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DE837800C - Stabilisieren von Speiseoelen und -fetten - Google Patents

Stabilisieren von Speiseoelen und -fetten

Info

Publication number
DE837800C
DE837800C DEU600A DEU0000600A DE837800C DE 837800 C DE837800 C DE 837800C DE U600 A DEU600 A DE U600A DE U0000600 A DEU0000600 A DE U0000600A DE 837800 C DE837800 C DE 837800C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
added
fats
fat
tertiary
alkyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEU600A
Other languages
English (en)
Inventor
Joseph Albert Chenicek
Robert Henry Rosenwald
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Universal Oil Products Co
Original Assignee
Universal Oil Products Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Universal Oil Products Co filed Critical Universal Oil Products Co
Application granted granted Critical
Publication of DE837800C publication Critical patent/DE837800C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B5/00Preserving by using additives, e.g. anti-oxidants
    • C11B5/0021Preserving by using additives, e.g. anti-oxidants containing oxygen
    • C11B5/0035Phenols; Their halogenated and aminated derivates, their salts, their esters with carboxylic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Emergency Medicine (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Stabilisieren von Speiseölen und -fetten 13ie Erfindung behandelt die Stabilisierung von Speiseölen und -fetten und besonders die Verzögerung ihres Ranzigwerdens.
  • Es sind viele Verbindungen bekannt, welche das Ranzigwerden von Speiseölen und -fetten verhindern, praktisch sind sie aber alle ungeeignet, da sie entweder giftig sind und daher zur Stabilisierung von Speiseölen und -fetten nicht verwandt werden können oder diesen Fetten und Ölen einen schlechten Geruch und Geschmack mitteilen. Einige dieser Verbindungen sind so flüchtig, daB sie sich aus den Ölen und Fetten während des Kochens oder des Bratens in tiefem Fett entfernen, wogegen andere wieder relativ unlöslich in Ölen und Fetten sind.
  • Ein sehr wichtiges Merkmal eines Verzögerungsmittels zur Stabilisierung von Ölen und Fetten ist die Möglichkeit, das Verzögerungsmitt'el auch auf Bäckereierzeugnisse zu übertragen. Viele Bäckereiprodukte, wie z. B. Keks, werden vor ihrem Verbrauch für eine beträchtliche Zeit in Fabriken, Lagerhäusern und im Haushalt aufbewahrt. Diese Bäckereiprodukte neigen -infolge ihrer langen Aufbewahrung zum Ranzigwerden. Während einige der bekannten Verzögerungsmittel sehr stark bei Anwendung auf Speiseöle und -fette wirken, lassen sie sich nicht auf Bäckereiprodukte übertragen und sind deshalb für den, beabsichtigten Zweck nicht vollkommen zufriedenstellend. Es -ist das Ziel der Erfindung, eine Klasse von Verzögerungsmitteln zu schaffen, welche das Schlechtwerden von Speiseölen und -fetten ebenso verzögern wie das kanzigwerden von Bäckereierzeugnissen. Eine Ausführungsform der Erfindung behandelt ein Verfahren zur Stabilisierung von Speiseölen,und -fetten gegen das Ranzigwerden, bei dem ihnen eine kleinere Menge eines 2-Alkyl-4-alkoxyphenols beigegeben wird. Eine solche Verbindung hat die allgemeine Struktur in welcher R und R' Alkylgruppen sind.
  • Eine andere Ausführungsform der Erfindung betrifft Speiseöle und -fette, die normal zum Ranzigwerden neigen und denen eine kleine Menge eines 2-Alkyl-4-alkoxyphenols beigefügt wird, welches obige allgemeine Struktur hat.
  • Die Speiseöle und -fette, die gemäß der Erfindung stabilisiert werden, sind im allgemeinen tierischen und pflanzlichenUrsprungs. Nur als typi-scheRepräsentanten seien die folgenden erwähnt: Leinsamenöl, Menhadenöl, Dorschlebertran, Rizinusöl, Olivenöl, Traubenkernöl, Kokosnußöl, Palmöl, Maisöl, Sesamöl, Erdnußöl, Babussuöl, Butter,Fett,Schmalz, Rindertalg u.dgl. Auch andere ÖleundFette können im Rahmen der Erfindung behandelt werden, einschließlich der Öle und Fette, die vorher verschiedenen Behandlungen unterworfen wurden, wie z. B. dem Blasen mit Luft oder Hitzebehandlung. Das Verzögerungsmittel, das gemäß der Erfindung benutzt werden soll, umfaßt 2-Alkyl-4-alktixyphenole der allgemeinen Struktur in welchen R und R' Alkylgruppen sind.
  • Die am Ring in Orthostellung zur Hydroxylgruppe eingeführten Alkylgruppen können jede Alkylgruppe umfassen, wie Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, Sekundär-Butyl, Tertiär-Butyl, Amyl, Isoamyl, Sekundär-Amyl, Tertiär-Amyl und ähnliche. Unter diesen Gruppen scheinen die tertiären Alkylgruppen am wirksamsten, um der resultierenden Verbindung, die Verzögererwirksamkeit zu erteilen. In ähnlicher Weise tragen die Gruppen von höherem Molekulargewicht zu anderen wünschenswerten Eigenschaften des Verzögerungsmittels bei.
  • Besonders starke Verzögerungsmittel umfassen diejenigen, in welchen die Alkoxy- oder Äthergruppe sich in der 4-Stellung befindet. Die Alkylgruppe dieses Alkoxysubstituenten kann z. B. Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, Sekundär-Butyl, Tertiär-Butyl, Amyl, Isoamyl, Sekundär-Amyl, Tertiär-Amyl und ähnliche umfassen und kann dieselbe wie oder verschieden von den anderen Alkylsubstituentengruppen sein. Im allgemeinen tcann gesagt werden, daß die Alkoxygruppen von relativ niedrigem Molekulargewicht, nämlich Methoxy- und Äthoxygruppen, den stärksten Einfhrß zu haben scheinen, obwohl auch die anderen Gruppen beträchtlichen Wert haben.
  • Das Verzögerungsmittel, das die Erfindung vorsieht, kann in irgendeiner geeigneten Art dargestellt werden. Eine besonders geeignete Methode zur Darstellung des Verzögerungsmittels besteht im Alkylieren eines Hydrochinonäthers, insbesondere eines Monoalkyläthers mit einer olefinartig wirkenden Substanz, wie z. B. ein Olefin, Alkohol, Äther u. dgl. Zum Beispiel kann Hydrochinohmonomethyläther bei einer Temperatur von 75 bis 80° C mit einem tertiären Alkohol, der der einzuführenden Gruppe entspricht,umgesetzt werden, wobei 85%ige Phosphorsäure als Katalysator gebraucht wird. Die Reaktionsmischung wird fortlaufend gerührt, bis die Umsetzung vollständig ist. DieMischungwird'dann mit Wassergewaschen, um die zurückgebliebene Säure zu entfernen, und wird mit ioQ/oiger Natriumhy droxydlösung extrahiert, um den nicht umgesetzten Hydrochinonäther zu entfernen. Der unlöAicbe Teil wird unter vermindertem Druck destilliert, und die entstandene Verbindung kann durch Umkristallisieren weiter gereinigt werden.
  • Das Verzögerungsmittel nach der Erfindung wird den Ölen und Fetten in Mengen von weniger als i Gewichtsprozent und im allgemeinen unter o,oio/o beigefügt. In den meisten Fällen wird die Menge .des Verzögerungsmittels zwischen o,oooi und o,oio/o liegen.
  • Das folgende Beispiel soll weiterhin die Neuheit und die Nützlichkeit der Erfindung unter Be<veis stellen, aber nicht sie ungebührlich begrenzen.
  • Das Verzögerungsmittel nach der Erfindung wurde zum Stabilisieren von Schmalz, das eine Haltbarkeitsdauer von 5 Stunden nach dem Swiftversuch hatte, gebraucht. Dieser Versuch wird im einzelnen in ,dem Aufsatz von A. E. King, H. L. Roschen und W. H. I r w i n beschrieben, welcher in »0i1 and SoapR, Bd. X, Nr. 6, S. 105 bis 109 (i933), erschienen ist. Im allgemeinen umfaßt dieser Versuch das Durchblasen von Luft durch eine Probe des Schmalzes, bis die Ranzigkeit organoleptisch und durch Peroxydwerte bestimmt wird.
  • o,oo5 Gewichtsprozent 2-Tertiär-Butyl-4-methoxyphenol, das dem Schmalz beigefügt wurde, erhöhte die Haltbarkeitsdauer auf 23 Stunden. Das Verzögerungsmittel war durch Umsetzung von tertiärem Butylalkohol mit Hydrochinonmonomethyläther bei 8o' C in Gegenwart von Phosphorsäurekatalysator dargestellt worden. Obgleich es schwer ist, die Dauer des Ranzigwerdens, wie sie durch diesen Versuch bestimmt wird, mit den Tagen oder Monaten der Lagerung in Fabriken, Lagern oder Haushalten einwandfrei zu vergleichen, wird im allgemeinen angenommen, daß eine Haltbarkeitsdauer von 20 Stunden für alle praktischen Zwecke gewöhnlich ausreichend sein dürfte. Einer der Gründe für die Schwierigkeit dieses Vergleichs ist, daß die aufeinanderfolgende Aufbewahrung, vor allem in Haushalten, unter verschiedenen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen stattfindet. Zum Beispiel werden in einigen Haushalten die Öle und Fette an einen der Sonne ausgesetzten Platz gelegt und dadurch der Hitze ausgesetzt, oder die öle kommen in eine feuchte Atmosphäre und werden dadurch schädlich beeinfiuBt.
  • Eine wichtige Eigenschaft des Verzögerungsmittels nach der Erfindung ist, daß es mit dem Schmalz auf Bäckereiprodukte übergeht und dadurch auch ihr Ranzigwerden verzögert. Im allgemeinen werden die Bäckereiprodukte in bezug auf Ranzigkeit in erster Linie durch Kosten versucht, und es hat sich herausgestellt, daß die mit dem Verzögerungsmittel enthaltenden Schmalz hergestellten Bäckereiprodukte für eine beträchtlich längere Zeit gegen Ranzigwerden geschützt waren, als dieselben mit Schmalz hergestellten Bäckereiprodukte ohne Beifügung des Verzögerungsmittels nach der Erfindung. Wie oben erwähnt, ist diese Eigenschaft ein wichtiges Merkmal der Erfindung von Verzögerungsmitteln für Speiseöle und -fette. Zum Beispiel geht Hydrochinon, das sonst ein gutes Verzögerungsmittel für Speiseöle und -fette ist, nicht auf Bäckereiprodukte über und ist deshalb auch nicht zufriedenstellend für gewerbliche Zwecke.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Stabilisieren von Speiseölen und -fetten, dadurch gekennzeichnet, daß ihnen eine kleine Menge von einem 2-Alkyl-q.-alkoxyphenol beigefügt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einem Speiseöl oder -fett eine kleine Menge eines 2-Tertiär-Butyl-4-alkoxyphenols beigefügt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch. i, dadurch gekennzeichnet, daß einem Speiseöl oder -fett eine kleine Menge eines 2-Alkyl-4-alkoxyphenols beigefügt wird, in welchem die 2-Alkylgruppe mindestens 3 Kohlenstoffatome und das Alkylradikal der 4-Alkoxygruppe weniger als 3 Kohlenstoffatonle enthält.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einem Speiseöl oder -fett eine kleine Menge eines Produktes beigefügt wird, das sich bei der Reaktion eines Hydrochinonäthers mit einer olefinartig wirkenden Substanz ergibt, die aus einer Gruppe, bestehend aus Olefinen, Alkoholen und Äthern, ausgewählt ist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch Umsetzung eines Monoalkylhydrochinonäthers mit einem tertiären Alkohol in Gegenwart eines Phosphorsäurekatalysators gewonnenes Produkt gebraucht wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß 2-Tertiär-Butyl-4-methoxyphenol dem Speiseöl oder -fett beigefügt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß 2-Tertiär-Butyl-4-äthoxyphenol dem Speiseöl oder -fett beigefügt wird. B. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß 2-Tertiär-Amyl-4-methoxyphenol dem Speiseöl oder -fett beigefügt wird.
DEU600A 1945-10-24 1950-09-21 Stabilisieren von Speiseoelen und -fetten Expired DE837800C (de)

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