DE837746C - Mustervorrichtung fuer Rundstrickmaschinen - Google Patents
Mustervorrichtung fuer RundstrickmaschinenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B15/00—Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
- D04B15/66—Devices for determining or controlling patterns ; Programme-control arrangements
- D04B15/68—Devices for determining or controlling patterns ; Programme-control arrangements characterised by the knitting instruments used
- D04B15/74—Pattern drums
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Description
An Rundstrickmaschinen werden allgemein zur Herstellung von gemusterter Maschenware, Mustervorrichtungen
vorgesehen, die Musterräder oder Musterbänder besitzen. Entweder sind die Mustervorrichtungen
an jeder einzelnen Arbeitsstelle als sog. Teilmustervorrichtungen angeordnet, oder es
ist nur eine allen Arbeitsstellen gemeinsame Mustervorrichtung vorgesehen.
An Rundstrickmaschinen mit drehbaren Nadelbetten können bei Anwendung der bekannten Teilmustervorrichtungen,
die je einer Arbeitsstelle zugeordnet sind, entweder nicht alle gewünschten Mustergrößen erzielt werden, oder diese Teilmustervorrichtungen
haben den Nachteil, daß die Einstellung der im Musterrad verschiedenartig vorgesehenen
Auswähler, Schwenkhebel, Stifte od. dgl. entweder von ITand vorzunehmen ist oder fortlaufend
durch ein Mustermittel bewerkstelligt wird. Ferner sind Musterräder bekannt, die für jede auszumusternde
Nadel bzw. Stößer der Maschine mindestens zwei bewegliche Steuerkörper benötigen,
was bei Maschinen, die mit großer Umfangsgeschwindigkeit arbeiten und eine feine Teilung
besitzen, kein zuverlässig selbsttätiges Einstellen der Wählerglieder und somit nicht die nötige Betriebssicherheit
gewährleistet.
Die Erfindung betrifft eine Mustervorrichtung für die Nadeln bzw. Stößer an Rundstrickmaschinen,
bestehend aus mehreren einzelnen Teilmustervorrichtungen, die je einer Arbeitsstelle zugeordnet
sind. Erfindungsgemäß sind sowohl zur Auswahl als auch zur weiteren Übertragung des
Musters nur Musterplatinen vorgesehen, wobei die Gesamtheit dieser Platinen am Musterrad durch
Mustermittel in Verbindung mit Relativbewegungen eines mitumlaufenden Steuerkörpers in der erforderlichen
Weise eingestellt wird.
Zweckmäßig ist das in den Musterrädern für jede auszumusternde Nadel bzw. Stößer der Maschine
vorgesehene Arbeitsorgan mit einer zur Verriegelung in der Arbeitsstellung sowie Verschiebung
von der Auswahl- in die Arbeitsstellung und von derselben in die Ausgangsstellung dienenden Nase
ίο versehen, welche zum Zusammenwirken mit dem Steuerkörper bestimmt ist. Ferner ist das Arbeitsorgan zur Auswahl der Nadeln bzw. Stößer der
Maschine zweckmäßig mit einem Fuß versehen sowie ferner mit einem Schaftoberteil, an welchem
Steuerkurven zwangsläufig wirksam sind. Vorteilhafterweise besteht der Steuerkörper aus mehreren
Teilstücken, die derart am Musterrad zwangsläufig verschiebbar angeordnet sind, daß durch sie die
Arbeitsorgane positiv eingestellt werden.
Vom Erfindungsgegenstand ist ein derartiges Ausfühiungsbeispiel in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigt
Fig. ι eine Teilmustervorrichtung im senkrechten
Schnitt nach der Linie I-I in Fig. 3,
Fig. 2 ein Arbeitsorgan in anderer Ausführung, Fig. 3 eine Oberansicht zu Fig. 1 unter Weglassung einer Deckplatte mit daran vorgesehenen
Kurventeilen,
Fig. 4 die Teilstücke des Steuerkörpers um Punkt B in Fig. 3 abgewickelt in Arbeitsstellung,
von innen gesehen, und zugehörige Betätigungsteile,
Fig. 5 eine Ansicht nach Pfeil A in Fig. 3.
F.s bezeichnet 13 den auf Tischplatte 14 befestigten
Träger der Teilmustervorrichtung, 15 den rotierenden Nadelzylinder mit dem Zahnkranz 16,
welcher das Zahnrad 17 der Teilmustervorrichtung dreht, 18 die Nadeln, die scharnierartig je mit
einem Stößer 19 verbunden sind, 23 die Achse des Musterrades 30, das auf dem Zahnrad 17 befestigt
ist, 29 ein an jeder Arbeitsstelle der Maschine (am bekannten Schloßmantel) befestigtes Schloßteil,
das sämtliche Stößer 19 in Arbeitsstellung bringt, bevor dieselben durch Arbeitsorgane 32 mustergemäß
in Außerarbeitsstellung versetzt werden, 32 das Arbeitsorgan mit einer unteren, in eine Nase 57
endigenden Verlängerung, mit zwei Füßen 58 und 59 sowie dem Schaftoberteil 60, 34 im Musterrad
30 befestigte Führungsstifte für den Eingriff in Führungslöcher 36 des Musterbandes 35, das ferner
Ausschnitte 37 und 38 aufweist, 42 und 43 Aufläufer (Fig. 3) auf dem Zahnkranz 16 fest zum
Einwirken auf den Zapfen 44 eines Riegels 45, 46 ein Hebel, der im Riegel 45 auf dem Zapfen 47
(Fig. 5) drehbar gelagert ist und zum Kuppeln des Riegels 45 mit dem Schieber 48 dient, um eine
selbsttätige Schaltung des mit dem Bolzen 49 (Fig. 3) im Träger 55 drehbaren Betätigungsteils
50 zu erzeugen, 51 ein Betätigungsteil, das durch den Bolzen 52 in einem Aufsatz des Trägers 55
drehbar gelagert ist und betätigt wird durch auf Gleitstücken 53 festsitzende Stifte 54, 56 die Deckplatte,
welche auf dem Träger 13 befestigt ist, 61 eine Kurvenscheibe und 62 die Kurventeile, die
unter der Deckplatte 56 festsitzen und zur Zwangsführung der in Arbeitsstellung sich befindenden
Arbeitsorgane 32 dienen, 63 ein Segment zur Führung der Stifte 54, 64 eine Tülle mit gemäß Fig. 4
oberem Steuerrand (Tülle 64, Segment 63 und Träger 55 bilden einen einzigen festen Körper);
65 ist ein Steuerkörper aus vier Teilstücken, ivcm denen jedes auf einem Gleitstück 53 befestigt ist,
das im Musterrad 30 verschiebbar geführt ist.
Die Wirkungsweise dieser Teilmustervorrichtung für eine Jacquard-Rundstrickmaschine mit mehreren
Arbeitsstellen ist folgende: An jeder Arbeitsstelle wird das Musterrad 30 einer Teilmustervorrichtung
ununterbrochen durch den Nadelzylinder 15 in der in Fig. 3 angegebenen
Richtung gedreht, und zwar durch den Zahnkranz 16 über das Zahnrad 17. Gleichzeitig wird auch
das Musterband 35 durch die im Musterrad 30 vorgesehenen Führungsstifte 34 fortlaufend bewegt.
Es ist dies ein endloses Musterband, das sich in bekannter Weise spiralförmig in seinem Gehäuse
auf- und abrollt.
Während der ersten "Umdrehung des Musterrades 3obringt vorerst der aus 'vierTeilstücken bestehende
Steuerkörper 65 die Gesamtheit der Arbeitsorgane 32 in die Ausgangsstellung. Zu diesem Zweck wird
der Riegel 45 (Fig. 3) beim Drehen des Zahnkranzes 16 durch den auf den Zapfen 44 einwirkenden
Aufläufer 42 verschoben und dementsprechend auch der Schieber 48, welcher durch den Hebel 46
mit dem Riegel 45 gekuppelt ist. Dabei wird der Schieber 48 in bezug auf Fig. 3 nach rechts und
infolgedessen das Betätigungsteil 50 aus seiner in Fig. 4 in vollen Linien gezeichneten horizontalen
Stellung in die punktiert angegebene schräge Stellung verschwenkt. Es gleiten dann die auf dem
kurvenförmigen Steuerrand der Tülle 64 geführten Stifte 54 unter dem Teil 50 durch in der durch eine
strichpunktierte Pfeillinie angedeuteten Bahn. Dadurch werden der Steuerkörper 65 sowie die Gesamtheit
der im Musterrad 30 angeordneten Arbeitsorgane 32 von der in Fig. 3 im Punkt C und
in der rechten Hälfte des Musterrades in Fig. 1 gezeichneten Arbeitsstellung nach der in Fig. 3 im
Punjit B und in der linken Hälfte des Musterrades
in Fig. ι dargestellten Ausgangsstellung bewegt. Die am einzelnen Arbeitsorgan 32 vorgesehene untere
Nase 57 dient zur Versetzung des Arbeitsorgans durch den Steuerkörper 65 von der Auswahl-
in die Arbeitsstellung und von letzterer in die Ausgangsstellung. Diese Nase 57 dient ferner
zur Verriegelung des Arbeitsorgans 32 in seiner Arbeitsstellung durch den Steuerkörper 65. Unter
Einwirkung der durch die Scheibe 61 und die Teile 62 gebildeten Steuerkurven auf den entsprechend
geformten Schaftoberteil 60 des in Arbeitsstellung sich befindenden Arbeitsorgans 32 ist dasselbe gemäß
Fig. ι beständig einer bestimmten zwangsläufigen Kippbewegung unterstellt, wodurch sich
ein einwandfreies Auswählen der Nadeln 18 bzw. der Stößer 19 auf Jacquard-Rundstrickmaschinen
von 'beliebigen Durchmessern und Teilungen
erreichen läßt. Zu diesem Zweck ist ferner das Arbeitsorgan 32 mit dem Fuß 59 versehen, durch
welchen jeweils der Stößer 19 im Nadelzylinder 15 (s. Fig. i, rechtsseitige Hälfte des Musterrades30)
versenkt und somit außer Bereich der Arbeitsstellen der Maschine gebracht wird.
Im Punkt B (Fig. 3) werden durch das Musterband 35 die Arbeitsorgane 32 ausgewählt; es verbleiben
diejenigen Arbeitsorgane 32 in Ausgangsstellung, welche Ausschnitten 37 oder 38 des
Musterbandes 35 gegenüberliegen. Diejenigen Arbeitsorgane 32, welche nicht Ausschnitten 37 oder
38 des Musterbandes gegenüberstehen, werden durch letzter.es in die in der linken Hälfte des
Musterrades in Fig. 1 strichpunktierte Lage, d. h. von der Ausgangs- in die Auswahlstellung, bewegt.
Beim Weiterdrehen des Musterrades 30 in der Pfeilrichtung von B nach C gemäß Fig. 3 und 4
wird der Steuerkörper 65 mittels der Tülle 64 in Arbeitsstellung (rechte Hälfte des Musterrades in
Fig. 1) gebracht, wodurch auch sämtliche durch das Musterband 35 in Auswahlstellung versenkten Arbeitsorgane
32 in Arbeitsstellung bewegt werden. Xach Vollendung einer Umdrehung des Musterrades
30 sind alle seine Arbeitsorgane 32 durch das Musterband 35 und den Steuerkörper 65 in erforderlicher
Weise eingestellt worden. In der Folge werden unter der Einwirkung des Aufläufers 43
auf den Stift 44 der Riegel 45, Schieber 48 und Betätigungsteil 50 wieder in die in Fig. 4gezeichnete
Ausgangsstellung gebracht. Infolgedessen verbleiben die Teilstücke des Steuerkörpers 65 und die
von demselben betätigten Arbeitsorgane 32 bis auf weiteres in Arbeitsstellung, nämlich bis in vorgesehener
Weise nach einem vorbestimmten Zeitabstand ein neues Auswählen der Arbeitsorgane
erfolgt. Es besteht aber die Möglichkeit, die Auswahlstellung der Arbeitsorgane entweder fortlaufend
zu ändern, d. h. nach jeder Umdrehung des Nadelzylinder 15, oder ständig beizubehalten
durch Loskuppeln des Schiebers 48 mittels des Hebels 46 vom Riegel 45.
Die infolge Unterteilung des Steuerkörpers 65 entstandenen einzelnen Steuerteile werden durch
das Betätigungsteil 50 und den kurvenförmigen oberen Steuerrand der Tülle 64 in genau bestimmten
Zeitabständen betätigt und somit auch die ihnen zugeordneten Arbeitsorgane 32 positiv ohne irgendwelche
Zwischenstellung zuverlässig verstellt.
Um ein zuverlässiges Auswählen der Arbeitsorgane 32 zu sichern, sind die Ausschnitte 37 und
im Musterband 35 in zwei Reihen derart gestanzt, daß je eine Stanzgruppe nur für die
Arbeitsorgane einer bestimmten Teilmustervorrichtung bestimmt ist. Zu diesem Zweck ist vorgesehen,
die mit dem Musterband 35 in Eingriff zu bringenden Füße 58 der Arbeitsorgane 32 bei
zwei aufeinanderfolgenden Teilmustenvorrichtungen
zueinander versetzt anzuordnen. Das in Fig. 2 gezeichnete Arbeitsorgan 32 besitzt gegenüber den
in Fig. ι dargestellten Arbeitsorganen 32 einen versetzt angeordneten Fuß 58, auf welchen das
Musterband 35 einwirkt.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Mustervorrichtung für die Nadeln bzw. Stößer an Rundstrickmaschinen, bestehend aus mehreren einzelnen Teilmustervorrichtungen, die je einer Arbeitsstelle zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,- daß sowohl zur Auswahl als auch zur weitereu Übertragung des Musters nur Musterplatinen (32) vorgesehen sind, wol >ei die Gesamtheit dieser Platinen am Musterrad (30) durch Mustermittel (35) in Verbindung mit Relativbewegungen eines mitumlaufenden Steuerkörpers (65) in der erforderlichen Weise eingestellt wird.
- 2. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsorgan (32) zwecks Verriegelung in der Arbeitsstellung sowie Verschiebung von der Auswahlin die Arbeitsstellung und von derselben in die Ausgangsstellung eine Nase (57) aufweist, welche zum Zusammenwirken mit dem Steuerkörper (65) dient.
- 3. Mustervorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dasArbeitsorgan (32) zur Auswahl der Nadeln (18) bzw. Stößer (19) der Maschine einen zum Zusammenwirken mit den Nadeln bzw. Stößern (18 bzw. 19) dienenden Fuß (59) besitzt und daß am Schaftoberteil der Arbeitsorgane (32) Steuerkurven (61) zwangsläufig wirksam sind.
- 4. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkörper (65) aus mehreren Teilstücken besteht, die derart am Musterrad (30) zwangsläufig verschiebbar angeordnet sind, daß durch sie die Arbeitsorgane (32) positiv eingestellt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5137 4.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE837746C (de) |
| GB (1) | GB689232A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1018579B (de) * | 1954-05-26 | 1957-10-31 | Dubied & Cie Sa E | Mustervorrichtung fuer Rundstrickmaschinen |
| DE1044337B (de) * | 1956-02-04 | 1958-11-20 | Fahrradwerk Elite Diamant Veb | Flachstrickmaschine |
-
1948
- 1948-01-14 GB GB1149/48A patent/GB689232A/en not_active Expired
- 1948-10-02 DE DEP964A patent/DE837746C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1018579B (de) * | 1954-05-26 | 1957-10-31 | Dubied & Cie Sa E | Mustervorrichtung fuer Rundstrickmaschinen |
| DE1044337B (de) * | 1956-02-04 | 1958-11-20 | Fahrradwerk Elite Diamant Veb | Flachstrickmaschine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB689232A (en) | 1953-03-25 |
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