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DE8307110U1 - Justiereinrichtung fuer eine gehrungsanschlagschiene - Google Patents

Justiereinrichtung fuer eine gehrungsanschlagschiene

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Publication number
DE8307110U1
DE8307110U1 DE19838307110 DE8307110U DE8307110U1 DE 8307110 U1 DE8307110 U1 DE 8307110U1 DE 19838307110 DE19838307110 DE 19838307110 DE 8307110 U DE8307110 U DE 8307110U DE 8307110 U1 DE8307110 U1 DE 8307110U1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
miter
adjusting device
rail
holes
plug
Prior art date
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Expired
Application number
DE19838307110
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEORG OTT WERKZEUG- und MASCHINENFABRIK 7900 ULM DE
Original Assignee
GEORG OTT WERKZEUG- und MASCHINENFABRIK 7900 ULM DE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GEORG OTT WERKZEUG- und MASCHINENFABRIK 7900 ULM DE filed Critical GEORG OTT WERKZEUG- und MASCHINENFABRIK 7900 ULM DE
Priority to DE19838307110 priority Critical patent/DE8307110U1/de
Publication of DE8307110U1 publication Critical patent/DE8307110U1/de
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  • Bearings For Parts Moving Linearly (AREA)

Description

Justiereinrichtung für eine Gehrungsanschlagschiene
Die Erfindung bezieht sich auf eine Justiereinrichtung für eine Gehrungsanschlagschiene, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Herkömmliche Justiereinrichtungen oben genannter Art haben den Nachteil, daß der Gehrungsu/inkel nur durch verhältnismäßig mühsames und zeitraubendes, sowie ein hohes Maß an Geschicklichkeit voraussetzendes Bedienen einer Winkeleinstellungseinrichtung einjustiert werden kann, wobei häufig sogar ein mehrfaches Probeschneiden erfolgen muß, um den exakten Gehrungswinkel am fertigen Bauteil zu erhalten.
Dresdner Bank (München) Kto. 3939844" . . " *, BäyeV.T(erein}bank ([$och£snj jad.J5pSS41
Γ/α
Pastscheck (München) KIa 670-43-804
§ - 6 - DE 2868
p, X
K Durch den heute allerdings zunehmenden Personalkosten-
ι anteil am fertigen Produkt entsteht deshalb das Bedürfnis,
die Handgriffe beim Herstellungsprozeß zu vereinfachen, r. um auf diese Weise die Lohnkosten so niedrig wie möglich zu halten und ein M/ettbewerbsfähiges Produkt zu schaffen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Justiereinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1
ι ■ zu schaffen, die ein schnelleres, genaueres und bequemeres "ϊ Einstellen von Gehrungswinkeln ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Ϊ 15
ί Erfindungsgemäß werden der Gehrungsanschlagschiene je-
; weils zwei Fixpunkte zugeordnet, die zueinander in einer
exakt festgelegten und festlegba'ren geometrischen Lagelf Zuordnung stehen, so daß durch wahlweise Kombination zweier
j „n verschiedener Fixpunkte durch einfaches Lösen und Einstecken von Steckzapfen exakt vorbestimmte Gehrungswinkel
eingestellt werden können. Diese Fixpunkte sind so angeordnet und in einer solchen Anzahl vorhanden, daß die Verbindungslinien der Fixpunkte eine Vielzahl von Geraden definieren, die mit der Vorschubrichtung des Vorschubtischs Winkel einschließen, die gängigen Gehrungswinkeln entsprechen, wie sie z.B. bei der Herstellung von gleich- ; seitigen Polygon-Bauteilen auftreten. Komplizierte und
-. langwierige Einstellhandgriffe können für diese gängigen
ι ,. Gehrungswinke1 vollkommen entfallen, wobei man darüber hinaus sogar einen höheren Genauigkeitsgrad erreicht, ohne daß hierfür eine besondere Geschicklichkeit vorausgesetzt wird.
35
Bei geeignet gewähltem Abstand der Stecklochreihen wird
* I
- 7 - DE 2868
die Möglichkeit eröffnet, eine so große Vielzahl von Stecklöchern vorzusehen, daß im wesentlichen alle in der Praxis auftretenden Gehrungswinkel durch die erfin-
c- dungsgemäße Fixpunkt justierung der Gehrungsanschlag- |
schiene realisiert werden können. |
Hierfür ist es besonders vorteilhaft, einen vom Maschinen- i|
bett weit auskragenden und formstabilen Rolltisch-Vor- Ii;
schubwagen gemäß Unteranspruch 7 zu verwenden, auf dem ■ I IU ph
eine die eine Lochreihe tragende Tischplatte und eine ^t
die andere Lochreihe tragende Justierschiene fest montiert ß sind. Diese Konstruktion ermöglicht es darüber hinaus, |
die Genauigkeit der Gehrungswinkeleinstellung zusätzlich Γ anzuheben, weil sich bei großem Parallelabstand Bearbei-
I
tungs- und Montagefehler der Lochreihen weniger stark J
auswirken können. |
Wenn die Lochreihen ein identisches Lochmuster aufweisen, 1
_n ergibt sich der besondere Vorteil, daß einerseits Bear- £
beitungsungenauigkeiten kleingehalten werden können und 1
daß andererseits ein großes Spektrum an Fixpunkt-Kombina- S
tionsmöglichkeiten geschaffen wird, so daß das Arbeiten t mit der erfindungsgemäßen Justiereinrichtung weiter ver-
OI_ einfacht wird,
^b
Zu einer besonders universell einsetzbaren Justiereinrichtung gelangt man mit den Merkmalen des Unteranspruchs 4. Mit dieser Weiterbildung gelingt es, innerhalb kürzester
or. Zeit und mit einem Höchstmaß an Genauigkeit komplementäre f ο U
Gehrungsanschnitte an Bauteilen vorzunehmen. Wenn die ;
Lochmuster der beiden Stecklochreihen idsntisch ausgebil- | det sind, ergibt sich dabei der zusätzliche Vorteil, daß J.
die Gehrungsanschlagschiene in einer Vielzahl von Normalebenen zur Vorschubrichtung positioniert werden kann.
■ ■ ■ · I I
■ · I
- 8 - DE 2868
Die Weiterbildung gemäß Unteranspruch 5 ist deshalb besonders vorteilhaft, «/eil diese konstruktive Ausgestaltung neben der Fixpunktjustierung weiterhin die Möglich-
K keit eröffnet, die Gehrungsanschlagschiene in jedem beo
liebigen Winkel zur Vorschubrichtung auf dem Vorschubtisch festzuklemmen.
Mit den Merkmalen des Unteranspruchs 6 wird die Verstellung des Gshrungswinkels vereinfacht, weil die Gehrungswinkelanschlagschiene bei gelöster Klemmpratze frei bzw. ohne irgendwelche Zwängungen gleiten kann. Zusammen mit der drehbaren Lagerung der Klemmpratze auf dem Drehzapfen des Führungsprismas erhält die Gehrungsanschlagschiene
exakt die Anzahl von Freiheitsgraden, die zu einer defi-15
nierten und trotzdem leichtgängigen Verstellung erforderlich sind.
Der Bedienungskomfort der erfindungsgemäßen Justiereinrichtung wird durch die Ausziehbarkeit der Gehrungsanschlagschiene zusätzlich verbessert.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der übrigen Unteransprüche.
Nachstehend werden anhand schematischer Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Stirnansicht einer Format- und Gehrungskreissäge, auf der die Justiereinrichtung für die Gehrungsanschlagschiene montiert ist,
Figur 2 eine Draufsicht der in Figur 1 dargestellten Format- und Gehrungskreissäge,
- 9 - DE 2868
15
Figur 3 eine Schnittansicht der in den Figuren 1 gezeigten Justierschiene bei eil entlang der Linie III-III in Figur 2,
■1 und 2 gezeigten Justierschiene bei einer Schnitt führung
Figur 4 einen Längsschnitt der Justierschiene im Bereich der Gehrungsanschlagschiene bei einer Schnittführung entlang der Linie IV-IV in Figur 2,
Figur 5 eine schematische Darstellung einer ersten 10
Ausführungsform der Steckloch-Reihen, zur Verdeutlichung der geometrischen Lagezuordnung der einzelnen Stecklöcher,
Figur 6 und 7 schematische Ansichten zweier weiterer Ausführungsformen der Stecklochreihen.
In den Figuren 1 und 2 ist eine Format- und Gehrungskreissäge gezeigt, die ein Bett bzw. *ein Gestell 1 und einen sich auf diesem abstützenden Vorschubtisch 2 besitzt.
Auf dem Vorschubtisch 2 ist eine nachfolgend näher zu y
beschreibende Justiereinrichtung für eine Gehrungsanschlagschiene 3 montiert.
Der Vorschubtisch 2 ist als relativ weit auskragende,
aus Besäumwaqen und Querschli *· ten bestehende Rolltisch-25
wageneinheit ausgeführt. Der Roll tischwagen besteht aus einer stabilen Stahlblechkonstruktion, die in zwei Kugelführungselementen mit Abstreifdichtungen auf gehärteter und geschliffener Rundstangenführung laufen. Die Abstützung der RoI1tischwagen-Einheit erfolgt durch zwei Wipprollenpaare 4 in Bodennähe des Gestells 1. Die Rolltischwagen-Einheit besitzt ein maximales Vorschubmaß V, das durch die Länge der Führungs-Rundstange 5 festgelegt ist.
Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, trägt der Vorschubtisch y
- 10 - DE 286b
2 an seiner planen Oberseite einerseits eine Tischplatte
6 sowie mehrere Werkstück-Auflageschienen 7, deren Höhe I der Höhe einer ausziehbaren Werkstückauflage 9 entspricht.
i 5
I Die Gehrungsschiene 3 ist über eine besonders ausgestalte-
Jf te Justiereinrichtung auf dem Vorschubtisch 2 befestigt.
I Zu dieser Justiereinrichtung gehören zwei in vorbestimm-
I tem Parallelabstand P zueinander stehende und parallel
I zur Vorschubrichtung R^ ausgerichtete Steckloch-Reihen
I 10 bzw» 11, die in Figur 2 durch die gestrichelten Linien
ί angedeutet sind. Die Stecklöcher 101 bis 109 bzva. Ill bis
J* 119 stehen zueinander in einer festen geometrischen L a g e -
jö Zuordnung, die beispielsweise so gewählt sein kann, wie
I dies in Figur 5 dargestellt ist. In diesem ("all besitzt
t 15
1 die Stecklochreihe 10 mindestens ein Steckloch 101, das
• als Fix-Drehpunkt für die Gehrungsanschlagschiene 3 dient.
\ Man kann die Stecklochreihe 10 auch als Referenz-Stecklochreihe bezeichnen. Die andere im Parallelabstand P zur
j, Stecklochreihe 10 verlaufende Stecklochreihe 11 weist
Justier-Stecklöcher 111 bis 116 auf, deren Abstand von-
!■; einander so gewählt ist, daß die jeweiligen Verbindungsgeraden 12 bis 17 mit der Vorschubrichtung R. ganz bestimmte Gehrungs-Anstellwinkel Od1 bis Od,- zwischen 90°
t und beispielsweise 45° (Verbindungsgerade 17) einschlie-
■ 25
Ben.
Man erkennt aus der Darstellung gemäß Figur 1 und 2, daß der Rolltisch-Vorschubwagen 2 eine zusammenhängende Trägerfläche einerseits für eine als Besäumschlitten funoU
gierende Tischplatte 6 und andererseits für eine die zweite Stecklochreihe 11 tragende Justierschiene 8 dient. Dadurch ist gewährleistet, daß die einzelnen Stecklöcher in den beiden Steckloch-Reihen 10 und 11 in einer sehr
genauen Lagezuordnung zueinander stehen. 1 ob
- 11 - DE 2868
' H"-Jeder Stecklochreihe 10 bzw* 11 ist ein gesonderter Steck- | zapfen 18 bzw. 19 zugeordnet, der mit den Stecklöchern
in Passungseingriff bringbar ist und dabei die Gehrungs- |:
p. anschlagschiene 3 verschiebe fest auf dem Rolltisch-Vor- jff
D p'
schubwagen 2 fixiert. Man erkennt in Figur 2 mit der |:
Strichpunktierten Linie die Gehrungsanschlagschiene 31, §|
die auf der ersten Lochreihe 10 über das Steckloch 101 ^
und auf der zweiten Steckloch-Reihe 111 über das Steck- ||
n loch 116 am Tisch befestigt ist. Dadurch verläuft die ||
Gehrungsanschlagschiene 3 parallel zur Geraden 17 gemäß y
Figur 5, die mit der Vorschubrichtung R.. einen Winkel |>
Öl/ ,- von 45° einschließt. !
Die erfindungsgemäße genaue Gehrungseinstellung der Gehrungsanschlagschiene kann man z.B. dadurch erreichen, daß
die Steckzapfen 18 bzw. 19 direkt durch die Gehrungsan-
schlagschiene 3 verlaufen und mit den Stecklöchern in |
& Passungseingriff stehen. Um allerdings neben dieser Fix- f, punkteinstellung weiterhin eine stufenlose Gehrungswinkel- M einstellung aufrecht zu erhalten, erfolgt die Befestigung r der Gehrungsanschlagschiene 3 mittels der Steckzapfen 18 C bzw. 19 über eine zwisehengesehaltete Klemmeinrichtung 20.
Zu diesem Zweck sind die Steckloch-Reihen 10 bzw. 11 im
„ hinterschnittenen schienenartigen Längsnuten 21 untergebracht, wobei die der ersten Steckloch-Reihe 10 zugeordnete Längsnut in der Besäumschlittenplatte 6 und die
der zweiten Steckloch-Reihe 11 zugeordnete Längsnut 21
in der Justierschiene 8 ausgebildet sind. j
'· Aus Figur 3 geht das Profil der Justierschiene 8 hervor, I
die auf der Oberseite die hinterschnittene schienenartige Längsnut 21 besitzt, die in identischer Form auch in
der Besäumschlittenplatte 6 ausgebildet ist. In den hin-Q[-terschnittenen Längsnuten 21 ist mit Passung ein Führungs-
- 12 - DE 2868
prisma 22 aufgenommen, das eine dem Außendurchmesser des Steckzapfens 18 bzw. 19 angepaßte Ausnehmung 23 besitzt, die bevorzugterweise von einer eingesetzten Passungsbuchse 24 gebildet ist. In einem genau und mit möglichst großer Präzision festgelegten Längsabstand A, trägt das Führungsprisma 22 einen sich normal aus der Längsnut 21 heraus erstreckenden Dreh- und Klemmzapfen 25, der an seinem oberen und unteren Ende einen Gewindeabschnitt 26 bzw. 27 und im mittleren Bereich einen Lagerabschnitt 28 besitzt, über den er verschwenkbar eine zweiteilige Klemmpratze 29, 30 lagert. Die Klemmpratze 29, 30 bildet eine aus zwei Teilen bestehende Schwalbenschwanzführung 31, die mit einer im Querschnitt trapezförmigen
PaQführungsleiste 32 in Funktionseingriff steht, die an 15
die Gehrungsanschlagschiene 3 geschraubt ist. Die Teile 29 und 30 der Schwalbenschwanz führung 31 sind mittels einer von oben auf den Gewindeabschnitt 27 des Zapfens 25 geschraubten Spannmutter 33 in Klemmkontakt mit der Paßleiste 32 bringbar. Um diesen Klemmkontakt schnell lösen und wieder herstellen zu können, besitzt die Spannmutter 33 einen Hebelfortsatz 34. Die Klemmpratze 29, bzw. deren Schwalbenschwanzführungsflächen sind so genau gearbeitet, daß der Abstand A„ von der Achse des Dreh-
zapfens 25 zur Anschlagfläche 35 der Gehrungsanschlagschiene 3 einen sehr engen Toleranzbereich besitzt.
Man erkennt, daß durch diese Konstruktion, vorausgesetzt, daß die Gehrungsanschlagschiene 3 über identisch ausgebildete Klemmpratzen und Führungsprismen 22 mittels der Steckzapfen 18 bzw. 19 am Vorschubtisch 2 im Bereich bei der Steckloch-Reihen 10 bzw. 11 am Vorschubtisch 2 befestigt ist, die Anschlagfläche 35 der Gehrungsanschlagschiene 3 immer parallel zu einer Geraden verläuft, die durch die Mittelpunkte der Führungsbuchsen 23 in den Führungsprismen 22 verläuft. Dies bedeutet aber, daß die Anschlagfläche
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immer dann, wenn die Fühiungsprismen 22 mittels der Steck zapfen 18 bzw. 19 mit ihren Ausnehmungen 23 in Fluchtungs lage zu den Stecklöchern der Steckloch-Reihen 10 bz\i/. 11 gebracht sind, exakt parallel zu den Geraden verlaufen, die durch die Zentren der gerade wirksamen Stecklöcher geht. Dies erkennt man deutlich aus der Figur 2, aus der hervorgeht, daß die Verbindungsgerade 17 der Stecklöcher 116 und 101 exakt parallel zur Anschlagfläche 35 der Gehrgngsanschlagschiene 3' verläuft.
Bei dem in Figur 5 dargestellten Ausführungsbeispiel der Steckloch-Reihen-Gestaltung besitzt jede Steckloch-Reihe 10 bzw. 11 die Länge des Parallelabstands P. Bei dieser p. Ausführungsform dient deshalb stets das Steckloch 101 als Fix-Drehpunkt und die Stecklöcher 111 bis 116 der anderen Steckloch-Reihe 11 als Justier-Stecklöcher.
Um das Arbeiten mit der erfindungsgemäßen Justiereinrich-„n tung weiter zu vereinfachen, ist es vorteilhaft, die Steckloch-Reihen 10 bzw. 11 gemäß Figur 6 identisch auszubilden, so daß nunmehr auch das Steckloch 111 als Fix-Drehpunkt fungieren kann, um die in Figur 5 dargestellten Gehrungswinkel ^i-, bis ($1 r mit negativem Vorzeichen zu erzeugen.
25
Zu einer weiteren Vereinfachung der Bedienbarkeit der
Justiereinrichtung gelangt man mit der Lochmusteraufteilung gemäß Figur 7. Diese Gestaltung geht durch Spiegelung der Lochmustergestaltung gemäß Figur 6 um eine durch die QQ Stecklöcher 111 und 101 gehende Vertikalebene E.. hervor, die die Normalebene zur Vorschubrichtung R.. darstellt.
Anstatt der in Figur 7 gezeigten Lochmuster-Gestaltufig kann auch eine andere Lochmuster-Aufteilung gewählt werden, die sich durch Hintereinanderschaltung zweier iden-3
- 14 - DE 2868
tisch ausgebildeter Lochmuster gemäG Figur 6 ergibt.
Eine weitere Möglichkeit der Lochmustergestaltung besteht darin, daß in Figur 6 dargestellte Lochmuster um eine durch die Stecklöcher 116 und 106 gehende, auf der Vorschubrichtung R.. senkrecht stehende Ebene zu spiegeln. Diese Lochmustergestaltung ist 'ei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 gewählt. Auch mit dieser Lochmustergestaltung können mit großer Geschwindigkeit feste und gängige Gehrungswinkel eingestellt werden.
Im folgenden soll kurz beschrieben werden, wie man bei der Einstellung des Gehrungswinkels am besten vorgeht. Dazu löst man zunächst die Klemmmuttern 33 und zieht die Steckzapfen 18 bzw. 19 aus den Stecklöchern heraus.
Nun kann die Gehrungsanschlagschiene 3 ohne Kraftaufwand über den Vorschubtisch 2 und in beliebiger Winkellage zur Vorschubrichtung V„ verschoben werden. Wenn beispielswei-20 se der in Figur 2 dargestellte Gehrungsu/inkel von 45° ein-• gestellt werden soll, wird die rechte Seite der Gehrungs-
schiene so weit verschoben, bis die Passungsbuchse 24
in Fluchtung mit dem Steckloch 101 gebracht ist. Durch die sich fluchtend gegenüberliegenden Löcher steckt man a 25 nun den Steckzapfen 18, der identisch mit dem Steckzapfen 19 ausgebildet ist. Wenn auf diese Weise die Gehrungsschiene auf der ersten Steckloch-Reihe 10 festgelegt ist, dient
: der auf dem Führungsprisma 22 befestigte Drehzapfen 25
■ als Drehpunkt für die Gehrungsanschlagschiene 3. Das in der
Ί 30 Justierschiene 8 geführte Führungsprisma 22 wird nun zusammen mit der Gehrungsanschlagschiene so weit verschoben, bis die Passungsbuchse 24 mit dem, einem 45D-Gehrungswinkel entsprechenden Steckloch 116 in Flurhtung gelangt. Während dieses Verschiebevorgangs kann die Paß- und Führungsleiste 32 in der hinterschnittenen Schwalbenschwanzführung 31 frei gleiten, so daß die Einstellung mit
- 15 - DE 2868
geringer Kraft erfolgen kann. Durch diese sich fluchtend gegenüberliegende Löcher wird nun der andere Steckzapfen 19 gesteckt und der Gehrungswinkel von 45° ist mit höchster
Genauigkeit festgelegt. Nun können die Klemmmuttern 33 5
angezogen werden, so daß eine Verschiebung der Gehrungsanschlagleiste 3 ausgeschlossen werden kann.
Wenn ein Gehrungswinkel eingestellt werden soll, dem kein spezielles Stecklochpaar in den Lochreihen 10 bzw. 11 zugeordnet ist, so kann die Gehrungsanschlagschiene 3 mittels der in Figur 4 dargestellten Kleirvmpratzenkonstruktion in jeder beliebigen Winkellage auch ohne die Steckzapfen 18 bzw. 19 mit den schienenartigen Längsnuten verklemmt werden. Zu diesem Zweck bedient man sich entweder 15
eines Winkelmessers oder aber einer auf der Justiersch±e~ ne 8 fest angebrachten Winkelgradskala, die auf einen
ϊ festen Drehpunkt auf der ersten "Steckloch-Reihe 10 bezo- i
gen ist. Dieser Drehpunkt kann beispielsweise vom Dreh- |'
zapfen 25 der Klemmpratze 20 gebildet sein, deren Führungs- i
prisma 22 über den Steckzapfen 18 und das Steckloch 101 |
mit dem Besäumwagentisch 6 in Verbindung steht. ,
Bevorzugterweise sind die Stecklöcher so angeordnet, daß | Gehrungswinkel von 90°, 75°, 67,5°, 60°, 54° und 45° fest f einstellbar sind. Mit diesen Gehrungswinkeln können ohne Winkeljustiervorgänge 12-Eck-, 8-Eck-, 6-Eck-, 5-Eck- und ,; 4-Eck-Polygone hergestellt νerden.
Zur weiteren Vereinfachung der Bedienbarkeit der Justier- ■>
einrichtung in Kombination mit der Format- und Gehrungskreissäge ist die Gehrungsanschlagschiene 3 ausziehbar und zusätzlich mit einer Maßskala bis beispielsweise 2600 mm versehen. Die Gehrungsanschlagschiene 3 besteht
bevorzugterweise aus vergütetem Leichtmetallprofil, und ο Ο
sie weist bevorzugterweise eine abriebfeste eloxierte
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Oberfläche auf. Aus Figur 2- geht hervor, daß die Gehrungsanschlagschiene 3 zusätzlich zwei umklappbare Längen- \ einsteller 36 bzw. 37 sowie einen umklappbaren Endanschlag 38 trägt.
Es soll noch einmal besonders hervorgehoben werden, daß sich das vorstehend beschriebene Höchstmaß an Justiergenauigkeit des Gehrungswinkels dadurch erzielen läßt, daß eine kompakte, formstabile und zusammenhängende Rolltisch-Struktur Anwendung findet, auf der einerseits eine den Besäumwagen bildende Vorschubschlittenplatte und andererseits die dazu parallel ausgerichtete Justierschiene 8 Fest montiert ist.
In einer Weiterbildung kann der Rolltisch-Vorschubwagen 2 mit einer bis zu etwa 1400 mm ausziehbaren Werkstückauflage versehen sein, die aus vergütetem stranggepreG-
tem Leichtmetallprofil mit abriebfester eloxierter Oberfläche besteht.
Der Parallelabstand P der beiden Steckloch-Reihen 10 bzw. 11 kann aufgrund der gewählten Rolltisch-Vorschubwagenkonstruktion bis zu 800 mm betragen, so daß der Längs-
n_ abstand der einzelnen Steeklöcher selbst bei feinster Ab
Gehrungsu/inkelabstufung relativ groß bleibt.

Claims (14)

  1. BüHLHjGf Kniffe - ßwpE
  2. ί ί ■■% /^_.Ι. ·.«_! 11C1 *._.,**..* Dipl.-lng. H.Tiedtke
  3. Dipl.-Chem. G.
  4. Bühling Dipl.-Ing. R.
  5. Kinne Dipl.-lng.
  6. R Grups Dipi.-Ing. B.
  7. Pellmann Dipl.-lng. K.
  8. Grams Dipl.-Chem. Dr. B. Struif
  9. Bavariaring 4, Postfach 202403 8000 München 2
  10. Tel.: 089-539653 Telex: 5-24845 tipat Telecopier: 0 39-537377 cable: Germaniapatent München
  11. 11. März 1983 DE 2868
    *ns ρ r ü c h e
    1. Justiereinrichtung für eine Gehrungsanschlagschiene, die auf einem Vorschubtisch insbesondere einer Format- und Gehrungskreissäge um einen Drehpunkt winkelverstellbar befestigt ist, gekennzeichnet durch zwei in vorbestimmtem Parallelabstand (P) zueinander stehende Steckloch-Reihen (10, 11), von denen wenigstens eine (10) zumindest ein den Drehpunkt (101) definierendes Steckloch und zumindest die andere mehrere jeweils einen bestimmten Gehrungs-Ansteilwinkel (G^ ) der Gehrungsanschlagschiene (3) definierende Stecklöcher (111 bis 116; 111 bis 116, 112' bis 116') aufweist, in denen die Gehrungsanschlagschiene (3) jeweils mit Hilfe eines gesonderten Steckzapfens (18, 19) verschiebesicher festlegbar ist.
    2. Justiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Steckloch-Reihen (10, 11) auf den zur Vorschubrichtung (Ry) parallelen Parallelseiten eines Quadrats liegen, das von den vordersten und hintersten Stecklöcnern (101, 106 bzw. 111, 116) aufgespannt ist.
    3. Justiereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckloch-Reihen (10, 11) ein identisches^Lochmuster aufweisen.
    Dresdner Bank (München) Kto. 3939 644, , * \ , SaVor. Veretaebank (WünchiynJ Wo. 508 941 Posischeck {München) Kto. 670-43-604
    I - 2 - DE 2868
    I 4. Justiereinrichtung.nach Anspruch 2 oder 3, dall durch gekennzeichnet, daß sich an jede Steckloch-Reihe [ (101 bis 106 bzw. 111 bis 116) eine weitere Steckioch-I Reihe (106 bis IGl1 bzw. 116 bis 1111) anschließt, die I spiegelbildlich zum vorderen, den Quadrateckpunkt (106 I bzw. 116) definierenden Steckloch ausgebildet ist.
    1 5. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche
    b 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stecklochreihen
    ff (10, Ii) in hinterschnittenen schienenartigen Längsnuten
    f| (21) untergebracht sind, in denen jeweils ein Führungs-
    |; prisma (22) aufgenommen ist, das eine dem Steckzapfen
    I (18, 19) angepaßte Ausnehmung (23) besitzt und einen
    I in vorbestimmtem und jeweils gleichem Absti d (A1 ) dazu
    |i 15 L
    '' angeordneten, sich aus der Längsnut (21) heraus erstreckenden Drehzapfen (25) trägt, der verschwenkbar eine Klemm-) pratze (29, 30) für die Gehrungsanschlagschiene (3) lagert.
    20
    6. Justiereinrichtung nach Ansrpuch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmpratze (29, 30) eine zweiteilige Schwalbenschwanzführung (31) bildet, die mit der Geh-
    '4 rungsanschlagschiene (3) in Funktionseingriff steht und
    deren Teile (29, 30) mittels einer Spannmutter (33, 34) ■ 25
    in Klemmkontakt mit der Gehruhgsanschlagschiene (3) und der schienenartigen Längsnut (21) bringbar sind.
    7. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
    6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steckloch-Reihe (10) dU
    in einer Vorschub-Tischplatte (6) und die andere Steckloch-Reihe (11) in einer Justierschiene (8) ausgebildet sind, wobei die Vorschub-Tischplatte und die Justierschiene jeweils auf einem aus Besäumwagen und Querschlit-, ten bestehenden Rolltisch-Vorschubwagen (2) fest montiert
    , OO
    sind.
    - 3 - DE 2868
    8. Justiereinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rolltisch-Vorschubu/agen (2) über
    zu/ei im Längsabstand zueinander stehende Kugelführungs-
    g elemente auf einer Rundstangenführung (5) läuft und sich · j| über zvi/ei Wipprollenpaare (4) am Maschinenbett (1) ab- g
    stützt. I
    9. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis |§ ,Q 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Roll tis-ch-Vorschubwa- M gen (2) mit einer ausziehbaren Werkstückauflage (9) verse- | hen ist.
    10. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1
    ,j- bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehrungsanschlagschiene (3) ausziehbar ist.
    11. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche |. 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochmuster |
    2Q der Steckloch-Reihen (10, 11} so festgelegt sind, daß |
    bei Fixierung der Gehrungsanschlagschiene (3) mittels
    der Steckzapfen (18, 19) feste Gehrungswinkel von 90°, §
    45°, 67,5°, 60°, 54° und 45° einstellbar sind.
  12. 12. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1
    bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehrungsanschlagschiene (3) eine Maßskala trägt.
  13. 13. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 2
    bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das von den Steck- '
    loch-Reihen gebildete Quadrat eine Kantenlänge von 780 mm
    hat.
  14. 14. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche
    1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,, daß die Gehrungsan-
    r ——-
    20
    - 4 - DE 2868
    schlagschiene (3) von einem■vergüte ten Leichtmetallprofil
    gebildet ist.
    P- 15. Justiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß am Rolltisch-Vorschubvi/agen (2) zusätzlich eine Winkelgradskala angebracht ist. i
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