DE8387C - Neuerungen an Glasöfen und in der Glasbereitung - Google Patents
Neuerungen an Glasöfen und in der GlasbereitungInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B5/00—Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
- C03B5/14—Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture in revolving cylindrical furnaces
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- Glass Melting And Manufacturing (AREA)
Description
1879.
i. :JÖÖSSfis aSsssaa
RICHARD MEAD ATWATER in MILLVILLE und JAMPiS WHITALL
in PHILADELPHIA (V. S. Α.).
Neuerungen an Glasöfen und in der Glasbereitung.
Patcntirt im Deutschen Reiche vom 25. Februar 1879 ab.
Die vorliegende Erfindung besteht ihrem Wesen nach darin, dais der zur Glasfabrikation
dienende Glassatz in einem besonderen Ofen bei der hierzu erforderlichen honen Temperatur
geschmolzen und, das fertige Glas alsdann in einen anderen Ofen, der als Arbeitsofen dient
und weit weniger stark erhitzt ist, abgelassen wird.
Hierbei wird die abziehende Flitze der Arbeitsöfcn
dazu verwendet, um die Kühlöfen für die fertige Glaswaarc auf der erforderlichen
Temperatur zu erhalten.
Bisher hat man gewöhnlich den Glassatz in demselben Ofen geschmolzen , von welchem
das fertige Glas von dem Arbeiter zur Verarbeitung entnommen wurde. Diese Methode ist
aus verschiedenen Gründen nicht sehr vorteilhaft, und zwar hauptsächlich deshalb, weil die
Schmelztiegel sehr viel Raum einnehmen und infolge dessen sehr viel Brennstoff bedürfen.
Fig. ι ist eine .obere Ansicht und zeigt den
Schmelzofen, einen Arbeitsofen, einen Kühlofen und einen !'heil des zweiten Arbeitsofens.
Fig. 2 ist tin κι groi'sercm Maalsstab gezeichneter
Schnitt nach der Linie 1-2 in Fig. 1 in.
der Richtung des Pfeiles gesehen. Der Ofen ibt thciiweise im Schnitt gezeichnet,
Fig, 3 ist ein Querschnitt nach der Linie 3-4 in Fig. 2.
Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt durch den Kühlofen.
Obgleich man auch einen feststehenden Ofen verwenden kann, so ist es doch aus den
weiter unten angeführten Gründen vorzuziehen, einen drehbaren Öfen zu benutzen.
Der Schmelzofen A ist hier cylindrisch mit nach beiden Seiten schief zulaufenden Enden
und besteht im wesentlichen aus Eisenplattcn,
welche mit feuerfestem Material gefüttert sind. Er ruht auf Rollen a, so. dafs man ihn ,nach
Belieben drehen'liann, '
Der Ofen ist an einem Ende mit einer, centriUen
Oeffnung l> versehen, welche mit den beiden in dem Mauerwerk .// angebrachten Kanälen B B',
Fig, ι, in Verbindung; steht, An dem entgegengesetzten
Ende befindet sich eine gleiche Oeff· '.tiling/;', welche mit dem in der Mauer //'..in-.'■
gebrachten Kanal D in Verbindung steht/ ,' ;
Der Ofen wird durch die mit einem abnehmbaren Deckel // ' versehene Oeffnung h beschickt,
Durch den Kanal B treten brennbare Gase in den Ofen und durch den Kanal B' Luft.
Gase und Luft vermengen sich vor ihrem Eintritt in den Ofen und erzeugen eine intensive
Hitze, welche direct auf die Beschickung des Ofens einwirkt. Die endlich durch die centralc
Oeffnung b' entweichenden Verbrennungsproducte
könnch dazu verwendet werden, um die Gase und die Luft vor deren Eintritt in den
Ofen vorzuwärmen.
Der obere Thcil des Glassatzes und die über
diesem befindliche Fütterung wird nothwendiger Weise heifscr, als der untere Theil des Glassatzes
und die unter diesem befindliche Fütte- · rung.
Um diese Temperaturunterschiede auszugleichen und den ganzen Glassatz der vollen Hitze
auszusetzen, so dafs das Schmelzen und Läutern leichter vor sich geht, wird der Ofen in passenden
Zwischenräumen um eine halbe Umdrehung gedreht, so dafs der hocherhitzte Theil der
Fütterung in directe Berührung mit dem Theil der Beschickung kommt, welcher vorher am
Wenigsten der Hitze ausgesetzt war. ■ Gleich-. zeitig wird das halbflüssige Glas, weichet? an
der Fütterung anhaftet, beim Drehen des Ofens der directen Wirkung der Flamme ausgesetzt
derart, dafs dasselbe rasch geschmolzen und geläutert wird, Diese Wirkung kann man ,auch
noch dadurch'befördern, dafs man die Oberfläche der Fütterung rauh macht. .;,. : ,·..'. ■>.
Auf beiden Seiten des Mauerwerkes, welches , den Schmelzofen trägt, befinden sich die beiden
Arbeitsöfen oder Kanäle //', Fig. 1 und 2, welche nach unten schräg zulaufende Seiten·,
wände und eine gewölbte Decke mit Ärbcitsöffnungcn
//' haben,. Durch letztere entnehmen die Arbeiter das Glas. ' ' . .
Wenn einer dieser Kanäle, z. B, der Kanal /,
aus dem Ofen A mit geschmolzenem Glas beschickt werden soll, so wird der Ofen A so
weit gedreht,· dafs die Oeffnung m in die in
Fig, 3 dargestellte Lage kcnrnit, Alsdann .ent·;
fernt man den ' Verschlufspfropfen ti, so dafs
das Glas · auf der schiefen; Ebene \ ),ί abwärts*
noch den Rinnen q und von dort in den Kanal
/ fliefst, worauf die' Oeffnung von neuem
verschlossen und der Ofen frisch beschickt Wird. Während' des darauffolgenden Schmälzens
der Beschickung können die Arbeiter das geschmolzene Glas aus dem Kanal / entnehmen.
Ist letzterer leer, so kann das Glas dem mittlerweile von dem Schmelzofen beschickten Kanal
/' entnommen werden, und auf diese Weise ist der Betrieb ein continuirlichcr.
Durch die Oeffnung 1W wird ein Gemenge
von brennbaren Gasen und Luft in den Arbeitsofen/
eingelassen und hält den^ Inhalt dieses
Ofens auf der gewünschten Temperatur, Die diesem Ofen, entweichenden Verbrennungsgase
werden nach dem Kühlofen K und von dort nach dem Schornstein geleitet,
Am Boden dieses Kühlofcris befinden' sich
Geleise x, auf welchen Metallwagen M hin- und hergefahren werden können. Diese Wagen
treten in den Kühlofen ein und aus durch Oöffnungen,
welche an beiden Enden des Ofens angebracht sind und durch Schiebthüren oder
sonstwie verschlossen werden können.
Beim Betrieb der Oefen befindet sich immer ein Wagen in dem Kühlofen und die fertigen
Glaswaaren werden sofort nach ihrer Herstellung auf denselben gebracht. Wenn alsdann
ein Wagen gefüllt ist, so wird er mit einem Deckel versehen, oder man bedeckt die Artikel
mit Sand, so dafs kein Luftzutritt stattfinden kann, worauf der Wagen aus dem Kühlofen gefahren
und zur Seite gestellt wird, woselbst die Gegenstände sich langsam abkühlen können.
An Stelle des gefüllten Wagens wird alsdann ein leerer in den Kühlofen eingefahren.
Die Temperatur in dem Arbeitsofen darf nicht so hoch sein, wie in dem Schmelzofen;
denn um Glas in geeigneter Weise verarbeiten zu können, mufs man dasselbe auf einem weit
niedrigeren: Temperatiirgrad halten, als anfangs
nöthig ist, um es zum Schmelzen .zu bringen,
Da die Hitze nur mit der Oberfläche des in dem Arbeitsöfen enthaltenen Glases in Berührung
kommt, so können Unreinigkeiten nicht in
dem Glase aufsteigen, und es entstehen keine Blasen,- ■■.·.,·'
Der Querschnitt des Ofens, wie er in der
, Zeichnung dargestellt ist, bietet grofse Vortheilc. ..■.Das. in ,demselben enthaltene Glas bietet !der
Flamme cine 'grofse, Fläche;dar, auch.werden
die Wände, des Ofens mehr geschont, und es ist nicht leicht möglich, dafs Stücke der Fütterung
abgelöst werden, ■
Wenn grofoe Mengen Glas dem. Arbeitsofen auf einmal entnommen werden sollen, so müssen
Form und GröfKc dicßes Ofens etwas geändert
werden,
Kin weiterer Vortheil der nach unten schief zulaufenden Seitenwändc de» Arbeitsofcns ist
der, dafü, wenn nur noch eine geringe Menge Glas in dem Arbeitsofen enthalten ist, dieses
sich in einem engeren Kaum befindet und es weniger Abgang ist, als wenn der Ofen senkrechte
Seitenwändc hätte.
Ks mag hier noch bemerkt werden, dafs die
Arbeitsöfen erwärmt werden müssen, bevor Glas in dieselben eingelassen wird,
Der Schmelzofen ist mit einem Schauloch y verschen, welches am besten in dem Deckel//1
der Beschickungsöffnung angebracht ist und sich immer über der Glasfläche befindet. Der
Ofen wird zu diesem Zweck von der in Fig. 3 dargestellten Stellung in der Richtung des
Pfeiles nur um eine halbe Umdrehung gedreht und dann wieder zurück.
Das geschmolzene Glas kann auch, wenn dies gewünscht wird, durch die Beschickungsthür
dem Ofen'entnommen werden.
Claims (5)
1. Das Verfahren zur Vorbereitung von Glas für die Verarbeitung in Gegenstände aller
Art in der Weise, dafs man das Glas vor- · erst in einem besonderen Ofen bei hoher,
Temperatur schmilzt und dann in einen besonderen getrennten Arbeitsofen abläfst, der
auf eine niedrigere Temperatur erhitzt wurde, im wesentlichen wie beschrieben.
2. Das Verfahren zum Schmelzen von Glas in ■ der Weise, dafs der über der Glasfläche
befindliche hocherhitzte Theil der Fütterung in Zwischenräumen unter die Glasfläche gebracht
wird, während letztere der Wirkung einer Flamme ausgesetzt ist, im wesentlichen ;'
wie beschrieben.
.3. Ein beweglicher Schmelzofen in Verbindung . mit einem Arbeitsofen, in welchem der Inhalt
des Schmelzofens abgelassen werden kann, im wesentlichen wie beschrieben und
dargestellt,
4. Der Oben beschriebene Arbeitsofen, welcher
aus einer langen Kammer besteht mit gewölbter Decke, in'welcher sich die Arbeite·.:
löcher befinden,/im wesentlichen wie in der·
Zeichnung dargestellt.· . . .:': ,.-.
5. Ein Arbeitsofen in Verbindung mit einem"'· Kühlofen, welcher durch die abziehende *
Hitze des Arbeitsofens erhitzt wird,- im.:
■■·.'. -wesentlichen wie beschrieben ,und dargestellt.
■,...·.· :·■.·'" ·.■·.. :':■'■ '.V-:;;.-:-,'- v
Hierzu I Blatt Zeichpungcn.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8387C true DE8387C (de) |
Family
ID=285914
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT8387D Active DE8387C (de) | Neuerungen an Glasöfen und in der Glasbereitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8387C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2575150A1 (fr) * | 1984-12-21 | 1986-06-27 | Outokumpu Oy | Procede et appareil pour la fabrication de materiaux fibreux resistant a la chaleur et/ou resistant a la flamme |
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- DE DENDAT8387D patent/DE8387C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2575150A1 (fr) * | 1984-12-21 | 1986-06-27 | Outokumpu Oy | Procede et appareil pour la fabrication de materiaux fibreux resistant a la chaleur et/ou resistant a la flamme |
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