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DE829504C - Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Aluminium - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Aluminium

Info

Publication number
DE829504C
DE829504C DEP22030D DEP0022030D DE829504C DE 829504 C DE829504 C DE 829504C DE P22030 D DEP22030 D DE P22030D DE P0022030 D DEP0022030 D DE P0022030D DE 829504 C DE829504 C DE 829504C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chloride
aluminum
alkali
alkaline earth
electrolyte
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP22030D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Hans Grothe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HANS GROTHE DR ING
Original Assignee
HANS GROTHE DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HANS GROTHE DR ING filed Critical HANS GROTHE DR ING
Priority to DEP22030D priority Critical patent/DE829504C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE829504C publication Critical patent/DE829504C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/06Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium
    • C25C3/18Electrolytes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Aluminium Es ist bekannt, Aluminium aus Aluminiumchlorid zu erzeugen; jedoch wurde dies bisher nur für Temperaturbereiche vorgeschlagen, die weit unter dem Schmelzpunkt von Aluminium liegen. Dabei kommen Chloridschmelzen zur Anwendung, in denen auf i Mol Alkalichlorid mehr als i Mol Aluminiumchlorid enthalten ist. Das Metall wird bei diesem Verfahren schwammförmig' oder in dendritischen Kristallen abgeschieden. Im besten Fall wurden unter besonderen Bedingungen einige Millimeter dicke Niederschläge erzielt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man auch oberhalb des Schmelzpunktes des Aluminiums, vorzugsweise bei 670 bis 730°, Aluminiumchlorid als Ausgangsstoff für die elektrolytische Gewinnung des Metalls verwenden kann, wenn man Salzgemische als Elektrolyt benutzt, in denen genügendAlkalichlorid vorhanden ist, um das gesamte Aluminiumchlorid komplex zu binden, z. B: als KAI 04. Solche Komplexe haben auch bei höheren Temperaturen einen überraschend niedrigen Dampfdruck.
  • Die binären Gemische Alkalichlorid-Aluminiumchlorid sind freilich für die Elektrolyse mit unlöslichen Anoden wenig geeignet, weil bei fortschreitender Entarmung an Aluminiumchlorid der Schmelzpunkt derGemische sehr rasch ansteigt und der Elektrolyt nicht mehr ohne lebhafte Verdampfung des Aluminiumchlorids flüssig gehalten werden kann. Wesentlich geeigneter sind ternäre Gemische des Aluminiumchlorids mit den Alkali-Chloriden bzw. mit Alkalichlorid und Erdalkali-Chlorid, z. B. K CI-A1 C13-Na Cl : K Cl-AI C13 -Li Cl : K Cl-AI C13-Mg cl,. Da von allen komplexen Verbindungen des A1 C13 die mit K Cl die temperaturbeständigste ist, ist es 'zweckmäßig; Kaliumchlorid als wesentlichen Bestandteil des -Elektrolyts zu- verwenden: In allen diesen Systemen treten nun Mischungsbücken auf, die sich erst bei Temperaturen über 8oo° schließen. Geht man vom binären System KC1-AICIs aus und setzt das Gewichtsverhältnis K Cl : Al C13 = x und den Gehalt, der Schmelze an NaCl, Li Cl bzw. Mg C12 in Gewichtsprozent jeweils= y, so läßt sich der Höchstgehalt an y, bei dessen Überschreitung Entmischung eintritt, für' den Temperaturbereich von 67o bis 700° angenähert durch folgende Beziehungen angeben: für NaCI zwischen io und 400/0 : y = 50 - 109 x + 20, für Li Cl zwischen 5 und 400/0 : y = 55,6 ' log :r + 5, für -'IgCl2 zwischen io und 4o% : io-g y = 4,26 log x .+ i',28. Bei Anwesenheit von NaCI oder-Erdalkalichlorid geht die Mischungslücke über in das Gebiet des durch Verdampfung von A1 C13 charakterisierten Zerfalls bz,w. in das Gebiet der festen Ausscheidungen.
  • Wirtschaftlich besser würden solche Elektrolyte sein, in denen neben einer hohen Konzentration an AI CI3 auch ein höherer Gehalt aii Na C1 oder Li C1 ohne Entmischung oder erhebliche Steigerung des ' Dampfdruckes möglich wäre, da solche Schmelzen nicht so schnell entarrnen und bessere Leitfähigkeit besitzen.
  • Es wurde nun gefunden, claß die Mischungslücken in den ternären Svsteinen durch Zusatz einer vierten Komponente auf ein tieferes Temperaturniveau gedrückt werden können, so däß die für die Elektrolyse bei der genannten Arbeitstemperatur geeigneten Salzgemische mit hohem :11 Cl3-Gehalt eine starke Erweiterung erfahren. _11s vierte Komponente eignen sich sowohl Alkalichloride als auch Erdalkalichloride. Der Effekt ist nach Art und 1lenge des Zusatzes verschieden.
    Beispiele
    SYeZ.
    Lnt- Leit-
    AIC13 KCI LiCI NaCI MgCh inischung fäliig-
    °C keit
    bei 7o1'
    47,77 2897 23,26 - - 775 __
    3369 51.86 14,45 - - 585 -
    28,24 33,86 37,90 - - 775 -
    40,00 39,50 - 20,5 - 710 _-
    15,0 4500 - 40,0 - 700 -
    53,9 34,1 - - 12,0 700 -
    23,2 42,6 - - 34,2 700 _-
    46,3 3333 1297 - 7,4 61o 1,03
    __
    37,2 14,88 22,32 - 25,6 590
    33,08 13,22 19,84 - 33,86 6oo -
    39,3 40,9 - - 21,1 - 0,88
    35,45 56,40 7,45 - - - 1,34
    20 45 25 - 1o - 2,03
    21,22 20,7 22,78 - 35,4 - 1,75
    Die Leitfähigkeit der Schmelzen wird besonders durch Li Cl erhöht. Noch größer muß die Wirkung eines Zusatzes von Lithiumfluorid sein. Wegen des hohen Schmelzpunktes ist man aber gezwungen, den Zusatz auf kleine Mengen zu beschränken. Die Anwesenheit von Mg-Ionen in der Schmelze wirkt als Puffer zur Verhinderung der Mitabscheidung der schädlichen Alkalimetalle. Es 'wurde festgestellt, daß in Schmelzen mit 46,3 % A1 C13, 33,33 0/0 K Cl, i 2,97 % Li C1 und 7,4% Mg C12 die Grenzstromdichte höher als 2 Amp/cm= ist und die Polarisationsspannung bei DK= i Ämp/cm2 und 700° = 2,33 Volt beträgt. .

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Aluminium aus akuminiumchloridhaltigen Schmelzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolyse in einem Elektrolyt, der mindestens i Mol Alkalichlorid auf i Mol Aluminiumchlorid und einen Zusatz von Erdalkalichlorid enthält, oberhalb der Schmelztemperatur des Metalls durchgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß alsAlkalichlorid vornehmlich Kaliumchlorid verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Erdalkalichlorid vornehmlich Magnesiumchlorid verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i, 2 und 3, dadurch ' gekennzeichnet, daß dem Elektrolyt als vierte Komponente ein weiteres Alkali- oder Erdalkalichlorid zugesetzt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelze Lithiumchlorid und/oder Lithiumfluorid zugefügt wird.
DEP22030D 1948-11-19 1948-11-19 Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Aluminium Expired DE829504C (de)

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DEP22030D DE829504C (de) 1948-11-19 1948-11-19 Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Aluminium

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DE829504C true DE829504C (de) 1952-07-10

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DE (1) DE829504C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1006689B (de) * 1955-01-11 1957-04-18 United States Steel Corp Elektrolyt und Verfahren zur galvanischen Abscheidung von Aluminium auf Eisen
DE1144928B (de) * 1958-03-28 1963-03-07 Kaiser Aluminium Chem Corp Verfahren zur Herstellung von Aluminium in einer Aluminiumelektrolysezelle

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1006689B (de) * 1955-01-11 1957-04-18 United States Steel Corp Elektrolyt und Verfahren zur galvanischen Abscheidung von Aluminium auf Eisen
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