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DE837429C - Selbstbackende Elektrode fuer die elektrolytische Metallgewinnung, insbesondere fuerdie Aluminiumgewinnung in Schmelzflusselektrolysen - Google Patents

Selbstbackende Elektrode fuer die elektrolytische Metallgewinnung, insbesondere fuerdie Aluminiumgewinnung in Schmelzflusselektrolysen

Info

Publication number
DE837429C
DE837429C DEH938A DEH0000938A DE837429C DE 837429 C DE837429 C DE 837429C DE H938 A DEH938 A DE H938A DE H0000938 A DEH0000938 A DE H0000938A DE 837429 C DE837429 C DE 837429C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrode
contact
electrode according
contact body
current
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH938A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Leo Herrmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LEO HERRMANN DR ING
Original Assignee
LEO HERRMANN DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by LEO HERRMANN DR ING filed Critical LEO HERRMANN DR ING
Priority to DEH938A priority Critical patent/DE837429C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE837429C publication Critical patent/DE837429C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/06Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium
    • C25C3/08Cell construction, e.g. bottoms, walls, cathodes
    • C25C3/12Anodes
    • C25C3/125Anodes based on carbon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Selbstbackende Elektrode für die elektrolytische Metallgewinnung, insbesondere für die Aluminiumgewinnung in Schmelzflußelektrolysen Die bisher bekanntgewordenen Ausführungen der selbstlackenden Elektrode für die Metallgewinnung, insbesondere für die Aluminiumgewinnung in Schmelzflußelektrolysen,haben den Nachteil, daß sie einen vollkommen stetigen Betrieb noch nicht in vollem Maß ermöglichen. Dieses trifft vor allem für die Stromzuführung und die Haltevorrichtung zu.
  • Bei einer neueren :\usführungsform der selbstbackenden Elektrode wird der Strom der Anodenl:olile durch sog. Kontaktbolzen aus Stahl zugeführt, die von der Seite her waagerecht oder schräg in d:-Kohlenmasse hineinragen, dort festbacken und den Strom auf die Kohlenanode übertragen. Die Kontaktlx>lzeci sind in mehreren übereinanderliegenden Reihen angeordnet, von denen jeweils die untersten Reihen an die Stromschiene angeklemmt sind. Bei fortschreitendem Abbrand der Elektrode müssen die Stromanschlüsse von der untersten auf eine höhere Kontaktbolzenrei'he umgeklemmt werden. Entsprechend dem entstehenden längeren Stromweg von der höheren Bölzenrieihe zum Anodenfuß tritt ein erhöhter elektrischer Widerstand in der Kohlte auf und damit ein Spannungsanstieg an der Anode. Dieser Spannungsanstieg wird erst allmählich, bedingt durch die Abwärtsbewegung der Anode infolge Abtrennens, abgebaut, um dann bei dem nächsten Umklemmen wieder aufzutreten. Außerdem bringen die seitlich angeordneten Kontaktbolzen gewisse Ungleichmäßigkeiten in der Stromverteilung über den Anodenquerschnitt mit sich, sei es nun, daß d!ie Kontaktbolzen nach dein Abklemmen der untersten Reihe herausgezogen \verden, sei es, (laß sie, sofern sie frei der Aluminium-,gc@%'iltlltlllg aus Aluminium bestehen, in der Anodenkohle Kerbleihen. In jedem Fall ist die Strom-\erteiltitlg in in verschiedenen Höhen ül)or dem 1?lektrodenfuß liegenden Querschnitten unterschiediicll, wenn der Querschnitt die Kontaktbolzen od°r -1<icli,er enthält oder in seiner ganzen Fläche aus Elektrodenkohle gebildet ist.
  • Bei einer anderen neueren Ausführungsform der sell>stl>acken(len Elektrode erfolgt die Stromzuführung durch senkrecht von oben versc'liieden tief in die Elektrodenmasse hineinragende metallische hrnit<el<tstangeli aus Stahl. Sobald die am tiefsten iii die Anode hineinragenden Kontaktstangen auf .ine bestimmte Entfernung an (las abbrennende laektro(lencnde herangekommen sind, wird die Stromzuführung auf eine weniger tiefliegende Kontaktstangenreilie umgeklemmt und die abgeklenimten Kontaktstangen aus der Elektrode Herausgezogen. Auch bei dieser Elektrode ergeben sich die gleichen Mängel in der Stromzuführung, wie sie oben geschildert wurden.
  • :\l>gesehen von den besonderen Vorrichtungen und den Arbeitskräften, die das Ziehen der Kontaktholzen aus der gebackenen Elektrodenmasse erfordert, besteht ein weiterer Nachteil dieser bekannten:\nordnungen darin, daß in der Anodenkohle nach dein Ziehen der Kontaktlx>lzett oder -stangen Ilohlräume zurückbleiben, die erfahrungsgemäß zu einem rascheren "Zerfall der Anodenkohle infolge 1_uftztitritts (Oxydation) führen und zusätzlich die gleichmäßige Stromzuführung stören.
  • Schließlich hat man auch versucht, die Stromzuführung durch aus der Elektrode heraussch@raul>-hare Stäbe oder Röhre, die senkrecht von oben her in Längsrichtung in der Elektrode eingesetzt sind, einwandfreier zu gestalten. Auch diese Anordnungen lialieii sich in der Praxis nicht durchsetzen können, -,veil durch (las Losschrauben der eingebackenen Stangen der elektrische Kontakt und die stetige, niiiglichst gleichmäßige Stromzufuhr gestört wird.
  • In ähnlicher Weise gestatten auch die bisher für die Aufhängung vorgesehenen Vorrichtungen nicht ein stetiges ununterbrochenes Absenken der Elektrode. Beispielsweise werden bei ,einer neueren Ausführungsform die die äußeren Begrenzungen der 1?lektrode bildenden übereinander angeordneten, ringförmigen Rahmen zur Aufhängung benutzt, @@ obei die Aufhängeseile am Rahmen selbst angreifen @1(le r an (1,i1 (1°r Stromzuführung dienenden Kontaktl)olzeii. \\-eiche (furch den Rahmen hindurchgesteckt #ilill. )e nach (lein fortschreitenden Abbrand- der .\node \vird jeweils der unterste Rahmen entfernt uitd wieder oben aufgesetzt. Dabei muß die Aufhängung voni untersten Rahmen auf den nächstliilllereli Rahmen umgelegt \%-erden. Um dieses zu ermöglichen, wird die Elektrode an ei ier feststehenden Ifilfsaufhängung befestigt. Wähnend dieser Z:it findet ein Nachsenken der Elektrode nicht Matt. Auch hui anderen Elektroden mit feststehen-Mantel, frei denen di.^ Kontaktbolzen gleichzcItig zur .-\tifli:ingung benutzt werden, ist beim .11>@@anc?;rn der Elektrode cHie Umlegung det Auf- hängung, die zugleich müt dem Umklemmen der Stromzuführung erfolgt, von der untersten auf die nächsthöhere Bolzenreihe unter Zwischenschaltung einer Hilfsaufhängung erforderlich und damit eine Unterllrechung der stetigen Absenkung gegeben.
  • Die geschilderten Nachteile der bissher bekanntgewordenen selbstbackenden Elektroden werden durch die vorliegende Erfindung beseitigt. Es wird erstmalig eine Elektrode beschrieben, die in vollem Maß ein vollkommen stetiges Arbeiten ermöglicht. Die selbstlackende Elektrode für die elektrolytiische Metallgewinnung, insbesondere für die Alumi,niumgeNvinnung, besitzt eine Stromzuführung, die durch senkrecht von oben in die Elektrodenmasse hineinragende metallische Kontaktkörper gebildet ist. Sie ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß als Stromzuführung senkrecht von oben in die Fl.ektrodenmasse hineinragende, in der Elektrod'eninasse verbleihende, mit der hlektrodenmasse abwandernde und am Elektrodenfuß abschmelzende, entsprechend dem Verbratic'h oben verlängerbare Kontaktkörper aus einem in der Elektrolyse eT unschädlichen metallischen Werkstoff, und als Haltevorrichtung eine ein stufenloses Absenken ermöglichende Aufhängevorrichtung vorgesehen sind. Die Kontaktkörper können dabei aus dem in der Elektrolyse zu gewinnenden metallischen Werkstoff selbst oder aus einem metallischen Werkstoff bestehen, der als Legierungsbestandteil in das in der Elektrolyse zu gewinnende Metall eingeht. Die Kontaktkörper verbleiben also fest in der Anode, wandern mit dieser nach unten und schmelzen in der Nähe des Anodelifuß-es in einer gewissen Höhe über dem Elektrolyt zwangsläufig ab und verbürgen damit selbsttätig eine stetige Stromzuführung und liebes Lockern und Herausziehen der Kontaktkörper vermieden und dadurch stets ein guter Stromübergleichmäßige Elektrodenternperaturen. Es wird jeggang gewährleistet. Durch die gutleitenden metallischen Kontaktkörper wird der Strom nahezu verlustlos in den Anodenfuß bz«-. in die Backzone der selbstbackenden Anode geleitet und damit auf kürzestem Weg und einwandfreier Weise dem Efektrolysevorgang zugeführt.
  • Um einen guten Stromübergang noch weiter zu fördern, können gemäß der Erfindung die Kontaktkörper als Kontaktstangen ausgebildet werden, die eine Form besitzen, «-elche bei gegebener Querschnittsfläche einen möglichst großen stromÜbertragenden Umfang ergibt. 1)eispi'@elsweise können die Kontaktstangen einen sternförmigen Querschnitt besitzen. Sie können aber selbstverständlich auch eins einfache, l)eispielsweise runde, rechteckige oder sechseckige Querschnittsform haben. Es ist auch mcglich, die Kontaktkörper als in die Elektrodenniasse eingesetztes Flecht- oder Gitterwerk auszubilden. Hierdurch läßt sich die Anodenmasse in vorteilhafter Weise zusammenhalten und verfestigen.
  • Gemäß der 1?rfindtitig kfiniteti die Kontaktkörper über den Anoden(luerschilitt ungleichmäßig verteilt, insbesondre :in den Randzonen vorzugsweisse an den l_cken <lichter angeordnet \\ erden, so daß an
    allen Stellen der lacktrode die jeweils günstigste
    Stromdichte zu erreichen ist. plan kann dies dadurch
    crreiclien, dali licispielsl@eise die Kontaktkörper bei
    gleichem ()uersclinitt mehr oder weniger eng an-
    geordnet @\ erden. 1:s ist aber auch möglich, Kontakt-
    kiirper mit unterschiedlicher Querschnittsfläche und
    ()ttei-sclinittsforni in den waagerechten Anodienquer-
    schnitt so anzuordnen, daß diegewiirnschte günstigste
    Stromdichte überall erzielt wird, z. B. in der Mitte
    des Anodenquerschnittes diitinere, am Rand dickere
    Startgen ztt verwenden.
    Die l@ontaktkiirper i\ erden, tun eine vollkommene
    Stetigkeit der Stroinzufiihrung zu gewährleisten,
    von "Zeit zu Zeit entsprechend dem Verbrauch nach
    ollen angelängt. Dieses kann in bekannter Weise
    durch Anschrauben. Arischweiß-eti oder irgendeine
    andere Verbindungsart, bei der eine Querschnitts-
    :inderung nicht eintritt, geschehen. Die Verbindung
    nttil.i lediglich so durchgeführt werden, d'aß ein ein-
    wandfreier Stromdurchgang gewährleistet ist. Die
    Cbertragung des Stromes von den Zuführungs-
    schienen auf die Kontaktstangen erfolgt oberhalb der
    Allodeutnasse in bekannter Weise durch Anklemmen
    oder Anschrauben iil>er biegbare Bänder oder Kabel.
    \-oti Zeit zu Zeit werden diese Anschlüsse, soweit es
    die :U>wärtsliewegung der Stangen erfordert, höher
    gesetzt. l?iti Spannungsverlust tritt bei der guten
    elektrischen Leitfähigkeit der metallischen Kontakt-
    kürlier dadurch nicht ein.
    Gemä(.l einer Ausführungsform der Erfindung
    %\ ird bei Kontaktkörpern, die eine hähe Warm-
    festigkeit besitzen, mindestens ein Kontaktkörper
    nicht nur als stromführendes Element, sondern
    gleichzeitig als Aufhängemittel für die Elektrode
    ausgebildet. Dieses ist beispielsweise möglich, wenn
    die Itotital;tki>rper aus einer Kupferlegierung, wie
    Aluminitinibronze, bestehen. In diesen Fällen wird
    der gleichzeitig als Aufhängemittel für die Elektrode
    dienende l@oiital;tkörl>er an einer ein stufenloses
    Senken ermügliclteiulen Vorrichtung aufgehängt.
    .11s geeignet hat sich hier beispielsweise die Auf-
    liiiiigting au gerillten stufenlos regelbaren Walzen
    erwiesen, zwischen die der Kontaktkörper ein-
    geklemmt und atifgreliätigt ist. Selbstverständlich
    kann diese Vorrichtung auch so eingerichtet sein,
    daß die I?lektrocle iti entgegengesetzter Richttang
    gefahren, also angehohen «erden kann.
    Gentiil1i einer anderen
    der Erfin-
    dung sind die Kontaktkörper lediglich als strom-
    führeiitles Element ausgebildet. Dieses Pst ins-
    be;ctlidere daini notwendig, wenn die Kontaktkörper
    iiur chic geringe \\'tti-mfestigkeit besitzen und nicht
    iii der l.agc sind, das Gewicht der 1#-fektrode selbst
    zti trag:ii. lii diesen I@:illen muß zur Erzielung einer
    st:tigeii wid lititiliter1iroclienen Arbeitsweise die
    I?lektrt:de alt gesottderteli, ein sttifetiloses Senken
    utid geg@lien;#tifalls auch Hel>eti ermöglichenden
    \'tirriclituugeii auf-,#hiingt sein. Als besonders
    z@@ed;ni;il.lig h@it sich hici-liei die Anordnung von
    cit@lltiseii l@lictlerl;ctteu er@@ ieseu, deren einzelne
    Glieder auf el(@i- der I:Iehtrode zugekehrten Seite tnit
    Vorspriiiigeü \ cl-selteii sind. je Bach der Forin und
    (1"11i (lc@@ iclit d@@r I,Id;tniile genügt es, die endlosen
    Gliederketten an zwei gegenüberliegenden Seiten oder auf (lern Umfang der Elektrode verteilt anzuordnen, wobei die Zwischenräume zwischen den Gliederketten durch einen feststehenden Mantel abgedeckt sind. Es ist auch möglich, die zur Aufhängung der 1?l.ektrode dienenden endlosen Gliederketten lückenlos auf dem Umfang der Elektrode anzuordnen.
  • Auf diese Weise wird gleichzeitig die bei den bisher bekannten Elektroden notwendige Entfernung der jeweils untersten Rahmenteile vermieden und die sich daraus ergebende Unstetigkeit in der Absenkung der Elektrode ausgeschaltet.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsformen der Elektrode gemäß der Erfindung iin den wesentlichen Teilen beispielsweise dargestellt. Es zeigt Abb. i eine Elektrode mit senkrecht von ollen in die Elektrodenmasse hineinragenden Kontaktstangen, bei der zwei Kontaktstangen zur Aufhängung der Elektrode dienen und! zwischen stufenlos regelbare gerillte Walzen .eingeklemmt sind, im Schnitt gemäß Linie 1-I der Abb. 2, Abb. 2 die Elektrode nach Abb. r in Draufsicht, Abb. 3 eine Elektrode mit senkrecht von oben in die Elelctrodetimasse hineinragenden Kontaktstangen, bei der an zwei, gegenüberliegenden Seiten je zwei endlose stufenlos regelbare Gliederketten als Aufhängung angeordnet sind, im Schnitt gemäß Linie f11-111 der Abb. 4, Abb. 4 die Elektrode nach Abb. 3 in Draufsicht, Abb. 5 eine Elektrode mit Kontaktkörpern, die teilweise aus Gitterwerk bestehen, im Querschnitt, Abb. 6 einen Kontaktkörper aus Flechtwerk.
  • Bei der Elektrode gemäß den Abb. r und 2 ragen in die selbstbackende Elektrodenmasse r von oben her die Kontaktstangen 2°, 26 und, 2c hinein, die'verschiedene Querschnittsflächen besitzen und über den Elektrodenquerschnitt unterschiedlich verteilt sind, sie sind mit Stromklemmaen 3 über Stromkabel an die Stromschienen (nicht gezeichnet) angeschlossen. Sie bestehen aus hochschmelzendem Werkstoff, beispielsweise bei der Elektrolyse von Aluminium für kupferhaltige Aluminiumlegierungen aus Aluminiumbronze, und sind durch Strangpressen oder Walzen hergestellt: Die Kontaktstangen sind durch den Backvorgang in ihrer unteren Hälfte fest mit der Ele ktrodenmasse verbunden und in unmittelbarer Nähe des Elektrodenfußes bis zu einer geringen Höhe, in der der Schmelzbereich der Legierung erreicht bzw. überschritten ist, bereits abgeschmolzen. Zwei der Kontaktstangen, nämlich 2", sind zur Aufhängung der Elektrode herangezogen und zwischen gerillten Walzenpaaren 4° und .16 eingeklemmt. Die zusammengehörigen V@'alzen sind durch Spannvorrichtungen 5 (Spannschrauben oder Spannfedern) mit der erforderlichen Kraft gegen die Kontaktstangen gedrückt und in dein Spannrahmen 6 auf den durchgehenden Trägern 7 gelagert. Die Walzenpaare werden von einem Elektromotor über Kupplung, stufenloses l@egelgetrielie, C'ntersetzungsgetriebe, z. B. Schnecke und Schtreckenrad und Zahnräder (alle diese Teile sind in der Zeichnung nicht dargestellt, um die Übersichtlichkeit nicht zu stören) angetrieben; damit ist ein stufenloses Absenken mit gewünschter Geschwindigkeit gewährleistet. Das stufenlose Regelgetriebe gestattet es auch, während des Betriebes die Absenkgeschwindigkeit der Elektrode den jeweiligen Erfordernissen anzupassen. Selbstverständlich kann das Getriebe auch zum Anheben der Elektrode umgeschaltet werden, falls dieses einmal notwendig sein sollte. 8 stellt den Elektrodenmantel dar, der die äußere Form 'bestimmt und die Elektrode gegen Luftzutritt abdeckt. Die Kontaktstangen werden im Lauf des Betriebes entsprechend dem Abbrand der Elektrode von Zeit zu Zeit an ihrem oberen Ende angestückelt, und zwar so, daß ein einwandfreier Stromübergang an der Verbindungsstelle ohne wesentliche Querschnittsänderung gewährleistet ist.
  • In den Abb. 3 und 4 ist eine Elektrode io dargestellt, bei der die Kontaktstangen i i über Klemmschuhe 12 und Kabel an die Stromschienen (nicht gezeichnet) angeschlossen sind und lediglich der Stromzuführung dienen. Die Stangen können z. B. bei der Aluminiumelektrolyse aus Aluminium bestehen und gegossen, gepreßt oder gewalzt sein. Die Elektrode wird an zwei gegenüberliegenden Elektrodenseiten durch Gliederketten 13 gehalten, die von Hand oder von einem Elektromotor über Kupplung, stufenloses Regelgetriebe, Untersetzungsgetriebe (alle diese Teile nicht gezeichnet) und Stirn- und Kegelräder 14 über die obere Umlenkrolle 15° angetrieben werden. Dadurch ist ein stufenloses Absenken und gegebenenfalls auch Anheben der Elektrode ermöglicht. Die Kettenglieder sind an ihrerder Elektrodenmasse zugekehrten Seite mit Vorsprüngen 16 versehen und tragen in dem durch die Erwärmung gebackenen unteren Elektrodenteile die Elektrode. Die Bemessung der Glieder richtet sich in erster Linie nach dem Gewicht der Anode und der Zusammensetzung der Masse. Die Kettenglieder und die übrigen beweglichen Teile der Kette werden aus einem Werkstoff hergestellt, der von den mit ihnen in Berührung kommenden Stoffen und Gasen möglichst wenig angegriffen wird. Die Kettenglieder, die zweckmäßig an ihren Rücken oben und unten abgerundet sind, laufen in Führungen 17. Diese bilden zusammen mit den die Zwischenräume zwischen den Gliederketten abdeckenden Verkleidungen den feststehenden Elektrodenmantel 18, der die äußere Form der Elektrode bestimmt und die Elektrodenmasse gegen Luftzutritt abdeckt. Die Führungen 17 sind in ihrem unteren Teil i9 so gestaltet, daß die Kettenglieder sich zwangsläufig von der Elektrodenmasse abheben, ohne sie zu beschädigen. An den unteren Teil des. Elektrodenmantels oder an der. unteren nichtangetriebenen Umlenkrolle i 5° können Schutzvorrichtungen 2o angebracht werden, die vor allem die Gliederketten gegen Wärmestrahlung und den Angriff durch den Elektrolyten oder die entstehenden Gase schützen.
  • Um ein einseitiges Anstellen oder Abfahren der Anode zu ermöglichen, können die Gliederketten einzeln in besonderen Nachstellvorrichtungen gelagert sein und einzeln mit besonderen Antrieben versehen werden. Selbstverständlich lassen sich die Gliederketten auch bei Elektroden mit rundem Querschnitt verwenden.
  • Es ist auch möglich, die Gliederketten durch andere endlose Fördermittel, z. 13. Förderbänder aus Stahl mit angenieteten oder angeschweißten Leisten odergeriffelteodergewellte Stahlbänder, zu ersetzen.
  • In Abb. 5 ist schließlich beispielsweise ein Elektrodenquerschnitt dargestellt, bei dem außer den Kontaktstangen 21 als weiterer Kontaktkörper ein Gitterwerk 22 in einigem Abstand vom Elektrodenrand angeordnet ist. Das Gitterwerk besteht, wie auch Abb. 6 zeigt, aus senkrecht von oben in 'die Elektrode hineinragenden Stäben 23, die nach den Ecken etwas geringeren Abstand und an den Ecken selbst einen etwas größeren Querschnitt aufweisen als in der Mitte der Querschnittsseiten. In waagerechter Richtung sind die Stäbe 23 mit Streifen 24 durch Anschweißen oder ähnliches untereinander verbunden. Durch die Anordnung eines solchen Gitterwerkes wird die Elektrode noch besser zusammengehalten und eine gute Stromverteilung auch am Rand der Elektrode erreicht.
  • Es ist auch möglich, die in der Ausführungsform beispielsweise vorgesehenen Kontaktstangen in der Mitte des Elektrodenquerschnittes in gleicher Weise durch etin Gitterwerk zu ersetzen und so bei geringstem Werkstoffaufwand eine noch bessere Stromverteilung zu erzielen und darüber hinaus noch, ähnlich wie beim Eisenbeton, die Festigkeit der Elektrode zu steigern.
  • Bei allen Elektroden, bei dienen ein Flecht- oder Gitterwerk als Kontaktkörper verwendet wird, ist es zNveckmäß,ig, die Elektrode in gesonderten, ein stufenloses Absenken ermöglichenden Aufhängevorrichtungen aufzuhängen.

Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Selbstbackende Elektrode für die elektrolytische Metallgewinnung, insbesondere für die Aluminiumgewinnung in Schmelzflußelektrolysen, mit einer Stromzuführung, die durch senkrecht von oben in die Elektrodenmasse hineinragende metallische Kontaktkörper gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer vollkommen stetigen .Arbeitsweise als Stromzuführung senkrecht von oben in die Elektrodenmasse hineinragende, in der Elektrodenmasse verbleibende, mit der Elektrodenmasse abwandernde und abschmelzende verlängerbare Kontaktkörper aus einem in der Elektrolyse nicht schädlichen metallischen Werkstoff und als Haltevorrichtung eine ein stufenloses Absenken ermöglichende Aufhängevorrichtung vorgesehen sind.
  2. 2. Elektrode nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktkörper aus dem in der Elektrolyse zu gewinnenden metallischen Werkstoff bestehen.
  3. 3. Elektrode nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktkörper äus einem metallischen Werkstoff bestehen, der als Legierungsbestandteil in das in der Elektrolyse zu gewinnende Metall eingeht.
  4. 4. Elektrode nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktkörper als Kontaktstangen ausgebildet silid, die eine Form besitzen, welche bei gegebenerQuerschnittsfläche einen möglichst großen stromübertragenden Umfang ergibt.
  5. 5. Elektrode nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktkörper als in die Elektrodenmasse eingesetztes Flecht- oder Gitterwerk ausgebildet sind.
  6. 6. Elektrode nach Anspruch i bis 5, dadurch gekentizeiclrtiet, daß die Kontaktkörper in der l?4ektrodenmasse über den Anodenquerschnitt tttigleichmäßig verteilt, insbesondere an den Randzonen, vorzugs@%,eise Ecken, dichter angeordnet sind zu dein Zweck, an allen Stellen der Elektrode jeweils günstigste Stromdichte zu erreichen.
  7. 7. Elektrode nach Anspruch i bis 6, dadurch gekenuizeichnet, claß die Kontaktkörper unterscliiedliclie Querschtiittsfläc'hie und -form besitzen. (S.
  8. Elektrode nach Anspruch i bis 7, d'ad'urch geketitizeic'hti@et, claß frei Kontaktkörpern mit Hoher Warmfestigkeit mindestens ein Kontaktkörper gleichzeitig als Aufhängemittel für die Elektrode ausgebildet ist. y.
  9. Elektrode nach Anspruch 8, dadurch geketinzeiclinet, daß bei Kontaktkörpern mit hoher Warmfestigkeit der als Aufhängemittel für die Elektrode dienende Kontaktkörper zwischen gerillten stufenlos regelbaren Walzen eingeklemmt und aufgehängt ist. io.
  10. Elektrode nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, duß mindestens bei Kontaktkörpern mit geringer Warmfestigkeit die Kontaktkörper nur als stromführendes Element ausgebildet sind und die Elektrode än gesonderten, ein stufenloses Senken ermöglichenden Aufhängevorrichtungen aufgehängt ist. i i.
  11. Elektrode nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß bei lediglich stromführenden Kontaktkörpern die Elektrode an mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten an endlosem Gliederketten aufgehängt ist, deren einzelne Glieder auf der der Elektrode zugekehrten Seite mit Vorsprüngen versehen sind.
  12. 12. Elektrode nach Anspruch io und i i, dedurch gekennzeichnet, daß bei lediglich stromführenden Kontaktkörpern die zur Aufhängung der Elektrode dienenden endlosen Gliederketten auf dem Umfang der Elektrode verteilt angeordnet und die Zwischenräume zwischen dien Gliederketten durch einen feststehenden Mantel abgedeckt sind.
  13. 13. Elektrode nach Anspruch io bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei lediglich stromführenden Kontaktkörpern die zur Aufhängung ,der Elektrode dienenden endlosen.Gliederketten lückenlos auf dem .Umfang der Elektrode angeordnet sind.
DEH938A 1949-12-20 1949-12-20 Selbstbackende Elektrode fuer die elektrolytische Metallgewinnung, insbesondere fuerdie Aluminiumgewinnung in Schmelzflusselektrolysen Expired DE837429C (de)

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DE837429C true DE837429C (de) 1952-04-28

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DEH938A Expired DE837429C (de) 1949-12-20 1949-12-20 Selbstbackende Elektrode fuer die elektrolytische Metallgewinnung, insbesondere fuerdie Aluminiumgewinnung in Schmelzflusselektrolysen

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DE (1) DE837429C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1088234B (de) * 1956-03-05 1960-09-01 Rheinstahl Union Brueckenbau Elektrolyseofen zur Herstellung von Aluminium
DE1123837B (de) * 1955-06-20 1962-02-15 Dr Ichiro Egami Zelle fuer die kontinuierliche Gewinnung von Magnesium durch Schmelzflusselektrolyse und Verfahren zu ihrem Betrieb
DE1161652B (de) * 1958-11-05 1964-01-23 Edison Settore Chimico Azienda Kontinuierliche, selbstbackende Metallmantelelektrode fuer Lichtbogenoefen

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