DE1088234B - Elektrolyseofen zur Herstellung von Aluminium - Google Patents
Elektrolyseofen zur Herstellung von AluminiumInfo
- Publication number
- DE1088234B DE1088234B DED22462A DED0022462A DE1088234B DE 1088234 B DE1088234 B DE 1088234B DE D22462 A DED22462 A DE D22462A DE D0022462 A DED0022462 A DE D0022462A DE 1088234 B DE1088234 B DE 1088234B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- busbars
- aluminum
- electrolysis furnace
- electrolysis
- cathode
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 10
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 title claims description 10
- 238000005868 electrolysis reaction Methods 0.000 title claims description 9
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 4
- 239000000725 suspension Substances 0.000 claims description 12
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 claims description 8
- 239000002826 coolant Substances 0.000 claims description 3
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 7
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 7
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 5
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 229910001610 cryolite Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 230000003068 static effect Effects 0.000 description 1
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C3/00—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
- C25C3/06—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium
- C25C3/08—Cell construction, e.g. bottoms, walls, cathodes
- C25C3/10—External supporting frames or structures
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Electrochemistry (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Electrolytic Production Of Metals (AREA)
Description
Die bekannten Aluminium-Elektrolyseöfen mit vorgebrannten
Anoden sind so ausgebildet, daß ein wannenförmiger kathodischer Teil von zwei I-förmigen
Stahlträgern überspannt wird, an deren Steginnenseiten Stromschienen aus Aluminium befestigt
sind, die einen kompakten Rechteckquerschnitt haben. An den Stromschienen sind an in Abständen von
einigen Dezimetern liegenden Flachstäben, die meist aus Kupfer bestehen, die vorgebrannten Kohleanoden
aufgehängt. Die Stahlträger haben also die Aufgabe, das Eigengewicht der Stromschienen mit den daranhängenden
Kohleanoden zu tragen, während die Stromschienen nur die Funktion haben, den elektrischen
Strom zu leiten.
Der Nachteil dieser Anordnung besteht darin, daß einerseits aus statischen Gründen besondere Stahlträger
vorhanden sind und andererseits eine starke Erwärmung der nur eine geringe Außenfläche aufweisenden
kompakten Stromschienen eintritt. Da der Wärmeausdehnungskoeffizient des Aluminiums etwa
doppelt so groß ist wie der des Stahls, tritt infolge der Erwärmung eine unerwünschte Verbiegung der
Stahlträger, insbesondere in horizontaler Richtung auf.
Zur Vermeidung dieser Nachteile werden erfindungsgemäß die Stromschienen als Hohlprofil- oder
I-Träger ausgebildet; diese Träger sind über dem Elektrolyseofen frei tragend außerhalb der Kathodenwanne
abgestützt.
Die Maßnahme, Stromschienen von zur Herstellung von Aluminium dienenden Elektrolyseöfen als
Träger auszubilden, ist an sich gleichzeitig mit einem älteren Vorschlag, der sich auf die Kohleblöcke für
kontinuierliche Elektroden derartiger Öfen bezieht, aber nicht zum Stande der Technik gehört, erwähnt.
Der aus Gründen der elektrischen Leitfähigkeit erforderliche gesamte Querschnitt der Stromschienen
wird im allgemeinen so groß gewählt, daß er genügend eigene Tragfähigkeit besitzt, wenn man ihn
gemäß der Erfindung z. B. als I-Träger ausbildet, selbst wenn verhältnismäßig große Spannweiten zu
überbrücken sind. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Stromschienen wird also nicht mehr Aluminium
verbraucht als bisher; die bisher zusätzlich erforderlichen Stahlträger werden jedoch vollkommen
eingespart. Außerdem wird durch die Oberflächenvergrößerung der Stromschienen eine bessere Kühlung
erreicht, was durch eine entsprechende Profilgestaltung der Stromschienen noch begünstigt wird.
Um eine möglichst weitgehende Kühlung der Stromschienen zu erreichen und trotzdem eine Verdrehung
des Stromschienenprofils durch die unsymmetrische Aufhängung der Anodenkohlen zu \^ermeiden,
ist es vorteilhaft, als Profil der Stromschiene
Elektrolyseofen zur Herstellung
von Aluminium
von Aluminium
Anmelder:
Rheinstahl UNION Brückenbau
Aktiengesellschaft,
Dortmund, Sunderweg 86
Dortmund, Sunderweg 86
Dipl.-Ing. Günter Rabenschlag, Dortmund-Eving,
,.. ist als Erfinder genannt worden
,.. ist als Erfinder genannt worden
einen Träger mit nur einem Steg zu wählen, der in der Weise unsymmetrisch zu den Gurtungen angeordnet
ist, daß sein Abstand von der Anodenaufhängung geringer ist als von der äußeren Kante der Gurtung.
In diesem Falle rückt nämlich der Schubmittelpunkt des Profils nach der Anodenaufhängung zu, und das
Verdrehungsmoment (Aufhängekraft mal Abstand von dem Schubmittelpunkt) wird kleiner.
Eine besonders günstige Ausbildung liegt dann vor, wenn die Ebene der Anodenaufhängung durch den
Schubmittelpunkt des Stromschienenquerschnittes geht. In diesem Fall wird die Stromschiene trotz der
unsymmetrischen Aufhängung der Anodenkohlen überhaupt nicht auf Verdrehen beansprucht.
Eine andere vorteilhafte Ausführung ist die Ausbildung der Stromschienen als Hohlprofile. Diese
Hohlprofile haben eine große Verdrehungssteifigkeit, die besonders deswegen erwünscht ist, weil die Aufhängebänder
der Kohleanoden aus betrieblichen Gründen zweckmäßig an die Innenseiten der Stromschienen
gelegt werden.
Die Profile der erfindungsgemäßen Stromschienen können bei kleineren öfen unmittelbar durch Strangpressen
hergestellt oder bei größeren öfen aus Einzelteilen zusammengesetzt, insbesondere geschweißt
werden.
In der Zeichnung sind einige Beispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Ofen und
Fig. 2 einen Längsschnitt; in
Fig. 3 ist der Querschnitt einer als Hohlprofil ausgebildeten Stromschiene dargestellt und in
009 589/372
Fig. 4 der einer einen unsymmetrischen I-Querschnitt
aufweisenden Stromschiene.
In Fig. 1 und 2 liegen über der wannenartigen Kathode 1 die Kohleanoden 2, welche an ihren Enden
durch Aufhängebänder 3 an den Stromschienen 4 aufgehängt sind. Die Stromschienen 4 sind in diesem
Falle als I-Träger ausgebildet und außerhalb der Kathode 1 auf Abstützungen 5 gelagert.
Zwischen der Kathode 1 und der Anode 2 befindet sich z. B. eine Kryolith-A^-Schmelze, aus der durch
Schmelzflußelektrolyse Aluminium gewonnen wird. Fig. 3 stellt in vergrößertem Maßstab eine als Hohlprofil
zusammengeschweißte Stromschiene 4 dar. Gemäß Fig. 4 ist die Stromschiene 4 als I-Träger mit
unsymmetrisch angeordnetem Steg ausgebildet. Der Abstand des Steges von der Anodenaufhängung ist
dabei kleiner als der von der äußeren Gurtung.
Durch den Innenraum der Hohlprofile kann zwecks Kühlung der Schienen ein Kühlmedium, wie Luft, geblasen
oder gelaugt werden.
Damit man bei einem Hohlprofil gemäß Fig. 3 die Schraube, mit denen die Anodenaufhängungen an dem
Profil befestigt sind, leicht anziehen bzw. auswechseln kann, werden in den Stegen des Hohlprofils in
üblicher Weise Handlocher bzw. Handschlitze, die gegebenenfalls verschließbar sein können, angeordnet.
Durch diese Handlocher wird auch eine Belüftung und bessere Kühlung des Hohlprofils erreicht, wenn
sie unverschlossen sind und auf künstliche Kühlung verzichtet wird.
In manchen Fällen ist es zweckmäßig, die Hohlprofile zweier benachbarter öfen durch nichtleitende
Hohlprofile etwa gleichen Innendurchmessers zu verbinden, damit das Kühlmedium beim Durchsaugen
oder Durchpressen hintereinander durch die Hohlprofile mehrerer Öfen strömen kann.
Claims (5)
1. Elektrolyseofen zur Herstellung von Aluminium, bestehend aus einer wannenartigen Kathode
und über der Kathode angeordneten Kohleanoden, die an insbesondere aus Aluminium bestehenden
Stromschienen befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromschienen. (4) als
Hohlprofil- oder I-Träger ausgebildet und über dem Elektrolyseofen frei tragend außerhalb der
Kathodenwanne (1) abgestützt sind.
2. Elektrolyseofen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung der Hohlprofilträger
für das Durchleiten eines Kühlmediums.
3. Elektrolyseofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die als Hohlprofile ausgebildeten
Stromschienen (4) mit den gleichartigen Stromschienen eines benachbarten Ofens durch nichtleitende Hohlprofile verbunden sind.
4. Elektrolyseofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die als I-Träger ausgebildeten
Stromschienen (4) nur einen Steg besitzen, der in der Weise unsymmetrisch an den Gurtungen
sitzt, daß sein Abstand von der Aufhängung (3) der Kohleanoden (2) geringer ist als von der
äußeren Kante der Gurtung.
5. Elektrolyseofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene der Anodenaufhängungen
durch den Schubmittelpunkt des Stromschienenquerschnittes geht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 837 429.
Deutsche Patentschrift Nr. 837 429.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 950 816.
Deutsches Patent Nr. 950 816.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
009 589/372 8.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED22462A DE1088234B (de) | 1956-03-05 | 1956-03-05 | Elektrolyseofen zur Herstellung von Aluminium |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED22462A DE1088234B (de) | 1956-03-05 | 1956-03-05 | Elektrolyseofen zur Herstellung von Aluminium |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1088234B true DE1088234B (de) | 1960-09-01 |
Family
ID=7037460
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED22462A Pending DE1088234B (de) | 1956-03-05 | 1956-03-05 | Elektrolyseofen zur Herstellung von Aluminium |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1088234B (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE837429C (de) * | 1949-12-20 | 1952-04-28 | Leo Herrmann Dr Ing | Selbstbackende Elektrode fuer die elektrolytische Metallgewinnung, insbesondere fuerdie Aluminiumgewinnung in Schmelzflusselektrolysen |
| DE950816C (de) * | 1953-04-25 | 1956-10-18 | Vaw Ver Aluminium Werke Ag | Kohlebloecke fuer kontinuierliche Elektroden |
-
1956
- 1956-03-05 DE DED22462A patent/DE1088234B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE837429C (de) * | 1949-12-20 | 1952-04-28 | Leo Herrmann Dr Ing | Selbstbackende Elektrode fuer die elektrolytische Metallgewinnung, insbesondere fuerdie Aluminiumgewinnung in Schmelzflusselektrolysen |
| DE950816C (de) * | 1953-04-25 | 1956-10-18 | Vaw Ver Aluminium Werke Ag | Kohlebloecke fuer kontinuierliche Elektroden |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0072778B1 (de) | Schienenanordnung für Elektrolysezellen | |
| DE1188300B (de) | Elektrolysezelle zur Herstellung von Aluminium | |
| CH643602A5 (de) | Elektrolysewanne. | |
| DE3003927C2 (de) | Kathode für die elektrolytische Raffination von Kupfer | |
| DE1187809B (de) | Elektrolysezelle zur schmelzflusselektrolytischen Herstellung von Aluminium | |
| DE3120579C2 (de) | Halterung für eine Schmelzflußelektrolysezelle | |
| DE1202988B (de) | Aluminiumelektrolyseofen | |
| CH649317A5 (de) | Elektrolysezelle mit kompensierten magnetfeldkomponenten. | |
| DE2633055C2 (de) | Elektrolysezelle zur Herstellung von Aluminium | |
| DE3808495C2 (de) | ||
| DE1088234B (de) | Elektrolyseofen zur Herstellung von Aluminium | |
| DE3739452C1 (de) | Koksofentuer mit keramischem Schildaufbau | |
| DE1467075B2 (de) | Anode zur elektrolytischen Herstellung von Chlor | |
| CH633048A5 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von aluminium. | |
| DE1567964A1 (de) | Kathodenstruktur fuer elektrolytische Zellen | |
| EP0033714A2 (de) | Schienenanordnung für Elektrolysezellen | |
| DE3212975C2 (de) | ||
| DE2935765C2 (de) | Halterung für die Stromschiene und die Elektroden an Elektrolyseeinheiten mit mehreren nebeneinander angeordneten Elektrolysezellen | |
| DE3537575C2 (de) | ||
| DE949464C (de) | Wannenfoermige elektrolytische Zelle mit Quecksilberkathode | |
| DE2809146A1 (de) | Magnetische feldlinienabsorption bei elektrolysezellen | |
| CH663624A5 (en) | Cathode element of a cathode vessel for producing aluminium | |
| AT143283B (de) | Elektrodenfassung für elektrische Öfen zur elektrolytischen Gewinnung von Aluminium mit selbstbrennenden Elektroden. | |
| AT291482B (de) | Fahrbahnträger für Unterflanschlaufkatzen | |
| CH670658A5 (en) | Cathode bars for aluminium prodn. cell - have cross=section reductions near active part of carbon hearth |