuerst befahrenen Gleisabschnitt zugeordnete Gleisrelais zuerst wirksam wird. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch i und F. dadurch gekennzeichnet, (laß das zweite Speicherrelais stur ansprechen kann, wenn das erste erregt ist und beide isolierte Schienen kurzgeschlossen sind. . Schaltungsanordnung nach Anspruch i. 0 und 7. dadurch gekennzeichnet, (laß beide Speicherrelais über in Reihen geschaltete Kontakte einen Selbstschlußkreis bilden, der nur dann aufrecht erhalten wird, wenn die zuerst hefahreile isolierte Schiene zuerst wieder frei wird.
Priority Applications (1)
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| DEL3122A DE846411C (de) | 1950-07-20 | 1950-07-20 | Schaltungsanordnung fuer Zugeinwirkung durch Befahren von zwei isolierten Schienen in Eisenbahn-Sicherungsanlagen |
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Publications (1)
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| DE846411C true DE846411C (de) | 1952-08-11 |
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Family Applications (1)
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| DEL3122A Expired DE846411C (de) | 1950-07-20 | 1950-07-20 | Schaltungsanordnung fuer Zugeinwirkung durch Befahren von zwei isolierten Schienen in Eisenbahn-Sicherungsanlagen |
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| DE (1) | DE846411C (de) |
-
1950
- 1950-07-20 DE DEL3122A patent/DE846411C/de not_active Expired
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