[go: up one dir, main page]

DE1211205B - Verwendung von Carbonsaeureestern oder -amiden zur Herabsctzung bzw. Unterdrueckung der Fluechtigkeit von wasserhaltigen Loesungen fluechtiger organischer Verbindungen - Google Patents

Verwendung von Carbonsaeureestern oder -amiden zur Herabsctzung bzw. Unterdrueckung der Fluechtigkeit von wasserhaltigen Loesungen fluechtiger organischer Verbindungen

Info

Publication number
DE1211205B
DE1211205B DEO9122A DEO0009122A DE1211205B DE 1211205 B DE1211205 B DE 1211205B DE O9122 A DEO9122 A DE O9122A DE O0009122 A DEO0009122 A DE O0009122A DE 1211205 B DE1211205 B DE 1211205B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
oil
volatility
volatile organic
aqueous solutions
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEO9122A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Powers Cox
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Omega Chemicals Corp
Original Assignee
Omega Chemicals Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Omega Chemicals Corp filed Critical Omega Chemicals Corp
Publication of DE1211205B publication Critical patent/DE1211205B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/16Preventing evaporation or oxidation of non-metallic liquids by applying a floating layer, e.g. of microballoons

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Disinfection, Sterilisation Or Deodorisation Of Air (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verwendung von Carbonsäureestern oder -amiden zu Herabsetzung bzw. Unterdrückung der Flüchtigkeit von wasserhaltigen Lösungen flüchtiger orannische Verbindungen Die Erfindung bezieht sich auf Mittel zur Herabsetzung bzw. Unterdrücicung der FlüchtigLeit voil wasserhaltigen Lösungen normalerweise flüchüger organischer Substanzen.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden gewisse Fettalkohole, wie Cetyl- und Stearylalkohol, welche die Verdampfung von Wasser bis zu einem geuvissen Ausmaß vermin.dern, zur Verhinderung der Çferdalllpfung von organischen Flüssigkeiten, wie Benzol, Styrol, Aceton oder Methanol und deren wasserhaltigen Mischungen, zu verwenden. Es wurde jedoch gefunden, daß solche Fettalkohole in Wirklichkeit die Verdampfung von organischen Flüssigkeiten und ihren wasserhaltigen Mischungen erhöhen, weil ihre Oberflächenaktivität eine Zunahme des wirksamen, für eine Verdampfung verfügbaren Oberflächenbereiches der flüchtigen organischen Flüssigkeit verursacht.
  • Etwas erfolgreicher war die Anwendung physikalischer Methoden zur Herabsetzung der Verflüchtigung. Solche Methoden bestehen darin, daß sie Spezialtanke und -vorratsbehälter zum Aufbewahren und zum Lagern von flüchtigen organischen Materialien, auf der Oberfläche von flüchtigen organischen Flüssigkeiten schwimmende Hohlkörper aus inertem Material, eine auf der Oberfläche einer flüchtigen Flüssigkeit schwimmende Schaumschicht verwenden, die eine nicht mischbare, nichtflüchtige Flüssigkeits-oder Feststoffschicht zwischen das zu schützende organische flüchtige Material und die umgebende Atmosphäre bringen. Alle diese Verfahren sind jedoch außerordentlich kompliziert und hinsichtlich ihrer Anwendungsmöglichkeit eng begrenzt.
  • Es wurde ferner bereits vorgeschlagen, die Verbindung N,N-Dimethyl-N'-perfluorcaproyl-(propylen-1,3-diamin) in geringen Mengen zur Verhinderung der Verdampfung von flüchtigen Kohlenwasserstoffen, wie Benzin, einzusetzen. Obwohl diese Verbindung bei benzinartigen Kohlenwasserstoffen sehr wirksam ist, verzögert sie jedoch nicht die Verdampfung von anderen gebräuchlichen flüchtigen organischen Verbindungen. Überdies baut sie bei ihrer Anwendung eine Schaumschicht auf der Oberfläche auf, so daß es sich im Endeffekt um eine nur begrenzt anwendbare physikalische Methode der Verdampfungsherabsetzmig handelt.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich bei Verwendung von Carbonsäureestern oder -amiden der allgemeinen Formel oder in welchen R einen Alkylrest oder ein Alkylrestgemisch mit 8 bis 32 Kohlenstoffatomen, n eine ganze Zahl von 1 bis 60 und x und y ganze positive Zahlen sind, deren Summe gleich 0 bis 60, vorzugsweise gleich 5 bis 50 ist, bedeutet, in einer Menge von 0,0005 bis 10, vorzugsweise 0,1 bis 5 Gewichtsprozent die Flüchtigkeit von wasserhaltigen Lösungen flüchtiger organischer Verbindungen, vorzugsweise solcher Lösungen, in denen das Gewichtsverhältnis von Wasser zu organischer Substanz von etwa 5:95 bis 50:50 beträgt, vermindern oder unterdrücken läßt.
  • Insbesondere lassen sich erfindungsgemäß Lösungen von Alkoholen oder Ketonen in ihrer Flüchtigkeit inhibieren, und zweckmäßig verwendet man solche Verbindungen der allgemeinen Formel 1, in denen der Rest R ein Stearylrest und n = 10 bis 15 oder ein Gemisch von Lauryl- oder Myristylresten und n = 5 bis 10 oder ein Oleylrest und n 10 ist. Ebenfalls besonders vorteilhaft ist es, wenn man Verbindungen der allgemeinen Formel II verwendet, worin der Rest R der Rest einer Fettsäure ist, sowie x und bzw. oder y gleich 0 sind.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten Inhibitoren gehören zur Gruppe der Fettsäureglykolester (s. Formel), der Fettsäureamide und bestimmter, am Amidstickstoffoxyäthylierter Fettsäureamide, wie sie der obigen Formel II entsprechen.
  • Unter den vielen geeigneten R-Resten befinden sich natürliche und synthetische, völlig gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffreste und deren Mischungen, die ungesättigten, natürlichen und synthetischen aliphatischen Kohlenwasserstoffreste und die Alkylreste, welche sich von Fetten, fetten Ölen, Fetts säuren usw. ableiten.
  • Spezifische Beispiele für R sind z. B. Octyl-, Nonyl-, Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl-, Cetyl-, Ceryl-und Eicosylreste, die sich von verschiedenen synthetisch hergestellten C21- bis C32-Kohlenwasserstoffen ableiten, Octenyl-, Octadienyl-, Dodecenyl-, Dodecan dienyl», Hexadecenyl-, Hexadekadienylreste u. ä. Weitere geeignete Beispiele für R sind Decylenyl-, Dodecylenyl-, Hentriacontyl, Heptacosyl-, Octacosyl-, Hexan cosyl-, Dotriacontanyl-, Phytadienyl-, Phytyl-, Triacontanyl-, Myricyl-, Nonacosyl-, Melissyl- und der Pelargonylrest. Weitere Beispiele für R sind die gemischten Allylreste, die sich von verschiedenen Fetten und Ölen ableiten, z. B. von Spermacetöl, Fischtran, Walöl, Specköl, Knochenöl, Baumwollsaatöl, Fuchsin, Ferillalöl, Babussuöl, Palmkernöl, Rizinusöl, Rapsöl, Palmöl, Kokosnußöl, Sojabohnenöl, Oiticacaöl, Tungöl, Leinöl, Kornöl, Tallöl, Fischölen einschließlich Lebertranöl, Heringsöl, Pilchardöl und Sardinenöl, von hydriertem Talg, hydriertem Kornöl, Tallöl und hydriertem Tallöl, ebenso wie Alkylreste, die sich von synthetisch hergestellten gemischten Carbonsäuren mit im Durchschnitt etwa 8 bis 32 Kohlenstoffatomen ableiten.
  • Die Menge des zur Erzielung des gewünschten Ergebnisses erforderlichen Zusatzes variiert natürlich mit dem besonderen zu stabilisierenden organischen Material und dem besonderen verwendeten Zusatz.
  • Nicht alle Inhibitoren sind bei allen flüchtigen ororganischen Verbindungen gleichermaßen wirksam. Im allgemeinen beträgt die wirksame Menge des zuzusetzenden Inhibitors etwa 0,0005 bis etwa 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das flüchtige organische Material. Ein bevorzugter Bereich für den Stabilisator liegt zwischen etwa 0,1 und etwa 5,0 Gewichtsprozent, bezogen auf das flüchtige organische Material.
  • Zu den spezifischen Materialien, deren wäßrige Mischungen im wesentlichen durch eine Behandlung gemäß der Erfindung nichtflüchtig gemacht werden, gehören Glyoxal, Methylglyoxal, Acetaldehyd, Chloral, Bromal, Aldol, Aceton, Methyläthylketon, Methyl propylketon, Methylvinylketon, Naphthochinon, Toluchinon, 2,6-Dichlorchinon, Acetonitril, Acrylnitril, Brenztraubensäurenitril, Dipropylamin, Dibutylamin, Diallylamin, Morpholin, Propylendiamin, Äthylendiamin, Monobutylamin, Trimethylamin, Cadaverin, Tetramethylendiamin, Allylamin, Amylamin, Isopropylamin, Picolin, Piperazin, Pipecolin, Piperidin, Pyridin, Pyrazin, Pyrrol, Pyrimidin, Äthylpyrrol, Methylpyrrol, Trimethylenimin, Formaldehyd, Aceton aldehydoxim, 1-Aminäthanol, Acetamid, Thioacetamid, Essigsäure, Methoxylessigsäure, Mercaptoessigsäure, Thioessigsäure, Trifluoressigsäure, Acetoessigsäure, Acetol, ß-Ketoglutarsäure, 2Furylacetonitnl ec-Hydroxyacetophenon, Acetoxim, Acrolein, Acryl säure, 2-Chloracrylsäure, Allylalkohol, Allylamin, Anabasin, Benzolsulfonsäure, O-Nitrobenzolsulfonsäure, Äthylborsäure u. ä.
  • In ähnlicher Weise wird auch die Stabilität von wäßrigen Lösungen der folgenden Verbindungen erfindungsgemäß verbessert: Acetylen, Butadien, 2-Aminobutanol, Vinylessigsäure, Methallylalkohol, Butylschwefelsäure, oc-Ketonbuttersäure, Diäthylcarbaminsäure, Cyanogenbromid, Cyanogenchlorid, Cyclohexandion, Cyclopentanon, Diäthylnitramin, Dimethylamin, Dimethylnitramin, Dioxan, 2-Methyldioxolan, Äthylnitrat, 2 - Aminoäthanol, 2 - Bromäthylacetat, 2-Chloräthanol, 2-Fluoräthanol 2-Nitroäthanol, Butylmethyläther, Äthylisopropyiäther, Äthylmethaläther, Äthylpropyläther, Äthoxyamine, Äthylalkohol, Äthylenoxyd, Äthylenimin, Diäthyläther, Äthylisocyanid, Äthylsulfoxyde, Formamid, Ameisensäure, Äthylformiat, Tetrahydrofuran, Äthylendithiocyanat, Methylhexinol, Benzylhydrazin, Methylhydrazin, N - Benzylhydroxylamin, N - Äthylhydroxylamin, N-Phenylhydroxylamin, Isäthionisäure, Acetoncyanhydrin, Isopropylalkohol, 2,5-Dimethylpyrazin, Methylal, Methanol, Methylsulfoxyd, 1-Naphthalinsulfonsäure, Nitroform, Dimethylphosphinsäure, Propargylsäure, Propionsäure, Propylalkohol, Propargylalkohol, Pyrrolidin, Pyrrolidon, Pyrrolin, Pyruvinsäure, 2-Aminothiophen, Triäthylamin, Triäthanolamin, Trimethylamin, Äthylharnstoff, Methylharnstoff, Aminovaleriansäure und Hydroxyvaleriansäure.
  • Auch wäßrige Lösungen von vielen flüchtigen organischen Substanzen, die bei Raumtemperatur gasförmig sind, lassen sich durch eine erfindungsgemäße Behandlung in ihrer Stabilität verbessern.
  • Als Folge der Anwendung der erfindungsgemäßen Mittel ergab sich, daß wäßrige Mischungen von organischen, normalerweise einen charakteristischen Geruch besitzenden organischen Verbindungen ihren charakteristischen Geruch in dem Maße verlieren, wie die Flüchtigkeit der organischen Verbindung in der Mischung herabgesetzt wird.
  • Die erfindungsgemäß erreichbare Verminderung der Flüchtigkeit organischer Substanzen in wasserhaltiger Lösung ist besonders vorteilhaft für die Verschiffung und Lagerung solcher, insbesondere hochflüchtiger, organischer Substanzen, und man erreicht erfindungsgemäß, daß diese wasserhaltigen Lösungen stabil bleiben und leicht und wirtschaftlich gehandhabt und gelagert werden können, so daß sich besondere Vorsichtsmaßnahmen erübrigen. Dies läßt sich durch den erfindungsgemäßen Zusatz geringer Inhibitormengen, die in einfacher Weise nur der zu stabilisierenden Lösung zugemischt werden, ohne besonderen Aufwand erreichen.
  • Auch im Laboratorium bringt die Verwendung der erfindungsgemäßen Inhibitoren besondere Vorteile.
  • Es wird auf einfache Weise die Gefahr der gefürchteten Brände vermieden, die dann zu entstehen pilegen, wenn flüchtige Substanzen frei werden und mit an entfernterer Stelle im Laboratorium brennenden offenen Flammen in Berührung kommen. Ferner lassen sich die insbesondere beim Arbeiten mit Aminen und Nitrilen bekannten unangenehmen Geruchsbelästigungen verringern oder unterbinden, und es können gesundheitliche Störungen, die insbesondere in Industriebetrieben, wo beispielsweise Lösungen von Substanzen wie Methanol, Aceton, Isopropanol, Methyläthylketon usw. verwendet werden, vielfach auftreten, weil nicht sichergestellt werden kann, daß alle vorgesehenen Schutzmaßnahmen tatsächlich stets von den mit den Lösungen Arbeitenden beachtet werden, reduziert werden.
  • Ferner lassen sich erfindungsgemäß auch im Handel zu vertreibende wäßrige Lösungen, beispielsweise wäßrige Lösungen von Alkohol zum Einreiben u. dgl., stabilisieren, was einen weiteren Vorteil darstellt.
  • Der Mechanismus der Herabsetzung bzw. Unterdrückung der Verdunstung von wäßrigen organischen Lösungen durch die Zusätze gemäß der Erfindung ist noch nicht völlig aufgeklärt. Es scheint aber, daß der Zusatz manchmal dahingehend wirkt, daß eine sehr dünne Schutzschicht auf der Oberfläche gebildet wird.
  • Die Schicht kann durch mechanisches Rühren, Ultraschall oder Besprühen und ähnliche Maßnahmen zerstört werden. Sofort nach Beendigung der Anwendung solcher Maßnahmen bildet sich die Schutzschicht jedoch wieder von selbst zurück.
  • Die Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Zusatzes ist offenbar sowohl eine Funktion der Konzentration als auch der Art des in der Lösung anwesenden, vor Verdunstung zu schützenden organischen Materials.
  • Als weitere Folge der Anwendung der erfindungsgemäßen Mittel ergibt sich, daß man durch eine geeignete Auswahl des erfindungsgemäßen Zusatzes reine Komponenten durch fraktionierte Verdunstung erhalten kann, weshalb die erfindungsmäßigen Mittel auch für die Trennung von durch Rektifikation nicht trennbare Azeotropen aus Wasser und organischen Substanzen geeignet sind, wie das folgende Beispiel zeigt: 9,9 g einer äquimolaren Lösung aus Wasser und Aceton wurden in einer Aluminiumschale von 25,8 cm2 Oberflächenbereich mit 0,1 g Diglykolstearat vermischt. Nach einer 24stündigen Verweilzeit bei den umgebenden atmosphärischen Bedingungen wurde die Konzentration der Lösung bestimmt. Sie betrug 30 Molprozent Wasser und 70 Molprozent Aceton.
  • Beispiele 1 bis 8 Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel o (CH2CH20)wH R C N (CH2CH2O)yH (II) in der R die Zusammensetzung: 2 °/0 hydriertes Myristyl-, 32,5 0/o hydriertes Palmityl-, 14,5 0/e hydriertes Stearyl-, 48,3 O/o hydriertes Oleyl- und 2,7 0/o hydriertes Linolylhat und (x Dr y) gleich 5 für die Verbindung I und 50 für die Verbindung II der folgenden Tabelle ist, wurden Versuche angestellt, bei denen der Zusatz in 1°/Oiger Konzentration bei jeder der folgenden Lösungen, in Gewichtsprozent ausgedrückt A. 950/o Methanol - °/0 Wasser, B. 95 °/0 Aceton - 50/o Wasser, C. 95 0/o Isopropanol - 5 0/o Wasser, D. 95 0/o Methyläthylketon - 5 0/o Wasser, angewendet wurde.
  • In jedem Fall wurden die Lösungen, welche 10/o Zusatz enthielten, mit einer Kontrollösung, welche keinen Zusatz enthielt, verglichen.
  • Eine 10-g-Probe von jeder Lösung wurde in eine Aluminiumschale von 25,8 cm2 Oberfläche eingewogen und den umgebenden atmosphärischen Bedingungen ausgesetzt, wobei Wägungen nach 6 bzw.
  • 16 Stunden ausgeführt wurden. Auf Grund der Wägungen wurden die gleichmäßigen Verdampfungsgrade, ausgedrückt als Grammverlust je Stunde je 6,45 cm2 ausgesetzten Oberflächengebietes, berechnet. Das Verdampfungsverhältnis von unmodifizierter Lösung zu dem einer Lösung, welche einen Inhibitor enthielt, wurde dann berechnet; die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben:
    Verdampfungs-
    verhältnis
    Beispiel Lösung Zusatz (reine Lösung gegen
    modifizierte Lösung)
    1 A Verbindung I 10,1
    2 B Verbindung I 7,8
    3 C Verbindung I 12,3
    4 D Verbindung 1 14,7
    5 A Verbindung II - 18,5
    6 B Verbindung II 16,6
    7 C Verbindung II 15,7
    8 D Verbindung II 11,9
    Beispiele 9 bis 14 Um die bemerkenswerte Überlegenheit der Verbindungen der Formeln 1 und II bei nur durch aufgenommene Luftfeuchtigkeit verdünnten, im übrigen reinen organischen Substanzen unter hohen Feuchtigkeitsbedingungen zu zeigen, wurde eine 1 0/o Methanol enthaltende Lösung mit diesen durch kondensierte Luftfeuchtigkeit verdünnten Substanzen hergestellt und wie in den Beispielen 1 bis 8 unter den angezeigten überwachten relativen Luftfeuchtigkeitsbedingungen gehandhabt. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle wiedergegeben:
    Verdampfungs-
    grad nach
    Gleichgewichts-
    Relative einstellung
    Beispiel Zusatz Feuchtig- (Grammverlust
    keit je Stunde
    je 645cm)
    ausgesetzter
    Oberfläche
    9 Verbindung I 0 1,70
    10 Verbindung I 65 0,24
    11 Verbindung I 100 0,20
    12 Verbindung II 0 ' 1,65
    13 Verbindung II 65 : 0,12
    14 Verbindung II 100 0,10
    Kontrolle kein Zusatz 0 2,70
    Kontrolle kein Zusatz 65 1,95
    Kontrolle kein Zusatz 100 1,89
    Beispiele 15 bis 22 Um die Anwendbarkeit der vorliegenden Erfindung bei wäßrigen, azeotropen Lösungen zu verdeutlichen, wurden I 01o jedes der folgenden Verdunstungsinhibitoren mit 990/o einer aus 87,4 Gewichtsteilen n-Propanol und 12,6 Gewichtsteilen Wasser bestehenden Mischung gemischt. 10 g jeder der sich ergebenden Lösungen wurden in Aluminiumschalen mit einer ausgefüllten Oberfläche von 25,8 cm2 gegeben und an der Atmosphäre verdampfen gelassen. Die Ergebnisse der Wägungen nach 1 Tag bzw. 2 Tagen sind unten wiedergegeben:
    Zurüclc-
    gebliebene
    Beispiel Zusatz Menge
    in Gramm
    1 1 Tag 1 2 Tage
    15 Cocossäureamid
    (Formel II) 7,9 7,1
    16 Ölsäureamid 7,8 1 7,1
    17 Behensäureamid 8,1 7,4
    18 Stearinsäureamid 6,25 4,9
    19 Verbindungen der Formel I
    nach den Beispielen 1
    bis 8 6,9 6,0
    20 Verbindung der Formel I 5,85 1 4,1
    O
    R - C - O(C2H40)nH
    n = 5, R = Oleyl
    21 Polyäthylenglykol-
    200-laurat 5,7 4,1
    22 Diglykolstearat 5,5 3,95
    Kontrolle 1 kein Zusatz 0,00 0,00
    Beispiele 23 bis 25 Um den Einfluß der Menge des Zusatzes auf dessen Wirksamkeit zu bestimmen, wurde die folgende Versuchsreihe unter Verwendung von Behenamidsäure beim azeotropen n-Propanol-Wasser-Gemisch unter Anwendung der Testmethode der Beispiele 15 bis 22 ausgeführt:
    Zurück-
    gebliebene
    Beispiel 0/o Behensäureamid Menge in
    Gramm
    1 Tag 1 2 Tage
    23 1,0 8,0 1 7,4
    24 2,0 9,1 8,9
    25 3,0 9,2 8,95
    Kontrolle 0.0 0,0 0.0
    Patentansprüche: 1. Verwendung von Carbonsäureestern oder -amiden der allgemeinen Formeln oder in welchen R einen Alkylrest oder ein Alkylrestgemisch mit 8 bis 32 Kohlenstoffatomen, n eine ganze Zahl von 1 bis 60, und x und y ganze positive Zahlen sind, deren Summe gleich 0 bis 60, vorzugsweise gleich 5 bis 50 ist, bedeutet, in einer Menge von 0,0005 bis 10, vorzugsweise 0,1 bis 5 Gewichtsprozent, zum Vermindern oder Unterdrücken der Flüchtigkeit von wasserhaltigen Lösungen flüchtiger organischer Verbindungen, vorzugsweise solcher Lösungen, in welchen das Gewichtsverhältnis von Wasser zu organischer Substanz von etwa 5: 95 bis 50: 50 beträgt.

Claims (1)

  1. 2. Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel 1 nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der allgemeinen Formel 1 der Rest R ein Stearylrest und n = 10 bis 15, oder der Rest R ein Gemisch von Lauryl- oder Myristylresten und n = 5 bis 10 oder der Rest R ein Oleylrest und n 10 ist.
    3. Verwendung von Verbindungen der allgemeinen Formel II nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der allgemeinen FormelII der Rest R der Rest einer Fettsäure und x und y = 0 sind.
DEO9122A 1961-12-12 1962-12-10 Verwendung von Carbonsaeureestern oder -amiden zur Herabsctzung bzw. Unterdrueckung der Fluechtigkeit von wasserhaltigen Loesungen fluechtiger organischer Verbindungen Pending DE1211205B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US158882A US3257162A (en) 1961-12-12 1961-12-12 Inhibition of volatilization of aqueous organic mixtures

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1211205B true DE1211205B (de) 1966-02-24

Family

ID=22570129

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEO9122A Pending DE1211205B (de) 1961-12-12 1962-12-10 Verwendung von Carbonsaeureestern oder -amiden zur Herabsctzung bzw. Unterdrueckung der Fluechtigkeit von wasserhaltigen Loesungen fluechtiger organischer Verbindungen

Country Status (3)

Country Link
US (1) US3257162A (de)
DE (1) DE1211205B (de)
GB (1) GB1022244A (de)

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH467328A (de) * 1962-09-19 1969-01-15 Hoechst Ag Verfahren zur Verzögerung des Verdunstens von organischen Lösungsmitteln
US3459492A (en) * 1965-07-02 1969-08-05 Eastman Kodak Co Retarding evaporation of water
US4414419A (en) * 1979-02-12 1983-11-08 Ruhrchemie Aktiengesellschaft Stabilization of aldehydes
US7867412B2 (en) 2005-12-30 2011-01-11 Clearwax Llc Composition and method for suppressing water evaporation and heat loss
US11183018B2 (en) 2019-08-05 2021-11-23 Aristocrat Technologies Australia Pty Limited Systems and methods for playing a wagering game in which symbols are populated from one or more reels to a bingo card

Family Cites Families (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2438038A (en) * 1944-10-02 1948-03-16 Monsanto Chemicals Method of removing paint, varnish, and lacquer films from surfaces
US2556540A (en) * 1946-04-15 1951-06-12 Eastman Kodak Co Water spot prevention in photographic film
US2521311A (en) * 1949-03-01 1950-09-05 Nox Rust Chemical Corp Corrosion inhibiting compositions
US2739870A (en) * 1950-09-15 1956-03-27 Daubert Chemical Co Composition and sheet material for inhibition of corrosion of metals
US2739871A (en) * 1950-09-15 1956-03-27 Daubert Chemical Co Composition and sheet material for inhibition of corrosion of metals
US2831815A (en) * 1952-12-17 1958-04-22 Colgate Palmolive Co Detergent compositions
US2822238A (en) * 1954-12-31 1958-02-04 Standard Oil Co Surfactant treatment of microballoons to improve water resistance
US2890928A (en) * 1957-02-26 1959-06-16 Cosmopolitan Chemical Co Inc Corrosion inhibition
US3036880A (en) * 1957-12-02 1962-05-29 Jefferson Chem Co Inc Method for conserving water
US3095381A (en) * 1959-08-28 1963-06-25 Air Reduction Cleaning compositions

Also Published As

Publication number Publication date
GB1022244A (en) 1966-03-09
US3257162A (en) 1966-06-21

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2138278C3 (de) Antimikrobielle Zusammensetzung
DE1211205B (de) Verwendung von Carbonsaeureestern oder -amiden zur Herabsctzung bzw. Unterdrueckung der Fluechtigkeit von wasserhaltigen Loesungen fluechtiger organischer Verbindungen
DE1076689B (de) Verfahren zur Stabilisierung oxydationsempfindlicher organischer Verbindungen oder deren Gemische
DE1108975B (de) Fungicide Mittel auf der Basis von Anilinverbindungen
US3382032A (en) Inhibition of volatilization of volatile organic compounds
EP1895287A2 (de) Fixativum zum Fixieren von biologischen Materialien
DE1114319B (de) Formmasse aus Polyolefinen und einer Stabilisatormischung
US3382031A (en) Inhibition of volatilization of volatile organic compounds
DE1232704B (de) Silberhaltiges keimtoetendes Mittel
DE2460691C2 (de) N-Benzoyl-N-(3,4-difluorphenyl)-alanin, dessen Salze und Ester und ihre Verwendung
DE2604655A1 (de) Verfahren zur herstellung von riechstoffkompositionen
DE941524C (de) Mittel zur Bekaempfung von Schaedlingen, insbesondere von Milben
DE939949C (de) Keimtoetende und hauthaertende Mittel
DE1297607B (de) Verminderung der Fluechtigkeit von fluechtigen organischen Verbindungen
DE1815874C3 (de)
US1942892A (en) Insecticide and insectifuge
DE837800C (de) Stabilisieren von Speiseoelen und -fetten
DE448347C (de) Verfahren zum Schutze gegen den Sauerstoff der Luft empfindlicher Stoffe vor Oxydation
DE562672C (de) Insektenvertilgungsmittel
DE1542804C3 (de) Herbizid
DE2142920C3 (de) Verfahren zum Stabilisieren von 1,1,1-Trichloräthan und das so stabilisierte 1,1,1-Trichloräthan als solches
DE2340204A1 (de) Stabilisiertes methylchloroform
AT516177A4 (de) Zusammensetzung zur Senkung der Luftkeimzahl, bestehend aus den Harzen Opoponax, Sandarak und Styrax
DE529506C (de) Spritzmittel zum Bekaempfen tierischer Schaedlinge an Pflanzen
AT69242B (de) Verfahren zur Darstellung von Amino- und Diaminoketonen.