DE816159C - Stromzufuhr zu kontinuierlich selbstbackenden Elektroden - Google Patents
Stromzufuhr zu kontinuierlich selbstbackenden ElektrodenInfo
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- H05B7/00—Heating by electric discharge
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- H05B7/10—Mountings, supports, terminals or arrangements for feeding or guiding electrodes
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 8. OKTOBER 1951
p 27510 VIa/40c D
Elektrokemisk A/S, Oslo
Die vorliegende Erfindung betrifft eine praktische und einfache Anordnung der Stromzufuhr
zu und Aufhängung von kontinuierlichen selbsthackenden Elektroden.
Die bisher benutzte Anordnung der Stromzufuhr besteht aus metallischen in der rohen Elektrodenmasse
eingebetteten Kontaktstäben. Je nachdem die Elektrode gesenkt wird, wird die Elektrodenmasse
allmählich gebacken. Beim Backvorgang zieht sie sich zusammen und wird deshalb an den Kontaktstäben
festgeklemmt, wodurch ein guter elektrischer und mechanischer Kontakt gesichert wird,
so daß, um einen dieser Stäbe loszureißen, eine Kraft von mehreren Tonnen ausgeübt werden muß.
Wenn solche Kontaktstäbe wegen Zehrung der Elektrode in die Nähe des elektrolytischen Bades
gelangen, werden sie aus der gebackenen Masse heraufgezogen und nachher wieder in die rohe Elektrodenmasse
eingeführt; in der Praxis werden sie mindestens 50 cm über ihre ursprüngliche Lage
gehoben.
Bei den bisher angewandten verschiedenen Anordnungen dringen diese Kontaktstäbe entweder
senkrecht von oben oder schräg durch die Seitenwände in die Elektrode hinein, und können auch
zum Tragen der Elektrode benutzt werden.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist das untere linde der Kontaktstäbe, das der Elektrode den
Strom zuführt, im gebackenen Teil der Elektrode angebracht, und die Stäbe werden in dem Moment,
bevor ihr unteres Ende wegen Zehrung der Elektrode in das elektrische Bad eindringt, aus ihrer
Lage herausgezogen, und man führt eine gewisse Menge roher Elekrodenmasse ein, wo sich vorher
die unteren Enden befanden, dann werden die Kontaktstäbe wieder in die Elektrode eingeführt, und
zwar mit ihrer Spitze in die eben eingeführte rohe Masse, die sofort gebacken und dadurch mit der
schon gebackenen Elektrode verbunden wird. Die elektrische und mechanische Verbindung mit dem
gebackenen Teil der Elektrode ist somit wieder ίο hergestellt.
Bei der vorliegenden Erfindung wird durch richtige Wahl der Menge zugesetzter Masse ermöglicht, die Kontaktstäbe nur eine ganz kurze Strecke
zu heben, und die Spannungsverluste in der Elektrocle
werden auf ein Mindestmaß beschränkt. Bei der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise sehr
gute Resultate mit Hubhöhen unter 20 oder 25 cm erzielt worden.
Die Kontaktstäbe, die den Strom zur Elektrode überführen, können senkrecht oder schräg sein, indem
sie eventuell durch den Elektrodenmantel einr geführt sind.
Die zugehörende Zeichnung zeigt mehr oder weniger schematisch ein Bild einer Ausführungsform
der Erfindung mit senkrechten Kontaktstäben.
Der Strom wird der Elektrode α mittels Kontaktstäbe aus Eisen b zugeführt, die in Tragstangen
c aufgehängt und nicht zuerst durch den Mantel d durchgeführt sind. Das untere Ende b'
dieser Stäbe b ist mit dem gebackenen Teil der Elektrode α in Kontakt (s. rechte Seite der Zeichnung).
Die senkrechten Tragstangen c der Kontaktstäbe b sind mittels einer Anordnung e an einem
Balken / befestigt, der auf einem anderen Balken h angebracht und mittels eines Gewindes g verstellbar
ist.
In dem Moment, bevor das untere Ende b' der Kontaktstäbe b wegen Zehrung der Elektrode α in das
elektrolytische Bad eindringen wollen, werden diese Stäbe aus ihrer Lage heraufgezogen. Am Boden
dieser Lagen wird eine schätzungsweise bemessene Xlenge einer leitenden, z. B. kohlenstoffhaltigen
Elektrodenmasse eingeführt, wie bei ;' gezeigt, wodurch die Kontaktstäbe b wieder in ihre Lage eingeführt
werden, indem sie in die Elektrodenmasse eingedrückt werden, wie auf der linken Hälfte der
Zeichnung gezeigt. Die Kontaktstäbe werden so zusagen momentan an den gebackenen Teil der
Elektrode festgekittet, in einer Stellung nur wenig höher als vorher. Das Festbacken der Masse ;
findet in Wirklichkeit momentan statt, da sie zwischen einem rotglühenden Teil der Elektrode
und einem ebenfalls rotglühenden Kontaktstab festgeklemmt ist. Diese gebackene Elektrodenmasse
bildet einen integrierenden Teil der gebackenen Elektrode, und die anodische Oberfläche der Elektrode
hat keine Hohlräume oder andere Unterbrechungen der gleichmäßigen Fläche.
In elektrischer Hinsicht hat man dann in Wirklichkeit zwei verschiedene Kontaktflächen, die eine
zwischen Eisen im Kontaktstab b und der zu- I gesetzten rohen Elektrodenmasse ;', die plötzlich
gebacken wird, und die andere zwischen dieser Elektrodenmasse und der vorher gebackenen Elektrode
a. Man könnte fürchten, daß die so hergestellten Kontakte sowohl in elektrischer als
mechanischer Hinsicht schlecht sein würden. In der Praxis werden aber folgende überraschende Resultäte
festgestellt: Das Spannungsgefälle ist gering, kleiner als 0,1 Volt, und der Widerstand gegen
Losreißen ist reichlich groß, um eine Aufhängung der Elektrode mittels der Stromzufuhranordnung
zu gestatten.
Um mit der oben beschriebenen Anordnung die befriedigendsten Resultate zu erzielen, ist festgestellt,
daß es von Wichtigkeit ist, gewisse unten angegebenen Bedingungen einzuhalten. Es ist aber
klar, daß diese nur als Beispiele angegeben sind, ohne die Erfindung zu beschränken. Die Zugabe
einer bestimmten Menge roher Masse macht es erforderlich, daß das beim Heben der Kontaktstäbe
frei werdende Loch nicht durch Zusammensinken der im oberen Teil der Elektrode befindlichen rohen
Masse verstopft wird. Es muß deshalb ein bestimmtes Verhältnis bestehen zwischen Höhe und
Viskosität dieser rohen Masse. Um größere Sicherheit zu erzielen ist es ferner zweckmäßig, den
Kontaktstab in zwei Stufen herauszuziehen. In der ersten Stufe wird der Kontaktstab etwa 40 bis
50 cm gehoben und bleibt etwa 2 Stunden in dieser Stellung. Er gibt dann einen kleinen Teil seiner
Wärme an die umgebende Elektrodenmasse ab, was ein leichtes Erhärten dieser Masse bewirkt, und
man vermeidet, daß sie während des Einfüllens der neuen Masse herunterströmt und das Loch mehr
oder weniger verstopft. In der zweiten Stufe wird der Kontakt ganz herausgezogen, so daß der obere
Teil des Loches freigegeben wird.
Um ein minimales Spannungsgefälle zwischen Kontaktstäben und Elektrode zu erreichen, ist es
ferner von Bedeutung, daß das Festkitten unter den bestmöglichen Bedingungen stattfindet. Man hat
gefunden, daß die Form und Größe der Kontaktstäbe nicht gleichgültig ist. Bei zylindrisch-konischen
Kontaktstäben mit einem Durchmesser von 100 mm im oberen Teil hat man z. B. mit folgenden
Dimensionen die besten Resultate erzielt: Durchmesser am unteren Ende 60 mm, Durchmesser n0
300 mm vom unteren Ende 97 mm, Durchmesser 750 mm vom unteren Ende 100 mm. Diese Dimensionen
sind natürlich nur als Beispiele angegeben. Der Vorteil des beschriebenen Verfahrens ist,
daß bei dieser Anordnung sämtliche Kontaktstäbe kontinuierlich tätig sind und gleichzeitig für die
Stromzufuhr und zur Aufhängung der Elektrode benutzt werden können. Man hat auch den Vorteil
des geringsten Spannungsgefälles, das mit einem gegebenen Eisenquerschnitt erreicht werden kann, ia0
was besonders in elektrolytischen öfen für Herstellung von Aluminium von Bedeutung ist.
Die Anordnung kann übrigens auch so sein, daß der Kontaktstab nicht völlig aus seiner Lage herausgezogen
zu werden braucht, sondern man kann ihn nur ein gewisses Stück heben und die ent-
Ö16159
sprechende Menge Masse durch ein Loch im Stabe in den beim Heben freigemachten Raum einpressen.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verfahren für die Stromzufuhr zu kontinuierlich selbstbackenden Elektroden mit Hilfe von metallischen, in die Elektrode eingebetteten Kontaktstäben, deren unteres der Elektrode Strom zuführendes Ende in den gebackenen Teil der Elektrode eingeführt ist, und welche gleichzeitig zur Aufhängung der Elektrode dienen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktstäbe unmittelbar bevor sie infolge Zehrung der Elektrode an das elektrolytische Bad hervordringen würden, aus ihrer Lage hochgezogen werden und in den Boden der dadurch entstehenden Löcher rohe Elektrodenmasse eingeführt wird, worauf die Kontaktstäbe wieder in den gebackenen Teil der Elektrode abgesenkt werden, woselbst sie durch Backen der Elektrodenmasse unter Erzielung einer guten elektrischen und mechanischen Verbindung mit der Elektrode verkittet werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktstäbe in zwei Stufen hochgezogen werden, wobei gegebenenfalls die rohe Elektrodenmasse durch eine Bohrung in dem Kontaktstab zugeführt wird.
- 3. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterteil der Kontaktstäbe konisch ausgebildet ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen1718 9.5l
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|---|
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| DE1075321B (de) * | 1952-08-12 | 1960-02-11 | Aluminium Company of America Pittsburgh Pa (V St A) | Kon tinuierliche Elektroden fur Schmelzfluß elektrolysen |
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