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Verschwenkbarer Arm, insbesondere für Volksbelustigungseinrichtungen
Die Erfindung betrifft einen in veränderbare Höhenlage verschwenkbaren Arm, wie
er für verschiedene Zwecke, insbesondere für Volksbelustigungseinrichtungen, Verwendung
finden .kann. Die Erfindung besteht darin, daB die Verschwenkung bzw. Höhenlage
der Verschwenkung durch eine am freien Ende des Armes sitzende motorgetriebene Luftschrauhenvorrichtung
erfolgt. Dabei können die verschwenkbaren Massen durch Gegengewichte ausgeglichen
werden. Der Arm selbst ist durchVerschieben in seiner Axialrichtung verlängerbar
eingerichtet. Die Verschwenkbewegungen des Armes sind jedoch in der senkrechten
Ebene begrenzt. Für die Abbremsung der in der senkrechten Ebene nach unten erfolgenden
Schwenkbewegung kann ein Luftdruckdämpfungskolben vorgesehen sein. Die Erfindung;
ist in den Zeichnungen in fünf Ausführungsbeispielen dargestellt.
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Fig. i zeigt die erfindungsgemäße Einrichtung bei einer karussellartigen
Volksbelustigungseinrichtung, Fig. 2 die Volksbelustigungseinrichtwng in etwas abgewandelter
Form; Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, angewendet bei einem Beleuchtungskörper
in Verbindung mit einer Einrichtung zur Geruchvertireitung; Fig.4 und 5 zeigen ebenfalls
die Anwendung hei Beleuchtungskörpern.
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Wie Fig. i zeigt, ist auf dem Drehgestell ii der Arm 7 gelagert und
trägt Brechts die Gondel i, links den mit Schwungrad 13 versehenen Motor
g. Die Verschwenkung des Armes ist durch Anschlag 22 bis zur Linie 12 nach oben,
durch Anschlag 21 nach unten begrenzt. Die Welle 18 trägt eine Fliehkraftbremse,
welche nur eine bestimmte Abwärtsgeschwindigkeit des Armes 7 zuläßt. Das Motorun.tergestell
15 ist mit .dem Drehgestell ii durch
einen drehbar gelagerten
Ring über einen Mehrfachseilzug 17 verbunden. Das Gewicht der Gondel i wird nach
deren Bemannung durch Verschiebung des Gegengewichtes i9 ausgeglichen. Die in dem
Rohr 7 sich drehende biegsame oder feste Welle to erhält ihren Antrieb durch die
Kupplung 14, die mit dem Schwungrad 13 verbunden ist.
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Die Welle io arbeitet auf das Wechselgetriebe 3, welches durch ein
Kreuzgelenk mit der Gondel verwunden ist. Das Wechselgetriebe 3 weist zwei Luftschrauben
5 und 6 auf, von denen die eine, 5, kleiner ist als die andere, 6. Die Luftschrauben
drehen sich gegeneinander. Das Wechselgetriebe 3 kann durch die Rohrverlängerung
8 von der Gondel aus nach vorn und hinten begrenzt bewegt werden. Auch das Höhrenruder
2 kann vom Gondelinnern aus verstellt werden. Die Gondel hat nur kurze Tragflächen
mit geringem Flächenausmaß. Auch die Drehzahl der Welle io wird von der Gondel aus
mittels Regler verändert. Der Regler ist durch Kabel mit dem Motor 9 verbunden.
Durch das Ausgleichen des Gondelgewichtes ist die Gondel gewissermaßen ein Hubschrauber
ohne Eigengewicht und verursacht daher auch bei größter Geschwindig -keit kein Abheben
des Drehgestells vom Boden, so daß jegliche Verankerung überflüssig ist. Die in
Ahh. i hei 2o veranschaulichte Linie zeigt die Bewegung der Gondel an.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Durch Verschieben der Gewichte i9
wird der Arm in die waagerechte Lage gebracht. Der Motor wird von der Gondel aus
eingeschaltet, läuft langsam an und bringt die Luftschrauben in Umdrehung. Mittels
des Reglers wird die Drehzahl gesteigert, die Gondel hebt sich. Solange die Luftschrauben
senkrecht zum Drehgestell stehen, ist nur ein Steigen der Gondel bis zum völligen
Stillstand der Gondel in der Luft möglich. Erst wenn mittels der Rohrverlängerung
8 eine Winkelverschiebung der Luftschrauben vorgenommen wird, fängt die Gondel an
um das Drehgestell zu fliegen. Die Umfangsgeschwindigkeit ist durch die Winkelverschiebung
in weiten Grenzen regelbar. Durch Verstellen des Höhenruders 2 oder durch Drehzahlregelung
kann die Gondel auf- und abwärts verschwenkt werden. Durch den Anschlag 21 werden
sog. Bauchlandungen vermieden. Der Anschlag 22 begrenzt den Höhenflug.
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Statt des Elektromotors kann auch eine Wärmekraftmaschine verwendet
werden. Die Bedienung erfolgt dann statt von der Gondel aus teils oder ganz von
dem ortsfesten Motor aus. Die Einrichtung nach Fig.2 unterscheidet sich hiervon
dadurch, daß hierbei der Motor 9 auf die Gondelseite gelegt ist. Dadurch erhöhen
sich die Vergleichsgewichte i9, die mechanische Kraftübertragung durch den Arm 7
fällt aber fort. Bei 23 ist ein kleiner :Motor zum Verschieben der Gewichte i9 zum
Ausgleich vorgesehen. Der Luftdruckdämpfungskolhen 24 ist zur Verhinderung sog.
Bauch-Landungen eingebaut. 25. 26 sind Spannseile, 8 zeigt die Steuerung.
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Bei der Einrichtung nach Fig. 3 ist der Arm 3 in der Pfanne 5 außer
der Axialverschiebung beim Ausgleichen des Gewichtes noch in der waagerechten Ebene
und nach unten vierschwenkbar gelagert. Er trägt an seinem einen Ende die Luftschraube
i mit Behälter i i. Am anderen Ende des Armes sitzt der Motor .4. Die Luftschraube
T (Ventilator) wird vom Motor -4 mittels biegsamer Welle 2, die sich im Schutzrohr
3 (Arm) befindet, angetrieben. In der Pfanne 5 angebrachte Anschläge begrenzen den
Weg nach oben (Linie 9) und nach unten (Linie io). Beleuchtungskörper können
bei 6 oder 8 angebracht sein, so daß sie sich selbst nicht mit dem Arm drehen. Hierbei
sind MotorundBeleuchtungskörper durch Serienschalter trennbar. Sie können auch gemeinsam
eingeschaltet werden. Je nach eingeschaltetem Vortriebswinkel kreist der Ventilator
entweder im Uhrzeiger- oder im entgegengesetzten Sinn. Die Pfanne 5 selbst führt
keine Seitenbewegung aus. Der Behälter i i kann durch Herunterziehen in seine Ruhelage
vom Boden aus mit einer Flüssigkeit usw. gefüllt werden, die zur Verbesserung, zur
Kühlung der Luft, zur Desinfizierung, zur Tötung bzw. Vertilgung von Insekten und
zur Verbreitung angenehmer Gerüche dienen kann.
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Die Einrichtung nach Fig.4 unterscheidet sich von der nach Fig.3 dadurch,
daß der Arm unten an einem Beleuchtungskörper 6 angehängt ist. Der Motor selbst
befindet sich bei 4. Bei der Einrichtung nach Fig. 5 befindet sich der Beleuchtungskörper
6 unter dem Arm. Bei 5 ist eine Schleifringlagerung vorgesehen. 12 stellt ein Gelenk
dar. Der Motor 4 hängt im Kreuzgelenk und im Behälter i i oberhalb des Ventilators.