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DE829059C - Verfahren zur Herstellung von Kunststoffplatten aus Vinylharzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunststoffplatten aus Vinylharzen

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Publication number
DE829059C
DE829059C DEP5883D DEP0005883D DE829059C DE 829059 C DE829059 C DE 829059C DE P5883 D DEP5883 D DE P5883D DE P0005883 D DEP0005883 D DE P0005883D DE 829059 C DE829059 C DE 829059C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layers
parts
mixtures
plastics
binders
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP5883D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Johann Baehr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JOHANN BAEHR DR
Original Assignee
JOHANN BAEHR DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JOHANN BAEHR DR filed Critical JOHANN BAEHR DR
Priority to DEP5883D priority Critical patent/DE829059C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE829059C publication Critical patent/DE829059C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B27/00Layered products comprising a layer of synthetic resin
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/01Hydrocarbons

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Floor Finish (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunststoffplatten aus Vinylharzen Es ist bekannt, Kunststoffplatten aus Faserstoffen und Bindemitteln wie Leim, Asphalt, härtenden Harzen, wie Phenolharzen, herzustellen; hierbei wurden auch schon bindemittelreichere Deckschichten benutzt. Die für die Härtung der Harze notwendigen Temperaturen liegen bei etwa 170 bis 18o°, wodurch die Faserstoffe schon im Gefüge verändert werden und die Festigkeit derselben ungünstig beeintlulit %\-erden. Insbesondere trifft dieses für Cellulose ttnd Torf zu.
  • Es wurde nun gefunden, daß Kunststoffplatten, die einen Kunststoff als Deckplatte oder im Gemisch mit den Faserstoffen enthalten, diese Nachteile nicht zeigen, wenn als Kunststoffe die Polymerisate der Vinylverb ndungen, insbesondere des Vinylchlorids oder dessen Mischpolymerisate in Verbindung mit Weichmachern, wozu zweckmäßig die flüssigen oder festen Kohlenwasserstoffe oder deren Chlor-, Alkylierungs- oder Polymerisationsprodukte gehören, benutzt werden. Die Platten bestehen aus mindestens zwei Schichten, von denen eine den Kunststoff und die andere den Faserstoff oder Gemische aus beiden enthält, und zwar kann sowohl .die Zusammensetzung des Kunststoffes selbst oder es können sich die Anteile des Kunststoffes zu den Anteilen der Faserstoffe in den einzelnen Schichten ändern. Meistenteils werden die Oberflächenschichten eine größere Menge Bindemittel enthalten, oder zumindest eine der Oberflächen, als der innere Teil der Platte. Gelegentlich können auch die umgekehrten Verhältnisse erwünscht sein, wobei die bindemittelreichere Schicht in die Platte hinein verlegt wird.
  • Ein Teil der Schichten, z. B. die Oberflächen, können aus dem Gemisch des Kunststoffes und den Faserstoffen bestehen, während der innere Teil aus einem anderen Bindemittel, z. B. Pech, Asphalt, Leim, Sulfitablauge o. dgl., im Gemisch mit dem Faserstoff hergestellt wird. Hierbei kann der innere Teil oder der untere Teil der Platte auch ohne Bindemittel verpreßt werden, falls die Faserstoffe unter Druck, insbesondere unter erhöhten Temperaturen selbstbindende Eigenschaften zeigen, wie Torf, Lignit usw.
  • Als Kunststoff für die Deckschichten und als Bindemittel werden die Polymerisate der Vinylverbindungen, insbesondere das polymere Vinylchlorid, das auch mit Chlor nachbehandelt sein kann, oder dessen Mischpolymerisate mit Vinylacryl, Vinyläther, Vinylalkohol, Acrylsäureester o. dgl. benutzt. Als Weichmacher dienen hauptsächlich die flüssigen oder festen cyclischen Kohlenwasserstoffe, die aus den Hoch-, Mittel- oder Tieftemperaturen, aus der Hydrierung von Steinkohle, Braunkohle, Torf, Pech, Asphalt o. dgl., bei der Dehydrierung, Hydrierung oder Krackung von Erdölen, Teeren, Destillationsrückständen oder bei der Alkylierung oder Polymerisation dieser Produkte gewonnen werden. Besonders günstig verhalten sich .die mit Chlor behandelten cyclischen Kohlenwasserstoffe der genannten Herkunft oder naphthenischer oder paraffinischer Zusammensetzung. Diese werden zweckmäßig durch Erhitzen auf Temperaturen über i5o°, vorteilhafter über 200°, nach der Chlorierung gegebenenfalls in Gegenwart von katalytischen Stoffen, wie Eisen, Kupfer, Blei oder deren Verbindungen, polymerisiert und durch Behandlung mit alkalischen Stoffen, wie Kalk, Soda, bei erhöhten Temperaturen stabilisiert.
  • Zur Erhöhung der Alterungsbeständigkeit werden die unter 30o°, günstiger die unter 325° oder noch höher siedenden Fraktionen abgeschnitten und finden zweckmäßig nur zur Herstellung der Kunststoffe für die inneren Schichten Verwendung, während in den Deckschichten die höhersiedenden Weichmacher Verwendung finden. Zur Verbesserung der Kältebeständigkeit können die Weichmacher noch Zusätze, wie Trikresylphosphat, Dioktylphthalat, Dibutyladipinat, Kogasinsulfosäurephenylester, chlorierte Paraffinkohlenwasserstoffe oder deren Gemische erhalten.
  • Das Verhältnis zwischen Polymerisat und Weichmacher kann zwischen 2o bis 70% Polymerisat zu 3o bis 8o Teilen Weichmacher betragen. Mit diesen weichgemachten Produkten können nun Gemische mit den Faserstoffen, wie Holzmehl, Holzwolle, Cellulose, Pappe, Baumwolle, Torf, Asbest, Schlakkenwolle oder deren Gemische hergestellt werden, wobei die Gemische für die verschiedenen Schichten unterschiedliche Gemengeanteile an Bindemittel und Faserstoff enthalten. Für die Deckschichten werden in der Regel dichtere Flächen benutzt werden als in den darunter befindlichen Schichten. So kann das Mischungsverhältnis zwischen Bindemittel und Faserstoffen der Deckschichten z. B. 5 bis 4o Teile Faserstoffe auf 6o bis 95 Teilen Bindemittel, für die Grundschichten kann die Mischung 3 bis 3o Teile Bindemittel auf 7o bis 97 Teile Faserstoffe betragen. Es können die Deckschichten auch ohne Faserstoffe und die unteren Platten ohne Bindemittel hergestellt werden, falls Faserstoffe, wie Torf, Lignit o. dgl., Verwendung finden, die unter Druck und erhöhter Temperatur selbst bindende Eigenschaften besitzen. Hierbei wird der Torf zweckmäßig auf einen Wassergehalt von etwa io bis 4o%, insbesondere auf 2o bis 30%, durch Trocknen gebracht, der sich auch ohne Bindemittel bei 150 bis 17o° und einem Druck von 3o bis 6o kg/cm2 in feste, formbeständige Platten verpressen läßt.
  • Die Bindemittel der Oberflächen bestehen aus den cyclischen Kohlenwasserstoffeh, insbesondere Aromaten im Gemisch mit den Polymerisaten der Vinylverbindungen, die Unterschichten können entweder aus den gleichen Bindemitteln, aber in geringerer Konzentration im Verhältnis zu den Faserstoffen bestehen, oder es werden als Bindemittel andere Stoffe, wie Leim, Kauritleim, Sulfitablauge, Asphalt, Pech, Harze, wie Phenolharz, benutzt, wobei der Zusatz 2 bis 40% betragen kann. Sowohl in den Deckschichten als in den Unterschichten können neben dem Bindemittel und Faserstoffen auch noch andere Zusätze, wie Sand, Schlacke, Schlämmkreide, Bimsstein, Ruß, Farbstoffe, die Entzündung herabsetzende Stoffe, wie Chlorammonium oder Ammonphosphat, zugesetzt werden.
  • Die Gemische aus dem Bindemittel und den Faserstoffen können nun schichtweise aufeinander gelegt werden und dann bei Temperaturen von 130 bis 17o°, zweckmäßig zwischen 14o bis 16o°, und einem Druck von io bis 5o kg/cWoder höher verpreßt werden. Es können die Deckschichten auch auf der Walze zunächst als Folien hergestellt werden, die dann auf die gegebenenfalls für sich vorgepreßten Unterplatten gelegt und gemeinsam verpreßt werden, wobei die gleichen oben erwähnten Bedingungen Anwendung finden.
  • Die nach diesem Verfahren hergestellten Platten können z. B. aus einer dichten Deckplatte und einer porösen Unterplatte bestehen, die z. B. als Fußböden dienen können, wobei die untere Platte den Holzfußboden ersetzt und die obere dichtere Folie gleichzeitig den Ersatz für den Linoleumbelag darstellt. Diese Platten können direkt auf die Stein-oder Betonunterlage, z. B. in Asphalt, Pech oder anderem Klebstoff, verlegt werden und ergeben einen fußwarmen, wasserdichten und sehr abriebfesten Fußboden, dessen Nähte durch Verkleben oder Verschweißen vollkommen dicht gemacht werden können. Es kann auch so verfahren werden, daß die einzelnen Plattenteile zunächst einzeln hergestellt werden und erst beim Verlegen auf dem Boden zusammengefügt werden. Hierbei kann die untere isolierende Platte auf dem Betonboden, z. B. in Asphalt, verlegt werden, und die Deckplatte kann entweder als Folie, zweckmäßig unter Benutzung einer klebenden Zwischenschicht oder als nichtgelierte Mischung des weichgemachten Polyvinyl- . chlorids aufgebracht werden, worauf durch Erhitzen auf 140 bis 16o° die Deckschicht gebildet und auf die Unterschicht festgelegt wird. Es entsteht hierbei ein fugenloser Fußboden.
  • Weiter können Platten hergestellt werden, deren beide Oberflächen mit dichteren Deckfolien versehen werden können. Hierbei wird so verfahren, daß die Masse für die Deckfolien zunächst im Kneter oder in der Mischwalze gemischt und gegebenenfalls geliert wird; hierauf wird die Masse für die Zwischenschicht gemischt und in Platten gepreßt, was bei Verwendung von Leim, Asphalt o. dgl. bereits bei gewöhnlicher Temperatur geschehen kann. Die vorgepreßte Zwischenplatte wird nun auf die Deckfolie in die Heißpresse eingelegt und mit einer weiteren Folie abgedeckt und bei Temperaturen von 14o bis 16o0 und einem Druck von 3o bis 6o kg/cm2 verpreßt. Es wird hierbei eine Platte erhalten, deren beide Oberflächen je eine sehr dichte und feste Deckplatte besitzen, die der Platte einen holzartigen Charakter verleihen. Vor dem Auflegen der Deckfolie wird zweckmäßig ein Gemisch aus Polyvinylchlorid und Weichmacher in nichtgeliertem Zustand auf die Unterplatte aufgetragen, die bei der Heißpressung eine innige Verbindung zwischen den einzelnen Schichten herstellt.
  • In die Platten können beliebige Teile eingepreßt werden, z. B. können Drahtgewebe, gelochte oder geschlitzte Bleche, Textilgewebe, Beschlagteile, wie Schlösser, Gehänge, Befestigungen o. dgl., eingebracht werden.
  • Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß bei der Verwendung der aus den Polymerisaten der Vinylverbindungen mit den Weichmachern, insbesondere den cyclischen Kohlenwasserstoffen im Gemisch mit Faserstoffen so niedere Preßtemperaturen eingehalten werden können, daß auch so temperaturempfindliche Stoffe wie Torf noch keine Zersetzung erleiden und Platten ergeben, die sich durch eine außerordentliche Härte und zugleich eine gewisse Elastizität auszeichnen und dabei vollkommen wasserdicht sind.
  • Beispiel i 5 Teile des Polyvinylchlorids mit dem K-Wert 65 werden mit 5 Teilen einer Steinkohlenteerfraktion, die zwischen 33o bis 36o0 siedet, in der Hauptsache aus festen Aromaten besteht und mit Säure und Lauge von den sauren und basischen Stoffen befreit wurde, mit 2 Teilen Holzmehl bei etwa 8o0 geknetet und auf der Walze .bei i 5o' gemischt zu Folien von i bis 2 mm gezogen. 4 Teile Polyvinylchlorid und 5 Teile einer nicht mit Säure oder Lauge gewaschenen Teerölfraktion, die zwischen 31o bis 330' siedet und hauptsächlich aus festem Anthracen besteht, werden 9o Teile bis auf 25 % Wassergehalt getrockneten Torf zugesetzt und das Gemisch bei etwa ioo° gut gemischt. Dieses Gemisch wird bei etwa ioo° mit einem Druck von 3o bis 50 kg/cm2 in Platten von etwa 6 mm Stärke gepreßt.
  • Die von der Walze abgezogene Folie wird nun in eine Presse eingelegt und mit der 6 mm vorgepreßten Platte abgedeckt, worauf beide Teile bei einem Druck von 5o kg/cm2 und einer Temperatur von 1450 io Minuten gepreßt werden. Die Preßplatten werden auf eine Temperatur von etwa 1000 abgekühlt und aus der Platte herausgenommen. Nach dem Erkalten sind die Platten sehr fest und die Oberfläche zeigt eine Härte von 92. Diese Platten können beliebig bearbeitet, z. B. gesägt, gedreht, genagelt, werden, bei vollkommen wasserdichter Oberfläche. Die Oberfläche der Platte kann geklebt oder verschweißt werden, so daß vollkommen fugenfreies Verlegen der Platten möglich ist. Beispiele Eine zwischen 3oobis45o° siedende Fraktion von Tieftemperaturteer von Braunkohle wird bei etwa 6o0 bis zu einer Aufnahme von 15 % mit Chlor behandelt. Hierauf wird das chlorierte Produkt im Vakuum langsam auf 200° erhitzt und im Anschluß unter Vakuum destilliert. Beim Erhitzen tritt mit steigender Temperatur eine starke Abspaltung von Chlorwasserstoff ein; es werden zwischen 25o bis 37o° und 13 mm Hg etwa 70% Produkte gewonnen, die in drei Fraktionen abgezogen werden. Fraktion i von 250 bis 29o° besteht je zur Hälfte aus 01 und festen Stoffen; Fraktion 2 von 29o bis 330° ist salbenartig; Fraktion 3 von 33o bis 3700 ist fest. Als Rückstand verbleibt ein Pech mit dem Erweichungspunkt von 760.
  • i Teil Fraktion 2 wird mit i Teil Mischpolymerisat, bestehend aus 80% Polyvinylchlorid und 20% Acrylnitril, unter Zusatz von o,ooi % Farbstoff gemischt, bei i50° gewalzt und als Folie von i mm Dicke von der Walze gezogen. Diese bildet die obere Deckfolie (Folie I).
  • i Teil Fraktion i wird mit o,8 Teilen Polyvinylchlorid auf der Walze bei 155° geliert, hierauf wird die Temperatur auf 14o° gesenkt und 0,4 Teile geschnitzelte Holzwolle auf der Walze zugemischt. Das Gemisch wird zu einer Folie von i mm Stärke ausgewalzt (Folie II).
  • 9 Teile Pech (Fraktion 4) und o,5 Teile Polyvinylchlorid werden gemischt und hierzu 5o Teile Weißtorf, der auf einen Wassergehalt von 22% getrocknet und zerfasert wurde, im Kneter bei etwa 1000 gemischt. Das Gemisch wird auf einem Schütteltisch gleichmäßig verteilt, verfestigt und unter der Presse mit einem Druck von etwa 2o kg/cm2 bei etwa ioo° zu einer etwa io mm starken Platte verpreßt (Platte I).
  • In eine Etagenpresse werden nun zunächst die Folie I eingelegt, hierauf ,die Folie II, dann die Platte I, hierauf nochmals die Folie 1I und I daraufgelegt und das ganze Paket bei 15o° 15 Minuten mit 5o kg/cm2 gepreßt. Nach Kühlen auf ioo° wird eine feste Platte erhalten, die auf beiden Seiten eine sehr feste Oberfläche zeigt und als poliertes Kunstholz VerNvendung finden kann.
  • Beispiel 3 5 Teile Fraktion 3 (von Beispiel 2) werden mit 4 Teilen Polyvinylchlorid auf der Walze bei 16o° geliert und als Folie von 2 mm Dicke abgezogen. Aus Torf, der auf einen Wassergehalt von etwa 10% getrocknet wurde, wird bei 16o0 und einem Druck von 8o kg/cm2 eine io mm starke Platte gepreßt. Eine Folie wird in die Presse eingelegt, mit der Platte abgedeckt und auf diese noch eine Folie gegeben. Diese werden nun bei 16o0 mit einem Druck von ioo kg/cm2 20 Minuten gepreßt. Es wird eine Platte erhalten, die sehr hart und zähe ist und als Montageplatten für elektrische Installationen dient.
  • Beispiel io Teile Polyvinylchlorid werden mit 8 Teilen eines Furfurol-Extraktes von naphthenischem Erdöl, dessen unterhalb 35o° siedende Anteile entfernt wurden und 2 Teilen Dibutyladipinat auf der Walze bei 16o° unter Zusatz von i Teil Eisenrot gewalzt und geliert. Hierauf wird die Folie auf einem Kalander bei i5ö° auf eine o,7 mm starke Pappe, die mit einer Schicht von nichtgelierter Polyvinylchlorid-Weichmachermischung i : i bestrichen war, aufgewalzt.
  • Aus 9o Teilen Holzwolle werden unter Zusatz von io Teilen eines aus 6 Teilen Polyvinylchlorid und ,4 Teilen eines zwischen 300 bis 35o° siedenden Furfurolextraktes bei i5o° und 3o kg/cm2 Druck Platten gepreßt. Diese Platten werden verlegt, und hierauf wird mit Hilfe der aufgelierten Pappe die Folie auf dieselben % aufgeklebt, wobei ein aus drei Schichten bestehender fugenloser Fußboden besteht.

Claims (5)

  1. P A T E N T A N S P R U C H F i. Verfahren zur Herstellung von Kunststoffplatten aus Vinylharz und fasrigen Materialien oder deren Gemischen, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten aus mehreren Schichten von Faser- und Kunststoffen, wovon mindestens eine aus Vinylpolymerisat oder Mischpolymerisat mit Weichmachern, insbesondere mit festen oder flüssigen cyclischen Kohlenwasserstoffen oder deren Chlor-, Alkylierungs- oder Polymerisationsprodukten oder deren Gemischen besteht, hergestellt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Schichten aus gleichen Kunststoffen aber \-erschiedener Zusammensetzung und/oder wechselndem Gehalt an Kunst- und Faserstoffen hergestellt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den einzelnen Schichten verschiedene Bindemittel benutzt werden, wobei aber in der oder den Deckschichten vorzugsweise mit den cyclischen Kohlenwasserstoffen weichgemachte polymere Vinylverbindungen verwendet werden, während in der Grundplatte beliebig andere Bindemittel, wie Wasserglas, Sulfitablauge, Zement, Asphalt, Pech, Leim, oder bei in der Wärme selbstbindenden Stoffen, wie Torf, Lignit o. dgl., auch keine Bindemittel benutzt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten zunächst ohne Deckschicht durch Pressen hergestellt werden und hierauf mit einer plastifizierten Polyvinylfolie oder mit einer -Mischung ihrer Bestandteile versehen werden, worauf diese durch Erhitzen gelatiniert werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß den Kunst- und Faserstoffgemischen Füll- und Farbstoffe zugesetzt werden.
DEP5883D 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zur Herstellung von Kunststoffplatten aus Vinylharzen Expired DE829059C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2106451A1 (de) * 1970-09-11 1972-05-05 Coal Ind

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2106451A1 (de) * 1970-09-11 1972-05-05 Coal Ind

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