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DE844445C - Verfahren zur Abscheidung organischer gradkettiger Verbindungen aus deren Mischungenmit verzweigtkettigen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung organischer gradkettiger Verbindungen aus deren Mischungenmit verzweigtkettigen Verbindungen

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Publication number
DE844445C
DE844445C DEP48026A DEP0048026A DE844445C DE 844445 C DE844445 C DE 844445C DE P48026 A DEP48026 A DE P48026A DE P0048026 A DEP0048026 A DE P0048026A DE 844445 C DE844445 C DE 844445C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
urea
wetting agent
volume
organic compounds
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP48026A
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Bartlett Buyers
Philip James Garner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Shell Refining and Marketing Co Ltd
Original Assignee
Shell Refining and Marketing Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Shell Refining and Marketing Co Ltd filed Critical Shell Refining and Marketing Co Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE844445C publication Critical patent/DE844445C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/10Purification; Separation; Use of additives by extraction, i.e. purification or separation of liquid hydrocarbons with the aid of liquids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G21/00Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents

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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Abscheidung organischer gradkettiger Verbindungen aus deren Mischungen mit verzweigtkettigen Verbindungen Die Erfindung bezieht sich auf die Trennung von Gemischen organischer Verbindungen durch Behandeln mit Harnstoff.
  • Es ist bekannt, daß, wenn ein Gemisch organischer Verbindungen, das aus einigen Verbindungen mit graden und einigen Verbindungen mit verzweigten Kohlenstoffketten im Molekül besteht, mit Harnstoff unter geeigneten Bedingungen behandelt wird, eine lockere Bindung zwischen dem Harnstoff und einigen der vorliegenden Verbindungen, besonders denen mit graden Kohlenstoffketten, entsteht unter Bildung eines Harnstoffkomplexes, wie er im folgenden bezeichnet wird, oder einfach als Komplex, während der größte Teil der Verbindungen mit verzweigten Kohlenstoffketten im wesentlichen unangegriffen bleibt. Diese Komplexe können von der Mischung z. B. als kristalliner Rückstand abgetrennt werden, und die im Komplex enthaltenen Verbindungen mit graden Kohlenstoffketten können, z. B. durch gelindes Erhitzen des Komplexes, leicht wieder gewonnen werden. Im allgemeinen ist diese selektive Büdung von Harnstoffkomplexen bei organischen Verbindungen mit weniger als 6 Kohlenstoffatomen in der Kohlenstoffkette nicht zu beobachten..
  • Eine technisch brauchbare Trenninethole, die zur Trennung von gradkettigen und verzweigtkettigen Kohlenstoffverbindungen führt, hat in der Er"lölindustrie beträchtliche, Bedeutung, da dort häufig Kohlenwasserstoffinischungen. angetroffen werden, deren Trennung dürch p , hysikalis#fie Methoden schwierig und kostspielig ist. Diese Trennung ist in der Erdölindustrie erwünscht, da die wirtschaftlichen Verwendungsmöglichkeiten der gradkettigen und verzweigtkettigen Kohlenwasserstoffe oft recht verschieden,sind; z. B. sind verzweigtkettige Kohlenwasserstoffe oft in Flieger- oder Motorbenzineri von Vorteil, während gradkettige Kohlenwasserstoffe in Dieselölen von erheblichem Wert sind.
  • Bisher war es üblich, die Trennung des Harnstöffkomplexes von der ungebundenen organischen Verbindung und der Harnstofflösung durch Filtrieren oder Zentrifugieren des Komplexes und nachfolgendes Waschen der ungebundenen organischen Ver15indungen vorzunehmen. Diese Arbeitsweisen erfordern eine .komplizierte und kostspielige Apparatur. - Es ist vorgeschlagen worden, die Bildung des Harnstoffkomplexes zwecks Erleichterung der Trennung durch Einverleibung eines Hilfslösungsmittels, vorzugsweise eines Alkohols oder Ketons, deren Funktion in erster Linie die Erhöhung der gegenseitigen Lösungsfähigkeit der Reagenzien ist, zu befördern. Die Verwendung solcher Lösungsmittel hat es jedoch nicht ermöglicht, den Komplex in einem Zustand zu erhalten, der ein Filtrieren und Zentrifugieren unnötig macht.
  • Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Erleichterung der Abtrennung des Harnstoffkomplexes von der ungebundenen organischen Verbindung mit verzweigten Kohlenwasserstoffkett6n und auch der regenerierten organischen Verbindung mit normalen Kohlenwasserstoffketten von der Harnstofflösung, und zwar derart, daß ein Filtrieren und Zentrifugieren umgangen werden kann.
  • Es wurde gefunden, daß die Harnstoffbehandlung organischer Verbindungen erleichtert werden kann durch Arbeiten in Gegenwart eines vorzugsweise anionaktiven Netzmittels, das eine Benetzung des Harnstoffkomplexes durch die wässerige Harnstofflösung herbeiführt und ihn in der wässerigen Phase in Suspension hält. In Abwesenheit eines Netzmittels wird der Komplex hauptsächlich durch die ungebundenen organischen Verbindungen mit verzweigten Kohlenwasserstoffketten benetzt oder adsorbiert und verbleibt in der die ungebundenen organischen Verbindungen enthaltenden Phase oder an der Grenzschicht zwischen dieser Phase und der wässerigen Phase.
  • Die Überlegenheit der anionaktiven Netzmittel über die kationaktiven bzw. die nichtionisierten Arten ist oben erwähnt. Es gibt offenbar sehr wenig kationaktive oder nichtionisierte Netzmittel, die Wirkungen ergeben, die denen mit anionaktiven Netzmitteln bei dem Verfahren der Erfindung erhaltenen gleichkommen, obwohl es schwierig ist, irgendeinen theoretischen Grund für diesen Unterschied zu geben. Unter den anionaktiven Netzmitteln sind die Alkalimetall-, salze organischer Sulfate, Sulfonate und Carbonsäuren bevorzugt. Gute Resultate wurden bei der Benutzung folgender Mittel erhalten: Natrium-C"-C"-alkylsulfate, Natriumalkylarylsulfonate, Natrium-C"-C-"-alkvisulfonate, Natriumerdölsulfonate, Natriumnapht#etivlsulfate, Natriumseifen, z. B. Natriumoleat und Natriumpalmitat.
  • Das Netzmittel ändert auch die Reaktion des Harnstoffes mit den organischen Verbindungen mit normalen Kohlenwasserstoffketten durch Verlangsamung der Reaktionsgeschwindigkeit und Erzeugung eines gleichförmigeren, fein verteilten, zur Suspension in der wässerigen Phase fähigem Harnstoffkomplexes; in dieser Form ist die Fällung leicht zu handhaben, im Gegensatz zu den ohne Netzmittel gebilleten Harnstoffkomplexen, die eine halbfeste Harnstoff lösung und ungebundene organische Verbindungen zurückhaltende Masse ergeben, die außerordentlich schwer zu behandeln ist. So ist es in Gegenwart von Netzmitteln Möglich, einen sehr viel höheren Anteil des Harnstoffkomplexes in der Fällung zu erhalten, wodurch die Verwendung konzentrierterer Harnstofflösungen und eines geringeren Volumens von Harnstofflösung bei einem gegebenen Volumen von organischen Verbindungen gestattet wird. Auf diese Weise werden die Größe der Gefäße und die Aufwendungen für Erhitzen und Kühlen wesentlich vermindert. Die Gegenwart des Netzmittels bewirkt auch das Entstehen eines Komplexes, der praktisch keine ungebundenen organischen Verbindungen aAsorbiert. Es hat sich in einigen Fällen herausgestellt, daß die Reaktion des Harnstoffs und der organischen Verbindungen in Gegenwart von Netzmitteln langsam in Gang zu bringen ist; in solchen Fällen leitet der Zusatz einer -geringen Menge von vorgeformtem Harnstoffkomplex zu* der Mischung die Reaktion in zufriedenstellendem Maße ein. In einem kontinuierlichen Verfahren zeigt sich diese Schwierigkeit des langsamen Beginns lediglich in Ausnahmefällen; im allgemeinen ist dabei stets etwas Harnstoffkomplex in dem Reaktionsgefäß zugegen, in dem die organischen Verbindungen und Harnstoff zuerst in Kontakt kommen, Die emulgierenden Eigenschaften mancher Netzmittel haben die unerwünschte Wirkung, einen Teil der ungebundenen organischen Verbindungen in der den suspendierten Harnstoffkomplex enthaltenden wässerigen Phase zu dispergieren, so daß deren Ab- trennung verhindert wird. Auch ist ähnlicherweise die Dispergierung der regenerierten organischen Verbindungen mit normalen Kohlenwasserstoffketten in der wässerigen Harnstoff lösung, nach Zersetzung des Harnstoffkomplexes, stärker. Es ist ein weiteres Merkmal der vorliegenden 1-,-rfin(lung, diesen Schwierigkeiten durch Zusetzen eine" wasserlöslichen Salzes zu begegnen, das die ernulgierenden Eigenschaften des Netzmittels ohne wesentliche Beeinträchtigung der benetzenden Eigenschaften herabsetzt.
  • Bei Durchführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung werden b2ssere Ergebnisse erzielt, hauptsächlich bezüglich des schnellen Beginns der Reaktion zur'Bildung des Harnstoffkomplexes und der Trennung der organischen von der wässerigen Phase nach der Reaktion, wenn Hilfslösungsmittel, wie Alkohole oler Ketone, ebenfalls zugegen sind. Diese Wirkungen müssen jeloch unter Beachtung der Vergrößerung der Anlage und der Verfahrensschritte betrachtet werden, die für die Wiedergewinnung des Lösungsmittels aus den Verbindungen mit normaler Kohlenstoffkette und verzweigter Kohlenstoffkette beim Verfahren der vorliegenden Erfindung benötigt werden. Da insbesondere in einem kontinuierlichen Verfahren die, Anlage selbst die Nachteile des langsamen Reaktionsbeginns auf zu vernachlässigende Proportiönen vermindern kann, ist die Anwendung der Hilfslösungsmittel im allgemeinen eine Frage der Vorteile der Reinheit des ProAuktes, d. h. Extraktes, infolge besserer Phasentrennung, gegenüber der Einfachheit der Anlage und der VeTfahrensschritte beim Fehlen von Lösungsmitteln und der Lösungsmittelwie#ergewinnung. In manchen Fällen scheint diese Verringerung der Reinheit der Prolukte gering zu sein, und es wird vorteilhaft sein, ohne Lösungsmittel zu arbeiten, obwohl dies eine sorgfältigere Einstellung der Mengen von Netzmittel und wasserlöslichem Salz mit sich bringt.
  • Die optimale Menge des Netzmittels ändert sich gemäß den behandelten organischen Verbindungen und den Verfahrensbedingungen. Eine gewisse minimale Menge ist erforderlich, um die Konzentrierung des gesamten Komplexes in der wässerigen Schicht sicherzustellen, und diese Menge kann für die verschiedenen Mischungen organischer Verbindungen leicht durch Vorversuche ermittelt werden. Obwohl die Reaktionsgeschwindigkeit durch Übersteigen dieser Menge erhöht werden kann, muß diese Verbesserung stets gegen den Nachteil einer durch einen Überschuß an Netzmitteln hervorgerufenen Emulgierung abgewogen werden. Einige der die Menge des für eine gegebene Menge Ausgangsmaterial zu benutzenden Netzmittels beeinflussenden Faktoren sind folgende: i. Die Menge des Netzmittels ändert sich umgekehrt proportional zu der Größe seiner Netzwirkung; 2. die Menge des Netzmittels muß mit steigender Kettenlänge der organischen Verbindung erhöht werden, 3. die Menge des Netzmittels wächst mit der Menge des verwendeten wasserlöslichen Salzes; 4. die Menge des Netzmittels ist umgekehrt proportional der Menge des verwendeten Hilfslösungsmittels.
  • Da die in einer gegebenen Zeit in einer industriellen Anlage behandelten Materialmengen im wesentlichen konstant bleiben müssen, sind die obigen Angaben der Mengen von Lösungsmitteln, wasserlöslichem Salz und Hilfslösungsmitteln im allgemeinen a.uch auf ihre Konzentrationen zu beziehen.
  • Die Menge der im Verhältnis zu dem Netzmittel benötigten wasserlöslichen Salze ergibt sich aus den obigen Angaben; sie hängt auch von dem Grad der durch (las Netzmittel bei den Verfahrensbedingungen hervorgerufenen Emulgierung ab. Es ist möglich, daß ein Netzmittel mit geringer Emulgierwirkung in manchen Fällen ohne Verwendung eines wasserlöslichen Salzes zufriedenstellende Resultate zeitigt.
  • Von den vielen wasserlöslichen Salzen, die benutzt werden können, werden Ammoniumsalze bevorzugt, (la Ammoniumionen die Verseifung des Harnstoffs zurückzudrängen neigen, gemäß folgender Formel: C 0 (N H,).> + 2 H, 0 zz#- (N H,), C 0, In dieser Beziehung scheint Ammoniumcarbonat das beste Salz zu sein, wobei eine Kontrolle der Salzkonzentration -in einein kontinuierlichen industriellen Verfahren durch kontinuierliches Entfernen eines Teiles der wässerigen Phase und kontinuierliches Zugeben von Harnstofflösung erfolgen kann, die automatisch eine Ergänzung des Harnstoffs und des Ammoniumcarbonats herbeiführt.
  • Ferner wurden wasserlösliche Chromate als brauchbare Salze befunden, da sie zusätzlich zu der Verminderung der Emulgierung die Korrosion von Stahloberflächen durch den Harnstoff verhindern; Kaliumchromat wurde mit Vo.teil verwendet. Ein Gemisch von Ammoniun#carbonat und Kaliumchromat, bei dem die Menge des zweitgenannten Salzes für die Verhinderung der Korrosion hinreicht, scheint die beste Kombination der erwünschten Eigenschaften zu bieten. Soweit die Verminderung der Emulgierung allein in Betracht kommt, eignen sich in abnehmendem Maße, wie festgestellt wurde, die folgenden wasserlöslichen Salze: Ammoniumchlärid, Ammoniumsulfat, Natriumchlorid, Calciumchlorid, Ammoniumacetat, Ammoniumcarbonat, Ammoniumphosphat. Zusätzlich können sowohl anorganische als auch organische Anionen zugegen sein.
  • Der Zusatz des Salzes bewirkt eine schnelle und wirksame Trennung nach dem spezifischen Gewicht sowohl der ungebundenen organischen Verbindung von der den Harnstoffkomplex suspendiert enthaltenden wässerigen Phase als auch der regenerierten extrahierten organischen Verbindungen von der wässerigen Harnstofflösung. Die drei obenerwähnten Zusätze können, wenn gewünscht, der wässerigen Harnstofflösung -vor einer Reaktion mit den organischen Verbindungen einverleibt werden, so daß die Lösung direkt in einem kontinuierlichen Prozeß im Kreislauf zurückgeführt werden kann.
  • Spezieller ausgedrückt, besteht daher das Verfahren zur Behandlung eines Gemisches von organischen Verbindungen gemäß der vorliegenden Erfindung zwecks Trennung von organischen Verbindungen mit einer graden Kohlenstoffkette im Molekül von organischen Verbindungen mit einer verzweigten Kohlenstoffkette im Molekül im wesentlichen darin, das Gemisch mit wässeriger Harnstofflösung, einem anionaktiven Netzmittel und einem wasserlöslichen Salz in Kontakt zu bringen.
  • Noch spezieller, besteht das Verfahren der Erfindung zur Behandlung eines Kohlenwasserstoffgernisches zwecks Trennung gradkettiger Kohlenwasserstoffe von verzweigtkettigen Kohlenwasserstoffen im wesentlichen darin, die Mischung kontinuierlich mit einer wässerigen Harnstofflösung im Gleichstrom durch ein Reaktionsgefäß in Kontakt zu bringen, die ein anionaktives Netzmittel und ein wasserlösliches Salz enthält, die verzweigtkettigen Kohlenwasserstoffe von der den Komplex aus Harnstoff und normalen Kohlenwasserstoffen enthaltenden wässerigen Phase abzutrennen, diese Komplexe unter Freisetzung einerseits von normalen Kohlenwasserstoffen und andererseits der wässerigen Harnstofflösung mit Netzmittel und Salz zu zersetzen, und diese wässerige Lösung zu dem Reaktionsgefäß zwecks Behandlung weiterer Mengen von Kohlenwasserstoffmischung zurückzuführen.
  • Die Menge der für die Behandlung eines gegebenen Gemisches von organischen Verbindungen benötigten Harnstofflösung hängt von dem Gehalt an Verbindungen mit normaler Kohlenstoffkette in diesem Gemisch ab. Das Volumen der Harnstofflösung ist auch wichtig für die Aufrechterhaltung der Bedingungen eines bequemen Arbeitens. Außerdem ist, da es in den meisten Fällen erwünscht ist, eine gesättigte Harnstofflösung zu verwenden und diese Lösung in gesättigtem Zustand zu erhalten, für gewöhnlich ungelöster Harnstoff in der wässerigen Harnstofflösung zugegen. Dies wird unschwer erreicht durch Herstellen einer bei einer Temperatur von io bis 40' oberhalb der Temperatur, bei der'die Reaktion mit den organischen Verbindungen stattfindet, gesättigten Harnstofflösung; es wird also eine gesättigte Harnstofflösung bei X' hergestellt und verwendet, um ein Gemisch aus organischen Verbindungen bei einer Temperatur von X - 40' bis X - io' zu behandeln. Es. wurde gefunden, daß i Volumteil eines C.-Spaltdestillats (6o"/, gradkettige Kohlenwasserstoffe) bei 10' 5 oder 6 Volumteile einer bei 25' gesättigten Harnstofflösung benötigt. 8 bis 12 Volumteile Harnstofflösung auf i Volumteil gradkettiger organischer Verbindungen erscheint ein ini allgemeinen geeignetes Verhältnis zu sein, wenn auch größere Mengen Harnstofflösung ohne weiteres benutzt werden können. Im Falle einer Benzinfraktion (zo0/0 gradkettige Kohlenwasserstoffe) kann das Volumen der Harnstofflösung, gesättigt bei 25' und zur Einwirkung gebracht bei 15", zweimal so groß sein wie das Volumen der Benzinfraktion.
  • Wenn der Unterschied zwischen der Sättigungstemperatur und der Reaktionstemperatur mehr als io bis 15' beträgt, wird die Harnstofflösung zweckmäßig vor dem Umsetzen mit den organischen Verbindungen vorgekühlt, da es schwierig ist, die erforderliche Wärinemenge aus dem Reaktionsgefäß abzuführen. Bei einer Vorkühlung muß man kräftig rühren, um die Kristalle des ausgefällten Harnstoffs kleinkörnig zu halten und um die erhaltene Fällung leicht behandeln zu können.
  • Die Bildung der Harnstoffkomplexe wächst im direkten Verhältnis mit der Rührgeschwindigkeit, so daß es vorteilhaft ist, Mittel zum Rühren des Harnstoffs und der organischen Verbindung während der Bildung dieseg Komplexe vorzusehen. Es ist jedoch gefunden worden, daß oberhalb einer gewissen kritischen Rührgeschwindigkeit die Abtrennung von ungebundenen organischen Verbindungen von der die Harnstoffkomplexe enthaltenden wässerigen Phase im merklichen Ausmaß gestört wird. Diese schlechte Abscheidung kann in weitem Maße vermieden werden, wenn eine Anzahl getrennter Reaktionsgefäße verwendet wird und man in allen Gefäßen, mit Ausnahme des letzten, mit der für eine rasche Reaktion geeignetsten Geschwindigkeit rührt, aber in dem letzten Reaktionsgefäß langsamer rührt. Durch diese Mittel findet offenbar eine gewisse Zusammenballung der ungebundenen organischen Verbindungen statt und ihre Ab- trennung wird infolgedessen gefördert. Diese Wirkung des Rührens bei der Abtrennung ist am deutlichsten, wenn das Verhältnis des Volumens der Harnstofflösung zu dem Volumen an organischen Verbindungen niedrig ist. , - Bei der Verwendung von Propeller- oder Flügelrührern wurde gefunden, daß eine Umfangsgeschwindigkeit von ungefähr 4,5 bis 6 m/Sekunden das Maximum für eine gute Abtrennung beträgt. jedoch können Umfangsgeschwindigkeiten von ungefähr 10,5 bis 12 m/Sekunden mehr als das Doppelte der Reaktionsgeschwindigkeit bewirken, doch ist bei dieser Geschwindigkeit zur Erzielung einer guten Trennung eine Endstufe mit langsamem Rühren mit ungefähr 1,5 bis 3 m/Sekunden notwendig. Wenn die Reaktion in einer Anzahl von Reaktionsgefäßen durchgeführt wird, ist es vorteilhaft, den Zusatz von Harnstofflösung aufzuteilen, und einen Teil von ihr jedem Reaktionsgefäß zuzuführen. Dies erhöht den Durch-.satz und erleichtert die Temperatursteuerting in dem ersten Reaktionsgefäß.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung ist, außer bei Kohlenwasserstoffen, mit Erfolg angewendet worden bei der Trennung von Gemischen aus Alkoholen, Ketonen, Glykolen, Merkaptanen, Estern, Alkylhalogenverbindungen und Carbonsäuren.
  • In den folgenden Beispielen wird das Verfahren näher erläutert. Beispiel i Satzweises Verfahren (ohne Krgislaufführung) i Volumen C,-Paraffinspaltdestillat mit einem Brechungsindex n wD = 1,4140 und einem Siedebereich von 117 bis 125' bei 76o mm Quecksilberdruck wurde bei io' mit 15 Volumteilen eines Gemisches behandelt, das aus einer bei 25' gesättigten wässerigen Harnstofflösung und io0/, (berechnet auf das Volumen der Harnstofflösung) an handelsüblichem mit Methanol vergälltem Spiritus bestand.
  • Es bildete sich ein dicker Niederschlag, und es fand keine klare Abtrennung sowohl der flüssigen Phasen als auch des Harnstoffkomplexes statt, bis zur Zugabe von 0,7 g Natriumoleat je Liter (auf das Volumen der Harnstofflösung gerechnet), worauf die Mischung einen flüssigeren Charakter bekam und der Harnstoffkomplex in der wässerigen Schicht sich in Form einer sehr feinen Suspension zusammenballte.
  • Der Zusatz von 6o g Ammoniumphosphat je Liter Harnstofflösung erzeugt eine scharfe Trennung zwischen der wässerigen Phase und der'Kohlenwasserstoffe mit verzweigter Kette vom Brechungsindex n `0 D = 1,428o enthaltenden öligen Phase. Die wässerige Phase wurde abgezogen und auf 45' erhitzt, wobei sich der Harnstoffkomplex unter Bildung einer oberen öligen Phase von gradkettigen Kohlenwasserstoffen (in diesem Falle im wesentlichen Octen-i mit n20 = D 1,4095 zersetzte, scharf getrennt von einer unteren leicht abtrennbaren wässerigen Phase. Beispiel 2 Satzweises Verfahren (ohne Rückführung) i Volumen C.-Paraffinspaltdestillat mit einem Brechungsindex von n 20 D = 1,4140 und einem Siedebereich von 117 bis 125 ' bei 76o mm Quecksilberdruck wurde bei io' mit 15 Volumteilen einer Extraktionsmischung behandelt, die aus einer wässerigen bei 25' gesättigten Harnstofflösung mit io0/, (berechnet auf das Volumen der Harnstoff lösung) Aceton bestand. Eine dicke, aus dem Harnstoffkomplex und den Flüssigkeiten gebildete Fällung entstand, und es trat keine klare Abtrennung weder der Phasen noch der Harnstoffkomplexe ein, bis zur Zugabe von o,9 g eines durch Kondensation von Oleylchlorid mit N-Methyltaurin enthaltenes Sulfonat je Liter (berechnet auf das Volumen Harnstofflösung), worauf die Mischung einen flüssigeren Charakter annahm und der Harnstoffkomplex sich in der wässerigen Schicht in Form einer sehr feinen Suspension anhäufte.
  • Die Zugabe von 30 g Ammoniumsulfat je Liter Harnstofflösung erzeugte eine scharfe Trennung zwischen de'r wässerigen Phase und den verzweigtkettigen Kohlenwasserstoffen vom Brechungsindex n20 = D 1,428o. Die wässerige Phase wurde abgezogen und auf 45' erhitzt; bei dieser Temperatur zersetzte sich der Harnstoffkomplex und lieferte eine obere ölige Phase von normalen Kohlenwasserstoffen (in diesem Falle im wesentlichen Octen-i) mit n -'0 D = 1,4095, scharf getrermt von einer leicht abziehbaren unteren wässerigen Phase. Beispiel 3 Satzweises Verfahren (mit Rückführung) i Volumen C.-ParaffinspaltdestiUat mit Siedebereich 117 bis 125' bei 76o mm Quecksilberdruck und einem Brechungsindex von n -'0 = 1,4140 wurde bei 8' D mit 8 Volumteilen einer bei 30' gesättigten Harnstofflösung, der vorher 1,5 g Natriumdecylsulfat und 44 g Kaliumchromat je Liter zugegeben worden waren, behandelt. ZurEinleitungderReaktionwurdeill/Oder durch Abfiltrieren der Fällung des Beispiels i (vor Zugabe des Netzmittels) erhaltenen Fällung zugegeben. Nach dem Rühren mit einer Umfangsgeschwindigkeit von ungefähr 6 m/Sekunden während 11/2 Stunden wurde die obere Restölphase (n 20 # I,427o) durch De-D kantieren von der den Harnstoffkomplex enthaltenden wässerigen Phase abgetrennt.
  • Die abgetrennte wässerige Phase wurde auf 5o' erhitzt zur Zersetzung des Harnstoffkomplexes und lieferte eine obere ölige Phase mit einem Brechungsindex von n 20 # 1,4095 und eine untere wassenge D Phase, die sich leicht durch Dekantieren abtrennen ließ und als Extraktionsmischung für die Behandlung weiterer Mengen Paraffinspaltdestillat zurückgeführt wurde. Beispiel 4 Satzweises Verfahren (mit Rückführung) i Volumen Destillationsbenzin vom Siedebereich i5o bis 2oo' bei 76o nun Quecksilberdruck und einem Brechungsindex von n 20 = 1,4318 wurde bei io' be-D handelt mit 3 Volumteilen einer wässerigen, bei 29 bis 30' gesättigten Harnstofflösung, der vorher 2 VO1UM-prozent Isopropylalkohol, 2 g Natrium-sek.-decylsulfat und 40 9 1Zaliumchromat je Liter zugegeben worden waren. Die Reaktion wurde durch Zusetzen eines in Ab- wesenheit von Netzmitteln erzeugten Harnstoffkomplexes eingeleitet, und die Reaktionsteilnehmer wurden 2 Stunden unter stetiger Erniedrigung der Temperatur auf o' sehr kräftig gerührt (Umfangsgeschwindigkeit von ungefähr 12 m/Sekunden). Dann wurde 1/" Stunde langsam gerührt (Umfangsgeschwindigkeit uilgefähr 2,1 m/Sekunden), wonach der restliche Kohlenwasserstoff (n-'0 = 1,4375) durch Dekantieren von der wässerigen Fällung abgetrennt wurde.
  • Die wässerige abgetrennte Phase wurde auf 5o' zur Zersetzung des Harnstoffkomplexes erhitzt unter Erzeugung einer oberen öligen Phase mit einem Brechungsindex von n 2D0 = 1,4130 und einer unteren wässerigen Phase, die unschwer durch Dekantieren abgetrennt und als Extraktionsmischung für die Behandlung weiterer Mengen frischen Benzins zurückgeführt wurde.
  • Der Octanwert (ohne Zusatz von Bleiverbindungen) des Raffinatkohlenwasserstoffes (verzweigtkettige Kohlenwasserstoffe) war 50, der des Ausgangsbenzins nur 25. Beispiel 5 Satzweises Verfahren (mit Rückführung) i Volumprozent C,-C"-Leuchtölfraktion von n20 # D 1,4450, Siedebereich 14o bis 28o' bei 76o mm Hg wurde bei 15' mit 4 bis 6 Volumteilen einer wässerigen, bei 25' gesättigten Harnstofflösung behandelt, der vorher io Volumprozent Isopropylalkohol, o,:z Volumprozent einer 2o0/#gen Lösung einer Mischung von Natrium-C,-C"-Alkylsulfaten und 30 g Ammoniumacetat je.Liter zugegeben worden waren. Nach 2 bis 3 Stunden wurde die obere Restölphase nw = i,446o D unter Benutzung der Schwerkraft von der wässerigen, den Harnstoffkomplex enthaltenden Phase abgetrennt, der dann bei 6o' zersetzt wurde, worauf das Extraktöl (liwD # 1,42go, enthaltend io0/" des ursprünglichen Öls und bestehend aus einem Konzentrat von gradkettigen Kohlenwasserstoffen) abgetrennt und die wässerige Harnstofflösung für die ersten Stufen des Verfahrens zwecks Wiederbenutzung zurückgeführt wurde. Die Reaktion wurde wie bei Beispiel 4 eingeleitet. Beispiel 6 Satzweises Verfahren (mit Rückführung) i Volumen einer Ausgangsmischung aus 4 Volumteilen Äthylcaprylat und i Volumteil Dekahydronaphthalin vom Brechungsindex n20 = 1,4298 wurde mit 8 Volurnteilen einer wässerigen Harnstofflösung behandelt, der vorher io Volumprozent Isopropylalkohol, 2,4 g Natrium-sek.-decylsulfat und 28 g Kaliumchromat je Liter zugegeben worden waren. Nach dem Rühren der Reaktionsteilnehmer mit einer Umfangsgeschwindigkeit von ungefähr 6 m/Sekunden während 45 Minuten bei :zo' wurde das unumgesetzte Material (nwD = I,46oo), bestehend hauptsächlich aus Dekahydronaphthalin, durch Dekantieren von der wässerigen Phase abgetrennt.
  • Die abgetrennte wässerige Phase wurde zur Zersetzung des Harnstoffkomplexes auf 5o' erhitzt und lieferte eine obere Olphase mit einem- Brechungsindex von n wD = 1,4195 und eine untere wässerige Phase, die leicht durch Dekantieren abgetrennt und als Extraktionsmischung für die Behandlung weiterer Mengen des Ausgangsgemisches zurückgeführt wurde. Beispiel 7 Satzweises Verfahren (mit Rückführung) i Volumteil einer Ausgangsmischung gleicher Volumen Cetylbromid und Dekahydronaphthalin vom Brechungsindex n20 = i,47io wurde bei 15' mit 5 Volumteilen einer bei 25' gesättigten Harnstofflösung, der io Volumprozent Isopropylalkohol zugegeben waren, behandelt.
  • Nach dem Rühren wurde während % Stunde eine dicke Fällung gebildet, und eine Trennung trat erst ein, nachdem 3,3g Natrium-sek.-decylsulfat und 2og Ammoniumchlorid je Liter (beides berechnet auf das Volumen der Harnstofflösung) zugegeben wurden, worauf die Mischung einen. flüssigeren Charakter bekam, und der Harnstoffkomplex sich in der wässer-igen Schicht in Form einer feinen Suspension zusammenballte. Gleichzeitig trennte sich eine Ölschicht, die fast ausschließlich aus' Dekahydronaphthalin bestand, von der wässerigen Phase ab und wurde von ihr durch Dekantieren entfernt.
  • Die wässerige abgetrennte Phase wurde auf 6o' zwecks Zersetzung des Harnstoffkomplexes erhitzt und lieferte eine obere Ölphase mit einem Brechungsindex von n 20 = i,462o (hauptsächlich reines Cetylbromid) D und eine untere wässerige Phase, die leicht durch Dekantieren abgetrennt und als Extraktionsmischung für die Behandlung weiterer Mengen der Ausgangsmischung zurückgeführt wurde.
  • Beispiel 8 Satzweises Verfahren (mit Rückführung) i Volumteil einer Ausgangsmischung aus 4 Volumen n-Heptan und i * Volumen Dekahydronaphthal,in (nw = 1,4054) wurde bei 5' mit 16 Volumteilen einer bei 22' gesättigten Harnstofflösung behandelt, der io Volumprozent Isopropylalkohol, OJ5 g Dodecylbenzolsulfonat und 30 g Ammoniumchlorid je Liter zugegeben worden waren. . Die Reaktion wurde eingeleitet durch Zusatz von il)/, eines in Abwesenheit von Netzmitteln gebildeten n-Heptan-Harnstoffkomplexes. Nach kräftigem Rühren (Umfangsgeschwindigkeit ungefähr 6 m,/Sekunden) während il/, Stundenwurde die obere Restölschicht n21D = I,456o) durch Dekan-D tieren von der den Harnstoffkomplex enthaltenden wässerigen Phase abgetrennt.
  • Die abgetrennte wässerige Phase wurde auf 5o' erhitzt zur Zersetzung des Harnstoffkomplexes und ergab eine obere Ölphase mit einem Brechungsindex von nw = 1,38go und eine untere wässerige Phase, die leicht durch Dekantieren abgetrennt und als Extraktionsmischung für die Behandlung weiterer Mengen Ausgangsmischung zurückgeführt wurde. Beispiel 9 Satzweises Verfahren (mit Rückführung) i Volumen C"- C" - Paraffinspaltdestillat mit n-'o = 1,443, Siedebereich i6obis32o'bei76ommwurde bei 120 Mit 16 Volumteilen einer wässerigen, bei 22' gesättigten Harnstofflösung behandelt, der vorher 20 Volumprozent Isopropylalkohol, 1,4 g Natrium-sek.-undecylsulfat und 25 g Ammoniumehlorid je Liter zugegeben worden waren. Nach schnellem Rühren (Umfangsgeschwindigkeit ungefähr 6 m/Sekunden) während 4 bis 5 Stunden wurde die obere Restölphase (n 20 = 1.464o) durch Dekantieren von der den stispen-D dierten Harnstoffkomplex enthaltenden wässerigen Phase abgetrennt, der dann bei 6o' zersetzt wurde; das Extraktöl (nwD = 1,4355) bestand aus einem Konzentrat der abgetrennten gradkettigen C,-C" olefinischen Kohlenwasserstoffe, die wässerige Harnstofflösung mit ihren Zusätzen wurde zwecks Wiederbenutzung in eine frühere Stufe des Verfahrens zurückgegeben. Die Reaktion wurde, wie im Beispiel 4 beschrieben, eingeleitet.
  • Beispiel io Kontinuierliches Verfahren Die kontinuierliche Behandlung wurde in einer Apparatur aus rostfreiem Stahl, die in der Zeichnung schematisch dargestellt ist, ausgeführt.
  • Die Reaktion zwischen Harnstoff und einer Kohlenwasserstoffmischung findet in vier Reaktionsgefäßen 1, 2, 3 und 4 statt, die durch Rohrleitungen 5, 6 und 7 hintereinandergeschaltet sind. Die Trennung des Harnstoffkomplexes von ungebundenen, hauptsächlich verzweigtkettigen Kohlenwasserstoffen findet in einem kalten Trenngefäß 24 statt, die Trennung der regenerierten gradkettigen Kohlenwasserstoffe von der wässerigen Harnstofflösung zusammen mit den Zusätzen in einem heißen Trenngefäß 25.
  • Ein Kühlmittel wird im Kreislauf durch eine Leitung geführt, die Wärineaustauschschlangen 26, 27, 28, 29 und 30, angebracht in dem kalten Trenngefäß 24 bzw. den Gefäßen 4, 3, 2 und i zwecks Haltung der Temperatur unterhalb Raumtemperatur, einschließt.
  • Propellerrührwerke 31, 32, 33 und 34 sind in den Reaktionsgefäßen 1, 2, 3 bzw. 4 angebracht. Es sind Vorkehrungen getroffen, um die Rührer 31, 32 und 33 mit Umfangsgesch-windigkeiten von bis ungefähr iz m/Sekunden zu betreiben und den Rührer 34 mit einer Umfangsgeschwindigkeit von bis ungefähr 6 m/Sekunden.
  • Durch die Leitung 17 wird Kohlenwasserstoff und durch die Leitung 14 Harnstofflösung im Gleichstrom zugeführt und durch die Reaktionsgefäße 1, 2, 3 und 4, vom oberen Teil des Reaktionsgefäßes i zum unteren Teil des ReaktionsgefäßeS 2 geführt, in denen sie durch Rührer 31, 32, 33 bzw. 34 gerührt werden und aus denen sie durch die Leitung io in das kalte Trenngefäß 24 fließen. In dem kalten Trenngefäß 24 findet eine kontinuierliche Schichtentrennung statt, und die gebildeten Schichten werden kontinuierlich abgezogen. Die Oberschicht besteht hauptsächlich aus verzweigtkettigen Kohlenwasserstoffen; die Unterschicht, bestehend aus einer wässerigen Suspension von Harnstoffkomplex und anderen Flüssigkeiten, geht durch die Leitung 9 zu einem Wärmeaustausch ii, wo sie zwecks Zersetzung des Harnstoffkomplexes erhitzt wird; die entstehende Mischung wird in dem heißen Trenngefäß 25 in Schichten getrennt; die gebildete Oberschicht enthält die regenerierten normalen Kohlenwasserstoffe. Die Harnstofflösung und ihre Zusätze werden aus der Unterschicht durch die Leitung 12 abgezogen und dem Reaktionsgefäß i über den Vorratsbehälter 13 und die Leitung 14 wieder zugeführt. Auffrischlösung wird dem Vorratsbehälter 13 durch eine Leitung 16 zugeführt.
  • Das Reaktionsgefäß i wird in der Zeiteinheit beschickt mit i Volumteil C> -Paraffinspaltdestillat, Siedebereich 117 bis 1233 bei 76o mm Hg, n?"0 = 1,4140, das mit 15 Volumteilen einer 1)Ci 25' gesättigten wässerigen Harnstofflösung behandelt wird, die io Volumprozent Isopropylalkohol, 18 g Ammoniumchlorid und iß ccm einer 2o0,Ijgeii Lösung von C,-C"-Natriumalkvlsulfaten je Liter enthält. Das gemeinsame Volumen der Reaktionsgefäße 1, 2, 3 und 4 war derart, daß sich eine durchschnittliche Verweilzeit von il bis 2 Stunden ergab; Kühlmittel wurde bei einer solchen Temperatur zugeführt, daß sich ein Temperaturabfall von 26 auf io-- zwischen dem Einlauf in das Reaktionsgefäß i und dem Auslauf aus dem Reaktionsgefäß 4 einstellte. Das kalte Trenngefäß 24 hatte einen solchen Inhalt, daß sich eine mittlere Verweilzeit von 1/, bis i Stunde ergab und wurde durch Kühlmittel auf io' gehalten. Der Wärmeaustauscher ii steigerte die Temperatur des suspendierten Harnstoff komplexes auf 5o bis 6o' unter Zersetzen des Harnstoff komplexes. Der Inhalt des heißen TrenngefäßeS 25 war hinreichend, um eine Verweilzeit von 20 bis 40 Minuten zu gestatten.
  • Bei einer besonderen Verfahrensführung wurden 7o Volumen eines Extraktes von nwD # 1,4090 und 30 Volumen eines Rückstandes von nID # 1,4255 je ioo Volumen Ausgangskohlenwasserstoff erhalten. Gewünschtenfalls konnten diese Produkte einerWaschung mit Wasser zur Entfernung der in ihnen enthaltenen Spuren von Isopropylalkohol unterworfen werden-Dem ersten Reaktionsgefäß wurde eine geringe Menge eines vorher hergestellten Harnstoffkomplexes zur Einleitung der Reaktion zugegeben. Beispiel ii Kontinuierliches Verfahren Die im Beispiel io beschriebene Apparatur bestand durchweg-, aus gewöhnlich ' ein Stahl.
  • Das Reaktionsgefäß i wurde in der Zeiteinheit beschickt mit i Volumen C,-Paraffinspaltdestillat, Siedebereich 117 bis 123# bei 760 mm Hg, n` D =- 1,4140, und mit 6 Volumen einer bei 30' gesättigten wässerigen Harnstofflösung, der io Volumprozent Isopropylalkohol, o,8 g Natrium-sek.-decylsulfat und 28 g Kaliumehromat je Liter zugegeben worden waren.
  • Die Rührer 31, 32 und 33 wurden mit einer UmfangsgeS*cliwindigkeit von ungefähr 12 m/Sekunden betrieben, und die Reaktionsgefäße 1, 2 und 3 besaßen ein Gesamtvolumen, das eine durchschnittliche Verweilzeit von 25 bis 35 Minuten ergab; Kühlmittel wurde mit einer solchen Temperatur zugegeben, daß sich ein Temperaturabfall von 28 auf 8' zwischen dem Einlaß in das Reaktionsgefäß i und dem Auslaß aus dem Reaktionsgefäß 3 ergab. Der Rührer 34 wurde mit einer Umfangsgeschwindigkeit von ungefähr 2,1 m/Sekunden betrieben und das Reaktionsgefäß 4 besaß einen solchen Inhalt, daß eine mittlere Verweilzeit von 5 bis io Minuten sich ergab. Das kalte Trenngefäß 24besaß einen Inhalt, der eine mittlere Verweilzeit von 2o bis 30 Minuten ergab und wurde durch Kühlmittel auf 7 bis 8' gehalten. Der Wärmeaustauscher ii steigerte die Temperatur des suspendierten Harnstoffkomplexes auf 5o bis 6o' unter Zersetzung des Harnstoffkomplexes. Das Fassungsvermögen des heißen TrenngefäßeS 25 reichte hin, um eine Verweilzeit von 2o bis 30 Minuten zu gestatten.
  • Bei einem besonderen Verfahrensgang wurden 70 VolUmen eines ENtraktes von 11200 = 44090 und 30 Volumen eines Rückstandes von n 20 D = 1,4255 je ioo Volumen Ausgangskohlenwasserstoff erhalten. Gewünschtenfalls konnten diese Prolukte mit Wasser zur Entfernung der in ihnen enthaltenen Spuren von Isopropylalkohol gewaschen werden.
  • Der in den Beispielen io und ii beschriebene Apparat ist ebenfalls fün die Behandluhg von Gemischen organischer Verbindungen anderer Art als Kohlenwasserstoffen geeignet.

Claims (2)

  1. PATEN TANSPRC CII F, 2 i. Verfahren zur Abschei4ung organischer gradkettiger Verbindungen mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen im Molekül aus deren Mischungen mit verzweigtkettigen Verbindungen durch Behandeln mit Harnstoff unter Bildung von Harnstoffkomplexen der organischen Verbindungen mit normaler Kohlenstoffkette und deren nachfolgende Trennung von den verzweigtkettigen Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart eines Netzmittels, besonders eines anionischen Netzmittels, wie Natriumalkylsulfate mit 9 bis ig Kohlenstoffatomen im Alkylrest, und gegebenenfalls eines Hilfslösungsmittels, wie Isopropanol, arbeitet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart eines Netzmittels und eines oder mehrerer wasserlöslicher Salze, wie Ammoniumcarbonat oder Kaliumchromat oder deren Mischungen, arbeitet. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus Harnstofflösung, anionischem Netzmittel und wasserlöslichem Salz im Kreislauf geführt wird. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man unter solchen Bedingungen arbeitet, daß der Harnstoff durch Rühren oder Kühlen einer gesättigten wässerigen Lösung in Form feiner Kristalle zugegen ist. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bis zu 12 Volumen einer bei X' gesättigten Harnstofflösung auf i Volumen zu behandelnder organischer Verbindungen verwendet werden, und daß die Behandlung bei einer Temperatur von X - 40' bis X - io' erfolgt. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung aus Harnstoff und. organischen Verbindungen gerührt wird, vorzugsweise mit einem Propeller- oder Flügelrührer mit einer Umfangsgeschwindigkeit bis zu ungefähr 12 m/Sekunde. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit Harnstoff in mehreren aufeinanderfolgenden Reaktionsgefäßen durchgeführt wird, wobei die Rührgeschwindigkeit im letzten Reaktionsgefäß ungefähr 1,5 bis 3 m/Sekunde beträgt. 8. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemisch der organischen Verbindungen, insbesondere der Kohlenwasserstoffe, kontinuierlich bei X-40' bis X - io' mit einer bei XO gesättigten wässrigen' Harnstofflösung, die ein anionisches Netzmittel und ein wasserlösliches Salz enthält, behandelt, im Gleichstrom durch eine Anzahl von Reaktionsgefäßen leitet, in denen mit Ausnahme des letzten mit Umfangsgeschwindigkeiten bis zu ungefähr 12 m#Sekunde und im letzten mit einer Umfangsgeschwindigkeit von ungefähr 1,5 bis 3 m/Sekunde gerührt wird, dann die verzweigtkettigen Verbindungen von der die Harnstoffkomplexe enthaltenden wässerigen Phase abtrennt, diese Komplexe unter Rückgewinnung der gradkettigen Verbindungen einerseits und der wässerigen Lösung von Harnstoff, Netzmittel und Salz andererseits zersetzt und die wässerige Lösung in den Kreislauf zurückgibt.
DEP48026A 1948-07-07 1949-07-07 Verfahren zur Abscheidung organischer gradkettiger Verbindungen aus deren Mischungenmit verzweigtkettigen Verbindungen Expired DE844445C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1098657B (de) * 1958-09-11 1961-02-02 Edeleanu Gmbh Verfahren zur Herstellung mittels Sieben leicht abtrennbarer Addukte bei der Entparaffinierung von Kohlenwasserstoffoelen mit Harnstoff
DE1104100B (de) * 1959-07-02 1961-04-06 Edeleanu Gmbh Verfahren zur Herstellung koerniger, mittels Sieben abtrennbarer Addukte
DE1109299B (de) * 1960-02-05 1961-06-22 Edeleanu Gmbh Verfahren zur Herstellung leicht abtrennbarer Addukte bei der Entparaffinierung von Kohlen-wasserstoffoelen mit Harnstoff

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DE1098657B (de) * 1958-09-11 1961-02-02 Edeleanu Gmbh Verfahren zur Herstellung mittels Sieben leicht abtrennbarer Addukte bei der Entparaffinierung von Kohlenwasserstoffoelen mit Harnstoff
DE1104100B (de) * 1959-07-02 1961-04-06 Edeleanu Gmbh Verfahren zur Herstellung koerniger, mittels Sieben abtrennbarer Addukte
DE1109299B (de) * 1960-02-05 1961-06-22 Edeleanu Gmbh Verfahren zur Herstellung leicht abtrennbarer Addukte bei der Entparaffinierung von Kohlen-wasserstoffoelen mit Harnstoff

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