DE82383C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
- H02M7/00—Conversion of AC power input into DC power output; Conversion of DC power input into AC power output
- H02M7/42—Conversion of DC power input into AC power output without possibility of reversal
- H02M7/54—Conversion of DC power input into AC power output without possibility of reversal by dynamic converters
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
(Seine & Oise).
Zusatz zum Patente Nr. 78825 vom 6. Oktober 1892.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. Dezember 1894 ab.
Längste Dauer: 5. Oktober 1907.
In dem Haupt-Patente ist für den Fall der Anwendung des durch dieses Patent geschützten
Verfahrens auf die Umwandlung eines einzigen Wechselstromes in einen Gleichstrom und umgekehrt
die Benutzung von Condensatoren oder Selbstinductionsspulen (s. Anspruch 3.) zu dem
Zweck vorgesehen, um den Strom, der stets dieselbe Richtung hat, aber dessen Energie
veränderlich ist und der von dem mit einem einzigen Magnetkern und seinem Stromwender
versehenen Inductionsapparat geliefert wird, streng stetig zu machen. Die Condensatoren
oder Selbstinductionsspulen speichern einen Theii der von dem primären Stromkreis ausgegebenen
Energie in dem Augenblick auf, wo diese Energie den mittleren Werth überschreitet,
und geben diese aufgespeicherte Energie an den secundären Stromkreis wieder ab, sobald
die vom primären Stromkreise ausgegebene Energie unter den Mittelwerth sinkt; auf diese
Weise werden alle Aenderungen in der Energie des umgewandelten Stromes zum Verschwinden
gebracht.
In dem Falle, wo es sich dagegen darum handelt, einen Gleichstrom in einen Wechselstrom
umzuwandeln, wirken die Condensatoren oder Selbstinductionsspulen umgekehrt; sie
sichern die Aenderung der von dem Stromkreis des Gleichstromes ausgegebenen Energie
gemäfs dem Sinusoidengesetz der Zeit, nach dem die Wickelung des secundären Stromkreises
des mit einem Magnetkern versehenen In · ductionsapparates gemacht ist.
Die Erfinder haben ermittelt, dafs die von ihnen den Condensatoren oder Selbstinductionsspulen
zugetheilte Verrichtung auch durch ein anderes Organ erfüllt werden kann, nämlich
durch einen besonderen, »Ausgleicher« genannten Umformer mit grofsen Selbstinductionscoe'fficienten,
einen Umformer, dessen primärer Stromkreis einen sehr geringen Widerstand, dessen secundärer. Stromkreis dagegen einen
sehr bedeutenden Widerstand darbietet.
Durch den primären Stromkreis läfst man den Strom hindurchgehen, dessen Schwankungen
auszugleichen sind.
Die zwischen den Bürsten des Stromwenders entwickelte elektromotorische Kraft kann in
dem Falle, wo der Inductionsapparat, dem dieser Stromwender beigegeben ist, lediglich mit
einem einzigen Wechselstrom gespeist wird, so angesehen werden, als ob eine constante,
elektromotorische Kraft und wechselnde, elektromotorische Kräfte über einander gelagert wären.
Zum Beweise dessen sei Folgendes ausgeführt:
Ein Magnetkern sei mit zwei Stromkreisen bedeckt, einem primären und einem secundären.
Der primäre, dessen Windungszahl unveränderlich bleibe, werde den Wirkungen einer
/2. Auflage, ausgegeben am 14.
Mär\
igo2.)
wechselnden elektromotorischen Kraft ausgesetzt, die mit H=H0 sin 2 π ω t bezeichnet
sei.
Der secundäre Stromkreis sei in eine gewisse Anzahl Abtheilungen getheilt, die unter sich
und mit den Stegen eines Stromwenders gemäfs der im Haupt-Patente Nr. 78825 beschriebenen
Methode verbunden seien.
Aus den in der Beschreibung des Haupt-Patentes gegebenen Erläuterungen folgt, dafs,
wenn man den Bürsten, die auf dem Stromwender schleifen, eine in Rücksicht auf diesen
Wender relative Geschwindigkeit gleich w mittheilt, alles so vor sich geht, als ob die Windungszahl
N des Stromkreises, der zwischen den Bürsten enthalten ist und der den Magnetkern
umgiebt, mit der Zeit nach einem Sinusoidengesetz variirte, dergestalt, dafs man
diese Zahl durch die Formel
JV = ν sin 2 π (ω t — φ)
darstellen kann, worin ν eine constante Windungszahl
und φ eine Phasendifferenz bezeichnen.
Die auf den primären Stromkreis einwirkende elektromotorische Kraft veranlagst in dem
Magnetkern die Erzeugung von Kraftlinien, deren Aenderungen ebenfalls die Wechselzahl
(frequence) ω haben werden.
Diese Aenderungen entwickeln in jeder den Magnetkern umgebenden Windung eine elektromotorische
Kraft e, welche ebenfalls die Wechselzahl (frequence) w hat und die sich
darstellen läfst durch die Formel
e = e0 sin 2 π ω t.
Die zwischen den Bürsten des Inductionsapparates entwickelte elektromotorische Kraft E
ist in jedem Augenblick gleich dem Product aus der elektromotorischen Kraft e und der
Anzahl N der Windungen, die der zwischen den Bürsten abgezweigte Stromkreis um den
Kern macht. Man hat also
E = Ne = ν e0 sin 2 π (w t ·—■ φ) sin 2 π w t.
Durch mathematische Umformung dieses Ausdrucks erhält man den folgenden :
oder da
so ist
E= ν e0 [sin 22 π ω t cos 2 π φ — cos 2 πω t sin 2 π ω t sin 2 π φ],
sin 22 π α) t = — [ 1 — cos 4 π ω tJ
cos 2 π u) t sin 2 7rtui = — sin 4 π w t,
E = —- [ (ι — cos 4 π w t) cos 2 π φ — sin 4 π u>
t sin 2 π φ] E = —- cos 2 π φ
cos 2 π (2 wt — φ).
2 2 \ τ/
Die Gröfse φ ist constant und hängt nur von der Stellung (calage initial) ab, welche die
Bürsten anfänglich in Bezug auf den Stromwender einnehmen.
Man erkennt also, dafs die zwischen den Bürsten des Inductionsapparates entwickelte
elektromotorische Kraft so angesehen werden kann, als ob zwei elektromotorische Kräfte über
einander lagerten, von denen die eine constant
und gleich —- cos 2 πφ, die andere wechselnd,
von der Wechselzahl (frequence) 2 ω und gleich
—- cos 2 π (2 w t — φ) ist.
2 . v
2 . v
Der durch diese elektromotorischen Kräfte erzeugte Strom, der den primären Stromkreis
des Ausgleichers durchfliefst, kann also selbst so angesehen werden, als ob ein Gleichstrom
undWechselströme über einander gelagert wären.
Der primäre Stromkreis des Ausgleichers setzt dem Durchgange der ihn durchfliefsenden
Gleichströme nur seinen eigenen Widerstand entgegen, wohingegen der Widerstand, den er
dem Durchgang jedes Wechselstromes entgegensetzt, gleich ist dem vorigen, vermehrt
um jenen des secundären Stromkreises und multiplicirt mit dem Quadrat des Umwandlungsverhältnisses
des Ausgleichumformers.
Der secundäre Stromkreis des Ausgleichers wird in sich geschlossen..
Die Benutzung dieses Ausgleichers, dessen secundärer Stromkreis sehr grofsen Widerstand
darbietet, gewährt den Vortheil, die Entwickelung jeder plötzlichen, Aenderung der Kraftlinien
in dem Magnetkern des Ausgleichers zu verhindern; im Falle einer plötzlichen Aenderung
in dem Verbrauche des Stromes, der den primären Stromkreis durchfliefst, wird die verfügbar
gemachte potentielle Energie, anstatt in den Verbrauchsapparaten unter der Form eines
Extrastromes frei zu werden, in Form von Wärme in dem secundä'ren Stromkreis des
Ausgleichers verschwinden.
Claims (2)
1. Das durch die Ansprüche 1., 2. und 3. des
Haupt - Patentes geschützte Verfahren mit der Mafsgabe, dafs dem mit einem Magnetkern
und seinem Stromwender versehenen Inductionsapparat an Stelle der im Anspruch 3. genannten Condensatoren oder
Selbstinductionsspulen ein von einem Stromwandler mit grofsem Selbstinductionscoefficienten
gebildeter Ausgleicher hinzugefügt wird, der, in den äufseren, über die Bürsten des Systems geschlossenen Stromkreis eingeschaltet,
dem Durchgang der Gleichströme, welche die in den inneren, ebenso geschlossenen Stromkreisen des Systems
erzeugte, gleichbleibende elektromotorische Kraft zu entwickeln strebt, keinen wesentlichen
Widerstand entgegensetzt, dagegen aber dem Durchgange der Wechselströme, welche die gleichzeitig mit der gleichbleibenden
erzeugte, wechselnde elektromotorische Kraft zu entwickeln trachtet, einen sehr grofsen Widerstand darbietet,
wobei im Falle der Umwandlung von Strömen aus einer Quelle gleichbleibender elektromotorischer Kraft in Wechselströme
der genannte Ausgleicher sich den Aenderungen der Stärke des dem System gelieferten
Stromes widersetzt, welche durch die Aenderungen der der gleichbleibenden elektromotorischen Kraft entgegenwirkenden
elektromotorischen Gegenkraft veranlafst werden.
2. Zur Ausführung des im vorstehenden Anspruch
i. gekennzeichneten Verfahrens ein Ausgleicher, dadurch gekennzeichnet, dafs
der Träger (a β γ δ) des primären Stromkreises (B) als secundärer, in sich geschlossener
Stromkreis, dient, der einen sehr grofsen Widerstand darbietet, während
der Magnetkern zwecks passender Regelung seiner Durchlässigkeit aus mehreren auf
einander gestapelten und von einander isolirten Metallschichten besteht, deren jede
zertheilt ist, wobei die in dem Kerne erzeugten Kraftlinien sich in einem aus zertheiltem
Metall gebildeten Rahmen schliefsen, der den primären Stromkreis umgiebt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE82383C true DE82383C (de) |
Family
ID=354795
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT82383D Active DE82383C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE82383C (de) |
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