DE1596651C - Schmelzofen zum kontinuierlichen Er schmelzen von optischen und anderen Spezial gläsern - Google Patents
Schmelzofen zum kontinuierlichen Er schmelzen von optischen und anderen Spezial gläsernInfo
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Description
einrichtung mit einer Tropf-, Walz- oder Profüzieheinrichtung
zur rationellen Herstellung aller Spezialgläser, insbesondere optischer Gläser, angeschlossen
ist.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung als Beispiel schematisch
dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 den Schmelzofen mit Läuterrohr im Längsschnitt,
F i g. 2 den Querschnitt des Schmelzofens nach der Schnittlinie A-A in F i g. 1,
Fig. 3 den Querschnitt des Läuterrohres nach der
Schnittlinie B-B in F i g. 1.
Ein unter dem Winkel α geneigt angeordneter Kipprohrschmelzofen
1 aus Platin hat auf der einen Seite eine Einfüllöffnung 2 und auf der anderen Seite eine
Auslaßöffnung 3. Er verjüngt sich zur Auslaßöffnung hin stufenweise und hat einen flach ovalen Querschnitt.
In seinem Inneren sind seinem Querschnitt angepaßte Schikanebleche 4 zur Beeinflussung der
Durchtrittsgeschwindigkeit des Rohstoffgemenges angeordnet. Sie verhindern ein zu schnelles Wegschwimmen
noch nicht durchgeschmolzenen Gemenges, lassen jedoch durch in ihnen vorgesehene Sieblöcher
auch ein genügend schnelles Leerlaufen des Ofens beim Wechsel von einer Glasart zu einer anderen zu.
Die Neigung α des Ofens ist entsprechend der Schmelzbarkeit des einzubringenden Schmelzgutes
unterschiedlich einstellbar. Der Ofen 1 ist mit einem Isoliermantel 5 umgeben und ruht mit drei entsprechend
profilierten ringförmigen Wülsten 7 auf Laufrollen 8, die es ermöglichen, daß der Ofen um seine
Längsachse um ± 90°, vornehmlich jedoch im Bereich von ± 45° zur Vergrößerung der dem Gemenge
verfügbaren Schmelzfläche hin und her gekippt werden kann. Vor der Einfullöffnung 2 des Ofens ist ein
Vorratsbehälter 9 zur Aufnahme des Rohstoffgemenges angeordnet, aus dem es mittels einer Schnecke 10
in den Ofen befördert wird. Unter der Auslaßöffnung 3 des Ofens ist ein Läuterrohr 12 aus Platin mit
einem flach ovalen Querschnitt angeordnet, das mit seiner trichterförmigen Aufweitung 13 die Auslaßöffnung
3 umfaßt.
Der Schmelzofen läßt sich mittels Hochstromtransformatoren je nach den zu erschmelzenden Gläsern
auf Temperaturen bis 1600° C direkt elektrisch beheizen.
Mit dem erfindungsgemäßen Schmelzofen lassen sich auch kleinere Mengen aller optischen Gläser und
Spezialgläser in einwandfreier Qualität wirtschaftlich erschmelzen. Große Schmelzleistungen werden dadurch
erreicht, daß das kontinuierlich mit einer Schnecke oder einem Schwingförderer eingebrachte
ίο Gemenge in dünner Schicht gleichzeitig von allen Seiten
auf einer großen Schmelzfläche erhitzt wird und die Verweilzeit des Gemenges auf der Schmelzfläche
durch Veränderung der Geschwindigkeit der Schwenkeinrichtung sowie derNeigung des Kipprohr-
ofens in großen Bereichen entsprechend der Schmelzbarkeit des betreffenden Glases variiert werden kann.
Die so erschmolzenen und geläuterten Gläser können zwar in zwei übliche Tiegel einlaufen, von welchen
jeweils einer zum herkömmlichen Homogenisieren und Entleeren dient, während der jeweils gerade
entleerte Tiegel wieder gefüllt wird. Sie werden aber viel wirtschaftlicher über einen mit Platin ausgekleideten
elektrisch beheizten Feder 14 geleitet, in dem das Glas durch mehrere hinter- oder nebeneinandergeschaltete
Rührwerke allen Erfordernissen entsprechend homogenisierbar ist. Ein weiterer Vorteil des
neuen Schmelzofens besteht darin, daß beliebige Gläser beim kontinuierlichen oder auch beim diskontinuierlichen
Verlassen des Auslaufrohres des Feeders in beliebige Profile, z. B. in Gobs, Preßlinge, Walzglas,
Barrenglas verformt und anschließend in kontinuierlich arbeitenden Kühlofen spannungsfrei gekühlt werden
können.
Ein besonderer Vorteil des bei dem neuen Ofen angewendeten Schmelzverfahrens besteht darin, daß gegenüber den bisherigen diskontinuierlich durchgeführten Schmelzverfahren für optische Gläser, bei welchen oft ganze Schmelzen, z. B. der teuren Flintgläser, wegen Knötchenbildung ausfallen und bei welchen die Schmelzofen immer wieder von den zum Ausgießen der Häfen erforderlichen tiefen Temperaturen auf die hohen Einschmelz- und Läutertemperaturen hochgeheizt werden müssen, beträchtlicheRohstoff- und Energiemengen gespart werden können.
Ein besonderer Vorteil des bei dem neuen Ofen angewendeten Schmelzverfahrens besteht darin, daß gegenüber den bisherigen diskontinuierlich durchgeführten Schmelzverfahren für optische Gläser, bei welchen oft ganze Schmelzen, z. B. der teuren Flintgläser, wegen Knötchenbildung ausfallen und bei welchen die Schmelzofen immer wieder von den zum Ausgießen der Häfen erforderlichen tiefen Temperaturen auf die hohen Einschmelz- und Läutertemperaturen hochgeheizt werden müssen, beträchtlicheRohstoff- und Energiemengen gespart werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Schmelzofen zum kontinuierlichen Erschmel- sich als erfolgreich bei der Herstellung der in großen
zen von optischen und anderen Spezialgläsern 5 Stückzahlen benötigten Preßlinge für Brillengläser,
hoher Qualität, bei dem das Rohstoffgemenge · während die Herstellung weitgehend vorgeformter
von oben in den geneigt angeordneten Ofen ein- - Preßlinge und Profile, die jeweils nur in geringen
gebracht wird, dadurch gekennzeich- Stückzahlen und aus den verschiedensten optischen
net, daß der sich zur Auslaßöffnung hin stufen- Gläsern benötigt werden, auf Schwierigkeiten stößt,
weise oder gleichmäßig verjüngende Ofen einen io da man nicht jedes der etwa 300 verschiedenen optiflach
ovalen Querschnitt hat und durch elektri- sehen Gläser rationell in einer üblichen Wanne ersehe
Beheizung erwärmbar ist . schmelzen und gleichzeitig wirtschaftlich, d. h. ohne
2. Schmelzofen nach Anspruch 1, dadurch ge- große Lagerhaltung weiterverarbeiten kann.'
kennzeichnet, daß der zur Aufnahme des Roh- Drehrohröfen mit keramischer Innenausfütterung Stoffgemenges dienende Teil (1) aus einem korro- 15 und Gasheizung zum kontinuierlichen Erschmelzen sionsbeständigen Material, vorzugsweise, aus von Glas sind bereits bekannt. Sie konnten sich in einem Edelmetall oder einer Edelmetallegierung der Glasindustrie aber nicht durchsetzen, weil durch besteht und von einem Isoliermittel (S) umgeben die erosive Wirkung der Glasschmelzflüsse eine starke ist. Korrosion des feuerfesten Materials im gasbeheizten
kennzeichnet, daß der zur Aufnahme des Roh- Drehrohröfen mit keramischer Innenausfütterung Stoffgemenges dienende Teil (1) aus einem korro- 15 und Gasheizung zum kontinuierlichen Erschmelzen sionsbeständigen Material, vorzugsweise, aus von Glas sind bereits bekannt. Sie konnten sich in einem Edelmetall oder einer Edelmetallegierung der Glasindustrie aber nicht durchsetzen, weil durch besteht und von einem Isoliermittel (S) umgeben die erosive Wirkung der Glasschmelzflüsse eine starke ist. Korrosion des feuerfesten Materials im gasbeheizten
3. Schmelzofen nach. Anspruch 1 und 2, da- 20 Drehrohrofen eintritt, die eine starke Verunreinigung
durch gekennzeichnet, daß die Neigung seiner des erschmolzenen Glases zur Folge hat.
Längsachse entsprechend der Schmelzbarkeit des Es ist auch bereits bekannt, öfen zum Glasschmeleingebrachten Glases unterschiedlich einstellbar zen elektrisch zu beheizen. Die Konstruktion der beist. · ■ kannten öfen bietet jedoch nicht die Möglichkeit,
Längsachse entsprechend der Schmelzbarkeit des Es ist auch bereits bekannt, öfen zum Glasschmeleingebrachten Glases unterschiedlich einstellbar zen elektrisch zu beheizen. Die Konstruktion der beist. · ■ kannten öfen bietet jedoch nicht die Möglichkeit,
4. Schmelzofen nach Anspruch 1, 2 und 3, da- as auch kleinere Mengen von optischen und anderen
durch gekennzeichnet, daß er um seine Längs- · Spezialgläsem hoher Qualität in kontinuierlichem
t~ achse, vorzugsweise im Bereich von + 45° bis Durchlauf wirtschaftlich zu erschmelzen,
*—45°, schwenkbar ist. . Die Erfindung hat den Zweck, die aufgeführten
5. Schmelzofen nach Anspruch 1 bis 4, da- · Mangel zu beseitigen. Sie löst die technische Aufgabe,
durch gekennzeichnet, daß in den Ofen Schikane- 30 optisches Glas und andere Spezialgläser kontinuierbleche
(4) eingebaut sind, die das einschmelzende lieh auch in kleinen Mengen mit geringem Energie-Gemenge
gleichmäßig auf die Schmelzfläche des aufwand in optischer Qualität zu erschmelzen.
Ofens verteilen und bewirken, daß das in ihm Die gestellte Aufgabe wird mittels eines Schmelzerschmolzene Glas schnell die Schmelzzone ver- . ofens, bei dem das Rohstoffgemenge von oben in den
Ofens verteilen und bewirken, daß das in ihm Die gestellte Aufgabe wird mittels eines Schmelzerschmolzene Glas schnell die Schmelzzone ver- . ofens, bei dem das Rohstoffgemenge von oben in den
• lassen kann, während noch nichtdurchgeschmol- 35 geneigt angeordneten Of en eingebracht wird, dadurch
zenes Gemenge zurückgehalten wird. gelöst, daß gemäß der Erfindung der sich zur Aus-
6. Schmelzofen nach Anspruch 1, dadurch ge- laßöfmung hin stufenweise oder gleichmäßig verjünkennzeichnet,
daß unmittelbar an den Ofen als gende Ofen einen flach ovalen Querschnitt hat und
Läuterzone ein schwach geneigtes, aus einem kor- durch elektrische Beheizung erwärmbar ist
rosionsbeständigen Material bestehendes und 40 Der zur Aufnahme des Rohstoffgemenges dienende feststehendes Rohr (12) mit einem flach ovalen Teil des Schmelzofens besteht zweckmäßig aus einem Querschnitt und einer trichterförmigen Aufwei- korrosionsbeständigen Material, vorzugsweise aus tung (13) über der Auslaßöffnung angeordnet ist. einem Edelmetall oder einer Edelmetallegierung und
rosionsbeständigen Material bestehendes und 40 Der zur Aufnahme des Rohstoffgemenges dienende feststehendes Rohr (12) mit einem flach ovalen Teil des Schmelzofens besteht zweckmäßig aus einem Querschnitt und einer trichterförmigen Aufwei- korrosionsbeständigen Material, vorzugsweise aus tung (13) über der Auslaßöffnung angeordnet ist. einem Edelmetall oder einer Edelmetallegierung und
7. Schmelzofen nach Anspruch 6, dadurch ge- ist von. einem Isoliermittel umgeben,
kennzeichnet,-daß unmittelbar an das Läuterrohr 45 Die Neigung der Längsachse des Ofens kann enteine bekannte Homogenisierungsemrichtung mit sprechend der Schmelzbarkeit des eingebrachten einer Tropf-, Walz- oder Profilzieheinrichtung zur Glases unterschiedlich einstellbar sein,
rationellen Herstellung aller Spezialgläser, insbe- Ferner ist es vorteilhaft, wenn er um seine Längssondere optischer Gläser, angeschlossen ist. achse, vorzugsweise im Bereich von + 45° bis — 45°
kennzeichnet,-daß unmittelbar an das Läuterrohr 45 Die Neigung der Längsachse des Ofens kann enteine bekannte Homogenisierungsemrichtung mit sprechend der Schmelzbarkeit des eingebrachten einer Tropf-, Walz- oder Profilzieheinrichtung zur Glases unterschiedlich einstellbar sein,
rationellen Herstellung aller Spezialgläser, insbe- Ferner ist es vorteilhaft, wenn er um seine Längssondere optischer Gläser, angeschlossen ist. achse, vorzugsweise im Bereich von + 45° bis — 45°
5° von seiner Ruhelage schwenkbar ist.
* . In den Ofen können Schikanebleche eingebaut
* . In den Ofen können Schikanebleche eingebaut
. . sein, die das einschmelzende Gemenge gleichmäßig
auf die Schmelzfläche des Ofens verteilen und bewirken, daß das in ihm erschmolzene Glas schnell die
Die Erfindung betrifft einen Schmelzofen zum kon- 55 Schmelzzone verlassen kann, während noch nicht
tinuierlichen Glasschmelzen, mit dem man auch durchgeschmolzenes Gemenge zurückgehalten wird,
kleinere Mengen nahezu aller Gläser, insbesondere , Zur Sicherung einer einwandfreien Qualität schwer
jedoch optischer Gläser wirtschaftlich erschmelzen blasenfrei erschmelzbarer Gläser ist es außerdem vor-'
und unmittelbar weiterverarbeiten kann. teilhaft, wenn unmittelbar an den Ofen ein schwach
Während früher optische Linsen und Prismen unter 60 geneigtes, aus einem korrosionsbeständigen Material,
beträchtlichem Glasverlust aus massivem optischen z.B. aus einer Edelmetallegierung, bestehendes und
Glas ausgearbeitet werden mußten, brachte später feststehendes Rohr mit einem flach ovalen Querdas
Verpressen ausgesuchter Stücke guten optischen schnitt als weitere Läuterzone angeschlossen ist, das
Glases bereits eine beträchtliche Steigerung der sich mit einer trichterförmigen Aufweitung über die
Arbeitsproduktivität bei wesentlicher Verminderung 65 Auslaßöffnung des Ofens schiebt und durch Kurzder
Glasverluste. Trotzdem fehlte es nicht an Be- schlußheizung erwärmbar ist
mühungen, das frisch geschmolzene flüssige Glas un- Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn unmittelbar
mittelbar in die gewünschte Form zu bringen und bei an das Läuterrohr eine bekannte Homogenisierungs-
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0102003 | 1966-02-14 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1596651A1 DE1596651A1 (de) | 1971-04-22 |
| DE1596651C true DE1596651C (de) | 1973-08-23 |
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