DE820964C - Verstellbare rohrfoermige Verbindungsstrebe fuer Ruestungen - Google Patents
Verstellbare rohrfoermige Verbindungsstrebe fuer RuestungenInfo
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Description
- Verstellbare rohrförmige Verbindungsstrebe für Rüstungen 1)ie l@.rfinduiig betrifft eine verstellbare rohrförmige Verbindungsstrebe zur Verwendung bei Rüstungen, Hilfsgerüsten bei Bauten und bei ähnlichen Konstruktionen.
- Bei den üblichen Gerüsten verschiedener Art wurden bisher zumeist Standbäume und Verbindungsstreben aus Holz verwendet. Diese Hölzer mußten aber jeweilig zugehauen, angepaßt und mit langen Nägeln oder Klammern verbunden werden. Es ergab sich so häufig nur eine Rüstung von sehr zweifelhafter Festigkeit und Sicherheit, die zudem einen beträchtlichen Aufwand an Material und Zeit erforderte.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Verbindungsstrebe für Rüstungen, die leicht der erforderlichen länge angepaßt werden kann. Darüber hinaus sollen nach der Erfindung die Unglücksfälle beim Aufrichten der weitestgehend herabgesetzt werden.
- Weiterhin soll nach der Erfindung jeder Materialverlust bei der Errichtung solcher Konstruktionen, die nur für eine bestimmte Zeit Verwendung finden, unterbunden werden.
- Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
- Zur Erreichung dieser Vorteile werden nach der Erfindung zwei Grundelemente von Rohren aus Eisen oder einem ähnlichen Material benutzt. Eines der Rohre hat einen größeren Durchmesser als das andere, so daß die beiden Rohrkörper bei Bedarf teleskopartig ineinandergesteckt oder bei Verwendung von zwei Rohren mit dem größeren Durchmessec Ende an Ende miteinander verbunden werden können. Hierbei dienen besonders konstruierte Kupplungen zur festen Verbindung der Rohre untereinander, wenn diese ineinandergeschoben sind und, jedoch mit einer geringen Abweichung in der Ausführung, auch zur sicheren Verbindung von den Rohren mit gleich großem Durchmesser, die Ende an Ende verbunden werden sollen.
- In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand an einzelnen Beispielen näher erläutert, und zwar zeigt Fig. i eine Vorderansicht einer verstellbaren und festgeklemmten Verbindungsstrebe aus zwei teleskopartig ineinandergeschobenen Grundformen der Rohre, die durch eine Kupplung zusammengehalten werden, wobei ein Teil der Wand des unmittelbar geklemmten Rohres und der Kupplung aufgeschnitten ist, um die Konstruktion darzulegen, Fig. 2 die Vorderansicht zweier Ende an Ende miteinander verbundenen und durch eine Kupplung zusammengehaltenen Rohre, wobei diese Kupplung jedoch geringfügig von der, wie sie in Fig. i wiedergegeben ist, abweicht, und Fig. 3 die Vorderansicht in verkleinertem Maßstab einer teleskopartigen Verbindungsstrebe aus fest- und verstellbaren Rohrelementen, bei der das freie Ende des weiteren Rohres an einen Vorsprung eines der zu verbindenden Bauelemente angeschlossen ist.
- In den Abbildungen sind zur Kennzeichnung der gleichen Teile dieselben Kennziffern verwendet, im einzelnen bezeichnen die Ziffern i das verstellbare oder Innenrohr, 2 das feste oder Außenrohr und 5 die Schließmuffe der Kupplung, welche die Rohre miteinander verbindet.
- Das Rohr i ist aus einem beliebigen, genügend festen Metall geformt und kann einen beliebigen Außendurchmesser aufweisen. Die Außenwand von Rohr i ist mit einem endlosen Gewindegang H versehen.
- Das feste Außenrohr 2 ist gleichfalls aus irgendeinem festen Material hergestellt, besitzt aber einen äußeren Durchmesser, der größer ist als die äußere Weite des vorstehend beschriebenen, verstellbaren Innenrohres i, so daß das letztere in dem Ende des Außenrohres 2 gleitend eingeführt oder teleskopartig bewegt werden kann. Die Enden von dem Außenrohr 2 sind auf ihrer Außenwand mit in Abständen angt=ordneten Rillen K versehen.
- Bei der Einführung von einem Ende des Innenrohres i in die Öffnung von Außenrohr 2 und der gewünschten Anpassung der so verbundenen Teile hat es sich als vorteilhaft erwiesen, eine Kupplung zu verwenden, die beiden Anforderungen genügt und sowohl die Länge bestimmt, uni welche das Innenrohr i in das Außenrohr 2 eingeschoben wird, als auch zur sicheren Feststellung der beiden Rohre untereinander dient, wenn der teleskopartige Auszug beendet ist. Wenigstens die Endeinstellung beim Ausziehen der Rohre in die in Fig. i dargestellte Stellung wird unter Verwendung der Schraubhülse 3 bewerkstelligt, die im Innern ein Schraubengewinde aufweist, das mit dem endlosen äußeren Gewindegang von Rohr i zum Eingriff kommt, während der äußere Umfang dieser Schraubhülse mit in Abständen angeordneten Rillen versehen ist, die ihrerseits wiederum mit einem Kupplungskonus 4 aus zwei oder mehreren Teilstücken von genügender Länge im Eingriff stehen, so daß der Kupplungskonus auch in die Rillen am Ende des festen Außenrohres 2 eingreift. An Stelle eines aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzten Kupplungskonus kann auch ein federnder Kupplungskonus Verwendung finden, der aus einem Stück hergestellt und mit drei oder mehreren Längsschlitzen bis dicht an den Rand einer Seite versehen ist. Auf der konischen äußeren Fläche des Kupplungskonus 4 befindet sich .ein Gewinde, über welches die Schließmuffe 5 geschraubt werden kann. Durch die Öffnungen 7 in der Schraubhülse 3 und 6 in der Schließmuffe 5 wird es ermöglicht, die einzelnen Teile mit einem nicht dargestellten, abnehmbaren Hebel oder Werkzeug zu drehen.
- Natürlich wird es auch bei derartigen Konstruktionen, in welchen solche Verbindungselemente Verwendung finden, Fälle geben, die es wünschenswert erscheinen lassen, auch gelegentlich zwei der sogenannten Außenrohre 2 Ende an Ende zu verbinden. Zu diesem Zweck wird eine Kupplung-ähnlich der vorstehend beschriebenen, die zur Verbindung der teleskopartig ineinandergefügten Rohre i und 2 dient, verwendet, wie sie in Fig. 2 wiedergegeben ist. Hier ist jedoch darauf hinzuweisen, daß die Schraubhülse 3 für ineinandergeschobene Rohre fortfällt, während andererseits in die offenen Enden der gegeneinanderstoßenden Rohre 2 die Verstärkungsteile 8 eingeführt sind. Auf diese Weise ist beim Anziehen der Schließmuffe 5 die Gefahr, daß die Rohre eingedrückt werden, nur gering.
- Die Verwendung der verstellbaren und festen Verbindungsstücke findet wie folgt statt. Beispielsweise sollen zwei Ständer eines Gerüstes, von denen einer mit P in Fig. 3 bezeichnet ist, durch eine Strebe verbunden werden. Das eine Ende des festen Rohres 2 ist dann drehbar an einem Vorsprung beliebiger Art befestigt, welcher seinerseits an dem Ständer P sitzt oder einen Teil desselben bildet. Es sei weiter angenommen, daß der Gegen- oder zweite Ständer (nicht dargestellt) in zu großer Nähe zu dem ersten steht, um ein zweites Rohr 2 zu verwenden, das Ende an Ende, wie in Fig. 2 gezeigt, angeschlossen werden könnte, so daß also ein verstellbares oder Innenrohr i genommen werden muß. Es wird dann die Schraubhülse 3 (Fig. i) auf dem Rohr i vom Ende zurückgeschraubt und das so frei gewordene Ende, nötigenfalls unter vorübergehender Entfernung des Rohres 2 von dem Ständer P, bis zur genügend weit zurückgeschraubten Schraubhülse 3 in das freie Ende des Rohres 2 eingesteckt. Das andere Ende des Rohres i wird dann über einen Vorsprung des zweiten Ständers gesteckt, der ähnlich dem ist, wie er bereits in Verbindung mit dem ersten Ständer P beschrieben wurde. Die Rohre i und 2 sind nun lose durch die teleskopartige Führung zusammengehalten. Darauf wird zunächst die Schraubhülse 3 nach dem festen Außenrohr 2 hin geschraubt, bis sie dessen Ende berührt, worauf sich dann das Innenrohr i so lange in dem festen Außenrohr 2 verschiebt, wie die Schraubhülse 3 gedreht werden kann bzw. bis die Rohrstücke stramm liegen. Ist die gewünschte Spannung und Pressung oder eine lockere Lage erreicht, wird der Kupplungskonus 4 über beide Enden gelegt und die bereits über. das eine Rohr gestülpte Schließmuffe 5 fest übergeschraubt, so daß die verschiedenen Teile sicher zusammengehalten werden. Umgekehrt kann auf gleich einfache Weise auch wieder eine Lösung erfolgen. In ähnlicher Weise vollzieht sich die Aneinanderfügung von zwei festen Rohren, wobei jedoch keine Schraubhülse umgelegt wird, aber das Versteifungsglied 8 eingesetzt werden muß, das in Fig. 2 dargestellt ist.
- Es besteht auch die Möglichkeit, gegebenenfalls zwei Rohre i miteinander in einfacher Weise zu verbinden, indem über die Rohrenden, deren Schraubengänge dann jedoch im Gegensinne verlaufen müssen, eine nicht dargestellte Verbindungsmuffe mit zur HälfteRechts-und zurHälfteLinksgewinde zwischengeschraubt wird.
- Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten beispielsweisen Ausführungen beschränkt. Es sind weitere Abänderungen der einzelnen Teile und deren Zusammenfügung zu allen gewünschten Längen und Verwendungen im Gerüstbau o. dgl. denkbar, wodurch insgesamt der Erfindungsgegenstand umrissen wird.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verstellbare rohrförmige Verbindungsstrebe für Rüstungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Außengewinde versehenes Innenrohr (i) aus beliebigem festen Material gleitend in einem Außenrohr (2) aus ähnlichem Material verstellt werden kann und die Einstellung und Festhaltung durch eine Kupplung erfolgt, welche aus einer Schraubhülse (3) besteht mit einem dem Außengewinde des verstellbaren Rohres angepaßten Innengewinde und äußeren Rillen, welch letztere gemeinsam mit den wenigstens an einem Ende des Außenrohres (2) angeordneten Rillen von einer mehrteiligen oder federnden Kupplungshülse (4) mit auf der Innenseite angeordneten, in die Rillen an den Enden des Außenrohres und der Schraubhülse eingreifenden Ringen umfaßt werden und durch eine Schließmuffe (5) festgeklemmt werden können.
- 2. Verstellbare rohrförmige Verbindungsstrebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungshülse (4) außen konisch ausgebildet ist und auf dieser konisch verlaufenden Außenseite ein Gewinde aufweist, über welches die mit entsprechend konisch angeordnetem Innengewinde versehene Schließmuffe (5) aufgeschraubt werden kann.
- 3. Verstellbare rohrförmige Verbindungsstrebe aus zwei oder mehrerenAußenrohren mit Innenrohren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Außenrohre (2) Kopf an Kopf unter Fortfall der Schraubhülse (3) durch den in die Rillen am Ende der Rohre (2) eingreifenden Kupplungskonus (4) erfolgt, welcher durch die auf schraubbare Schließmuffe (5) mit einem dem Außengewinde des Kupplungskonus entsprechenden, konischen Innengewinde festgeklemmt wird.
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