DE835424C - Zuendkanalsperrvorrichtung, insbesondere fuer Geschosse mit Eigenvortrieb - Google Patents
Zuendkanalsperrvorrichtung, insbesondere fuer Geschosse mit EigenvortriebInfo
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- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C15/00—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
- F42C15/34—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein the safety or arming action is effected by a blocking-member in the pyrotechnic or explosive train between primer and main charge
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Description
(WiCBl S. 175)
AUSGEGEBEN AM 31. MÄRZ 1952
A 3548 XI j 72 i
Es ist bereits bekannt, in Geschossen Vorrichtungen zu. verwenden, die sowohl beim Transport und bei
ihrer Handhabung sowie beim Schuß im Geschützrohr oder in einem bestimmten Abstand vor der Mündung
desselben Sicherheit gewährleisten.
Solche Vorrichtungen sind oft kompliziert, und ihre Arbeitsweise wird durch die auf das Geschoß
wirkenden Trägheitskräfte oder noch durch ein Uhrwerk gesteuert.
h» In diesem Zusammenhang wurden übrigens bereits
Mechanismen beschrieben, die durch die Wirkung des Beharrungsrückganges eines Zündstollens beim
Abfeuern des Schusses und als Folge der dem Geschoß mitgeteilten Beschleunigung in Tätigkeit
treten und aus miteinander durch eine Nut- und Zapfenverbindung verbundenen Organen bestehen,
welche mit Verzögerung einen Verschluß freigeben, der zur Verhinderung einer vorzeitigen Übertragung
der Zündung zwischen dem Zünder und der Sprengladung bestimmt ist. In diesem letzteren Falle hatte ao
der Verschluß die Form einer Kappe, die einen Zündübertragungskanal abdeckte, wobei die Kappe
beim Entsichern in eine für diesen Zweck bestimmte Aussparung ausgeworfen wurde.
Der auswerfbare Verschluß nahm nach dem Entsichern der Vorrichtung einen gewissen Raum ein,
der nicht immer verfügbar ist, wobei außerdem die Gefahr bestand, daß dieser in die Nähe des Zünders
bzw. den Weg des Zündstrahls zu liegen kam und so die Übertragung der Zündung verhinderte.
Die Erfindung hat zur Aufgabe, diese Nachteile zu beseitigen und bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Sichern und Entsichern, bestehend aus einer mit dem Geschoß fest verbundenen Führungshülse, einem drehbeweglichen Verschlußschieber, einer Beharrungshülse, die gegen die Kraft eines elastischen Elementes in axialer Richtung bewegt wird, wobei eines dieser Organe eine mindestens teilweise wellenförmig verlaufende Nut aufweist, in die ein mit dem anderen Organ fest verbundener Zapfen eingreift,
Die Erfindung hat zur Aufgabe, diese Nachteile zu beseitigen und bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Sichern und Entsichern, bestehend aus einer mit dem Geschoß fest verbundenen Führungshülse, einem drehbeweglichen Verschlußschieber, einer Beharrungshülse, die gegen die Kraft eines elastischen Elementes in axialer Richtung bewegt wird, wobei eines dieser Organe eine mindestens teilweise wellenförmig verlaufende Nut aufweist, in die ein mit dem anderen Organ fest verbundener Zapfen eingreift,
»5 dadurch gekennzeichnet, daß durch den Drehschieber
ein Längskanal hindurchführt, von dem mindestens ein Teil exzentrisch verläuft, der bei Drehung des
Verschlußschiebers zum Entsichern mit einem Ende eines zweiten feststehenden Feuerkanals im Fuß der
ao Führungshülse zur Deckung kommt, während das
hintere Ende des festen Kanals auf die Sprengkapselladung mündet.
Der technische Vorteil dieser Konstruktion ergibt sich aus der Einfachheit seines Mechanismus, der
»5 darin besteht, daß man die Zündübertragung wie
bei einem Hahngehäuse ermöglicht, wobei die Drehung des Verschlußorgans durch den Rückgang einer mit
dem Verschlußorgan durch eine Nut- und Zapfenverbindung gekuppelten Beharrungshülse gesteuert
wird.
Die Erfindung eignet sich insbesondere für Geschosse mit Eigenvortrieb, bei welchen die Beschleunigung
über einen großen Teil ihrer Bahn andauert. Die Nut besteht in diesem Falle vorzugsweise
aus einem wellenförmigen ersten Teil, durch den die Entsicherung verzögert wird, einem zweiten schraubenförmigen
Teil, durch den die Kontinuität der Drehbewegung des Verschlußorgans aufrechterhalten
wird und schließlich aus einem dritten, erweiterten Teil, in welchem der Zapfen nach dem Aufhören der
Beschleunigung blockiert wird.
Daraus ergibt sich, daß nach dem Entsichern der Vorrichtung unabhängig von der Bewegung des Geschosses
auf seiner Bahn und von der Veränderung der Geschwindigkeit desselben keine der auf das
Geschoß wirkenden Kräfte die Lage des Verschlußorgans verändern und in irgendeiner Weise die Zündübertragung
verhindern kann.
Gemäß der Erfindung kann das Verschlußorgan nur eine Drehbewegung ausführen, die eine Sperrung
jeder Axialbewegung desselben verhindert.
Da diese Konstruktion· kein Organ umfaßt, das aus dem durch das Gehäuse der Sicherungsvorrichtung
begrenzten Raum austritt, wird der Raumbedarf auf ein Minimum reduziert.
Außerdem wird gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung der die Drehbewegung des Verschlußschiebers
steuernde Zapfen selbst wieder axial in einem in der Führungshülse vorgesehenen Längsschlitz geführt,
so daß die Verlagerung der Beharrungshülse von vorn nach hinten zwangsläufig eine Drehbewegung
des Verschlußschiebers nach rechts oder nach links, je nach der Richtung desjenigen Teiles der Nut, in
welchem sich der Zapfen jeweils befindet, zur Folge hat.
Schließlich dient gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung das Gehäuse der Vorrichtung, das an
seinem hinteren Ende durch einen Pfropfen verschlossen ist, außerdem zur Aufnahme einer Sprengkapsel
und bildet somit ein leicht abnehmbares Ganzes. Aus diesem Grunde können die Geschosse leicht durch
Herausnehmen der Sprengkapsel allein oder der ganzen Vorrichtung gesichert werden.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und den Zeichnungen
eines Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Fig. ι ist ein Axialschnitt durch die Vorrichtung
vor dem Abschuß,
Fig. 2 ist eine Abwicklung eines Teiles der Sicherungsvorrichtung ;
Fig. 3 und 4 zeigen Querschnitte nach den Linien HI-III und IV-IV der Fig. 1;
Fig. 5 zeigt einen der Fig. 1 ähnlichen Axialschnitt,
jedoch entsichert;
Fig. 6 stellt eine der Fig. 2 ähnliche Abwicklung dar;
Fig. 7 und 8 zeigen Schnitte nach den LinienVII-VII
und VIII-VIII der Fig. 5.
In den Figuren bezeichnet 1 die Führungshülse der Sicherungsvorrichtung, in welcher das Verschlußorgan
2 angeordnet ist. Dieses Verschlußorgan kann nur eine Drehbewegung ausführen um seine Längsachse
X-Y, wobei es durch den Haltering 3 in der Führungshülse 1 gehalten wird. Die Führungshülse 1
wird bei 4 in einem Gehäuse 5 gehalten, in dessen hinterem Teil 5a sich eine Hülse 6 befindet, die die
Sprengkapselladung 7 enthält, welche vorn durch eine Kappe 8 abgedeckt ist, deren öffnung 9 durch ein
Plättchen 10 bedeckt ist, wobei die Hülse 6 im Gehäuseende _5a durch einen Pfropfen 11 gehalten wird.
Bei der beschriebenen Ausführungsform ist in dem Verschlußorgan 2 ein Längskanal 12 vorgesehen, dessen
hinteres Ende 13 gegenüber der Längsachse X-Y versetzt ist. Ein zweiter Kanal 14, der durch das
hintere Ende der Führungshülse 1 hindurchführt, verläuft leicht schräg zur Längsachse.
Die Kanäle 13 und 14 sind so angeordnet, daß ihre
benachbarten Enden gegeneinander versetzt sind, wenn sich die Sicherungsvorrichtung in Sicherungsstellung befindet.
Eine Beharrungshülse 15 nimmt den zwischen dem Gehäuse 5 und der Führiingshülse 1 gebildeten konzentrischen
Raum 16 ein und umschließt dabei die letztere. Die Hülse ist in diesem Raum gegen den
Druck einer Feder 17 axial verschieblich. In Ruhestellung (Fig. 1) kommt ein mit der Hülse 15 fest
verbundener Zapfen 18 gegen den vorderen Rand eines in der Hülsenwand 1 vorgesehenen Längsschlitzes
19 zum Anschlag und verhindert so das Herausfallen der Hülse. Der Schlitz 19 dient andererseits
zu ihrer Führung in Richtung der Achse der Sicherungsvorrichtung und schließt somit jede Drehung
derselben aus. Das Ende 20 des Zapfens 18 gleitet bei einer Verlagerung der Hülse 15 in einer
Nut 21, die in die Außenfläche des Verschlußschiebers eingearbeitet ist in der Weise, daß die Beharrungshülse
die Drehbewegung des Verschlußschiebers gemäß
der durch die Nut 21 festgelegten Bahn steuert. Eine
Drehung des Verschlußichiebers 2 um i8o° bringt die
Enden dar Kanäle 13 und 14 zur Deckung. In dieser
Stellung ist die übertragung der Zündung auf die Sprengkapsel 7 möglich.
Die Nut 21, deren Abwicklung in Fig. 2 und 6 ersichtlich ist, besteht aus drei verschiedenen Teilen,
nämlich einem vorderen Teil 2ia, der wellenförmig
oder im Zickzack verläuft, einem zweiten schraubenförmigen Teil 21 b, der in der Abwicklung geradlinig
ist, und schließlich einem hinteren dritten erweiterten Teil 21c.
Vorzugsweise setzt man in den Kanal 31 eine Kapsel 22 aus paraffiniertem Karton ein. Diese verleiht
der Vorrichtung eine bessere Abdichtung in Ruhestellung, d. h. die Gase können in der in Fig. 1 gezeigten
Stellung nicht vom Kanal 13 in den Kanal 14 übertreten.
Die Arbeitsweise der Sicherungsvorrichtung ist wie folgt:
Beim Schuß (Fig. 1) und unter der Wirkung der Beschleunigung des Geschosses gleitet die Beharrungshülse 15 gegen die Kraft der Feder 17 in ihrer Kammer
16 zurück, wobei sie durch den Zapfen 18 geführt
as wird, der in den geradlinigen Schlitz 19 der Führungshülse ι eingreift.
Dem Ende 20 des Zapfens folgt dabei zwangsläufig die Nut 21 des Verschlußschiebers 2 und bewirkt eine
Hinundherbewegung des letzteren um seine Mittellage, die es in Fig. 1 einnimmt, und die vor sich geht,
solange das Ende 20 des Zapfens in den Teil 21" der Nut 21 greift.
Während dieser ersten Bewegungsphase ist das Geschoß im Rohr oder an der Mündung gesichert,
während die Sicherung in der Flugbahn des Geschosses durch die Zahl der Krümmungen der Nut 21,
die Beharrung der Hülse 15 und die Geschwindigkeit des Geschosses bestimmt wird.
Der Teil 21* der von dem Ende 20 des Zapfens durchlaufenen Nut führt eine endgültige Drehung des Verschlußorgans 2 um i8o° gegenüber seiner ursprünglichen Lage herbei (Fig. 2) in der Weise, daß der exzentrische Teil des Kanals 13 mit der Mündung des feststehenden Kanals 14 in Deckung kommt. Die Folge davon ist, daß von diesem Augenblick an die Feuerübertragung zwischen einem am Kopf des Geschosses befindlichen Zünder (nicht dargestellt) und der Sprengkapsel 7 über den Weg 12-13-14-9-7 (Fig. 5) frei erfolgen kann. Sobald die Beschleunigung des Geschosses aufhört, kommt das Ende des Zapfens in den erweiterten Teil 21 c der Nut. Von diesem Augenblick an bleibt, unabhängig von einer beschleunigten oder verzögerten Bewegung des Geschosses die Sicherungsvorrichtung entsichert bis zur Auslösung der Zündung, die auf die Sprengkapsel 7 übertragen wird.
Der Teil 21* der von dem Ende 20 des Zapfens durchlaufenen Nut führt eine endgültige Drehung des Verschlußorgans 2 um i8o° gegenüber seiner ursprünglichen Lage herbei (Fig. 2) in der Weise, daß der exzentrische Teil des Kanals 13 mit der Mündung des feststehenden Kanals 14 in Deckung kommt. Die Folge davon ist, daß von diesem Augenblick an die Feuerübertragung zwischen einem am Kopf des Geschosses befindlichen Zünder (nicht dargestellt) und der Sprengkapsel 7 über den Weg 12-13-14-9-7 (Fig. 5) frei erfolgen kann. Sobald die Beschleunigung des Geschosses aufhört, kommt das Ende des Zapfens in den erweiterten Teil 21 c der Nut. Von diesem Augenblick an bleibt, unabhängig von einer beschleunigten oder verzögerten Bewegung des Geschosses die Sicherungsvorrichtung entsichert bis zur Auslösung der Zündung, die auf die Sprengkapsel 7 übertragen wird.
Es ist noch zu erwähnen, daß die Nut 21 in der dargestellten Form für eine Vorrichtung vorgesehen
ist, die zur Sicherung eines Geschosses mit Eigenvortrieb dient, d. h. eines Geschosses, dessen Beschleunigung
über einen großen Teil seiner Flugbahn fortdauert. An Hand der Beschreibung ist es jedoch
ohne weiteres möglich, die erfindungsgemäße Vorrichtung für jede beliebige andere Anwendungsform zu
verwenden.
Claims (5)
1. Zündkanalsperrvorrichtung, insbesondere für Geschosse mit Eigenvortrieb, bestehend aus einer
mit dem Geschoß fest verbundenen Führungshülse, einem drehbeweglichen Verschlußschieber,
einer Beharrungshülse, die gegen die Kraft eines elastischen Elementes in axialer Richtung bewegt
wird, wobei eines dieser Organe eine Nut trägt, von der mindestens ein Teil einen wellenförmigen
Verlauf hat, und in die ein mit dem anderen Organ fest verbundener Zapfen eingreift, dadurch gekennzeichnet,
daß durch den Drehschieber (2) ein Längskanal (12) hindurchführt, von dem mindestens
ein Teil (13) exzentrisch angeordnet ist, der bei Drehung des Schiebers zum Entsichern
mit einem Ende eines zweiten feststehenden Feuerkanals (14) im Fuß der Führungshülse (1) zur
Deckung kommt, während das hintere Ende des festen Kanals auf die Sprengkapsel (7) mündet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- 8s
kennzeichnet, daß die Nut aus einem vorderen wellenförmigen Teil sowie einem zweiten schraubengangförmigen
Teil (21 *) besteht, und aus einem hinteren erweiterten Teil (21 c), in dem der Zapfen
beim Aufhören der Beschleunigung blockiert wird, go
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sicherungsring (3) jede
axiale Bewegung des Drehschiebers (2) in der Führungshülse (5) verhindert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehschieberzapfen (18)
in einem Längsschlitz (19) der Führungshülse (1) geführt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß das an seinem hinteren Ende durch einen Pfropfen (11) abgeschlossene Zündergehäuse
eine Sprengkapsel einschließt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
I 3674 3.52
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH2666390X | 1949-09-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=4570935
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (5)
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| US2994272A (en) * | 1956-03-23 | 1961-08-01 | Henry D Saunderson | Water discrimination fuze ball-bearing screw type |
| US2907167A (en) * | 1956-10-10 | 1959-10-06 | Charles R Olsen | Clock mechanism |
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1950
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- 1950-09-25 US US186556A patent/US2666390A/en not_active Expired - Lifetime
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